DE1185396B - Belichtungsmesser und Filterwaehler - Google Patents
Belichtungsmesser und FilterwaehlerInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
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Internat. Kl.: GOIj
Nummer:
Aktenzeichen:
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Auslegetag:
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Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche KL: 42 h-17/03
1185 396
116489IX a/42h
26. Mai 1959
14. Januar 1965
116489IX a/42h
26. Mai 1959
14. Januar 1965
Die Erfindung betrifft einen Belichtungsmesser und Filterwähler zur Bestimmung der Licht- und Farbwerte
eines zu fotografierenden, zu filmenden oder zu reproduzierenden Objektes sowie der Belichtungszeit,
der Blendenöffnung und der Farbkorrekturen, um auf einer lichtempfindlichen Schicht mit gegebener
Empfindlichkeit und Belichtungstoleranz die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, mit wenigstens
einem Objektiv zur Erzeugung wenigstens eines Bildes des Objektes, mit Einrichtungen zur Erzeugung
von Hilfslichtbildern, mit denen das Bild des Objektes verglichen werden kann und die die Sichtbarkeit des
Gesamtbildes des Objektes nicht stören, sowie mit einer Vorrichtung zur Steuerung der Lichtwerte, der
Farbwerte oder der Farblichtwerte eines der die Hilfslichtbilder und des Objektbildes erzeugenden
Elemente. Ein solches Gerät kann bei Aufnahmegeräten, Reproduktionsgeräten, Kopiergeräten, Vergrößerungsgeräten,
Druckereimaschinen, Kinematographien und Kopiergeräten für Kinofilme verwendet werden, oder es kann mit derartigen Geräten zusammengebaut
sein.
Es ist bereits ein Gerät der eingangs genannten Art bekannt, bei dem das Hilfslichtbild dem Bild des Objektes
überlagert wird. Hierdurch wird das Bild in zahlreiche kleine Felder aufgeteilt. Dadurch geht der
Gesamteindruck des Bildes verloren, und es sind die einzelnen Bildfelder nicht geeignet, beim Beobachter
das Auge an das auszumessende Bild zu adaptieren.
Es sind weiterhin die verschiedensten Verfahren zur Bestimumng der Licht- und Farbwerte eines zu
fotografierenden Objektes bekannt bzw. vorgeschlagen worden, bei denen ein zur Betrachtung des aufzunehmenden
Gegenstandes dienendes, variable Farbeindrücke hervorrufendes Lichtfilter vorgesehen ist.
Bei einem vorgeschlagenen Verfahren sind das variable Farbeindrücke hervorrufende Filter und das
für die fotografische Aufnahme zu benutzende Lichtfilter so geeicht bzw. abgestimmt, daß das farbige
Bild in der gleichen Farbwiedergabe erscheint, wie es sich dem Betrachter des Aufnahmeobjektes durch
das Betrachtungsfilter hindurch dargestellt hat. Dieses Verfahren berücksichtigen nicht die besonderen Färbungen
der Einzelheiten des Objektes, die bei der Bestimmung der Farbenkorrektur durch Filter eingreifen
und mittelbar wegen der eigenen Lichtdämpfung die anzuwendende Belichtungszeit beeinflussen,
wobei die Messung gemäß einer beliebigen Resultierenden der Farben, insbesondere durch die
Spektralempfindlichkeit der benutzten lichtelektrischen Zellen oder durch beliebig gewährte und ein-Belichtungsmesser
und Filterwähler
Anmelder:
Oscar Henri Ingber,
Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Maier, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 4
Als Erfinder benannt:
Oscar Henri Ingber, Neuilly-sur-Seine
(Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 27. Mai 1958 (766430)
gesetzte Einfarbenfilter erfolgt, die durch Beobachtung einen Vergleich der Helligkeit zweier Stellen abweichender
Färbung gestatten sollen.
Infolge der Unzulänglichkeit dieser Mittel entstehen bei der Fotografie, insbesondere bei der
Farbenfotografie durch das Umkehrverfahren, zahlreiche Mißerfolge und schlechte Aufnahmen, selbst
bei allgemein als gut beurteilten Bildern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät der eingangs genannten Art zu schaffen, mit
dem die Nachteile der bekannten Geräte vermieden und die besonderen Färbungen der Einzelheiten des
Objektes berücksichtigt werden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfslichtbilder einen
wesentlichen Teil des Blickfeldes einnehmen und dazu dienen, beim Beobachter das Auge an die Licht-
und Farbwerte des auszumessenden Bildes zu adaptieren.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei der Messung der Belichtungszeit auch die ästhetische
Wirkung des Bildes nicht vernachlässigt werden darf, da diese für die Beurteilung des Endergebnisses
von Bedeutung ist, Der Fotograf muß die Möglichkeit haben, die ästhetische Wirkung bei der Aufnahme
unter den Verhältnissen zu bewerten, die bei der Beobachtung einer Fotografie oder eines Projektbildes
auftreten.
Während der Belichtungsmessung muß also das ganze Bild beobachtet werden, weil so allein die Auswahl
der hellsten und dunkelsten Stellen möglich ist, worauf bei einer ungenügenden Belichtungstoleranz
verzichtet werden kann. Dabei muß die Auswahl
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rasch erfolgen können, ohne daß der Fotograf in die Bildeinzelheiten eingehen muß.
Bei der Farbfotografie ist es ebenfalls erforderlich, die Bestimmungen unter vorbestimmten Farbanpassungsverhältnissen
vorzunehmen, und zwar unter denjenigen, die bei der Betrachtung einer Fotografie
oder einer Projektion auftreten. Alle diese Bedingungen werden bei dem erfindungsgemäßen Gerät
erfüllt.
Das erfindungsgemäße Gerät kann als getrenntes, abnehmbares Gerät ausgebildet sein, das sich mit
Aufnahmegeräten, Filmkameras, Reproduktionsgeräten, Kopiergeräten, Vergrößerungsgeräten u. dgl.
mechanisch kuppeln läßt. Es ist in diesem Fall das Objektiv beiden Geräten gemeinsam, auch bei Ablenkung
des Strahlenbündels durch Reflexspiegel, oder es ist ein getrenntes Objektiv vorgesehen, dessen
Einstellvorrichtungen aber mit denjenigen des Objektivs der vorgenannten Geräte gekuppelt ist.
Des besseren Verständnisses halber werden nachfolgend
zwei Ausführungsarten des erfindungsgemäßen Gerätes an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 ist ein lotrechter Schnitt durch die erste Ausführungsart;
Fig. 2 ist ein waagerechter Schnitt gemäß der LinieII-II der Fig. 1;
Fig. 3 ist ein waagerechter Schnitt gemäß der
Linie III-III der Fig. 1;
F i g. 4 ist ein lotrechter Schnitt durch die zweite Ausführungsart;
Fig. 5 ist ein waagerechter Schnitt gemäß der Linie V-V der F i g. 4.
F i g. 6 zeigt die Stirnseite, von der linken Seite der F i g. 4 aus gesehen.
Bei der Ausführungsart gemäß der F i g. 1 bis 3 trägt das Gehäuse 1 auf der Frontseite ein Objektiv 2
mit einer Blende und Blendenskala. Hinter dem Objektiv 2 befindet sich ein Schieber 3 mit Lichtdämpfer
3 α zum Erweitern der durch das Einstellen der Blende möglichen Messungen sowie ein pyramidenförmiger
Filterhalter 4 mit achteckiger Basis und einem Betätigungsknopf 5.
Dieser Halter zum Wechseln von Farbenfiltern gestattet eine Farbenkorrektur. Die Filter könnten
ebenfalls in einfache oder hintereinanderliegende Scheiben, Trommeln, Kegel od. dgl. eingefaßt sein.
Sie können auch auf den Aufnahmegeräten für Fotografie und Filmkameras vorgesehen sein. Sie können
mit denjenigen des Belichtungsmessers gekuppelt oder gemeinsam für beide Geräte vorgesehen sein.
Die Filterwechsler können durch Farbengitter mit übereinanderliegenden geriffelten Scheiben ersetzt
werden. Sie können vor dem Objektiv 2 stehen oder vor der oder den Lampen zur Hilfsbelichtung des
Belichtungsmessers und dem Rahmen zur Farbenstabilisierung angeordnet sein, um dadurch eine Veränderung
der sichtbaren Farben in Abhängigkeit von einer Veränderung der Farbenanpassungsverhältnisse
zu bewirken.
Das Gerät enthält ferner eine Diffusionsscheibe 6, auf deren unterem Teil 6 a das beobachtete Objekt
abgebildet wird, während auf dem oberen Teil 6b das Vergleichsbild in der weiter unten beschriebenen
Weise erzeugt wird.
Das Gehäuse enthält ferner zwei Kammern 8 und 9, in denen zwei Lampen 10 und 11 um lotrechte
Achsen drehbar gelagert sind. Letztere befinden sich in rohrförmigen, gleichachsigen Büchsen 22, 23, in
deren Umfangswände jeweils vier verschieden durchlässige Lichtdämpfer eingefaßt sind. Die Lampen 10
und 11 besorgen die Belichtung des Gitters 12, das hinter der Mattscheibe angeordnet ist.
Die Lampen 10 und 11 beleuchten Fenster 13 und 14 der Kammern, in denen Lichtmesserkeile und
Farbenskalen eingefaßt sind und die bei dieser Ausführungsart zugleich eine Leuchtfläche bilden, deren
Aufgabe weiter unten näher beschrieben wird, ίο Die Auswahl der Farbenmerkmale der lichtempfindlichen
Materialien, der Beleuchtungsquellen oder der Korrektionsfilter vor dem Objektiv der Aufnahmegeräte
kann unter Verhältnissen erfolgen, die eine unveränderliche und wiederholungsfähige Anpassung
des Auges bei unmittelbarer Beobachtung oder bei Projektionsabbildung stehender oder kinematografischer
Bilder gestatten. Zu diesem Zweck werden in das Gesichtsfeld des Beobachtungsgerätes
und in das Beobachtungsfeld des Gerätes zur Wiedergäbe
(Projektionsgerät für Diapositive oder Kinobilder) Mittel eingeschaltet, die das beobachtete Bild
durch die wechselnde oder gleichzeitige Erscheinung einer Leuchtfläche von geeigneter Gestalt begleiten,
die eine bestimmte Gesamtfärbung hat (vorzugsweise eine solche, die ohne Farbenveränderung wiedergegeben
wird, wenn das aufgenommene Bild auf einem Schirm von einem bestimmten Gerät abgebildet
wird). Diese Besonderheit gestattet es, die Leuchtfläche unter den vorgenannten Verhältnissen als
»weiß« anzusehen, und man kann danach trachten, deren Aussehen mit demjenigen der als »weiß«
geltenden Flächen des aufzunehmenden oder abzubildenden Objektes vergleichbar zu machen, das insbesondere
auf dem Rand des Bildes mit einer weißen, absichtlich vorgesehenen Vergleichsfarbe versehen
sein kann. Dadurch wird wieder eine gleiche Anpassung des Auges an die Farben beim Beobachten
des Objektes und dessen Bildes erzielt. Unter solchen Verhältnissen kann das in das Aufnahmegerät einzusetzende
Farbenfilter derart gewählt werden, daß die gewünschte Wirkung erzielt wird und auch bei der
Beobachtung des wiedergegebenen Bildes wegen der Konstanz der Beobachtungsverhältnisse aufrechterhalten
wird.
Im oberen Teil enthält das Gehäuse 1 eine zylindrische Lampe 15, die wie die Lampen 10 und 11
von vier Lichtdämpfern 16 verschiedener Durchlässigkeit umgeben ist, welche in die Umfangswand
einer rohrförmigen Büchse 21 eingefaßt sind. Diese wird mittels eines äußeren Handknopfes 17 um ihre
Längsachse in Drehung versetzt. Die Einstellung entspricht hier der auf einer Scheibe 18 vermerkten Belichtungszeit,
die sich um die gleiche Achse verdrehen läßt und eine Empfindlichkeitsskala trägt, die sich an
einem feststehenden Kennstrich vorbeibewegt.
Die Drehbewegung der die Lampe 15 enthaltenden Büchse 21 bewirkt durch die Zugmittel 19, 20 eine
gleichzeitige Drehbewegung der Büchsen 22, 23, welche die Lampen 10, 11 enthalten, wodurch die
gleichzeitige Einstellung der Belichtung des Gitters 12, der Leuchtfläche durch die Fenster 13, 14 und
des Vergleichsbildes im oberen Teil 6 b der Diffusionsscheibe 6 erfolgt.
Im oberen Teil des Gehäuses 1 sind ebenfalls die beiden Spulen 24, 25 gelagert, die mit Bedienungsknöpfen versehen sind und zwischen denen der Film 26 abgewickelt werden kann, der die Vergleichsbilder trägt. Dieser Film wandert zwischen dem Gitter 12
Im oberen Teil des Gehäuses 1 sind ebenfalls die beiden Spulen 24, 25 gelagert, die mit Bedienungsknöpfen versehen sind und zwischen denen der Film 26 abgewickelt werden kann, der die Vergleichsbilder trägt. Dieser Film wandert zwischen dem Gitter 12
und einer durchsichtigen Scheibe 27 mit Parallelflächen durch.
Beim dargestellten Beispiel wird das Vergleichsbild des Filmes 26 gleichzeitig mit dem beobachteten
Bild erzeugt und erscheint neben diesem letzteren in benachbarten Abschnitten des Gesichtsfeldes. Bei
einer anderen Ausführungsart könnte das Vergleichsbild auch nach dem Bild des beobachteten Objektes
erzeugt werden.
Das Vergleichsbild kann eine gleichförmige Fläche sein, die von einer unveränderlichen oder einstellbaren
Lichtquelle beleuchtet wird. Es kann zu diesem Zweck auch ein Lichtmesserkeil, eine Farbenskala
oder ein beliebiges Bild vorgesehen werden, das auswechselbar ist und derart gewählt wird, daß es mit
dem beobachteten Bild gleichartig sei. Das Beleuchten des Vergleichsbildes kann wechselweise mittels
Lichtquellen oder Verschlüssen erfolgen, die von Hand oder in selbsttätiger Weise in unveränderlichen
Zeitabständen betätigt werden. Wird das Vergleichsbild gleichzeitig mit dem Bild des Objektes beobachtet,
so können die beiden Bilder mittels eines Doppelobjektivs oder beispielsweise mittels eines teildurchlässigen
Spiegels vorgeführt werden. Das Gerät ist ebenfalls mit Vorrichtungen zum Einstellen des
Glanzes des beobachteten Bildes oder des Vergleichsbildes (Lichtdämpfer 16) versehen, die mit entsprechenden
Skalen zusammenarbeiten.
Mit einer solchen Einstellvorrichtung kann bei unveränderlicher Anpassungsfähigkeit des Auges dem
beobachteten Bild ein Glanz gegeben werden, der demjenigen des Vergleichsbildes ähnlich ist, oder
auch ein absichtlich abweichender Glanz. Die unter diesen Verhältnissen vorgenommenen Einstellungen
entsprechen bei gegebenem Empfindlichkeitswert der Belichtungszeit und der Öffnung der Blende, die dem
fotografischen Bild das Aussehen verleihen, wie es durch die vorhergehende Beobachtung im Belichtungsmesser
bestimmt wird.
Die Vergleichsbilder, die klein sein können, können auch auswechselbar und verschiedenartig sein, damit
sie sich den verschiedenen Teilen des beobachteten Bildes anpassen lassen (Himmel, See, Bäume, Schnee,
Häuser, Leute, od. dgl.). Bei einer Ausführungsart können sie in drehbar gelagerte Scheiben, Trommeln
oder Kegel eingefaßt sein.
Die Büchsen 22, 23 mit den Lichtdämpfern 22 α, 23 α, durch welche hindurch das Gitter 12 beleuchtet
wird, können durch eine einstellbare und nicht dargestellte Vorrichtung in der Umfangsrichtung gegeneinander
verstellt werden, wodurch infolge eines Teilverschlusses eine Verminderung der Beleuchtung
dieses Gitters erzielt werden kann zum Zweck des Überganges aus der Messung der hellen Stellen zur
Messung der dunklen Stellen des Bildes.
Auf dem hinteren Teil des Gehäuses 1 ist ein Ergänzungsgehäuse 28 verschiebbar gelagert. Die Verschiebung
erfolgt mittels eines Handknopfes 29 und eines drehfest mit diesem verbundenen Ritzels 30,
das mit einer Zahnstange 31 im Eingriff steht. Der Zweck ist die Einstellung der Beobachtungslupe 32.
Hinter dieser sind zwei Scheiben 33, 34 drehbar gelagert, von denen die eine Einfarbenfilter 33 α, die
andere auswechselbare Lichtdämpfer 34 a trägt, welche eine Messung gemäß dem Verfahren der verschwindenden
Schattenstellen gestatten sollen.
Für die Ausübung dieses Verfahrens enthält das Gerät neben dem Gesichtsfeld zur Erzeugung des
Objektbildes ein weiteres Feld mit unveränderlicher oder einstellbarer Belichtung, das in mehrere Teile
mit abgestuftem Glanz geteilt ist und beispielsweise zu einem gestuften oder gestrichelten Lichtmesserkeil
gehört. Ferner sind Mittel, etwa einerseits die Lichtdämpfer 34 a, die eine allmähliche Verdunklung
des Okulars gestatten, andererseits eine Blende oder ein Lichtmesserkeil vorgesehen zur allmählichen
Verminderung des Glanzes des Bildes.
ίο Mittels der Scheibe 33 od. dgl. hinter dem Okular
32 bewirkt man das Verschwinden des dunkelsten Teiles in diesem Hilfsfeld. Mittels der Einstellvorrichtung
des Objektivs 2 wird dann der Glanz des Bildes vermindert, wodurch die Einzelheiten in den
dunkelsten Teilen unsichtbar gemacht werden. Unter diesen Verhältnissen kann die Sichtbarkeitsgrenze
mit der unteren Grenze der Empfindlichkeitsgrenze des Filmes in Übereinstimmung gebracht werden.
Das beobachtete Bild hat dann in den dunklen Stellen das gleiche Aussehen wie das fotografische
Bild. Die vorbeschriebene Einstellung gestattet unter solchen Verhältnissen die Bestimmung der entsprechenden
Belichtungszeit und der zugehörigen Öffnung der Blende.
as Die vorbeschriebenen Vorrichtungen haben den
Zweck, die Eigenarten der Sicht in solche Verhältnisse zu bringen, daß der Beobachter das aufzunehmende
Objekt im Belichtungsmesser im wesentlichen so sieht, wie es später bei der Projektion oder
bei der Beobachtung eines fotografischen Bildes erscheint.
Bei dem vorbeschriebenen Gerät können die Lichtquellen mit Einstellvorrichtungen versehen sein, die
eine unveränderliche Beleuchtung für den Glanz und die Farbentemperatur durch Filter, Blenden, gestufte
Lichtdämpfer oder drehbare Polarisationsscheiben gestatten. Die Einstellung erfolgt dabei entsprechend
der Anzeige eines Lichtflußmessers oder eines Farbentemperaturmessers.
Die Beleuchtung kann auch durch das Tageslicht mittels einer Diffusionsscheibe oder eines Spiegels erfolgen.
Die Beleuchtung kann ferner durch einen Lichtschwächer und einen Farbenwechsler mit Filtern
erfolgen, die gemäß den Angaben eines Meß-Instrumentes zum Einstellen des Lampenstromes oder
gemäß der Lichtstärke der Farbentemperatur eingestellt werden, wobei die Angaben durch Lichtflußmesser
oder Farbentemperaturmesser geprüft werden. Die Vorrichtungen zum Schwächen des Lichtflusses
oder zum Verändern der Färbung können aus Blenden, Lichtdämpfern, gekreuzten Polarisationsscheiben oder aus Farbengittern bestehen. Letztere
bestehen dabei selbst aus zwei oder drei überlagerten Lampen mit gleichen Linearzonen, die abwechselnd
durchlässig oder undurchlässig, durchsichtig oder gefärbt, gerade oder gekrümmt, radial, kreisförmig
oder spiralig sein können und gegenseitig in ihrer Ebene rechtwinklig oder schräg in bezug auf die
Richtung der Linearzonen oder auch kreisförmig verstellt werden können, wenn die Zonen eine spiralige
Gestalt aufweisen. Diese von Hand bewirkte Verstellung gestattet es, die mittlere Durchsichtigkeit der
Gitter und die Färbung zu verändern, wenn es sich um gefärbte Zonen handelt. Wenn die Beleuchtung
6s durch eine Lampe oder eine Diffusionsscheibe erfolgt,
kann die Steuerung selbsttätig mit Hilfe eines Lichtflußmessers oder zweier Lichtflußmesser erfolgen,
die mit verschiedenartigen Filtern ausgestattet
sind und einen Farbentemperaturmesser bilden. Die Betätigung kann dabei unmittelbar durch die Meßinstrumente
solcher Vorrichtungen oder durch Zwangssteuerung erfolgen, wodurch die Beleuchtung
selbsttätig auf einen unveränderlichen Wert und eine unveränderliche Farbentemperatur zurückgebracht
wird.
Die Lichtstärke des beobachteten Bildes und des Vergleichsbildes kann durch vorgesetzte Feldlinsen
vergrößert werden, die im Okular das Objektiv und die das Bild beleuchtende Lampe abbilden. Diese
Mittel können bei Nichtanwendung einer Mattscheibe oder einer schwach diffundierenden Mattscheibe in
der Bildebene dienen.
Die Vorrichtungen zum Schwächen des Lichtflusses und Farbenwechsler mit geriffelten, übereinandergelagerten
Scheiben können vor den Objektiven oder vor einer die Lampe verdeckenden Mattscheibe
angeordnet sein. Zu diesem Zweck können sie unter einer besonderen Gestalt hergestellt werden. Sie
können etwa aus Scheiben bestehen, deren dunkle oder gefärbte Abschnitte die Gestalt von Kreissektoren
haben. Die verschiedenen Teile dieser Sektoren, die sich in den konzentrischen Ringzonen befinden,
können gegeneinander um einen gleichen Winkel versetzt sein, damit auf diese Weise eine
gleichförmigere Beleuchtung des Objektivs erzielt wird.
Das Gerät kann zusätzlich zum Messen der Farbentemperatur einer Lichtquelle dienen. Zu diesem
Zweck richtet man das Gerät auf eine weiße Hache und sucht dabei die Gleichheit des Glanzes und der
Färbung zwischen dem Bild dieser Fläche und dem Gitter 12 oder dem Farbenstabilisierungsrahmen herzustellen.
Unter solchen Verhältnissen gestattet das benutzte Farbenfilter die Farbentemperatur zu messen.
Man kann dies getrennt für zwei oder drei Farben mittels dreier Filter hinter dem Okular wiederholen.
In diesem Fall gestattet nur die Gleichheit des Glanzes zwischen dem Bild und dem Gitter oder dem Rahmen
die Bestimmung der Farbentemperatur.
Zur Erzielung der Gleichartigkeit der Ersatzlampen, betreffend die Farbentemperatur und die
Lichtstärke, sind diese Lampen in abnehmbaren rohrförmigen Kapseln angeordnet und werden während
der Herstellung mit der Spannung geprüft, die im Gerät zur Speisung dieser Lampen dient. Die Farbtemperatur
wird durch einen in Reihe geschalteten Widerstand von geeignetem Wert innerhalb der
Kapsel eingestellt, und die Lichtstärke wird durch einen vor der Lampe angeordneten Lichtdämpfer
oder durch Verdrehung eines solchen Lichtdämpfers innerhalb der Kapsel bestimmt, wodurch auch die
Schräglage und die sichtbare Fläche des Glühfadens geändert werden.
Bei der zweiten Ausführungsart des Gerätes gemäß den F i g. 4 bis 6 besteht das Gehäuse 41 aus zwei
Teilen, von denen der eine das eigentliche Gerät, der andere Batterien 42 mit einem (schematisch in Fi g. 5
angedeuteten) Stromsteller 43, einem Schalterknopf 44 für die Lampen und ein Meßinstrument 45 zum
Prüfen der Betriebsspannung dieser Lampen enthält. Ein ebenfalls in diesem letzteren Teil angebrachter
(nicht dargestellter) Umschalter gestattet es, die Lampe 46 zum Beleuchten des Gitters 47 und des
Farbenstabilisierungsrahmens 48 durch einen gleichwertigen Widerstand zu ersetzen, der bei gegebener
Einstellung des Stromstellers keine Veränderung der Betriebsspannung der anderen Lampe 49 bewirkt,
welche das Hilfsvergleichsbild 50 beleuchtet.
Im ersten Teil des Gehäuses 41 sind hinter einem Fenster 51 der Frontseite, also vor dem Objektiv 55,
zwei nicht gleichachsige drehbare Scheiben 52 und 53 angeordnet. Diese Scheiben sind jeweils mit
mehreren Öffnungen versehen, und ihre gerändelte Umfangskante steht auf der Außenseite des Gehäuses
für die Handbetätigung etwas vor, so daß durch Verdrehen der Scheiben jede Öffnung genau vor dem
Fenster 51 eingestellt werden kann. In die öffnungen der Scheibe 52 sind Farbenfflter 53 α eingefaßt, und
die Umfangskante trägt Angaben betreffend das jeweils hinter dem Fenster, also vor dem Objektiv, eingestellte
Filter. In die Öffnungen der Scheibe 53 sind Lichtdämpfer 53a von zunehmender Stärke eingefaßt,
und die durch mehrere Löcher 41a in der Frontseite des Gehäuses sichtbare Seite der Scheibe
trägt die in Fig. 6 angedeuteten Angaben, die den verschiedenen Öffnungen der Blende des Aufnahmegerätes
entsprechen. Diese Angaben drehen sich mit der Scheibe 53 um eine zentrische Scheibe 54 herum,
welche die Angaben der Belichtungszeiten trägt und von Hand derart verdreht werden kann, daß eine
drehfest mit ihr verbundene Marke längs einer Empfindlichkeitsskala auf der Frontseite des Gehäuses
verschoben werden kann.
Hinter den Öffnungen der Scheiben 52, 53 ist das Objektiv 55 angebracht, das zum Abbilden des
beobachteten Objektes in der Ebene des Gitters 47 dient. Dieses kann nur einige kurze und parallele
Linien aufweisen, die den unteren Teil des Gesichtsfeldes verdecken, um die Sicht des ganzen Bildes
nicht zu stören. Die Lampe 46 beleuchtet ebenfalls den Farbenstabilisierungsrahmen 48, der sich auf der
dem Okular 56 zugekehrten Seite der Kapsel 80 befindet. Hinter dem Gitter sind die Feldlinsen 69, 70
angeordnet, und das Okular 56 ist in eine eingeschraubte Fassung 76 eingefaßt. Vor diesem Okular
befindet sich ein Hebel 57 mit mehreren Dreifarbenfiltern. Der Hebel wird durch einen gerändelten
Ring 58 betätigt, der auf dem inneren Umfang durch eine Kerbe 58 α mit dem äußeren Ende des Hebels
im Eingriff steht.
Der obere Teil des Gehäuses, der durch einen Schirm 59 vom unteren Teil getrennt ist, enthält die
Lampe 49 zum Beleuchten der Hilfsvergleichsbilder 50 des auf die Spulen 60 und 61 gewickelten Filmes
81. Der Filmtransport erfolgt mittels eines einzigen Handknopfes 62, der auf der Oberseite des Gerätes
nach außen vorsteht. Die Spindel des Knopfes ist drehfest durch Reibung mit einem Hebel 82 verbunden,
der zwei miteinander im Eingriff stehende Zahnräder trägt, die mittels des Knopfes in der einen
oder anderen Richtung verschwenkt werden können. Das Zahnritzel 64 kann mit dem einen oder dem
anderen der Zahnräder 65, 66 der Filmspulen 60, 61 in Eingriff gebracht werden, die ihrerseits mit mechanischen
Bremsvorrichtungen versehen sind. Entsprechend dem Drehsinn des Handknopfes 62 wird
die eine oder die andere Spule in Drehung versetzt und bewirkt dadurch den Filmtransport in der einen
oder anderen Richtung vor der Linse 67 und hinter der Linse 68. Diese Linsen bestehen nur aus einem
Segment und erfüllen deshalb die Aufgabe eines Prismas, durch welches das von der Lampe 49 ausgehende
Strahlenbündel in Richtung des Okulars 56 abgelenkt wird. Der Lichtfluß dieser Lampe wird auf
diese Weise im Okular 56 gesammelt, während die Feldlinsen 69, 70 den vom Objektiv 55 herkommenden
Lichtfluß in diesem Okular sammeln. Die beiden Lampen 46 und 49 befinden sich in rohrförmigen
Kapseln 71, 72, die in einer bestimmten Lage durch nicht dargestellte Klammern gehalten werden und
die nach der Abnutzung durch andere Kapseln mit kalibrierten Lampen ersetzt werden können. Ein von
außen betätigter Hebel 73 gestattet es, hinter dem Objektiv 55 einen zusätzlichen Lichtdämpfer 74 einzuschwenken,
der die Anwendung des Gerätes auch bei sehr starker Beleuchtung gestattet. Ein ähnlicher
Hebel 75 gestattet es ferner, einen Lichtdämpfer vor die Lampe 49 einzuschwenken, die zur Beleuchtung
des Vergleichsbildes 50 dient. Auf diese Weise kann das Gerät auch bei geringer Beleuchtung Anwendung
finden.
Claims (9)
1. Belichtungsmesser und Filterwähler zur Bestimmung der Licht- und Farbwerte eines zu fotografierenden,
zu filmenden oder zu reproduzierenden Objektes sowie der Belichtungszeit, der Blendenöffnung und der Farbkorrektur, um auf
einer lichtempfindlichen Schicht mit gegebener Empfindlichkeit und Belichtungstoleranz die gewünschten
Ergebnisse zu erzielen, mit wenigstens einem Objektiv zur Erzeugung wenigstens eines
Bildes des Objektes, mit Einrichtungen zur Erzeugung von Hilfslichtbildern, mit denen das
Bild des Objektes verglichen werden kann und die die Sichtbarkeit des Gesamtbildes des Objektes
nicht stören, sowie mit einer Vorrichtung zur Steuerung der Lichtwerte, der Farbwerte
oder der Farblichtwerte eines der die Hilfslichtbilder und des Objektbildes erzeugenden Elemente,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfslichtbilder einen wesentlichen Teil des Blickfeldes einnehmen und dazu dienen, beim
Beobachter das Auge an die Licht- und Farbwerte des auszumessenden Bildes zu adaptieren.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfslichtbilder auswechselbar
sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen beweglichen Träger
enthält, auf welchem nebeneinander die Vergleichsbilder angeordnet sind, und daß eine Antriebsvorrichtung
vorgesehen ist, welche eines der auszuzählenden Bilder in das Blickfeld des Betrachters
bringt.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsbilder sich auf einem
Filmstreifen (26) befinden und daß eine Vorrichtung (24, 25) zum Abwickeln des Filmes und zum
Wechseln der Vergleichsbilder vorgesehen ist.
5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Leuchtfläche (Mattscheibe)
mit bestimmter Färbung vorgesehen ist.
6. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Lampen (15, 10, 11; 46, 49) zur
Beleuchtung der Hilfslichtbilder sowie eine Vorrichtung zur getrennten Steuerung der Helligkeit
der Lampen enthält.
7. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfslichtbilder wenigstens zum
Teil aus einer Farbskala bestehen, welche einen Vergleich mit einer entsprechenden Skala im
Objektfeld ermöglicht.
8. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung vorgesehen ist,
welche abwechselnd die Hilfslichtbilder oder das Objektbild sichtbar macht.
9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zwei optische Systeme zur
gleichzeitigen Beobachtung der Hilfslichtbilder einerseits und des Objektbildes andererseits enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 693 666, 925 914;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 721 913,
743 787;
743 787;
französische Patentschrift Nr. 1 037 612;
Photo-Technik und -Wirtschaft, Nr. 4, 1957,
S. 168 bis 172.
S. 168 bis 172.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 134 842.
Deutsches Patent Nr. 1 134 842.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 768/175 1.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1185396X | 1958-05-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1185396B true DE1185396B (de) | 1965-01-14 |
Family
ID=9663877
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI16489A Pending DE1185396B (de) | 1958-05-27 | 1959-05-26 | Belichtungsmesser und Filterwaehler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1185396B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3545868A (en) * | 1967-04-10 | 1970-12-08 | William Lutton Duncan | Optical colour filter selecting device |
| US3572943A (en) * | 1968-04-22 | 1971-03-30 | Ferrand D E Corley | Color film evaluation system |
Citations (6)
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| FR1037612A (fr) * | 1951-03-03 | 1953-09-22 | Posemètre pour appareils de photographie, de cinématographie et de reproduction photographique | |
| DE925914C (de) * | 1944-04-04 | 1955-03-31 | Zeiss Ikon Ag | Verfahren zur Belichtungsmessung und Geraet zu seiner Durchfuehrung |
| DE1721913U (de) * | 1955-02-19 | 1956-05-09 | Metrawatt Ag | Farbtemperaturmesser und optischer belichtungsmesser. |
| DE1743787U (de) * | 1957-03-06 | 1957-04-25 | Anton Konieczny | Beleuchtungsfarben-pruefgeraet und filterwaehler. |
| DE1134842B (de) | 1956-09-21 | 1962-08-16 | Goettinger Farbfilter Vorm Abt | Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung fuer die Durchfuehrung farbenfotografischer Aufnahmen |
-
1959
- 1959-05-26 DE DEI16489A patent/DE1185396B/de active Pending
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