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DE118177C - - Google Patents

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Publication number
DE118177C
DE118177C DENDAT118177D DE118177DA DE118177C DE 118177 C DE118177 C DE 118177C DE NDAT118177 D DENDAT118177 D DE NDAT118177D DE 118177D A DE118177D A DE 118177DA DE 118177 C DE118177 C DE 118177C
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DE
Germany
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metal
salts
metals
carbide
calcium
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DENDAT118177D
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English (en)
Publication of DE118177C publication Critical patent/DE118177C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B5/00General methods of reducing to metals
    • C22B5/02Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes
    • C22B5/04Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes by aluminium, other metals or silicon
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B4/00Electrothermal treatment of ores or metallurgical products for obtaining metals or alloys
    • C22B4/08Apparatus
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B5/00General methods of reducing to metals
    • C22B5/02Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes
    • C22B5/06Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes by carbides or the like

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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVr 118177 KLASSE AQa.
Aus der Moissan'schen Abhandlung (Compt. rend. 125, S. 839ff.) ist es bekannt, dafs man durch Calciumcarbid auf Metalloxyde reducirend wirken kann. Hieraus ist nicht zu entnehmen, dafs eine gleiche Wirkung auch auf die Halogenverbindungen solcher Metalle möglich ist; denn mittelst Kohlenstoff kann man wohl Metalloxyde reduciren, aber nicht Metallchloride.
Nach Chemical News 1897, I, S. 2 und 3, erscheint ferner die Reduction der Chloride von Erdmetallen durch Calciumcarbid wahrscheinlich.
Hieraus kann man jedoch nicht schliefsen, dafs nun thatsächlich eine Reduction stattfindet und in welchem Sinne eine solche erfolgen soll.
Nach vorliegender Erfindung ist nun festgestellt worden, dafs das Calciumcarbid, wenn es mit Halogensalzen unter Schmelzung in Berührung ist, durch Doppelzersetzung Carbide des in den Salzen enthaltenen Metalles oder auch einfach das Metall selbst liefern kann, falls letzteres sich nicht mit Kohlenstoff verbindet. In diesem letzteren Falle wird der Kohlenstoff in Freiheit gesetzt. Falls das Metall fähig ist, Carbidbildung zu veranlassen oder sich zu carburiren, kann man die Reaction durch folgende Gleichung ausdrücken:
(R Cl2) η + η Ca C2
(RC)n + η (Ca ClJ + Cn.
In dieser Gleichung bedeutet R das Metall, welches aus seinem Chlorid als solches oder als Carbid hergestellt werden soll. Es ist hier beispielsweise angenommen, dafs ein Atom des Metalles sich mit einem Atom Kohlenstoff verbindet, so dafs eine gleiche Menge Kohlenstoff frei wird. Erfordert das neue Carbid mehr Kohlenstoff, so wird entsprechend weniger Kohlenstoff frei; bildet das Metall überhaupt kein Carbid, so wird der gesammte Kohlenstoff abgeschieden. In diesem Falle würde das sein: = (C2) n.
Die neue Anwendung dieses Verfahrens ist für die Metallurgie von grofser Wichtigkeit. Gewisse Industriezweige des Metall- und Hüttenbetriebes haben noch Verfahren in Gebrauch, bei welchen auf nassem Wege gearbeitet wird und bei welchen es nöthig ist, eine Reihe von chemischen Reactionen auszuführen, um zu dem Metall zu gelangen. Als Beispiel mag hier die Herstellung des Nickels erwähnt werden. Bei dieser Fabrikation wird das Metall in einer der letzten Stufen seiner Herstellung in das Chlorsalz übergeführt; dieses Chlorsalz wird darauf durch Fällung in Oxyd verwandelt und nun mit grofser Schwierigkeit das Oxyd durch Kohle reducirt.
Mit Hülfe des Verfahrens vorliegender Erfindung genügt es, das gewöhnliche Herstellungsverfahren mit der Erzeugung des Chlorsalzes zu beschliefsen, dieses letztere alsdann zum Schmelzen zu bringen und es nunmehr mit Calciumcarbid zu behandeln. Unter diesen Verhältnissen vereinigt sich das Calcium des Calciumcarbides mit dem Chlor des Chlornickels, so dafs das leicht schmelzbare Calcium-
chlorid gebildet wird, und das Metall sammelt sich am Boden des Reactionsbehälters. Die während der Reaction erzeugte Wärmemenge ist so grofs, dafs man in einem gewissen Zeitpunkt des Vorganges die Aufsenheizung entbehren kann. Sobald die Reaction beendet ist, genügt es, auf dem Boden des Tiegels den Metallklumpen sich sammeln zu lassen, um ihn von der übrigen Masse zu trennen und darauf in dem Tiegel flüssig sein oder erkalten zu lassen.
Als Beispiel für die Anwendung vorliegender Erfindung mag die Herstellung von Mangancarbid erwähnt werden. Chlormangan wird in einem Tiegel aus siliciumfreiem Material bis. zum ruhigen Flufs geschmolzen; darauf bringt man auf die Oberfläche Calciumcarbid in Pulver- oder Körnerform. Augenblicklich tritt die Reaction ein und man bemerkt, dafs die Calciumcarbidtheilchen glühend werden und schnell in Chlorid übergehen, während das Mangan sich in Carbid (Mn& C) verwandelt, das sich am Boden des Tiegels in einem Bade von geschmolzenem Chlorcalcium absetzt.
Wenn man geschmolzenes Chlorzink anwendet und auf dasselbe Calciumcarbid (Ca C2) wirken läfst, vollzieht sich dieselbe Reaction, das Zink destillirt und entzündet sich bei der Berührung mit der Luft. Es ist kar, dafs bei der industriellen Verwerthung des Verfahrens für Zink oder allgemein für flüchtige Metalle dieses Verfahren in geschlossenen, mit Condensatoren verbundenen Apparaten ausgeführt wird.
Bei der Benutzung des Verfahrens vorliegender Erfindung zur Verarbeitung von Chlorblei erhält man als Reactionsproduct Bleimetall, frei von Kohlenstoff und Calcium.
Die neue Reaction, auf welche sich vorliegende Erfindung gründet, ist überhaupt für alle Metalle anwendbar und kann ganz besonders bemerkenswerth für diejenigen Metalle sein, welche sich nicht mit Kohlenstoff verbinden, weil es dadurch ermöglicht wird, diese Metalle direct aus ihren Halogensalzen abzutrennen. .
Es mag noch bemerkt werden, dafs das vorliegende Verfahren sich ebenfalls für Halogendoppelsalze anwenden läfst. So kann man zur Herstellung von Aluminiumcarbid anstatt Chloraluminium (Al2 C/e/) vorzugsweise Chloraluminiumchlornatrium (Na Cl)2 Al2 Cl6 benutzen.
Das Verfahren kann auch ausgeführt werden-, indem man von den Oxyden ausgeht und indem man an Ort und Stelle die Chlormetalle herstellt, deren Metalle man gewinnen will. Wenn man in einem elektrischen Ofen (ζ. Β. mit Gleichstrom) eine Mischung eines Halogenalkalidoppelsalzes und eines Metalloxydes in passenden Mengenverhältnissen schmilzt, von welchem Metalloxyd man das Metall gewinnen will, erhält man das Halogendoppelsalz des gewünschten Metalles und es wird für die Anwendung des vorliegenden Verfahrens genügen, auf das so erhaltene geschmolzene Bad Calciumcarbid wirken zu lassen.
Das vorliegende Verfahren gestattet durch Behandlung von Mischungen der Halogensalze verschiedener Metalle die directe Gewinnung von Legirungen dieser Metalle.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Schwermetallen bezw. deren Carbiden im Schmelzflufs, dadurch gekennzeichnet, dafs man Calciumcarbid auf die Halogensalze dieser Metalle einwirken läfst, welche entweder die einfachen Salze des zu gewinnenden Metalles oder die Doppelsalze desselben oder auch gemischte Salze sein und auch vorher hergestellt oder direct aus den Oxyden im elektrischen Ofen erzeugt werden können.
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