DE1187878B - Handsprungantrieb, insbesondere fuer elektrische Schaltgeraete - Google Patents
Handsprungantrieb, insbesondere fuer elektrische SchaltgeraeteInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H5/00—Snap-action arrangements, i.e. in which during a single opening operation or a single closing operation energy is first stored and then released to produce or assist the contact movement
- H01H5/04—Energy stored by deformation of elastic members
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H3/00—Mechanisms for operating contacts
- H01H3/22—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
- H01H3/30—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor
-
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- H01H3/00—Mechanisms for operating contacts
- H01H3/22—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
- H01H3/30—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor
- H01H3/3005—Charging means
- H01H3/3026—Charging means in which the closing spring charges the opening spring or vice versa
Landscapes
- Mechanisms For Operating Contacts (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
F06h
Deutsche Kl.: 47h-4
Nummer: 1187 878
Aktenzeichen: C 23035 XII/47 h
Anmeldetag: 24. Dezember 1960
Auslegetag: 25. Februar 1965
Die Erfindung betrifft einen Handsprungantrieb, insbesondere für elektrische Schaltgeräte, vorzugsweise
Hochspannungsschaltgeräte, bei welchem bei der Einschaltbewegung des Handantriebes zuerst die
Einschaltfeder gespannt und bei der Weiterbewegung die Freigabe der Federkraft und so die Einschaltung
erfolgt, wobei im Verlauf der Einschaltbewegung des Schalters die Ausschaltfeder durch die Einschaltfeder
gespannt wird und ein zweiarmiger Hebel, an dessen einem Ende die Ausschaltfeder angreift, eine Welle
dreht.
An mechanische Antriebe für bestimmte Geräte, insbesondere aber für elektrische Schaltgeräte, wird
die Forderung gestellt, daß bei der Handbetätigung des Antriebes erst dann eine Drehung der Antriebswelle
erfolgt, wenn die Handbetätigung fehlerfrei zu Ende geführt wurde. Ferner muß beim Drehen der Antriebswelle
im einen Drehsinn bereits ein Kraftspeicher aufgeladen werden, der bei Beendigung der Drehbewegung
sofort in der Lage ist, eine gegenläufige Drehbewegung herbeizuführen. Schließlich wird verlangt,
daß die Drehbewegungen sowohl in der einen als auch in der Gegenrichtung schlagartig erfolgen.
Es ist bereits eine Vorrichtung zum kurzzeitigen Einschalten eines elektrischen Stromkreises bekannt,
bei der die Ausschaltung durch ein mit einem Räderwerk beim Einschalten gekuppeltes Trieborgan erfolgt.
Hierbei wird durch eine Kurvenscheibe eine Einschaltfeder gespannt, die bei ihrer Freigabe bzw.
beim Einschalten eine Ausschaltfeder teilweise vorspannt. Die Ausschaltfeder greift dabei an einem
Ende eines in Form eines Zahnsegmentes gestalteten zweiarmigen Hebels an. Durch ein Ritzel wird das
Zahnsegment verschwenkt, wobei die Ausschaltfeder allmählich weiter gespannt wird, bis durch Freigabe
einer Verklinkung die Ausschaltfeder unter Mitnahme des Zahnsegment-Hebels entspannt wird. Zwischen
dem Ein- und Ausschalten verstreicht dabei eine gewisse Zeit. Diese bekannte Vorrichtung besitzt also
nicht nur den Nachteil eines komplizierten Aufbaus mit zwei dauernd durch ein Uhrwerk angetriebenen
Betätigungswellen, sondern sie ist auch nicht in der Lage, nach erfolgter Einschaltung sofort wieder auszuschalten.
Dies ist auch gar nicht die Aufgabe der bekannten Apparatur, die im Gegenteil dazu dient,
ein bestimmtes Verhältnis von Ein- zu Ausschaltzeit dauernd aufrecht zu erhalten. Die Verwendung eines
derartigen Antriebes beispielsweise bei einem elektrischen Hochspannungs-Schaltgerät wäre schlechterdings
undenkbar, zumal dann, wenn der Schalter auf einen Kurzschluß aufgeschaltet würde, der eine sofortige
Abschaltung erforderlich macht.
Handsprungantrieb, insbesondere für elektrische Schaltgeräte
Anmelder:
Continental Elektroindustrie Aktiengesellschaft
Voigt & Haeffner,
Frankfurt/M., Hanauer Landstr. 142-172
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Herbert Tolazzi, Frankfurt/M.;
Kurt Patzak, Langen (Hess.)
Die vorstehend genannten Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß auf der Antriebswelle
des Handsprungantriebes ein Mitnehmer in einem Drehsinn freibeweglich angeordnet ist, der auf
das andere freie Ende des auf der Abtriebswelle angeordneten zweiarmigen Hebels unmittelbar einwirkt.
Eine besonders vorteilhafte Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes
kann erreicht werden, indem der Mitnehmer als Kurvenscheibe ausgebildet ist. Dadurch
ist es möglich, die Winkelgeschwindigkeit der Betätigungswelle im Hinblick auf einen stetigen Beschleunigungsverlauf
zu beeinflussen. Schlagbeanspruchungen der Bauteile können auf diese Weise praktisch
ausgeschaltet werden. Ferner ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau, wenn als Antrieb des Mitnehmers
ein mit der Antriebswelle verbundener Bolzen vorgesehen ist.
Ein derartiger Antrieb hat den Vorteil, daß nur eine einzige Schloßverklinkung benötigt wird, und
zwar nur zum Halten der gespannten Ausschaltfeder, nicht aber zum Auslösen der Einschaltung. Ferner
können alle für den Antrieb notwendigen Teile auf kleinstem Raum zusammengebaut, die Zahl der Lagerstellen
verringert und innerhalb eines geschlossenen Antriebskastens untergebracht werden.
Aber auch hinsichtlich der Betriebssicherheit des angetriebenen Gerätes hat der Antrieb gemäß der Erfindung
eine gegenüber dem Bekannten vorteilhafte Wirkungsweise:
Es ist z. B. nicht möglich, die Betätigungswelle bei nur teilweise gespannter Einschaltfeder zu drehen.
Wird nämlich der Handantrieb vor Erreichen der Totpunktlage losgelassen, so läuft lediglich die Antriebskurbel
in die Ausgangsstellung zurück. Die Betätigungswelle bleibt dabei vollständig in Ruhe. Wird
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hingegen die Totpunktlage des Mitnehmers nur geringfügigüberschritten, so läuft der gesamte Einschaltvorgang einschließlich des Spannens der Ausschalt
feder unabhängig von der Betätigungsgeschwindigkeit der Antriebskurbel schlagartig ab. Im Augenblick der
Einschaltung ist der Antrieb aber auch schon wieder ausschaltbereit, ohne daß die Antriebskurbel od. dgl.
auch nur im geringsten weiterbewegt werden müßte. Wird z. B. sofort nach der vollendeten Einschaltung
die Verklinkung des zweiarmigen Hebels gelöst, so dreht sich die Betätigungswelle unter der Wirkung der
Ausschaltfeder ebenso schlagartig in die Anfangsstellung zurück.
Die Zeichnungen dienen zur Erläuterung der Erfindung und zeigen eine der möglichen Ausführungen
in der Aus-, in einer Zwischenstellung kurz vor Freigabe der Kraft der Einschaltfeder und in der Ein
schaltstellung, wobei die einzelnen Teile schematisch dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt den Handsprungantrieb in der Ausschaltstellung. 1 ist der ortsfeste Drehpunkt des Mitnehmers 2, der in dem hier ausgeführten Beispiel als
Kurvenscheibe ausgebildet ist. An dem Mitnehmer greift bei 3 das eine Ende der Einschaltfeder 4 an.
Das andere Ende dieser Feder ist bei 5 ortsfest gelagert. Der Mitnehmer 2 steuert den Winkelhebel 6, der
fest mit der Antriebs- oder Betätigungswelle 7 verbunden ist. An dem freien Ende 17 dieses Winkelhebels
befindet sich die Rolle 8, gegen die sich der Mitnehmer 2 anlegt. An diesem Ende des Hebels 6 befindet
sich auch die Klinke 9, die in der Einschaltstellung, F i g. 2 und 3, durch den Riegel 10 gehalten wird. Am
entgegengesetzten Schenkel des Winkelhebels 6 greift
die Ausschaltfeder 11 an, deren anderes Ende bei 12 angebracht ist. Der Mitnehmer 2 wird durch den
Bolzen 13 geschoben, der auf der Scheibe 16 befestigt ist, die ihrerseits von dem Antrieb 14, z.B. einer nicht
dargestellten Handkurbel, mittels Übersetzungsgetriebe 15 bewegt wird.
Der Mitnehmer 2 ist auf der Welle 1 gegenüber der Scheibe 16 im Uhrzeigersinn frei drehbeweglich, so
daß er dem Bolzen 13 vorauseilen kann.
Zunächst sind (F i g. 1) beide Federn 4 und 11 entspannt. Wird der Mitnehmer 2 durch den Bolzen 13
im Uhrzeigersinn gedreht, so wird die Einschaltfeder 4 gespannt. Der Winkelhebel 6 und damit die
Schalterwelle 7 bleiben in Ruhe. Erreicht die Kurvenscheibe eine solche Lage (Fig.2), daß sich der An
griffspunkt 3 der Einschaltfeder 4 am Mitnehmer 2, der ortsfeste Punkt 5 der Einschaltfeder und der Drehpunkt
1 der Kurvenscheibe 2 auf einer geraden Linie befinden, so wird bei geringfügiger Weiterdrehung des
Mitnehmers 2 die Kraft der Einschaltfeder 4 frei und diese zieht bei ihrem Entspannen den Mitnehmer von
dem Bolzen 13 schlagartig nach unten weg. Bei dieser Bewegung wird der Winkelhebel 6 und damit die Betätigungswelle
7 ebenso plötzlich gedreht. Gleichzeitig wird die Ausschaltfeder 11 gespannt und durch Verklinken
der Teile 9, 10 in gespannter Lage gehalten (Fig.3). Beim Ausschaltvorgang wird die Verklinkung
9, 10 gelöst und die Ausschaltfeder 11 bringt den Winkelhebel 6 in seine ursprüngliche Lage, wobei
die Betätigungswelle im Ausschaltsinn gedreht wird )
Der Mitnehmer 2 kann so ausgebildet sein, daß er kurz von Erreichen der Totpunktlage (F i g. 2), einen
Signalkontakt (nicht gezeichnet) betätigt, durch den ein optisches oder akustisches Signal ausgelöst wird.
Claims (3)
1. Handsprungantrieb, insbesondere für elektrische Schaltgeräte, vorzugsweise Hochspannungsschaltgeräte,
bei welchem bei der Einschaltbewegung des Handantriebes zuerst die Einschaltfeder
gespannt und bei der Weiterbewegung die Freigabe der Federkraft und so die Einschaltung
erfolgt, wobei im Verlauf der Einschaltbewegung des Schalters die Ausschaltfeder durch die Einschaltfeder
gespannt wird und ein zweiarmiger Hebel, an dessen einem Ende die Ausschaltfeder
angreift, eine Welle dreht, dadurchgekennzeichnet,
daß auf der Antriebswelle (1) ein Mitnehmer (2) in einem Drehsinn freibeweglich angeordnet ist, der auf das andere freie Ende (17)
des Hebels (6) unmittelbar einwirkt.
2. Handsprungantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (2) als
Kurvenscheibe ausgebildet ist, die die Winkelgeschwindigkeit der Betätigungswelle (7) bestimmt.
3. Handsprungantrieb nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb des
Mitnehmers (2) ein mit der Antriebswelle (1) verbundener Bolzen (13) vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 592 549, 605 247,
154, 1 059 080;
französische Patentschrift Nr. 1 077 390.
Deutsche Patentschriften Nr. 592 549, 605 247,
154, 1 059 080;
französische Patentschrift Nr. 1 077 390.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 510/212 2.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC23035A DE1187878B (de) | 1960-12-24 | 1960-12-24 | Handsprungantrieb, insbesondere fuer elektrische Schaltgeraete |
| BE611608A BE611608A (fr) | 1960-12-24 | 1961-12-15 | Dispositif d'enclenchement manuel, notamment pour appareils de couplage haute tension |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC23035A DE1187878B (de) | 1960-12-24 | 1960-12-24 | Handsprungantrieb, insbesondere fuer elektrische Schaltgeraete |
| FR881615A FR1307802A (fr) | 1961-12-11 | 1961-12-11 | Dispositif d'enclenchement manuel, notamment pour appareils de couplage haute tension |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1187878B true DE1187878B (de) | 1965-02-25 |
Family
ID=25969372
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC23035A Pending DE1187878B (de) | 1960-12-24 | 1960-12-24 | Handsprungantrieb, insbesondere fuer elektrische Schaltgeraete |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1187878B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2768552A1 (fr) * | 1997-09-16 | 1999-03-19 | Schneider Electric Sa | Mecanisme de commande d'un interrupteur ou disjoncteur a trois positions |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE592549C (de) * | 1934-02-08 | Voigt & Haeffner Akt Ges | Fernueberwachung elektrischer Apparate, insbesondere elektrischer Schalter, durch optische und akustische Signale | |
| DE605247C (de) * | 1928-04-29 | 1934-11-07 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Steuereinrichtung fuer Anzeigevorrichtungen zur Anzeige der End- und Zwischenstellungen eines elektromotorisch angetriebenen Schalters |
| DE630154C (de) * | 1933-09-05 | 1936-05-20 | Jean Delviniotti | Vorrichtung zum kurzzeitigen Einschalten eines elektrischen Stromkreises, bei der die Ausschaltung durch ein mit einem Raederwerk beim Einschalten gekuppeltes Trieborgan erfolgt |
| FR1077390A (fr) * | 1953-05-18 | 1954-11-08 | Charbonnages De France | Mécanisme d'asservissement |
| DE1059080B (de) | 1953-02-09 | 1959-06-11 | Iaelinia Ag Fuer Elek Sche Ind | Schaltvorrichtung |
-
1960
- 1960-12-24 DE DEC23035A patent/DE1187878B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Cited By (2)
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| FR2768552A1 (fr) * | 1997-09-16 | 1999-03-19 | Schneider Electric Sa | Mecanisme de commande d'un interrupteur ou disjoncteur a trois positions |
| EP0908908A1 (de) * | 1997-09-16 | 1999-04-14 | Schneider Electric Sa | Antrieb für einen Dreistellungsschalter oder Dreistellungslastschalter |
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