DE1181588B - Rahmenschuhwerk mit anvulkanisierter Gummi-laufsohle oder angespritzter Kunststofflaufsohle sowie Verfahren zum Annaehen und gleich-zeitigen Bearbeiten des Rahmens - Google Patents
Rahmenschuhwerk mit anvulkanisierter Gummi-laufsohle oder angespritzter Kunststofflaufsohle sowie Verfahren zum Annaehen und gleich-zeitigen Bearbeiten des RahmensInfo
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- B29D35/0063—Moulds
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Description
- Rahmenschuhwerk mit anvulkanisierter Gummilaufsohle oder angespritzter Kunststofflaufsohle sowie Verfahren zum Annähen und gleichzeitigen Bearbeiten des Rahmens Die Erfindung betrifft Rahmenschuhwerk mit anvulkanisierter Gummilaufsohle oder angespritzter Kunststofflaufsohle dessen Rahmen aus einem etwa rechteckigen Querschnitt aufweisenden Chromlederstreifen besteht, der mit seiner inneren Fläche am unteren Schaftrand anliegt und an seiner nach außen weisenden Fläche mit einer Nut zum Aufnehmen der den Rahmen mit dem Schaft und gegebenenfalls der Brandsohle verbindenden Einstechnaht und zum Verankern der die Laufsohle bildenden Gummi- oder Kunststoffmasse versehen ist.
- Die bei bekannten Schuhen verwendeten Rahmen bestehen aus einem abgesetzten Chromlederstreifen, dessen abgesetzter am Schaft anliegender Teil gering gere Stärke als der übrige Teil sowie an der Annähstelle eine über die ganze Streifenlänge reichende, nutartige Ausnehmung für die Verbindungsnaht mit dem Schaft besitzt. Außerdem weist der Chromlederstreifen in seinem nach dem Annähen abgewinkelten Teil lochartige Ausnehmungen auf, in denen sich der Gummi der anvulkanisierten Sohle festsetzt. Dieser bekannte Rahmen entspricht nicht in allen Punkten den gestellten Anforderungen. Trotz der Nut zur Aufnahme der Einstechnaht können beim Abbiegen des freien oberen Endes nach außen unten Spannungen entstehen mit der Folge, daß das freie Ende des Rahmens das Bestreben hat, sich nach oben an das Oberleder anzulegen, anstatt von diesem etwa 90° abzustehen. Dadurch wird aber das Einsetzen von mit solchen Rahmen versehenen Schäften in die Vulkanisierform erschwert. Dieser Nachteil kann auch nicht durch Klopfen des Rahmens, was im übrigen einen unerwünschten Arbeitsang darstellt, vollständig beseitigt werden. Abgesehen davon ist auch die Herstellung dieses bekannten Rahmens verhältnismäßig umständlich und somit teuer.
- Es sind ferner fertig vorgeformte Rahmen bekannt, die einen Schlitz aufweisen, um den Rahmen an den Schaft annähen zu können. Dieser Schlitz ist sehr schmal gehalten, da er lediglich durch einen Einschnitt gebildet ist. Nach dem Annähen des Rahmens an den Schaft werden die Rahmenteile wieder zusammengedrückt und mit einer zusätzlichen Naht mit der Sohle zusammen vernäht.
- Bei einem anderen derart ausgebildeten Rahmen mit Einschnitt zum Auseinanderklappen desselben zwecks Annähens an den Schaft ist ebenfalls der Nachteil vorhanden, daß ein zusätzlicher Arbeitsgang erforderlich ist. Diese bekannten Rahmen sind nicht für das Anvulkanisieren von Laufsohlen gedacht, und sie würden daher keine gute Verankerungsmöglichkeit für eine anzuvulkanisierende oder anzuspritzende Laufsohle bieten.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Rahmenschuhwerk mit anvuikanislerter Laufsohle aus Gummi oder angespritzter Lasohle aus Kunststoff vorzuschlagen, dessen Herstellung billiger ist als die der vergleichbaren bekannten Ralunenschuhe.
- Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen vom Grund der Nut ausgehende, etwa waagerecht verlaufende Bohrungen aufweist, die im Durchmesser größer sind als der Durchmesser des für die Einstechnaht verwendeten Fadells, daß das Laufsohlenmaterial in diesen Bohrungen zusätzlich verankert ist und den Rahmen an seiner seitlich nach aten so wie nach unten weisenden Fläche umgibt. Der beim erfindungsgemäßen Schuhwerk verwendete Rahmen wird aus einem starken Chromlederstück geschnitten, das noch seine normale Narten- nnd Fleischseite hat.
- Ein Abbiegen oder Verformen dieses Rahmens ist nicht erforderlich, so daß keine Spannungen im Material auftreten konnelL Durch die Erfindung wird eine wesentliclleVereinfachung des Herstellungsverfahrens und damit Verbilligung erzielt. Bereits die Herstellung des Rahmens selber ist einfacher und billiger als die der bekannten vergleichbaren Rahmen. Er läßt sich leicht um den unteren Schaftrand herumlegen, ohne daß Spannungen entstehen. Der Vorteil besteht also darin, daß nunmehr ein Rahmen zur Verfügung steht, der spannungsfrei ist und ohne Schwierigkeiten verarbeitet werden kann, wobei mehrere bisher erforderliche Arbeitsgänge fortfallen und gleichzeitig eine sehr gute Verankerung der Laufsohle an dem Rahmen und Schaft erzielt wird.
- Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, daß von den durch die Nut gebildeten Rahmenschenkeln der untere gegenüber dem oberen verkürzt ausgeführt ist. Hierdurch wird erreicht, daß das Laufsohlenmaterial bei der Herstellung der Laufsohle besonders gut in die Nut und die vergrößerten Bohrungen der Verbindungsnaht hineingelenkt wird.
- Zugleich wird ein schönes Aussehen des Rahmens an der Oberfläche erzielt.
- Weiterhin besteht die Erfindung in einem Verfahren zum Herstellen von Rahmenschuhwerk; danach werden die vom Grund der Nut ausgehenden, etwa waagerecht verlaufenden Bohrungen im Rahmen mittels Lochpfeifen in einem Arbeitsgang mit dem Legen der Einstechnaht erzeugt.
- Die Erfindung kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Rahmenschuh mit dem neuen Rahmen, an welchem die Laufsohle angeformt ist, in schematischer Darstellung, F i g. 2 einen Teilausschnitt aus F i g. 1 in vergrößertem Maßstab, F i g. 3 eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rahmenschuhwerks, ebenfalls im senkrechten Querschnitt.
- Das Oberlederl steht mit seiner unteren Schaftkante über den Leistenboden vor und ist mittels der Verbindungsnaht 3 mit der Brandsohle 2 verbunden.
- Die Brandsohle 2 muß aber nicht unbedingt vorhanden sein. Die Narbenseite 8 des Rahmens 4 liegt an der Außenfläche des Oberleders 1 an. Die Fleischseite des Rahmes 4 ist mit einer Nut 6 versehen, wodurch der obere Schenkel 9 und der untere Schenkel 10 gebildet werden. Mittels der Verbindungsnaht 5 ist der Rahmen 4 am unteren Schaftrand befestigt. Die Stiche der Verbindungsnaht 5 gehen durch vergrößerte Bohrungen hindurch, die durch Lochpfeifen in einem Arbeitsgang mit der Anbringung der Verbindungsnaht 5 erzeugt werden. An den so vorbereiteten Schaft wird dann die Laufsohle 7 in bekannter Weise angebracht, indem beispielsweise eine Gummisohle anvulkanisiert oder eine Kunststoffsohle angespritzt wird. Dabei dringt während der Herstellung der Laufsohle flüssiges Laufsohlenmaterial in die Nut 6 und in die vergrößerten Bohrungen für die Verbindungsnaht 5 ein. Dadurch wird eine besonders feste Verbindung zwischen Laufsohle 7 und Schaft 1 erzielt. Diese Verbindung kann noch verbessert werden, indem die Unterseite des Rahmens 4 und insbesondere seine Nut 6 mit einem geeigneten Kleber eingestrichen wird.
- Der untere Schenkel des Rahmens 4 kann verkürzt werden, so daß er gegenüber dem oberen Schenkel 9 zurückspringt. In Fig.3 ist ein ver- kürzter unterer Schenkel 10 a dargestellt. Es ist ersichtlich, daß durch diese Maßnahme die Gummimischung besser in die Nut6 hineinfließen kann.
- Gleichzeitig gibt der längere obere Schenkel 9 einen schönen Rahmenrand. Gegebenenfalls kann auch nach der Sohlenbefestigung aüf den oberen Schenkel 9 noch ein an sich bekannter Zierrahmen aufgeklebt werden.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Rahmenschuhwerk mit anvulkanisierter Gummilaufsohle oder angespritzter Kunststofflaufsohle, dessen Rahmen aus einem etwa rechteckigen Querschnitt aufweisenden Chromlederstreifen besteht, der mit seiner inneren Fläche am unteren Schaftrand anliegt und an seiner nach außen weisenden Fläche mit einer Nut zum Aufnehmen der den Rahmen mit dem Schaft und gegebenenfalls der Brandsohle verbindenden Einstechnaht und zum Verankern der die Lauf sohle bildenden Gummi- oder Kunststoffmasse versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (4) vom Grund der Nut (6) ausgehende, etwa waagerecht verlaufende Bohrungen aufweist, die im Durchmesser größer sind als der Durchmesser des für die Einstechnaht (5) verwendeten Fadens, daß das Laufsohlenmaterial (7) in diesen Bohrungen zusätzlich verankert ist und den Rahmen (4) an seiner seitlich nach außen sowie nach unten weisenden Fläche umgibt.
- 2. Rahmenschuhwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den durch die Nut (6) gebildeten Rahmenschenkeln der untere (lOa) gegenüber dem oberen (9) verkürzt ausgeführt ist.
- 3. Verfahren zum Annähen und gleichzeitigen Bearbeiten des Rahmens bei Rahmenschuhwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Grund der Nut ausgehenden, etwa waagerecht verlaufenden Bohrungen im Rahmen mittels Lochpfeifen in einem Arbeitsgang mit dem Legen der Einstechnaht erzeugt werden In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 963 308; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1781738; schweizerische Patentschrift Nr. 16 881; britische Patentschrift Nr. 802 770; USA.- Patentschrift Nr. 1 408 797.
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| DE1181588B true DE1181588B (de) | 1964-11-12 |
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| CH16881A (de) * | 1898-04-27 | 1899-02-28 | Keats Maschinen Ges | Rahmen für Schuhwerk |
| US1408797A (en) * | 1918-03-29 | 1922-03-07 | Charles C Blake | Welting |
| DE963308C (de) * | 1953-09-30 | 1957-05-02 | Spezialmaschinen Co U E Ludwig | Schuhwerk mit Gummisohle |
| GB802770A (en) * | 1956-11-01 | 1958-10-08 | Eustace Freck Halliwell | Improvements in and relating to welts for shoes and the like |
| DE1781738U (de) * | 1958-08-12 | 1959-01-22 | Rieker & Co | Rahmen fuer schuhwerk, insbesondere mit anvulkanisierter sohle. |
-
1959
- 1959-02-13 DE DEL32450A patent/DE1181588B/de active Pending
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