DE1181460B - Elektronische Zifferrechenmaschine - Google Patents
Elektronische ZifferrechenmaschineInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag: Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag: Auslegetag:
Deutsche Kl.: 42 m-14
N 19918IX c/42 m
20. April 1961
12. November 1964
Die Erfindung betrifft elektronische Zifferrechenmaschinen. Die Erfindung geht aus von einer elektronischen
Zifferrechenmaschine mit einem unmittelbar zugänglichen Haupt-Angabenwortspeicher hoher
Zugriffsgeschwindigkeit, jedoch nur begrenzter Speicherkapazität, ferner mit einem Sekundär-Angabenwortspeicher
sehr viel größerer Speicherkapazität, jedoch normalerweise nur geringer Zugriffsgeschwindigkeit,
und weiterhin mit Wortübertragungskanälen zur automatischen Übertragung eines Blocks oder
einer Gruppe einer gewünschten Anzahl von Angabenwörtern aus dem Sekundärspeicher in den
Hauptspeicher. Eine solche Übertragung ist erforderlich, wenn bei der Durchführung eines normalen
Rechenprogramms in dem Maschinensteuersystem ein Befehls- oder Adressensignal auftritt, dessen
Programmadresse ein Angabenwort kennzeichnet, welches zu der Zeit nicht in dem Hauptspeicher verfügbar
ist.
Es sind bereits Hauptspeicher bekannt, welche eine Vielzahl von Blöcken, beispielsweise in Form
von Magnetkernspeichermatrizes enthalten, deren jeder eine gewünschte Anzahl oder einen Block von
Angabenwörter-Impulsfolgen aufnehmen kann. Weiterhin ist schon ein Vergleicherkreis vorgeschlagen,
welcher das Programmadressensignal des gerade verarbeiteten Maschinenbefehls in eine solche Form
umformt, daß entweder das gewünschte Angabenwort aus seinem Speicherplatz in dem betreffenden
Block des Hauptspeichers entnommen werden kann oder daß andererseits ein Befehlssignal für eine automatische
Übertragung erzeugt wird, wenn der das gewünschte Angabenwort enthaltende Angabenwortblock
gerade nicht in dem Hauptspeicher verfügbar ist.
Bei einer solchen Maschine muß normalerweise ein Speicherblock des Hauptspeichers frei gemacht
werden, indem sein Speicherinhalt in den Sekundärspeicher übertragen wird, um in dem Hauptspeicher
die erforderlichen Speicherplätze für die Aufnahme der betreffenden Angabenwörter des neuen Blocks
frei zu machen, welcher aus dem Sekundärspeicher übertragen werden muß. Dabei muß derjenige
Speicherblock des Hauptspeichers, welcher frei gemacht werden soll, in einer für den weiteren Programmablauf
der Rechenmaschine möglichst zweckmäßigen Weise ausgewählt werden. Nach Möglichkeit
muß die Übertragung eines solchen Angabenwörterblocks des Hauptspeichers vermieden werden,
welcher ein Angabenwort enthält, das voraussichtlich nach kurzer Zeit im Rechenablauf wiederum benötigt
wird, da dann eine neuerliche Rückübertragung Elektronische Zifferrechenmaschine
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Holzer, Patentanwalt,
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Als Erfinder benannt:
Tom Kilburn, Urmston, Lancashire,
Frank Hall Sumner, Manchester
(Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. April 1960 (13 855)
des gerade übertragenen Angabenwörterblocks zurück in den Hauptspeicher nötig wäre. Eine solche
Rückübertragung würde einen unnötigen Verlust an Rechenzeit mit sich bringen.
Bei einer möglichen und auch bereits vorgeschlagenen Auswahleinrichtung erfolgt die Freimachung
der einzelnen Hauptspeicherblöcke der Reihe nach, damit jede Übertragungsoperation aus dem Sekundarin
den Hauptspeicher schnell durchgeführt werden kann. Bei einer anderen, auch schon vorgeschlagenen
Einrichtung erfolgt die Auswahl des frei zu machenden Hauptspeicherblocks in der
Rechenmaschine selbst. Dabei erfolgt die Auswahl in Abhängigkeit von der Häufigkeit, mit der jeder der
verschiedenen Hauptspeicherblöcke benutzt wurde. Es wird derjenige Speicherblock frei gemacht, welcher
während der zurückliegenden Programmschritte am wenigsten häufig benutzt wurde.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer besonders vorteilhaften Auswahleinrichtung. Die Erfindung
ist durch Rechenkreise für die analytische
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Überprüfung der Benutzungsfolge der jeweils in einem jeden verfügbaren Speicherplatz des Hauptspeichers
gespeicherten Angabenwörter gekennzeichnet, wobei auf Grund dieser Überprüfung derjenige
Speicherplatz des Hauptspeichers festgelegt wird, in den das gewünschte Angabenwort aus dem Sekundärspeicher
übertragen werden soll.
Durch die genannten Rechenkreise wird die Benutzungsfolge eines jeden, gerade in dem Hauptspeicher
vorhandenen Angabenwortspeicherblocks überprüft. Die Auswahl des frei zu machenden
Speicherblocks erfolgt hauptsächlich in Abhängigkeit von der jeweiligen Zeitdauer, während welcher jeder
Speicherblock in den Hauptspeicher eingeschrieben war, ohne daß ein in dem betreffenden Speicherblock
enthaltenes Angabenwort benutzt wurde. Um diese Überprüfung durchführen zu können, ist eine Zifferrechenmaschine
nach der Erfindung so aufgebaut, daß bei jeder Übertragungsoperation zusätzlich zu
der erforderlichen Freimachung eines Hauptspeicherblocks und der Übertragung eines Angabenwortblocks
aus dem Sekundärspeicher in den Hauptspeicher ein besonderes Vorübertragungs-Befehlsprogramm
ausgelöst wird, mit dessen Hilfe die oben beschriebene Auswahl erfolgt. Dadurch werden in geeigneter
Weise die festgehaltenen Ubertragungszeiten und die Informationen über die Benutzung eines
jeden der verschiedenen Hauptspeicherblöcke kombiniert.
Der Grundgedanke der Erfindung kann an Hand der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der
Erfindung leicht verstanden werden. Diese beispielsweise Beschreibung eines Ausführungsbeispiels erfolgt
mit Bezug auf die Zeichnung, welche ein schematisches Blockdiagramm der Hauptbestandteile
einer elektronischen Zifferrechenmaschine nach der Erfindung zeigt.
Die nunmehr zu beschreibende Zifferrechenmaschine gehört einer Bauart an, welche nach dem
Parallelverfahren arbeitet und bei welcher die zu verarbeitenden Zahlen in Binärform dargestellt werden.
Wird also in den nachstehenden Ausführungen das Wort »Leitergruppe« gebraucht, so ist dieser Ausdruck
in dem Sinne auszulegen, daß damit eine Gruppe von einzelnen Leitern gemeint ist, deren jeder
zur Übertragung eines durchgehenden Zifferwertes dient. Der Ausdruck »Torschalter« bedeutet in Verbindung
mit derartigen Leitergruppen eine Steuerung aller dieser einzelnen Zifferleiter jeweils einer Leitergruppe
auf Grund eines oder mehrerer Steuersignale vermittels von Torschaltkreisen. Diese Leitergruppen
sind in der Zeichnung jeweils nur als einzelne Leitung angedeutet, während außerdem zum Zwecke
einer besseren Übersichtlichkeit der Zeichnung die einzelnen Torsteuersignalverbindungen und die anderen
zugehörigen Schaltelemente weggelassen sind, da ihre Konstruktion und Schaltung dem Fachmann
allgemein bekannt ist und allgemein Anwendung findet.
Die dargestellte Ausführungsform einer Rechenmaschine nach der Erfindung weist einen Hauptspeicher
10 mit großer Zugriffsgeschwindigkeit, einen Sekundärspeicher 11, ein Befehlsregister 14 mit zugehörigem
Steuerregister 44 für die normale Maschinensteuerung während der Ausführung des Rechenprogramms,
ferner ein gesondertes Übertragungssteuerregister 17 und ein zugehöriges Übertragungsbefehlsregister 47, weiterhin einen Vergleicherkreis
21 und einen zugehörigen Schlüsselsignalgenerator 15 und eine Gruppe besonderer Wortspeicherregister
einschließlich eines Übertragungsbefehlsregisters 49, des weiteren ein Hauptspeicher-Blockregister 56, ein
Sekundärspeicher-Leitregister 63, ein Programmblock-Leitregister 70 und schließlich einen sogenannten
Arbeitsspeicher 52 auf.
Da nach dem Grundgedanken der Erfindung eine durch die Adressenziffern eines Befehls festgelegte
ίο Adresse keine feste Beziehung zu irgendeinem
Speicherort oder irgendeiner Speicherortgruppe innerhalb der Maschine hat, wird darauf hingewiesen,
daß, wenn nachstehend der Ausdruck »Programmadressenzahl« oder »Programmblocknummer«
benutzt wird, damit ein Adressenzifferbild gemeint ist, welches innerhalb eines Befehls des Programms
für einen bestimmten, auszuführenden Rechnungsgang benutzt wird, während die Ausdrücke »Speicherblocknummer«
oder »Speicheradresse« die Adressenkennzeichnung eines bestimmten Wortspeicherortes
bzw. einer bestimmten Gruppe einzelner Wortspeicherorte innerhalb eines bestimmten Teils der
Maschine bedeuten.
Der Hauptspeicher 10 weist zweckmäßigerweise acht Magnetkernsprechermatrizes auf, deren jede
tausendvierundzwanzig Angabenwörter in Form von jeweils sechzehn Blöcken zu je fünfhundertzwölf
Wörtern aufzeichnen kann. Die Adressenwahl innerhalb des Hauptspeichers 10 erfolgt mittels einer
Adressenwähleinrichtung 12, welche die Form üblicher Dioden-Baumschaltungen haben kann. Die
Auswahl jeweils einer bestimmten Speicherblockstelle von diesen sechzehn Speicherblockstellen erfolgt
mittels einer Gruppe von jeweils elf, an den Stellenplätzen 12 bis 22 eines Adreßbefehls auftretenden
Ziffersignalen, welche über eine Einlaßleitergruppe 28 zugeführt werden. Die gleiche Wahl eines
gewünschten, einzelnen Wortspeicherortes in einem beliebig gewählten Block des Speichers 10 erfolgt
mittels einer Gruppe von jeweils neun an den Stellenplätzen 1 bis 11 desselben Adreßbefehls auftretenden
Ziffersignalen, welche über eine Einlaßleitergruppe 27 zugeführt werden. Die Schreibeeinlaßleitergruppe
des Hauptspeichers 10 ist mit der Bezugsziffer 41 bezeichnet, während die Leseauslaßleitergruppe mit der
Bezugsziffer 42 bezeichnet ist.
Der Sekundärspeicher 11 besteht zweckmäßigerweise aus einem oder mehreren Magnettrommelspeichern,
welche jeweils fünfhundertzwölf gesonderte Blockspeicherorte nacheinander verfügbar zu
machen vermögen, innerhalb welchen jeweils ein Block zu je fünfhunderzwölf einzelnen Wörtern aufgezeichnet
werden kann. Die Wahl innerhalb des Sekundärspeichers 11 erfolgt nur auf Blockbasis mittels
einer Adressenwähleinrichtung 16, die wiederum einer an sich bekannten Bauart angehören kann,
innerhalb welcher eine Einrichtung vorgesehen ist, mittels welcher ein Ausgangssignal θ erzeugt werden
kann, welches jeweils die Speicheradresse des jeweils nächstverfügbaren Blockspeicherortes angibt und die
Form einer Gruppe von Adressenziffersignalen hat, weiche denjenigen des Registers 14 für den jeweils
selben Block entsprechen. Diese Adressenwähleinrichtung 16 weist außerdem einen Zusammenlaufprüfkreis
auf, welchem das Signal Θ zugeführt wird, um dort mit einem Blockadressensignal verglichen zu
werden, welches der Einlaßleitergruppe 20 zugeführt wird. Liegt ein zeitliches Zusammentreffen vor, so
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wird über die Leitung 68 ein Signal· abgegeben. Das malerweise der jeweils nächstfolgende Befehl der
Signal Θ ist außerdem auf einer Leitung 60 abgreif- Befehlsfolge ausgewählt wird. Die verschiedenen
bar. Die Schreibeeinlaßleitergruppe des Sekundär- Ziffersignalausgänge des Steuerregisters 17 werden
Speichers 11 ist mit der Bezugsziffer 29 bezeichnet, über eine Leitergruppe 83 der Adressenwähleinrichwährend
die Leseauslaßleitergruppe mit der Bezugs- 5 tung 35 des Übertragungsbefehlsspeichers 49 zu-
ziffer 31 bezeichnet ist. Die letztere ist über eine geführt.
Übertragungstorschaltung 22 mit der Schreibeeinlaß- Das Ubertragungsbefehlsregister 47 ist grundsätz-
leitergruppe 41 des Hauptspeichers 10 verbunden, Hch ähnlich dem normalen Befehlsregister 14 und
während der Schreibeeinlaß des Speichers 11 über weist eine Funktions-Entschlüsselungsschaltung 84
eine Übertragungstorschaltung 23 von der Lese- io auf, welche durch die Funktionsziffersignale eines
auslaßleitergruppe 42 des Hauptspeichers 10 her ge- jeweils zugeführten Befehls derart betätigt wird, daß
speist wird. verschiedenen Torschaltungen und anderen, während
Die Ausführungsarten des Hauptspeichers und des des selbsttätigen Ubertragungs- und Zeitberichti-
Sekundärspeichers haben keinen Einfluß auf das gungsvorgangs wirksamen Schaltungen entsprechende
Wesen der vorliegenden Erfindung. 15 Steuerpotentiale zugeführt werden. Der Befehls-
Die Schreibeeinlaßleitergruppe 41 und die Lese- signaleinlaß des Befehlsregisters 47 ist bei 85 ange-
auslaßleitergruppe 42 des Hauptspeichers 10 sind deutet, während der Änderungseinlaß bei 86 ange-
außerdem in üblicher Weise an Hauptstränge 25 und deutet ist.
26 angeschlossen, welche ihrerseits wiederum andere Der Vergleicherkreis 21 besteht im wesentlichen
Maschinenteile speisen, welch letztere die normalen 20 aus sechzehn einzelnen Gruppen jeweils kombinierter
Befehls- und Steuerregister 14 und 44 und die Trigger- und Ubereinstimmungsanzeigekreise. Jeweils
Rechenkreise 59 umfassen. ein Eingang zu jedem dieser Ubereinstimmungs-
Das Befehlsregister 14 kann jeder beliebigen be- anzeigekreise ist von dem jeweils zugehörigen
kannten Bauart angehören und erzeugt die erforder- Triggerkreis abgeleitet, während der jeweils andere
liehen Adressen- und Funktions-Steuersignalaus- 25 Eingang die Form des betreffenden Adressenziffergänge.
Dieses Register 14 weist außerdem Addier- signals der betreffenden Blockkenngruppe hat, wel-
und Subtrahiereinrichtungen auf, mit deren Hilfe ein ches über die Leitergruppe 34 vom Befehlsspeicher
Befehlssignal in an sich bekannter Weise mit einem 14 bezogen wird oder welches die Form ähnlicher
Änderungssignal kombiniert werden kann. Der nor- Impulsausgänge des Steuerregisters 44 hat.
male Befehlssignaleinlaß ist bei 24 angedeutet, wäh- 3° Die einzelnen Triggerkreise der einzelnen Gruprend der Änderungssignaleinlaß bei 18 angedeutet pen des Vergleicherkreises werden jeweils in Überist. Entschlüsselungskreise, welche bei 45 angedeutet einstimmung mit den betreffenden Zifferwerten des sind, erzeugen die erforderlichen Steuer- und ande- Blockkennadressensignals in einen von jeweils zwei ren Signale zur Betätigung der Maschine entsprechend verschiedenen Schaltzuständen gestellt, wobei die den Funktionsziffern des jeweils zugeführten Befehls. 35 betreffenden Stelleinlässe über die Leitergruppe 30 Die Wort- und Blockadressensignalausgänge werden vom Register 56 her bezogen werden. Jede Gruppe über Leitergruppen 33, 34 zur Adressenwähleinrich- des Vergleicherkreises weist eine gesonderte Auslaßtung 12 geführt. leitung 19 auf, die jeweils nur dann erregt wird,
male Befehlssignaleinlaß ist bei 24 angedeutet, wäh- 3° Die einzelnen Triggerkreise der einzelnen Gruprend der Änderungssignaleinlaß bei 18 angedeutet pen des Vergleicherkreises werden jeweils in Überist. Entschlüsselungskreise, welche bei 45 angedeutet einstimmung mit den betreffenden Zifferwerten des sind, erzeugen die erforderlichen Steuer- und ande- Blockkennadressensignals in einen von jeweils zwei ren Signale zur Betätigung der Maschine entsprechend verschiedenen Schaltzuständen gestellt, wobei die den Funktionsziffern des jeweils zugeführten Befehls. 35 betreffenden Stelleinlässe über die Leitergruppe 30 Die Wort- und Blockadressensignalausgänge werden vom Register 56 her bezogen werden. Jede Gruppe über Leitergruppen 33, 34 zur Adressenwähleinrich- des Vergleicherkreises weist eine gesonderte Auslaßtung 12 geführt. leitung 19 auf, die jeweils nur dann erregt wird,
Das zugehörige Steuerregister 44 kann wiederum wenn die Einstellungen aller Triggerkreise der beeiner
üblichen Bauart angehören und kann jeweils 4° treffenden Gruppe gleichzeitig mit den zugeführten
entsprechend dem Zifferbild eines auf der Leiter- Ziffersignalen auf der Leitergruppe 34 auftreten. Fingruppe
80 zugeführten Eingangssignals eingestellt so- det ein solches zeitliches Zusammentreffen statt, so
wie während des Maschinenlaufs jeweils fortschrei- erzeugt das entsprechende Ausgangssignal auf der
tend im Sinne der Festlegung der Adressen der ver- zugehörigen Leitung 19 einen Eingang zum Schlüsselschiedenen
aufeinanderfolgenden Befehle eines Pro- 45 signalgenerator 15. Dieser Signalgenerator erzeugt
gramms umgeschaltet werden. Dieses Steuerregister auf Grund der Erregung einer beliebigen Eingangskann
mittels eines auf der Leitung 81 von einem spä- leitung 19 eine jeweils vierziffrige Signalkombination
ter noch zu erläuternden Schaltgerät 46 zugeführten innerhalb des Bereiches 0000, 0001 ... 1111 jeweils
Einlaßsignals außer Tätigkeit gesetzt werden. Die entsprechend derjenigen Gruppe des Vergleicherentsprechenden,
Wort- und Blockadressen bestim- 5° kreises 21, in welcher dieses zeitliche Zusammenmenden
Ziffersignalausgänge dieses Steuerregisters treffen der Signale stattgefunden hat. Dieses vom
werden außerdem über Leitergruppen 33 und 34 der Schlüsselsignalgenerator erzeugte vierziffrige Signal
Adressenwähleinrichtung 12 parallel mit den vom bildet den blockkennzeichnenden Signaleingang zur
Befehlsregister 14 gelieferten Ausgangsimpulsen zu- Leitung 28 der Adressenwähleinrichtung 12. Der Vergeführt.
55 gleicherkreis 21 liefert außerdem auf der Leitung 37
Das Übertragungssteuerregister 17 ist identisch stets dann einen Impulsausgang, wenn die genannte
wie das Register 44 aufgebaut und kann mittels eines zeitliche Übereinstimmung an einer der erwähnten
über eine Leitung 82 von der Schalteinrichtung 46 Gruppen dieses Kreises auftritt. Wenn an einer bebezogenen
Signals außer Tätigkeit gesetzt werden. liebigen dieser Triggerkreisgruppen diese Überein-Dieses
Steuerregister 17 kann außerdem entweder 60 Stimmung nicht erzielt wird, so liefert dieser Kreis
mittels einer Rückstelleinrichtung 48 auf ein be- auf einer Leitung 39 ein die Nichtübereinstimmung
stimmtes, gewähltes Zifferbild oder mittels einer an- anzeigendes Ausgangssignal.
deren Rückstelleinrichtung 72 auf ein bestimmtes, Das Register 56 weist ein Mehradressen-Wortanderes Zifferbild rückgestellt werden. Dieses Über- speichergerät üblicher Bauweise auf, beispielsweise
tragungssteuerregister enthält wie das Steuerregister 65 eine Magnetkern-Speichermatrix, und die zugehörige
44 die üblichen Schaltungen zur fortschreitenden Adressenwähleinrichtung 57 kann wiederum eine
Änderung der darin enthaltenden Steuerzahl jeweils Dioden-Baumschaltung von an sich bekannter Form
am Ende eines Rechnungsganges, derart, daß nor- enthalten. Dieses Register weist sechzehn für sich
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festlegbare Speicherorte auf, deren jeder jeweils einer Adressenorten gespeicherten Wortbilder von Hand
Blockstelle des Hauptspeichers 10 entspricht und eingestellt und nicht in anderer Weise verändert
deren jeder mittels des auf der Leitergruppe 28 dar- werden können. Mit diesem Speicher ist eine
gebotenen, vierziffrigen Hauptspeicher-Blockwähl- Adressenwähleinrichtung 35 irgendeiner beliebigen,
signals über die Leitergruppe 73 wählbar ist. Dieses 5 bekannten Bauart verbunden, deren Adressensignal-Register
weist bei 87 einen Leseauslaß und bei 88 eingang von dem Ziffersignalauslaß des Ubertragungseinen
Schreibeeingang auf. Zusätzlich ist für jeden Steuerregisters 17 über die Leitergruppe 83 abgeleitet
Adressenspeicherort ein weiterer und besonderer wird.
Wertzifferspeicherort zur Registrierung eines »Be- Die zusätzlichen Schaltkreise enthalten nach dem
nutzungs«-Signals vorgesehen, welches jeweils die io Grundgedanken der Erfindung eine Zähleinrichtung
Benutzung oder Nichtbenutzung des betreffenden oder einen »Benutzungszähler« 101, welcher jeweils
Hauptspeicherblocks anzeigt. Dieser besondere seinen Zählstand oder »Zeitwert« um eine Stufe än-Wertzifferspeicher
hat einen Leseausgang 87 a und dert, wenn die Rechenmaschine einen Operationseinen
Schreibeeingang 88 a. Die Leseausgänge 87 und befehl ausführt. Diese Änderung erfolgt durch Im-87
a sind über eine Leitergruppe 58 an den Schreibe- 15 pulse, welche über die Leitergruppe 102 vom Auseingang
92 des Arbeitsspeichers 52 angeschlossen, gang 37 der Übereinstimmungsanzeige des Verwährend
der Leseausgang 87 außerdem, wie schon gleicherkreises 21 abgenommen werden. Der forterwähnt,
durch die Leitergruppe 30 an die Stell- während zunehmende Ausgangszählstand dieses Beeinlässe
des Vergleicherkreises 21 angeschlossen ist. nutzungszählers 101 gelangt über eine Torschaltung
Die Schreibeeingänge 88 und 88 α werden über eine so und eine Leitergruppe 103 zu dem Schreibeeinlaß 92
Leitergruppe 89 von dem Leseausgang 93 des des Arbeitsspeichers 52. Eine weitere, im allgemeinen
Arbeitsspeichers 52 gespeist. Über die Leitergruppe ähnlich aufgebaute Recheneinrichtung 104 nimmt
90 wird der Eingang der Adressenwähleinrichtung 57 ebenfalls die auf der Leitergruppe 102 auftretenden
durch Steuersignale aus dem Übertragungsbefehls- Eingangsimpulse auf. Nach der Zählung einer Interregister
47 betätigt. 25 vallperiode von beispielsweise tausendvierundzwanzig
Der Arbeitsspeicher 52 ist ebenfalls ein Vieladreß- Operationsbefehlen gibt diese Zähleinrichtung einen
Angabenwortspeicher mit einer zugehörigen Adres- Unterbrechungs-Ausgangsimpuls AT über die Leisenwähleinrichtung
53. Dieser Speicher besitzt einen tung 105 zu dem Schaltglied 46 weiter und betätigt
Schreibeeingang 92 und einen Leseausgang 93. Der die zweite Rückstelleinrichtung 72. Der nächst-Eingang
94 der Adressenwähleinrichtung 53 ist durch 30 folgende Eingangsimpuls stellt den Intervallzähler
die Leitergruppe 54 mit dem Übertragungsbefehls- 104 automatisch auf Null, wonach die Zählung von
register 47 verbunden. Dieser Arbeitsspeicher 52 vorn beginnt. Der augenblickliche Zählstand dieses
wirkt zeitweise als Operationsspeicher während der Zählers ist jederzeit als ein unten noch erläutertes
verschiedenen Stufen einer Übertragungs- und Zeit- όί-Signal über die Leitergruppe 106 abnehmbar,
berichtigungsoperation. Verschiedene wählbare 35 welche ebenfalls an den Schreibeeingang 92 des
Adressenspeicherblöcke in diesem Speicher sollen für Arbeitsspeichers 52 angeschlossen ist. Dieser Interspäter
als Arbeitsspeicherplätze wl, w2, w3 ... be- vallzähler kann außerdem jederzeit durch einen auf
nannt werden. einer Leitung 115 auftretenden Eingangsimpuls auf
Das Sekundärspeichersteuerregister 63 und das Null gestellt werden. Die Leitung 115 ist an den
Programmblocksteuerregister 70 werden nur kurz be- 40 Ausgang 39 der Nichtübereinstimmungsanzeige des
schrieben, da sie für das Verständnis der vorliegen- Vergleicherkreises 21 angeschlossen,
den Erfindung nicht wesentlich sind. Zusätzlich zu dem schon erwähnten Haupt-
Aus der Zeichnung ist zu ersehen, daß die betref- speicher-Blockregister 56 sind noch drei weitere
fenden Adressensignaleingänge vom Übertragungs- Vieladressenregister 107, 108 und 109 vorgesehen,
befehlsregister 47 her alle über entsprechende Tor- 45 Diese Register sind in der Zeichnung als getrennte
schaltglieder den Adressenwähleinrichtungen 62, 71 Einheiten dargestellt, sie können jedoch tatsächlich
und 57 zugeführt werden. Der Leseausgang 93 des in Verbindung mit den anderen Registern 56, 63 und
Arbeitsspeichers 52 ist über eine Leitergruppe 67 mit 70 verschiedene Teile einer einzigen Speicheranorddem
Adressenwähleinlaß 20 der Sekundärspeicher- nung, beispielsweise einer Magnetkern-Speicher-Adressenwähleinrichtung
16 und außerdem mit den 50 matrix, bilden.
Schreibeeinlässen der Register 63, 70 und 56 sowie Das Register 108 enthält fünfhundertzwölf verüber
eine Leitergruppe 66 mit dem Änderungseinlaß schiedene Speicherplätze, einen für jede verwendbare
86 des Übertragungsbefehlsregisters 47 und über eine Programmblock-Adressenzahl. Diese Adressen wer-Leitergruppe
91 mit dem normalen Befehlsregister 14 den durch eine Adressenwähleinrichtung 110 unter
verbunden. Die Leitergruppe 51 stellt eine Verbin- 55 der Steuerung eines elfziffrigen Blockadressensignals
dung vom Blockziffersignalauslaß des Befehls- gewählt, welches über die Leitergruppen 34 und 111
registers 14 zum Schreibeeinlaß 92 des Arbeits- zugeführt wird. Der Schreibeeingang und der Lesespeichers
52 dar, während der Θ-Signalauslaß 60 der ausgang dieses Registers sind mit dem Leseausgang
Adressenwähleinrichtung 16 ebenso wie die Lese- 93 bzw. dem Schreibeeingang 92 des Arbeitsspeichers
auslasse der Register 63, 70 und 56 an diesen 60 52 verbunden.
Schreibeeinlaß 92 angeschlossen sind. Die Register 107 und 109 enthalten jeweils sech-
Das Übertragungs- und Zeitberichtigungsbefehls- zehn verschiedene Speicherplätze, nämlich jeweils
register 49 kann jede beliebige Ausführungsform einen für eine jede Blocknummer des Hauptspeichers
haben, doch kann, da es normalerweise nicht not- 10. Die Adressenwähleinrichtung 112 des Registers
wendig ist, die darin gespeicherten Wörter zu ändern, 65 107 wird von dem vierziffrigen Ausgangssignal des
dieser Speicher ein Festwertspeicher sein. In diesem Schlüsselsignalgenerators 15 über die Leitergruppe 73
Fall enthält dieser Speicher Magnetkerne, die ab- erregt, während die Adressenwähleinrichtung 113
nehmbar sind, wodurch die in den darin befindlichen des Registers 109 entsprechende vierziffrige Signale
über eine Leitergmppe 114 von den Ausgängen des
Übertragungsbefehlsregisters 47 erhält.
Die gewöhnlichen Rechenkreise 59 der Maschine sind so aufgebaut, daß sie zur Durchführung von
Rechenprogrammen auch während der Zeitperioden verfügbar sind, während welcher die Zeitberichtigungs-
und Auswahloperationen zur Auswahl des frei zu machenden Hauptspeicherblocks durchgeführt
werden. Hierfür sind die Eingänge der Recheneinrichtung an die Leseausgänge des Arbeitsspeichers
52 und in entsprechender Weise die Ausgänge der Recheneinrichtung mit dem Schreibeeingang des
Arbeitsspeichers verbunden.
Die Arbeitsweise der gesamten Rechenmaschine soll nicht in allen Einzelheiten beschrieben werden.
Bevor jedoch die Teile, welche dem Grundgedanken der Erfindung entsprechen, erläutert werden, sei darauf
hingewiesen, daß bei der Durchführung eines jeden Maschinenbefehls, welcher ein Angabenwort in
einem Speicherblock des Hauptspeichers 10 benutzt, ein Übereinstimmungssignal auf der Leitung 37 erscheint.
Gleichzeitig erscheint die Programmadressenzahl des betreffenden Speicherblocks auf der Leitergruppe
34. Das Schlüsselsignal des betreffenden Hauptspeicherblocks erscheint auf der Leitergrappe
28. Vor einer jeden Übertragungsoperation erscheint ein Nichtübereinstimmungssignal auf der
Leitung 39.
Das Register 49 enthält zwei verschiedene Befehlsgruppen oder Unterprogramme. Ein Unterprogramm
beginnt mit der Befehlsadresse χ und betrifft die Berichtigung der Zeitregistrierung nach jedem normalen
Unterbrecherintervall, während ein anderes, beginnend mit der Befehlsadresse y, sowohl die Berichtigung
der Zeitregistrierung als auch die automatische Ubertragungsoperation mit den zugehörigen HilfsOperationen
umfaßt. Bei einer Betätigung des Rückstellkreises 72 wird das Übertragungssteuerregister
auf die Adressenzahl χ zurückgestellt, während dieses Register bei einer Betätigung der Rückstelleinrichtung
48 auf die Adressenzahl y zurückgestellt wird.
In einem jeden der verschiedenen fünfhundertzwölf Speicherplätze des Registers 108 ist ein »Benutzungszeit«-Wert
Td aufgezeichnet, welcher den Zählerstand des Benutzungszählers 101 für den Zeitpunkt
angibt, zu dem der betreffende Speicherblock während der Maschinentätigkeit zuletzt benutzt
wurde, bevor ein Wert aus dem Hauptspeicher in den Sekundärspeicher 11 übertragen wurde. Gleichzeitig
mit der Übertragung eines 512-Speicherplatz-Blockes
aus dem Sekundärspeicher 11 in den betreffenden Speicherblock des Hauptspeichers 10 wird ein Zeitwert
Tc in den betreffenden Speicherplatz des 16-Platz-Registers
107 eingeschrieben. Dieser Wert Tc entspricht dem Zählerstand des Benutzungszählers
101 im Zeitpunkt der Übertragung (T) abzüglich dem schon erwähnten Wert Td, welcher für den betreffenden,
zu übertragenden Speicherblock in dem Register 108 eingeschrieben ist. Ein jeder der sechzehn
Speicherplätze des Registers 109 enthält einen weiteren Zeitwert t, welcher in einer noch anzugebenden
Art bestimmt wurde. In einer jeden Wertzifferspeichereinheit der sechzehn Speicherplätze des Registers
56 ist eine Benutzungsziffer eingeschrieben; dieser Zifferwert wird nach einer jeden Übertragungsoperation oder nach einer jeden Unterbrechungsoperation, welche noch näher erläutert wird, auf »0«
gestellt. Jede Werfziffersoeichereinheit wird auf »1«
gestellt, jeweils, wenn ein Angabenwort in dem betreffenden Speicherblock des Hauptspeichers 10 während
des normalen Rechenabiaufs benutzt wird.
Die Rechenmaschine arbeitet in folgender Weise: Während des normalen Programmablaufs der
Rechenmaschine tritt jeweils ein Ubereinstimmungssignal am Ausgang 37 des Vergleicherkreises 21 auf.
Dieses Signal stellt über die Leitung 102 den Benutzungszähler 101 und den Intervallzähler 104 jeweils
to um eine Stufe weiter. Wenn in der Zwischenzeit kein Befehl für eine automatische Ubertragungsoperation
auftrat, erreicht der Intervallzähler gegebenenfalls seinen maximalen Zählwert und gibt gleichzeitig
ein Ausgangssignal Δ t auf der Leitung 105 ab.
Dieses löst durch Betätigung des Schaltgliedes 46 eine Unterbrechung des normalen Programmablaufs
aus; dadurch wird die Maschinensteuerung von dem gewöhnlichen Steuerregister 44 und dem Befehlsregister
14 auf das Übertragungssteuerregister 17 und
das Übertragungsbefehlsregister 47 übertragen. Während einer solchen Unterbrechungsoperation werden
jedoch die Befehle aus dem Übertragungs- und Zeitberichtigungsregister 49 ausgelesen und umfassen
eine andere Folge, welche bei einer anderen Befehlsnummer in dem vorgeschriebenen Unterprogramm
beginnt. Diese Anfangsbefehlsnummer wird bei Betätigung der Rückstelleinrichtung 72 durch dasselbe
Signal Δί automatisch festgelegt, wenn diese Rückstelleinrichtung
72 an Stelle der Rückstelleinrichtung
48 für eine Übertragungsoperation ausgewählt wird. Hierdurch wird das Übertragungssteuerregister 47
auf die gewünschte Adressenzahl eingestellt, um den ersten Befehl des Unterprogramms für die Durchführung
einer derartigen Unterbrechungsoperation aus-
zuwählen. Diese Folge von Ünterbrechungsbefehlen umfaßt unter der Steuerung des Übertragungsbefehlsregisters
47 die Auswahl aufeinanderfolgender Adressenplätze des Registers 109 und des Registers
56. Zunächst wird die Benutzungsziffer des Adressen-
platzes 1 in dem Register 56 durch Übertragung in den Arbeitsspeicher 52 untersucht. Dabei dient die
Recheneinrichtung 59 zur Feststellung, ob die Benutzungsziffer den Wert »1« hat, welcher eine Benutzung
in dem unmittelbar vorhergehenden Rechen-
Intervall anzeigt, oder ob diese Benutzungsziffer den
Wert »0« zum Zeichen einer Nichtbenutzung in diesem Intervall hat. Wenn diese untersuchte Ziffer den
Wert»0« hat, wird der indem betreffenden Adressenspeicherplatz
1 des Registers 109 vorhandene Zeitwert t durch Addition des gesamten Zählerstandes,
d. h. des Wertes Δί des Intervallzählers 104, geändert.
Zu diesem Zweck wird die vorhandene Zahl t in einen geeigneten Speicherplatz des Arbeitsspeichers
52 übertragen und sodann in der Recheneinheit 59 mit dem Intervallzählerstand ΔΙ kombiniert. Die
Summe dieser beiden Zahlen wird sodann über den Arbeitsspeicher 52 wieder in denselben Adressenspeicherplatz
1 des Registers 109 eingeschrieben. Wenn andererseits dieser Benutzungszifferwert für
den Adressenplatz 1 des Registers 56 den Wert»l« hat, wird der in dem Adressenplatz des Registers 109
vorhandene Zeitwert t gelöscht, so daß der Zeitwert t zu »0« wird. Der nächste Befehl des Unterbrechungsprogramms stellt dann die Benutzungsziffer des
Adressenplatzes 1 in dem Register 56 auf Null. Während der folgenden Befehle werden diese Operationen
nacheinander für die verschiedenen Adressenplätze 2 bis 16 der Register 109 und-56 wiederholt.
409 727/356
11 12
Eine automatische Übertragungsoperation ist er- dem Register 49 gespeicherten Auswahlbefehlen ab.
forderlich, wenn ein auslösendes Nichtübereinstim- Deren erster wählt die Adressenzahl 1 des Registers
mungssignal auf der Leitung 39 des Vergleicher- 109 aus und überträgt den Inhalt t in einen geeignekreises
21 erscheint. Dieses Signal wird durch eine ten Speicherplatz des Arbeitsspeichers 52. Danach
Nichtkoinzidenz eines auftretenden Programmadres- 5 wird der Adressenplatz 1 des Registers 107 ausgessnsignals
auf der Leitergruppe 34 mit den eingestell- wählt und die Zahl Tc in einen anderen geeigneten
ten Zuständen der verschiedenen Gruppen des Ver- Adressenplatz des Arbeitsspeichers 52 übertragen,
gleicherkreises erzeugt. Dieses Nichtübereinstim- Diese Zahlen t und T1. werden auf Grund weiterer
mungssignal betätigt über die Leitung 39 das Schalt- Befehle aus dem Arbeitsspeicher 52 zu der Rechenglied
46, wodurch die Maschinensteuerung von den io einheit 59 weitergegeben, wo die Zahl Tc von der
Registern 14 und 44 auf die Register 17 und 47 über- Zahl t subtrahiert wird, um dadurch festzustellen, ob
tragen wird. Infolge der gleichzeitigen Auslösung des die Zahl t größer als die Zahl Tc ist. In diesem Fall
Rückstellkreises 48 wird die Ausgangsadressenzahl erhält man ein positives Ergebnis. Wenn das Ergebdes
Übertragungssteuerregisters 47 auf die erste nis positiv ist, wird wiederum mit Hilfe der bekann-Adressenzahl
des anderen Unterprogramms für die 15 ten Methode des bedingten Übertrags das Befehls-Übertragungskontrollbefehle
eingestellt, welche in register 47 auf den ersten Befehl weitergestellt, weldem
Übertragungs- und Zeitberichtigungsregister 49 eher für das gegenwärtig verarbeitete Unterprogramm
gespeichert sind. Diese Befehlsfolge umfaßt die für brauchbar ist. Wenn sich andererseits für den
die Durchführung einer Übertragungsoperation not- Adressenplatz ein negatives Ergebnis ergibt, wird,
wendigen Befehle. Zunächst wird eine Reihe von 20 wenn an keinem Adressenplatz die Zahl t größer als
Zeitberichtigungs- und Speicherblockauswahlbefehlen der betreffende Wert Tc ist, dasselbe Verfahren für
ausgeführt. einen jeden der weiteren Adressenplätze 2 bis 16 der
Die ersten Zeitberichtigungsbefehle dieser Folge Register 109 bzw. 107 wiederholt, bis alle Adressensind
im wesentlichen den oben beschriebenen Befeh- platze überprüft wurden. In diesem letzteren Fall
len während einer Unterbrechungsoperation gleich. 25 läuft eine weitere Gruppe von Prüfbefehlen innerhalb
Hierdurch werden alle sechzehn Speicheradressen in des Zeitberichtigungs- und Übertragungsunterproden
Registern 109 und 56 geändert; anders als in gramms des Registers 49 ab. Dabei wird in weitdem
oben beschriebenen Fall wird jedoch bei einer gehend ähnlicher Weise bestimmt, ob der für den
Übertragungsoperation der momentane Zählerstand Hauptspeicherblock 1 des Hauptspeichers 10 in dem
zum Zeitpunkt δ t zu der in dem Register 109 vor- 30 Register 109 aufgezeichnete Zeitwert t nicht gleich
handenen Zahl t addiert, wenn die Benutzungsziffer Null ist und ob der im Register 107 aufgezeichnete
für den betreffenden Speicherblock in dem Register Wert Tc größer als der Wert t ist. Das Ergebnis die-56
den Wert »0« hat, da der Intervallzähler im allge- ser Operation wird in einem Adressenplatz des
meinen nicht seinen maximalen Zählwert Δ t erreicht Arbeitsspeichers 52 gespeichert, und derselbe Prohat. Der Wert δ t ist ein Maß für das Zeitintervall, 35 grammzyklus wird für einen jeden Adressenplatz 1
welches seit Durchführung der letzten Unter- bis 16 der Register 107 und 109 wiederholt, wobei
brechungs- bzw. Übertragungsoperation verflossen ist. die Ergebnisse in fünfzehn weitere Speicherplätze
Die nächsten Befehle des Übertragungs-Unter- des Arbeitsspeichers 52 eingetragen werden. Wenn
Programms betreffen die Auswahl des Haupt- mehr als ein Ergebnis eine positive Differenz Tc — t
Speicherblocks, welcher frei gemacht werden soll. 40 anzeigt, dann werden diese beiden oder noch mehr
Die ersten Befehle des Auswahlabschnitts in dem Ergebnisse voneinander subtrahiert, um den jeweils
Unterprogramm des Registers 49 veranlassen eine größten Wert zu bestimmen. Diejenige Speicher-Überprüfung
des Inhalts eines jeden Speicherblocks adresse, welche den größten Wert ergibt, wird dann
des Hauptspeichers 10, um festzustellen, ob etwa ein ausgewählt und frei gemacht. Um auch die Möglich-Speicherblock
schon geleert ist. Dies erfolgt in der 45 keit einzuschließen, daß auch jetzt noch kein
Weise, daß auf Grund eines Befehlswortes der Inhalt Speicherblock gefunden werden kann, welcher die
des Hauptangabenwortspeicherblocks mit der Adres- Auswahlbedingungen erfüllt, enthält die Folge der
senzahl 1 in dem Register 56 in einen geeigneten Prüf- und Auswahlbefehle des Übertragungsbefehls-Adressenplatz
des Arbeitsspeichers übertragen wird. registers 49 eine vierte Gruppe. Der erste Befehl
Auf Grund des nächsten Befehls wird diese Zahl in 50 dieser Gruppe wählt den Adressenplatz 1 des Reder
Recheneinheit 59 von Null subtrahiert. Wenn gisters 109 aus und prüft, ob der Wert t den Wert »0«
man ein negatives Ergebnis erhält, ist dies ein Zei- hat. Wenn dies der Fall ist, wird der im Register 107
chen dafür, daß der Speicherblock noch" besetzt ist, enthaltene, entsprechende Wert Tc in einen geeignewährend
ein positives Ergebnis darauf hinweist, daß ten Adressenplatz des Arbeitsspeichers 52 überdiese
Adresse zur Zeit frei ist. Mit Hilfe der bekann- 55 tragen. Eine ähnliche Folge von Operationen wird
ten Methode des bedingten Übertrags findet ein po- für die anderen Adressenplätze 2 bis 15 der Register
sitives Ergebnis dieser Rechnung dazu Verwendung, 107 und 109 durchgeführt, und danach werden die
die Adressenzahl in dem Übertragungsbefehlsregister verschiedenen Werte Tn welche in dem Arbeits-47
zur Eingabe einer geeigneten Zahl über die Ein- speicher 2 eingeschrieben sind, durch Subtraktion
gangsleitung 86 aus dem Speicher 52 auf eine solche 60 voneinander untersucht, um den größten Wert Tc
Adressenzahl zu ändern, welche den ersten Befehl festzustellen. Derjenige Speicherblock, welcher der
einer durchzuführenden Übertragungsoperation in in den Registern 107 bzw. 109 enthaltenen Adressendem
Unterprogramm des Registers 49 entspricht. zahl mit dem größten Wert Tc entspricht, wird dann
Wenn die Speicheradresse noch nicht leer ist, wird für die folgende Übertragungsoperation ausgewählt,
das beschriebene Unterprogramm für einen jeden der 65 Das folgende Befehls-Unterprogramm des Registers
Adressenplätze 2 bis 16 des Registers 56 wiederholt. 49 betrifft die Durchführung der Übertragungsopera-Wenn
noch keiner der Hauptspeicherblöcke'leer ist, tion selbst und entspricht an sich bekannten Vorbildann
läuft anschließend" eine weitere Folge" von in dem. Um die Übertragungsoperation des ausgewähl-
ten Speicherblocks des Hauptspeichers 10 einzuleiten, wird die Adresse dieses Blocks, welche auf
der Leitergruppe 34 erscheint, über die Leitergruppe 111 weitergegeben, um die betreffende Adresse in
dem Register 108 auszuwählen, während die Zahl Td
für den betreffenden Adressenplatz des Registers 108 zunächst in den Arbeitsspeicher 52 übertragen wird.
Sodann wird diese Zahl aus dem Arbeitsspeicher ausgelesen und in dem ausgewählten Adressenplatz
des Registers 108 gespeichert, um eine Aufzeichnung des Benutzungszählerstandes zu erhalten, bei welchem
der betreffende, zu übertragende Speicherblock zuletzt in der Maschine benutzt wurde.
Eine Auswahl der frei zu machenden Hauptspeicherblöcke durch ein im vorigen beschriebenes
analytisches Programm stellt viele der sich oft widersprechenden und verschiedenartigen Faktoren in
Rechnung, welche die Möglichkeit einer späteren Verwendung eines Blocks von Angabenwörtern betreffen,
welche zuvor in den Hauptspeicher übertragen wurden. Durch diese Auswahleinrichtung wird
auch weitgehend die Entfernung solcher Angabenwortspeicherblöcke aus dem Hauptspeicher vermieden,
welche voraussichtlich nach kurzer Zeit in unmittelbar darauffolgenden Arbeitstakten der Rechenmaschine
wieder gebraucht werden.
Die hier gezeigte konstruktive Anordnung kann geändert werden. Beispielsweise können all die verschiedenen
Register 107, 108,109 und 56 Teile einer einzigen Vieladressenangabenwortspeicheranordnung
bilden. Zu dieser Anordnung können als Teile ebenso die weiteren Register 63 und 70 gehören. Die Erfindung
kann auch in einer nach dem Serienverfahren arbeitenden Maschine angewandt werden.
35
Claims (11)
1. Elektronische Zifferrechenmaschine mit einem unmittelbar zugänglichen Haupt-Angabenwortspeicher
hoher Zugriffsgeschwindigkeit, ferner mit einem Sekundär-Angabenwortspeicher geringer Zugriffsgeschwindigkeit und mit Wortübertragungskanälen
zur Übertragung der gewünschten Angabenwörter vom Sekundärspeicher in den Hauptspeicher, gekennzeichnet
durch Rechenkreise (59, 21) für die analytische Überprüfung der Benutzungsfolge der jeweils in
einem jeden verfügbaren Speicherplatz des Hauptspeichers (10) gespeicherten Angaben-Wörter,
wobei auf Grund dieser Überprüfung diejenigen Speicherplätze des Hauptspeichers (10)
festgelegt werden, in welchen die gewünschten Angabenwörter aus dem Sekundärspeicher (11)
übertragen werden sollen.
2. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Angabenwörter, welche in den ausgewählten Speicherplätzen des Hauptspeichers (10) enthalten
sind, in den Sekundärspeicher (11) übertragen werden, bevor die gewünschten Angabenwörter
aus dem Sekundärspeicher (11) in die ausgewählten Speicherplätze übertragen werden.
3. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Übertragungsoperationen immer Speicherblöcke in den Haupt- und Sekundärspeichern (10,
11) mit einer festgelegten Anzahl von Angabenwort-Speicherplätzen betreffen und daß die analytische
Überprüfung der Benutzungsfolge jeweils einen Speicherblock als ganzes und nicht einzelne
Speicherplätze eines Blockes betrifft.
4. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Benutzungszähler
(101), dessen Zählerstand jedesmal um eine Stufe erhöht wird, wenn eine Wortspeicheradresse
des Hauptspeichers (10) während der normalen Maschinentätigkeit innerhalb eines Rechenprogramms aufgerufen wird.
5. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen Intervallzähler
(104), dessen Zählerstand gleichzeitig mit dem des Benutzungszählers (101) um eine
Einheit erhöht wird, wobei jedoch eine Rückstelleinrichtung (72) vorgesehen ist, welche den
Zählerstand des Intervallzählers (104) beim Auftreten eines solchen Maschinenbefehls auf Null
stellt, welcher eine Übertragungsoperation von Angabenwörtern zwischen dem Haupt- und dem
Sekundärspeicher (10, 11) auslöst.
6. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Intervallzähler (104) so ausgelegt ist, daß er automatisch auf Null zurückgestellt wird, wenn ein
festgelegter Maximalzählerstand erreicht wird, und daß er ein Steuersignal zur Anzeige dieses
maximalen Zählerstandes abgibt.
7. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch von diesem
Steuersignal betätigte Schaltglieder (46), welche den normalen Programmablauf der Maschine
unterbrechen und eine Änderung der statistischen Informationen über die Benutzung der Wortspeicherblöcke
des Hauptspeichers bewirken.
8. Elektronische Zifferrechenmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet
durch einen ersten Vieladresseninformationsspeicher (108) mit getrennten Speicherplätzen für
einen jeden Angabenwortspeicherblock des Sekundärspeichers (11), wobei in einem jeden dieser
Speicherplätze eine Zählerzahl (Td) enthalten
ist, welche dem Zählerstand des Benutzungszählers (101) für jeweils denjenigen Zeitpunkt
entspricht, zu dem der diesem Speicherplatz entsprechende Angabenwortblock zuletzt in der Maschine
benutzt wurde, bevor er in den Sekundärspeicher (11) übertragen wurde.
9. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen zweiten
Vieladressensignalspeicher (107) mit getrennten Speicherplätzen für einen jeden Wortspeicherblock
des Hauptspeichers, wobei in einem jeden dieser Speicherplätze eine Zahl (Tc) enthalten ist,
welche dem Zählerstand des Benutzungszählers (101) im Zeitpunkt des Übertrags des betreffenden
Angabenwortblocks in den Hauptspeicher (10) abzüglich der zu demselben Speicherblock
gehörenden, in dem ersten Speicherregister (108) enthaltenen Zahl (Td) entspricht.
10. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch ein drittes
Wertzifferregister (63) mit getrennten Speicherplätzen für einen jeden der Angabenwortspeicherblöcke
des Hauptspeichers^!©-), wobei in jedem
dieser Speicherplätze ein Signal eingeschrieben ist, welches angibt, ob ein Angabenwort dieses
Speicherblocks während einer vorhergehenden und festgelegten Zeitdauer im Rechengang benutzt
wurde.
11. Elektronische Zifferrechenmaschine nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein viertes
Register (109) mit getrennten Speicherplätzen für
jeden Wortspeicherblock des Hauptspeichers (10), wobei in einem jeden dieser Speicherplätze eine
Zahl (t) enthalten ist, welche durch eine Überprüfung des Speicherplatzes dieses Speicherblockes
in dem dritten Register und des Intervallzählers (104) erhalten wurde.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 727/356 11.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
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| GB13855/60A GB979633A (en) | 1960-04-20 | 1960-04-20 | Improvements in or relating to electronic digital computing machines |
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Publications (1)
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