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DE1194865B - Verfahren zur Herstellung von 1, 1-Diphenyl-3-hexamethylen-iminopropan und dessen Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1, 1-Diphenyl-3-hexamethylen-iminopropan und dessen Salzen

Info

Publication number
DE1194865B
DE1194865B DEL37629A DEL0037629A DE1194865B DE 1194865 B DE1194865 B DE 1194865B DE L37629 A DEL37629 A DE L37629A DE L0037629 A DEL0037629 A DE L0037629A DE 1194865 B DE1194865 B DE 1194865B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diphenyl
salts
hexamethyleneiminopropanol
preparation
hexamethyleneiminopropane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL37629A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Adriaan Jan Janssen
Dr David Karel De Jongh
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Janssen Pharmaceutica NV
Nederlandsche Combinatie voor Chemische Industrie NV
Original Assignee
Janssen Pharmaceutica NV
Nederlandsche Combinatie voor Chemische Industrie NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Janssen Pharmaceutica NV, Nederlandsche Combinatie voor Chemische Industrie NV filed Critical Janssen Pharmaceutica NV
Publication of DE1194865B publication Critical patent/DE1194865B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B2200/00Indexing scheme relating to specific properties of organic compounds
    • C07B2200/07Optical isomers

Landscapes

  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 1,1-Diphenyl-3-hexamethylen-iminopropan und dessen Salzen Es ist bekannt, daß einige a,a-Diphenyl-y-dialkylaminobutyramide eine hohe parasympathicolytische Wirksamkeit besitzen. In vielen Fällen sind die freien Aminobutyramide wirksamer; in anderen Fällen ihre quarternären Ammoniumsalze. Die aktivste Verbindung in der Gruppe der freien Aminobutyramide ist das a,a-Diphenyl-y-piperidinobutyramid.
  • Diese besondere Wirkung der Piperidinogruppe wurde auch bei dem a,a-Diphenyl-l,-piperidinobutyronitril, dem a,a-Diphenyl-y-piperidinopropanol und a,a-Diphenyl-y-piperidinopropan festgestellt.
  • Es wurde nun gefunden, daß das 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropan der Formel und dessen Salze aktiver sind als das entsprechende Piperidinoderivat.
  • Es zeichnet sich durch eine überaus starke parasympathicolytische Wirksamkeit aus, insbesondere bei lokaler Verabreichung, und übertrifft bezüglich der Wirksamkeit alle bekannten Verbindungen. Die Herstellung des 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropans und dessen Salze geschieht in an sich bekannter Weise dadurch, daß man entweder a) 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1) durch Veresterung in den entsprechenden Halogenwasserstoffsäureester überführt und diesen Ester durch Behandlung mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators hydriert oder b) 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1) gleichzeitig mit Jodwasserstoffsäure und rotem Phosphor umsetzt oder c) auf a,a-Diphenyl-y-hexamethylenirhinobutyronitril Natriumamid im Uberschuß einwirken läßt sowie die erhaltene Base gegebenenfalls mit Säuren umsetzt.
  • Das 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1) wird vorzugsweise mit Thionylchlorid zu dem entsprechenden Chlorwasserstoffsäureester umgesetzt, wonach der Ester dann katalytisch reduziert wird.
  • Die Reduzierung des Halogenwasserstoffesters wird mit Vorteil mit gasförmigem Wasserstoff und einem Palladium enthaltenden Katalysator durchgeführt.
  • Der folgende Vergleich des verfahrensgemäß erhaltenen 1,1 - Diphenyl - 3 - hexamethyleniminopropanhydrochlorids (1) mit dem entsprechenden Piperidinoderivat (II) zeigt die Uberlegenheit des Verfahrensproduktes bei etwa gleicher Toxizität.
    Parasympathicolytische Toxizität
    Wirksamkeit (Atropin = 1) Analgetische LD5°
    Mydriasi; Wirksamkeit intravenös
    intra- (Morphin = 1) bei der Ratte
    Ileum peritoneal lokal (mg/kg)
    I 0.05 0,1 0,08 0 25
    1I 0,05 0.02 0,01 0 24
    Das 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropan besitzt neben seiner parasympathicolytischen Aktivität eine ausgesprochene Hemmwirkung auf das Zentralnervensystem derart, daß der Hang zum Aggressiven gedämpft wird; das bekannte Piperidinoderivat besitzt diese Eigenschaft nicht.
  • Die folgenden Beispiele erläutern bevorzugte Ausführungsformen des beanspruchten Verfahrens. Beispiel 1 Eine Suspension von 0,2 bis 1 Mol Natriumamid in 200 cm3 Xylol, in der 0,1 Mol a,a-Diphenyly-hexamethyleniminobutyronitril gelöst ist, wird während 12 Stunden zum Sieden erhitzt. Danach wird der Uberschuß an Natriumamid mit Wasser zersetzt; die Xylolschicht wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen und mit Salzsäure extrahiert. Dieser saure Extrakt wird mit konzentrierter Lauge stark alkalisch gemacht; die abgeschiedene Base wird mit Äther extrahiert. Nach dem Trocknen wird der Äther abgedampft und das 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropan im Vakuum destilliert. Kp.i 170 bis 174'C; Brechungsindex nö = 1,5636; Dichte d." = 1.009. Die Ausbeute beträgt 75()/o.
  • Aus dem erhaltenen 01 können Säureadditionssalze durch Umsetzen mit nichttoxische Anionen enthaltenden Säuren gewonnen werden. Das chlorwasserstoffsaure Salz schmilzt bei 189 bis 192'C.
  • Beispiel 2 Zu 31g 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1), gelöst in Chloroform, wird ein Uberschuß von Thionylchlorid zugegeben; das Gemisch wird unter Rückfluß während 3 Stunden erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird dann unter vermindertem Druck zur Trockne abgedampft; der Rückstand wird durch Lösen in warmem Äthanol und Verdünnen dieser Lösung mit Athylacetat umkristallisiert.
  • Die erhaltene wäßrige Lösung von 1,1-Diphenyl-1- chlor - 3 - hexamethyleniminopropan - hydrochlorid wird mit gasförmigem Wasserstoff in Gegenwart eines gepufferten Palladium-Kohlekatalysators bei einem Druck von 3 Atmosphären hydriert. Das erhaltene 1.1 -Diphenyl-3-hexamethyleniminopropan wird durch Destillation unter vermindertem Druck gereinigt. Kp.i 170 bis 174'C. Die Ausbeute beträgt 68%.
  • Beispiel 3 Ein Gemisch aus 0,7 Mol 1.1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1), 0,9 Mol roten Phosphor und 1,15 Mol einer 47%igen Jodwasserstoffsäure in 550 cm3 Eisessig wird während 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach der Beendigung der Reaktion wird die warme Lösung durch ein Glasfilter filtriert. mit 1500 cm3 Wasser verdünnt und gekühlt. Das ausfallende , 1,1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanhydrojodid wird abfiltriert, mit kaltem Wasser gewaschen und dann wieder in Wasser suspendiert; die Base wird durch Versetzen mit Natriumhydroxyd bis zur starken Alkalität freigesetzt. Die Base wird mit Äther extrahiert, die ätherische Lösung über Kaliumcarbonat getrocknet und der Äther abgedampft. Das erhaltene Reaktionsprodukt wird unter den Bedingungen des Beispiels 2 weiterbehandelt und erweist sich als identisch mit dem Verfahrensprodukt dieses Beispiels. Die Ausbeute beträgt 550,'0.
  • Das als Ausgangsstoff gemäß Beispiel 1 verwendete a,a-Diphenyl-,-hexamethyleniminobutyronitril wird in an sich bekannter Weise durch Umsetzen von Diphenylacetonitril mit Hexamethyleniminoäthylchlorid oder durch Umsetzen von Hexamethyienimin mit a,a-Diphenyl-"-brombutyronitril erhalten. Das als Ausgangsmaterial gemäß den Beispielen 2 und 3 verwendete l,l-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1) wird in an sich bekannter Weise durch Umsetzen eines Phenylmagnesiumhalogenids mit ß-Hexamethyleniminopropionsäureäthylester hergestellt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von 1.1-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropan der Formel und dessen Salzen. dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß man in an sich bekannter Weise entweder a) 1.1 - Diphenyl - 3 - hexamethyleniminopropanol-(1) durch Veresterung in den entsprechenden Halogenwasserstoffsäureester überführt und diesen Ester durch Behandlung mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators hydriert oder b) 1.1 - Diphenyl - 3 - hexamethyleniminopropanol-(1) gleichzeitig mit Jodwasserstoffsäure und rotem Phosphor umsetzt oder c) auf a.a - Diphenyl - y - hexamethyleniminobutyronitril Natriumamid im Uberschuß einwirken läßt sowie die erhaltene Base gegebenenfalls mit Säuren umsetzt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß man das l.l-Diphenyl-3-hexamethyleniminopropanol-(1) durch Behandlung mit Thionylchlorid verestert.
DEL37629A 1956-06-29 1957-06-18 Verfahren zur Herstellung von 1, 1-Diphenyl-3-hexamethylen-iminopropan und dessen Salzen Pending DE1194865B (de)

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NL1194865X 1956-06-29

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DEL37629A Pending DE1194865B (de) 1956-06-29 1957-06-18 Verfahren zur Herstellung von 1, 1-Diphenyl-3-hexamethylen-iminopropan und dessen Salzen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0017893A1 (de) * 1979-04-11 1980-10-29 BASF Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen tertiären Aralkylaminen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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