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DE119099C - - Google Patents

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Publication number
DE119099C
DE119099C DENDAT119099D DE119099DA DE119099C DE 119099 C DE119099 C DE 119099C DE NDAT119099 D DENDAT119099 D DE NDAT119099D DE 119099D A DE119099D A DE 119099DA DE 119099 C DE119099 C DE 119099C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
copper oxide
oxide ammonia
solution
modification
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT119099D
Other languages
English (en)
Publication of DE119099C publication Critical patent/DE119099C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B1/00Preparatory treatment of cellulose for making derivatives thereof, e.g. pre-treatment, pre-soaking, activation
    • C08B1/006Preparation of cuprammonium cellulose solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 119099 -KLASSE 296.
lösliche Form.
Zusatz zum Patente 119098 vom 9. Mai 1899.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Mai 1900 ab. Längste Dauer: 8. Mai 1914.
In dem Haupt-Patent ist eine Methode beschrieben, nach welcher es gelingt, die Cellulose derart aufzuschliefsen, dafs sie sich rasch und leicht zu 8 bis 9 pCt. in Kupferoxydammoniak von entsprechendem Kupfergehalt zu in hohem Grade spinnfähigen Lösungen auflöst.
DieseMethode besteht darin, dafs die Cellulose zunächst durch Behandeln mit concentrirten Aetzalkalien in der Kälte gründlich mercerisirt wird. Die entstandene, vom Ueberschufs von Aetzalkali durch Abschleudern befreite Natroncellulose wird dann in viel "Wasser eingetragen. Die Natroncellulose zersetzt sich hierbei in Natronlauge, welche durch Waschen entfernt wird, und in Cellulosehydrat.
Dieses Cellulosehydrat ist zwar an und für sich schon in Kupferoxydammoniak löslich zu spinnfähigen Lösungen, indessen wird die Löslichkeit nicht unerheblich noch weiter gesteigert, wenn man auf die Hydratirung noch eine vorsichtige Behandlung mit verdünnter, am besten elektrolytischer Bleichflüssigkeit folgen läfst.
Die Erfahrung hat nun gezeigt, dafs man mit gleichem Erfolge die Behandlung des Cellulosematerials mit schwacher Bleichflüssigkeit auch vor der Hydratirung vornehmen kann, wenn es nur vorerst mit schwacher Sodalösung unter geringem Druck in der für Baumwolle allgemein üblichen Weise entfettet worden war.
Diese Abänderung des Verfahrens des Haupt-Patents hat denVortheil, dafs das aufgeschlossene Material in höchstem Grade homogen ist und sich sofort in dem Kupferoxydammom'ak zu in ausgezeichnetem Mafse spinnfähigen Lösungen löst. Die durch Einfliefsenlassen in Säure aus derartigen Lösungen erzeugten Fäden sind fast ganz frei von Oxycellulose und haben demgemäfs kaum nennenswerthe Affinität für basische Farbstoffe. Um echte Färbungen mit diesen Farbstoffen zu erzielen, mufs die Faser vorher gebeizt werden. Als Bleichflüssigkeit kommt auch bei der beschriebenenAbänderung des Verfahrens vorzugsweise schwache, etwa 1 bis 2 g Chlor im Liter enthaltende elektrolytische Flüssigkeit zur Verwendung.
Indessen können auch Wasserstoffsuperoyd oder andere Superoxyde u. dergl. Oxydationsmittel gebraucht werden, wenn diese vorher so weit verdünnt worden sind, dafs keine Oxydation der Cellulose selbst in merkbarem Mafse zu befürchten ist.
Je nach den verwendeten Chemikalien variirt die erforderliche Dauer der Einwirkung; bei gewöhnlicher Temperatur genügen gewöhnlich Y2 bis ι Stunde.
Das aufgeschlossene Material wird nach blofsem Abschleudern, also ohne vorheriges Trocknen,
direct in Kupferoxydammoniak von entsprechendem Kupfergehalt gelöst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch;: · ■ ..
    Abänderung des Verfahrens des Haupt-Patentes ι 19098, darin bestehend, dafs die Auflösung der Cellulose ,in Kupferoxydammoniak behufs Herstellung von spinnbaren Lösungen derart geschieht, dafs die Cellulose vorerst durch Behandeln mit schwacher Alkalilösung entfettet, dann unter Vermeidung von Oxydation schwach gebleicht, hierauf mit kalter concentrirter Alkalilauge gründlich mercerisirt, schliefslich mit viel Wasser gewaschen, abgeschleudert und dann sofort ohne vorheriges Trocknen in Kupferöxydammoniak von entsprechend hohem Kupfergehalt zur Lösung gebracht wird.
DENDAT119099D Active DE119099C (de)

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DE119099C true DE119099C (de)

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