DE1194074B - Stossabsorbierende Vorrichtung fuer sich bewegende Koerper in Kernreaktoren - Google Patents
Stossabsorbierende Vorrichtung fuer sich bewegende Koerper in KernreaktorenInfo
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
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- G21C7/06—Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. α.:
G 21
Deutsche KL: 21g-21/31
Nummer: 1194074
Aktenzeichen: G 30831 VIII c/21 g
Anmeldetag: 1. November 1960
Auslegetag: 3. Juni 1965
Die Erfindung betrifft eine stoßabsorbierende Vorrichtung für sich bewegende Körper in Kernreaktoren,
die aus einem plastisch verformbaren rohrförmigen Element besteht, das zwischen Auflagern an zwei
zueinander bewegbaren Teilen eingepaßt ist und bei 5 durch den stoßenden Körper verursachter Bewegung
dieser Teile zueinander zusammengepreßt wird.
Für die Abschaltstäbe eines Kernreaktors müssen Mittel vorgesehen werden, die den Stab anhalten,
falls er zum Außerbetriebsetzen des Reaktors freigesetzt wird, sowie Mittel, die den Stoß beim Anhalten
absorbieren, damit der Stab nicht beschädigt wird. Nach einer an sich bekannten Konstruktion
besteht der Stab aus zwei relativ zueinander bewegbaren Teilen, von denen der eine mit einem Arretierungsglied
beispielsweise in Form einer Führungspfanne in Eingriff gelangt, die die Stange arretiert,
und ist mit einer stoßabsorbierenden Vorrichtung in Form eines plastisch verformbaren Rohres versehen.
Diese stoßabsorbierende Vorrichtung läßt eine Fortsetzung der Bewegung des anderen Teiles zu und
bringt diesen schließlich zum Stillstand. Das verformbare Rohr ist so ausgebildet, daß es bei Nachgeben
der Rohrwandung in erne Reihe Falten axial zusammenklappt. Jedoch ist es möglich, daß bei einer
solchen Konstruktion die Verformungsfestigkeit abhängig von einer kleinen Änderung der charakteristischen
Eigenschaften des Rohrmaterials und der innerhalb des Reaktors herrschenden Temperaturbedingungen
beträchtlich variieren kann. Daher kann diese Anordnung zu unzuverlässiger Arbeitsweise
führen.
Es ist jedoch von Wichtigkeit, daß solche stoßabsorbierenden Vorrichtungen selbst bei den verhältnismäßig
hohen Temperaturen oberhalb des Reaktorkerns zuverlässig arbeiten.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten stoßabsorbierenden Vorrichtung der obigen
Art, die unter den in einem Kernreaktor vorherrschenden Betriebsbedingungen zuverlässig arbeitet.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die erwähnten zwei zueinander bewegbaren Teile aus
einem Rohr und einem in diesem axial beweglich gelagerten, langgestreckten Kolbenelement bestehen
und das erwähnte verformbare Element in Form eines um das Kolbenelement gewickelten Wendelrohres
ausgebildet ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Teil eines senkrechten Schnittes eines ersten Abschaltstabes, wobei die stoßabsorbierende
Vorrichtung in der Normalstellung dargestellt ist, S'toßabsorbierende Vorrichtung für sich
bewegende Körper in Kernreaktoren
bewegende Körper in Kernreaktoren
Anmelder:
The General Electric Company Limited, London
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Als Erfinder benannt:
Derek Boyd Jeffery, Erith, Kent (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 3. November 1959 (37 296)
F i g. 2 eine der F i g. 1 ähnliche Darstellung, die die stoßabsorbierende Vorrichtung zeigt, nachdem
diese wirksam geworden ist, und
F i g. 3 einen senkrechten Schnitt durch eine zweite Ausführungsform des Abschaltstabes mit einer stoßabsorbierenden
Vorrichtung.
Wie aus den F i g. 1 und 2 der Zeichnungen zu ersehen ist, weist der Abschaltstab einen Bauteil 1
auf, der ein nicht dargestelltes Neutronen absorbierendes Mittel enthält. Dieser Bauteil ist am oberen
Ende in ein röhrenförmiges Glied 3 eingeschraubt und in dieser Lage mittels einer Schraube 2 festgehalten.
Am oberen Ende des röhrenförmigen Gliedes 3 ist ein Flanschglied 4 eingeschraubt, durch
das der Körperteil mit einem Tragkopf 5 lösbar verbunden ist, welches Flanschglied 4 mit einem ringartigen
Teil 6 im Innern des Tragkopfes durch Abscherstifte? verbunden ist. Der Kopf 5 weist einen
nach außen vorstehenden Flansch 8 auf, der mit einem Brems- oder Aufhalteglied, beispielsweise in
Form einer Führungspfanne, in Eingriff gelangt, wenn
der Stab zum Außerbetriebsetzen des Reaktors freigesetzt wird, sowie einen pilzförmigen Teil 9, mit
dessen Hilfe der Stab von einer Bedienungsmaschine wieder zurückgezogen werden kann. Zwischen dem
Tragkopf 5 und dem röhrenförmigen Glied 3 ist eine Druckfeder 10 angeordnet, deren Enden am Teil 6
und an einer Schulter 11 am Tragkopf anliegen. Am Tragkopf ist ein kolbenartiges Glied 12 befestigt, das
axial in das röhrenförmige Glied 3 hineinragt und am unteren Ende mit einem Kragen 13 versehen ist.
509 578/293
I 194
Um das kolbenartige Glied ist ein Wendelrohr 14 aus nichtrostendem Stahl gewunden, dessen Enden am
Flanschglied 4 und am Kragen 13 anliegen. Die Windungen der Wendel liegen aneinander an und werden
verformt, wenn die Wendel zwischen den genannten s Teilen zusammengepreßt wird. Die Wendel ist an
beiden Enden offen.
Wird der Stab im Betrieb zum Abschalten des Reaktors freigesetzt, so wird dessen Bewegung von
beispielsweise der Führungspfanne gelenkt, die am Flansch 8 angreift, während die kinetische Energie
des Stabes am Ende der Bewegung von der Feder 10 absorbiert wird, die zwischen dem Teil 6 und der
Schulter 11 zusammengedrückt wird. Übersteigt jedoch der Stoß beim Aufprall einen vorherbestimmten
Wert, der von der Abscherfestigkeit der Stifte 7 bestimmt wird, so werden diese abgeschert, so daß der
Stab seine Bewegung in bezug auf den Tragkopf 5 fortsetzen kann. Bei dieser relativen Bewegung wird
das Wendelröhr zwischen dem Flanschglied 4 und dem Kragen 13 zusammengepreßt und plastisch verformt
und greift zugleich am kolbenartigen Glied reibungsmäßlg an. Auf diese Weise wird die kinetische
Energie des Stabes in Wärme umgewandelt.
Es ist verhältnismäßig einfach, das Wendelrohr so as
auszubilden und zu bemessen, daß der Hub des kolbenartigen Gliedes auf einen geeigneten Wert beschränkt
wird. So kann beispielsweise -der Hub des kolbenartigen Gliedes dadurch bestimmt werden, daß
der Durchmesser der Wendel oder der Durchmesser
des Rohres oder das Kaliber des Rohres oder auch der Spielraum zwischen Rohr und Kolbenglied verändert
wird. Außerdem kann das Rohr an den Enden zum Teil geschlossen werden, wodurch das Entweichen
der Luft eingeschränkt wird, wobei der Druck im Innern des Wendelrohres ansteigt, wenn
dieses zusammengepreßt wird.
Dte Fig/3 zeigt eine zweite Ausführung eines
Abschaltstabes mit einer stoßabsorbierenden Vorrichtung,
bei der ein Bauteil 21 besteht, an dessen oberem Ende em Tragkopf 22 angebracht ist, während
am unteren Ende em kolbenartiges Aufprallglied 23 vorgesehen ist. Der Bauteil 21 trägt am
Oberen Eftde einen Bauteil 24 mit einem keilförmigen
Sitz, in den normalefweise die Sperrklinken 25 einsifen, die von einem Gleitring 26 in dieser Stellung
ehalten werden, wodurch der Bauteil 21 fixiert wird. Der Ofeitrmg 26 wird normalerweise am Tragkopf
22 von den Abscherstiften 7 festgehalten.
Wird der Stab zwecks Abschaltung des Reaktors freigesetzt, so -gelangt der Gleitring 26 mit einem
Brems- oder AttfiialtegKed in Eingriff, wobei die
Stifte 7 abgeschert werden, so daß der Gleitring 26 nach oben rutscht. Hierbei lösen sich die Sperrklinken
25 vom Glied 24, und der Bauteil 21 setzt seinen Fall fort. Der Stab wird schließlich von einem (nicht
dargestellten) Brems- oder Aufhalteglied am unteren Ende des Regelstabkanals abgebremst, das gegen das
Aufprallglied 23 stößt. Wie zuvor wird der Stoß beim Aufprallen von dem plastisch deformierbaren
Wendelrohr 14 absorbiert, welches Rohr um ein am Glied 23 befestigtes hohles Kolbenglied 12 herumgewunden
ist. Das Kolbenglied 12 ist in einem ortsfesten Kragen 30 gleitbar gelagert, so daß das
Wendelrohr 14 zwischen diesem Kragen und dem oberen Teil des Aufprallgliedes 23 zusammengepreßt
wird.
Bei einer anderen Anordnung ist die stoßabsorbierende Vorrichtung anstatt am Stab im Innern des
Kanals im Reaktorkern für den Stab angebracht. In diesem Falle ist einer der relativ bewegbaren Teile
ortsfest in bezug auf den Reaktorkern angeordnet, während der andere Teil ein Brems- oder Aufhalteglied
bildet, das mit einem entsprechenden Glied am Stab zusammenwirkt.
Die Erfindung kann auch bei Bremsvorrichtungen für andere Körper als für Abschaltstäbe Anwendung
finden, beispielsweise zum Abbremsen von fallenden Brennelementen, um eine Beschädigung zu verhindern.
Hierbei würde die stoßabsorbierende Vorrichtung einer ortsfesten Bremseinrichtung zugeordnet
oder in diese eingebaut werden, die im Kanal für das Brennelement oder dem Fallschacht angeordnet ist,
um den Stoß beim Abbremsen des Brennelementes zu absorbieren.
Claims (1)
- Patentanspruch:Stoßabsorbierende Vorrichtung für sich bewegende Körper in Kernreaktoren, die aus einem plastisch verformbaren rohrförmigen Element besteht, das zwischen Auflagern an zwei zueinander bewegbaren Teilen eingepaßt ist und bei durch den stoßenden Körper verursachter Bewegung dieser Teile zueinander zusammengepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile aus einem Rohr und einem in diesem axial beweglich gelagerten langgestreckten Kolbenelement bestehen und das verformbare Element in Form eines um das Kolbenelement gewickelten Wendelrohres ausgebildet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 570 842.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 578/293 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB37296/59A GB910713A (en) | 1959-11-03 | 1959-11-03 | Improvements in or relating to shock absorbing devices for moving bodies |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1194074B true DE1194074B (de) | 1965-06-03 |
Family
ID=10395343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG30831A Pending DE1194074B (de) | 1959-11-03 | 1960-11-01 | Stossabsorbierende Vorrichtung fuer sich bewegende Koerper in Kernreaktoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1194074B (de) |
| GB (1) | GB910713A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4762661A (en) * | 1984-04-10 | 1988-08-09 | Fragema | Upper end piece for nuclear fuel assemblies |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7000503B2 (en) * | 2004-04-27 | 2006-02-21 | Mccoy Bros. Inc. | Support system for power tong assembly |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE570842A (de) * | 1957-09-13 |
-
1959
- 1959-11-03 GB GB37296/59A patent/GB910713A/en not_active Expired
-
1960
- 1960-11-01 DE DEG30831A patent/DE1194074B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE570842A (de) * | 1957-09-13 |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4762661A (en) * | 1984-04-10 | 1988-08-09 | Fragema | Upper end piece for nuclear fuel assemblies |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB910713A (en) | 1962-11-14 |
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