DE1183833B - Gewehrgranate mit Vortriebsladung - Google Patents
Gewehrgranate mit VortriebsladungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B30/00—Projectiles or missiles, not otherwise provided for, characterised by the ammunition class or type, e.g. by the launching apparatus or weapon used
- F42B30/04—Rifle grenades
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
- Telescopes (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: F07f
Deutsche KL: 72 d-17/03
Nummer: 1183 833
Aktenzeichen: A 431851 c/72 d
Anmeldetag: 24. Mai 1963
Auslegetag: 17. Dezember 1964
Die Erfindung bezieht sich auf Gewehrgranaten mit einem Leitwerkschwanz und einer darin angeordneten
Vortriebsladung und Treibdüse. Die Vortriebsladung erhöht die der Granate von der Gewehrkartusche erteilte
Fluggeschwindigkeit nach dem Abschuß. ■
Die bekannten Gewehrgranaten mit Vortriebsladung weisen meist eine kegelige Treibdüse auf, deren
Bohrung sich zunächst verengt und dann-wieder erweitert.
In der Massenherstellung ist es jedoch schwierig, solche Düsen mit ihren beidseitigen kegeligen
Ausnehmungen genau zentrisch herzustellen und so genau in das Schwanzrohr einzusetzen, daß die Achsen
beider Kegelflächen der Düse genau mit der Geschoßachse übereinstimmen. Infolge solcher Ungenauigkeiten
in der Ausrichtung der kegeligen Düsenbohrung ergeben sich beim Vortrieb der Granate unterschiedliche
Streuungen, die die Auftreffgenauigkeit beeinträchtigen. Eine andere Ursache für solche Streuungen
ist durch ungleichmäßige Zündung der im Leitwerkschwanz befindlichen Vortriebsladung bedingt,
die dann auch ein ungleichmäßiges Abbrennen der Ladung zur Folge hat.
Die Erfindung ist darauf gerichtet, diese Nachteile zu vermeiden und die Auftreffgenauigkeit für Gewehrgranaten
mit einer im Leitwerkschwanz untergebrachten Vortriebsladung zu verbessern. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß das über seine Länge einteilig hergestellte Schwanzrohr der Gewehrgranate
einen inneren Bund aufweist, der zwischen zwei koaxialen zylindrischen Kammern von etwa gleicher
Länge liegt und einen fest eingepreßten Düsenkörper mit zylindrischer, zentrisch zum Schwanzrohr
hergestellter Düsenöffnung enthält, der in bekannter Weise an der der Treibladung zugewandten Seite mit
radialen Einfräsungen versehen ist, die Treibladung gegenüber dem Schraubstöpsel haltert und innerhalb
der Stege eine Verzögerungsladung aufnimmt.
Bei dieser Ausbildung des Schwanzrohrs ist die zur Rohrachse konzentrische Lage der Düsenöffnung
durch zylindrische Flächen bestimmt, die sich unter Benutzung des Schwanzrohrs als Führung für das Bearbeitungswerkzeug
wiederkehrend und mit großer Genauigkeit genau zentrisch herstellen lassen. Da überdies die zur Aufnahme der Vortriebsladung dienende
vordere Kammer und die zur Führung der Gewehrgranate am Schießstock dienende hintere Kammer
einteilig hergestellt sind, sind diese Teile des Schwanzrohrs genau gleichachsig zueinander. Durch
die Anordnung einer zum Zünden der Treibladung dienenden Verzögerungsladung in dem mit radialen
Einfräsungen versehenen Kopf des Düsenkörpers ist auch eine gleichmäßige Zündung der Treibladung ge-Gewehrgranate
mit Vortriebsladung
Anmelder:
Anstalt für die Entwicklung von Erfindungen
und gewerblichen Anwendungen ENERGA,
Vaduz (Liechtenstein)
und gewerblichen Anwendungen ENERGA,
Vaduz (Liechtenstein)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Weinhausen, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 46
München 22, Widenmayerstr. 46
Als Erfinder benannt:
Boris Batou, Genf (Schweiz)
Boris Batou, Genf (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 9. Juli 1962 (8261)
Schweiz vom 9. Juli 1962 (8261)
sichert, so daß sich aus der Vereinigung dieser Maßnahmen eine Verminderung von Streuungen während
des zusätzlichen Vortriebes der Gewehrgranate ergibt. Der Düsenkörper ist vorzugsweise mit einem Flansch
an der vorderen Stirnfläche des im Flanschrohr befindlichen Bundes abgestützt, damit er sich mit Schiebepassung
und gewindelos zentrisch einsetzen läßt.
Die innerhalb der Stege des Düsenkörpers angeordnete Verzögerungsladung, derenZündung von der Abschußkartusche
des Gewehrs erfolgt, ist zweckmäßig mit einem die Kopfstege des Düsenkörpers miteinschließenden
Deckel abgedeckt, damit die Zündladung einen sicheren Halt aufweist und beim Einsetzen des
Düsenkörpers in das Schwanzrohr geschützt ist.
Zur Sicherung eines gleichmäßigen zentrischen Einströmens der Treibgase in die Treibdüse ist vorzugsweise
zwischen der zinnenartigen Krone des Düsenkörpers und der Innenfläche des Schwanzrohrs ein
freier Ringraum angeordnet.
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausbildung der Treibdüse bei einer Gewehrgranate nach der Erfindung,
und zwar zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des teilweise im Längsschnitt dargestellten hinteren Teils der Granate,
Fi g. 2 und 3 den Grundriß und eine Seitenansicht des Düsenkörpers, letztere teilweise im Längsschnitt,
und
Fig. 4 eine Stirnansicht der rohrförmigen Treibladung.
Gemäß F i g. 1 weist die Gewehrgranate 1 am hinteren Ende einen Hals 2 auf, dessen Öffnung 3 durch
409 758/65
einen Schraubstöpsel 4 verschlossen ist, der mit Gewindeansätzen 5 und 6 versehen ist. Auf den Gewindeansatz
6 ist ein Schwanzrohr 7 aufgeschraubt, das an seinem hinteren Ende ein Leitwerk aus thermoplastischem
Kunststoff trägt. Das Leitwerk besteht aus Flügeln 8, die außen von einem Ring 9 umgeben sind.
Das einteilig hergestellte Schwanzrohr 7 besteht aus einer harten Aluminiumlegierung und ist durch einen
mittleren Bund 10 in zwei etwa gleichlange Kammern unterteilt. An der vorderen Stirnfläche 10 α des Bun- ίο
des endet die vordere Kammer 11, in der sich eine rohrförmige Treibladung 12 befindet. Diese Treibladung
ist gemäß F i g. 4 außen mit parallelen Längsnuten und Stegen 13 versehen und weist eine zylindrische
Innenfläche 14 auf. Bei dieser Ausbildung bleibt die Gesamtoberfläche der Treibladung beim Abbrennen
annähernd konstant.
In den Bund 10 ist ein Düsenkörper 15 aus Stahl festsitzend eingepreßt, dessen zylindrischer Durchlaß
16 die Treibdüse bildet. Der Düsenkörper weist einen flanschartig nach außen vorstehenden Bund 17
auf, der sich mit seinem Flansch 18 auf der Stirnfläche 10 α des im Schwanzrohr 7 befindlichen Innenbundes
10 abstützt. Der Kopf des Düsenkörpers ist mit mehreren gleichmäßig auf den Umfang verteilten
radialen Einfräsungen 19 von gleicher Größe versehen, zwischen denen Stege 20 verbleiben, an denen
sich die Treibladung 12 mit dem hinteren Ende abstützt, während die Treibgase durch die Einfräsungen
19 in die Düse 16 ausströmen können. Innerhalb der Stege 20 des Düsenkörpers 15 sitzt eine Zündladung
21, z. B. aus Schwarzpulver, die zwischen zwei kleinen Deckeln 22 und 23 aus brennbarem Werkstoff,
z. B. Zelluloid, angeordnet ist. Der vordere bzw. obere Deckel 22 übergreift die Stege 20 und reicht bis zum
Flanschl8, während der hintere bzw. untere Dekkel
23 die Düsenöffnung 16 verschließt. Zwischen der äußeren Umfangsfläche des Deckels 22 und der Innenfläche
des Schwanzrohres befindet sich ein Ringraum 24, der das zentrische Einströmen der Treibgase
in die Düse 16 erleichtert.
Die hintere Kammer 25 des Schwanzrohres 7 dient zum Aufsetzen der Granate auf den Gewehrlauf oder
auf einen am Gewehrlauf sitzenden Schießbecher.
Beim Abschuß wird die Granate zunächst durch eine im Gewehr befindliche geschoßlose Kartusche
vorgetrieben. Die Kartusche zündet zugleich auch die Verzögerungsladung 21, die ihrerseits den Treibsatz 12
an seiner ganzen Oberfläche entzündet. Die Treibgase strömen durch die Düse 16 nach hinten und erteilen
dadurch der Gewehrgranate einen zusätzlichen Vortrieb auf der Flugbahn.
Claims (4)
1. Gewehrgranate mit Leitwerkschwanz und darin angeordneter Vortriebsladung und Treibdüse,
dadurch gekennzeichnet, daß das über seine Länge einteilig hergestellte Schwanzrohr
(7) einen inneren Bund (10) aufweist, der zwischen zwei koaxialen zylindrischen Kammern
(11, 25) von etwa gleicher Länge liegt und einen fest eingepreßten Düsenkörper (15) mit zylindrischer,
zentrisch zum Schwanzrohr hergestellter Düsenöffnung (16) enthält, der in bekannter
Weise an der der Treibladung zugewandten Seite mit radialen Einfräsungen (19) versehen ist, die
Treibladung (12) gegenüber dem Schraubstöpsel (4) haltert und innerhalb der Stege (20) eine Verzögerungsladung
(21) aufnimmt.
2. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper (15) mit
einem Flansch (18) an der vorderen Stirnfläche (10 a) des im Schwanzrohr (7) befindlichen Bundes (10) abgestützt ist.
3. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innerhalb der Stege (20)
des Düsenkörpers (15) angeordnete Verzögerungsladung (21) mit einem die Kopfstege (20) des
Düsenkörpers miteinschließenden Deckel (22) abgedeckt ist.
4. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kopf des
Düsenkörpers (15) und der Innenfläche des Schwanzrohrs (7) ein freier Ringraum (24) angeordnet
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 596 300, 1093 264.
Deutsche Patentschriften Nr. 596 300, 1093 264.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
430 758/65 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH826162A CH381566A (fr) | 1962-07-09 | 1962-07-09 | Grenade à fusil |
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|---|---|
| DE1183833B true DE1183833B (de) | 1964-12-17 |
Family
ID=4337625
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE596300C (de) * | 1930-07-28 | 1934-04-30 | Hermann Stolfa | Rakete |
| DE1093264B (de) | 1958-03-28 | 1960-11-17 | Energa | Abschussmuffe zum Abschiessen von Gewehrgranaten mit hohlem Schwanz |
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- NL NL294334D patent/NL294334A/xx unknown
-
1962
- 1962-07-09 CH CH826162A patent/CH381566A/fr unknown
-
1963
- 1963-05-24 DE DEA43185A patent/DE1183833B/de active Pending
- 1963-05-27 LU LU43819D patent/LU43819A1/xx unknown
- 1963-06-06 AT AT456063A patent/AT239107B/de active
- 1963-06-20 FI FI125663A patent/FI40075C/fi active
- 1963-06-26 SE SE707363A patent/SE220461C1/sv unknown
- 1963-06-26 GB GB25466/63A patent/GB973628A/en not_active Expired
- 1963-07-08 DK DK322763A patent/DK114881B/da unknown
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE596300C (de) * | 1930-07-28 | 1934-04-30 | Hermann Stolfa | Rakete |
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Also Published As
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|---|---|
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| SE220461C1 (sv) | 1968-05-07 |
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