DE1189399B - Sicherheitsbereifung - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 62g
Deutsche Kl.: 63 e - 2
Nummer: 1189 399
Aktenzeichen: G 2377211/63 e
Anmeldetag: 22. Januar 1958
Auslegetag: 18. März 1965
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsbereifung, die in bekannter Weise aus einem schlauchlosen
Reifen mit einer eine Innenkammer bildenden, in der Nähe der Reifenfüße an den Reifenwänden, befestigten,
aus gummierten und zueinander gekreuzt verlegten Kordlagen gebildeten Membran besteht.
Die Erfindung löst die Aufgabe, einen durch die Lauffläche des Reifens hindurchgedrungenen Fremdkörper,
z. B. einen Nagel, so zu verformen, daß beim weiteren Fahrbetrieb eine Beschädigung oder eine
Zerstörung der Membran verhindert wird.
Erreicht wird dies dadurch, daß die Membran außer den Kordlagen am Außenumfang eine auf die
Laufflächenbreite der Membran beschränkte Armierungsschicht aufweist, die aus mindestens zwei sich
kreuzenden Drahtlagen besteht.
Es ist zwar schon bekannt, die Membran eines Sicherheitsreifens, die in einem größeren Abstand von
der Reifeninnenseite gehalten wird, aus Kordgewebe oder aus Drahtgewebe herzustellen. Jedoch wird hier
nicht die Aufgabe der Erfindung verfolgt, durch die aus einem Drahtgewebe bestehende Membran eindringende
Fremdkörper zu verbiegen. Wenn diese Drahtmembran diese Wirkung haben sollte, würde
sie ein so starres Gebilde im Innern des Reifens darstellen, daß ihre Funktionsfähigkeit im normalen
Fahrbetrieb und im Notlauf ungünstig beeinflußt werden würde. Ferner ist bekannt, das Eindringen
von Nägeln in den Luftschlauch durch Einlagen aus Metallgeweben oder mehreren Textilgewebeschichten
zu erschweren, die auf der Innenseite des Reifens unterhalb der Lauffläche und den anschließenden
Seitenwandabschnitten angeordnet sind.
In der Zeichnung ist die Erfindung in sechs Figuren erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt einer schlauchlosen Bereifung
mit der Sicherheitsmembran in Betriebsstellung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Lauffläche der
Membran in einem vergrößerten Maßstab,
F i g. 3 eine Draufsicht auf den für die Erfindung geeigneten Draht,
F i g. 4 die Anordnung der Gewebeschichten und
der darüber angeordneten Drahtschichten und
Fig. 5 und 6 schematische Ansichten, auf welche
Weise durchlochende Gegenstände umgebogen werden, so daß sie die Membran nicht zu durchdringen
vermögen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sitzt auf der Felge 1
der Reifen 2, der im Innern die Membran 3 umschließt,
die sich mit Verlängerungen 4 um die Reifenfüße 5 legt, wie dies an sich bekannt ist. Die Luft-Sicherheitsbereifung
Anmelder:
The Goodyear Tire & Rubber Company,
Akron, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Meissner,
Berlin 33, Herbertstr. 22,
und Dipl.-Ing. H. Tischer, München 2,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. Juli 1957 (673 197) - -
kammer zwischen dem Reifen und der Membran ist mit 7 bezeichnet.
Die Ausbildung der Membran ist aus der Fig. 2
zu ersehen. Auf den üblich gummierten Kordgewebeschichten 8, aus denen die Membran gebildet ist,
sind auf den Teilen, die im wesentlichen der Lauffläche des Reifens gegenüberliegen, zwei Schichten
von Drähten 11 und 12 vorgesehen. Die Drahtlagen kreuzen sich unter einem Winkel von 32° zur Umfangsmittellinie,
vgl. hierzu Fig. 4. Die obere Drahtlage ist schmaler als die untere Lage, die sich über
die ganze Laufflächenbreite erstreckt, jedoch vor den Seitenwänden der Membran endet, um dieser eine genügende
Formveränderungsmöglichkeit zu geben.
Auf der Innenseite der Membran ist eine Gummierungsschicht 13 vorgesehen.
Fig. 3 zeigt, wie die Drähte 11 und 12 ausgebildet sein können. Sie bestehen aus drei Strängen 33,
von denen jeder wieder aus zwei Fäden 34 zusammengesetzt ist. Die Stränge sind zusammengeflochten.
In den Fig. 5 und 6 ist schematisch die Wirkungsweise der Membran gemäß der Erfindung erläutert.
Die äußere Kreislinie 2 soll den Reifen, konzentrisch dazu angeordnete Kreislinien 3 mit kleinerem
Durchmesser die Membran 3 andeuten, zwischen denen sich die Luftkammer 7 befindet. Der
Luftraum innerhalb der Membran ist mit 6 bezeichnet. Fünf verschiedene Stellungen des Nagels 14 sind
mit den Bezugszeichen 15, 16, 17, 18, 19 versehen.
Der Reifen soll sich in Richtung des Pfeiles 20 drehen und der Nagel 14 soll in der Stellung 15 radial
auf die Drehachse 22 gerichtet sein. Durch die Ab-
509 519/141
flachung der Reifenoberfläche bei der Annäherung an die Fahrbahn erhält der Nagel eine andere Richtung, die durch die Linie 23 angedeutet ist. Diese
Winkelabweichung von der ursprünglichen Richtung wird verstärkt bis zu der Linie 24 in Stellung 17. Von
diesem Augenblick an wirkt die Membran auf den Nagel und biegt ihn um, wie in Stellung 18 angedeutet. Die umgebogene Stellung bleibt auch, wie
bei 19 angegeben, bei der weiteren Drehung des Reifens erhalten. Bei der Darstellung in Fig. 5 ist angenommen worden, daß durch den Nagel kein Luftauslaß aus dem Raum 17 erfolgt ist. Wenn ein solcher
Luftauslaß durch das von dem Nagel hervorgerufene Loch erfolgt sein sollte, wird die erstrebte Wirkung
verstärkt, wie aus der F i g. 6 zu ersehen, die den Fall darstellt, ,daß nach Austritt von Luft aus der Kammer 7 ein stärkeres Zusammensinken des Reifens und
eine stärkere Annäherung der Reif eninnenseite an die Membran erfolgt ist. In dieser F i g. 6 ist die Drehrichtung mit 31, die Nagelstellungen sind mit 25, 26,
27, 28 und 29 angegeben. Der Pfeil 30 deutet die Gleitwirkung der Membran gegenüber dem Reifen
an, die sich in einem verstärkten Bestreben, den Nagel umzubiegen, auswirkt.
Claims (3)
1. Sicherheitsbereifung, bestehend aus einem schlauchlosen Reifen mit einer eine Innenkam-
mer bildenden, in der Nähe der Reifenfüße an den Reifenwänden befestigten, aus gummierten
und zueinander gekreuzt verlegten Kordlagen bestehenden Membran, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (3) außer den Kordlagen (8) am Außenumfang eine auf die Laufflächenbreite der Membran beschränkte Armierungsschicht
aufweist, die aus mindestens zwei sich kreuzenden Drahtlagen (11, 12) besteht.
ίο 2. Sicherheitsbereifung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die obere Drahtlage (12) schmäler als die
untere Lage (11) ist, die sich über die ganze Laufflächenbreite erstreckt, jedoch vor den Sei-
!5 tenwänden der Membran (3) endet.
3. Sicherheitsbereifung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtlagen (11,
12) sich unter einem Winkel von 32° zur Umfangsmittellinie kreuzen,
ao
ao
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung F 13061 11/63 e, ausgelegt am 4.10.1956;
Deutsche Patentanmeldung F 13061 11/63 e, ausgelegt am 4.10.1956;
österreichische Patentschrift Nr. 189 084;
schweizerische Patentschrift Nr. 316 597;
schweizerische Patentschrift Nr. 316 597;
französische Patentschriften Nr. 554378, 663365,
731510, 1083 072;
britische Patentschrift Nr. 515 734;
USA.-Patentschrift Nr. 2257 646.
USA.-Patentschrift Nr. 2257 646.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| US673197A US3025902A (en) | 1957-07-22 | 1957-07-22 | Safety tubeless tire construction |
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