DE1194361B - Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfassbaender fuer Schuhe und Handtaschen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfassbaender fuer Schuhe und HandtaschenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfaßbänder für Schuhe und Handtaschen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfaßbänder für Schuhe und Handtaschen.
- Es ist bekannt, Chemiefasern bei der Herstellung einer Heiß- oder Thermofixierung zu unterwerfen, um dadurch das Material, aus dem die Chemiefaser besteht, zu beeinflussen. Hierbei wird der aus einer Düse versponnene Spinnfaden, der nur eine geringe molekulare Orientierung aufweist, etwa auf das Vierbis Fünffache seiner Länge verstreckt. Gleichzeitig orientieren sich die Kettenmoleküle in Richtung der Faserachse, wodurch die Festigkeit des Fadens ansteigt, während die Bruchdehnung sinkt und das Material seine charakteristischen Eigenschaften erhält.
- Es ist auch bekannt, die Materialeigenschaften von Kunststoffasern zu beeinflussen, die bereits zu Geweben, Gewirken und anderen Textilerzeugnissen verarbeitet worden sind. Im wesentlichen werden hierbei Strümpfe einer Behandlung unterworfen, bei der die Elastizität und die große Dehnfähigkeit des Gewebes oder Gewirkes voll erhalten bleibt, während die Faser als solche neben einer genügenden Formfestigkeit, Schrumpffestigkeit und Knitterfestigkeit, eine im Verhältnis zum unbehandelten Faserstoff genügend niedrige Dehnung sowie den gewünschten Griff erhält. Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung eines gewebeartigen oder filzartigen Materials bekanntgeworden, bei dem Fasern oder Fäden aus schweißbaren Stoffen verwendet werden, die durch Wärme- und Druckeinwirkung miteinander verschweißt werden. Die nach diesem Verfahren hergestellten Gegenstände weisen keine textile Bindung mehr auf.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem eine Einwirkung auf das Gewebe, das Gewirk, Geflecht oder Gestrick ohne jede Veränderung der Eigenschaften der Faser selbst in der Weise möglich ist, daß die textile Bindung,die das Vorerzeugnis aufweist, in ihrer Wirkung teilweise aufgehoben, wird. Die Wirkung der textilen Bindung des Vorerzeugnisses besteht im wesentlichen darin, daß das Vorerzeugnis sehr dehnbar und rauh ist. Die Dehnbarkeit ist jedoch bei Besatzbändern der genannten Art unerwünscht, weil insbesondere Schuhe nach kurzer Gebrauchsdauer ihre Form verlieren. Die Rauhigkeit des Besatzbandes hat zur Folge, daß Textilien, mit denen es in Berührung kommt, im Falle eines Schuhes also mit den Strümpfen, nach kurzer Gebrauchsdauer beschädigt werden. Zur Lösung der genannten Aufgabe und zur Vermeidung der bisher zu verzeichnenden Nachteile der Besatz- und Einfaßbänder wird vorgeschlagen, daß aus thermoplastischen Stoffen bestehende, mittels textiler Bindung strukturierte Bänder vorgereckt und in diesem Zustand der an sich bekannten Einwirkung von Druck und Wärme bei einer Temperatur ausgesetzt werden, die mindestens gleich der Schmelztemperatur des thermoplastischen Stoffes ist, wobei einzelne Fäden an Berührungsstellen angeschmolzen werden.
- Auf diese Weise wird unter anderem ein Besatz-oder Einfaßband erzielt, das auch bei sehr dünner und schmaler Ausbildung ausreichende Festigkeit aufweist und daher besonders für feine, modische Schuhe geeignet ist. Gleichzeitig ist das nach dem erfindungsgemäßen Vorschlag hergestellte Band so glatt, daß es erst nach einer wesentlich größeren Anzahl von Scheuerhüben, als bei den bisher bekannten Einfaßbändern Textilien beschädigt.
- Wenn die Bänder in vorgerecktern Zustand unter Druck der Einwirkung der Schmelztemperatur ausgesetzt werden, sind die einzelnen Fäden des Bandes stark gedehnt, so daß die Berührungsstellen der einzelnen Fäden miteinander verschmelzen. Je stärker vorgereckt das Band der Einwirkung von Druck und Temperatur ausgesetzt wird, um so geringer ist die Dehnungsfähigkeit des auf diese Weise behandelten Bandes.
- Die Eigenschaften von strakturierten thermoplastischen Stoffen werden bei Erreichen der Schmelztemperatur oder bei darüber liegenden Temperaturen stark verändert. Hierbei ist die Einwirkungsdauer von entscheidender Bedeutung. Durch das Strecken sowie durch die Druck- und Wärinebehandlung darf je- doch die Reißfähigkeit des Bandes nicht wesentlich vermindert werden. Aus diesem Grunde muß die Dauer der Einwirkung auf das aus therinoplastischem Stoff bestehende Band auf die Temperatur, den Druck und die Banddicke abgestimmt werden. Einerseits muß ein Schmelzen an der Oberfläche der Fäden während der Wärmeeinwirkung erreicht werden, andererseits aber dürfen die Fläden nicht völlig einschmelzen. Je nach Dauer der Einwirkung und Höhe der Temperatur, der Stärke des Druckes und der Banddicke ergibt sich eine mehr oder weniger starke Ver-änderung der Struktur.
- Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung kann aus der Anordnung wenigstens zweier, mit einstellbarem Druck aufeinander abrollbarer, beheizter Walzen besteh-en, deren einregelbare Temperatur vorzugsweise 180 bis 1900 C beträgt.
- Die erfindungsgemäß gefertigten Bänder haben den großen Vorzug, daß die textile Bindungsstruktur im Bereich der bei der Verarbeitung auftretenden Schnitt- und Stanzkanten erhalten bleibt. Es ist daher möglich, Bänder größerer Breite gemäß der Erfindung zu behandeln und danach in Streifen zu schneiden, die den jeweiligen Verwendungszwecken entsprechend unterschiedlich breit sein können. Auf diese Weise ist eine wesentlich wirtschaftlichere Herstellung von Einfaß- und Besatzbändern möglich. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Bänder können ohne weiteres mit Einschnitten in Form von Zähnen, Zacken oder Bogen versehen werden, wie dies häufig als modischer Effekt erwünscht ist.
- Nach der Erfindung hergestellte Bänder können auch dort angewendet werden, so bisher Kunstleder oder Lackleder als Einfaßmaterial benutzt wurde. So ist es möglich, beispielsweise Hüte oder Taschen oder Bekleidungsstücke mit dem vorgeschlagenen Band zu verarbeiten. Aber auch für technische Zwecke ist das neu vorgeschlagene Band, beispielsweise für die Herstellung von Bandagen, geeignet.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung dehnungsariner Besatz- und Einfaßbänder für Schuhe und Handtaschen, dadurch gekennzeichnet, daß aus therinoplastischen Stoffen bestehende, mittels textiler Bindung strukturierte Bänder vorgereckt und in diesem Zustand der an sich bekannten Einwirkung von Druck und Wärine bei einer Temperatur ausgesetzt werden, die mindestens gleich der Schmelztemperatur des thermoplastischen Stoffes ist, wobei einzelne Fäden an Berührungsstellen angeschmolzen werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Einwirkung in Abhängigkeit von der Temperatur, dem Druck und der Banddicke verändert wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, gekennzeichnet durch Anordnung wenigstens zweier, mit einstellbarem Druck aufeinander abrollbarer, beheizter Walzen, deren einregelbare Temperatur vorzugsweise 180 bis 190' C beträgt.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 818 582; Zeitschrift: Melliand Textilberichte 1952, S. 639 bis 643 und 753 bis 757; 1951, S. 215 bis 221.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF22856A DE1194361B (de) | 1957-04-17 | 1957-04-17 | Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfassbaender fuer Schuhe und Handtaschen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEF22856A DE1194361B (de) | 1957-04-17 | 1957-04-17 | Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfassbaender fuer Schuhe und Handtaschen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1194361B true DE1194361B (de) | 1965-06-10 |
Family
ID=7090618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF22856A Pending DE1194361B (de) | 1957-04-17 | 1957-04-17 | Verfahren zur Herstellung dehnungsarmer Besatz- und Einfassbaender fuer Schuhe und Handtaschen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1194361B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0070176A3 (de) * | 1981-07-14 | 1984-07-11 | Scott & Fyfe Limited | Gedehntes Gewebematerial |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE818582C (de) * | 1948-10-02 | 1951-10-25 | Telefunken Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines gewebeartigen oder filzartigen Materials |
-
1957
- 1957-04-17 DE DEF22856A patent/DE1194361B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE818582C (de) * | 1948-10-02 | 1951-10-25 | Telefunken Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines gewebeartigen oder filzartigen Materials |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0070176A3 (de) * | 1981-07-14 | 1984-07-11 | Scott & Fyfe Limited | Gedehntes Gewebematerial |
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