DE1183061B - Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft - Google Patents
Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der LuftInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C Ol g
Deutsche Kl.: 12 η-43/02
Nummer: 1183 061
Aktenzeichen: C 24606IV a/12 η
Anmeldetag: 13. Juli 1961
Auslegetag: 10. Dezember 1964
Das durch Reduktion des Trioxyds erhaltene pulverförmige Urandioxyd ist stark pyrophor und
oxydiert sich an der Luft spontan wieder auf; diese Erscheinung tritt um so ausgesprochener auf, je
größer die spezifische Oberfläche des Pulvers ist. Infolge dieser Oxydation kommt es entweder zu einer
lebhaften Verbrennung, bei der die Uran verbindung nahezu in den Zustand von U3O8 kommt, oder es
bildet sich bei einer weniger lebhaften Umwandlung ein überstöchiometrisches Oxyd, das eine schwarze
Färbung hat und bei dem auf ein Uranatom mehr als 2,3 Sauerstoffatome kommen.
Es ist aus der USA.-Patentschrift 2 906 598 bekannt, die UO2-Teilchen, die man bei Hochtemperaturreduktion
von UO3 erhält, um ihre spontane Reoxydation zu vermeiden, in einer nicht oxydierenden
Atmosphäre abkühlen zu lassen, die beispielsweise aus Helium besteht, und darauf dieses
UO0 unter Luftabschluß zu lagern. Im übrigen ist es gemäß der britischen Patentschrift 812791 bereits
bekannt, das UO2-Pulver unter den Schutz einer
Atmosphäre zu bringen, die aus Kohlensäure besteht. Gemäß diesem Verfahren ist das Urandioxyd ebenfalls
nicht geschützt, sobald man es in Berührung mit Luft bringt, besonders gelegentlich der verschiedenen
Handhabungen, denen es zu unterziehen ist.
Eine Lösung der Aufgabe, die Spontanoxydation pulverförmigen Uranoxyds zu verhüten, bietet deswegen
ein großes praktisches Interesse, weil man in diesem Fall die in irgendeiner Form stabilisierten
Pulver, ohne ein Verbrennen derselben befürchten zu müssen, bei freiem Luftzutritt handhaben kann
im Laufe der darauf folgenden Behandlungsschritte, z. B. bei der Formgebung, die der Sinterung des
Urandioxyds vorausgeht.
Um die lebhafte Reoxydation des pulverförmigen Urandioxyds zu vermeiden, hat man schon ein Verfahren
benutzt, bei dem man eine gelenkte Reoxydation durchführte. Dabei wurde durch das Pulver
in kaltem Zustand ein Stickstoffstrom geleitet, der 2% Sauerstoff enthielt. Dabei ergab sich ein Material
mit einer mittleren Zusammensetzung, bei der auf ein Uranatom 2,2 Sauerstoffatome kamen und
das sich ausgezeichnet für den Sintervorgang eignete im Gegensatz zu den Pulvern, die eine kräftige Reoxydation
erfahren hatten. Aber dieses Verfahren, das im Laboratoriumsmaßstab brauchbar war, also
etwa bis zu einer Produktenmenge unterhalb von 1 kg, läßt sich nicht auf die Behandlung größerer
Mengen übertragen, und zwar aus folgenden Gründen: die Erscheinung der Reoxydation ist stark exothermisch,
Verfahren zur Behandlung pulverförmigen
Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft
Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft
Anmelder:
Commissariat ä !'Energie Atomique, Paris
Vertreter:
Dr. phil. W. P. Radt
und Dipl.-Ing. E. E. Finkener,
Patentanwälte, Bochum, Heinrich-König-Str. 12
Als Erfinder benannt:
Yvette Carteret, Paris,
Pierre Chenebault,
Roger Delmas, Grenoble (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 18.JuIi 1960 (833191)
die Reaktionsgeschwindigkeit wächst mit der Temperatur,
die thermische Leitfähigkeit der pulverförmigen Schicht von Uranoxyd ist sehr schlecht.
Infolge dieser Gegebenheiten kommt es beim Arbeiten mit einer dichten Pulverschicht von Uran-Oxyd zu einer vorwiegenden Oxydation der Oberfläehenschichten, ohne daß es ,gelingt, die inneren Schichten zu erfassen. Im übrigen ist das Maß der Oxydation sehr unterschiedlich je nach der Größe der einzelnen Körner des Pulvers und auch im Innern eines einzelnen Kornes.
Infolge dieser Gegebenheiten kommt es beim Arbeiten mit einer dichten Pulverschicht von Uran-Oxyd zu einer vorwiegenden Oxydation der Oberfläehenschichten, ohne daß es ,gelingt, die inneren Schichten zu erfassen. Im übrigen ist das Maß der Oxydation sehr unterschiedlich je nach der Größe der einzelnen Körner des Pulvers und auch im Innern eines einzelnen Kornes.
Es ist das Ziel der Erfindung,,zu einem Verfahren
zu kommen, das auch in industriellem Maßstab anwendbar ist, und dabei den besonderen Gesetzen
Rechnung zu tragen, die bei der Adsorption von Gasmolekülen gelten.
Die Theorie der Adsorption" stellt als wesentlich die beiden folgenden Größen heraus: den Gleichgewichtsdruck
ρ de$ Gases bei Berührung mit dem Oxyd und den Maximaldruck p0 des gleichen Gases.
Im Falle einer Flüssigkeit bei gewöhnlicher Temperatur entspricht p0 dem Sättigungsdruck des Dampfes
beim Gleichgewicht mit der Flüssigkeit von der betreffenden Temperatur. Im Falle eines gasförmigen
Körpers bei gewöhnlicher Temperatur entspricht p0
dem Verflüssigungsdruck.
409 757/254
Man weiß, daß die Adsorption im allgemeinen bedeutend ist, wenn dieses Verhältnis p nahe bei 1
Po
liegt.
Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß man auch eine bedeutende Adsorption erreichen
kann, besonders im Falle einer erhöhten Adsorptionstemperatur, wenn die Verhältnisse - erheblich
Pa
unter 1 liegen; dabei scheint allerdings der Wert 0,05 eine untere Grenze darzustellen, so daß also die Vorschrift
gilt
0,05 < ? < 1 . Po
Die neue Adsorptionsbehandlung des Urandioxyds hat den erheblichen Vorteil, daß dabei die spezifische
Oberfläche des auf diese Weise geschützten Pulvers nicht verringert wird.
Der Grad des Schutzes gegen die Reoxydation hängt von der Natur des verwendeten Inhibitors ab
und wirkt sich in der einen oder anderen nachstehenden Form aus:
1. Die Reoxydation ist praktisch Null; das ist der Fall bei Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff.
Man erhält dann das Uranoxyd von stöchiometrischer Zusammensetzung. Der Inhibitor
läßt sich im Laufe der späteren Sinterung entfernen,
2. Die Reoxydation wird verzögert und erfolgt sehr langsam an der Luft ohne nennenswerte
Erhitzung des Oxyds; das ist der Fall bei Verwendung von Wasserdampf.
Die Durchführung des neuen Adsorptionsverfah-
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht also darin, daß jedes Korn des pulverförmigen Oxyds der
Einwirkung wenigstens eines gas- oder dampfförmigen Inhibitors ausgesetzt wird, wobei als dampfförmiger
Inhibitor Wasserdampf, Tetrachlorkohlen- 20 iens kann in außerordentlich verschiedener Weise erstoff,
flüchtige Alkohole, flüchtige Ketone von nied- folgen. Man ist in der Wahl dabei frei und kann sich
rigem Molekulargewicht oder flüchtige Kohlenwasser- den besonderen Bedingungen des Einzelfalles anstoffe,
insbesondere aromatische Kohlenwasserstoffe passen, wobei die besondere Art der Durchführung
wie Benzol und Toluol, und als gasförmiger Inhibitor an sich keinerlei Einfluß auf die vorstehend erörter-Kohlensäure
oder Ammoniak verwendet werden, 25 ten, charakteristischen Größen der Adsorption hat.
und daß bei der Einwirkung des Inhibitors solche Man kann zur Durchführung der Erfindung eine
Druck- und Temperaturbedingungen eingehalten der folgenden Methoden wählen:
werden, daß das Verhältnis des Gleichgewichtsdruckes des gasförmigen Inhibitors zu dem maximalen
Druck des Inhibitors zwischen 0,05 und 1 30 liegt, mit der Maßgabe, daß bei der Adsorption eine
wenigstens monomolekulare Schicht des dampf- oder gasförmigen Inhibitors auf jedem Pulverkorn gebildet
wird.
Bei Verwendung eines Dampfes arbeitet man mit einem Gleichgewichtsdruck, der der Dampfspannung
des verwendeten Stoffes bei der Reaktionstemperatur entspricht; das bedeutet, daß ρ = p0 ist und daher
-p- = 1
Pt
I«i Gegensatz dazu kann man bei der Verwendung
eines Gases mit einem; Gleiehgewichtsdruck arbeiten, der dem atmosphärischen entspricht, und die verschiedenen
Werte VOn1P9 der verwendeten Stoffe, die
alle oberhalb 1 liegen, führen im allgemeinen zu ^-Werten unter 1 gewöhnlich zu solchen in dem
Bereich zwischen 0,05 und 0,2.
In allen Fällen und besonders wenn man einen
Dampf benutzt, d. h. entweder Wasserdampf oder 50 formen und sintern.
den eines organischen Stoffes, kann man bei Außen- Nachstehend werden fünf Beispiele zur Durch-
temperatur arbeiten, was die praktische Ausführung sehr einfach gestaltet.
Jedoch kann es im Falle eines Gases und insbesondere bei der Kohlensäure vorkommen, daß das
Verhältnis—-, wenn man bei normalem Druck arbei-
Po
tet, den obengenannten Bedingungen nicht entspricht, d. h. sogar kleiner als 0,02 ist. Um den richtigen
Wert zu erhalten, arbeitet man alsdann bei 60 3801^C durchgeführte Kalzinierung von Ammonium·*
einer Temperatur unterhalb 00C, wie weiter unten diuranat gewonnen wurde, wird reduziert, und zwar
noch näher erläutert wird.
Die Adsorptionsreaklionen mit den vorstehend aufgeführten Substanzen vollziehen sich in relativ
kurzer Zeit, nämlich innerhalb eines Zeitraumes, der zwischen einigen Minuten und mehreren Stunden
liegt und dessen Dauer von den Arbeitebedingungen und den verarbeiteten Mengen abhängt.
Man kann das pulverförmige Uranoxyd in eine organische Flüssigkeit (Tetrachlorkohleastoff
usw.) tauchen und die überschüssige Flüssigkeit verdampfen;
man kann die organische Flüssigkeit verdampfen und über das Pulver führen, wo sie sich
•niederschlägt;
man kann das Pulver mit einer Atmosphäre eines als Inhibitor wirkenden, reinen Gases in
Berührung bringen;
man kann durch ein Bett des Pulvers ein reduzierendes oder inertes Gas (Wasserstoff, Sauerstoff,
Argon usw.) leiten, in dem die Inhibitorflüssigkeit als Nebel suspendiert ist;
man kann durch das Bett des Pulvers ein reduzierendes oder inertes Gas leiten, welches mit
dem Dampf des Inhibitors gesättigt ist. · Unabhängig davon, welche der vorstehend aufgeführten
Behandlungen man angewendet hat, kann man das Urandioxyd an der Luft handhaben, ohne
daß besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen, und nach den üblichen Verfahren
führung des neuen Verfahrens zum Verhüten der Spontanoxydation pulverförmigen Urandioxyds näher
beschrieben.
Die Behandlung erfolgt durch eine Mischung von Gas, nämlich Wasserstoff und dampfförmigem Tetrachlorkohlenstoff.
Urantrioxyd, das durch die bei
entweder mittels Wasserstoff oder mittels gespaltenem
Ammoniak nach einem der bekannten Verfahren. ···''
Nach vollständiger Kühlung unter Wasserstoff oder gespaltenem Ammoniak läßt man auf'"das
stöchiometrische Urandioxyd Wasserstoff einwirken, der mit Tetrachlorkohlenstoff beladen ist. ■
Die Einwirkung erfolgt 2 Stunden lang, das Urandioxyd kann alsdann an der Luft behandelt werden.
Seine spezifische Oberfläche liegt zwischen 10 und 15 mVg.
Das so bearbeitete Produkt kann nach den üblichen Methoden verformt und in einer Wasserstoffatmosphäre
bei einer Temperatur von 135O0C auf eine Dichte von 10,5 gesintert werden.
IO
Ein in der gleichen Weise wie beim vorigen Beispiel in einem Drehofen gewonnenes, pulverförmiges
Urandioxyd mit einer spezifischen Oberfläche von 13 m2/g wird von einem Stickstoffstrom bestrichen,
der mit Dämpfen von Äthylalkohol beladen ist (Sättigungstemperatur 250C). Nach lstündiger Behandlung
kann das Pulver der Luft ohne Gefahr der Reoxydation ausgesetzt werden.
Nach 5stündiger Sinterung unter Wasserstoff bei 1400° C erhält man eine Dichte von 10,5.
Das in einem kontinuierlichen Ofen hergestellte Urandioxyd wird in Gefäßen, die etwa 60 kg Pulver
aufnehmen, unter Wasserstoff gebracht. Man führt in jedes Gefäß 11 Tetrachlorkohlenstoff ein, der das
Oxyd teilweise anfeuchtet. Nach 2stündiger Behandlung kann man das aus den Gefäßen entleerte Pulver
gefahrlos der Einwirkung der Luft aussetzen.
Hierbei erfolgt die Behandlung durch Wasserdampf oder vielmehr durch eine Mischung von Gas
und Wasserdampf. Das pulverförmige Urandioxyd wurde erhalten durch Behandlung des Urantrioxyds
in einem Ofen, durch den im Gegenstrom gespaltenes Ammoniak geführt wurde, das mit 15 bis 18 mg
Wasserdampf pro Liter beladen war.
Beim Austritt aus dem Ofen in der Kühlzone erfolgt die Adsorption des Wasserdampfes am Pulver.
Das den Ofen verlassende Gut kann der Luft ausgesetzt und in beliebiger Weise verarbeitet werden.
Seine spezifische Oberfläche liegt zwischen 10 und 15m2/g. Die Reoxydation erfolgt langsam ohne
Temperatursteigerung.
Hierbei erfolgt die Behandlung mit einem Gas, nämlich mit Kohlensäure. Dabei ist zu bemerken,
daß bei Durchführung der Adsorption bei gewöhnlicher Temperatur nur die Körner in einer Größe
unter 2 mm gegen eine Reoxydation geschützt wären, während bei den größeren Kömern eine lebhafte
Reoxydation einsetzen würde. In diesem Falle liegt das Verhältnis
ρ lat
55
Po
56 at
in der Nähe von 0,02. Dieser niedrige Wert besagt, daß man gemäß den allgemeinen Adsorptionsgesetzen
keine wirksame Adsorption bezüglich Körnern aller verschiedenen Korngrößen erhält.
Um das Verhältnis — zu erhöhen, kann man ρ auf dem Wert von 1 at belassen und p0 kleiner
machen, was sich durch Herabsetzung der Temperatur erreichen läßt.
Das wie bei den anderen Beispielen durch Reduktion des Trioxyds in einem Ofen erhaltene Urandioxyd
wird in einem Gefäß gesammelt und das Gefäß in ein Kältebad von —45° C getaucht. Alsdann
führt man Kohlensäure ein. In dieser Weise arbeitet
man mit einem Verhältnis — in der Nähe von 0,15.
Pt
Bei diesen Arbeitsbedingungen werden alle Korngrößen des Urandioxyds wirksam geschützt. Wie bei
den anderen Ausführungsbeispielen kann auch das so gewonnene Pulver ohne besondere Schutzmaßnahmen
zu Sinterkörpern großer Dichte verarbeitet werden.
Claims (6)
1. Verfahren zur Behandlung pulverförmigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation
bei der Lagerung an der Luft, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver
der Einwirkung wenigstens eines gas- oder dampfförmigen Inhibitors ausgesetzt wird, wobei
als dampfförmiger Inhibitor Wasserdampf, Tetrachlorkohlenstoff, flüchtige Alkohole, flüchtige
Ketone von niedrigem Molekulargewicht oder flüchtige Kohlenwasserstoffe und als gasförmiger
Inhibitor Kohlensäure oder Ammoniak verwendet werden, und daß bei der Einwirkung des
Inhibitors solche Druck- und Temperaturbedingungen eingehalten werden, daß das Verhältnis
des Gleichgewichtsdruckes des gasförmigen Inhibitors zu dem maximalen Druck des Inhibitors
zwischen 0,05 und 1 liegt, mit der Maßgabe, daß bei der Adsorption eine wenigstens monomolekulare
Schicht des dampf- oder gasförmigen Inhibitors auf jedem Pulverkorn gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Uranoxydpulver in
eine Flüssigkeit taucht, die aus einem oder mehreren flüchtigen Inhibitoren besteht, alsdann das
Pulver aus der Flüssigkeit entfernt und die vom Pulver zurückgehaltene, überschüssige Flüssigkeit
verdampft.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Inhibitor verdampft und ihn sich am Pulver niederschlagen läßt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man durch ein Bett des Pulvers ein nicht oxydierendes Gas leitet, in dem der Inhibitor
als Nebel suspendiert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch ein Bett des
Pulvers ein nicht oxydierendes Gas leitet, das mit dem Dampf des Inhibitors gesättigt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver während einer
Stunde der Einwirkung eines Stickstoffstromes unterworfen wird, der mit Äthylalkoholdämpfen
beladen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 812 791;
USA.-Patentschrift Nr. 2 906598.
409 757/254 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR833191A FR1270571A (fr) | 1960-07-18 | 1960-07-18 | Procédé d'inhibition de l'oxydation spontanée des poudres de bioxyde d'uranium |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1183061B true DE1183061B (de) | 1964-12-10 |
Family
ID=8735657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC24606A Pending DE1183061B (de) | 1960-07-18 | 1961-07-13 | Verfahren zur Behandlung pulverfoermigen Urandioxyds zur Verhinderung einer Spontanoxydation bei der Lagerung an der Luft |
Country Status (7)
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|---|---|
| BE (1) | BE605809A (de) |
| CH (1) | CH448040A (de) |
| DE (1) | DE1183061B (de) |
| FR (1) | FR1270571A (de) |
| GB (1) | GB994636A (de) |
| LU (1) | LU40408A1 (de) |
| NL (1) | NL267159A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB812791A (en) * | 1944-07-22 | 1959-04-29 | Atomic Energy Authority Uk | Activated uranium dioxide and processes of producing the same |
| US2906598A (en) * | 1958-04-14 | 1959-09-29 | John M Googin | Preparation of high density uo2 |
-
0
- NL NL267159D patent/NL267159A/xx unknown
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1960
- 1960-07-18 FR FR833191A patent/FR1270571A/fr not_active Expired
-
1961
- 1961-07-06 BE BE605809A patent/BE605809A/fr unknown
- 1961-07-10 CH CH804661A patent/CH448040A/fr unknown
- 1961-07-13 DE DEC24606A patent/DE1183061B/de active Pending
- 1961-07-17 GB GB25838/61A patent/GB994636A/en not_active Expired
- 1961-07-17 LU LU40408D patent/LU40408A1/xx unknown
Patent Citations (2)
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| GB812791A (en) * | 1944-07-22 | 1959-04-29 | Atomic Energy Authority Uk | Activated uranium dioxide and processes of producing the same |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1270571A (fr) | 1961-09-01 |
| NL267159A (de) | 1900-01-01 |
| LU40408A1 (de) | 1961-09-18 |
| GB994636A (en) | 1965-06-10 |
| CH448040A (fr) | 1967-12-15 |
| BE605809A (fr) | 1961-11-03 |
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