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Station an Rohrpostanlagen zum wahlweisen Passiereniassen, Empfangen
oder Absenden von Rohrpostbüchsen Zusatz zum Patent 1122 454 Das Hauptpatent betrifft
eine Station an Rohrpostanlagen zum wahlweisen Passierenlassen, Empfangen oder Absenden
von Rohrpostbüchsen, insbesondere solcher schwerer Bauart. Die Anordnung nach dem
Hauptpatent besitzt eine verschließbare Kammer, die in die in einer Geraden liegenden
Enden zweier Fahrrohre eingebaut ist und diese verbindet. Zum Passierenlassen von
Rohrpostbüchsen bleibt die Kammer unverschlossen, so daß die Büchsen durch sie hindurchfahren.
Um eine Büchse zu empfangen, wird die, in Fahrtrichtung gesehene, rückwärtige Stirnseite
der Kammer verriegelt, und eine Kompression der vor der Büchse liegenden Luftsäule
bewirkt, daß die einfahrende Büchse abgebremst wird, so dal3 sie aus der Kammer
entnommen werden kann. Zum Absenden einer Rohrpostbüchse aus der Station wird die
Vorderseite der Kammer verriegelt, die Büchse eingebracht und die Arbeitsluft eingeschaltet,
nachdem der vordere Verschluß vorher entfernt worden ist, worauf die Arbeitsluft
den weiteren Transport der Büchse übernimmt. An der Station nach dem Hauptpatent
befindet sich ferner eine Umleitung der Arbeitsluft um die Kammer herum.
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Nach den Ansprüchen 3 und 4 des Hauptpatentes wird an der Station
eine zusätzliche Hilfsluftleitung vorgesehen, die nahe der rückwärtigen Verriegelung
in die Fahrrohrstrecke mündet und kurz nach dem Einfahren einer Büchse in die Kammer
an eine Luftquelle gelegt oder an die Arbeitsluftumleitung angeschlossen wird. Diese
Hilfsluftleitung kann ferner nach Anspruch 7 in zwei einzelnen Leitungen aufgeteilt
sein, die durch ein steuerbares Ventil abwechselnd mit der Luftquelle oder mit der
Arbeitsluftumleitung verbunden werden können. Eine der Abzweigungen mündet in die
Kammer und die andere in die Fahrrohrstrecke vor der Kammer. Diese Anordnung dient
dazu, eine zu empfangende Büchse durch die Saugluft in die Kammer zu führen.
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Da die Anlagekosten für eine Rohrpostanlage für Büchsen schwerer
Bauart und großen Durchmessers sehr hoch sind, kann die Wirtschaftlichkeit der Anlage
dadurch verbessert werden, dal3 das Fahrrohr abwechselnd in beiden Richtungen benutzt
wird. Es besteht deshalb die Aufgabe, die Station nach dem Hauptpatent derart zu
gestalten, daß sie für Benutzung zum Transport von Rohrpostbüchsen in beiden Richtungen
geeignet ist. Durch die Erfindung soll diese Aufgabe gelöst werden.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Station an Rohrpostanlagen zum
wahlweisen Passierenlassen, Empfangen oder Absenden von Rohrpostbüchsen nach dem
Hauptpatent 1122 454. und besteht darin, daß für den wahlweisen Transport der Rohrpostbüchsen
in beidenRichtungen zweiHilfsluftleitungen mit je zwei abweehselnd geöffneten und
geschlossenen Ventilen enthaltenden Abzweigungen vorgesehen sind, von denen jeweils
die eine Abzweigung der bei den Hilfsluftleitungen vor bzw. hinter der Kammer ex
in das Fahrrohr und die jeweils andere Abzweigung beider Hilfsluftleitungen nahe
der hinteren bzw. vorderen Verriegelung in die Kammer einmiinden.
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In der Arbeitsluftumleitung kann hierbei das Gebläse für die Arbeitsluft
angeordnet sein, wenn es nicht aus anderen Gründen außerhalb dieser Stationen liegen
muß. An Eingang und/oder Ausgang dieser Umleitung ist in diesem'Fall je ein Drosselventil
angeordnet, um das erforderliche Druckgefälle zwischen der Umleitung und dem Fahrrohr
herzustellen.
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Die Hilfsluftleitungen werden bei Verwendung eines Gebläses in der
Arbeitsluftumleitung an diese Umleitung beiderseits des Gebläses angeschlossen.
Es können aber auch in einer oder beider Hilfsluftleitungen besondere Hilfsgebläse
angeordnet sein.
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Wird das Gebläse außerhalb der Station angeordnet oder zumindest
außerhalb der Umleitung, so können die Hilfsluftleitungen untereinander verbunden
sein, wobei die Verbindungsleitung ein Hilfsluftgebläse enthält.
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Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Zeichnungen, in denen verschiedene
Ausführungsmöglichkeiten dargestellt werden.
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F i g. 1 zeigt eine Station mit einer Umleitung der Arbeitsluft,
die ein Gebläse enthält und beiderseitig nahe ihren Enden mit Drosselventilen versehen
ist ; F i g. 2 zeigt eine Anordnung, ähnlich der nach Fig. 1, jedoch ohne Drosselventile
in der Umleitung, aber mit Hilfsluftgebläsen in den Hilfsluftleitungen; F i g. 3
zeigt ein Ausführungsbeispiel mit je einem Gebläse in der Arbeitsluftumleitung,
einem Drosselventil in dieser Leitung und einem Hilfsluftgebläse in einer der Hilfsluftleitungen,
und F i g. 4 zeigt eine Station, bei der die Arbeitsluftversorgung außerhalb der
Station liegt und die Hilfsluftleitungen miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsleitung
ein Hilfsluftgebläse enthält.
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In F i g. 1 ist das Fahrrohr a durch die Kammer 11 unterbrochen,
die beiderseitig wahlweise wirksam werdende Verbindungen enthält. Die Arbeitsumleitung
ist mit b bezeichnet und besitzt an jedem Ende ein Drosselventil 25 bzw. 26. In
die Leitung b ist das Gebläse20, das in seiner Wirkung umkehrbar ist, eingeschaltet.
Die Hilfsluftleitung c führt von dem linken Ende der Leitung b an zwei Verzweigungen
c1, c2, von denen c1 in das Fahrrohr a nahe der Verriegelung 4 und die Leitung c2
in die Kammer 11 nahe der Verriegelung 5 münden. In jeder Abzweigleitung befindet
sich ein Ventil 21 bzw. 23, von denen jeweils eines geöffnet und das andere geschlossen
ist. In ähnlicher Weisei wird die Hilfsluftleitung d von der Arbeitsumleitung b
nahe deren rechtem Ende am Drosselventil 26 abgezweigt und n die Abzweigungen d1
und d2 aufgeteilt. Diese Abzweigungen d1 und d2 sind ähnlich wie die Abzweigungen
cl und c2 angeordnet, so daß d, vor die Kammer in das Fahrrohr und d2 in die Kämmer
nahe der Verriegelung 4 einmünden. Auch in den Leitungen dl und d2 befinden sich
steuerbare Ventile 22 und 24, von denen jeweils eines geöffnet und das andere geschlossen
ist.
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Das Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 ist ähnlich dem der F i g.
1, jedoch sind die Drosselventile 25, 26 weggelassen und dafür Hilfsluftgeblase
28 und 29 in die Hilfsluftleitung c und d gelegt. Das Ausführungsbeispiel nach F
i g. 3 unterscheidet sich von dem nach F i g. 2 dadurch, daß nur ein Drosselventil
26 an einem Ende in der Umleitungb votgesehetl ist und die an dieses Ende führende
Hilfiluftleiturig d nicht mit einem Hilfsgebläse versehen ist.
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F i g. 4 zeigt eine Station, bei der die Arbeit versorgung an einer
anderen Stelle des Fahrrohres stattfindet. Die Hilfsluftleitung b und c sind miteinander
über ein Hilfsgebläse 30 verbunden. In det Arbeitsumleitung befinden sich keine
Drosselventile.
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Die Arbeitsweise der Anordnung nach der Erfindung ist ähnlich der
nach dem Hauptpatent, jedoch kann die Station in den beiden Fahrtrichtungen benutzt
werden. Wird eine Rohrpostbüchse von links an die Station herangeführt und soll
sie in der Station eripfangen werden, so wird die Kammer 11 durch die Verriegelung
5 verschlossen. Die Rohrpostbüchse wird in die Kammer gedrückt, wobei beim Passieren
des Ortes der Verriegelung 4 die Ventile in der Hilfsluftleitung dl, d2 umgeschaltet
werden. Beim Austreten einer Büchse aus der Kammer werden in ähnlicher Weise die
Verzweigungen der Hilfsluftleitung c gesteuert und die Verriegelung 5 geöffnet,
so daß die Büchse im Fahrrohr a die Station in Richtung nach
rechts verläßt. In umgekehrter
Fahrtrichtung werden das Arbeitsluftgebläse und de Hilfsluftgebläse in ihrer Wirkung
umgekehrt, Vorauf dieser Vorgang des Empfangens und Absendens in umgekehrter Richtung
abläuft. Soll eine Büchse die Station passieren, ohne angehalten zu werden; so blelben
die Verriegelungen 4 und 5 geöffnet und die Hilfsluftleitungen wirkungslos.
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Es ist offensichtlich, daß verschiedene Abänderungen möglich sind,
so kann z. B. an Stelle je eines Ventils in den Abzweigungen der Hilfsluftleitung
an der Abzweigstelle ein Umschaltventil gelegt werden, und die Hilfsluftquelle und
die Arbeitsluftquelle können ein gemeinsames Gebläse sein, das mehrere Sta ;-tionen
gleichzeitig mit Druck-und Saugluft versorgt.
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Patentansprüche: 1. Station an Rohrpostanlagen zum waS-weisen Passierenlassen,
Empfangen oder Abaea den von Rohrpostblichsen, insbesondere solche schwerer Bauart,
mit einer in Arbeitsstellüng vèrk sehließbaren Kammer und mit einer Umleitun g der
Arbeitsluft um die Katnmer hetum, wobei durchfahrende Büchsen mit unverminderter
Geschwindigkeit passieren können und die Kammer an den beiden Stimseiten verriegelt
werden kann, wobei die rückwärtige Verriegelang zum AnM ten der Büchse dient und
eine Kompressioö dor vor der Büchse liegenden Luftsäule und damit deren Abbremsung
bewirkt, während die vordert Verriegelüng nur bei Entnahme der empfangenen und beim
Einbringen der abzusendenden Büchse betätigt wird, nach Patent 1 122 343, d a d
u r c h gekennzeichnet, daß fUr den wahlwetseo Transport der rohrpostbüchsen in
beiden Richtungen zwei Hilfsluftleitungen (c, d) mit je zwei abwechselnd über Ventile
(21, 22, 23, 24) ant schlossenen Verzweigungen (c1, c2 und d1, d2) vorgesehen sind,
von denen jeweils die einen (c1, d1) beiderseits der Kammer in das Fahrrohr (@)
und jeweils die anderen (c2, c2) nahe den Vertiegelungen (4, 5) in die Kammer (11)
einmünden.