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DE1182368B - Ultraschall-Verzoegerungseinrichtung fuer Messzwecke - Google Patents

Ultraschall-Verzoegerungseinrichtung fuer Messzwecke

Info

Publication number
DE1182368B
DE1182368B DEK22154A DEK0022154A DE1182368B DE 1182368 B DE1182368 B DE 1182368B DE K22154 A DEK22154 A DE K22154A DE K0022154 A DEK0022154 A DE K0022154A DE 1182368 B DE1182368 B DE 1182368B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transducer
transmission path
sound
delay device
intermediate medium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK22154A
Other languages
English (en)
Inventor
Alexander Bryce Calder Rankin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kelvin Hughes Ltd
Original Assignee
Kelvin Hughes Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kelvin Hughes Ltd filed Critical Kelvin Hughes Ltd
Publication of DE1182368B publication Critical patent/DE1182368B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03HIMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
    • H03H9/00Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
    • H03H9/30Time-delay networks
    • H03H9/38Time-delay networks with adjustable delay time
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03HIMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
    • H03H9/00Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
    • H03H9/02Details
    • H03H9/125Driving means, e.g. electrodes, coils

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Ultraschall-Verzögerungseinrichtung für Meßzwecke Die Erfindung betrifft Ultraschall-Verzögerungseinrichtungen, bei denen die Verzögerungszeit entweder festliegt oder durch Standortänderung mindestens eines elektromechanischen Wandlers längs der für die Schallübertragung vorgesehenen, durch ein festes Medium gebildeten Bahn kontinuierlich einstellbar ist.
  • Bei bekannten Ultraschall-Verzögerungseinrichtungen der vorstehend umrissenen Art erfolgt die Schallübertragung durch Drähte oder Stäbe aus magnetostriktivem Material, in welchen vom Eingangswandler zum Ausgangswandler Longitudinalwellen fortschreiten. Wenn bei solchen Verzögerungseinrichtungen die Verzögerungszeit veränderbar ist, beruht dies darauf, daß einer der beiden Wandler oder die beiden Wandler längs dem Schallübertragungsmedium verschiebbar sind.
  • Bei der Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung erfolgt die Schallausbreitung im festen Medium der Übertragungsbahn durch Oberflächenwellen, die an der Grenzfläche zwischen diesem Medium und einem Zwischenmedium des Eingangswandlers durch Longitudinalwellen entstehen, die das elektrostriktive Schwingelement des Wandlers mittels des Zwischenmediums unter Einhaltung eines Winkels gegen die Schallübertragungsbahn strahlt, der eine vollständige Umwandlung der Longitudinalwellen in Oberflächenwellen ergibt, die nach Zurücklegung der vorgesehenen Übertragungsbahn vom Ausgangswandler in elektrische Energie umgeformt werden, der hinsichtlich seines grundsätzlichen Aufbaues mit dem Eingangswandler übereinstimmt.
  • Es sind zwar bereits auf der Anwendung von Ultraschallwellen beruhende Materialprüfeinrichtungen bekannt, bei welchen gleichfalls durch ein passend gewähltes Zwischenmedium an der Berührfläche zwischen dem Eingangswandler und dem zu prüfenden Werkstück die vom Schwingkristall des Eingangswandlers in das Zwischenmedium eingestrahlten Longitudinalwellen in Oberflächenwellen umgewandelt werden, deren Ausbreitungsbedingungen durch Material- und Bearbeitungsfehler des Werkstückes in dessen Oberflächenbereich sich ändern. Hingegen ist im Schrifttum nirgends die Anregung enthalten, bei Ultraschall-Verzögerungseinrichtungen, die für die Schallübertragung ein festes Medium aufweisen, von Oberflächenwellen Gebrauch zu machen. Es mag dies damit zusammenhängen, däß sich Oberflächenwellen nicht mit hohem Wirkungsgrad erzeugen lassen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, daß speziell bei Ultraschall-Verzögerungseinrichtungen durch die Anwendung von Oberflächenwellen Vorteile erreichbar sind, die sich mit Longitudinal-, Transversal- oder Torsionsschwingungen nicht erzielen lassen. Durch die geringe Eindringtiefe der Oberflächenwellen in das feste Medium der Übertragungsbahn entfallen Schwierigkeiten, die mit zunehmender Länge dieser Bahn die Ausbildung ihrer Halterungselemente bei anderen Schwingungsformen bereitet. Des weiteren ergeben die praktisch nur in einer Ebene und nicht räumlich sich ausbreitenden Oberflächen geringere Dämpfungswerte pro Längeneinheit. Ferner weisen die für die Fortleitung der Oberflächenwellen in Betracht kommenden festen Medien kleinere Temperaturkoeffizienten als die Flüssigkeiten auf, die bei bekannten Ultraschall-Verzögerungseinrichtungen Longitudinalwellen vom Eingangswandler zum Ausgangswandler übertragen. Es erübrigt sich daher bei der Verzögerungseinrichtung nach, der Erfindung eine Temperaturregelung mittels Thermostaten zum Ausgleich der Temperaturschwankungen der Umgebung. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Oberflächenwellen ist größer als diejenige von Longitudinalwellen in den Flüssigkeiten, die üblicherweise bei Ultraschall - Verzögerungseinrichtungen verwendet werden. Die Schallübertragungsbahn der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung ist daher länger als jene einer Verzögerungsanordnung mit Flüssigkeitsfüllung. Da die Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung für Meßzwecke vorgesehen ist, wirkt sich die vergleichsweise längere Übertragungsbahn auf die Einstellbarkeit der Verzögerungszeiten und auf die Ablesegenauigkeit von Skalen längs der Übertragungsbahn vorteilhaft aus. Die Erzeugung von Oberflächenwellen aus Longitudinalwellen ist der Hervorrufung dieser Wellenform durch Schwingkristalle mit einem speziellen Y-Schnitt vorzuziehen, da bei der erstgenannten Art der Oberflächenwellenerzeugung der Anteil der gleichzeitig erregten unerwünschten Schwingungsformen bedeutend kleiner ist.
  • Beim Eingangswandler der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung besteht das Zwischenmedium aus einem Werkstoff, in welchem die Schallgeschwindigkeit Cl von Longitudinalwellen kleiner ist als die Schallgeschwindigkeit C., von Transversalwellen in dem Material, aus welchem die Schallübertragungsbahn gefertigt ist, längs der im Betrieb Oberflächenwellen mit der Geschwindigkeit Ca fortschreiten. Der Schall wird im Zwischenmedium des Eingangswandlers so geführt, daß die vom elektrostriktiven Schwingelement, beispielsweise einem piezoelektrischen Kristall, erregten und vom Zwischenmedium weitergeleiteten Longitudinalwellen unter einem Winkel gegen die Normale auf der Oberfläche der Schallübertragungsbahn auftreffen, der um einen geringfügigen Betrag größer ist als der Winkel y" = arc sin Für das Zwischenmedium des Ausgangswandlers findet analog ein Werkstoff Anwendung, in welchem die Schallgeschwindigkeit Cl' von Longitudinalwellen kleiner ist als die Schallgeschwindigkeit C, von Transversalwellen in dem Material, das für die Schallübertragungsbahn vorgesehen ist, längs der im Betrieb Oberflächenwellen mit der Geschwindigkeit C3 fortschreiten. Das Zwischenmedium wird im Ausgangswandler so angeordnet, daß die das elektrostriktive Schwingelement, beispielsweise einen piezoelektrischen Kristall, erregenden Longitudinalwellen unter einem Winkel gegen die Normale von der Berührfläche des Zwischenmediums mit der Schallübertragungsbahn ausgehen, der um einen geringfügigen Betrag größer ist als der Winkel zE"' = arc sin Es ist im allgemeinen zweckmäßig, aber nicht unbedingt notwendig, daß beim Eingangswandler und beim Ausgangswandler der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung das Zwischenmedium aus dem gleichen Werkstoff besteht.
  • Entsprechend den Erfordernissen des Einzelfalles sind bei der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung einer der beiden Wandler oder beide Wandler durch eine mechanische Verstellvorrichtung längs der für die Oberflächenwellen vorgesehenen übertragungsbahn verschiebbar.
  • Die Längenabmessung der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung läßt sich ebenso wie bei bekannten, mit anderen Schwingüngsformen arbeitenden Ultraschall-Verzögerungsstrecken durch eine Schallübertragungsbahn auf etwa die Hälfte verkürzen, die so ausgebildet ist, daß an ihrem einen Ende Ultraschallwellen reflektiert werden und dadurch einem Ausgangswandler zugehen, der sich in räumlicher Nähe des Eingangswandlers befindet. Bei einer solchen Ausführungsform der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung ist gegebenenfalls der Eingangs- und der Ausgangswandler durch einen einzigen Wandler ersetzbar, der sowohl als Eingangswie als Ausgangswandler wirksam ist.
  • Es bereitet naturgemäß keine Schwierigkeiten, in den Fällen, in welchen an Stelle einer veränderbaren eine mit großer Genauigkeit gleichbleibende Verzögerungszeit gefordert ist, die Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung mit fest angeordneten Wandlern zu versehen.
  • Während bei Ultraschall-Materialprüfeinrichtungen, die auf den Prüfkörper durch Oberflächenwellen einwirken, die Ausbreitungsbedingungen für die Oberflächenwellen durch den Werkstoff des Prüfkörpers festliegen und störende Schwingungsformen nur durch passende Wahl des Zwischenmediums der Wandler und des Winkels beeinflußbar sind, unter welchem die Longitudinalwellen auf die Berührfiäche des Zwischenmediums des Eingangswandlers mit dem Prüfkörper auftreffen, lassen sich bei der Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung zur Erzielung optimaler Betriebsbedingungen die Wandler und die Schallübertragungsbahn sowohl hinsichtlich der Werkstoffe wie der Formgebung aufeinander abstimmen.
  • Auf einige der vielen Anwendungsgebiete der Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung wird in der Beschreibung hingewiesen. Eine Meßvorrichtung zur Bestimmung der Wandstärke von Prüfkörpern findet in diesem Zusammenhang nähere Erläuterung.
  • In der angelsächsischen Literatur werden Oberflächenwellen vielfach auch als »Rayleigh-Wellen« bezeichnet.
  • Die Erfindung wird im nachstehenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele und der Zeichnungen im einzelnen näher beschrieben und erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Meßstrecke, F i g. 2 eine Seitenansicht eines abgeänderten Teiles der Ausführungsform nach F i g. 1, F i g. 3 einen Schnitt durch den abgeänderten Teil nach der Schnittlinie III-III der F i g. 2, F i g. 4 einen mit einer Flüssigkeit gefüllten Wandler zur Verwendung an einer Vorrichtung nach Fig.l, F i g. 5 eine Seitenansicht einer ringförmig gekrümmten Ausführungsform der Meßstrecke, F i g. 6 und 7 Stirn- und Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform mit schraubenförmig gewundener Meßstrecke, F i g. 8 und 9 schematische Darstellungen zweier Ausführungsformen, die mit Reflexion an einem Ende der Meßstrecke arbeiten, F i g. 10 eine schematische Darstellung eines Anwendungsbeispiels der Erfindung, F i g. 11 das Schirmbild auf einer Kathodenstrahlröhre, das sich bei dem Anwendungsbeispiel nach F i g. 10 ergeben kann.
  • Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform der Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach der Erfindung sind zwei gleiche Wandler 10 und 11 vorgesehen. Jeder Wandler besteht aus einem Prisma 12 aus dem unter dem Warenzeichennamen »Perspex« im Handel befindlichen Kunststoff aus polymerisiertem Methylmethacrylat. Diese Prismen liegen mit einer im nachstehenden als Kontaktfläche bezeichneten Fläche 14 auf einem vorzugsweise stab- oder bandförmigen Köper 13 aus Schmiedeeisen auf. Zwischen der Kontaktfläche und dem Eisenkörper ist ein dünner Ölfilm vorgesehen. Auf einer zweiten, unter einem Winkel von 58° gegenüber der Kontaktfläche angeordneten Fläche 15 des Prismas 12 ist ein piezoelektrischer Kristall 16 von ungefähr 6 mm Durchmesser angebracht. Der Winkel von 58° ist etwas größer als der Winkel-,= arc sin Dabei ist mit Ui die Schallgeschwindigkeit von Longitudinalwellen in dem Kunststoff aus polymerisiertem Methylmethacrylat und mit Uz die Schallgeschwindigkeit von Transversalwellen in Schmiedeeisen bezeichnet.
  • Eine dritte Fläche 17 des Prismas steht senkrecht auf der Kontaktfläche 14. Die Ebene, die durch die Schnittlinie der Kontaktfläche 14 mit der Fläche 17 geht und senkrecht auf der Fläche 15 steht, dringt durch die Mitte des piezoelektrischen Kristalls 16. Der Abstand der Fläche 15 von der Schnittlinie der Flächen 14 und 17 ist in F i g. 1 mit a bezeichnet.
  • Wenn die beiden Wandler - wie aus F i g. 1 der Zeichnungen ersichtlich - auf das Eisenband so aufgesetzt werden, daß ihre parallel ausgerichteten Flächen 17 im Abstand X einander zugekehrt sind, ergibt sich für die Laufzeit t, die ein von einem Impulsgenerator 20 über ein Kabel 18 dem piezoelektrischen Kristall 16 des Eingangswandlers 10 zugeleiteter und mittels des Kabels 19 vom piezoelektrischen Kristall des Ausgangswandlers 11 abgenommener und dem Meßempfänger 21 zugeführter Impuls aufweist, t = Diese Gleichung kann auch in der Form t = PX+Q angeschrieben werden, worin P und Q Konstanten sind.
  • Es ist zu beachten, daß Q nicht zu Null gemacht werden kann und damit der Laufzeit, die mit der Vorrichtung gemessen werden kann, bzw. der Phasenverschiebung, die mit der Vorrichtung erzeugt werden kann, eine untere Grenze gesetzt ist.
  • Die untere Fläche 22 des Eisenstabes bzw. -bandes 13 ist vorzugsweise gezahnt, um irgendwelche, zufällig entstehende Transversal- oder Longitudinalwellen zu unterdrücken.
  • Bei einer abgeänderten Ausführungsform der Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach F i g. 1, die im nachstehenden beschrieben werden soll, ist der eine Wandler 10 fest und der andere Wandler 11' - wie F i g. 2 und 3 zeigen - auf dem Eisenband 13' längsverschiebbar angeordnet. Die Verstellung des Wandlers 11' erfolgt mittels einer Gewindespindel 23, die in einen mit Innengewinde versehenen Gleitstein 24 eingreift. Der an dem Gleitstein 24 befestigte Wandler 11' wird von einer Feder 26 in eine in dem Eisenband 13' angeordnete Längsnut 25 hineingedrückt. Bei dieser Anordnung kann die Laufzeit zwischen dem Wert Q und einem durch die Länge der Eisenschiene 13' bestimmten oberen Grenzwert mittels der Verstellvorrichtung 23, 24 variiert werden.
  • Selbstverständlich können für den Körper 13 bzw. 13' auch andere Werkstoffe verwendet werden. Wenn für die Schallübertragungsbahn eine größere übertragungsgeschwindigkeit erwünscht ist, kann dafür beispielsweise Beryllium verwendet werden. Wenn der Wellenleiter aus Kupfer besteht, kann bei den Wandlern als Zwischenmedium Blei oder eine Flüssigkeit dienen. Wenn die Flüssigkeit Wasser ist, so ist das Verhältnis C1 : Cz annähernd 0,76. Wie aus F i g: 4 ersichtlich, befindet sich die Flüssigkeit 25' in einem Gefäß 26', das oben mit einer Einfüllöffnung 27 versehen ist. Um zu verhindern, daß die Flüssigkeit ausläuft, wenn der Wandler von dem Körper abgehoben wird, ist die untere Öffnung durch eine Membran 29 abgeschlossen.
  • Der piezoelektrische Kristall 28 ist an einem Teil 30, das gleichzeitig als Verschlug der Einfüllöffnung 27 dient, so angebracht, daß er mit der Flüssigkeit in Berührung steht.
  • Der die Ultraschallübertragung zwischen den beiden Wandlern herbeiführende . Körper muß nicht unbedingt geradlinig sein,,da sich Oberflächenwellen auch gut längs gekrümmter Flächen fortleiten lassen. Demzufolge kann - wie in F i g. 5 dargestellt - die Schallübertragungsbahn auch zu einem Ring 31 gebogen sein, der mit einem Spalt 32 versehen ist. Durch den Spalt wird vermieden, daß die Wellen den Ring öfter als einmal umlaufen. Der Eingangswandler ist mit dem Bezugszeichen 33 und der Ausgangswandler mit dem Bezugszeichen 34 angedeutet. Der Ausgangswandler ist vorzugsweise auf dem Ring 31 verschiebbar angeordnet.
  • Bei einer anderen Ausführungsform, die vor allem dann besonders zweckmäßig ist, wenn eine lange Schallübertragungsbahn erforderlicht ist und auf kleinem Raum untergebracht werden muß, ist diese - wie aus den F i g. 6 und 7 ersichtlich - schraubenförmig aufgewunden. Die Eingangs- und Ausgangswandler sind in F i g. 6 und 7 mit den Bezugszeichen 33' bzw. 34' versehen.
  • Die beiden Wandler können aber auch - wie in F i g. 8 dargestellt - nebeneinander an den Stellen 35 und 36 so auf dem Eisenband 38 angeordnet werden, daß sie beide nach der Kante 37 zu orientiert sind. Die vom Wandler 35 ausgesandten Wellen werden an der Kante 37 reflektiert und vom Wandler 36 wieder aufgenommen.
  • Schließlich läßt sich die durch F i g. 8 veranschaulichte Ausführungsform der Verzögerungseinrichtung dahingehend weiterbilden, daß - wie aus F i g. 9 er-. sichtlich - ein einziger Wandler 39 sowohl als Eingangs wie als Ausgangswandler dient. Der Abstand des Wandlers 39 von der Kante 37 des Eisenbandes 38 ist veränderbar. Die Laufstrecke der Oberflächenwellen entspricht dem Zweifachen des Abstandes des Wandlers 39 von der wiederum für die Oberflächenwellen als Reflexionsstelle wirksamen Kante 37. Der Wandler 39 ist an das eine Klemmenpaar eines drei Klemmenpaare aufweisenden Sende-Empfangs-Schalters 40 angeschlossen. Das Klemmenpaar 41 dieses Schalters ist mit dem Impulsgenerator verbunden, während das mit dem Bezugszeichen 42 versehene dritte Schalterklemmenpaar dem Anschlug des Meßempfängers dient. Der Schalter 40 verhindert in bekannter Weise, daß die Ausgangsspannung des Impulsgenerators den Meßempfänger übersteuert und daß die Ausgangsimpulse des Wandlers 39 an die Ausgangsklemmen des Impulsgenerators gelangen.
  • Die Ultraschall-Verzögerungseinrichtung gemäß der Erfindung ist auf allen Gebieten verwendbar, bei welchen Ultraschallwellen-Meßstrecken benötigt werden. Vorauszusetzen ist lediglich, daß die kleinste zu messende Laufzeit (bzw. Phasenverschiebung) größer ist als der obenerwähnte Grenzwert Q. Ein Anwendungsgebiet der Ultraschallwellen-Laufzeitmeßstrecke ist die Dickenmessung von Körpern mittels Ultraschall. Im nachstehenden wird hierauf an Hand der F i g. 10 und 11 näher eingegangen.
  • Zwei Wandler 43 und 44 sind in bekannter Weise auf einer Fläche des Körpers 45, dessen Dicke gemessen werden soll, so angeordnet, daß vom Wandler 43 Ultraschallwellen unter einem geeigneten Winkel in den Körper eingestrahlt und nach ihrer Reflexion an der Unterseite 46 des Körpers vom anderen Wandler 44 wieder aufgenommen werden. Die beiden Wandler 43 und 44 sind mit piezoelektrischen Kristallen 47 und 48 als Wandler-Schwingelemente versehen. Der Kristall 47 des Eingangswandlers ist mit dem Impulsgenerator 20 und dem piezoelektrischen Kristall des Eingangswandlers 10 der Verzögerungseinrichtung gemäß den F i g. 1 bis 3 verbunden. Der Kristall 48 des Ausgangswandlers ist mit dem Kristall des Ausgangswandlers 11 der Verzögerungseinrichtung und dem eine Anzeigevorrichtung aufweisenden Meßempfänger 21, beispielsweise den Vertikalablenkplatten eines Kathodenstrahloszilloskops, verbunden, dessen Schirmbild in F i g.11 dargestellt ist. An die Horizontalablenkplatten des Oszilloskops ist eine geeignete Zeitablenkspannung angelegt. Es erscheinen dann auf dem Bildschirm des Oszilloskops - wie in F i g. 11 dargestellt - die Strahlauslenkungen 50, 51 und 52, die den vom Impulsgenerator herrührenden Impuls, den vom Ausgangswandler 11 der Meßvorrichtung und den vom Ausgangswandler der Laufzeitmeßstrecke aufgenommenen Impuls wiedergeben. Die Verzögerungseinrichtung wird so lange verstellt, bis die Scheitel der beiden Impulse 51 und 52 sich decken; der Abstand X zwischen den beiden Wandlern 10 und 11 der Laufzeitmeßstrecke ist dann ein Maß für die Dicke des gemessenen Körpers. Dieser Abstand kann mit sehr großer Genauigkeit gemessen werden. Mittels eines Spannungsteilers können die Amplituden der beiden auf dem Bildschirm des Oszilloskops wiedergegebenen Impulse 51 und 52 gleich hoch gewählt werden.
  • Das vorangehend beschriebene Meßverfahren kann selbstverständlich auch zur Messung anderer Größen als der Dicke, beispielsweise der Tiefe von Fehlerstellen oder der Länge oder Breite eines Körpers verwendet werden.
  • Das Meßverfahren eignet sich des weiteren zur Messung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit von Ultraschallwellen in Körpern von bekannter Länge.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung für Meßzwecke, deren Verzögerungszeit entweder festliegt oder durch Standortänderung zumindest eines elektromechanischen Wandlers längs der für die Schallübertragung vorgesehenen, durch ein festes Medium gebildeten Bahn kontinuierlich einstellbar ist, dadurch gekennzeichn e t, daß die Schallausbreitung im festen Medium der Übertragungsbahn durch Oberflächenwellen erfolgt, die an der Grenzfläche zwischen diesem Medium und einem Zwischenmedium des Eingangswandlers durch Longitudinalwellen entstehen, die das elektrostriktive Schwingelement des Wandlers mittels des Zwischenmediums unter Einhaltung eines Winkels gegen die Schallübertragungsbahn strahlt, der eine vollständige Umwandlung der Longitudinalwellen in Oberflächenwellen ergibt, die nach Zurücklegung der vorgesehenen Übertragungsbahn vom Ausgangswandler in elektrische Energie umgeformt werden, der hinsichtlich seines grundsätzlichen Aufbaues mit dem Eingangswandler übereinstimmt.
  2. 2. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Eingangswandler, bei dem das Zwischenmedium aus einem Werkstoff besteht, in welchem die Schallgeschwindigkeit Cl von Longitudinalwellen kleiner ist als die Schallgeschwindigkeit C., von Transversalwellen in dem Material, aus welchem die Schallübertragungsbahn gefertigt ist, längs der im Betrieb Oberflächenwellen mit der Geschwindigkeit C3 fortschreiten, und ferner gekennzeichnet durch eine solche Schallführung im Zwischenmedium des Eingangswandlers, daß die vom elektrostriktiven Schwingelement, beispielsweise einem piezoelektrischen Kristall, erregten und vom Zwischenmedium weitergeleiteten Longitudinalwellen unter einem Winkel gegen die Normale auf der Oberfläche der Schallübertragungsbahn auftreffen, der um einen geringfügigen Betrag größer ist als der Winkel ypl = arc sin 3. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Ausgangswandler, bei dem das Zwischenmedium aus einem Werkstoff besteht, in welchem die Schallgeschwindigkeit C1' von Longitudinalwellen kleiner ist als die Schallgeschwindigkeit C2 von Transversalwellen in dem Material, das für die Schallübertragungsbahn vorgesehen ist, längs der im Betrieb Oberflächenwellen mit der Geschwindigkeit C3 fortschreiten, und ferner gekennzeichnet durch eine solche Schallführung im Zwischenmedium des Ausgangswandlers, daß die das eIektrostriktive Schwingelement, beispielsweise einen piezoelektrischen Kristall, erregenden Longitudinalwellen unter einem Winkel gegen die Normale von der Berührfiäche des Zwischenmediums mit der Schallübertragungsbahn ausgehen, der um einen geringfügigen Betrag größer ist als der Winkel ypl' = arc sin 4. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Übertragen der Schwingungen auf die Schallübertragungsbahn und zum Abnehmen derselben von dieser ein gewisser Wandler (39) dient und daß die Laufstrecke der Schwingungen durch Verändern der Lage des Wandlers zu einer Reflexionsstelle (37) am Ende des Wellenleiters (38) einstellbar ist (F i g. 9)- 5. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die der Fläche der Schallübertragungsbahn, auf der die Wandler oder der Wandler angeordnet sind, gegenüberliegende Fläche (22) gezahnt ist (F i g. 1). 6. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine ringförmig gekrümmte Schallübertragungsbahn (F i g. 5). 7. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine schraubenförmig gewundene Schallübertragungsbahn (F i g. 6 und 7). B. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallübertragungsbahn aus Schmiedeeisen besteht und bei den Wandlern bzw. dem als eingangs- und zugleich als Ausgangswandler dienenden elektromechanischen Wandler für das Zwischenmedium polymerisiertes Methylmethacrylat als Werkstoff vorgesehen ist. 9. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallübertragungsbahn aus Beryllium gefertigt ist. 10. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallübertragungsbahn aus Kupfer besteht und bei den Wandlern bzw. dem als Eingangs- und zugleich als Ausgangswandlerwirksamen elektromechanischen Wandler für das Zwischenmedium eine Flüssigkeit oder Blei gewählt ist. 11. Ultraschall-Verzögerungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als flüssiges Zwischenmedium der Wandler bzw. des Wandlers Wasser vorgesehen ist. 12. Ultraschall-Meßvorrichtung unter Verwendung einer Meßstrecke nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Messung von Wandstärken oder anderen Größen eines Prüfkörpers, gekennzeichnet durch einen Impulsgenerator (20), der impulsförmige Spannungen an den am Prüfkörper (45) anzubringenden Eingangswandler (43) und gleichzeitig an den Eingangswandler (10) der Meßstrecke abgibt, und ferner gekennzeichnet durch einen Meßempfänger (21), der eingangsseitig mit dem am Prüfkörper befindlichen Ausgangswandler (44) und dem für die Meßstrecke vorgesehenen Ausgangswandler (11) verbunden ist und der eine Anzeigevorrichtung, beispielsweise eine Kathodenstrahlröhre, zur Feststellung der Laufzeitunterschiede aufweist, die zwischen den dem Prüfkörper (45) und den der Meßstrecke zugeleiteten Ultraschallimpulsen auf ihren Wegen zum Ausgangswandler (44) am Prüfkörper (45) bzw. zum Ausgangswandler (11) der Meßstrecke wahrnehmbar sind und die durch Änderung des Abstandes der beiden Wandler der Meßstrecke unter Auswertung der Anzeige des Meßempfängers in ein bestimmtes Verhältnis zueinander gelangen (F i g. 10). In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 174 355; USA.-Patentschriften Nr. 2 401094, 2 439130; »Instruments«, Vol. 25, No.12, S. 1720 und 1721 sowie 1752 bis 1754 (Dezember 1952).
DEK22154A 1953-05-07 1954-05-07 Ultraschall-Verzoegerungseinrichtung fuer Messzwecke Pending DE1182368B (de)

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