DE1185001B - Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide und Vorrichtung zur Ausuebung des VerfahrensInfo
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- DE1185001B DE1185001B DEC25737A DEC0025737A DE1185001B DE 1185001 B DE1185001 B DE 1185001B DE C25737 A DEC25737 A DE C25737A DE C0025737 A DEC0025737 A DE C0025737A DE 1185001 B DE1185001 B DE 1185001B
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C11/00—Transplanting machines
- A01C11/006—Other parts or details or planting machines
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C11/00—Transplanting machines
- A01C11/04—Transplanting machines for deeper setting or shifting of plants
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Sowing (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
DES
Internat. KL: A Ol c
Deutsche Kl.: 45 b -11/04
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1185 001
C25737III/45b
14. Dezember 1961
7. Januar 1965
C25737III/45b
14. Dezember 1961
7. Januar 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide und eine Vorrichtung zur
Ausübung des Verfahrens. Es ist zu diesem Zweck bekannt, die Wurzeln des Getreides in einem bestimmten
Stadium des Wachstums zu entspitzen und die relative Standhöhe der Pflanzen durch sogenanntes
Tiefersetzen zu ändern. Mit dem Tiefersetzen der gerade entspitzten Pflänzchen verlieren diese die ursprünglich
enge Wurzelverbindung mit dem Erdreich, das Wachstum wird gehemmt und die anschließend
an das Tiefumpflanzen durchgeführte unkontrollierte Bedeckung mit Erde bringt die Gefahr
des Luftabschlusses für die geschwächte Pflanze mit sich. Dieser Nachteil tritt auch dann ein, wenn nach
einem weiteren bekannten Vorschlag im Anschluß an das Entspitzen der Pflanzen das Wurzelbüschel
mit dem abgeschnittenen Erddamm in eine gleichzeitig gezogene Furche seitlich versetzt tiefer gedrückt
wird. Andere Verfahren verzichten auf das Entspitzen, setzen das Saatgut von vornherein in mit fester 2o<
Böschung versehene Vertiefungen und ebnen diese Vertiefungen durch Hacken oder Eggen nach erfolgtem
Auflaufen des Getreides ein. Durch dieses Hakken oder Eggen können die jungen Pflänzchen herausgerissen
oder beschädigt werden, während bei einem Verzicht auf diesen Arbeitsgang insbesondere
bei harter Ackerkrume kaum mit einer zusätzlichen Bedeckung mit Erde gerechnet werden kann. Insbesondere
hat die Vielzahl der Vorschläge dem Landwirt keine eindeutige Lehre zum technischen Handeln
gegeben, so daß eine Einführung in die Praxis nicht erfolgt ist. — Bekannt sind ferner Einzelkornsämaschinen
mit Furchenschar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide
zu verbessern und ihre Durchführung mit den dazu notwendigen Vorrichtungen zu vereinfachen
und zu verbilligen. Erfindungsgemäß wird das Saatgut in an sich bekannter Weise in einem Abstand von
10 bis 15 cm in fortlaufende Bodenmulden gelegt und mit Erde bedeckt sowie in einem zweiten Arbeitsgang
ohne Standortveränderung der Pflanzen nach Bildung der Halmknoten die Pflanzenwurzeln entspitzt,
die Halmknoten mit Erde bedeckt und durch Andrücken der Bodenschluß herbeigeführt, wobei,
wie bereits erläutert, sowohl das Entspitzen der Wurzeln ohne Standortveränderung als auch das Auffüllen
der Bodenmulden tiefgesäter Pflanzen an sich bekannt ist. Auf diese Weise erhalten die Pflanzen von
vornherein einen vertieften Standort, der während der ganzen Wachstumsperiode und auch durch die
zusätzlichen Eingriffe, wie Entspitzen und Bedecken Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide
und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens
und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens
Anmelder:
Johann Coenders,
Krefeld-Traar, Haus Waldesheim
Johann Coenders,
Krefeld-Traar, Haus Waldesheim
Als Erfinder benannt:
Johann Coenders, Krefeld-Traar
mit Erde, nicht beeinträchtigt wird, so daß eine ungestörte
Entwicklung der Pflanzen gewährleistet ist.
Die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens besteht aus einer Einzelkornsämaschine mit Furchenschar,
bei der das Furchenschar abnehmbar ist und an die zwei seitliche Zudeckschare, eine Andrückrolle
und Entspitzmesser mit Halte- und Zentriervorrichtung lösbar anbringbar sind. Da Einzelkornsämaschinen
sowieso notwendig und die zusätzlichen Einrichtungen mit geringen Kosten herzustellende Preß- und
Stanzteile sind, ist der Aufwand für die erfindungsgemäße Vorrichtung geringfügig.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung dargestellt.
A b b. I zeigt die Einzelkornsämaschine in Seitenansicht,
A b b. II ist die Draufsicht auf die Maschine nach
Abb. I.
Die mittels der Halterung 1 beispielsweise an einer Hackmaschine zu befestigende Einzelkornsämaschine
besitzt stirnseitig in der Mitte das tiefenednstellbare
und abnehmbare Furchenschar 2, an jeder Seite ein Zudeckschar 9 mit Scharhalter 11 und Abstreifer 14,
rückwärtig in der Mitte eine Andrückrolle 15 und an jeder Seite abnehmbare Entspitzmesser 10. Die weiter
des Verständnisses halber dargestellten Teile, nämlich der untere Teil des Samenbehälters 3 und die
Sperre 5 für den einen der auf den Durchlaß einer bestimmten Samenart einstellbaren Regulierringe 6
der Einzelkornsämaschine, sind nicht Gegenstand der Erfindung.
409 767/40
Wirkungsweise der Vorrichtung
Bei Bestellung des Ackers zieht das Schar 2 eine Furche, deren Tiefe einstellbar ist und in die die
Samenkörner aus dem Samenbehälter 3 über die bekannten Sätrommeln und Einstellvorrichtungen einfallen.
Sie werden anschließend von den Furchenscharen 9 mit Erde bedeckt und von der Andrückrolle
15 bodenschlußgerecht angedrückt.
Nach Abnahme des Furchenschars 2 und Anbau der Entspitzmesser 10 werden in einem zweiten
Arbeitsgang, und zwar zeitlich nach Bildung der Halmknoten, die Wurzeln der Halmknoten mittels
der Entspitzmesser 10 entspitzt und die Pfiänzchen gleichzeitig mit Hilfe der Zudeckschare 9 mit Erde
bedeckt. Die Zudeckschare 9, die an beiden Seiten der Pflanzenreihe in einer bestimmten Tiefe durch
die Erde geführt werden, sind in der Länge und Breite so gehalten, daß sie in Verbindung mit den
Scharhaltern 11 und den Abstreifern 14 nur eine angemessene Menge Erde auf die Halmknoten der
Pflanzen schieben. Dabei muß die Erde die Öffnungen 12 passieren, die in ihrer Größe auf die jeweils
gewünschte Menge Erde für die Bedeckung der Samenkörner bzw. Halmknoten abgestellt sind, während
von den Abstreifem zusätzlich größere Erdklumpen nach außen abgeleitet werden. Dadurch wird verhindert,
daß die Hahnknoten mit einer zu dicken Schicht Erde abgedeckt werden und unter Luftabschluß leiden. Die Andrückrolle 15 drückt die auf
die Pflanzenreihe gebrachte Erde wiederum so an, daß der Bodenschluß der Halmknoten hergestellt ist.
Claims (2)
1. Verfahren, zur Ertragssteigerung von Getreide, gekennzeichnet durch die Vereinigung
folgender Merkmale:
a) das Saatgut wird in an sich bekannter Weise in einem Abstand von 10 bis 15 cm in fortlaufende
Bodenmulden gelegt und mit Erde bedeckt,
b) in einem zweiten Arbeitsgang werden ohne Standortveränderung der Pflanzen nach Bildung
der Halmknoten die Pflanzenwurzeln entspitzt, die Halmknoten mit Erde bedeckt
und durch Andrücken der Bodenschluß herbeigeführt, wobei sowohl das Entspitzen der
Wurzeln ohne Standortveränderung als auch das Auffüllen der Bodenmulden tiefgesäter
Pflanzen an sich bekannt ist.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung
einer Einzelkornsämaschine mit einem abnehmbaren Furchenschar (2), an die zwei seitliche
Zudeckschare (9), eine Andrückrolle (15) und Entspitzmesser (10) mit Halte- und Zentriervorrichtung
lösbar anbringbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 403 144, 817 658;
Deutsche Landwirtschaftliche Presse, 74. Jahrgang, 1951, S. 276.
Deutsche Patentschriften Nr. 403 144, 817 658;
Deutsche Landwirtschaftliche Presse, 74. Jahrgang, 1951, S. 276.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
403 767/40 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC25737A DE1185001B (de) | 1961-12-14 | 1961-12-14 | Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
| DEC37292A DE1259630B (de) | 1961-12-14 | 1965-10-01 | Vorrichtung zur Ausuebung eines Verfahrens zur Ertragssteigerung von Getreide |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC25737A DE1185001B (de) | 1961-12-14 | 1961-12-14 | Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1185001B true DE1185001B (de) | 1965-01-07 |
Family
ID=7017960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC25737A Pending DE1185001B (de) | 1961-12-14 | 1961-12-14 | Verfahren zur Ertragssteigerung von Getreide und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1185001B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE403144C (de) * | 1922-09-27 | 1924-09-23 | Botsch Geb | Einzelkornsaemaschine mit Zellenrad |
| DE817658C (de) * | 1949-09-15 | 1951-10-18 | Wilhelm David | Verfahren zum Aussaeen von Getreide |
-
1961
- 1961-12-14 DE DEC25737A patent/DE1185001B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE403144C (de) * | 1922-09-27 | 1924-09-23 | Botsch Geb | Einzelkornsaemaschine mit Zellenrad |
| DE817658C (de) * | 1949-09-15 | 1951-10-18 | Wilhelm David | Verfahren zum Aussaeen von Getreide |
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