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DE1192373B - Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben - Google Patents

Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben

Info

Publication number
DE1192373B
DE1192373B DEG33974A DEG0033974A DE1192373B DE 1192373 B DE1192373 B DE 1192373B DE G33974 A DEG33974 A DE G33974A DE G0033974 A DEG0033974 A DE G0033974A DE 1192373 B DE1192373 B DE 1192373B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
panes
glass panes
heat
bending
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG33974A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Steffens
Dipl-Ing Mario Roth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KINON GLAS SPIEGEL
Original Assignee
KINON GLAS SPIEGEL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KINON GLAS SPIEGEL filed Critical KINON GLAS SPIEGEL
Priority to DEG33974A priority Critical patent/DE1192373B/de
Publication of DE1192373B publication Critical patent/DE1192373B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/02Re-forming glass sheets
    • C03B23/023Re-forming glass sheets by bending
    • C03B23/03Re-forming glass sheets by bending by press-bending between shaping moulds
    • C03B23/0302Re-forming glass sheets by bending by press-bending between shaping moulds between opposing full-face shaping moulds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben mittels zweier auf die warmen Glasscheiben zur Einwirkung gebrachter, als Patrize und Matrize ausgebildeter Preßformteile.
  • Will man zwei oder mehrere Glasscheiben gemeinsam biegen, um beispielsweise aus den derart gebogenen Scheiben unter Zwischenlage einer Kunststofffolie eine Sicherheitsglasscheibe herzustellen, dann bedient man sich bisher eines Verfahrens, das darin besteht, daß die Glasscheiben übereinander auf entsprechend ausgebildete Formen gelegt und bis zum Erweichen erhitzt werden, so daß sie sich unter der Wirkung ihres Eigengewichts der gegebenen Form anschmiegen. -Die Form kann dabei konvex oder konkav sein.
  • Bei diesem Verfahren ergeben sich jedoch insbesondere .dann Schwierigkeiten, wenn kompliziertere Scheibenformen zu biegen sind. Es wurden deshalb bereits eine Reihe von Vorschlägen zur teilweisen oder örtlichen Erwärmung, Abschirmung oder Kühlung der Scheiben während des Biegevorganges gemacht. Es ist auch bereits bekannt, die Formen mehrteilig und derart auszubilden, daß sich im Laufe des Biegeverfahrens auf die stärker zu biegenden Teile ein zusätzlicher mechanischer Druck ergibt. _ Bei der Herstellung von Sicherheitsglas in Form von zwei mittels einer Kunststoffolie miteinander verbundenen Glasscheiben ist es besonders wichtig, daß auch bei noch so komplizierter Formgebung der Scheiben diese an allen Stellen dicht aufeinanderliegen, weil sonst ein einwandfreies Verpressen mit der Kunststoffolie nicht möglich ist.
  • Um bei dem oben beschriebenen Verfahren zum gemeinsamen Biegen zweier oder mehrerer Glasscheiben ein gutes Anliegen der Scheiben zu gewährleisten, ist man auch bereits dazu übergegangen, die obere Scheibe einer vorhergehenden Wärmebehandlung zu unterziehen. Man will auf diese Weise der oberen Scheibe bei der Biegetemperatur eine geringere Viskosität als der unteren Scheibe geben, so daß sich die obere Scheibe ohne Durchsacken der unteren Scheibe dieser gut anschmiegt.
  • Die Nachteile dieser bekannten Verfahren bestehen darin, daß sie einmal eine sehr genaue Temperaturführung zur Voraussetzung haben, zum andern vergleichsweise lange Biegezeiten erforderlich sind, aber auch die Beobachtung und Beeinflussung des Biegevorganges weitestgehend der subjektiven Beurteilung des an der entsprechenden Einrichtung Tätigen überlassen ist. Außerdem sind der Formgebung, wie bereits eingangs erwähnt, hinsichtlich der Mannigfaltigkeit der Formen gewisse unüberschreitbare Grenzen gesetzt, und schließlich muß zwangläufig eine mangelhafte Präzision der gebogenen Scheiben mit in Kauf genommen werden.
  • Für Einzelscheiben ist es bereits bekannt, die zu biegende Glasscheibe zwischen Preßformen einzusetzen und die Formgebung durch Zusammendrücken der beiden als Patrize und Matrize ausgebildeten Preßformen vorzunehmen. Dieses Verfahren benötigt vergleichsweise wenig Zeit und ermöglicht ein Biegen der Scheiben mit größerer Präzision als die eingangs geschilderten Verfahren. Es hat den weiteren Vorteil, daß es sich automatisieren läßt. Bei den heute bereits vollautomatisch arbeitenden Anlagen zur Herstellung von Windschutzscheiben aus Einscheibensicherheitsglas werden die Scheiben an Zangen aufgehängt und in senkrechter Lage zwischen die Preßwerkzeuge eingeführt, dort entsprechend gebogen und anschließend gekühlt.
  • Dieses Preßverfahren läßt sich jedoch nicht ohne weiteres auf .die- Verformung zweier Scheiben anwenden, und zwar einmal deshalb, weil eine senkrechte Aufhängung zweier Glasscheiben mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, und zum anderen es bisher nicht möglich war, die Scheiben so zu kühlen, daß die beim Pressen erfolgte dichte Auflage der Scheiben auch nach dem Kühlprozeß erhalten blieb.
  • Insbesondere der letztere Grund hat .die Anwendung dieses bei Einzelscheiben bekannten Verfahrens auf das Biegen von Doppelscheiben praktisch unmöglich gemacht. Beim Pressen kommt nämlich die eine Fläche jeder Scheibe mit der Preßform in intensive Berührung. Diese Kontaktfläche unterliegt deshalb einer starken Abkühlung, während die inneren, miteinander unmittelbar in Berührung stehenden Oberflächen der beiden Glasscheiben wegen der verhältnismäßig schlechten Wärmeleitfähigkeit des Glases noch verhältnismäßig heiß bleiben. Dieser Temperaturgradient von der inneren Seite der Doppelscheibe bis zu den an den Preßformen zur Anlage gekommenen Oberflächen bleibt während der Abkühlung zunächst bestehen. Bei der Abkühlung geht die Verformbarkeit verloren, und die Scheiben erstarren zunächst an den Außenflächen. Dem mit dieser Erstarrung verbundenen Zusammenziehen der Außenhäute geben die inneren Schichten, die wegen ihrer geringeren Zähigkeit noch plastisch sind, nach. Verlieren jedoch auch diese inneren Schichten ihre Plastizität, dann bedingt die mit dem Temperaturausgleich verbundene . zusätzliche Schrumpfung ein Abheben der beiden aufeinanderliegenden Scheiben derart, daß ein sich zum Rand hin bis zur Berührung allmählich verringernder Spalt entsteht. Diese als Verzug bezeichnete Erscheinung läßt sich bei einzeln gebogenen Scheiben durch entsprechende Formgebung der Preßformen kompensieren. Beim Biegen zweier oder mehrerer Scheiben ist eine solche Kompensation jedoch nicht möglich, da sich die Scheiben in entgegengesetzten Richtungen ausbiegen. Außerdem hängen die Scheiben frei und finden deshalb beim Kühlprozeß keine Abstützung, so daß sie sich besonders leicht verziehen können.
  • Man hat auch bereits das eingangs geschilderte Formverfahren mit dem Preßverfahren kombiniert. Auch dieses Verfahren eignet sich nicht für das gleichzeitige Biegen zweier Scheiben, da hier der Verzug der Scheiben in gleicher Weise auftritt wie bei den senkrecht aufgehängten Scheiben.
  • Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Sie geht aus von einem Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben mittels zweier auf die warmen Glasscheiben zur Einwirkung gebrachter, als Patrize und Matrize ausgebildeter Preßformteile und zeichnet sich dadurch aus, daß nach dem Trennen der Preßformteile von den gebogenen Glasscheiben und vor dem Abkühlen der Glasscheiben der äußeren Oberfläche wenigstens einer der aneinander anliegenden Glasscheiben von außen her Wärme zugeführt wird.
  • Durch diese Wiedererwärmung nach dem Biege-. rozeß wird die Temperatur der Scheiben so weit erhöht, daß eventuell durch das Biegen hervorgerufene innere Spannungen sich ohne Verformung der Scheiben abbauen können. Insbesondere durch die Wiedererwärmung der an den Preßformen zur Anlage gekommenen Oberflächen der beiden Scheiben tritt der Temperaturausgleich über den Scheibenquerschnitt noch bei solchen Temperaturen ein, bei denen das Glas eine so ausreichende Plastizität besitzt, daß die mit dieser Temperaturänderung verbundenen, über den Querschnitt unterschiedlichen Volumenänderungen nicht zur Ausbildung von Spannungen führen.
  • Das Verfahren kann in weiterer Ausbildung der Erfindung so durchgeführt werden, daß auf die an den Preßformen zur Anlage gekommenen Oberflächen der Glasscheiben vorgewärmtes Gas aufgeblasen wird. Man kann statt dessen auf diese Flächen auch Brenner richten und hat dabei die Möglichkeit, die Erwärmung teilweise und örtlich unterschiedlich vorzunehmen, wobei sich für eine solche gesteuerte Beheizung insbesondere diejenige mit Brennern anbietet.
  • Als besonders geeignet hat es sich erwiesen, wenn man die Scheiben einer Infrarotstrahlung aussetzt. Da es wesentlich darauf ankommt, daß nur die Oberflächenschichten erwärmt werden, verwendet man zweckmäßig Infrarotstrahler, deren Emissionsspektrum bei solchen Wellenlängen liegt, für die die Durchlässigkeit der verwendeten Scheiben ihre niedrigsten Werte hat. Damit wird der größte Teil der Infrarotstrahlung in den oberen Schichten der Scheiben absorbiert.
  • Es ist bekannt, daß im Wellenlängenbereich von 1 bis 8,u die Absorption der auf Glasscheiben auftreffenden Strahlung bei einer Wellenlänge oberhalb 5,5 ,u im wesentlichen unabhängig von der Glasstärke ist, so daß die Absorption von Strahlung dieser Wellenlänge praktisch ausschließlich an der Oberfläche erfolgt. Da auch Infrarotstrahler bekannt sind, die ein Emissionsmaximum bei solchen Wellenlängen aufweisen, läßt sich durch Wahl geeigneter Strahler die gestellte Bedingung ohne Schwierigkeiten erfüllen. Durch gerichtete Strahlung auf bestimmte Teile der Scheiben und gegebenenfalls Änderung der Strahlungsleistung lassen sich alle gewünschten Wirkungen erzielen.
  • Arbeitet man nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit waagerechter Lagerung der Scheiben beim Preßvorgang, so geht man zweckmäßig so vor, daß nur die obere Scheibe so weit erwärmt wird, daß sie sich infolge der Abnahme der Zähigkeit des Scheibenglases der nicht erwärmten unteren Schicht anschmiegt. Man kann aber das Verfahren auch so führen, daß unter Erwärmung der oberen Scheibe der unteren Scheibe Wärmeentzogen wird.
  • Vorzugsweise stellt die eine Preßform eine Vollform dar, die auf ihrer gesamten Fläche mit der Scheibe in Berührung kommt, während die andere Form als Rahmenform ausgebildet ist, so daß die auf ihr liegende Scheibe nur am Rand anliegt. Damit ist auch die Wärmeabfuhr an den Oberflächen der Scheiben während des Biegevorganges unterschiedlich. In diesem Fall muß man, wie bereits angegeben, die nachträgliche Erwärmung der beiden Oberflächen unterschiedlich vornehmen.
  • Die waagerechte Lagerung weist beim Biegen zweier oder mehrerer Scheiben entscheidende Vorzüge auf, und man wird deshalb das Verfahren in erster Linie unter waagerechter Lagerung der Scheiben durchführen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben mittels zweier auf die warmen Glasscheiben zur Einwirkung gebrachter, als Patrize und Matrize ausgebildeter Preßformteile, dadurch gekennzeichnet daß nach dem Trennen der Preßformteile von den gebogenen Glasscheiben und vor dem Abkühlen der Glasscheiben der äußeren Oberfläche wenigstens einer der aneinanderliegenden Glasscheiben von außen her Wärme zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmezufuhr durch Aufblasen vorgewärmten Gases erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmezufuhr durch auf die Glasoberfläche gerichtete Brenner erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmezufuhr durch Bestrahlung mittels Infrarotstrahlen erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Strahlern, :deren Strahlung eine Wellenlänge wenigstens annähernd im Bereich der maximalen Strahlungsabsorption der Glasscheiben aufweist.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit waagerechter Lagerung der Scheiben beim Preßvorgang, dadurch gekennzeichnet, daß nur die obere Scheibe so weit erwärmt wird, daß sie sich infolge der Abnahme der Zähigkeit des Scheibenglases der nichterwärmten unteren Scheibe anschmiegt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der unteren Glasscheibe Wärme entzogen wird: In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1068 865.
DEG33974A 1962-01-10 1962-01-10 Verfahren zum Biegen wenigstens zweier zusammengelegter Glasscheiben Pending DE1192373B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3615225A1 (de) * 1986-05-06 1987-11-12 Ver Glaswerke Gmbh Verfahren zum biegen eines glasscheibenpaares fuer die herstellung einer verbundglasscheibe

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068865B (de) * 1959-11-12

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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