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Farbspritzstand Die Erfindung betrifft einen Farbspritzstand mit einer
Sauganlage, welche die mit Farbnebeln gesättigte Luft aus dem Spritzraum absaugt
und einen Teil der abgesaugten Luftmenge nach vorhergehender Reinigung wieder zur
Randzone der Standöffnung zurückführt, wobei die Austrittsöffnungen für den im Umwälzverfahren
zurückgeführten Luftanteil gleichmäßig verteilt auf der der Rückwand des -Standes
näher liegenden Seite .eines die Standöffnung-portalartig einengenden Kanals angeordnet
sind.
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Bei einem bekannten Farbspritzstand dieser Art sind die Austrittsöffnungen
für den zurückgeführten Luftanteil als Schlitze mit schrägen Begrenzungsflächen
so ausgebildet, daß die aus ihnen austretende Umluft gegen die Mitte des Spritzraumes
gelenkt wird. Das hat zur Folge, daß ebenso wie bei den bekannten Farbspritzständen
mit seitlichen- Umluft-Austrittsöffnungen eine Vermischung der durch die Standöffnung
angesaugten Frischluft mit dem zurückgeführten Luftanteil eintritt und daß daher
außer Frischluft auch Umluft an das zu spritzende Werkstück und gegebenenfalls auch
zu dem Standplatz der den Spritzstand bedienenden Person gelangt. Das kann aber,
wenn Verunreinigungen des Werkstückes und gesundheitsschädigende. Einflüsse auf
die Bedienungsperson ausgeschlossen- bleiben sollen, nur dann zugelassen werden,
wenn die Reinigung der Umluft vollkommen ist. Dazu bedarf es einer aufwendigen und
teuren Reinigungsanlage. Verzichtet man auf eine solche und begnügt man sich mit
einer billigeren, dafür aber weniger vollkommenen Reinigung, so muß die Umluft-Menge
klein gehalten werden, das heißt, es muß . die Umluft mit einer entsprechend größeren
Menge Frischluft vermischt werden, damit wenigstens der Verunreinigungsgrad des
Gemischs klein bleibt. Ein vergrößerter Frischluftbedarf setzt aber die Wirtschaftlichkeit
der Anlage ebenfalls herab, weil dann die Kosten für die Klimatisierung des Raumes,
aus dem die Frischluft entnommen wird, steigen.
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Die Erfindung hat demgegenüber eine Anordnung zum Ziel, die es auch
bei noch wirtschaftlicher, nicht ganz vollkommener Reinigung der Umluft erlaubt,
einen weit größeren Anteil des Gesamtluftbedarfes im Umwälzverfahren zu führen,
als das bisher möglich schien, und die daher den Frischluftbedarf und den damit
verbundenen Aufwand wesentlich herabsetzt und trotzdem die Möglichkeit ausschließt;
daß mit der Umluft aus ihr nicht völlig ausgeschiedene Farbnebelteilchen oder andere
Verunreinigungen an das zu spritzende Werkstück oder zur Bedienungsperson gelangen.
Von der Erkenntnis ausgehend, daß vom lichten Raum eines Spritzstandes bzw. einer
Spritzkabine stets nur eine Mittelzone zur Aufnahme des zu spritzenden Werkstückes
nutzbar gemacht werden kann, weil zwischen dem.Werkstück und den Stand-bzw. Kabinenwänden
ein Abstand von 30 bis 40 cm frei bleiben soll, und daß lediglich diese nutzbare
Zone von Frischluft bestrichen werden braucht, wird erfindungsgemäß zum Erreichen
des o. a. Zieles vorgeschlagen, bei einem Farbspritzstand der eingangs beschriebenen
Art die Luftaustrittsöffnungen des die Standöffnung portalartig einegenden Kanals
zu den angrenzenden Wänden des Standes parallel gerichtet anzuordnen. Diese Anordnung
hat zur Folge, daß die aus den erwähnten Öffnungen austretende Umluft ausschließlich
die Randzonen des Gesamtströmungsquerschnittes bestreicht und mit dem Frischluftstrom
gleichgerichtet.. ist, `welcher durch die zwischen den Wänden des die Standöffnung
portalartig einengenden Kanals angesaugt wird. Dadurch wird es möglich, den Frischluftbedarf
auf ein durch die Größe des nutzbaren Raumes bedingtes Minimum zu beschränken, und
es werden gleichzeitig klare Strömungsverhältnisse geschaffen, die eine unerwünschte
Vermischung der Umluft mit der Frischluft im Arbeitsbereich verhindern.
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Der Erfindungsgegenstand wird an einem Ausführungsbeispiel an Hand
der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in schematischer Darstellung in F i g.
1 einen Längsschnitt und in F i g . 2 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäß
ausgebildeten Farbspritzstand.
Der Spritzstand besteht im wesentlichen
aus einem Spritzraum 1, der von den Seitenwänden 2 und 3, einer Kulisse 4 und einer
schräg verlaufenden Abdeckplatte 5 begrenzt ist, und aus einem Absaugraum 6. In
letzterem sind Sprühvorrichtungen 7, Filter 8 und ein Gebläse 9 untergebracht, während
im Spritzraum 1 eine Aufnahmevorrichtung 10 für die zu spritzenden Werkstücke und
eine Wanne 11 zum Auffangen des aus den Spritzvorrichtungen 7 versprühten Wassers
untergebracht sind. Außerdem können noch nicht gezeichnete Vorrichtungen zum Besprühen
der Innenflächen der Wände 2 und 3 sowie weitere Filter vorgesehen sein. Vom Absaugraum
6 führt ein Kanal 12 einerseits zu einer Auslaßöffnung 13 und andererseits zu einem
U-förmigen Kanal 14, 14 ', welcher die Öffnung des Spritzstandes portalartig umfaßt
und den lichten Querschnitt des Spritzraumes eintrittsseitig einengt, und zwar auf
jeder Seite um mindestens 15, vorzugsweise um 30 bis 40 cm. Der Kanal
14, 14' weist parallel zu den Seitenwänden 2, 3 des Spritzstandes gerichtete
Öffnungen auf, die beispielsweise durch Filter ausgefüllt sein können und aus denen
die durch den Kanal 12 zugeführte Umluft im Sinne der eingezeichneten Pfeile ausströmt.
Es wird dadurch ein Umluftstrom geschaffen, der gewissermaßen einen den nutzbaren
Teil des Spritzraumes 1 einhüllenden Mantel bildet, innerhalb dessen die Strömung
parallel zu derjenigen der durch den freien Querschnitt des portalartigen Kanals
14, 14' angesaugten Frischluft verläuft. Die zu spritzenden Werkstücke und die Bedienungperson
werden durch diesen Umluftmantel nicht berührt, sondern sind ausschließlich dem
Frischluftstrom ausgesetzt, dessen Anteil am Gesamtdurchlaß bei volle-i- Ausnutzung
der durch das Abdecken der ohnehin nicht benutzbaren Randzonen je nach Größe des-'lSpritzstandes
bis auf weniger als 50% sinken kann.
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Die nach innen gerichteten: Flächen des portalartigen Kanals
14, 14' und "die aus ihnen ausströmende Umluft schützen die Bedienungsperson
außerdem vor abirrenden Farbnebeln. Auf die Seitenwände 2; 3 etwa auftreffende Farbnebel
werden, wenn sie in Richtung nach außen wandern sollten, von dem vorstehenden Portal
abgefangen bzw. von dem aus ihm austretenden Umluftstrom wieder zurückgeführt.