[go: up one dir, main page]

DE1183833B - Gewehrgranate mit Vortriebsladung - Google Patents

Gewehrgranate mit Vortriebsladung

Info

Publication number
DE1183833B
DE1183833B DEA43185A DEA0043185A DE1183833B DE 1183833 B DE1183833 B DE 1183833B DE A43185 A DEA43185 A DE A43185A DE A0043185 A DEA0043185 A DE A0043185A DE 1183833 B DE1183833 B DE 1183833B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
charge
nozzle body
nozzle
tail pipe
rifle grenade
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA43185A
Other languages
English (en)
Inventor
Boris Batou
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Anstalt Fuer die Entwicklung von Erfindungen und Gewerblichen Anwendungen ENERGA
Original Assignee
Anstalt Fuer die Entwicklung von Erfindungen und Gewerblichen Anwendungen ENERGA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Anstalt Fuer die Entwicklung von Erfindungen und Gewerblichen Anwendungen ENERGA filed Critical Anstalt Fuer die Entwicklung von Erfindungen und Gewerblichen Anwendungen ENERGA
Publication of DE1183833B publication Critical patent/DE1183833B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B30/00Projectiles or missiles, not otherwise provided for, characterised by the ammunition class or type, e.g. by the launching apparatus or weapon used
    • F42B30/04Rifle grenades

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: F07f
Deutsche KL: 72 d-17/03
Nummer: 1183 833
Aktenzeichen: A 431851 c/72 d
Anmeldetag: 24. Mai 1963
Auslegetag: 17. Dezember 1964
Die Erfindung bezieht sich auf Gewehrgranaten mit einem Leitwerkschwanz und einer darin angeordneten Vortriebsladung und Treibdüse. Die Vortriebsladung erhöht die der Granate von der Gewehrkartusche erteilte Fluggeschwindigkeit nach dem Abschuß. ■
Die bekannten Gewehrgranaten mit Vortriebsladung weisen meist eine kegelige Treibdüse auf, deren Bohrung sich zunächst verengt und dann-wieder erweitert. In der Massenherstellung ist es jedoch schwierig, solche Düsen mit ihren beidseitigen kegeligen Ausnehmungen genau zentrisch herzustellen und so genau in das Schwanzrohr einzusetzen, daß die Achsen beider Kegelflächen der Düse genau mit der Geschoßachse übereinstimmen. Infolge solcher Ungenauigkeiten in der Ausrichtung der kegeligen Düsenbohrung ergeben sich beim Vortrieb der Granate unterschiedliche Streuungen, die die Auftreffgenauigkeit beeinträchtigen. Eine andere Ursache für solche Streuungen ist durch ungleichmäßige Zündung der im Leitwerkschwanz befindlichen Vortriebsladung bedingt, die dann auch ein ungleichmäßiges Abbrennen der Ladung zur Folge hat.
Die Erfindung ist darauf gerichtet, diese Nachteile zu vermeiden und die Auftreffgenauigkeit für Gewehrgranaten mit einer im Leitwerkschwanz untergebrachten Vortriebsladung zu verbessern. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das über seine Länge einteilig hergestellte Schwanzrohr der Gewehrgranate einen inneren Bund aufweist, der zwischen zwei koaxialen zylindrischen Kammern von etwa gleicher Länge liegt und einen fest eingepreßten Düsenkörper mit zylindrischer, zentrisch zum Schwanzrohr hergestellter Düsenöffnung enthält, der in bekannter Weise an der der Treibladung zugewandten Seite mit radialen Einfräsungen versehen ist, die Treibladung gegenüber dem Schraubstöpsel haltert und innerhalb der Stege eine Verzögerungsladung aufnimmt.
Bei dieser Ausbildung des Schwanzrohrs ist die zur Rohrachse konzentrische Lage der Düsenöffnung durch zylindrische Flächen bestimmt, die sich unter Benutzung des Schwanzrohrs als Führung für das Bearbeitungswerkzeug wiederkehrend und mit großer Genauigkeit genau zentrisch herstellen lassen. Da überdies die zur Aufnahme der Vortriebsladung dienende vordere Kammer und die zur Führung der Gewehrgranate am Schießstock dienende hintere Kammer einteilig hergestellt sind, sind diese Teile des Schwanzrohrs genau gleichachsig zueinander. Durch die Anordnung einer zum Zünden der Treibladung dienenden Verzögerungsladung in dem mit radialen Einfräsungen versehenen Kopf des Düsenkörpers ist auch eine gleichmäßige Zündung der Treibladung ge-Gewehrgranate mit Vortriebsladung
Anmelder:
Anstalt für die Entwicklung von Erfindungen
und gewerblichen Anwendungen ENERGA,
Vaduz (Liechtenstein)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Weinhausen, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 46
Als Erfinder benannt:
Boris Batou, Genf (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 9. Juli 1962 (8261)
sichert, so daß sich aus der Vereinigung dieser Maßnahmen eine Verminderung von Streuungen während des zusätzlichen Vortriebes der Gewehrgranate ergibt. Der Düsenkörper ist vorzugsweise mit einem Flansch an der vorderen Stirnfläche des im Flanschrohr befindlichen Bundes abgestützt, damit er sich mit Schiebepassung und gewindelos zentrisch einsetzen läßt.
Die innerhalb der Stege des Düsenkörpers angeordnete Verzögerungsladung, derenZündung von der Abschußkartusche des Gewehrs erfolgt, ist zweckmäßig mit einem die Kopfstege des Düsenkörpers miteinschließenden Deckel abgedeckt, damit die Zündladung einen sicheren Halt aufweist und beim Einsetzen des Düsenkörpers in das Schwanzrohr geschützt ist.
Zur Sicherung eines gleichmäßigen zentrischen Einströmens der Treibgase in die Treibdüse ist vorzugsweise zwischen der zinnenartigen Krone des Düsenkörpers und der Innenfläche des Schwanzrohrs ein freier Ringraum angeordnet.
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausbildung der Treibdüse bei einer Gewehrgranate nach der Erfindung, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des teilweise im Längsschnitt dargestellten hinteren Teils der Granate,
Fi g. 2 und 3 den Grundriß und eine Seitenansicht des Düsenkörpers, letztere teilweise im Längsschnitt, und
Fig. 4 eine Stirnansicht der rohrförmigen Treibladung.
Gemäß F i g. 1 weist die Gewehrgranate 1 am hinteren Ende einen Hals 2 auf, dessen Öffnung 3 durch
409 758/65
einen Schraubstöpsel 4 verschlossen ist, der mit Gewindeansätzen 5 und 6 versehen ist. Auf den Gewindeansatz 6 ist ein Schwanzrohr 7 aufgeschraubt, das an seinem hinteren Ende ein Leitwerk aus thermoplastischem Kunststoff trägt. Das Leitwerk besteht aus Flügeln 8, die außen von einem Ring 9 umgeben sind.
Das einteilig hergestellte Schwanzrohr 7 besteht aus einer harten Aluminiumlegierung und ist durch einen mittleren Bund 10 in zwei etwa gleichlange Kammern unterteilt. An der vorderen Stirnfläche 10 α des Bun- ίο des endet die vordere Kammer 11, in der sich eine rohrförmige Treibladung 12 befindet. Diese Treibladung ist gemäß F i g. 4 außen mit parallelen Längsnuten und Stegen 13 versehen und weist eine zylindrische Innenfläche 14 auf. Bei dieser Ausbildung bleibt die Gesamtoberfläche der Treibladung beim Abbrennen annähernd konstant.
In den Bund 10 ist ein Düsenkörper 15 aus Stahl festsitzend eingepreßt, dessen zylindrischer Durchlaß 16 die Treibdüse bildet. Der Düsenkörper weist einen flanschartig nach außen vorstehenden Bund 17 auf, der sich mit seinem Flansch 18 auf der Stirnfläche 10 α des im Schwanzrohr 7 befindlichen Innenbundes 10 abstützt. Der Kopf des Düsenkörpers ist mit mehreren gleichmäßig auf den Umfang verteilten radialen Einfräsungen 19 von gleicher Größe versehen, zwischen denen Stege 20 verbleiben, an denen sich die Treibladung 12 mit dem hinteren Ende abstützt, während die Treibgase durch die Einfräsungen 19 in die Düse 16 ausströmen können. Innerhalb der Stege 20 des Düsenkörpers 15 sitzt eine Zündladung 21, z. B. aus Schwarzpulver, die zwischen zwei kleinen Deckeln 22 und 23 aus brennbarem Werkstoff, z. B. Zelluloid, angeordnet ist. Der vordere bzw. obere Deckel 22 übergreift die Stege 20 und reicht bis zum Flanschl8, während der hintere bzw. untere Dekkel 23 die Düsenöffnung 16 verschließt. Zwischen der äußeren Umfangsfläche des Deckels 22 und der Innenfläche des Schwanzrohres befindet sich ein Ringraum 24, der das zentrische Einströmen der Treibgase in die Düse 16 erleichtert.
Die hintere Kammer 25 des Schwanzrohres 7 dient zum Aufsetzen der Granate auf den Gewehrlauf oder auf einen am Gewehrlauf sitzenden Schießbecher.
Beim Abschuß wird die Granate zunächst durch eine im Gewehr befindliche geschoßlose Kartusche vorgetrieben. Die Kartusche zündet zugleich auch die Verzögerungsladung 21, die ihrerseits den Treibsatz 12 an seiner ganzen Oberfläche entzündet. Die Treibgase strömen durch die Düse 16 nach hinten und erteilen dadurch der Gewehrgranate einen zusätzlichen Vortrieb auf der Flugbahn.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Gewehrgranate mit Leitwerkschwanz und darin angeordneter Vortriebsladung und Treibdüse, dadurch gekennzeichnet, daß das über seine Länge einteilig hergestellte Schwanzrohr (7) einen inneren Bund (10) aufweist, der zwischen zwei koaxialen zylindrischen Kammern (11, 25) von etwa gleicher Länge liegt und einen fest eingepreßten Düsenkörper (15) mit zylindrischer, zentrisch zum Schwanzrohr hergestellter Düsenöffnung (16) enthält, der in bekannter Weise an der der Treibladung zugewandten Seite mit radialen Einfräsungen (19) versehen ist, die Treibladung (12) gegenüber dem Schraubstöpsel (4) haltert und innerhalb der Stege (20) eine Verzögerungsladung (21) aufnimmt.
2. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper (15) mit einem Flansch (18) an der vorderen Stirnfläche (10 a) des im Schwanzrohr (7) befindlichen Bundes (10) abgestützt ist.
3. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innerhalb der Stege (20) des Düsenkörpers (15) angeordnete Verzögerungsladung (21) mit einem die Kopfstege (20) des Düsenkörpers miteinschließenden Deckel (22) abgedeckt ist.
4. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kopf des Düsenkörpers (15) und der Innenfläche des Schwanzrohrs (7) ein freier Ringraum (24) angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 596 300, 1093 264.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
430 758/65 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEA43185A 1962-07-09 1963-05-24 Gewehrgranate mit Vortriebsladung Pending DE1183833B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH826162A CH381566A (fr) 1962-07-09 1962-07-09 Grenade à fusil

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1183833B true DE1183833B (de) 1964-12-17

Family

ID=4337625

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA43185A Pending DE1183833B (de) 1962-07-09 1963-05-24 Gewehrgranate mit Vortriebsladung

Country Status (10)

Country Link
AT (1) AT239107B (de)
BE (1) BE632812A (de)
CH (1) CH381566A (de)
DE (1) DE1183833B (de)
DK (1) DK114881B (de)
FI (1) FI40075C (de)
GB (1) GB973628A (de)
LU (1) LU43819A1 (de)
NL (1) NL294334A (de)
SE (1) SE220461C1 (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE596300C (de) * 1930-07-28 1934-04-30 Hermann Stolfa Rakete
DE1093264B (de) 1958-03-28 1960-11-17 Energa Abschussmuffe zum Abschiessen von Gewehrgranaten mit hohlem Schwanz

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE596300C (de) * 1930-07-28 1934-04-30 Hermann Stolfa Rakete
DE1093264B (de) 1958-03-28 1960-11-17 Energa Abschussmuffe zum Abschiessen von Gewehrgranaten mit hohlem Schwanz

Also Published As

Publication number Publication date
LU43819A1 (de) 1963-07-27
BE632812A (de)
SE220461C1 (sv) 1968-05-07
GB973628A (en) 1964-10-28
NL294334A (de)
CH381566A (fr) 1964-08-31
FI40075C (fi) 1968-09-10
DK114881B (da) 1969-08-11
FI40075B (de) 1968-05-31
AT239107B (de) 1965-03-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2105295C1 (de) Pulverkörper für hülsenlose Munition
DE2323244B2 (de) Flügelstabilisiertes Unterkalibergeschoß
DE2826497A1 (de) Treibspiegelgeschoss mit pyrotechnischem satz
DE915788C (de) UEbungsgeschoss fuer Rohre mit schwachem Drall
DE1063065B (de) UEbungsgeschoss
DE1428665A1 (de) Abschusspatrone fuer Werfergranaten
DE1183833B (de) Gewehrgranate mit Vortriebsladung
DE3009774C2 (de) Geschoß, insbesondere panzerbrechendes Geschoß
DE1603808C3 (de) Pulverkraftbetriebenes Bolzensetzgerät mit einem Bolzen und einem hülsenförmigen Teil
DE1145059B (de) Fallschirmleuchtsatzrakete
DE1138341B (de) Platzpatrone ohne Splitterentwicklung
DE1122878B (de) Zuender fuer drallose Geschosse, insbesondere Wurfgranaten
DE729174C (de) Aufschlagzuender
DE2141403C3 (de) Druckbetätigungseinrichtung innerhalb von Flugkörpern
DE1966993C3 (de) Geschoß
DE102014012755B4 (de) Munition zum Markieren einer Zielperson
DE1144155B (de) Hohlladungsgeschoss
DE1168293B (de) Hohlladungsgeschoss mit Leitwerk, Fuehrungsring und Kartuschhuelse
DE556701C (de) Patrone fuer Bolzenschussvorrichtungen
DE1578193C (de) Leuchtgeschoss
DE1261018B (de) Einsatzstueck mit Zuendkanal fuer Vorderlader-Handfeuerwaffen
DE1239961B (de) Manoeverpatrone fuer Maschinenwaffen
DE1163193B (de) Treibspiegel fuer Geschosse mit hoher Geschwindigkeit
DE2365669C3 (de) Anzeigevorrichtung fur einen Zunder einer Gewehrgranate
DE1815822C (de) Geschoß mit Sekundargeschossen