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Kolbenkompressor Die Erfindung bezieht sich auf einen Kolbenkompressor,
bestehend aus einem Kompressorblock mit mehreren radial angeordneten Zylindern,
deren Kolben mit einer im Kompressorblock gelagerten senkrechten Kurbelwelle verbunden
sind, die von einem über dem Kompressorblock angeordneten Elektromotor angetrieben
ist, und mit einem den Motor und den Kompressorblock luftdicht umgebenden Gehäuse,
das aus einer ersten, oberen und einer zweiten, unteren, einen Ölsumpf bildenden
Schale besteht, sowie mit einer innerhalb des Gehäuses angeordneten dritten Schale,
die mit der zweiten Schale zusammen einen Ringraum bildet, wobei das Kurbelgehäuse
vom Motorraum durch eine Wand getrennt ist.
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Kolbenkompressoren der vorstehenden Art sind bekannt. Es sei z. B.
auf einen Kompressor hingewiesen, der ebenfalls ein Gehäuse, welches aus zwei Schalen
zusammengesetzt ist, besitzt. Dabei werden die Zylinder durch ein Gußteil gehalten,
in dem eine besondere Leitung zur Zuführung des zu komprimierenden Gases eingearbeitet
ist. Bei dieser bekannten Art ist ferner jeder Zylinder durch ein besonderes Kopfstück
verschlossen, das jeweils besonders montiert werden muß. Das komprimierte Gas gelangt
bei dieser bekannten Art aus jedem Zylinder unmittelbar in einen Raum, der von dem
den Kompressor umgebenden Raum nur durch die einfache Gehäusewand getrennt ist.
Bei jedem Kolbenhub wird also die Wand des Gehäuses durch einen Stoß komprimierten
Gases beaufschlagt. Diese bekannte Art weist demnach insgesamt so viele bauliche
und betriebstechnische Nachteile auf, daß sie den Anforderungen der heutigen Zeit
nicht mehr entspricht. Es ist hierbei zu beachten, daß infolge des neuerdings sehr
großen Bedarfs an Kompressoren für Kühl- und Klimaanlagen es sehr wesentlich ist,
daß die Kompressoren sich in Massenfertigung sehr einfach und billig herstellen
lassen. Wird dabei mit einer einfacheren Ausbildung der Teile, die außerdem den
Zusammenbau erleichtert, bereits eine fühlbare Kostenersparnis erzielt, so wirkt
sich dies auch in starkem Maße auf das herzustellende Enderzeugnis, z. B. den Kühlschrank
oder die Klimaanlage aus. Betriebsmäßig werden jedoch an solche Kompressoren von
den Benutzern immer höhere Anforderungen gestellt, und zwar insbesondere auch was
Lebensdauer und Wartungsfreiheit anbetrifft. Beispielsweise werden Kompressorkühlschränke
in ihrem Gebrauchswert zum großen Teil danach bewertet, in welchem Ausmaß das Geräusch
des Kompressors noch hörbar ist. Bei einer anderen bekannten Kompressorart des eingangs
dargelegten Typs ist ebenfalls jeder Zylinder mit einem Zylinderkopf versehen, der
die vom Kolben verdichteten Gase aufnimmt. Die Zylinderköpfe sind durch Rohrleitungen
mit einem gemeinsamen Auslaßrohr verbunden. Durch die Zylinderköpfe, die mittels
Schrauben am Zylinderkopf befestigt sind und gleichzeitig auch die Ventile festhalten,
sowie durch die Rohrleitungen ergibt sich sowohl eine verhältnismäßig teure Fertigung
dieser Einzelteile als auch eine ziemlich hohe Montagezeit.
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Die der Erfindung zugrunde gelegte Aufgabe besteht darin, einen Kolbenkompressor
der eingangs genannten Art zu schaffen, der in Vermeidung der vorstehend angedeuteten
Nachteile der bekannten Arten sich insbesondere durch eine vereinfachte Ausbildung
der Einzelteile und eine leichtere Zusammenbaubarkeit auszeichnet, so daß er insgesamt
gesehen wesentlich billiger in einer Massenfertigung hergestellt werden kann, und
bei dem das typische Kompressorgeräusch durch entsprechende Vorrichtungen innerhalb
des Kompressorgehäuses so gedämpft wird, daß auch ohne zusätzliche Dämpfungsmittel,
die in anderen Fällen noch äußerlich anzubringen sind, keine Geräuschbelästigung
auftritt. Die Lösung der gestellten Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß der Kompressorblock in die genannte dritte Schale eingeschoben und derart ausgebildet
und darin abgedichtet ist, daß eine die Zylinder umgebende ringförmige Kammer gebildet
wird, die als gemeinsamer Auslaß für alle Zylinder
dient, und daß
die Zylinderräume von dieser Kammer durch lose in die Zylinderenden eingesetzte
Plattenventilvorrichtungen, die durch sich an der inneren Wandung der dritten Schale
abstützende Federvorrichtungen in Stellung gehalten werden, getrennt sind, wobei
ein Einlaßrohr die obere, erste Schale durchsetzt und in den Motorraum mündet und
ein mit der ringförmigen Kammer verbundenes Auslaßrohr die untere, zweite Schale
des Gehäuses und die dritte Schale durchsetzt. Nach der Erfindung wird also der
Kompressorblock als Ganzes in diese genannte dritte Schale eingeschoben und kann
ohne Schrauben in seiner Lage gehalten werden. Zwischen dem Kompressorblock und
der dritten Schale bildet sich ein gemeinsamer Auslaßraum für die einzelnen Zylinder.
Einzelne Zylinderköpfe mit den sonst erforderlichen umfangreichen Befestigungsvorrichtungen,
wie z. B. Schrauben, und eine entsprechende Bearbeitung der verbundenen Glieder
sind also nicht erforderlich. Daneben wird die Ausbildung eines ausgedehnten Leitungssystems
vermieden, denn der zwischen dem Kompressorblock und der dritten Schale liegende
Raum stellt eine Sammelleitung dar. Neben der die Zylinder umgebenden Kammer sorgt
ferner der Hohlraum zwischen der inneren, dritten und der äußeren, zweiten Schale,
der als Ölsumpf dient, für eine weitere Geräuschdämpfung. Ein weiterer wesentlicher
Vorteil des neuen Kompressors besteht darin, daß die im Zylinderblock angeordneten
Zylinder nur mit einfach bearbeiteten Plattenventilen verschlossen werden. Die Spannfedern
der Plattenventile sorgen dabei dadurch, daß sie sich an der Innenwand der dritten
Schale abstützen, noch für eine zusätzliche Sicherung des in die dritte Schale eingeschobenen
Kompressorblocks, so daß dieser völlig ohne Schrauben in seiner Lage gehalten werden
kann. Die Plattenventile werden dabei durch ihre Spannfedern sicher gehalten. Es
besteht nicht mehr die bei Verwendung von besonderen Schraubbefestigungen vorhandene
Gefahr, daß sich die Ventilvorrichtungen lösen. Durch die erfindungsgemäße Lehre
ist also ein Höchstmaß an Funktionstüchtigkeit, Lebensdauer und Wartungsfreiheit
bei einfacher, wirtschaftlicher Herstellung gewährleistet.
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In Weiterbildung der Erfindung ist die genannte ringförmige Kammer,
die sich zwischen den Zylindern und der dritten Schale bildet, durch mehrere Trennwände
in Einzelkammern unterteilt, die durch Drosselöffnungen miteinander verbunden sind.
Vorteilhafterweise unterteilen dabei diese Trennwände in der durch die innere, dritte
Schale und den Zylinderblock gebildeten ringförmigen Kammer diese in eine erste
ringförmige Kammer, welche über die Ventilvorrichtungen in direkter Verbindung mit
den Zylindern steht, sowie in mehrere zweite Kammern, welche mit der ersten ringförmigen
Kammer durch die genannten Drosselöffnungen verbunden sind.
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Eine Weiterbildung der Erfindung wird ferner dadurch erreicht, daß
die den Motorraum vom Kurbelgehäuse trennende Wand in die Plattenventilvorrichtungen
mündende Einlaßkanäle aufweist, so daß das durch den Motorraum angesaugte Gas zur
Kühlung des Motors herangezogen wird. Außerdem weist in Weiterbildung der Erfindung
der Boden der dritten Schale eine Öffnung auf, die von einem mit dem Kompressorblock
lösbar verbundenen, in den Ölsumpf eintauchenden und mit diesem in Verbindung stehenden
Lagerblock durchsetzt ist. Hierbei weist vorteilhafterweise das untere Ende der
Kurbelwelle eine Querbohrung auf, die durch einen axialen Kanal mit dem Ölsumpf
und über einen das untere Wellenende umgebenden Ringraum und einen weiteren Kanal
mit einem mit dem Kurbelgehäuseraum verbundenen Filter sowie durch in der Kurbelwelle
angeordnete Kanäle mit den Kurbelwellenlagern und den Lagern der Pleuelstangen verbunden
ist.
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Im Rahmen der Erfindung erstrecken sich ferner vorteilhafterweise
vom Außenrand eines gewölbeförmigen Abschnittes der eine Plattenventilvorrichtung
in Stellung haltenden Federvorrichtung mehrere federnde Arme in radialer Richtung,
wobei der gewölbeförmige Abschnitt gegen die innere, dritte Schale und die genannten
federnden Arme gegen die Plattenventilvorrichtungen drücken.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt.
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F i g. 1 ist ein Schnitt durch den erfindungsgemäßen Kompressor; F
i g. 2 ist eine Teilansicht eines Schnittes durch die erfindungsgemäße Ventilanordnung;
F i g. 3 ist ein abgewickelter Schnitt durch die ringförmige Kammer und zeigt die
Zylinderköpfe, die Sammelleitung und den Schalldämpfer; F i g. 4 ist eine Ansicht
des Auslaßventils der vorliegenden Erfindung; F i g. 5 ist eine Ansicht des Ansaugventils
der vorliegenden Erfindung; F i g. 6 ist eine Ansicht einer die Bewegung des Auslaßventils
beschränkenden Vorrichtung; F i g. 7 ist eine Draufsicht auf die in der F i g. 2
dargestellte Ventilhaltevorrichtung.
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In der F i g. 1 ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Kompressor 2
dargestellt, der ein oberes rundes Gehäuse 4 und ein unteres rundes Gehäuse 5 besitzt.
An beiden Gehäusen sind Flanschabschnitte 6 und 7 ausgebildet, mit denen sie verbunden
und abgedichtet werden können. Außerdem ist in dem Kompressor ein drittes Gehäuseteil
8 vorgesehen, dessen Flansch 9 mit den Flanschen 6 und 7 durch eine ringförmige
Schweißnaht 10 verbunden wird. Durch diese Anordnung wird ein luftdicht abgeschlossenes
Gehäuse ausgebildet.
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Geeignete Löcher 11 in dem Flansch 9 des Gehäuseteils 8 ergeben eine
Verbindung des oberen und unteren Abschnittes des Gehäuses aus einem nachstehend
näher beschriebenen Grunde. In dem Gehäusetei18 befindet sich auf der Unterseite
ein Loch 12. In dem Gehäuse 8 ist ein Kompressorblock 15 befestigt, der aus einem
Motorfianschabschnitt 16 sowie einem Flanschabschnitt des Kurbelgehäuses 17 gebildet
wird. Beide Abschnitte sind durch eine geeignete Wand 18 voneinander getrennt. In
dem Kompressorblock 15 sind geeignete Zylinder 19 und 20 angeordnet.
Gemäß der vorliegenden Ausführungsart besitzt der Kompressor vier radial angeordnete
Zylinder, jedoch betrifft die Erfindung auch andere Zylinderanordnungen. Innerhalb
der Zylinder 19 und 20 sind geeignete Kolben 21 und 22 so angeordnet, daß sie sich
hin- und herbewegen können. An diesen Kolben sind geeignete Kolbenbolzen 23 und
24 befestigt, welche mit Pleuelstangen 25 und 26 verbunden sind, die wiederum auf
dem exzentrischen Abschnitt der Kurbelwelle 30 gelagert sind.
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An den äußersten Enden der verschiedenen Zylinder 19 und 20 befinden
sich geeignete, nachstehend
näher beschriebene Ventilvorrichtungen
31 und 32. Geeignete, ebenfalls nachstehend näher beschriebene Federglieder halten
diese Ventilvorrichtungen in ihren jeweiligen Stellungen. Diese Federglieder 33
und 34 sind zwischen den Ventilvorrichtungen 31 und 32 und dem Gehäuse 8 eingespannt
und drücken dadurch die Ventilvorrichtungen auf in den verschiedenen Zylindern ausgebildete
Schultern.
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An dem Kompressorblock sind im Abstand zueinander konzentrisch zwei
ringförmige Dichtungsflansche 37 und 38 ausgebildet. Durch geeignete Dichtungsringe
39 und 40 sind die Flansche gegen das Gehäuse 8 abgedichtet. Dadurch wird eine ringförmige
Kammer 41 ausgebildet, in welche die aus den Zylindern 19 und 20 und aus
den Ventilvorrichtungen 31 und 32 strömenden Gase geleitet werden. Durch Wände in
der ringförmigen Kammer 41 sind mehrere geeignete Kammern ausgebildet, die durch
kleine Löcher miteinander verbunden sind, wie es nachstehend ausführlicher beschrieben
ist.
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Während des normalen Betriebes des Kompressors wird durch die Zuleitung
63 angesaugtes Gas in das luftdicht abgeschlossene Gehäuse und in den Motorraum
13 des Kompressors eingeleitet. Dieses Gas streicht über den Motor und kühlt ihn.
Von dort gelangt es durch die Ansaugkanäle 45, die sich an den Verbindungsstellen
der Wand 18 mit dem Flansch 16 befinden, in die verschiedenen Zylinder. Diese Anordnung
wird nachstehend näher beschrieben.
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In der Wand 18 des Kompressorblocks ist ein Lager 46 ausgebildet,
in dem die Kurbelwelle 30 drehbar aufgenommen wird. Die Kurbelwelle 30 besitzt einen
geraden, mit dem Motor 56 verbundenen Abschnitt 50 sowie einen Lagerabschnitt
51, der in dem Lager 46 drehbar gelagert ist, und einen exzentrischen Abschnitt
52, mit dem die verschiedenen Pleuelstangen, die mit den Kolben zusammenwirken,
verbunden sind. Unterhalb des exzentrischen Abschnittes befindet sich ein Gegengewicht
53, das als unregelmäßig ausgebildeter Abschnitt die Unwucht des exzentrischen Abschnittes
ausgleicht. Unterhalb dieses Gegenwichtes paßt sich ein unterer Lagerabschnitt 54
in den Lagerblock 64 ein, wie es nachstehend näher beschrieben ist.
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Der Motor 56 besitzt einen Stator 57, der innerhalb des Motorabschnittes
16 am Kompressorblock befestigt ist. Der Stator ist induktiv an den Rotor 58, der
die Kraft auf den Kurbelwellenabschnitt 50 überträgt, angeschlossen. Ein geeignetes
Gegengewicht 59 ist am Rotor angeordnet, um die Unwucht des exzentrischen Abschnittes
52 der Kurbelwelle 30 auszugleichen.
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Über eine geeignete, luftdicht verschlossene Anschlußdose 60 im Gehäuse
des Kompressors wird dem Stator 57 der elektrische Strom zugeführt. Von dieser Anschlußdose
60 aus verlaufen mehrere Leitungen 61 zum Stator 57.
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Die Kurbelwelle 30 ruht in einem unteren Lagerblock 64, in
dessen unteren Lagereinsatz 65 der Abschnitt 54 der Kurbelwelle aufgenommen wird.
Dieser untere Lagereinsatz wird durch einen geeigneten, in dem Kompressorblock eingespannten
Sprengring 62 in seiner richtigen Lage gehalten. Der Lagerblock umfaßt den Lagereinsatz
65 und ein Längsdrucklager 66, in dem ein Loch 67, dessen Aufgabe nachstehend näher
beschrieben ist, zentrisch angeordnet ist. -In dem unteren Abschnitt der Kurbelwelle,
und zwar im Lagerabschnitt 54, ist ein Kanal 68 zentrisch ausgebildet, der den Einlauf
einer Pumpanlage bildet, die der Schmierung verschiedener Lager des Kompressors
dient. Der Einlauf ist ein sich senkrecht erstreckender Kanal. Er mündet in einen
radial verlaufenden Kanal 69, der wiederum mit der ringförmigen Kammer 71
in Verbindung steht. Diese Kammer liegt unterhalb des Lagereinsatzes 65 und ist
über einen Durchlaß 72 mit einem Durchlauffilter 73 verbunden, der an das Kurbelgehäuse
14 angeschlossen ist.
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An den radial verlaufenden Kanal 69 schließt sich ein senkrecht verlaufender
Kanal 70 an. Dieser steht mit der unteren Lagerfläche des Kompressors in Verbindung.
Durch ihn werden außerdem die obere Lagerfläche des Lagers 46 und die verschiedenen
Pleuelstangenlager in einer Weise geschmiert, wie sie nachstehend näher beschrieben
ist.
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In der F i g. 2 ist ein vergrößerter Querschnitt durch eine geeignete,
am Ende eines Zylinders angeordnete Ventilvorrichtung dargestellt. Der Zylinder
19 erstreckt sich nach außen hin. Er besitzt eine Schulter 91. In dieser
Schulter ist ein ringförmiger Kanal 90 ausgebildet, der mit dem Ansaugkanal
45 in Verbindung steht. Dieser Kanal 45 führt von der Verbindungsstelle der Wand
18 mit dem Flansch 16 zum Motorraum 13. Bei dieser Führung strömt das angesaugte
Gas durch die Ansaugleitung 45 in die ringförmige Kammer 90 unterhalb der Ventilvorrichtung
31. In der Ventilvorrichtung 31 ist ein ringförmiger Kanal 94 ausgebildet, der im
Querschnitt eine U-Form darstellt. Ein Schenkel 94' vom U ergibt eine Verbindung
mit der ringförmigen Kammer 90. Der andere Schenkel 94" des U ergibt eine Verbindung
mit dem Zylinder 19. Das Ventilteil 95 überdeckt die Öffnungen des Schenkels
94", die den Anschluß mit dem Zylinder herstellen.
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Das in der F i g. 5 dargestellte Ventilteil 95 weist eine ringförmige
Sitzfläche 101 auf, mit der es den inneren Schenkel des ringförmigen Durchlasses
94 überdecken kann. Auf der Innenseite dieser ringförmigen Sitzfläche 101 befindet
sich ein S-förmiger Abschnitt 102, dessen Enden mit der ringförmigen Sitzfläche
verbunden sind. Im Mittelpunkt des S ist ein Loch 103 vorgesehen. Dadurch kann das
Teil mittels eines Nietes 98 mit der Ventilscheibe 31 verbunden werden. Auf dem
Außenrand der ringförmigen Sitzfläche 101 des Ventilteils 95 sind
im Abstand zueinander Vorsprünge 104 ausgebildet.
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Aus der besonderen Ausbildung des S-förmigen Teils ergibt sich, daß
sich dieses wie ein länglicher Balken verhält, der sich bei einer Belastung durchbiegt.
Das S-förmige Teil biegt sich beim Ansaughub des Kompressorkolbens durch. Dabei
rückt auch die ringförmige Sitzfläche 101 des Ventils von der Ventilscheibe 31 ab.
Um die Bewegung des Ventils zu beschränken, ist auf der Innenseite des Zylinders
eine Schulter 92 ausgebildet, in welche die Vorsprünge 104 eingreifen. Dadurch wird
die Bewegung des Ventilteils 95 beim Betrieb eingeschränkt.
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Gemäß der F i g. 2 weist die Ventilscheibe 31 einen inneren Ring durchgehender
Auslaßkanäle 93 auf. An der oberen Seite der Scheibe liegt das Ventilteil 96 und
überdeckt die Öffnungen 93. Dieses Ventilteil 96 bildet das Auslaßventil. Die F
i g. 4 zeigt eine Draufsicht auf dieses besondere Ventilteil.
Das
Ventilteil besitzt eine ringförmige Sitzfläche 105, die ebenfalls mit einem
inneren S-förmigen Abschnitt 106, in dessen Mitte ein Loch 107 angeordnet
ist, verbunden ist. Dieses Ventil arbeitet ebenso wie das in der F i g. 5 dargestellte
Ansaugventil, jedoch besitzt dieses Ventil keine Vorsprünge am Außenrand. Um die
Bewegung des Ventils während des Betriebes zu beschränken, ist ein Ventilhalter
97 vorgesehen.
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Der Ventilhalter ist in der F i g. 6 dargestellt. Er besitzt einen
ringförmigen Abschnitt 110, der flanschartig ausgebildet ist und als Auflagefläche
dient. Im inneren Abschnitt des Ventilhalters ist eine Sitzfläche 111 mit einer
Öffnung 111' ausgebildet, die auf dem Ventilteil 96 aufliegt. Dieser besondere Abschnitt
ist mit der Ventilscheibe 31 durch den Niet 98 verbunden. Zwischen dem Abschnitt
111 und der ringförmigen, aufliegenden Fläche 110 befindet sich ein
ringförmiger ebener Abschnitt 112, der zur Ventilscheibe 31 einen gewissen
Abstand aufweist. In diesem Abschnitt 112 sind mehrere- Löcher im Abstand zueinander
angeordnet, damit die aus dem Zylinder ausströmenden Gase durch die Ventilscheibe
in die ringförmige Kammer zwischen dem Kompressorblock und dem ringförmigen Gehäuse
8 strömen können. Dieser@Ventilhalter beschränkt die Bewegung des Ventüteils96 ebenso
wie die Schulter 92 das Ansaugventil.
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Um die Ventilvorrichtung 31 gegen die Schulter 91 zu drücken,
ist eine Feder 33 vorgesehen. Wie aus der F i g. 2 hervorgeht, drückt diese Feder
gegen das Gehäuse 8 und preßt die Ventilscheibe 31 gegen die Schulter 91.
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In der F i g. 7 ist eine Draufsicht auf die Feder 33 dargestellt.
Danach besitzt die Feder 33 einen inneren gewölbeförmigen Abschnitt 114, von dem
aus sich mehrere Arme 115 erstrecken. Der Darstellung entsprechend drückt der gewölbeförmige
Abschnitt 114 gegen das Gehäuse 8, während die sich radial erstreckenden
Arme 115 gegen den Ventilhalter 97 der Ventilvorrichtung drucken. Zwischen den Armen
115 der Feder 33 sind Zwischenräume vorgesehen. Durch diese können
die ausströmenden Gase in die ringförmige Kammer zwischen dem Kompressorblock und
dem Gehäuse 8 strömen.
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In der F i g. 3 ist ein abgewickelter Schnitt durch den Außenmantel
vom Kompressorblock dargestellt und die Projektion der verschiedenen in diesem Zylinderblock
angeordneten Zylinder wiedergegeben. Der dargestellte Kompressor besitzt vier Zylinder,
jedoch kann auch eine andere Zahl von Zylindern vorgesehen werden. In der F i g.
1 erscheinen die Zylinder 19 und 20, jedoch nicht die Zylinder
19'
und 20', da sie entweder vor oder hinter der Kurbelwelle liegen.
Diese Darstellung zeigt, wie die Zylinder auf der Kurbelwelle in der Längsrichtung
im Abstand voneinander angeordnet sind. Sich radial erstreckende Wände
80, 81 und 82 verbinden diese verschiedenen Zylinder. Bei dieser Ausrichtung
der Wände wird eine obere ringförmige Kammer 83 ausgebildet, in die das von den
Zylindern 19, 19', 20 und 20' auströmende Gas gelangt. Dieses Gas
strömt dann durch das kleine Loch 84 in die Kammer 85. Von der Kammer 85 strömt
das Gas durch das kleine Loch 86 in die Kammer 87 und von dort durch
das kleine Loch 88 in die Kammer 89, die entsprechend der F i g. 1,
mit der Auslaßleitung 42 verbunden ist, welche durch die Gehäuseteile 8 und 5 führt.
Bei der Führung der stoßweise in die Kammer 83 eingeleiteten Gase durch die anderen
Kammern und eingeschnürten Öffnungen dehnt sich das Gas auf dem Wege von der einen
zur anderen Kammer aus, so daß es einen im wesentlichen gleichmäßigen Druck aufweist,
wenn es von der Kammer 89 weiterströmt.
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Bei der Beschreibung der Betriebsweise des Kompressors sei darauf
hingewiesen, daß der elektrische Strom über die Anschlußdose 60 zugeführt wird.
Dieser Strom gelangt über die Leitung 61 in den Stator 57 des Motors 56. Die Drehbewegung
des Rotors 58 wird auf die Kurbelwelle 30 übertragen. Da die Pleuelstangen 25 und
26 an den exzentrischen Abschnitt der Kurbelwelle 30 angeschlossen sind und
die entgegengesetzten Enden dieser Pleuelstangen mit den Kolbenbolzen 23 und 24
verbunden sind, die wiederum an den Kolben 21 und 22 befestigt sind, ergibt sich
eine Hin- und Herbewegung dieser Kolben in den Zylindern 19 und
20 und ein Komprimieren der sich darin befindlichen Gase.
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Zunächst gelangen die Gase über die Zuleitung 63 in den Motorraum
13 und strömen über den Motor 56, um ihn zu kühlen. Dann strömen die Gase in die
Kanäle 45 der verschiedenen Zylinder des Kompressors. Diese Ansaugkanäle 45 liegen
an der Verbindungsstelle des Flansches 16 mit der Wand 18,
welche das Kurbelgehäuse
und den Motorraum des Kompressors voneinander trennt. Entsprechend der F i g. 2
gelangt das Gas durch den Kanal 45 in die im wesentlichen ringförmige Kammer
90 hinter dem Schulterabschnitt 91 des Zylinders. Das Gas strömt daraufhin
in den U-förmigen ringartigen Kanal 94 in den Ventilplatten 31. Beim Ansaughub des
Kolbens wird das Ventilteil 95 durchgebogen, und das Gas kann in den Zylinder
strömen. Die Bewegung des Ventilteils 95 wird durch die Vorsprünge 104 und die Schulter
92 am Zylinder beschränkt. Beim Kompressionshub wird das Ventilteil 95 gegen
die Ventilscheibe 31 gedrückt. Das Gas strömt dabei durch die ringförmig angeordneten
Löcher 93 und biegt das Ventilteil 96 so durch, daß es in die rinförmige Kammer
zwischen dem Kompressionsblock und dem Gehäuse 8 strömen kann. Es strömt dabei durch
die Löcher in der Ventilhaltescheibe 97 und durch die Zwischenräume der Feder 33.
Nach dem Durchgang durch die Ventilscheiben gelangt es in die Sammelleitung, wie
es in der F i g. 3 dargestellt ist.
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Entsprechend der F i g. 3 strömt das Gas in die ringförmige Kammer
83 und durch die obenerwähnten Kammern 85, 87 und 89, die durch die Löcher 84, 86
und 88 miteinander verbunden sind. Die Kammer 89 ist an die in der F i g. 1 dargestellte
Auslaßleitung 42 angeschlossen. Da das Gas infolge der verschiedenen Löcher und
Kammern kontinuierlich im Volumen vermindert und wieder ausgedehnt wird, werden
seine in der ringförmigen Kammer 83 noch stark ausgeprägten Stöße im wesentlichen
gedämpft.
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Eine Schmierung des Kompressors erfolgt durch ein In-Umlauf-Bringen
des Schmiermittels im unteren Teil des Gehäuses 5, das einen Ölsumpf 76 bildet.
Der annähernde Stand des Schmiermittels ist bei 77 dargestellt. Wenn sich die Kurbelwelle
dreht, fließt das Öl durch das Loch 67 des Längsdrucklagers 66 in den konzentrisch
angeordneten Kanal 68 im unteren Abschnitt der Kurbelwelle 30. Vom Kanal 68 aus
gelangt das Öl in den seitlich verlaufenden
Kanal 69, wo ein Teil
durch die Zentrifugalkraft nach außen in die ringförmige Kammer 71 geschleudert
wird. Das Öl fließt von dort aus in den Durchlaß 72 und über den Durchlauffilter
73 in das Kurbelgehäuse 14.
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Der nicht ausgeschleuderte Teil des Schmiermittels fließt von dem
seitlich verlaufenden Kanal 69
in den senkrechten Kanal 70 bis hinauf
zum Lager 65, zu den Pleuelstangenlagern sowie dem oberen Lager 46.
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Die austretenden Gase strömen an dem Kolben vorbei und setzen dabei
das Kurbelgehäuse unter einen höheren Druck als den Ansauggasdruck, wohingegen der
Motorraum 13 im wesentlichen unter dem Ansauggasdruck steht. Auf Grund dieser Druckunterschiede
über dem Ölsumpf 76 gelangt das Öl in der vorliegenden Konstruktion von der Kurbelwelle
in die ringförmige Kammer zwischen den Gehäuseteilen 5 und 8, die der Ansammlung
des Öles dient.
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Die obenstehende Beschreibung hat einen Kolbenkompressor zum Gegenstand,
bei dem das Vorhandensein einzelner gegossener Zylinderköpfe mit umfangreichen Befestigungsvorrichtungen,
wie z. B. Schrauben, und eine Bearbeitung der verbundenen Glieder nicht erforderlich
ist. Daneben wird durch die vereinfachte Ausführungsart die Ausbildung eines ausgedehnten
Leitungssystems sowie einer -besonderen Dämpfungsvorrichtung umgangen, denn erfindungsgemäß
bilden der Kompressorblock und ein drittes Gehäuseglied die Kombination eines Zylinderkopfes
und einer Sammelleitung. Dabei sind keine schraubbaren Befestigungsglieder erforderlich.
Diese besondere Ausführungsart ermöglicht darüber hinaus die Anwendung einer vereinfachten
Ventilvorrichtung, deren einfache Haltevorrichtung niemals der Gefahr unterliegt,
sich zu lösen.