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DE1191677B - Falzeinrichtung - Google Patents

Falzeinrichtung

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Publication number
DE1191677B
DE1191677B DEH47693A DEH0047693A DE1191677B DE 1191677 B DE1191677 B DE 1191677B DE H47693 A DEH47693 A DE H47693A DE H0047693 A DEH0047693 A DE H0047693A DE 1191677 B DE1191677 B DE 1191677B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
folding
cylinder
jaws
knife
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH47693A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Walter Huffman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hamilton Tool Co
Original Assignee
Hamilton Tool Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hamilton Tool Co filed Critical Hamilton Tool Co
Publication of DE1191677B publication Critical patent/DE1191677B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H45/00Folding thin material
    • B65H45/12Folding articles or webs with application of pressure to define or form crease lines
    • B65H45/20Zig-zag folders
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/10Handled articles or webs
    • B65H2701/11Dimensional aspect of article or web
    • B65H2701/112Section geometry
    • B65H2701/1123Folded article or web
    • B65H2701/11231Fan-folded material or zig-zag or leporello

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Falzeinrichtung Die Erfindung betrifft eine Falzeinrichtung mit zwei drehbar gelagerten Zylindern, von denen jeder mindestens zwei achsparallele Schlitze für koaxial zur Zylinderachse schwenkbare Falzbackenpaare und mit diesen zusammenwirkenden nockengesteuerte Falzmesser aufweist. Derartige Vorrichtungen finden zum Falzen von kontinuierlich zugeführten Papierbahnen Verwendung.
  • Bei den bisher bekannten Vorrichtungen werden die sich beispielsweise in einer Vertiefung des Zylinders befindlichen Falzmesser durch eine exzenterähnliche Nockenanordnung radial nach außen gestoßen, sobald sie beim Umlauf des Zylinders in die Nähe der ihnen zugeordneten Falzbacken des anderen Zylinders gelangen. Nach der Herstellung des Falzes werden sie durch dieselbe Nockensteuerung wieder zurückgezogen. Gleichzeitig erfolgt in entsprechender Weise auch eine Betätigung der Falzbacken, wobei nur eine bewegliche Falzbacke vorgesehen zu werden braucht, während die andere fest am Zylinder angebracht ist.
  • Diese bekannten Vorrichtungen arbeiten aber nicht mit genügender Genauigkeit, wenn an die Güte der herzustellenden Falze höhere Anforderungen gestellt werden. Das Herausschieben des Falzmessers, welches die Papierbahn in die Falzbacken hineindrängt, erfordert einen gewissen Weg des zugehörigen Zylinders, und da die Umfangsgeschwindigkeit der Falzmesserschneide größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit der beiden Zylinder, ergibt sich eine Relativbewegung zwischen dem von den Zylindern mit ihrer Umfangsgeschwindigkeit weiterbewegten Papierstreifen. Der Ort der Falzbildung auf dem Papierstreifen ist deshalb nicht exakt festgelegt. Ferner wird die bewegliche Backe des zugehörigen Falzbackenpaares beim Beginn der Falzbildung schnell in ihre Schließ lage geführt und dort mit verhältnismäßig großer Kraft festgehalten, so daß die Relativbewegungen zwischen Falzmesserschneide und Falzbacken eine Beschädigung des Papierstreifens, zumindest aber eine unnötige und das Papier schwächende mechanische Beanspruchung des Papiers zur Folge haben.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Nachteile vermieden werden können, wenn nach der Erfindung die Falzmesser koaxial zur Zylinderachse derart schwenkbar angeordnet sind, daß sie mit verzögerter Schneidengeschwindigkeit in die Falzbackenpaare eingreifen und danach unter Erhöhung der Schneidengeschwindigkeit in Phase mit den Falzbacken gehalten werden. Hierdurch führen die Falzmesserschneiden keine radiale, sondern eine Relativbewegung gegenüber der Bewegung der Zylinderoberfläche um einen festen Drehpunkt des Zylinders aus, wobei die Bewegung der Falzmesserschneiden mittels einer Nockensteuerung so gesteuert ist, daß die Falzmesserschneiden in Phase mit den Falzbacken bleiben, solange sie sich mit ihnen im Eingriff befinden. Auf diese Weise wird der durch den größeren Abstand der Falzmesserschneide von der Drehachse des Zylinders bedingte Unterschied zwischen der Umfangsgeschwindigkeit der Schneide und der Umfangsgeschwindigkeit der Zylinderoberfläche kompensiert, so daß also die Falzmesserschneide und die Falzbacken in jeder Eingriffsphase dieselbe Geschwindigkeit haben. Da die Falzbacken bzw. der Eingriffspunkt der Falzmesser jedoch nicht immer genau an der Zylinderoberfläche liegen, wird für eine möglichst exakte Steuerung der Falzeinrichtung die Kompensation nicht auf die Zylinderoberfläche, sondern auf diesen Eingriffspunkt der Falzmesser bezogen.
  • Zur Durchführung dieser Relativbewegung ist jedes Falzmesser auf einem langgestreckten, um eine zur Zylinderachse parallele Achse schwenkbaren Träger befestigt, der mit einem Antrieb relativ zum Zylinder verschwenkbar ist. Dieser Falzmesserträger ist um einen Winkel von etwa + 40 aus seiner neutralen Stellung verschwenkbar.
  • Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, daß die Falzmesser mit einer die Umlaufachsen der Zylinder schneidenden Linie einen von ihrer Schneide aus abwärts gerichteten Winkel von 10 bis 120 bilden, wenn sich die Falzmesser- und Falzbackenträger in ihrer neutralen Stellung befinden.
  • Von den Falzbacken ist eine auf dem zugehörigen Zylinder fest angeordnet, während die andere auf einem langgestreckten drehbaren Backenträger sitzt und sich schließt, wenn ihre Schwenkachse eine in Höhe der Umlaufachse des Zylinders liegende Linie schneidet.
  • Bei den bekannten Vorrichtungen wurde ferner, wenn man in einer Papierbahn mittels eines Falzmessers, das zwischen zwei Falzbacken eingeführt wurde, einen Falz herstellte, neben dem Falz ein parallellaufender und sich quer über die Papierbahn erstreckender Knift erzeugt. Die Kanten der Falzbacken formten im Papier neben dem querlaufenden Falz den erwähnten Kniff, und dieser Kniff hatte Schwierigkeiten zur Folge, wenn derartige Papierbahnen bei selbsttätig arbeitenden Buchungsmaschinen od. dgl. verwendet wurden. Dieser Nachteil wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch vermieden, daß die Falzbacken abgerundete Vorderkanten aufweisen. Hierdurch wird verhütet, daß die Papierbahn eine bleibende Verformung erfährt, d. h., das Papier wird beim Falzen nicht über seine Elastizitätsgrenze hinaus beansprucht.
  • In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der ertindungsgemäßen Falzeinrichtung dargestellt, wobei zeigt Pig. 1 eine Seitenansicht entsprechend der Linie 1-1 von F i g. 4, die zwei Falzzylinder entsprechend der Erfindung darstellt, F i g. 2 und 3 Ansichten in größerem Maßstab, die die Phasenbeziehungen zwischen Falzmesser und Falzbacken während des Falzvorgangs erläutern, wo bei der erste Schritt des Falzvorgangs in F i g. 1 dargestellt ist, und Fig. 4 eine Seitenansicht entsprechend der Linie 4-4 in Fig. 1.
  • In Fig. 1 ist mit 10 allgemein eine fortlaufende Papierbahn bezeichnet, die mit abwechselnden Zickzackfalzen versehen werden soll, wie sie mit 22 und 24 bezeichnet sinj Diese Falze werden hergestellt, wenn die Bahn zwischen Falzzylindern 12 und 14 hindurchläuft, die auf irgendeine, hier nicht weiter interessierende Weise so gelagert sind, daß sie um die Mittelpunkte A bzw. B umlaufen können.
  • Die Falze 22 und 24 werden in der Papierbahn mittels eines Falzmessers C bzw. D erzeugt, das von einem der beiden Falzzylinder getragen wird und die Papierbahn zwischen zwei Falzbacken 32 und 34 hineinschiebt, die auf dem anderen Falzzylinder sitzen.
  • In Fig. 1 ist eine Doppelfalzeinrichtung gezeigt, obwohl natürlich eine solche Falzeinrichtung auch gewünschtenfalls als Vierfachfalzeinrichtung ausgeführt werden kann.
  • Unter einer Doppelfalzeinrichtung ist zu verstehen, daß in der Papierbahn10 bei jedem vollständigen Umlauf der Falzzylinderl2 und 14 zwei Falze erzeugt werden, wobei der Falz 24 mit dem Falzmesser C und der Falz 22 mit dem Falzmesser D erzeugt wird.
  • Jeder Falzzylinder 12 bzw. 14 ist mit zwei quergerichteten Schlitzen 24 bzw. 26 versehen. Die Schlitze 24 enthalten die Falzmesser nebst Zubehör, und die Schlitze 26 enthalten die Falzbacken nebst Zubehör.
  • Mit 28 ist ein Halter für die Falzbackeneinsätze bezeichnet; diese Halter sind schwenkbar befestigt und können um den Zapfen 30 gedreht werden. Aus- wechselbare Falzbacken 32 sind am Halter 28 mittels nicht näher dargestellter Schrauben od. dgl. befestigt.
  • Eine feste Falzbacke 34 ist mit ebenfalls nicht näher dargestellten Schrauben am Zylinder befestigt. Die Backenhalter 28 und Backen 32 können von der voll geöffneten Stellung gemäß Fig. 1 bis in die völlig geschlossene Stellung gemäß F i g. 2 und 3 relativ zur festen Falzbacke 34 verschwenkt werden.
  • Mit 36 ist ein Tragbalken für das Falzmesser C bzw. D bezeichnet, der sich quer über den Zylinder erstreckt und in einem entsprechenden Schlitz 24 des Zylinders angeordnet ist.
  • Der Tragbalken kann um eine Achse 38 verschwenkt werden. Die äußere Fläche des Tragbalkens 36 ist mit einem langgestreckten Schlitz 39 (F i g. 2) versehen, der eine Fakmesserklemmleiste 40 aufnimmt, die am Tragbalken mit Schrauben 42 befestigt ist. Die Falzmesserklemmleiste besitzt eine vordere, eine untere und eine rückwärtige Oberfläche 44, 46 bzw. 48, wobei die Kante, an der die vordere und untere Oberfläche aneinanderstoßen, mit einer Abrundung 50 versehen ist. Wird die Falzmesserklemmleiste mittels der Schrauben 42 in den Schlitz 39 gepreßt, so legt sich die rückwärtige Fläche 48 gegen die schräge rückwärtige Fläche der Ausnehmung 39, so daß sich selbsttätig eine Vorwärtsbewegung der Klemmleiste ergibt. Die Abrundung 50 preßt sich also gegen das unterste Ende des Falzmessers C. Die schräge Vorderwand 44 der Falzmesserklemmleiste bildet eine Fläche, die sich unmittelbar über der Gegend befindet, wo das Falzmesser im Tragbalken festgeklemmt wird, so daß das Falzmesser sich an seiner Klemmstelle etwas verbie gen bzw. bewegen kann.
  • Ein Betätigungshebel 52 ist auf dem herausragenden Ende einer Schwenkachse 38 befestigt und dort mittels Klemmbacken 55 und einer Klemmschraube 56 festgehalten, wobei sich der Betätigungshebel 52 um die Achse 38 bewegen und die Falzmesserklemmleiste oder den Tragbalken des Falzmessers relativ zur Schwingachse 38 verstellen kann. Am freien äußeren Ende des Betätigungshebels 52 ist eine Rolle 54 befestigt, die auf der Oberfläche 58 einer Nocke 60 aufliegt.
  • Ferner können geeignete Mittel vorgesehen sein, um die Rolle 54 federnd gegen den Nocken zu pressen und für einen ständigen Kontakt mit der Nockenoberfläche 58 zu sorgen. Hierfür kann z. B. eine Feder 61 dienen, die sich gegen Kolben 64 legt, welcher seinerseits an der Grundfläche 66 einer Schraube 68 anliegt. Die letztere ist in eine Gewindebohrung des Tragbalkens 36 eingeschraubt, wie in der Zeichnung punktiert dargestellt, wobei die erwähnte Axialbohrung allgemein mit 70 bezeichnet ist.
  • Aus Fig. 1 geht hervor, daß dort das freie Ende (die Schneide) des Falzmessers C gerade mit der Papierbahn 10 in Berührung gekommen ist und begonnen hat, in ihr einen Falz herzustellen, wobei die Papierbahn zwischen die geöffneten Falzbacken 32 und 34 eingeführt wird. Es sollte besonders beachtet werden, daß der Falz anfänglich gebildet wird, während sich das Falzmesser oberhalb einer die Umlauf achsen A und B der Zylinder 12 und 14 verbindenden Linie J befindet. Weiter ist zu beachten, daß sich das Falzmesser relativ zum Zylinder 14 derart eingestellt hat, daß eine das Falzmesser nach rückwärts verlängernde Linie unterhalb der Umlaufachse B des Zylinders 14 verläuft. Diese Neigung des Falzmessers ist in allen in den F i g. 1, 2 und 3 dargestellten Be wegungsphasen festzustellen.
  • Hier sollte beachtet werden, daß die Nocken 60 (s. F i g. 4) an der Innenwand eines Gehäuses 90 mittels Schrauben 62 starr befestigt sind. Die Nocken befinden sich also in Ruhe, und die Zylinder 12 und 14 laufen zusammen mit ihren Falzmessern und Falzbacken relativ zu den stillstehenden Nocken um.
  • Vergleicht man F i g. 1 mit F i g. 2, so ergibt sich, daß beim Umlauf des Zylinders 14 entgegen dem Uhrzeigersinn die Rolle 54 mit der Nockenoberfläche 58 zusammenwirkt, wobei die letztere so ausgebildet ist, daß sich eine Drehung des Tragbalkens36 im Uhrzeigersinn ergibt. Dies hat zur Folge, daß beim Umlauf des Zylinders 14 das Falzmesser relativ zum Umlauf des Zylinders 12 verzögert wird.
  • Aus Fig. 2 geht hervor, daß hier das äußerste freie Ende des Falzmessers C weit in die Falzbacken 32 bzw. 34 hineinragt, die sich hier geschlossen haben, wobei sie auf die Außenflächen der Papierbahn einwirken. Diese Bahn wird auf die entgegengesetzten Oberflächen des Falzmessers C aufgepreßt, so daß eine saubere, quergerichtete FalzkanteF in der Papierbahn entsteht.
  • Bei der in F i g. 1 gezeigten Stellung befinden sich die Schwenkzapfen 30 bzw. 38 der Falzbackenanordnung und der Falzmesseranordnung vor - d. h. oberhalb - einer durch die Mitten und B der Zylinder 12 bzw. 14 gezogenen Linie. Bei Fig. 2 fluchten die Zapfen 30 und 38 mit den Mittelpunkten A und B der Zylinder 12 bzw. 14, während in Fig.3 die Zapfen 30 und 38 unterhalb der Verbindungslinie der Punkte A und B liegen, und zwar um etwa den gleichen Betrag, um den sie in F i g. 1 oberhalb der Linie zu sehen sind.
  • Die auf das Papier einwirkenden Oberflächen der Falzbacken 32 und 34 sind so gestaltet, daß sie einen höheren Reibungskoeffizienten auf der Papierbahn aufweisen als der Wert, der sich zwischen der Papierbahn und dem Falzmesser C ergibt. Dies hat den Zweck, daß das Falzmesser aus der in Fig. 2 dargestellten Lage im Falz F herausgezogen werden kann, ohne das Papier zu beschädigen oder den hergestellten Falz ungewollt aus den Falzbacken 32 bzw. 34 herauszuziehen.
  • Fig.2 läßt fernerhin erkennen, daß das freie äußere Ende des Falzmessers C auch auf einer Linie liegt, die durch die Mittelpunkte A und B der Zylinder 12 und 14 und durch die Mitten der Drehzapfen 30 und 38 hindurchgeht.
  • Die Winkelbeziehungen der Zylinder ergeben, daß das äußere Ende des Falzmessers C aus dem Falz F herausgezogen wird, wie ein Vergleich der Fig. 2 und 3 erkennen läßt. Dabei bewirken hier nicht dargestellte federnde Mittel, mit deren Hilfe die Falzbacke 32 auf die feste Backe 34 gepreßt wird, daß sich die Backen selbsttätig über dem Falz schließen, wenn das Falzmesser herausgezogen ist, wie F i g. 3 zeigt. Die Backen 32 und 34 halten den Falz F für etwa weitere 45°-Drehung des Zylinders 12 fest; dann werden die Falzbacken selbsttätig durch an sich bekannte Nockenanordnungen geöffnet. Der auf diese Weise in der Papierbahn 10 erzeugte Falz wird dann selbsttätig auf den anderen Falz 24 abgelegt, wie Fig. 1 erkennen läßt. Da die Zylinder 12 und 14 weiter umlaufen, wie durch die oberen Pfeile in F i g. 1 angedeutet, wird sodann ein Falz 22 in der Papierbahnl0 hergestellt, und zwar mittels des Falzmessers D, das sich auf dem Zylinder 12 befindet, und sein Zusammenwirken mit den Falzbacken des anderen Zylinders 14.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß die Erfindung eine einfache, aber sehr wirksame und vollkommen selbsttätig arbeitende Vorrichtung zum Gegenstand hat, welche die Schneidgeschwindigkeit der Falzmesser dadurch verzögert, daß diese selbsttätig und synchron gegensinnig zum Umlauf des Zylinders bewegt werden, an dem sie angebracht sind, und zwar während derjenigen Zeitabschnitte, in denen das Falzmesser in der Papierbahn einen Falz herstellt.
  • Gleichmäßige und befriedigende Ergebnisse wurden erzielt, wenn die oben beschriebene Verzögerung über einen Weg von etwa 300 wirksam wurde, d. h. während das Falzmesser einen Bogen beschreibt, der kurz vor der in Fig. 1 dargestellten Stellung beginnt und kurz nach der in Fig. 3 gezeigten Stellung endet.
  • Selbstverständlich wird während dieser Zeitabschnitte, wo sich die Rolle 54 auf dem größeren Durchmesser der Nockenoberfläche 58 befindet, die Spitzengeschwindigkeit des Falzmessers erhöht, um dieses in die Stellung zu bringen, die in F i g. 1 gezeigt ist und für den nächsten Falzvorgang benötigt wird.
  • In Fig. 1 bezeichnet der Buchstabe J eine Linie, die sich durch die Umlaufachsen der Zylinder 12 und 14 erstreckt.
  • In Fig.2 ist eine sogenannte neutrale Stellung dargestellt, wobei die Schneide des Falzmessers C und die Schwenkzapfen 30 und 38, um die sich der Falzbackenträger 28 und der Falzmesserträger 36 bewegen läßt, einander benachbart sind; dabei liegen sie auf der Linie J, die durch die Umlaufachsen der Zylinder 12 und 14 hindurchläuft.
  • In Fig. 1 wurde der Falzmesserträger 36 um den Zapfen 38 im Uhrzeigergegensinn geschwenkt, um die Schneide des Messers C in die voll vorauseilende Lage in bezug auf die Richtung des Zylinderumlaufs zu bringen; das Falzmesser wird anfangs den Falzbacken 32 und 34 in dieser voll vorauseilenden Lage zugeführt, bis die Achse des Schwenkzapfens 38 ungefähr 100 oberhalb der Linie J steht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Nockenoberfläche so ausgebildet, daß die Schneide des Falzmessers C ungefähr 40 gegenüber der neutralen Stellung gemäß F i g. 2 voreilt.
  • Vergleicht man die F i g. 1, 2 und 3, so ergibt sich, daß der Falzmesserträger 36 und das Falzmesser C selbsttätig ständig im Uhrzeigersinn um den Zapfen 38 gedreht werden, um die Schneide des Falzmessers in die voll nacheilende Lage gemäß Fig. 3 zu bringen. Das erfolgt während der Zeitspannen, in denen das Falzmesser mit den Falzbacken des anderen Zylinders zusammen einen Falz herstellt.
  • Die Achse des Zapfens 38 ist in F i g. 3 ungefähr 100 unterhalb der Linie J nach Fig. 1 gezeichnet, und die Schneide des Falzmessers befindet sich dabei um 3, höchstens aber 40 hinter der in F i g. 2 dargestellten neutralen Lage.
  • Selbstverständlich bewirkt der Nocken, sobald das Falzmesser so weit verdreht wurde, daß die Papierbahn 10 völlig freigegeben ist, daß der Hebel 52 das Falzmesser C und den Falzmesserträger 36 in die voll vorauseilende Stellung gemäß Fig. 1 bringt, um für die Herstellung des nächsten Falzes bereit zu sein.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Falzeinrichtung mit zwei drehbar gelagerten Zylindern, von denen jeder mindestens zwei achsparallele Schlitze für koaxial zur Zylinderachse schwenkbare Falzbackenpaare und mit diesen zusammenwirkende nockengesteuerte Falzmesser aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzmesser koaxial zur Zylinderachse derart schwenkbar angeordnet sind, daß sie mit verzögerter Schneidengeschwindigkeit in die Falzbackenpaare eingreifen und danach unter Erhöhung der Schneidengeschwindigkeit in Phase mit den Falzbacken gehalten werden.
  2. 2. Falzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Falzmesser auf einem langgestreckten, um eine zur Zylinderachse parallele Achse schwenkbaren Träger befestigt ist, der mit einem Antrieb relativ zum Zylinder verschwenkbar ist.
  3. 3. Falzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Falzmesserträger um einen Winkel von etwa + 40 aus seiner neutralen Stellung verschwenkbar ist.
  4. 4. Falzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzmesser mit einer die Umlaufachsen der Zylinder schneidenden Linie einen von ihrer Schneide aus abwärts gerichteten Winkel von 10 bis 120 einschließen, wenn sich die Falzmesser- und Falzbackenträger in ihrer neutralen Stellung befinden.
  5. 5. Falzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Falzbacken auf dem zugehörigen Zylinder fest angeordnet ist, während die andere auf einem langgestreckten drehbaren Backenträger sitzt, und daß die bewegliche Falzbacke schließt, wenn ihre Schwenkachse eine in Höhe der Umlaufachse des Zylinders liegende Linie schneidet.
  6. 6. Falzeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzbacken abgerundete Vorderkanten aufweisen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 813 934; USA.-Patentschrift Nr. 1 541 201.
DEH47693A 1962-03-15 1962-12-14 Falzeinrichtung Pending DE1191677B (de)

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US1191677XA 1962-03-15 1962-03-15

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DEH47693A Pending DE1191677B (de) 1962-03-15 1962-12-14 Falzeinrichtung

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19803837A1 (de) * 1998-01-31 1999-08-05 Alexander Maksimow Verfahren und Vorrichtung zum Falten und Ablegen einer flexiblen Bahn in einer Zickzacklegung

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1541201A (en) * 1922-12-27 1925-06-09 Einar G Wennerblad Zigzag-paper-strip-folding machine
DE813934C (de) * 1949-08-19 1951-09-17 Ibm Deutschland Anordnung zum Falzen von Papierbahnen in Zickzackform

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