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DE1193568B - Durchfuehrung fuer elektrische Geraete, insbesondere Leistungsschalter, die ein gas-foermiges Isoliermittel enthalten - Google Patents

Durchfuehrung fuer elektrische Geraete, insbesondere Leistungsschalter, die ein gas-foermiges Isoliermittel enthalten

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Publication number
DE1193568B
DE1193568B DEW28821A DEW0028821A DE1193568B DE 1193568 B DE1193568 B DE 1193568B DE W28821 A DEW28821 A DE W28821A DE W0028821 A DEW0028821 A DE W0028821A DE 1193568 B DE1193568 B DE 1193568B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bolt
implementation
gas
bushing
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW28821A
Other languages
English (en)
Inventor
James Frakes
Robert E Friedrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1193568B publication Critical patent/DE1193568B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/36Insulators having evacuated or gas-filled spaces
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/021Use of solid insulating compounds resistant to the contacting fluid dielectrics and their decomposition products, e.g. to SF6
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/53Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
    • H01H33/56Gas reservoirs
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    • Y10S174/01Anti-tracking

Landscapes

  • Insulators (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
H02g
Deutsche Kl.: 21 c -10/03
Nummer: 1193 568
Aktenzeichen: W 28821 VIII d/21 c
Anmeldetag: 31. Oktober 1960
Auslegetag: 26. Mai 1965
Die Erfindung betrifft eine Durchführung für elektrische Geräte, insbesondere Leistungsschalter, die ein gasförmiges Isoliermittel, vorzugsweise Schwefelhexafluorid und/oder Selenhexafluorid, enthalten. Den Durchführungsleiter solcher Durchführungen kann man bekanntlich mit Hilfe fester Isolierstoffe gegenüber dem geerdeten Flansch der Durchführung isolieren, die zumeist durch Bewickeln aufgebracht werden. Als Wetterschutz ist hierbei die Verwendung eines Porzellanüberwurfs üblich, der eine äußere, dem Isolierstoff abdeckende Hülle bildet. Man hat ferner den Zwischenraum zwischen dem Durchführungsleiter und einer diesen umgebenden Isolierstoffhülse mit Isolieröl ausgefüllt, um die .gewünschte elektrische Festigkeit zu erreichen. Schließlich hat man bei Hochspannungsdurchführungen an Stelle des Isolieröls auch Gasfüllungen verwendet. Alle bekannten Durchführungen erfordern aber einen erheblichen Aufwand. Durchführungen mit fester Isolierung sind mühsam herzustellen. Durchführungen mit einem flüssigen oder gasförmigen Isoliermittel benötigen eine Überwachung der Füllung, damit die elektrische Festigkeit auch während des Betriebes gewährleistet ist.
Bei der Durchführung nach der Erfindung sind die genannten Nachteile dadurch vermieden, daß erfindungsgemäß der Bolzen der Durchführung in an sich bekannter Weise als blanker rohrförmiger Leiter ausgeführt ist und daß der in an sich bekannter Weise gasdicht abgeschlossene Raum zwischen dem Bolzen und einem diesen umgebenden Gehäuse über das Innere des Bolzens mit dem Inneren des elektrischen Gerätes in Verbindung steht.
Die neue Durchführung ist in ihrem mechanischen Aufbau außerordentlich einfach. Als Isoliergas wird das Gas des elektrischen Gerätes verwendet. Da dieses Gas über den hohlen Durchführungsbolzen in das Gehäuse der Durchführung eingeführt wird, können sich Druckschwankungen nur geringfügig auf das Gehäuse der Durchführung auswirken. Der verhältnismäßig lange Kanal des hohlen Durchführungsbolzens dämpft alle Druckwellen, wie sie beispielsweise bei Leistungsschaltern durch eine starke Erwärmung des Gases im Ausschaltaugenblick auftreten können. Das Gehäuse der Durchführung kann daher ohne zusätzliche Maßnahmen aus dem bekanntlich wenig bruchfesten Porzellan bestehen. Eine besondereüberwachung deslsoliermittels in derDurchführung ist nicht notwendig. Die erforderliche Gasfüllung wird dadurch gewährleistet, daß ein bestimmter Gasdruck bereits in dem elektrischen Gerät vorhanden sein muß, dem die Durchführung zugeordnet ist.
Durchführung für elektrische Geräte,
insbesondere Leistungsschalter, die ein gasförmiges Isoliermittel enthalten
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. jur. G. Hoepffner, Rechtsanwalt,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Robert E. Friedrich,
James Frakes, Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 2. Dezember 1959
(856775)
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles an Hand der Zeichnungen. Dabei zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines dreipoligen gasgefüllten Leistungsschalters mit Durchführungen gemäß der Erfindung;
Fig. 2A und 2B zeigen zusammen einen Teilschnitt durch die Durchführung gemäß der Erfindung; einzelne Teile der Durchführung sind dabei in Ansicht gezeichnet;
Fig. 3 ist ein Vertikalschnitt durch die obere Federkappenanordnung, die das obere Ende der Durchführung bildet, in vergrößertem Maßstab;
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Federkappe nach Fig. 3, wobei eine Abschirmung und eine Membran entfernt wurden.
F i g. 5 ist eine Draufsicht auf die Durchführung, wie sie in den Fig. 2B und 2A dargestellt ist;
F i g. 6 und 7 zeigen im Schnitt Bauformen, bei denen die Porzellanüberwürfe der Durchführung mit Hilfe von Lotverbindungen abgedichtet sind.
509 577/368
In F i g. 1 ist mit 1 als Ganzes ein Hochspannungsschalter bezeichnet, der ein dreiphasiges Netz schaltet. Der Schalter besitzt drei im wesentlichen horizontal verlaufende zylindrische Gehäuse 2. Auf der Oberseite der Gehäuse 2 sind je zwei aufrecht stehende zylindrische Stahlteile 11 an gegenüberliegenden Enden angebracht. Die Stahlteile 11 dienen zur Befestigung von je zwei Durchführungen 12,13 pro Gehäuse. Die unteren inneren Enden 12 a der Durchführungen (Fig. 2B) tragen die längs durch die Gehäuse verlaufenden Unterbrechungseinrichtungen mit Mehrfachunterbrechung.
Die Durchführungen 12, 13 des Schalters nach F i g. 1 sind von Durchsteckwandlern 14 umgeben. Zwischen den Wandlern 14 und den Schirmen 12 b, 13 b der Durchfuhrungen ist ein ausreichender Abstand vorgesehen, so daß die Wandler leicht über die Durchführungen 12, 13 geschoben werden können.
Die Gehäuse 2 dienen als Niederdruckbehälter für das bei dem Schalter 1 als Lösch- und Isoliermittel verwendete Schwefelhexafluorid (SF6). Der Druck im Niederdruckbehälter beträgt beispielsweise 2,1 at. An Stelle von SF6 können auch andere Gase, die ein gutes Dielektrikum darstellen und außerdem gute Löscheigenschaften haben, verwendet werden. Die Gehäuse 2 können z. B. mit Selenhexafluorid (SeF6) oder einer Mischung von Selenhexafluorid und Schwefelhexafluorid oder auch Mischungen eines oder beider Gase mit Luft, Kohlendioxyd, Helium, Argon oder Stickstoff gefüllt sein.
In den Fig. 2A und 2B ist dargestellt, daß die gasgefüllte Durchführung 12, die mit der Durchführung 13 übereinstimmt, außerordentlich einfach aufgebaut ist. Sie besteht aus nur wenigen Teilen im Vergleich mit üblichen Durchführungen, bei denen feste oder flüssige Dielektrika verwendet werden.
Längs durch die Mitte der Durchführung 12 führt ein rohrförmiger Leiter 17. Auf das untere Ende 18 dieses Leiters ist ein Endstück 19 geschraubt. Das Endstück ist mit einer Zwischenlage 20 versehen und trägt einen unteren Porzellanüberwurf 21. Wie dargestellt ist, ist der untere Porzellanüberwurf 21 mit einer Anzahl Schirme 21a versehen. Diese Schirme vergrößern den Kriechweg längs der Durchführung 12.
Das obere Ende des unteren Porzellanüberwurfes 21 stößt gegen eine zweite Zwischenlage 22. Diese wiederum wird gegen einen plattenförmigen Tragfiansch 23 mit Erdpotential gedrückt. Durch Schweißen sind mit der oberen Fläche 24 des geerdeten Tragflansches 23 eine Mehrzahl, in diesem Falle vier Tragarme 25 verbunden, die die Stromwandler 14 in ihrer Einbaustellung halten.
Fig. 2B zeigt, daß die sich seitwärts erstreckenden Tragarme 24 mit Ausnehmungen 26 versehen sind. Diese Ausnehmungen machen es möglich, die Durchführungen 12 mit dem Seil eines Kranes zu transportieren.
Mit dem Tragflansch 23 ist durch Schweißen ferner ein aufrecht stehendes Zylinderstück 27 verbunden, an dessen oberem Ende ein sich nach außen erstrekkender Flanschring 28 angeschweißt ist. Der Flanschring 28 ist mit einer Dichtung 29 versehen, die in einer geeigneten Nut liegt. Die Dichtung 29 wird unter Druck gegen die untere Seite des oberen Porzellanüberwurfes 30 gepreßt. Wie dargestellt ist, ist der obere Porzellanüberwurf mit Schirmen 12 b versehen, die den Kriechweg vergrößern. Am oberen Ende des Porzellanüberwurfes 30 sitzt eine weitere Dichtung 31. Diese greift in eine geeignete Nut einer Kappe 32.
Wie F i g. 3 zeigt, in der die Ausbildung der oberen Kappe 33 sowie die Ausbildungen der Dichtungen 31 im einzelnen dargestellt sind, wird durch eine Anzahl Druckfedern 34 eine Druckkraft auf die Porzellanüberwürfe 21, 30 und die geerdete Flanschanordnung 35 ausgeübt, die aus den Flanschringen 23, 28 und den aufrecht stehenden zylindrischen Tragteilen 27 besteht. Mit anderen Worten, der im Inneren der Durchführung liegende Durchführungsleiter 17 steht unter Zugspannung, wogegen die Porzellanüberwürfe 21, 30 die Ringe 20, 22, 29 und 31 unter Druck halten. Dadurch ergibt sich eine gasdichte Anordnung.
Wie in der F i g. 3 deutlich zu sehen ist, ist der rohrförmige Leiter 17 bei 36 in ein Endstück 37 eingeschraubt, das zugleich als Anschlußbolzen dient. Das Endstück umfaßt eine sich seitwärts erstreckende Flanschplatte 38, gegen die sich die oberen Enden der Druckfedern 34 abstützen. Damit die Federn 34 keinen Strom führen, sind Isolierstoffscheiben 34 a zwischen den oberen Enden der Federn und der Flanschplatte 38 vorgesehen.
Eine Verbindungsbohrung 39 bildet einen Kanal durch das Endstück 37. Die Bohrung sorgt dafür, daß Gas aus dem Raum 43 im Inneren des gasgefüllten Gerätes 1 (Fig. 2B) nach oben durch das offene untere Ende 61 des Durchführungsleiters 17, durch das Innere 41 des Durchführungsleiters, die Verbindungsbohrung 39 (F i g. 3) in den Raum 42 und nach unten an den Federteller 38 des Endstückes 37 in den Raum 43 zwischen dem Anschlußbolzen 17 und den Porzellanüberwürfen 21, 30 gelangen kann.
Zum Vorspannen der Druckfedern 34 vor der Montage der Durchführung 12 sind eine Anzahl auswechselbarer Schraubenbolzen 45 vorgesehen. Daraus ergibt sich, daß das Endstück 37 vor dem Einbau der Durchführung in die Kappe 32 eingesetzt wird. Bei dieser Vorbereitung wird für jede Feder 34 ein Bolzen 45 verwendet. Durch das Anziehen der Bolzen 45 wird eine vorbestimmte Vorspannung der Federn 34 sichergestellt. Beim Einbau der Durchführung 12 wird der Durchführungsbolzen 17 in das untere Endstück 19 eingeschraubt. Danach wird der untere Porzellanüberwurf 21 befestigt. Dann wird die Flanschanordnung 35 eingebaut. Darauf folgt der obere Porzellanüberwurf 30. Daran schließt sich das Befestigen der Dichtungen 31 α bis 31c (F i g. 3) in geeigneten Nuten an, die auf der Unterseite der Kappe 32 vorgesehen sind. Die Kappe 32 wird dann zusammen mit der Anschlußanordnung 37 bei 36 auf das obere Ende des mit einem Gewinde versehenen Durchführungsbolzens geschraubt, bis die Dichtungen 31a bis 31c mit der Oberfläche 46 des oberen Porzellanüberwurfes 30 in Berührung kommen.
Wenn dies der Fall ist, werden die Schraubenbolzen 45 gelöst. Sie werden dann nicht weiter als Bauteil der Durchführung 12 verwendet, wie in F i g. 2 A der Zeichnung zu sehen ist. Die Bolzen 45 werden also nur zum Aufbringen der Vorspannung der Federn 34 verwendet.
Beim Entfernen der Schraubenbolzen 45 können sich die Federn 34 frei ausdehnen, wie Fig. 2A zeigt. Sie üben infolgedessen die vorerwähnten
Druckkräfte auf die Porzellanüberwürfe 21, 30 und die Flanschanordnung 35 aus.
Um unterschiedliche Temperaturdehnungen zwischen dem Durchführungsbolzen 17 und den Porzellanüberwürfen 21 und 30 zusammen mit der Flanschanordnung 35 aufzunehmen, ist eine flexible Abdichtung vorgesehen, die aus einer dünnen Metallmembran 47 besteht. Der äußere Rand 48 der Membran 47 ist mit Hilfe eines Lotes 49 (F i g. 3) in einer Nut 50 befestigt, die am oberen Rand 51 der Kappe 32 vorgesehen ist.
Der Innenrand 52 der Membran 47 ist ebenfalls durch eine Lotverbindung 52 α mit einer Ringmutter 53 verbunden, die bei 54 auf den oberen Gewindeteil 55 des Endstückes 37 aufgeschraubt ist (F i g. 3). Zur Verstärkung ist eine Lotverbindung 53 α oberhalb der Schraubverbindung bei 54 vorgesehen. Ferner ist ein plattenförmiger Schild 56 vorgesehen, der bei 57 auf das mit einem Gewinde versehene Ende 55 des Endstückes 37 aufgeschraubt ist. Dieser Schild sorgt dafür, daß die Membran 47 bei hohen Drücken im Raum 43 im Inneren der Durchführung 12 nicht über Gebühr durchgebogen werden kann. Am unteren Ende des Durchführungsbolzens ist eine Gewindebohrung 61 vorgesehen. Dort ist eine Patrone 63 mit aktiviertem Aluminium eingeschraubt. Die Patrone 63 besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse, z. B. dem Rohr 64. Innerhalb dieses Gehäuses wird pulverförmiges aktiviertes Aluminium 62 durch geeignete Gitter 66 gehalten, die die Enden des Rohres 64 abschließen. Durch die Patrone 63 wird erreicht, daß das Gas im Inneren der Durchführung, das aus dem zugeordneten, mit Gas gefüllten Gerät, beim Ausführungsbeispiel also aus dem Schalter 1 stammt, sauber, trocken und von hoher dielektrischer Festigkeit ist. Ferner werden durch die Aluminiumpatrone 63 alle Lichtbogenzersetzungsprodukte des Schwefelhexafluoridgases absorbiert.
F i g. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab die Einzelheiten der Dichtungsanordnung 31 nach Fig. 2A. Diese Dichtungsanordnung besteht aus zwei ringförmigen Dichtungen 31 α und 31 b aus einem elastischen Material mit O-förmigem Querschnitt sowie einer Zwischenlage 31c. Die Zwischenlage verhindert, daß der Porzellanüberwurf 30 auf die untere Metallfläche 32 a der Kappe 32 stößt. Die beiden federnden Dichtungen 31a und 31b ergeben einen doppelten Schutz. Darüber hinaus ermöglicht die Bohrung 67 die Einführung eines Leckstellensuchgerätes, mit dem bestimmt werden kann, ob das Gas durch den inneren Dichtungsring 31 ausgetreten ist. Die Bohrung 67 ist vorzugsweise mit einem Stopfen 68 verschlossen.
An Stelle der einen Dichtung 29 am unteren Ende des Porzellangehäuses 30 könnten auch zwei Dichtungsringe in ähnlicher Weise wie am oberen Ende des Porzellanüberwurfes 30 nach F i g. 3 verwendet werden.
Für bestimmte Verwendungszwecke mag es wünschenswert sein, eine Dichtungsanordnung zu verwenden, die durch Lötverbindungen erhalten wird, wie in den F i g. 6 und 7 dargestellt ist. In F i g. 6 ist zu sehen, daß ein kreisringförmiger Dichtungsring 69 vorgesehen ist, der mit dem unteren Ende des Porzellangehäuses 30 verlötet ist. Das dabei verwendete Lötverfahren ist bekannt. Zusammen mit einer Abschlußdichtung 71 ist ein Dichtungsring 70 aus Neopren vorgesehen, der eine Berührung zwischen dem Porzellangehäuse 30 und der Flanschplatte 28 verhindert. Die Lötverbindung 74 kann auch im Zusammenhang mit dem unteren Ende des Porzellanüberwurfes 30 verwendet werden.
Wie F i g. 7 zeigt, kann eine ähnliche Anordnung am oberen Ende des Porzellanüberwurfes 30 vorgesehen sein. In diesem Fall ist ein metallischer Dichtungsring 76 bei 77 auf das obere Ende des Porzellangehäuses 30 aufgelötet. Der Außenrand 78 des Dichtungsringes 76 ist bei 79 mit der Außenfläche der Kappe 32 verlötet. Auch in diesem Fall sind eine Abschlußdichtung 84 sowie ein federnder Ring 75 vorgesehen. Mit der Lötverbindung kann eine Pakkung 72 kombiniert werden. An Stelle der bekannten Lötverbindung, bei der zum Metallisieren eine Flammenbeheizung verwendet wird, kann auch Ultraschall zum Metallisieren verwendet werden.
Es wurde festgestellt, daß ein Porzellanüberwurf mit einer glasierten Oberfläche, der mit dem Gas eines Leistungsschalters in Berührung kommt, durch das vom Lichtbogen beeinflußte Schwefelhexafluorid in seiner Glasur beeinträchtigt wird. Deshalb wird bei der Durchführung 12, sofern diese bei mit Schwefelhexafluorid gefüllten Geräten verwendet wird, die Glasur weggelassen. Auf die nicht glasierte Oberfläche wird eine kriechstromfeste flüssige Schicht 7 (F i g. 2B) aufgebracht.
Zum Beispiel wird bei dem in F i g. 1 dargestellten Schalter die Glasur von der Außenfläche des unteren in das Gerät ragenden Teiles des Überwurfes 21 weggelassen. An dieser Stelle wird, wie erwähnt, der kriechstromfeste flüssige Überzug 7 angebracht. Dadurch wird erreicht, daß der Überwurf 21 widerstandsfähig gegen die Korrosionswirkung des durch den Lichtbogen zersetzten Schwefelhexafluoridgases ist. Daraus ergibt sich eine lange Lebensdauer.
Die Patrone 63 mit aktiviertem Aluminium verhindert, daß im Lichtbogen zersetztes Schwefelhexafluorid die Innenflächen der Durchführung beeinträchtigt. Diese Flächen brauchen daher nicht mit einem Schutzüberzug versehen zu werden. Der Schutzüberzug besteht im wesentlichen aus (A) 4 bis 36 Volumprozent polymerisierbarem Epoxydharz, (B) 4 bis 36 Volumprozent Polyamid, das als Reaktionsprodukt von Diäthylen-Triamin mit Linolensäure erhalten wird, (C) 2 bis 48 Volumprozent feinverteiltem Aluminiumoxydtrihydrat und (D) dem Rest Lösungsmittel.
Als Beispiel eines solchen Überzuges sei folgendes angegeben:
Bestandteil A Gewichtsprozent
Polymerisierbare Epoxyde 33,3
Polyamidharz 33,3
Aluminiumoxydtrihydrat 33,3
Bestandteil B Gewichtsprozent
Xylen 80
Cellosolve 20
Die Mischung wird in der Weise hergestellt, daß gleiche Gewichte der Bestandteile A und B gemischt werden.
Das als Dielektrikum verwendete SF6 füllt den Raum 43 zwischen dem Innenleiter 17 und den
Innenwänden des Überwurfes. Das Gas kann bei Normaldruck verwendet werden. Es können aber auch höhere Drücke vorhanden sein, um noch bessere elektrische Eigenschaften zu erreichen.
Bei Vergleichsversuchen konnte ermittelt werden, daß die Durchführungen 12,13 gemäß der Erfindung den Anforderungen entsprechen, die in bezug auf die 60-Hz-Wechselspannungsfestigkeit und die Stoßspannungsfestigkeit an einen 230/196-kV-Schalter zu stellen sind. Es ist auch ohne weiteres möglich, durch eine geeignete Bemessung der Durchführungsteile andere Spannungswerte für die Durchführung zu erhalten. Die Abmessungen, die erforderlich sind, um die genannten Werte zu erhalten, sind verhältnismäßig gering. Sie gleichen denen der normalen Durchführungen.
Im Falle eines inneren Überschlages bei Überspannungen ist die Gasisolation selbstheilend. Irgendwelche Reparaturen oder ein Ersatz beschädigter Isolierstoffe sind nicht erforderlich. Das Gas bildet keinerlei Blasen oder örtliche heiße Stellen. Ferner ist das Gas auch keinen Verschlechterungen infolge Alterungserscheinungen unterworfen. Auch Durchschläge durch den Isolierkörper oder Kriechpfade an der Oberfläche des Isolierkörpers können im Gegensatz zu Durchführungen mit organischen festen Isoliermaterialien nicht vorkommen. Bei Gas ergibt sich ferner die vorteilhafte Wirkung, daß es in der Nähe scharfer Kanten der Elektroden ionisiert wird und eine halbleitende Abrundung bildet, die weitere Überbeanspruchungen, die zum Ausfallen oder zu Rundfunkstörungen führen könnten, vermeidet.
Wie bereite erwähnt wurde, besitzt die Durchführung gemäß der Erfindung einen geerdeten Mantel 27, der die üblichen Stromwandler 14 aufnimmt. Zur Spannungsmessung kann eine Zylinderelektrode innerhalb der gasgefüllten Durchführung verwendet werden. Bei der Messung wird das Potential des Zylinders 89 bestimmt, der innerhalb des Mantels 27 isoliert von diesem angebracht ist.
Wie ersichtlich ist, ist die Durchführung nach der Erfindung nicht für gasgefüllte Leistungsschalter beschränkt. Sie kann auch bei anderen Geräten, z. B. bei Transformatoren, mit Vorteil verwendet werden.
Auf Grund der nur kleinen Verbindungen 39 zwischen Durchführung und Gerät wird ein Druckanstieg im Behälter des Gerätes, z. B. beim Ausschalten, nicht sofort auf die Porzellanüberwürfe 21 und 30 übertragen. Die nur kleine öffnung 39 sorgt dafür, daß nur ein geringer Gasstrom aus dem gasgefüllten Gerät in das Innere der Durchführung gelangen kann. Sie verhindert mithin, daß das Porzellan der Durchführung Druckspitzen ausgesetzt ist. Da der Durchführungsbolzen 17 hohl ist und an seinem unteren Ende geöffnet ist, kann ein Überwachungssystem für den Druck im Gehäuse 2 zugleich zur Überwachung des Druckes in der Durchführung 12 selbst dienen. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß bei einem Bruch des oberen Porzellanüberwurfes 30, der einen Gasaustritt zur Folge hätte, der Druckabfall zu einem Ausströmen des Gases aus dem Gehäuse 2 in die Durchführung 12 führen würde. Dadurch würde das Überwachungssystem des Schalters angeregt. Mithin genügt ein einziges Überwachungssystem für den Leistungsschalter, das zugleich auch die Durchführungen 12,13 schützt.
Da die Verbindungsöffnung 39 am oberen Ende des hohlen Durchführungsleiters 17 vorgesehen ist, kann bei Verwendung eines schweren Gases, wie z. B. SF6, die Durchführung 12 von dem dasgefüllten Gerät 2 entfernt werden, denn auf Grund des Gewichtes des Gases im Inneren 43 der Durchführung hat dies nicht das Bestreben, aus der Durchführung nach der Demontage zu entweichen. Wäre die öffnung 39 hingegen am unteren Ende der Durchführung 12 vorgesehen, würde das schwere Gas aus der Durchführung 12 nach dem Abbau aus dem gasgefüllten Gerät ausfallen. Infolgedessen kann, wenn ein schweres Gas verwendet wird, selbst bei geöffnetem unterem Ende des Durchführungsbolzens die Durchführung von dem gasgefüllten Gerät abgebaut werden, ohne daß Gasverluste oder der Eintritt von möglicherweise feuchter Luft zu befürchten ist.
Bei der Erfindung können auch Gase wie C3F8, Freon 12 (CCl2F2), Gasmischungen aus Freon 14 (CF4) mit SF6 oder anderen Gasen wie Trifluormethylschwefelpentafluorid (CSF8) verwendet werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Durchführung für elektrische Geräte, insbesondere Leistungsschalter, die ein gasförmiges Isoliermittel, vorzugsweise Schwefelhexafluorid (SF6) und/oder Selenhexafluorid (SeF6), enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen der Durchführung in an sich bekannter Weise als blanker rohrförmiger Leiter ausgeführt ist und daß der in an sich bekannter Weise gasdicht abgeschlossene Raum zwischen dem Bolzen und einem diesen umgebenden Gehäuse über das Innere des Bolzens mit dem Inneren des elektrischen Gerätes in Verbindung steht.
2. Durchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem elektrischen Gerät zugekehrten Ende eine Filterpatrone im Bolzen angeordnet ist.
3. Durchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Durchführung in an sich bekannter Weise aus zwei Isolierstoffhülsen und einem metallischen Flansch besteht, gegen den die beiden Isolierstoffhülsen mit Hilfe zweier an den Enden des hohlen Durchführungsbolzens befestigter metallischer Endstücke gepreßt werden, wobei das Endstück auf der dem Gerät abgekehrten Seite den Abschluß des hohlen Durchführungsbolzens bildet.
4. Durchführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Endstück auf der dem Gerät abgekehrten Seite des Durchführungsbolzens eine Bohrung als Verbindung zwischen dem Inneren des Gerätes und dem Inneren des Gehäuses der Durchführung vorgesehen ist.
5. Durchführung nach Anspruch 1 für den Einbau in ein mit Schwefelhexafluorid- und/oder Selenhexafluoridgas gefülltes Gerät, bei dem das Gas mit einem Lichtbogen in Berührung kommt, dadurch gekennzeichnet, daß der in das Gerät eingebaute Teil des Gehäuses aus unglasiertem Porzellan besteht.
6. Durchführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die unglasierten Porzellanhülsen mit einem flüssigen Überzug versehen sind, der im wesentlichen aus (A) 4 bis 36 Vo-
lumprozent eines polymeren Epoxydharzes, (B) 4 bis 36 Volumprozent eines Polyamides, das als Reaktionsprodukt von Diäthylentriamin mit Linolensäure erhalten wird, (C) 2 bis 48 Volumprozent feinverteiltem Aluminiumoxydtrihydrat und (D) dem Rest aus Lösungsmittel besteht.
10
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 915 355, 962 992, 957314;
deutsche Patentanmeldung S 5464 VIIId/21c (bekanntgemacht am 24.12.1952); USA.-Patentschriften Nr. 2 933 551, 1852 093.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
509 577/368 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEW28821A 1959-12-02 1960-10-31 Durchfuehrung fuer elektrische Geraete, insbesondere Leistungsschalter, die ein gas-foermiges Isoliermittel enthalten Pending DE1193568B (de)

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