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DE1193335B - Verfahren zum formgebenden und/oder trennenden Bearbeiten von fotoelektrisch wirksamen Halbleiterkristallen - Google Patents

Verfahren zum formgebenden und/oder trennenden Bearbeiten von fotoelektrisch wirksamen Halbleiterkristallen

Info

Publication number
DE1193335B
DE1193335B DES40568A DES0040568A DE1193335B DE 1193335 B DE1193335 B DE 1193335B DE S40568 A DES40568 A DE S40568A DE S0040568 A DES0040568 A DE S0040568A DE 1193335 B DE1193335 B DE 1193335B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
semiconductor
shaping
etching
photoelectrically
semiconductor crystals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES40568A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinz Henker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES40568A priority Critical patent/DE1193335B/de
Publication of DE1193335B publication Critical patent/DE1193335B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H10P50/613
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F1/00Etching metallic material by chemical means
    • C23F1/02Local etching
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F3/00Electrolytic etching or polishing
    • C25F3/02Etching
    • C25F3/12Etching of semiconducting materials
    • H10P50/642

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Weting (AREA)
  • Photovoltaic Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zum formgebenden und/oder trennenden Bearbeiten von fotoelektrisch wirksamen Halbleiterkristallen Es ist bekannt, Halbleiteroberflächen durch chemische und/oder elektrolytische Mittel zu bearbeiten, insbesondere zu polieren, rauh zu ätzen oder eine bestimmte optimale Oberflächenglätte herzustellen. Es ist auch bereits bekannt, durch die Einwirkung chemischer Ätzmittel oder elektrolytisch die Oberfläche von Werkstoffen, vorzugsweise Metallen oder Halbleitern abzutragen, um hierdurch bestimmte dünne Materialstärken zu erzielen, wie sie beispielsweise zur Herstellung von Legierungs- bzw. Diffusionstransistoren erforderlich sind. Es ist auch bekannt, daß sich durch eine derartige Abtragung der Oberfläche Durchbrüche bzw. Löcher in derartigen Werkstoffen herstellen lassen. Man hat auch bereits versucht, mit derartigen Bearbeitungsmitteln die Abtragung an der Oberfläche auf bestimmte Oberflächenteile zu beschränken, indem man die übrigen nicht anzugreifenden Oberflächenteile mit einem chemisch bzw. elektrochemisch nicht angreifenden Stoff, beispielsweise Wachs, Lack od. dgl., abdeckt. Durch das Abdecken wird jedoch erstens ein besonderer Arbeitsgang bei der Fertigung verursacht, der nach Fertigstellung der Ätzung noch einen weiteren Reinigungsarbeitsgang zur Entfernung der Abdeckschichten bedingt. Außerdem war es nicht möglich, durch die Abdeckung in beliebigen Schichtdicken eine scharfe Ätzfigur zu erzeugen.
  • Eine andere bekannte und bisher sehr gebräuchliche Möglichkeit zur formgebenden Bearbeitung bzw. zum Zersägen von Halbleiterwerkstoffen bestand in einem mechanischen Zersägen mittels einer Diamantstaubsäge oder mittels eines Fadens. Dieses Verfahren war aber sehr zeitraubend.
  • Weiter ist bekannt, insbesondere metallische Flächen mittels eines oder mehrerer Elektronenstrahlen aufzurauhen; die Elektronenstrahlen werden dabei durch in ihren optischen Daten veränderbare elektronenoptische Abbildungsmittel über die aufzurauhende Fläche geführt.
  • Außerdem ist ein Verfahren bekannt, bei dem in ein als Anode geschaltetes Germaniumscheibchen elektrolytisch von beiden Seiten mit zwei Flüssigkeitsstrahlen zwei Gruben eingeätzt werden. Dabei ist anzunehmen, daß das Verfahren bei Tageslicht durchgeführt wird. Um eine fotoelektrisch wirksame Bestrahlung während des Ätzvorganges jedoch handelt es sich beim Bekannten nicht. Außerdem wird - wenn überhaupt - die ganze Germaniumscheibe gleichmäßig dem Tageslicht ausgesetzt. Dadurch, daß die Ätzung mittels eines Flüssigkeitsstrahles vorgenommen wird, werden die Ätzgruben relativ groß ausgebildet; außerdem sind die Ränder der Gruben unscharf. Das Ätzmittel läuft darüber hinaus an der Germaniumscheibe herab, so daß über die ganze Scheibe ein unerwünschtes Abtragen erfolgt. Zum trennenden Bearbeiten von Halbleiterkristallen ist dieses Verfahren völlig ungeeignet, da die wegen der großen Dicke des Füssigkeitsstrahles auftretenden Materialverluste untragbar sind. Insbesondere wegen der fortschreitenden Miniaturisierung der Halbleiterbauelemente kommt dieses Verfahren zum formgebenden Ätzen und/oder trennenden Bearbeiten von Halbleiterkristallen nicht in Frage.
  • Die Erfindung besteht in einem neuartigen Verfahren zum formgebenden und/oder trennenden Bearbeiten von fotoelektrisch wirksamen Halbleiterkristallen, insbesondere Germanium, Silicium oder Verbindungen von Elementen der III. und V., IL und VI. oder I. und VII. Gruppe des Periodischen Systems mittels chemischer und/oder elektrochemischer Ätzung, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß die Oberfläche des zu bearbeitenden Halbleiterkristalls während der chemischen und/oder elektrochemischen Ätzung gleichzeitig einer fotoelektrisch wirksamen Bestrahlung mittels elektromagnetischer, vorzugsweise optischer Wellen ausgesetzt wird und die Strahlung auf gewünschte Oberflächenteile weniger intensiv und/oder kürzere Zeit als auf andere, gegebenenfalls als auf die übrigen Oberflächenteile, einwirkt.
  • Im Prinzip läßt sich das Verfahren gemäß der Erfindung bei allen Halbleiterkristallen anwenden, sofern sie keinen zu hohen Gehalt an Fremdstoffen besitzen, es ist hierfür lediglich das Vorhandensein des die Halbleiterkristalle charakterisierenden verbotenen Bandes im Bändermodell der Kristalle erforderlich. Wenn bei dem einen oder anderen Halbleiter der Nachweis der fotoelektrischen Reaktion noch nicht erbracht ist, so liegt es lediglich daran, daß an diesem technisch vielleicht uninteressanten Halbleiter noch keine Untersuchungen bei genügend hohem Reinheitsgrad durchgeführt worden sind. Außer auf die bereits erwähnten Stoffe läßt sich das Verfahren gemäß der Erfindung also auch z. B. für Chalkogenide anwenden. Unter Chalkogeniden werden bekanntlich Verbindungen der Chalkogene (Sauerstoff, Stickstoff, Selen, Tellur) mit elektropositiven Stoffen verstanden.
  • Die Bestrahlungsart richtet sich nach den jeweils zu bearbeitenden Substanzen und nach dem verwendeten Atzmittel. Besonders optische und ultraviolette Wellenlängen sind in den meisten Fällen zu bevorzugen, aber auch Röntgenstrahlen sind anwendbar. Diese Strahlung ist genügend aktiv, d. h., die Energie der Strahlung ist größer oder gleich groß wie die Energie der verbotenen Zone des Halbleiters, so daß Defektelektronen, die mit dem Ätzmittel reagieren und die Abtragung des Halbleitermaterials bewirken, durch inneren fotoelektrischen Effekt im Halbleiterkörper erzeugt werden können.
  • Das Ätzmittel braucht nicht unbedingt eine Flüssigkeit zu sein; es kann auch aus einer Gas- oder Dampfatmosphäre bestehen.
  • Gemäß einer besonderen Ausbildung des Erfindungsgedankens werden die angewandten Strahlen durch optische Mittel auf die zu bearbeitenden Stellen bzw. auf die zu erzeugenden Schnittlinien bzw. Figuren, beispielsweise Kreise oder Sechsecke, konzentriert. Statt dessen oder zusätzlich kann auch eine Abdeckung der nicht zu bestrahlenden Teile mit strahlenundurchlässigen Deckflächen vorgenommen werden, welche entweder unmittelbar auf der Oberfläche anzuordnen sind oder auch außerhalb des Ätzbades bzw. der Ätzatmosphäre angeordnet sein können. Die Anordnung auf der Oberfläche selbst empfiehlt sich am meisten, weil hierdurch das Strahlungsbild besonders scharf wird. Gegebenenfalls kann die Strahlungsabde%kung auch zur chemischen Abdeckung benutzt werden.
  • Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß mit dem Verfahren gemäß der Erfindung ein an sich bereits bekanntes Verfahren zur chemischen und/oder elektrochemischen Behandlung bzw. Veredelung der Oberfläche eines Halbleiterwerkstoffes kombiniert wird. Es kann entweder vorher oder anschließend an das erfindungsgemäße Verfahren mit demselben oder mit einem anderen Ätzmittel und/oder gleichzeitig mit dem gleichen Ätzmittel die Oberfläche gereinigt, aufgerauht, poliert und gegebenenfalls auch kontaktiert werden. Gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens ist es vorgesehen, unter Umständen durch das Ätzmittel auch Dotierungsstoffe, wie z. B. Donatoren, Akzeptoren, Haftstellen, Rekombinationszentren od. dgl., in elementarer Form oder in Form von Verbindungen in die Oberfläche des Halbleiterwerkstoffes durch Diffusion, gegebenenfalls unter Legierungsbildung, einzulagern. Hierdurch können gleichzeitig oder mindestens im Anschluß an das Verfahren gemäß der Erfindung Zonen unterschiedlichen Leitungstypus, insbesondere pn-übergänge oder sonstige Sperrschichten, auf der Oberfläche des Halbleiterwerkstoffes erzeugt werden, auf die gegebenenfalls noch eine Metallschicht sperrschichtfrei aufgetragen werden kann. In der Zeichnung ist eine Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • In F i g. 1 bedeutet 1 einen Germaniumeinkristall, der in einem Ätzgefäß 2 aus Kunststoff etwas geneigt angeordnet ist. 3 bedeutet eine keilförmige Unterlage, welche die Neigung erzeugt. Aus einer schneidenförmigen Düse 4 fließt eine Ätzflüssigkeit 5 in dünner Schicht auf die Oberfläche des Halbleiterkristalls 1, welche laufend ergänzt wird und auf der linken Seite in das Gefäß 2 abtropft. Als Ätzflüssigkeit findet gemäß dem Ausführungsbeispiel das an sich bereits bekannte, in der Literatur häufig mit CP 4 bezeichnete Atzmittel Verwendung, das aus etwa270loEisessig,450/070o/oigerSalpetersäure, 27°/o 48o/oiger Flußsäure und 0,5 % Brom besteht. Es können jedoch auch andere Ätzmittel, unter Umständen basische oder nichtwässerige Flüssigkeiten, gegebenenfalls Elektrolyte, Verwendung finden.
  • Erfindungsgemäß wird die Oberfläche zusätzlich und gleichzeitig mit der Einwirkung der Ätzflüssigkeit einer Bestrahlung durch ultraviolettes Licht ausgesetzt, welches von einer Strahlungsquelle 7 stammt und mittels einer Reihe von Zylinderlinsen 8 aus Quarz gebündelt wird. Zusätzlich sind Abdeckplatten 9 vorgesehen, welche für die angewandte Strahlung undurchlässig sind. An der bestrahlten Stelle entstehen feine Ätzeinschnitte, durch die schließlich der ganze Halbleiterkristall in einzelne Quader aufgeteilt wird.
  • Das Ausführungsbeispiel ist mannigfacher Abwandlungen fähig. Besonders bedeutsam ist die Anwendung eines Strahlungsbildes in Form eines Rasters oder eines Siebes, bei dem entweder einzelne schachbrettartig angeordnete Kristallplatten entstehen oder dicht aneinanderliegende Kreise ausgeschnitten werden, welche sich zur Weiterverarbeitung zu einzelnen Richtleitern oder Transistoren eignen.
  • Durch das Verfahren gemäß der Erfindung ist es beispielsweise möglich, einen Kristall in einzelne rechteckige, beispielsweise quadratische, oder runde Scheiben zu zerlegen, welche mindestens auf der Vorderseite noch eine oder mehrere Ätzgruben aufweisen, welche durch geringere Bestrahlung (kürzere Zeit und/oder weniger intensiv) erzeugt werden. Diese Gruben eignen sich besonders zur Herstellung von Legierungstransistoren, bei denen in die Gruben Donatoren und/oder Akzeptoren enthaltende Substanzen eingebracht bzw. einlegiert werden. Das Einbringen dieser Substanzen kann unter Umständen gleichzeitig oder anschließend an das Verfahren nach der Erfindung auf elektrolytischem Wege vorgenommen werden, wenn die Ätzflüssigkeit 5 gemäß der Zeichnung entweder aus einem Elektrolyten besteht oder nachträglich durch einen solchen ersetzt wird. Mittel zur Zuführung der hierbei erforderlichen elektrischen Spannungen ergeben sich von selbst und sind daher in der Zeichnung nicht näher dargestellt.
  • Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausbildung des Verfahrens nach der Erfindung ist vorgesehen, daß die einzeln aus einem scheibenförmigen Kristallstück herauszutrennenden Halbleiterteile etwa kreisförmig sind, wie dies in F i g. 2 skizzenhaft veranschaulicht ist. Dabei sind die Scheiben so angeordnet, daß sie nur mit den stark ausgezogenen Kreisbogendreiecken zusammenhängen, so daß es unter Umständen nur nötig ist, diese kleinen Dreiecke zu entfernen und die danach nur noch punktförmig zusammenhängenden Scheiben zum Schluß voneinander loszubrechen. Gegebenenfalls kann erfindungsgemäß hierbei auch so vorgegangen werden, daß die Trennlinien der zunächst aneinanderstoßenden und zusammenhängenden Halbleiterstücke angeritzt werden und die Teile nachträglich auseinandergebrochen werden. Durch diese Maßnahme wird sowohl der Schnittverlust als auch der Aufwand zum Entfernen der Zwischenteile ebenfalls auf ein Minimum reduziert.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum formgebenden und/oder trennenden Bearbeiten von fotoelektrisch wirksamen Halbleiterkristallen, insbesondere Germanium, Silicium oder Verbindungen von Elementen der III. und V., II. und VI. oder I. und VII. Gruppe des Periodischen Systems mittels chemischer und/oder elektrochemischer Ätzung, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des zu bearbeitenden Halbleiterkristalls während der chemischen und/oder elektrochemischen Ätzung gleichzeitig einer fotoelektrisch wirksamen Bestrahlung mittels elektromagnetischer, vorzugsweise optischer Wellen ausgesetzt wird und die Strahlung auf gewünschte Oberflächenteile weniger intensiv und/oder kürzere Zeit als auf andere, z. B. die übrigen Oberflächenteile einwirkt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Ätzvorgang bzw. während des Ätzvorgangs zusätzlich die Oberfläche des Halbleiterkristalls wenigstens teilweise gereinigt und/oder poliert und/oder kontaktiert oder anderweitig bearbeitet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 892 538; Zeitschrift fürElektrochemie,1954, S. 283 bis 314. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 939 660.
DES40568A 1954-08-25 1954-08-25 Verfahren zum formgebenden und/oder trennenden Bearbeiten von fotoelektrisch wirksamen Halbleiterkristallen Pending DE1193335B (de)

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