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DE1189571B - Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Einfrierens von Waermeaustauschern bei Frostgefahr - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Einfrierens von Waermeaustauschern bei Frostgefahr

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Publication number
DE1189571B
DE1189571B DEL23138A DEL0023138A DE1189571B DE 1189571 B DE1189571 B DE 1189571B DE L23138 A DEL23138 A DE L23138A DE L0023138 A DEL0023138 A DE L0023138A DE 1189571 B DE1189571 B DE 1189571B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heat exchanger
condensate
mixing condenser
freezing
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL23138A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Sc Techn Laszlo Heller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licencia Talalmanyokat Ertekesito Vallalat
Original Assignee
Licencia Talalmanyokat Ertekesito Vallalat
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licencia Talalmanyokat Ertekesito Vallalat filed Critical Licencia Talalmanyokat Ertekesito Vallalat
Publication of DE1189571B publication Critical patent/DE1189571B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28BSTEAM OR VAPOUR CONDENSERS
    • F28B11/00Controlling arrangements with features specially adapted for condensers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28BSTEAM OR VAPOUR CONDENSERS
    • F28B9/00Auxiliary systems, arrangements, or devices
    • F28B9/005Auxiliary systems, arrangements, or devices for protection against freezing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Einfrierens von Wärmeaustauschern bei Frostgefahr Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verhinderung des Einfrierens eines mit einem Mischkondensator über Rohrleitungen in Verbindung stehenden Wärmeaustauschers während einer bei Frostgefahr erfolgenden Inbetriebnahme der Anlage.
  • Es ist bekannt, in Dampfkraftanlagen Mischkondensatoren zu verwenden, in welchen der Abdampf mittels des als Kühlwasser dienenden Kondensats niedergeschlagen und das dabei aufgewärmte Kondensat in einem geschlossenen System mittels der atmosphärischen Luft rückgekühlt wird. Diese Rückkühlung erfolgt in der Regel in Kühlsystemen oder Luftkondensationsanlagen, die aus dünnwandigen Rohren mit Kühlrippen bestehen. Das Kühlwasser wird in den Rohren im Kreislauf umgewälzt, wobei die zu kühlenden Flächen, d. h. die Rohroberflächen und Rippen, mittels eines Luftstromes bestrichen werden, der entweder durch einen Ventilator oder durch natürlichen Zug bewirkt wird.
  • Da bei Luftkondensationsanlagen dieser Art verhältnismäßig sehr große Wärmemengen bei sehr geringen Temperaturunterschieden und Ventilatorleistungen der atmosphärischen Luft mitzuteilen sind, werden zwischen Kühlwasser und Luft sehr ausgedehnte Wärmeaustauschflächen erforderlich. Um diese möglichst gering zu halten, wird die spezifische Kühlleistung der Wärmeaustauscher durch Verwendung von zahlreichen dünnwandigen Rohren aus Aluminium erhöht. Die Erhöhung der spezifischen Kühlleistung bedeutet aber eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Änderungen der Umgebungstemperaturen, so daß bei Luftkondensationsanlagen, die an Stellen errichtet werden, wo die Temperatur im Laufe des Jahres zeitweise unter den Gefrierpunkt sinken kann, eine Gefahr des Gefrierens des Kondensats in den dünnwandigen Rohren der Wärmeaustauscher besteht. Die Gefahr des Gefrierens kann aber nicht nur beim Sinken der Außentemperatur eintreten, sondern auch durch Änderungen der Betriebsverhältnisse selbst, z. B. beim Ausfall eines Generators und die hiermit verbundene Leistungsabnahme der den Generator antreibenden Turbine, oder durch Stromausfall irgendeiner Art herbeigeführt werden. In derartigen Fällen wird die in den mit Rippen reichlich versehenen Rohren befindliche geringe Wassermenge innerhalb einer Minute einfrieren, was einer Zerstörung des betreffenden Wärmeaustauscherteiles gleichkommt. Dieselbe Gefahr besteht, wenn das Kraftwerk z. B. bei kaltem Wetter in Betrieb gesetzt werden soll. Gelangt das Kondensat dann bei ungenügend hoher Temperatur in die Kühlanlage, so kann es gefrieren und die Wärmeaustauscher der Anlage zerstören. Ein Gefrieren des Kondensats in den Rohren der Wärmeaustauscher kann aber auch durch Stockungen des Kondensats in den Rohren verursacht werden, die durch Ansammlung von Luft insbesondere in den Sammelkästen der Kühlaggregate bedingt sein können.
  • Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der obenerwähnten Schwierigkeiten und die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung der beschriebenen Art, mit deren Hilfe eine Luftkondensationsanlage selbst bei sehr kaltem Wetter ohne die Gefahr des Gefrierens des Kondensats in den Rohren der Wärmeaustauscher betrieben werden kann. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Wasser zunächst bei abgeschaltetem Wärmeaustauscher vom Mischkondensator über die Rohrleitungen und wieder zurück zum Mischkondensator so lange im Kreislauf geführt wird, bis es eine so hohe Temperatur erreicht hat, daß es während des unter gleichzeitigem Entlüften von unten her erfolgenden Auffüllens des Wärmeaustauschers in diesem nicht gefrieren kann. Es ist dabei zweckmäßig, die Kühlelemente des Wärmeaustauschers, die während des Betriebes hintereinandergeschaltet sind, zum Füllen in an sich bekannter Weise durch Umschalten von Ventilen parallel zu schalten. Ein derartiges Verfahren verhütet demnach das Gefrieren des Kondensats in den Rohren der Wärmeaustauscher bei Inbetriebsetzung der Anlage. Um bei plötzlich eintretenden Temperaturabnahmen einem Gefrieren des Kondensats vorzubeugen, kann nun eine Vorrichtung zum Ausüben des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden, bei der die Sammelkästen der Kühlelemente gemäß der Erfindung über Drosselleitungen mit dem Mischkondensator verbunden sind. Dann kann nämlich das Kondensat aus den Rohren der Wärmeaustauscher rasch abgeführt werden, so daß die Rohre bereits leer stehen, bevor das Kondensat in ihnen eine Temperatur unterhalb oder in der Nähe des Gefrierpunktes hätte annehmen können. Wird die Vorrichtung auch mit einer Drosselleitung ergänzt, die vom oberen oder unteren oder beiden Sammelkästen der Kühlaggregate zum Mischkondensator der Dampfturbinenanlage führt, so ist auch dafür gesorgt, daß eine Stockung der Kondensatsströmung an den genannten empfindlichen Stellen der Kühlaggregate nicht eintreten kann.
  • Der Erfindung liegt demnach der Gedanke zugrunde, daß zwecks Vermeidung des Gefrierens des Kondensats in den Rohren der Wärmeaustauscher diese von den Zuleitungen abgeschaltet werden, und das Wasser im Rest des Systems aufgewärmt wird. Dies wird so lange fortgesetzt, bis die Temperatur des aufgewärmten Kondensats ausreicht, ein Gefrieren in den Rohren der Wärmeaustauscher selbst bei kältestem Wetter zu verhüten. Diese Erkenntnis brachte ein vollständig unübliches Verfahren mit sich, da auf die angeregte Weise eine außerordentlich große Menge von Kühlwasser durch Erwärmung gleichsam »verdorben« wird. Es hat sich aber gezeigt, daß dieses willkürliche »Verderben« des Kühlwassers bei Luftkondensationsanlagen der beschriebenen Art weitaus wirtschaftlicher ist als die üblichen an sich bekannten Methoden der Verhütung des Gefrierens bei Frostgefahr.
  • Wie bekannt, werden nämlich bei den bekannten Luttkondensationsanlagen bei kaltem Wetter die Wärmeaustauscher aus dem Strömungsweg der Kühlluft z. B. mittels Jalousien, Rolladen usw. ausgeschaltet. Das erfindungsgemäße Verfahren ist aber dem Bekannten weit überlegen, weil einerseits die Ausschaltung der Wärmeaustauscher aus dem Strömungsweg der Kühlluft bei den Ausdehnungen der Luftkondensationsanlagen von hoher Leistung sehr kostspielige Vorrichtungen der beschriebenen Art erforderlich macht und andererseits diese mechanischen Vorrichtungen zum vollkommen zuverlässigen Verhüten des Gefrierens doch nicht geeignet sind. Die Lösung der Aufgabe wird dabei gleichsam von außen her versucht. Aber selbst das Fehlerhaftwerden eines einzigen Rohres zieht bereits die Notwendigkeit des Austausches des das betreffende Rohr enthaltenden gesamten Wärmeaustauschers nach sich, was bei den Hochleistungsanlagen der zeitgemäßen Kraftwerke weitaus höhere Auslagen bedingt als das erwähnte »Verderben« des Kühlwassers.
  • Bezüglich der Entlüftung von Stellen, an denen eine Ansammlung von Luft Stockungen in der Umwälzung des Kondensats. und somit ein Gefrieren desselben in den entsprechenden Rohren des Wärmeaustauschers herbeiführen kann, sei darauf hingewiesen, daß es bereits bekannt war, eine Entlüftung von den oberen Sammelkästen zum Kondensator vorzunehmen. Bei der Erfindung handelt es sich aber um die Entlüftung insbesondere des unteren Sammelkastens, wo die Ansammlung von Luft für die oberhalb dieser Luftansammlung befindlichen Rohre des Wärmeaustauschers zerstörend sein könnte. Es ist auch vorgeschlagen worden, die Entlüftung des Kondensats in dem Kondensator der Anlage vorzunehmen, wobei ein Gasraum mit dem Kondensatorraum verbunden wird. In diesem Fall ist die Arbeitsweise periodisch, d. h., Entlüftungswege werden nur geöffnet, wenn der Rauminhalt des Gasraumes zugenommen hat. Dies bedingt aber einen wohlbestimmten Gasraum, der bei den Kondensationsanlagen der erfindungsgemäßen Art fehlt. Es gibt hier in der unteren Wasserkammer eben keinen Dampfraum, so daß zwecks Entlüftung nicht ein Gemisch von Luft und Wasserdampf, sondern von Luft und Kühlwasser abgesaugt wird, was bisher nicht der Fall war.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen erläutert, deren F i g. 1 und 2 je ein Ausführungsbeispiel einer zum Ausüben des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Vorrichtung schaltungsmäßig darstellen.
  • Gleiche Bezugszeichen weisen auf ähnliche Einzelheiten hin.
  • Wie aus F i g. 1 hervorgeht, besteht die Vorrichtung im engeren Sinne des Wortes aus Rohrsträngen 28 und 30, die mit Kühlrippen ausgerüstet zwischen einem oberen Sammelkasten 29 bzw. gruppenweise je einem unteren Sammelkasten 27 und 31 angebracht sind und mit diesen ein Kühlaggregat oder Kühlelement bilden. Der Sammelkasten 27 schließt sich über ein Ventil 14 an eine Zuleitung 25 an, in der eine Pumpe 26 vorgesehen ist. Eine andere Zuleitung 34 befindet sich zwischen dem unteren Sammelkasten 31 und einer Gruppe von Düsen 10, die in den Dampfraum eines Mischkondensators 9 ausmünden. Der Abdampf einer Dampfturbine der Kraftanlage gelangt über einen Abdampfstutzen 8 der Dampfturbine in den Mischkondensator 9 derselben. Der Kühlkreis der Luftkondensationsanlage schließt sich über eine Zuleitung 11, an die auch eine Rohrleitung 24 mit einer Umwälzpumpe 12 angeschlossen ist. In der Kondensationsanlage selbst können beide Rohrstränge 28, 30 über ein Ventil 17 in einer Verbindungsleitung zwischen den Zuleitungen 25 und 34 kurzgeschlossen werden. Der Wärmeaustauscher 3, der aus den Rohrsträngen 28, 30 und den Sammelkästen 27, 29, 31 besteht, kann mittels Ventile 14 bzw. 13 in den Zuleitungen 25 bzw. 34 aus dem Strömungsweg des Kondensats ausgeschaltet werden. Ein Ventil 16 in einer Verbindungsleitung zwischen den Zuleitungen 25 bzw. 34 oberhalb der Ventile 14 bzw. 13 gestattet das Auffüllen des Wärmeaustauschers 3 von unten. Ein Ventil 15 in einer an die das Ventil 16 enthaltende Zuleitung angeschlossenen Rohrleitung 19 gestattet, das Kühlwasser aus beiden Rohrsträngen 28, 30 und Sammelkästen 27, 29, 31 bei geschlossenen Ventilen 13 und 14 über das Ventil 16 in ein Sammelbecken 21 abzulassen. Ein Ventil 18 in einer an den oberen Sammelkasten 29 angeschlossenen Rohrleitung wird beim Entlüften des Wärmeaustauschers 3 geöffnet.
  • Das dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung arbeitet wie folgt: Im normalen Betrieb sind die Ventile 15, 16, 17 und 18 geschlossen, während die Ventile 14 und 13 offen sind. Der Abdampf der Turbine der Kraftanlage entweicht über den Abdampfstutzen 8 in den Dampfraum des Mischkondensators 9. Hier wird der Dampf durch das über die Düsen 10 zugeführte Kühlwasser niedergeschlagen. Das mit dem Kühlwasser vermischte Kondensat gelangt über die Zuleitung 11 in den Wirkungsbereich der beiden Umwälzpumpen 12 und 26. Ein geringer Teil des Kondensats wird durch die Umwälzpumpe 12 über die Rohrleitung 24 in den Dampfkessel der nicht dargestellten Kraftanlage zurückbefördert. Ein größerer Teil dieser Mischung dient aber als Kühlwasser und wird zwecks Rückkühlung im Wärmeaustauscher 3 durch die Pumpe 26 im geschlossenen System 25, 27, 28, 29, 30, 31, 34, 10, 9, 11 umgewälzt, dabei im Wärmeaustauscher 3 abgekühlt und über die Zuleitung 34 und die Düsen 10 in den Mischkondensator 9 zurückbefördert, wo das rückgekühlte Kondensat von neuem zum Niederschlagen von Abdampf verwertet wird.
  • Soll die Anlage bei kaltem Wetter in Betrieb gesetzt werden, so besteht zunächst die Gefahr, daß das noch kalte Kondensat im Wärmeaustauscher 3 der niedrigen Außentemperatur ausgesetzt, in den Rohrsträngen 28 und 30 gefriert und hierdurch den Wärmeaustauscher 3 zerstört. Um dies zu verhüten, werden die Ventile 13 und 14 geschlossen, das Ventil 17 geöffnet, und das Kondensat im Kreislauf 25, 17, 34, 10, 9, 11 durch die Pumpe 26 zum Umwälzen gebracht. Das mit dem Abdampf im Mischkondensator 9 in Berührung gelangende Kondensat wird allmählich erwärmt, wobei es eine Temperatur erreicht, bei welcher die Gefahr des Gefrierens des Kondensats beim Eintritt in die Rohrstränge 28, 30 bereits nicht mehr besteht. Dann wird das Ventil 17 geschlossen und die Ventile 16 und 14 geöffnet. Nun strömt das Kondensat in den Rohrsträngen 28 und 30 aufwärts, schickt die im Wärmeaustauscher 3 befindliche Luft durch das offene Ventil 18 vor sich hinaus und erreicht die Umkehrkammer 29. Dann werden die Ventile 18 und 16 geschlossen, und das Ventil 13 geöffnet, wobei das Kondensat über das geöffnete Ventil 13 und die Zuleitung 34 in den Mischkondensator 9 zurückfließt. Somit beginnt der normale Betrieb der Anlage.
  • Tritt die Notwendigkeit einer unverzüglichen Entleerung des Wärmeaustauschers 3 auf, weil - bei kaltem Wetter - z. B. wegen Stromausfall die Umwälzpumpe 26 zum Stillstand kommt oder wegen Abnahme der Belastung eines durch die Turbine angetriebenen Generators der letztere plötzlich derart geringe Abdampfmengen liefert, daß diese zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Mindesttemperatur des Kondensats nicht mehr ausreicht, so werden die Ventile 13 und 14 geschlossen und die Ventile 15, 16 und 18 geöffnet. Dies bedeutet, daß die im Wärmeaustauscher 3 befindliche Kühlwassermenge über die Ventile 16 und 15 in der Zuleitung 19 in den Sammelbecken 21 abgelassen wird.
  • Soll die Kühlanlage wieder in Betrieb gesetzt werden, so erfolgt dies auf die bereits beschriebene Weise. Nachdem zuerst das im kurzgeschlossenen Kreislauf umgewälzte Kondensat die hierzu erforderliche Temperatur erreicht hat, werden die Ventile 15 und 17 wieder geschlossen und das Ventil 14 geöffnet. Nun strömt das Kondensat zunächst in beide Sammelkästen 27 und 31, nach deren Auffüllung es über die Rohrstränge 28, 30 in den oberen Sammelkasten 29 steigt; wobei die im Wärmeaustauscher befindliche Luft durch die steigende Flüssigkeit aufwärts getrieben wird. Ist das Kondensatniveau so weit gestiegen, daß das Kondensat bereits nach Verlassen des Ventils 18 am oberen Ende der dieses Ventil enthaltenden Entlüftungsleitung überläuft, so bedeutet dies eine vollständige Entlüftung der Anlage bzw: des Wärmeaustauschers 3. Nun kann wieder auf normalen Betrieb übergegangen werden, wozu die Ventile 16 und 18 geschlossen werden und auch das Ventil 13 geöffnet wird. Eine nicht dargestellte Pumpe fördert das Wasser inzwischen vom Behälter 21 in den Mischkondensator 9.
  • F i g. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das mit Drosselleitungen 39 bzw. 40 vom oberen und dem unteren Sammelkasten 29 bzw. 31 zum Mischkondensator 9 ausgerüstet ist. Der Anschluß erfolgt über eine Rohrleitung 41, in der ein Ventil 44 vorgesehen ist. Die Drosselung wird durch Drosselscheiben 42 bzw. 43 in den Drosselleitungen 39 bzw. 40 erreicht. Das Ventil 44 dient dazu, das Eindringen von Luft in den unter Unterdruck stehenden Mischkondensator zu verhindern, wenn die Anlage entleert wird und zu diesem Zweck das Ventil 18 offen steht. Wird das Ventil 44 geschlossen, so besteht zwischen dem Unterdruckraum des Mischkondensators 9 und dem Wärmeaustauscher 3 keine Verbindung mehr, über welche Luft in den Mischkondensator 9 gelangen könnte. Die Drosselleitungen 39 und 40 werden vorteilhaft an höchste Stellen der Sammelkästen 29 bzw. 31 angeschlossen, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist.
  • Da beim Auffüllen der Anlage mit Kühlwasser im Mischkondensator 9 bereits ein Unterdruck herrscht, der während der Inbetriebsetzung der Dampfturbine noch zunimmt, entsteht in den Drosselleitungen 39, 40 und in der Rohrleitung 41 eine Strömung des Kondensats von den Sammelkästen 29 bzw. 31 zum Mischkondensator 9 hin. Befindet sich in den Sammelkästen 29 bzw. 31 Luft, so wird diese mit dem Kondensat mit in den Mischkondensator 9 befördert, wo sie durch die Vakuumpumpe des Mischkondensators abgesaugt und in die Atmosphäre zurückbefördert wird. Nach Entfernung der Luft wird ein ständiges Strömen von Kühlwasser, d. h. Kondensat, zum Mischkondensator einsetzen. Dies verhindert, daß während des Betriebes erneute Luftmassen in den Sammelkästen 29, 31 angesammelt werden. Die Drosselscheiben 42 bzw. 43 bewirken dabei, daß die Menge des über die Leitungen 39, 40, 41 strömenden Wassers auf einen konstanten und sehr geringen Wert eingestellt werden können, da sie bekanntlich in der Zeiteinheit rauminhaltlich in der Größenordnung mehr Luft als Wasser durchlassen. Das über die Rohrleitung 41 dem Mischkondensator 9 zugeführte Wasser wird dort ebenfalls zum Niederschlagen des aus der Turbine kommenden Abdampfes verwendet werden. Somit bedeutet diese Wassermenge nur insofern einen verhältnismäßig geringen Verlust, weil sie zum Teil nicht vollständig abgekühlt ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Verhinderung des Einfrierens eines mit einem Mischkondensator über Rohrleitungen in Verbindung stehenden Wärmeaustauschers während einer bei Frostgefahr erfolgenden Inbetriebnahme der Anlage, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Wasser zunächst bei abgeschaltetem Wärmeaustauscher vom Mischkondensator über die Rohrleitungen und wieder zurück zum Mischkondensator so lange im Kreislauf geführt wird, bis es eine so hohe Temperatur erreicht hat, daß es während des unter gleichzeitigem Entlüften von unten her erfolgenden Auffüllens des Wärmeaustauschers in diesem nicht gefrieren kann.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlelemente des Wärmeaustauschers, die während des Betriebes hintereinandergeschaltet sind, zum Füllen in an sich bekannter Weise durch Umschalten von Ventilen parallel geschaltet werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelkästen der Kühlelemente über Drosselleitungen mit dem Mischkondensator verbunden sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 543 372; österreichische Patentschrift Nr. 72 954; französische Zusatzpatentschrift Nr. 23 861 (Zusatz zur Patentschrift Nr. 526 490); britische Patentschrift Nr. 224 234; USA.-Patentschriften Nr. 1285 267, 1369 639.
DEL23138A 1954-12-22 1955-10-08 Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Einfrierens von Waermeaustauschern bei Frostgefahr Pending DE1189571B (de)

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