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DE1182201B - Verfahren zur waschfesten Ausruestung von Textilien mit Desinfektionsmitteln - Google Patents

Verfahren zur waschfesten Ausruestung von Textilien mit Desinfektionsmitteln

Info

Publication number
DE1182201B
DE1182201B DEB61326A DEB0061326A DE1182201B DE 1182201 B DE1182201 B DE 1182201B DE B61326 A DEB61326 A DE B61326A DE B0061326 A DEB0061326 A DE B0061326A DE 1182201 B DE1182201 B DE 1182201B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
water
washed
treated
disinfectants
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB61326A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Hoelkeskamp
Paul Richter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bemberg AG
Original Assignee
Bemberg AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bemberg AG filed Critical Bemberg AG
Priority to DEB61326A priority Critical patent/DE1182201B/de
Priority to BE612318A priority patent/BE612318A/fr
Publication of DE1182201B publication Critical patent/DE1182201B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M16/00Biochemical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, e.g. enzymatic

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur waschfesten Ausrüstung von Textilien mit Desinfektionsmitteln Es ist bekannt, Textilien mit Stoffen zu imprägnieren, die eine desinfizierende Wirkung besitzen. Hierzu sind nach der französischen Patentschrift 1226 622 besonders organische Verbindungen geeignet, die eine oder mehrere phenolische Gruppen enthalten und praktisch in Wasser unlöslich sind, wie z. B. chlorierte Phenole, Kresole oder Xylenole. Die Imprägnierung zier Textilien erfolgt dadurch, daß man sie mit einer Lösung der Desinfektionsmittel (allein oder gemischt) in Natronlauge tränkt und nach Entfernung des überschusses dieser Lösung zur Neutralisierung der Natronlauge mit verdünnter Säure behandelt. Diese bekannte Art der Imprägnierung hat den Nachteil, daß der desinfizierende Effekt nach verhältnismäßig kurzer Zeit durch die Wäsche verlorengeht, da die modernen Waschmittel, aber auch Soda und Seifte, besonders bei den hohen Temperaturen, die in der Wäsche angewendet werden, die desinfizierenden Substanzen lösen. Den gleichen Nachteil hat ein anderes aus der USA.-Patentschrift 2904466 bekanntes Verfahren, bei dem als Imprägnierungsbad eine Lösung angewendet wird, die ein wasserlösliches Polychlorphenolat, ein Tetraalkalipyrophosphat und ein Salz eines Metalls, dessen spezifisches Gewicht größer als 4 ist, enthält. Außerdem ist .die Anwesenheit des Pyrophosphats als Komplexbildner für das Schwermetall erforderlich.
  • Es ist gefunden worden, daß die Wirkung von Desinfektionsmitteln, mit denen Textilien behandelt werden, praktisch unbegrenzt bestehenbleibt, wenn man die Textilien nach der Tränkung mit der Lösung des in Wasser -unlöslichen Desinfektionsmittels in Natronlauge vom überschuß dieser Lösung befreit, sie darauf in einer verdünnten Nickelsalzlösung behandelt und schließlich nach gründlichem Spülen in bekannter Weise ausrüstet. Dadurch tritt eine erhöhte Verankerung des Desinfektionsmittels auf dem Textilgut ein.
  • Allgemein verfährt man dabei so, daß man das zu imprägnierende Textilgut in einer Lösung des Desinfektionsmittels in verdünnter Natronlauge tränkt, wobei man die Konzentration der Lösung an dem desinfizierenden Mittel zweckmäßig so einstellt, daß ihr Prozentgehalt so hoch ist wie der gewünschte Auftrag in Prozent, d. h., wünscht man einen Auftrag von z. B. 2%, so soll die Lösung etwa 20/a des Mittels oder der Mittel enthalten. Der überschuß an Natronlauge, bezogen auf die Menge, die zum Lösen der Desinfektionsmittel erforderlich ist, beträgt zweckmäßig 5 bis 10%. Das Textilmaterial wird darauf abgepreßt oder geschleudert, so daß das Verhältnis Lösung zu Textilgut etwa 1 :1 ist. Es folgt die Behandlung in der verdünnten Nickelsalzlösung, deren Konzentration zwischen 1 und 31/o, bezogen auf Salz (wasserfrei) liegt. Zweckmäßig wählt man Nickelchlorid. Man entfernt die überschüssige Nickelverbindung durch Abschleudern und gründliches Spülen und rüstet das Textilprodukt in bekannter Weise z. B. durch Behandlung mit einer Seifenlösung und bzw. oder einem Avivagamittel aus. Man erhält verbesserte Produkte, wenn man eine wasserabstoßende Präparation anwendet, wozu die allgemein bekannten Mitttel, -wie z. B. Lösungen von Aluminiumsalzen, mit Fettsäure substituierte Melaminharze oder Carnaubawachsemulsionen, letztere vgl. USA.-Patentschrift 2 804 391, geeignet send.
  • Eine Ausführungsform, die in manchen Fällen Vorteile bringt, besteht dark, daß man die Behendlung des Textilgutes mit der desinfizierenden Lösung nach dem Aufbringen des Nickelsalzes wiederholt.
  • Wenn man das Textilprodukt nach der Behandlung mit Nickelsalz mit einer wasserabstoßenden Präparation nachbehandelt, kann es zweckmäßig sein, das Textilgut vor dem Trocknen mit z. B. einer Kalziumacetatlösung zu behandeln, um den Emulsionsemulgator unlöslich zu machen.
  • Zur Ausführung Kies Verfahrens sind alle Verbindungen geeignet, die eine desinfizierende Wirkung haben, in Wasser umlöslich, aber wegen freier OH-Gruppen in Alkali löslich -sind, wie z. B. chlorierte Phenole, Kresole oder. Xylenole oder Dlchlordioxydiphenylmethan allein :älter in Mischung miteinander.
  • Wie die Beispiele 1 und 2 zeigen, verbessert sich die Wirkung der desinfizierenden Stoffe gegen Pilze überrascheryderise im Laufe .der Zeit und besteht noch nach 50maligem Waschen.. Aus den Beispielen 3 und 4 geht hervor, daß auch nach 6maligem Waschen eine keimtötende Wirkung -auf Bakterien vorhanden ist. Bei diesen Versuchen ist die Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach der auxonographischen Methode untersucht worden, indem man einen Nähragar nach :dem Erstarren mit sporenhaltigem Pilz- oder Bakterienmaterial kräftig beimpft und dann -das behandelte Gewebestück von 20 - 20 mm Größe auf die Agarschicht gelegt hat. Es ist sodann die Zone um das Gewebestück gemessen worden, in der das Bakterien- bzw. Pilzwachstum gehemmt worden ist. »Total« bedeutet ein völliges Ausbleiben und »partiell« eine starke Verminderung des Wachstums der Pilze bzw. Bakterien. Unter dem Gewebestück war die Wachstumsbehinderung in allen Fällen »total«.
  • Beispiel s stellt einen Blindversuch dar und Beispiel 6 einen Vergleichsversuch gemäß der britischen Patentschrift 843 839, Beispiel 2, die der USA.-Patentschrift 2 904 466 entspricht.
  • Beispiel 1 Man löst einen Teil einer Mischung aus 30% Chlorphenol, 30% Dichlorphenol und 40% Chlorkresol in 7,5 Teilen 40/aiger Natronlauge und verdünnt mit Wasser, so, daß eine Lösung mit 2% Gehalt des Chlorphenolgemisches entsteht. Mit dieser Lösung behandelt man ein Gewirke aus Kupferkunstseide 10 Minuten lang bei Zimmertemperatur und entfernt sodann den Lösungsüberschuß durch Auspressen, so daß das Gewirke 2% seines Gewichtes an Chlorphenolen enthält. Hierauf geht man mit dem Textil in eine 2%ige Nickelchloridsalzlösung ein und spült es anschließend mit kaltem Wasser gründlich aus. Darauf behandelt man es mit einer Präparation aus 3 g Seife je Liter, schleudert aus und trocknet. Das Gewirke wird anschließend mit Seife - 4 g/1 -bei Zimmertemperatur von 25° C bis zu 50mal gewaschen.
  • Die Agar-Nährschicht wird mit Trychophyton Gypseum geimpft.
    Ergebnis
    Hemmzone nach
    4 Tagen I 6 Tagen
    Ungewaschen ...... 2 bis 3 mm 1 bis 2 mm
    25mal gewaschen . . 9 bis 10 mm 5 bis 10 mm
    50mal gewaschen . . 5 mm 3 bis 5 mm
    Die Wirkung der fungiciden Imprägnierung wird, wie man sieht, überraschenderweise mit der Wäsche besser.
  • Beispiel 2 Es wird die gleiche.Imprägnierungslösung benutzt, jedoch wird das Textilgut nach dem Aufbringen und Auswaschen der Nickelsalzlösung nochmals mit der Imprägnierlösung behandelt, abgepreßt, gespült und dann in einer Carnaubawachsemulslon - 5 g/1 -präpariert. Die Trocknung erfolgt zuerst bei 80° C, gegen Schluß kurzzeitig bei 120° C.
  • Die Nährschicht wird wie im Beispiel 1 geimpft.
    Ergebnis
    Hemmzone nach
    4 Tagen 6 Tagen
    Ungewaschen ...... 3 mm 2 bis 3 mm
    25mal gewaschen . . 6 bis 7 mm 4 bis 6 mm
    50mal gewaschen . . 7 bis 10 mm j 6 bis 7 mm
    Auch in diesem Fall steigt die fungicide Wirkung nach der Wäsche an.
  • Beispiel 3 Ein Baumwollgewebe wird. in einer :schwach natronalkalischen Lösung, die 5% Dichlorphenolnatrium enthält, behandelt, hierauf so weit abgepreßt, daß 5% der Substanz auf dem Gewebe verbleibt und anschließend mit einer 2%igen Nickelsalzlösung zusammengebracht. Nach gründlichem Spülen erfolgt eine Behandlung in einer Carnaubawachsemulsion. Das Gewebe wird schließlich abgepreßt und zur Unlöslichmachung des Emulsionsemulgators mit einer 2%igen Kalziumacetatlösung behandelt und getrocknet.
  • Das Textil wäscht man 3- bzw. 6mal in einer Lauge, die 5 g Senfe und 3 g Soda enthält, 30 Minuten lang bei einer Temperatur von 60° C.
  • Die Nährschicht wird mit Staphylococcus aureus geimpft.
    Ergebnis
    Hemmzone
    total- I partiell I gesamt
    Original ............. 14 mm 3 mm 17 mm
    3mal gewaschen ...... 3 mm 2 mm 5 mm
    6mal gewaschen ...... 1 mm 1,5 mm
    2,5 mm
    Beispiel 4 Ein gebleichtes und dann hell angefärbtes Baumwollnesselgewebe wird 10 Minuten lang mit einer 10%igen Chlorkresolnatriumlösung behandelt; dang abgepreßt, so daß 10% der bakterieideti Substanz auf dem Stoff verbleiben. Anschießend erfolgt die Behandlung mit einer 2%igen Nickelchloridlösung und anschließend Spülen. Nach einem zweiten Passieren des Nesselgewebes durch'das Imprägnierungsbad und nochmaligem Abpressen und Spülen wird es mit der Carnaubawachsemulsion präpariert, abgeschleudert und getrocknet. Die Prüfung der Hemmwirkung bringt nach einer mehrmaligen Wäsche in einer Lauge, die 5 g Seife und 2 g Soda enthält, bei einer Temperatur von 95 bis 100° C folgendes Ergebnis: Die Nährschicht wird wie im Beispiel 3 geimpft.
    Hemmzone
    total I partie11 I gesamt
    Original ............. 10 mm 4 mm 14 mm
    2mal gewaschen ...... 6 mm 3 mm 9 mm
    3mal gewaschen ...... 5 mm 3 mm 8 mm
    5mal gewaschen ...... 1 mm 2 mm 3 mm
    Beispiel 5 Als Blindversuch ist wie im Beispiel 1 eine Lösung von 2% eines Gemisches aus 30% Chlorphenol, 30 % Dichlorphenol und 40% Chlorkresol hergestellt worden. Mit dieser Lösung ist ein Gewebe 10IVfinuten lang bei Zimmertemperatur behandelt und der Lösungsüberschuß durch Abpressen entfernt worden, so draß auf dem Gewebe 2% seines Gewichts an Chlorphenolen verblieben ist. Danach ist das Gewebe mit verdünnter Essigsäure behandelt, mit kaltem Wasser gespült, mit einer Wachs-Seifen-Em#ulsion präpariert und getrocknet worden.
  • Dieses so behandelte Gewebe ist in zwei Stücke zerteilt worden, von denen das eine direkt auf seine desinfizierende Wirkung geprüft worden ist. Das andere ist vor der Prüfung 5mal nacheinander in einer Lauge bei 90° C gewaschen worden, die 5 g Seife und 2 g Soda im Liter enthalten hat.
  • Die Prüfung hat folgendes Ergebnis: Das gewaschene Gewebe ist ohne bakteriostatische und antimykotische Wirksamkeit, während das ungewaschene Gewebe baktericid und fungicid ist.
  • Beispiel 6 Als Vergleichsversuch sind entsprechend dem Beispiel 2 der britischen Patentschrift 843 839, die mit der USA.-Patentschrift 2 904 466 korrespondiert, 2,0 Teile Tetranatriumpyrophosphat in 100 Teilen Wasser gelöst und sodann unter kräftigem Rühren 1,7 Teile Nickelsulfat langsam hinzugegeben worden. Der klaren Lösung fügt man schließlich 5,5 Teile Natriumpentachlorphenol hinzu.
  • Das Gewebe wird in diesem Bad 5 Minuten behandelt und getrocknet.
  • Folgende Proben sind an ein Institut für industrielle und biologische Forschung zur Untersuchung geschickt worden: 1. Originalprobe (mit grünem Band) ungewaschen. 2. Probe, mit Seife/Soda 3mal bei 90° C gewaschen (mit gelbem Band).
  • 3. Probe, 25mal mit Fewa bei 30 bis 40° C gewaschen (mit schwarzem Band). Das zusammenfassende Urteil des Instituts lautet: Drei mit Fmtzfäden - Grün, Gelb und Schwarz -gekennzeichnete eimprägnierte Stoffproben sind im Diffusions-Plattentest mit Staphylococcus aureus als Bacterium und Trichophyton mentagrophytes auf eine nach außen wirkende fungizide und bakterizide Wirksamkeit untersucht worden.
  • Von den drei Stoffproben sind bei der mit grünem Faden bezeichneten Probe eine hohe bakterizide und fungizide Wirkung gefunden worden. Die beiden anderen Stoffproben - Gelb und Schwarz - weisen keine bakteriostatischen Eigenschaften auf.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur waschfesten Ausrüstung von Textilien mit in Wasser unlöslichen und in Alkalihydroxyd löslichen Desinfektionsmitteln unter Verwendung von Nickelsalzen, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß man das Textilgut nach dem Auftrag des gelösten Desinfektionsmittels bei Anwesenheit eines geringen Überschusses an Älkalihydroxyd in onnem besonderen Bade mit einer verdünnten Nickelsalzlösung behandelt und danach mit Wasser auswäscht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilgut nach der Behandlung mit dem Nickelsalz mit einem wasserabstoßenden Mittel ausgerüstet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1226 622; USA.-Patentschriften Nr. 2 804 391, 2 904 466 (= britische Patentschrift Nr. 843 839), 2 65.1648.
DEB61326A 1961-02-17 1961-02-17 Verfahren zur waschfesten Ausruestung von Textilien mit Desinfektionsmitteln Pending DE1182201B (de)

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DEB61326A DE1182201B (de) 1961-02-17 1961-02-17 Verfahren zur waschfesten Ausruestung von Textilien mit Desinfektionsmitteln
BE612318A BE612318A (fr) 1961-02-17 1962-01-05 Procédé d'apprêtage résistant au lavage de matières textiles avec des agents de désinfection.

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DE (1) DE1182201B (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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GB843839A (en) * 1956-09-06 1960-08-10 Monsanto Chemicals Preservative composition and process for the use thereof

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