DE1190360B - Gewehr mit einem schwenkbaren Lauf - Google Patents
Gewehr mit einem schwenkbaren LaufInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
F07b
Deutsche Kl.: 72 a-16/01
Nummer: 1190 360
Aktenzeichen: O 85981 c/72 a
Anmeldetag: 1. März 1962
Auslegetag: 1. April 1965
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gewehr mit einem Lauf, der gegenüber dem Kolben um einen
zur Gewehrachse parallelen, am Kolben befestigten Tragzapfen schwenkbar ist und mit dem Kolben
über diesen Tragzapfen lösbar verbunden ist, wobei ein federbelasteter automatischer Auswerfer längs
einer am Kolbenteil angeordneten Kurvenbahn in die Schließstellung rückgeführt wird.
Bei einem bekannten Doppellaufgewehr dieser Art wird der federbelastete Auswerfer über einen Winkelhebel
längs der am Kolbenteil angeordneten Kurvenbahn in die Schließstellung rückgeführt. Der
Lauf ist hierbei nur nach Lösen von Schrauben vom Kolben trennbar. Der Handschutz ist fest angebracht.
Ein solches Gewehr ist umständlich aufgebaut und schwierig zu handhaben.
Gemäß der Erfindung wird ein billiges, einfaches und robustes Gewehr dadurch geschaffen, daß auf
den Lauf ein abnehmbarer, im Querschnitt im wesentlichen U-förmiger Handschutz aufgesetzt ist,
dessen vorderes Ende den Lauf klemmend umfaßt und dessen hinteres Ende mit einem Quersteg versehen
ist, der sich mit seiner Oberkante in einer Nut am Lauf abstützt und dessen Unterkante am Tragzapfen
aufsitzt, wobei der Auswerfer mit einem Zahn am Ende der Kurvenbahn in eine Rast einrastet und
damit gleichzeitig eine Sicherung gegen eine Verschwenkung des Laufes gegenüber dem Kolben
bildet.
Bei diesem Gewehr ist der Lauf ohne Schwierigkeiten vom Kolben abziehbar. Der Handschutz, der
letztlich durch den Tragzapfen in seiner Lage auf dem Lauf gehalten wird, dient als zusätzliche Abstützung
des Laufes auf dem Tragzapfen, was insbesondere beim Schwenken des Laufes wichtig ist. Der
Auswerfer wirkt gleichzeitig als Sicherung gegen Verschwenkung des Laufes.
Vorzugsweise stützt sich die Belastungsfeder des Auswerfers am Quersteg des Handschutzes ab.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Auswerfer mit einem Ansatz versehen,
der in Schließstellung des Gewehres in eine Ringnut im Lauf eingreift und nach Schwenken des
Laufes eine die Ringnut kolbenseitig begrenzende schräge Kante hinaufgleitet. Hierdurch wird der
Auswerfer beim Öffnen des Gewehres nach unten gedrückt, so daß er beim erneuten Laden nicht im
Wege steht.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
F i g. 1 ist eine schaubildliche Ansicht eines Ge-Gewehr
mit einem schwenkbaren Lauf
Anmelder:
Olin Mathieson Chemical Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Kühl, Patentanwalt,
Hamburg 36, Esplanade 36 a
Hamburg 36, Esplanade 36 a
Als Erfinder benannt:
Edwin S. Vartanian, North Haven, Conn.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 1. März 1961 (92531)
wehres nach der Erfindung mit seitlich verschwenkbarem Lauf;
F i g. 2 zeigt eine der F i g. 1 ähnliche Ansicht, bei der der Lauf in eine Lade- und/oder Auswerfstellung
verschwenkt ist;
F i g. 3 zeigt einen senkrechten Schnitt eines Teils der Darstellung nach Fig. 1, gesehen in der Ebene
der Linien 3-3;
F i g. 4 ist eine schaubildliche Ansicht des Handschutzes und
Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht des Ver-Schlusses;
in
F i g. 6 ist die relative Stellung des Laufes und des Kolbens unmittelbar vor dem Auswerfen einer
leeren Hülse dargestellt;
F i g. 7 zeigt den Lauf voll gegenüber dem Kolben in die Ladestellung verschwenkt.
Das dargestellte Gewehr besteht im wesentlichen aus einem Lauf 10, einem Kolben 11, der am Lauf
mittels eines Verschlusses 15 angelenkt ist, welcher einen Tragzapfen 17 trägt, der sich in einen Laufblock
18 erstreckt, so daß der Lauf 10 gegenüber dem Kolben 11 um den parallel zur Längsachse des
Laufes angeordneten Tragzapfen 17 aus einer geschlossenen, in F i g. 1 gezeigten Stellung in eine geöffnete,
in Fig. 2 gezeigte Stellung verschwenkt werden kann. Der Verschluß 15 ist mit dem Kolben
mittels Schrauben verbunden, die in Befestigungslöcher 19 eingeführt sind, wie sich aus F i g. 5 ergibt.
509 537/19
Der Kolben 11 trägt eine Abzugseinrichtung 12,
die jedoch keinen Teil der Erfindung bildet. Mit 13 ist ein von Hand bedienbarer Spannhebel, mit 14 ein
Schlagbolzen und mit 16 der Abzug bezeichnet.
Der Laufblock 18 dient zur Aufnahme des Laufes 10 mit Preßsitz und weist eine Bohrung 21 auf, in
der der Tragzapfen 17 mit Gleitsitz eingeführt ist. Der Lauf 10 ist daher gegenüber dem Kolben 11 um
den Tragzapfen 17 verschwenkbar. Außerdem kann der Lauf 10 vom Kolben 11 dadurch getrennt
werden, daß zunächst der Lauf mit der einen Hand und der Kolben mit der anderen Hand erfaßt wird.
Bei der Ausübung eines Zuges wird ein Sprengring 22 in eine im Tragzapfen 17 in an sich bekannter
Weise vorgesehene Nut eingedrückt, worauf der Lauf 10 und der Laufblock 18 gemeinsam vom Trag
zapfen 17 abgezogen werden können.
Auf den Lauf ist ein Kunststoff-Handschutz 20 (F i g. 4) aufgesetzt, der einen im wesentlichen U-förmigen
Querschnitt und verhältnismäßig dünne Seitenwände aufweist. Infolge dieser Elastizität sind
die Schenkel 23 und 24 des Handschutzes 20 in dem in F i g. 1 mit 25 bezeichneten Bereich im wesentlichen
der Form des Laufes angepaßt, so daß dieses vordere Ende des Handschutzes 20 den Lauf 10
klemmend umfaßt, wobei die Schenkel 23 und 24 etwas voneinander getrennt werden.
Das hintere Ende des Handschutzes 20 ist ein stückig mit einem Kunststoff-Quersteg 26 versehen,
der mit seiner einen gekrümmten Oberkante 27 in eine am Lauf 10 vorgesehene Nut 28 eingreift. Die
gekrümmte Unterkante 29 des Quersteges 26 ent spricht dem Halbmesser des rechten Endes 31 des
Tragzapfens 17, so daß, wenn der den Handschutz 20 tragende Lauf 10 mit dem Kolben 11 vereinigt
wird, die Unterkante 29 am rechten Ende 31 des Tragzapfens 17 aufsitzt, wodurch der Quersteg 26 in
der im Lauf vorgesehenen Nut 28 verriegelt wird. Die Schultern 33 der Nut 28 verhindern eine axiale
Verschiebung des Handschutzes 20.
Die im Laufblock 18 vorgesehene Bohrung 21 nimmt, wie bereits beschrieben, den Tragzapfen 17
auf, so daß in der in Fig. 3 gezeigten Stellung der
Sprengring 22 frei nach außen gegen eine Abfassung 30 im .Laufblock 18 drücken kann, so daß der Lauf
10 und der Kolben U gegen eine relative Axialbewegung gesichert sind, sich jedoch frei um den Tragzapfen 17 drehen können.
Der Laufblock 18 ist ferner mit einer Aussparung
36 versehen, die zur Aufnahme eines Auswerfers 37 dient, der, gesehen in Fig. 3, durch eine Schrauben
druckfeder 38, welche sich rechts in einer im Quersteg 26 vorgesehenen Ausnehmung 39 abstützt, ständig
nach links und durch eine Blattfeder 42 nach oben gegen den Lauf gedrückt wird. Der Auswerfer
37 kann sich, wie ersichtlich, frei in Achsrichtung hin- und herbewegen, und, wie nachstehend näher
beschrieben wird, aufwärts und abwärts bewegen.
Wenn sich das Gewehr in der Schließstellung be findet, stehen am Verschluß 15 und am Lauf 10 vor-
gesehene Eindrehungen miteinander im Eingriff, wie bei 43 in F i g. 3 gezeigt, wobei ein Zahn 44 des Auswerfers
37 in eine Rast 46 (F i g. 5) eingreift, die im Verschluß 15 am Ende einer Kurvenbahn 47 vor
gesehen ist, um den Lauf 10 und den Kolben 11 in der geschlossenen Stellung zu halten.
Daher ist es zum öffnen des Gewehres lediglich
erforderlich, den Lauf 10 gegenüber dem Kolben 11 in der in F i g. 6 und 7 gezeigten Richtung zu verschwenken,
was zur Folge hat, daß der Auswerfer 37 über den Vorsprung neben der Rast 46 entgegen der
Wirkung der Schraubdruckfeder 38 nach rechts gedrückt wird. Hierdurch wird der Eingriff zwischen
dem Zahn 44 und der Rast 46 aufgehoben, so daß der Lauf frei aus der in F i g. 1 gezeigten Stellung in
die in Fig. 2 gezeigte Stellung verschwenkt werden kann. Hierbei läuft der Zahn 44 auf der Kurvenbahn
47, so daß sich der Auswerfer37, gesehen in Fig. 3 und 7, nach links bewegen kann. Nachdem der Lauf
10 von dem Verschluß 15 weg bzw. in die in F i g. 6 gezeigte Stellung verschwenkt worden ist, bewirkt
eine Auswerfernase 48, die hinter den Rand einer Geschoßhülse 49 greift, wie in F i g. 3 ersichtlich ist,
das Auswerfen dieser leeren Hülse aus der Kammer des Laufes 10.
Während des Hubes des Auswerfers 37 nach links, gesehen in F i g. 3 und 6, beim Auswerfen einer leeren
Hülse 49 gelangt eine Nase 52 des Auswerfers 37 auf eine schräge Kante 53 am Lauf 10, wodurch das
linke Ende des Ausnehmers 37 entgegen der Wirkung der Blattfeder 42 nach unten gedrückt wird, so daß
die Auswerfernase 48 aus der Kammer heraus nach unten fallen kann und das Laden nicht behindert.
F i g. 7 zeigt die Auswerfernase 48 durch die vorangehend beschriebene Wirkung nach unten verlagert,
in welcher Stellung eine neue Hülse 54 ohne Behinderung eingeführt werden kann. Nach dem Einführen
einer neuen Hülse in die Kammer wird der Lauf 10 gegenüber dem Kolben 11 verschwenkt, so
daß der Zahn 44 der Kurvenbahn 47 in entgegengesetzter Richtung folgt, was zur Folge hat, daß der
Auswerfer 37, gesehen in Fig. 3, nach rechts geschoben
wird. Sobald die Nase 52 von der abgeschrägten Fläche 56 abfällt und auf der schrägen
Kante 53 unter der Wirkung der Blattfeder 42 nach unten gleitet, wird die Auswerfernase 48, gesehen in
F i g. 3 und 7, nach rechts und oben vor den Rand einer Geschoßhülse bewegt, damit sie sich in der
richtigen Stellung für das nachfolgende Auswerfen befindet.
Claims (3)
1. Gewehr mit einem Lauf, der gegenüber dem Kolben um einen zur Gewehrachse parallelen,
am Kolben befestigten Tragzapfen schwenkbar ist und mit dem Kolben über diesen Tragzapfen
lösbar verbunden ist, wobei ein federbelasteter automatischer Auswerfer längs einer am Kolbenteil
angeordneten Kurvenbahn in die Schließstellung rückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß auf den Lauf (10, 18) ein abnehmbarer, im Querschnitt im wesentlichen U-förmiger Handschutz (20) aufgesetzt ist, dessen
vorderes Ende (23, 24) den Lauf (10) klemmend umfaßt und dessen hinteres Ende mit einem
Quersteg (26) versehen ist, der sich mit seiner Oberkante (27) in einer Nut (28) am Lauf abstützt
und dessen Unterkante (29) am Tragzapfen (17) aufsitzt, wobei der Auswerfer (37) mit einem
Zahn (44) am Ende der Kurvenbahn (47) in eine Rast (46) einrastet und damit gleichzeitig eine
Sicherung gegen eine Verschwenkung des Laufes gegenüber dem Kolben bildet.
2. Gewehr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schraubendruckfeder (38)
I 190 360
des Auswerfers (37) am Quersteg (26) des Handschutzes (20) abstützt.
3. Gewehr nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerfer (37)
mit einem Ansatz (52) versehen ist, der in Schließstellung des Gewehres in eine Ringnut im
Lauf (10) eingreift und nach Schwenken des Laufes eine die Ringnut kolbenseitig begrenzende
schräge Kante (53) hinaufgleitet.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 647379.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 537/19 3.65 © Bundesdruckerei Berlin
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Family Applications (1)
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