DE1188108B - Abschreckvorrichtung fuer aus Haerte- und Vergueteoefen kommendes langgestrecktes Gut - Google Patents
Abschreckvorrichtung fuer aus Haerte- und Vergueteoefen kommendes langgestrecktes GutInfo
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- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D1/00—General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
- C21D1/62—Quenching devices
- C21D1/63—Quenching devices for bath quenching
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Description
- Abschreckvorrichtung für aus Härte- und Vergüteöfen kommendes langgestrecktes Gut Die Erfindung bezieht sich auf eine Abschreckvorrichtung für aus Härte- und Vergüteöfen kommendes langgestrecktes Gut mit unterhalb des Flüssigkeitsspiegels'liegender Eintrittsöffnung.
- Es ist bekannt, langgestrecktes Gut, beispielsweise Stäbe oder Rohre, in einem kontinuierlich betriebenen Ofen auf die Härtetemperatur Du bringen und anschließend in einem Wasser- oder ölbad abzuschrekken. Das Abschrecken erfolgt dabei in der Weise, daß das Gut auf seiner ganzen Länge in ein Flüssigkeitsbad getaucht wird oder aber beim Austritt aus dem Ofen in einer angeschlossenen Abschreckvorrichtung mit Flüssigkeit besprüht oder bespült wird.
- Bei Eintauchen des langgestreckten Gutes nach Austreten aus dem Ofen in die Abschreckflüssigkeit besteht die Gefahr, daß das Gut vor dem Abschrecken sich zu stark und ungleichmäßig abkühlt und beim Eintauchen verzieht.
- Es ist ferner bekannt, langgestrecktes Gut durch eine unmittelbar an den Härteofen angeschlossene Abschreckvorrichtung unterhalb des Flüssigkeitsspiegels zu führen, wobei die Abschreckvorrichtung mit Ein- und Austrittsöffnungen für die Abschreckflüssigkeit versehen ist. Die Abschreckvorrichtung hat dabei eine kürzere Länge als das zu härtende Gut und durchläuft somit die Abschreckvorrichtung kontinuierlich.
- Bei kontinuierlichen Abschreckvorrichtungen ist die Fördergeschwindigkeit des zu behandelnden Gutes zwecks einwandfreier Durchkühlung von der Leistung der Anlage und dem Querschnitt des Gutes, also seinem Gewicht je Längeneinheit abhängig. Es besteht daher bei Vorrichtungen mit kleinerer Leistung oder bei Behandlung von Material mit größerem Querschnitt die Möglichkeit, daß die Fördergeschwindigkeit des Gutes geringer ist als seine Wärmeleitfähigkeit. In solchen Fällen besteht beispielsweise bei Stäben, deren hinteres Ende sich noch in der Ofenkammer befindet, deren vorderes Ende aber bereits in der Abschreckvorrichtung abgeschreckt wird, die Gefahr, daß Wärme aus dem Ofen durch das Gut zur Abschreckvorrichtung abgeleitet und dort vernichtet wird.
- Es ist daher erforderlich, das Gut schnell in die Abschreckvorrichtung einzubringen, in dieser vollständig abzuschrecken und erst dann weiterzufördem.
- Die Erfindung besteht nun darin, zwei Behälter neben- oder ineinander anzuordnen, von denen der mit Abschreckflüssigkeit gefüllte Behälter die Eintrittsöffnung und der zweite Behälter die Austrittsöffnung enthält.
- Durch eine solche gemäß der Erfindung ausgebildete Vorrichtung ist ein schnelles Einbringen des Gutes unmittelbar in die Abschreckvorrichtung möglich, so daß das Abschrecken gleichmäßig erfolgt.
- Ferner ist nur eine unterhalb des Flüssigkeitsspiegels liegende Eintrittsöffnung dichtzuhalten, was nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erfolgt, daß an der Eintrittsöffnung .auf das Gut gerichtete Spritzdüsen angeordnet sind. Mittels dieser Spritzdüsen beginnt gleichzeitig ummittelbar beim Eintritt des Gutes das Abschrecken unter Umwälzen der Flüssigkeit und Vermeiden des Anhaftens von das gleichmäßige Abschrecken störenden Dampfblasen. In der Abschreckflüssigkeit wird dann die aus dem Innern des Gutes nachströmende Wärme abgefangen, um eine nachteilige Beeinflussung des abgeschreckten Gutes zu vermeiden.
- Gegenstand der Erfindung ist ferner, neben dem mit dem Einlaufrollgang versehenen Abschreckbehälter einen mit einem Auslaufrollgang versehenen Behälter und ferner eine das Gut auf den Auslaufrollgang fördernde Quertransport- und Hubeinrichtung anzuordnen.
- Dadurch ist ein ununterbrochener Arbeitsvorgang gesichert. Durch den Quertransport erfolgt eine vergleichsweise gegenüber dem Längstransport schnelle Entfernung des Gutes aus dem Einlaufbereich, wobei es nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bis zum vollständig beendeten Abschrecken auf einer seitlich neben dem Einlaufrollgang im Abschreckbehälte.r angeordneten Ablage liegen kann, bevor es in den mit dem Auslaufrollgang versehenen Behälter gebracht wird.
- Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, an dem der Eintrittsöffnung entgegengesetztem Ende des Einlaufrollganges einen den Einlaufrollgang stillsetzenden und die Quertransportvorrichtung in Gang setzenden Endschalter anzuordnen, um den ununterbrochenen selbsttätigen Guttransport während des Abschreckens zu sichern.
- Die Erfindung besteht ferner darin, daß der ortsfeste Außenbehälter und der heb- und senkbare Innenbehälter Abschreckflüssigkeit enthalten und daß der Außen- und Innenbehälter Einführungsöffnungen und nur der Außenbehälter eine Austrittsöffnung aufweist.
- Bei einer derart ausgebildeten Abschreckvorrichtung fließt die durch die Einlauföffnung des Innenbehälters für das Gut austretende Flüssigkeit in den Außenbehälter zurück, in den der Innenbehälter abgesenkt wird.
- Erfindungsgemäß ist der ablenkbare Behälter mit Bodenflutventilen versehen, die sich beim Absenken öffnen und den Innenbehälter wieder ohne Umpumpen der Flüssigkeit auf den erforderlichen Flüssigkeitsspiegel bringen.
- Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist nach einem weiteren Merkmal der Ein- und Auslaufrollgang mit dem ortsfesten Behälter verbunden, so daß das Gut nach Absenken des Innenbehälters ohne weiteres durch die Austrittsöffnung des ortsfesten Außenbehälters gefördert wird.
- Es ist aber auch möglich, den Rollgang fest im Innenbehälter anzuordnen, so daß durch das Einströmen -und Ablaufen der Abschreckflüssigkeit beim Senken und Hoben des Innenbehälters die Wärmeabfuhr aus dem Inneren des Gutes gefördert wird.
- Die Erfindung ist in den Zeichnungen an bevorzugten Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
- F i g. 1 ist eine gemäß der Erfindung ausgebildete Abschreckvorrichtung im Längsschnitt; F i g. 2 ist ein Grundriß der Vorrichtung nach Abb.l; F i g. 3 ist ein senkrechter Querschnitt durch die Vorrichtung nach F i g. 1; F i .g. 4 ist ein Längsschnitt durch eine der erfindungsgemäß ausgebildeten Abschreckvorrichtung; F i g. 5 zeigt einen senkrechten Querschnitt durch die Vorrichtung nach F i g. 4.
- Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform ist mit 1 der Härteofen bezeichnet, aus dem das zu härtende Gut, beispielsweise Stangen, über Zwischenrollen 2 auf einen innenhalb einer Abschreckvorrichtung 3 angeordneten Einlaufrollgang 4 gelangt.
- Neben dem die Länge des zu härtenden Gutes aufweisenden mit Abschreekflüssigkeit gefüllten Behälter ist ein zweiter Behälterangeordnet, ,der von dem mit Abschreckflüssigkent gefüllten Behälter 8 durch eine Wand 5 getrennt und in dem ein Auslaufrollgang 7 angeordnet ist.
- Das Gut gelangt durch eine Eintrittsöffnung 9 auf den Einlaufrollgang 4 des Behälters B.
- An der Eintrittsöffnung 9 sind nach innen auf das Gut gerichtete nicht dargestellte Flüssigkeitsdüsen angeordnet. Zwischen dem Einlaufrollgang 4 und dem Auslaufrollgang 7 ist eine aus einem Rost bestehende Gutablage 10 angeordnet, auf die das Gut nach Einlaufen auf den Einlaufrollgang 4 mittels einer querfördernden Übergabevorrichtung 11 gebracht wird.
- Der Einlaufrollgang 4 wird, nachdem das Gut gegen einen an der dem Einlaufende entgegengesetzten Stirnwand angeordneten Endschalter 12 gestoßen ist, selbsttätig stillgesetzt. Hierauf wird das Gut von dem Einlaufrollgang 4 auf die Ablage 10 gebracht, von der es nach beendetem Abschrecken mittels einer Hubvorrichtung 13 auf den Auslaufrollgang 7 gefördert wird. Die Ablage 10 kann mehrere Gutstücke aufnehmen.
- Der Behälterraum 6 hat am Boden einen Abfluß 14, durch den die von dem Gut des Ablaufrollganges 7 abtropfende und über die Zwischenwand 5 überlaufende Flüssigkeit abläuft.
- Bei der in F i g. 4 dargestellten Ausführungsform besteht die Abschreckvorrichtung aus einem ortsfesten Außenbehälter 15 und einem heb- und senkbaren Innenbehälter 16. Beide Behälter enthalten Abschreckflüssigkeit. In dem Innenbehälter 16 ist der Einlaufrollgang 17 angeordnet, der auf den Boden 19 des Innenbehälters 16 in Stopfbüchsen 20 dicht durchsetzenden Stützen 18 gelagert ist. Die Stützen 18 sind auf dem Boden des Außenbehälters 15 angeordnet. Der Boden 19 des Innenbehälters 1.6 ist mit Flutventilen 22 versehen, die sich beim Absenken des Innenbehälters 16 in die Flüssigkeit des Außenbehälters 15 öffnen, so daß der Innenbehälter 16 sich auf den Flüssigkeitsspiegel des Außenbehälters 15 einstellt, den er nach Anheben des Innenbehälters durch Schließen der Bodenflutventile 22 im wesentlichen beibehält.
- Der Antrieb des Rollganges 17 erfolgt durch eine endlose Kette 23, die über ein Antriebsrad 24 läuft. Das Antriebsrad 24 ist mit einer Welle 25 verbunden, die über ein Kegelradgetriebe 26 auf eine die rohrförmige 18 durchsetzende Welle 27 arbeitet. Die Welle 27 ist unten kraftschlüssig über ein Kegelradgetriebe 28 mit einer von einem Motor 29 angetriebenen Welle 30 verbunden.
- Die nach dem Härteofen 1 zu liegende Stirnwand 30 des Innenbehälters 16 ist mit einer Eintrittsöffnung 31 versehen, die in ihrer oberen Endstellung im Zuge einer Eintrittsöffnung 32 der Stirnwand 33 des ortsfesten Behälters 15 liegt. Beide Eintrittsöffnungen 31, 32 sind vorzugsweise mit nach innen auf das Gut gerichteten nicht dargestellten Spritzdüsen versehen, so daß unmittelbar beim Eintritt des Gutes in die Abschreckflüssigkeit die Abschreckung schlagartig einsetzt. Nach vollständigem Einbringen des Gutes in den Innenbehälter 16 auf den Rollgang 17 und nach beendetem Abschrecken wird der Innenbehälter 16 mittels Hubzylinder 34 abgesenkt, wobei das Gut auf dem Rollgang 17 in der gleichen Höhenlage verbleibt.
- Der Rollgang 17 wird wieder hiernach in Gang gesetzt und das Gut über die Stirnwand 35 des Innenbehälters 16 durch eine Austrittsöffnung 36 der Stirnwand 37 des ortsfesten Außenbehälters 15 auf einen Außenrollgang 38 gefördert.
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Abschreckvorrichtung für aus Härte- und Vergüteöfen kontinuierlich kommendes langgestrecktes Gut mit unterhalb des Flüssigkeitsspiegels liegender Eintrittsöffnung, d a d u r c h gekennzeichnet, daß zwei Behälter (8, 6) neben- oder ineinander angeordnet sind, von denen der mit Abschreckflüssigkeit gefüllte Behälter (8) die Eintrittsöffnung (9) und der zweite Behälter (6) die Austrittsöffnung enthält.
- 2. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Eintrittsöffnung (9) nach innen auf das Gut gerichtete Spritzdüsen angeordnet sind.
- 3. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem mit dem Einlaufrollgang (4) versehenen Abschreckbehälter (8) ein mit einem Auslaufrollgang (7) versehener Behälter (6) und ferner eine das Gut auf den Auslaufrollgang fördernde Quertransport- und Hubeinrichtung (11,13) angeordnet ist.
- 4. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Abschreckbehälter (8) neben dem Einlaufrollgang (4) eine Gutablage (10) angeordnet ist.
- 5. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Eintrittsöffnung (9) entgegengesetzten Ende des Einlaufrollganges (4) ein den Einlaufrollgang stillsetzender und die Quertransportvorrichtung (11) in Gang setzender Endschalter (12) angeordnet ist.
- 6. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfeste Außenbehälter (15) und der heb- und senkbare Innenbehälter (16) Abschreckflüssigkeit enthalten und daß der Außen- und Innenbehälter Einführungsöffnungen (31, 32) und nur der Außenbehälter eine Austrittsöffnung (36) aufweist.
- 7. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der absenkbare Behälter (16) mit Bodenflutventilen (22) versehen ist. B. Abschreckvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein-und Auslaufrollgang (17) mit dem ortsfesten Behälter (15) verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 137 077, 603 811, 628 896, 642 709, 749 978, 872 955, 878 503, 914 862; deutsche Auslegeschrift B 35683 VI a / 18c, (bekanntgemacht am 30. B. 1956); britische Patentschrift Nr. 748 357; USA: Patentschrift Nr. 2 448 753; Zeitschrift »Stahl und Eisen«, 1954, S. 1343 bis 1358.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW23844A DE1188108B (de) | 1958-08-02 | 1958-08-02 | Abschreckvorrichtung fuer aus Haerte- und Vergueteoefen kommendes langgestrecktes Gut |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEW23844A DE1188108B (de) | 1958-08-02 | 1958-08-02 | Abschreckvorrichtung fuer aus Haerte- und Vergueteoefen kommendes langgestrecktes Gut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1188108B true DE1188108B (de) | 1965-03-04 |
Family
ID=7597693
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW23844A Pending DE1188108B (de) | 1958-08-02 | 1958-08-02 | Abschreckvorrichtung fuer aus Haerte- und Vergueteoefen kommendes langgestrecktes Gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1188108B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3817237A1 (de) * | 1988-05-20 | 1989-11-23 | Krenn Walter | Verfahren und druckkuehlaggregat zum abkuehlen durchlaufenden heissen produktionsguts aus stahl und anderem, durch fuehren des waermeentzugs ueber stufenlos regelbare druckwasser-stauraender |
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- 1958-08-02 DE DEW23844A patent/DE1188108B/de active Pending
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| DE3817237C2 (de) * | 1988-05-20 | 1997-02-27 | Krenn Walter | Verfahren und Druckkühlaggregat zum Abkühlen durchlaufenden heißen Produktionsguts aus Stahl und anderem, durch Führen des Wärmeentzugs über stufenlos regelbare Druckwasser-Stauränder |
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