[go: up one dir, main page]

DE1183061B - Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft - Google Patents

Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft

Info

Publication number
DE1183061B
DE1183061B DEC24606A DEC0024606A DE1183061B DE 1183061 B DE1183061 B DE 1183061B DE C24606 A DEC24606 A DE C24606A DE C0024606 A DEC0024606 A DE C0024606A DE 1183061 B DE1183061 B DE 1183061B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
powder
inhibitor
gaseous
volatile
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC24606A
Other languages
English (en)
Inventor
Yvette Carteret
Pierre Chenebault
Roger Delmas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Commissariat a lEnergie Atomique et aux Energies Alternatives CEA
Original Assignee
Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Commissariat a lEnergie Atomique CEA filed Critical Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Publication of DE1183061B publication Critical patent/DE1183061B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G43/00Compounds of uranium
    • C01G43/01Oxides; Hydroxides
    • C01G43/025Uranium dioxide
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/0006Controlling or regulating processes
    • B01J19/002Avoiding undesirable reactions or side-effects, e.g. avoiding explosions, or improving the yield by suppressing side-reactions
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/16Preventing evaporation or oxidation of non-metallic liquids by applying a floating layer, e.g. of microballoons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/10Solid density
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/12Surface area
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C Ol g
Deutsche Kl.: 12 η-43/02
Nummer: 1183 061
Aktenzeichen: C 24606IV a/12 η
Anmeldetag: 13. Juli 1961
Auslegetag: 10. Dezember 1964
Das durch Reduktion des Trioxyds erhaltene pulverförmige Urandioxyd ist stark pyrophor und oxydiert sich an der Luft spontan wieder auf; diese Erscheinung tritt um so ausgesprochener auf, je größer die spezifische Oberfläche des Pulvers ist. Infolge dieser Oxydation kommt es entweder zu einer lebhaften Verbrennung, bei der die Uran verbindung nahezu in den Zustand von U3O8 kommt, oder es bildet sich bei einer weniger lebhaften Umwandlung ein überstöchiometrisches Oxyd, das eine schwarze Färbung hat und bei dem auf ein Uranatom mehr als 2,3 Sauerstoffatome kommen.
Es ist aus der USA.-Patentschrift 2 906 598 bekannt, die UO2-Teilchen, die man bei Hochtemperaturreduktion von UO3 erhält, um ihre spontane Reoxydation zu vermeiden, in einer nicht oxydierenden Atmosphäre abkühlen zu lassen, die beispielsweise aus Helium besteht, und darauf dieses UO0 unter Luftabschluß zu lagern. Im übrigen ist es gemäß der britischen Patentschrift 812791 bereits bekannt, das UO2-Pulver unter den Schutz einer Atmosphäre zu bringen, die aus Kohlensäure besteht. Gemäß diesem Verfahren ist das Urandioxyd ebenfalls nicht geschützt, sobald man es in Berührung mit Luft bringt, besonders gelegentlich der verschiedenen Handhabungen, denen es zu unterziehen ist.
Eine Lösung der Aufgabe, die Spontanoxydation pulverförmigen Uranoxyds zu verhüten, bietet deswegen ein großes praktisches Interesse, weil man in diesem Fall die in irgendeiner Form stabilisierten Pulver, ohne ein Verbrennen derselben befürchten zu müssen, bei freiem Luftzutritt handhaben kann im Laufe der darauf folgenden Behandlungsschritte, z. B. bei der Formgebung, die der Sinterung des Urandioxyds vorausgeht.
Um die lebhafte Reoxydation des pulverförmigen Urandioxyds zu vermeiden, hat man schon ein Verfahren benutzt, bei dem man eine gelenkte Reoxydation durchführte. Dabei wurde durch das Pulver in kaltem Zustand ein Stickstoffstrom geleitet, der 2% Sauerstoff enthielt. Dabei ergab sich ein Material mit einer mittleren Zusammensetzung, bei der auf ein Uranatom 2,2 Sauerstoffatome kamen und das sich ausgezeichnet für den Sintervorgang eignete im Gegensatz zu den Pulvern, die eine kräftige Reoxydation erfahren hatten. Aber dieses Verfahren, das im Laboratoriumsmaßstab brauchbar war, also etwa bis zu einer Produktenmenge unterhalb von 1 kg, läßt sich nicht auf die Behandlung größerer Mengen übertragen, und zwar aus folgenden Gründen: die Erscheinung der Reoxydation ist stark exothermisch,
Verfahren zur Behandlung pulverförmigen
Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft
Anmelder:
Commissariat ä !'Energie Atomique, Paris
Vertreter:
Dr. phil. W. P. Radt
und Dipl.-Ing. E. E. Finkener,
Patentanwälte, Bochum, Heinrich-König-Str. 12
Als Erfinder benannt:
Yvette Carteret, Paris,
Pierre Chenebault,
Roger Delmas, Grenoble (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 18.JuIi 1960 (833191)
die Reaktionsgeschwindigkeit wächst mit der Temperatur,
die thermische Leitfähigkeit der pulverförmigen Schicht von Uranoxyd ist sehr schlecht.
Infolge dieser Gegebenheiten kommt es beim Arbeiten mit einer dichten Pulverschicht von Uran-Oxyd zu einer vorwiegenden Oxydation der Oberfläehenschichten, ohne daß es ,gelingt, die inneren Schichten zu erfassen. Im übrigen ist das Maß der Oxydation sehr unterschiedlich je nach der Größe der einzelnen Körner des Pulvers und auch im Innern eines einzelnen Kornes.
Es ist das Ziel der Erfindung,,zu einem Verfahren zu kommen, das auch in industriellem Maßstab anwendbar ist, und dabei den besonderen Gesetzen Rechnung zu tragen, die bei der Adsorption von Gasmolekülen gelten.
Die Theorie der Adsorption" stellt als wesentlich die beiden folgenden Größen heraus: den Gleichgewichtsdruck ρ de$ Gases bei Berührung mit dem Oxyd und den Maximaldruck p0 des gleichen Gases. Im Falle einer Flüssigkeit bei gewöhnlicher Temperatur entspricht p0 dem Sättigungsdruck des Dampfes beim Gleichgewicht mit der Flüssigkeit von der betreffenden Temperatur. Im Falle eines gasförmigen Körpers bei gewöhnlicher Temperatur entspricht p0 dem Verflüssigungsdruck.
409 757/254
Man weiß, daß die Adsorption im allgemeinen bedeutend ist, wenn dieses Verhältnis p nahe bei 1
Po
liegt.
Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß man auch eine bedeutende Adsorption erreichen kann, besonders im Falle einer erhöhten Adsorptionstemperatur, wenn die Verhältnisse - erheblich
Pa
unter 1 liegen; dabei scheint allerdings der Wert 0,05 eine untere Grenze darzustellen, so daß also die Vorschrift gilt
0,05 < ? < 1 . Po
Die neue Adsorptionsbehandlung des Urandioxyds hat den erheblichen Vorteil, daß dabei die spezifische Oberfläche des auf diese Weise geschützten Pulvers nicht verringert wird.
Der Grad des Schutzes gegen die Reoxydation hängt von der Natur des verwendeten Inhibitors ab und wirkt sich in der einen oder anderen nachstehenden Form aus:
1. Die Reoxydation ist praktisch Null; das ist der Fall bei Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff. Man erhält dann das Uranoxyd von stöchiometrischer Zusammensetzung. Der Inhibitor läßt sich im Laufe der späteren Sinterung entfernen,
2. Die Reoxydation wird verzögert und erfolgt sehr langsam an der Luft ohne nennenswerte Erhitzung des Oxyds; das ist der Fall bei Verwendung von Wasserdampf.
Die Durchführung des neuen Adsorptionsverfah-
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht also darin, daß jedes Korn des pulverförmigen Oxyds der Einwirkung wenigstens eines gas- oder dampfförmigen Inhibitors ausgesetzt wird, wobei als dampfförmiger Inhibitor Wasserdampf, Tetrachlorkohlen- 20 iens kann in außerordentlich verschiedener Weise erstoff, flüchtige Alkohole, flüchtige Ketone von nied- folgen. Man ist in der Wahl dabei frei und kann sich rigem Molekulargewicht oder flüchtige Kohlenwasser- den besonderen Bedingungen des Einzelfalles anstoffe, insbesondere aromatische Kohlenwasserstoffe passen, wobei die besondere Art der Durchführung wie Benzol und Toluol, und als gasförmiger Inhibitor an sich keinerlei Einfluß auf die vorstehend erörter-Kohlensäure oder Ammoniak verwendet werden, 25 ten, charakteristischen Größen der Adsorption hat. und daß bei der Einwirkung des Inhibitors solche Man kann zur Durchführung der Erfindung eine
Druck- und Temperaturbedingungen eingehalten der folgenden Methoden wählen: werden, daß das Verhältnis des Gleichgewichtsdruckes des gasförmigen Inhibitors zu dem maximalen Druck des Inhibitors zwischen 0,05 und 1 30 liegt, mit der Maßgabe, daß bei der Adsorption eine wenigstens monomolekulare Schicht des dampf- oder gasförmigen Inhibitors auf jedem Pulverkorn gebildet wird.
Bei Verwendung eines Dampfes arbeitet man mit einem Gleichgewichtsdruck, der der Dampfspannung des verwendeten Stoffes bei der Reaktionstemperatur entspricht; das bedeutet, daß ρ = p0 ist und daher
-p- = 1
Pt
I«i Gegensatz dazu kann man bei der Verwendung eines Gases mit einem; Gleiehgewichtsdruck arbeiten, der dem atmosphärischen entspricht, und die verschiedenen Werte VOn1P9 der verwendeten Stoffe, die alle oberhalb 1 liegen, führen im allgemeinen zu ^-Werten unter 1 gewöhnlich zu solchen in dem
Bereich zwischen 0,05 und 0,2.
In allen Fällen und besonders wenn man einen
Dampf benutzt, d. h. entweder Wasserdampf oder 50 formen und sintern.
den eines organischen Stoffes, kann man bei Außen- Nachstehend werden fünf Beispiele zur Durch-
temperatur arbeiten, was die praktische Ausführung sehr einfach gestaltet.
Jedoch kann es im Falle eines Gases und insbesondere bei der Kohlensäure vorkommen, daß das
Verhältnis—-, wenn man bei normalem Druck arbei-
Po
tet, den obengenannten Bedingungen nicht entspricht, d. h. sogar kleiner als 0,02 ist. Um den richtigen Wert zu erhalten, arbeitet man alsdann bei 60 3801^C durchgeführte Kalzinierung von Ammonium·* einer Temperatur unterhalb 00C, wie weiter unten diuranat gewonnen wurde, wird reduziert, und zwar noch näher erläutert wird.
Die Adsorptionsreaklionen mit den vorstehend aufgeführten Substanzen vollziehen sich in relativ kurzer Zeit, nämlich innerhalb eines Zeitraumes, der zwischen einigen Minuten und mehreren Stunden liegt und dessen Dauer von den Arbeitebedingungen und den verarbeiteten Mengen abhängt.
Man kann das pulverförmige Uranoxyd in eine organische Flüssigkeit (Tetrachlorkohleastoff usw.) tauchen und die überschüssige Flüssigkeit verdampfen;
man kann die organische Flüssigkeit verdampfen und über das Pulver führen, wo sie sich •niederschlägt;
man kann das Pulver mit einer Atmosphäre eines als Inhibitor wirkenden, reinen Gases in Berührung bringen;
man kann durch ein Bett des Pulvers ein reduzierendes oder inertes Gas (Wasserstoff, Sauerstoff, Argon usw.) leiten, in dem die Inhibitorflüssigkeit als Nebel suspendiert ist; man kann durch das Bett des Pulvers ein reduzierendes oder inertes Gas leiten, welches mit dem Dampf des Inhibitors gesättigt ist. · Unabhängig davon, welche der vorstehend aufgeführten Behandlungen man angewendet hat, kann man das Urandioxyd an der Luft handhaben, ohne daß besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen, und nach den üblichen Verfahren
führung des neuen Verfahrens zum Verhüten der Spontanoxydation pulverförmigen Urandioxyds näher beschrieben.
Beispiel 1
Die Behandlung erfolgt durch eine Mischung von Gas, nämlich Wasserstoff und dampfförmigem Tetrachlorkohlenstoff. Urantrioxyd, das durch die bei
entweder mittels Wasserstoff oder mittels gespaltenem Ammoniak nach einem der bekannten Verfahren. ···'' Nach vollständiger Kühlung unter Wasserstoff oder gespaltenem Ammoniak läßt man auf'"das stöchiometrische Urandioxyd Wasserstoff einwirken, der mit Tetrachlorkohlenstoff beladen ist. ■
Die Einwirkung erfolgt 2 Stunden lang, das Urandioxyd kann alsdann an der Luft behandelt werden. Seine spezifische Oberfläche liegt zwischen 10 und 15 mVg.
Das so bearbeitete Produkt kann nach den üblichen Methoden verformt und in einer Wasserstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 135O0C auf eine Dichte von 10,5 gesintert werden.
Beispiel 2
IO
Ein in der gleichen Weise wie beim vorigen Beispiel in einem Drehofen gewonnenes, pulverförmiges Urandioxyd mit einer spezifischen Oberfläche von 13 m2/g wird von einem Stickstoffstrom bestrichen, der mit Dämpfen von Äthylalkohol beladen ist (Sättigungstemperatur 250C). Nach lstündiger Behandlung kann das Pulver der Luft ohne Gefahr der Reoxydation ausgesetzt werden.
Nach 5stündiger Sinterung unter Wasserstoff bei 1400° C erhält man eine Dichte von 10,5.
Beispiel 3
Das in einem kontinuierlichen Ofen hergestellte Urandioxyd wird in Gefäßen, die etwa 60 kg Pulver aufnehmen, unter Wasserstoff gebracht. Man führt in jedes Gefäß 11 Tetrachlorkohlenstoff ein, der das Oxyd teilweise anfeuchtet. Nach 2stündiger Behandlung kann man das aus den Gefäßen entleerte Pulver gefahrlos der Einwirkung der Luft aussetzen.
Beispiel 4
Hierbei erfolgt die Behandlung durch Wasserdampf oder vielmehr durch eine Mischung von Gas und Wasserdampf. Das pulverförmige Urandioxyd wurde erhalten durch Behandlung des Urantrioxyds in einem Ofen, durch den im Gegenstrom gespaltenes Ammoniak geführt wurde, das mit 15 bis 18 mg Wasserdampf pro Liter beladen war.
Beim Austritt aus dem Ofen in der Kühlzone erfolgt die Adsorption des Wasserdampfes am Pulver.
Das den Ofen verlassende Gut kann der Luft ausgesetzt und in beliebiger Weise verarbeitet werden. Seine spezifische Oberfläche liegt zwischen 10 und 15m2/g. Die Reoxydation erfolgt langsam ohne Temperatursteigerung.
Beispiel 5
Hierbei erfolgt die Behandlung mit einem Gas, nämlich mit Kohlensäure. Dabei ist zu bemerken, daß bei Durchführung der Adsorption bei gewöhnlicher Temperatur nur die Körner in einer Größe unter 2 mm gegen eine Reoxydation geschützt wären, während bei den größeren Kömern eine lebhafte Reoxydation einsetzen würde. In diesem Falle liegt das Verhältnis
ρ lat
55
Po
56 at
in der Nähe von 0,02. Dieser niedrige Wert besagt, daß man gemäß den allgemeinen Adsorptionsgesetzen keine wirksame Adsorption bezüglich Körnern aller verschiedenen Korngrößen erhält.
Um das Verhältnis — zu erhöhen, kann man ρ auf dem Wert von 1 at belassen und p0 kleiner machen, was sich durch Herabsetzung der Temperatur erreichen läßt.
Das wie bei den anderen Beispielen durch Reduktion des Trioxyds in einem Ofen erhaltene Urandioxyd wird in einem Gefäß gesammelt und das Gefäß in ein Kältebad von —45° C getaucht. Alsdann führt man Kohlensäure ein. In dieser Weise arbeitet
man mit einem Verhältnis — in der Nähe von 0,15.
Pt
Bei diesen Arbeitsbedingungen werden alle Korngrößen des Urandioxyds wirksam geschützt. Wie bei den anderen Ausführungsbeispielen kann auch das so gewonnene Pulver ohne besondere Schutzmaßnahmen zu Sinterkörpern großer Dichte verarbeitet werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Behandlung pulverförmigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver der Einwirkung wenigstens eines gas- oder dampfförmigen Inhibitors ausgesetzt wird, wobei als dampfförmiger Inhibitor Wasserdampf, Tetrachlorkohlenstoff, flüchtige Alkohole, flüchtige Ketone von niedrigem Molekulargewicht oder flüchtige Kohlenwasserstoffe und als gasförmiger Inhibitor Kohlensäure oder Ammoniak verwendet werden, und daß bei der Einwirkung des Inhibitors solche Druck- und Temperaturbedingungen eingehalten werden, daß das Verhältnis des Gleichgewichtsdruckes des gasförmigen Inhibitors zu dem maximalen Druck des Inhibitors zwischen 0,05 und 1 liegt, mit der Maßgabe, daß bei der Adsorption eine wenigstens monomolekulare Schicht des dampf- oder gasförmigen Inhibitors auf jedem Pulverkorn gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Uranoxydpulver in eine Flüssigkeit taucht, die aus einem oder mehreren flüchtigen Inhibitoren besteht, alsdann das Pulver aus der Flüssigkeit entfernt und die vom Pulver zurückgehaltene, überschüssige Flüssigkeit verdampft.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Inhibitor verdampft und ihn sich am Pulver niederschlagen läßt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch ein Bett des Pulvers ein nicht oxydierendes Gas leitet, in dem der Inhibitor als Nebel suspendiert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch ein Bett des Pulvers ein nicht oxydierendes Gas leitet, das mit dem Dampf des Inhibitors gesättigt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver während einer Stunde der Einwirkung eines Stickstoffstromes unterworfen wird, der mit Äthylalkoholdämpfen beladen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 812 791; USA.-Patentschrift Nr. 2 906598.
409 757/254 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEC24606A 1960-07-18 1961-07-13 Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft Pending DE1183061B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR833191A FR1270571A (fr) 1960-07-18 1960-07-18 Procédé d'inhibition de l'oxydation spontanée des poudres de bioxyde d'uranium

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1183061B true DE1183061B (de) 1964-12-10

Family

ID=8735657

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC24606A Pending DE1183061B (de) 1960-07-18 1961-07-13 Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft

Country Status (7)

Country Link
BE (1) BE605809A (de)
CH (1) CH448040A (de)
DE (1) DE1183061B (de)
FR (1) FR1270571A (de)
GB (1) GB994636A (de)
LU (1) LU40408A1 (de)
NL (1) NL267159A (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB812791A (en) * 1944-07-22 1959-04-29 Atomic Energy Authority Uk Activated uranium dioxide and processes of producing the same
US2906598A (en) * 1958-04-14 1959-09-29 John M Googin Preparation of high density uo2

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB812791A (en) * 1944-07-22 1959-04-29 Atomic Energy Authority Uk Activated uranium dioxide and processes of producing the same
US2906598A (en) * 1958-04-14 1959-09-29 John M Googin Preparation of high density uo2

Also Published As

Publication number Publication date
FR1270571A (fr) 1961-09-01
NL267159A (de) 1900-01-01
LU40408A1 (de) 1961-09-18
GB994636A (en) 1965-06-10
CH448040A (fr) 1967-12-15
BE605809A (fr) 1961-11-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DD232479A5 (de) Verfahren zur herstellung von pulverigen metalioxiden aus waessrigen loesungen oder festen mischungen von metallnitraten
EP0085121B1 (de) Verfahren zum Herstellen geblähter Graphitpartikel
DE1592535A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Uranylfluorid aus Uranhexafluorid
DE1533058C3 (de) Verfahren zur Herstellung von feinteiligen, nicht pyrophoren Metallen der IV., V. und VI. Gruppe und der Actiniumreihe des periodischen Systems durch Reduktion deren Halogenide im Wasserstoff-Plasmastrahl
DE2139522C3 (de) Sinterverfahren
DE1183061B (de) Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft
DE2524517B2 (de) Verfahren zur Stabilisierung pyrophorer Eisenpulver
DE910536C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefeltrioxyd
DE3228775A1 (de) Verfahren zum passivieren von schwammeisenpellets
DE1592471B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Urandioxidpulvern und -granulaten
DE1667855A1 (de) Verfahren zur Herstellung von elektrisch leitendem Zinkoxid
DE1208595B (de) Verfahren zum Erzeugen von Chromdiffusions-zonen mit extrem niedriger Oberflaechenrauhigkeit auf Teilen aus Nickel- oder Kobaltlegierungen
DE68918535T2 (de) Verfahren zur Passivierung von Uran-Oxiden für die Oxydationskontrolle und das oxydationsresistente Uran-Produkt.
DE69914214T2 (de) Verfahren zum absorbieren von stickstoffoxiden aus gasen
DE879548C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem, feinteiligem Kobaltmetallpulver durch Reduktion von Kobaltoxyden
DE2025588C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Uranmonocarbid
DE921930C (de) Verfahren zur Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff
DE2451778C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Molybdänmetall mit großer Oberfläche
DE1667695A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Stickoxydul
DE3347037C2 (de) Verfahren zum Erzeugen von Pulvern aus Metallen und/oder Metallverbindungen aus der Gasphase
DE2063649C3 (de) Wärmebehandlungsverfahren zur Herstellung eines innenoxidierten Metall/Metalloxid-Verbundwerkstoffes
DE1467136C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlor
WO2023062130A1 (de) Verfahren zur herstellung eines wolframmetall-pulvers mit grosser spezifischer oberfläche
DE565480C (de) Verfahren zum Entfernen von Kohleabscheidungen in Lichtbogenoefen
DD216704A5 (de) Verfahren zur herstellung von urantrioxid mit grosser reaktivitaet