DE1184368B - Verfahren zum Vorspannen und Einbauen einer Fugeneinlage fuer Dehnungsfugen in Strassen oder Gehwegen sowie Fugeneinlage zum Durchfuehren des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Vorspannen und Einbauen einer Fugeneinlage fuer Dehnungsfugen in Strassen oder Gehwegen sowie Fugeneinlage zum Durchfuehren des VerfahrensInfo
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- E01D19/00—Structural or constructional details of bridges
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Description
- Verfahren zum Vorspannen und Einbauen einer Fugeneinlage für Dehnungsfugen in Straßen oder Gehwegen sowie Fugeneinlage zum Durchführen des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorspannen und Einbauen von Fugeneinlagen für Dehnungsfugen in Straßen oder Gehwegen, insbesondere für Fahrbahnen von Brücken, mit quer zur Fahrbahn und hochkant mit Abstand voneinander angeordneten Metallstäben und zwischen den Metallstäben angeordneten Puffern aus elastisch nachgiebigem Werkstoff, die derart zusammengepreßt sind, daß sie dauernd unter Druck stehen, sowie eine Fugeneinlage zum Durchführen des Verfahrens.
- Bei dem bekannten Verfahren zum Einbauen und Vorspannen der Fugeneinlage werden die hochkant angeordneten Metallstäbe mit einseitig an diesen fest angeordneten Gummipuffern einzeln in die Fuge eingebracht und die Vorspannung dadurch erzielt, daß die Fugeneinlage innerhalb der zu schließenden Fuge durch eine Anzahl Schraubenwinden zusammengepreßt wird, welche sich gegen einen Horizontalträger abstützen, der zuvor, zusammen mit den Schraubenwinden, in einen entsprechend großen Raum zwischen einer Seite der Fugeneinlage und dem anschließenden Fugenrand eingelegt wurde. Nach dem Zusammenpressen wird der durch diesen Vorgang entstandene Spalt zwischen dem Fugenrand und der Fugeneinlage ausgegossen, sodann werden die Schraubenwinden entfernt und der diese zuvor aufnehmende Raum zwischen der Fugeneinlage und dem Fugenrand mit unnachgiebigem Material gefüllt. Dieses bekannte Verfahren hat insbesondere den Nachteil, daß auf der Baustelle ein großer Aufwand an Arbeitsgeräten und Arbeitspersonal erforderlich ist und die Arbeiten sich über verhältnismäßig lange Zeit hinziehen.
- Diese Nachteile werden durch das Verfahren nach der Erfindung vermieden, daß das Vorspannen und Einbauen einer Fugeneinlage für Dehnungsfugen in Straßen und Gehwegen, insbesondere für Fahrbahnen von Brücken, betrifft, die aus quer zur Fahrbahn und hochkant mitAbstand voneinander angeordneten Metallstäben und zwischen den Metallstäben angeordneten Puffern aus elastisch nachgiebigem Werkstoff besteht, die in Querrichtung derart zusammengepreßt sind, daß sie dauernd unter Druck stehen, und das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Fugeneinlage vor dem Einbauen in die Fuge mit an sich bekannten Spannmitteln vorgespannt und in diesem Zustand in die Fuge eingesetzt wird und daß nach dem Einsetzen der Fugeneinlage die Spannmittel gelöst werden.
- Es wird also derart verfahren, daß die Fugeneinlage als Einbaueinheit im Herstellwerk zusammengefaßt, mit den Spannmitteln vorgespannt und in diesem Zustand zur Baustelle gebracht und in die Fuge eingesetzt wird. Hierdurch wird erheblich an Genauigkeit der Konstruktion gewonnen und der Vorteil erzielt, daß, da die Fugeneinlage im Werk mit Hilfe von dort ständig vorhandenen Vorrichtungen schnell, genau, sicher und sauber zusammengesetzt und vorgespannt werden kann, die Baustellenarbeit mit einem MhAmim an Einbauzeit, Arbeitspersonal und Arbeitsgeräten erfolgen kann und sich auf das bloße Einsetzen der Fugeneinlage sowie das Vergießen der zum Lösen der Spannmittel notwendiger- und üblicherweise angeordnetenAussparungen beschränkt.
- Um zu gewährleisten, daß die Fugeneinlage ohne großen Arbeitsaufwand bei Bedarf wieder aus der Fuge herausgenommen werden kann, z. B. bei Reparaturen an einer anschließenden Straßenbrücke, ist es vorteilhaft, das geschilderte Verfahren in der Weise anzuwenden, daß seitlich der Fugeneinlage nach dem Einsetzen derselben verbleibende Zwischenräume zwischen dieser und der anschließenden Fahrbahn, unter Freihaltung von Aussparungen zum Entfernen der Spannmittel, mit an. sich bekannter Vergußmasse ausgefüllt, nach dem Erhärten der Vergußmasse die Spannmittel gelöst und entfernt und anschließend die, genannten Aussparungen an den Fugenrändern ebenfalls vergossen werden.
- Als Spannmittel sind insbesondere quer durch die Fugeneinlage geführte Schraubenbolzen geeignet, die an einem Ende oder an beiden Enden eine Mutter, aufweisen, durch deren Anziehen die Fugeneinlage zusammengepreßt und den elastischen Puffern die Vorspannung gegeben wird, und die nach dem Einsetzen der Fugeneinlage gelöst und gegebenenfalls mit den Schraubenbolzen entfernt werden, so daß die elastischen Puffer frei arbeiten können. Schraubenbolzen als Spannmittel haben den Vorteil, daß diese einfach zu handhaben sind und sich beim Transport der Fugeneinlage vom Werk zum Verwendungsort nicht lösen.
- An Stelle von Schraubenbolzen können als Spannmittel quer durch die Fugeneinlage geführte Zugstangen verwendet werden, die wenigstens an einem Ende einen Schlitz zum Einführen eines Spannkeiles aufweisen, der nach dem Einsetzen der Fugeneinlage wieder entfernt wird. Zwar haben derartige Zugstangen gegenüber Schraubenbolzen als Spannmittel den Nachteil, daß die Keile sich unter Umständen beim Transport der Fugeneinlage lösen, andererseits bieten sie den Vorteil, daß ein eventuell notwendiges Nachspannen der Fugeneinlage auf der Baustelle - z. B. dann, wenn die notwendige Toleranz der Breite zwischen den Fugenrändern nicht eingehalten wurde - sehr einfach ist und z. B. mit einigen Hammerschlägen auf den Spannkeil erfolgen kann. Außerdem ist das Entfernen der Keile nach dem Einsetzen der Fugeneinlage einfacher als das Lösen der Schraubenmuttern.
- Der Querschnitt def, hochkant stehenden Metallstäbe der Fugeneinlage ist an sich von untergeordneter Bedeutung. Es kann jedoch von Vorteil sein, die Metallstäbe fachwerk- oder rahmenartig auszubilden, wobei die Untergurte dieser Stäbe sich gegen den Unterbau..ebstützen und die Obergurte bis zur Straßenoberfläche reichen. Eine derartig ausgebildete Fugeneinlage hat den Vorteil, daß sie bedeutend leichter ist als eine entsprechende Ausführung mit vollwandigen Metallstäben und daß in den Fällen, in denen die elastischen Puffer aus flüssig eingebrachtem oder zwischen den Metallstäben aufgeschäumtem Werkstöff bestehen, die Fugeneinlage schon ohne Vorspannung ein zusammenhängendes Ganzes bildet und die Metallstäbe weitestgehend gegen Korrosion geschützt sind.
- Häufig ist die Fuge, die durch die Fugeneinlage geschlossen werden soll, so lang, daß die Fugeneinlage aus fertigungstechnischen Gründen in der Länge unterteilt ist. Um die Dichtigkeit in den Querstößen zu gewährleisten, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, die unterteilte Fugeneinlage auch in ihrer Längsrichtung vorzuspannen, und zwar durch mindestens ein an sich bekanntes Spannglied, z. B. ein Drahtseil, das sich in Fugenlängsrichtung und über die ganze Fugenlänge erstreckt.
- In der Zeichnung sind einige zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Ausführungsbeispiele von Fugeneinlagen dargestellt, wobei gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind.
- In dem Beispiel der F i g. 1 besteht die im Querschnitt gezeigte Fugeneinlage aus zwei elastischen Puffern 4, zwischen denen ein Metallstab 3 angeordnet ist, der I-förrnig ausgebildet ist, sowie aus den beiden Randstäben 2. Der Fugeneinlage ist durch quer hindurchgeführte Schraubenbolzen 5 mit Kopf 5 a und Mutter 5 b eine Vorspannung gegeben, die die Randstäbe 2 gegen, die die Fuge bildenden Bauwerksteile (Abschnitte einer Straßendecke) preßt, sobald die durch eine Aussparung 6 lösbare Mutter 5 b gelöst wird. Da bei diesem Beispiel die fertige Fuge »F« so breit ist wie die vorgespannte Fugeneinlage, ist die Fuge 'zunächst um ein gewisses Maß breiter gelassen, um das Einbauen der Fugeneinlage zu erleichtern, so daß nach dem Einsetzen derselben Spalten 7 verbleiben, die zunächst mit einer an sich bekannten, nach dem Vergießen erhärtenden Masse ausgefüllt werden; erst dann werden die Muttern 5 b gelöst. Die Aussparüng6a im rechten Bauwerksteill erlaubt es, die Schraubenbolzen 5 nach dem Lösen der Mutter 5 b zu entfernen; danach werden die Aussparungen 6 und 6 a mit Beton oder einer anderen geeigneten Füllmasse vergossen. Unter der Fuge ist in bekannter Weise eine Unterlagsplatte 1 a als Unterstützung angeordnet, auf der, unter Zwischenschaltung einer Gleitschicht 8 aus Asphalt, Metall oder Kunststoff, die Bauwerksteile l sowie die Randstäbe 2 und der Metallstab 3 bei Temperaturänderungen gleiten.
- In F i g. 2 ist eine erfindungsgemäße Fugeneinlage im Querschnitt dargestellt, bei der die Metallstäbe aus Rahmenträgern 3 c gebildet sind, deren Obergurte 3 a mit ihrer Oberkante in gleicher Höhe wie die Oberflächen der Bauwerksteile 1 liegen, während, die Untergurte 3 b sich auf der Unterlagsplatte 1 a unter Zwischenschaltung einer aus Metall bestefenden Gleitplatte 8 ci abstützen.
- F i g. 3 stellt die Ansicht eines Rahmenträgers 3 c nach Schnitt III-III in F i g. 2 dar.
- F i g. 4 zeigt eine Variante der Träger nach F i g. 2 in der gleichen Schnittführung wie F i g. 3, bei der an Stelle von Rahmenträgern Gitterträger mit Dreiecksausfachung gewählt sind.
- F i g. 5 zeigt eine vorgespannte Fugeneinlage der in F i g. 2 dargestellten Art vor dem Einbauen in die Fuge. Sie ist durch eine Drahtumwicklung 9 in'vorgespanntem Zustand zusammengehalten.
- Die aus Metallstäben 2' und 3' sowie elastischen Puffern 4' gebildeten Fugeneinlagen der F i g. 6 und 7 bis 9 sind an sich von gleicher Art. Sie unterscheiden sich im wesentlichen durch die verwendeten Spannmittel. In F i g. 6 bestehen die Spannmittel aus Schraubenbolzen 5 mit Kopf 5a und Mutter. 5.& wie im Beispiel der F i g. 1, mit denen die Fugeneinlage vor dem Einsetzen in die Fuge vorgespannt wurde. Nach dem Einsetzen werden die Muttern entfernt und die Aussparungen 6 mit Vergußmasse gefiüIt, Die Schraubenbolzen 5 verbleiben als Führungen und Sicherung gegen Herausheben der Fugeneinlage aus der Fuge in der Fugeneinlage.
- In den F i g. 7 bis 9 sind als Spannmittel Zugstangen 5' mit an einem Ende in Schlitzen derselben angeordneten Keilen 11 verwendet. Nach dem Einsetzen der Fugeneinlage in die Fuge werden die Keile 11 herausgezogen, so daß sich der Randstab unter Schließen des Spaltes 7 (F i g. 9) gegen das Bauwerksteil 1 legt, wobei die verbleibende Vorspannung noch ausreichend groß ist. Nach dem Entfernen der Keile 11 wird die Aussparung 6 mit Vergußmasse gefällt.
- In den F i g. 10 bis 12 sind Fugeneinlagen dargestellt, in deren Mitte ein in Längsrichtung der Fuge sich erstreckendes, an sich bekanntes Spannmittel 12 angeordnet ist, z. B. ein Spanndraht oder ein Spannseil. Wie aus F i g. 12 zu ersehen, ist die Fugeneinlage in ihrer Länge durch Querfugen in drei Teile geteilt. Das in üblicher Weise in einem Rohr verlegte Spannmittel 12 verleiht der Fugeneinlage auch in der Längsrichtung eine Vorspannung, so daß die drei Teile der Fugeneinlage zusammengehalten werden und die Querstöße dicht sind. Die Metallstäbe 3 treten an den Querstößen etwas zurück, damit die Längsvorspannung der elastischen Puffer sich voll auswirken kann und nicht evtl. aneinander stoßende Metallstäbe in der Längsrichtung von Druckkräften beansprucht werden.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Vorspannen und Einbauen einer Fugeneinlage für Dehnungsfugen in Straßen oder Gehwegen, insbesondere für Fahrbahnen von Brücken, mit quer zur Fahrbahn und hochkant mit Abstand voneinander angeordneten Metallstäben und zwischen den Metallstäben angeordneten Puffern aus elastisch nachgiebigem Werkstoff, die in Querrichtung derart zusammengepreßt sind, daß sie dauernd unter Druck stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugeneinlage vor dem Einbauen mit an sich bekannten Spannmitteln vorgespannt und in diesem Zustand in die Fuge eingesetzt wird und daß nach dem Einsetzen die Spannmittel gelöst werden.
- 2. Verfahren zum Einbauen einer Fugeneinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits der Fugeneinlage verbleibende Zwischenräume (7), unter Freihaltung von Aussparungen (6; 6a) zum Entfernen der Spannmittel, mit Vergußmasse ausgefüllt, nach dem Erhärten der Vergußmasse die Spannmittel gelöst und entfernt und anschließend die Aussparungen (6; 6a) vergossen werden.
- 3. Fugeneinlage zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit quer zur Fahrbahn und hochkant mit Abstand voneinander angeordneten Metallstäben und zwischen den Metallstäben angeordneten Puffern aus elastisch nachgiebigem Material, die in Querrichtung derart zusammengepreßt sind, daß sie dauernd unter Druck stehen, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannmittel quer durch die Metallstäbe geführte Schraubenbolzen (5) dienen.
- 4. Fugeneinlage zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannmittel quer durch die Metallstäbe geführte Zugstangen (5') dienen, die wenigstens an einem Ende einen Schlitz zum Einführen eines Spannkeiles (11) aufweisen.
- 5. Fugeneinlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstäbe (3 c) fachwerk- oder rahmenartig ausgebildet sind.
- 6. Fugeneinlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, die in ihrer Länge unterteilt ist, gekennzeichnet durch mindestens ein Spannglied (12), das sich in Fugenlängsrichtung über die ganze Fugenlänge erstreckt. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 748 436. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1138 081.
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1958
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