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DE1181339B - Vorrichtung zur Ermittlung des elektrischen Widerstandes von Erdformationen, die ein Bohrloch umgeben - Google Patents

Vorrichtung zur Ermittlung des elektrischen Widerstandes von Erdformationen, die ein Bohrloch umgeben

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Publication number
DE1181339B
DE1181339B DESCH10153A DESC010153A DE1181339B DE 1181339 B DE1181339 B DE 1181339B DE SCH10153 A DESCH10153 A DE SCH10153A DE SC010153 A DESC010153 A DE SC010153A DE 1181339 B DE1181339 B DE 1181339B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
current
electrodes
borehole
electrode system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH10153A
Other languages
English (en)
Inventor
Henri-Georges Doll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schlumberger Well Surveying Corp
Original Assignee
Schlumberger Well Surveying Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schlumberger Well Surveying Corp filed Critical Schlumberger Well Surveying Corp
Publication of DE1181339B publication Critical patent/DE1181339B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation
    • G01V3/18Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging
    • G01V3/20Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging operating with propagation of electric current

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  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Ermittlung des elektrischen Widerstandes von Frdformationen, die ein Bohrloch umgeben Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung des elektrischen Widerstandes von Erdformationen, die ein Bohrloch umgeben, das von einer leitenden Flüssigkeit gefüllt ist.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei Geräten zu elektrischen Bohrlochuntersuchungen gesteuerte elektrische Felder zu benutzen, um den innerhalb eines Bohrloches von einer Elektrode ausgehenden Strom im wesentlichen auf eine senkrechte zur Bohrlochwand gerichtete Bahn zu begrenzen. Mit solchen Elektrodensystemen wird der rechtwinklig zur Bohrlochwand gerichtete Stromverlauf über eine ausreichende seitliche Entfernung von der Bohrlochwand aufrechterhalten, um zu erreichen, daß derjenige Teil der Bahn des Stromes, der durch die etwa vorhandene Bohrlochflüssigkeit, den Schlammkuchen auf der Bohrlochwand und die von der Bohrlochflüssigkeit durchsetzte Zone verläuft, verhältnismäßig kurz ist gegenüber demjenigen Teil der Bahn, der durch Material in verhältnismäßig großem Abstand von der Bohrlochwand verläuft. Dadurch wird eine Beeinflussung der Meßergebnisse durch die Bohrlochflüssigkeit, den Schlammkuchen und durch das verhältnismäßig dicht am Bohrloch liegende Ma terial im wesentlichen ausgeschaltet. Untersuchungen, die dann durch Registrieren der Veränderungen einer geeignet gewählten Potentialdifferenz in Verbindung mit dem Stromdurchfluß durch die Formation ausgeführt werden, ergeben somit Widerstandswerte für Material, das ia einem relativ großen seitlichen Abstand von der Wand des Bohrlochs liegt; die Meßwerte können weitgehend sich dem wahren spezifischen Widerstand der vom Bohrloch durchteuften Formationen nähern und lassen vornehmlich darauf schließen, ob die Formation Öl oder Wasser führt.
  • Es ist andererseits eine Vorrichtung bekanntgeworden, deren Elektrodensystem in einem kissenartigen Träger angeordnet ist, der gegen die Seitenwand des Bohrlochs gepreßt wird. Die Gruppierung auf einem solchen Träger setzt notwendigerweise kleine Elektrodenabstände voraus, und der von der Messung erfaßte Formationsbereich erstreckt sich sowohl bezüglich Dicke als auch bezüglich Abstand von der Bohrlochwand über eine sehr kleine Zone.
  • Vorrichtungen dieser Art sind denn auch bestimmt für die Messung des Widerstandes einer mit Filtrat aus dem Bohrschlamm gefüllten Formation. Die Vorrichtung mißt allerhöchstens um wenige Zentimeter tief in die Formation hinein, und die Meßergebnisse ermöglichen, die Porosität bzw. das Porenvolumen der Formation zu bestimmen.
  • Die Erfindung ist demgegenüber weder darauf ausgerichtet, den wahren spezifischen Widerstand einer nicht von Bohrlochflüssigkeit durchsetzten Zone zu bestimmen, noch vom Schlammkuchen beeinflußte Meßwerte über den Widerstand in vom Schlammfiltrat durchsetzten Fonnationszonen zu liefern. Vielmehr ist die Erfindung im wesentlichen auf eine vom Schlammkuchen wenig beeinflußte Messung des Formationswiderstandes zwischen diesen beiden Zonen ausgerichtet. Dieser Widerstand kann als Widerstand der vom Schlammfiltrat durchsetzten Zone definiert werden, die natürlich die überspülte Zone enthält, ferner aber auch einen Teil der tiefer zurückliegenden Formationsbereiche, die noch nicht vollständig von Schlammfiltrat überspült sind.
  • Diese Messung ergibt nicht nur wertvolle Aufschlüsse bei der Bestimmung von durchlässigen Formationen, sondern liefert zusätzlich Widerstandswerte, die zusammen mit den Meßergebnissen über den wahren Formationswiderstand die Berechnung der prozentualen Sättigung der Formation mit Öl bzw. mit Wasser ermöglichen.
  • Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Einrichtung und erbringt darüber hinaus den Vorteil einer sicheren, insbesondere vom Schlamm unbeeinflußten Anzeige. Die Erfindung betrifft Vorrichtungen, die ausgestattet sind mit einem in das Bohrloch absenkbaren Elektrodensystem, bestehend aus mehreren Elektroden, die in Richtung der Bohrlochachse in festen Abständen zueinander angeordnet und mit einer ersten, als Hauptstromelektrode dienenden Elektrode versehen sind, die einen Strom in die Erdformation aussendet, der zu einer Elektrode zurückgeführt wird, die sich an einer vom Elektrodensystem entfernten Stelle befindet. Eine Vorrichtung dieser Art besitzt weiter ein Paar miteinander durch einen isolierten Leiter verbundene Fokussierstromelektroden, die symmetrisch zur genannten Hauptstromelektrode angeordnet und mit einem dem Hauptstrom phasengleichen Fokussierstrom so beschickt sind, daß der Hauptstrom in die die Bohrlochwandung umgebenden Erdformationen praktisch senkrecht eintritt, derart, daß der Potentialabfall in Achsrichtung des Bohrloches zwischen der Hauptstromelektrode und den Fokussierstromelektroden mindestens weitgehend neutralisiert ist. Mit Hilfe von zwei Paar Potentialelektroden, die unter sich parallel geschaltet und symmetrisch zwischen der Hauptstromelektrode und den zwei Fokussierstromelektroden angeordnet sind und deren Eingangsspannungen dem Eingang eines Verstärkers zugeleitet sind, dessen Ausgangsstrom den Fokussierstromelektroden zugeführt wird, kann dann die Größe des Fokussierstromes in einer solchen Weise geregelt werden, daß die Eingangsspannung der Potentialelektroden zu Null wird. Ferner ist in Anordnungen der vorliegenden Art eine Stromrückführelektrode vorhanden, die mit der Erdoberfläche in Kontakt steht.
  • Die wesentliche Ausgestaltung nach der Erfindung ist darin zu sehen, daß bei einer Einrichtung der vorstehend beschriebenen Art erfindungsgemäß die Elektrode zur Rückführung des Stromes der stromaussendenden Elektroden außerhalb der Fokussierstromelektroden und in einem solchen Abstand von der Hauptstromelektrode angeordnet ist, daß die Eindringtiefe des Hauptstromes in die Erdformation, gerechnet in der durch die Hauptstromelektrode gehenden waagerechten Ebene, durch die Größenordnung des Abstandes zwischen der Elektrode für die Stromrückführung und der Hauptstromelektrode gegeben ist.
  • Mit Hilfe der Erfindung kann insbesondere die Stromverteilung derart beeinflußt werden, daß der Strom nur über eine vorbestimmte geringe Distanz in die Formation eindringt, bevor er umbiegt, um zu der Stromrückführungselektrode zurückzukehren. Es gelingt so, eine mit fokussiertem Strom herbeigeführte Anzeige zu erhalten, die weitgehend unbeeinflußt ist vom leitenden Schlamm im Bohrloch, die andererseits aber mit einer verhältnismäßig geringen Eindringtiefe der Untersuchung arbeitet, und zwar auch bei einer Anordnung, bei der die Elektroden auf einem vollständig vom Schlamm umgebenen Träger innerhalb des Bohrlochs angebracht sind.
  • Die Erfindung und weitere mit ihr zusammenhängende Einzelheiten und Vorteile sind an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der eine Anzahl von etwa punktförmigen Elektroden in das Bohrloch abgesenkt sind, um Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit der Materialien in einer verhältnismäßig nahe an dem Bohrloch liegenden Zone zu erhalten; Fig.2 ist ein Längsschnitt durch ein typisches Elektrodensystem, das in der Vorrichtung nach F i g. 1 verwendet werden kann; F i g. 2 A ist ein Querschnitt längs der Linie 2A-2A von Fig. 2; Fig. 2 B ist eine Darstellung eines der an der Wand anliegenden Kissens, das das in Fig. 2 gezeigte Elektrodensystem enthält; Fig.3 ist eine schematische Darstellung der an der Erdoberfläche vorzusehenden Vorrichtungsteile für eine abgeänderte Ausführungsform, die gleichzeitige Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit der Materialien in verhältnismäßig nahe und weit von der Wand des Bohrlochs liegenden Zonen ermöglicht; Fig.4 ist eine schematische Darstellung einer weiteren abgeänderten Ausführungsform, die gleichzeitige Anzeigen einer Anzahl elektrischer Widerstandswerte ermöglicht; F i g. 5 ist ein teilweiser Aufriß einer anderen Ausführungsform des Elektrodensystems, das den Einfluß der Bohrlochflüssigkeit auf die beobachteten Anzeigen auf ein Minimum herabsetzen kann; Fig. 6 ist ebenfalls ein Teil aufriß einer weiteren abgeänderten Form des Elektrodensystems, und Fig.7 ist eine schematische Darstellung einer weiteren Form des Elektrodensystems, bei dem verhältnismäßig lange Elektroden benutzt werden, die für die in Fig. 1, 3 und 4 gezeigten Vorrichtungen Anwendung finden können.
  • F i g. 1 zeigt ein Bohrloch 10, das durch Formationen 11 geht und eine Säule verhältnismäßig leitfähiger Bohrflüssigkeit 12 enthält. In dem Bohrloch 10 ist ein Elektrodensystem 13 angeordnet, das aus einer Anzahl in der Längsrichtung angeordneter, im wesentlichen punktförmiger Elektroden mit einem festen Abstand voneinander besteht. Das Elektrodensystem 13 kann in irgendeiner üblichen Weise durch das Bohrloch 10 geführt werden, z. B. mittels der üblichen Kombination von elektrischem Kabel und Winde.
  • Das Elektrodensystem 13 weist eine Anzahl Hauptstrom führender Elektroden A0, Bl und B2 auf, wobei die beiden letzterwähnten Elektroden symmetrisch zu beiden Seiten der ersterwähnten angeordnet sind. Die Elektroden Bt und B2 können zweckmäßig durch einen isolierten Leiter 22 kurzgeschlossen sein.
  • Die Elektrode Ao ist durch einen isolierten Leiter 16 mit einer Stromquelle 14 verbunden, deren zweiter Pol durch einen isolierten Leiter 20 mit dem Leiter 22 verbunden ist. Die Stromquelle 14 erzeugt vorzugsweise einen konstanten Strom, so daß die gemäß der Erfindung vorgenommenen Potentialmessungen in bekannter Weise unmittelbar in Einheiten der Widerstandsfähigkeit aufgezeichnet sein können.
  • Zu diesem Zweck kann die Quelle 14 aus einem Wechselstromgenerator 15 und einer in Reihe dazu geschalteten hohen Impedanz 21 bestehen, obwohl gegebenenfalls auch Gleichstrom verwendet werden kann.
  • In der Nähe der Elektrode Ao und symmetrisch an deren beiden Seiten befinden sich Elektrodenpaare Ml, M1, und M2, M2,. Die Elektroden M1 und M2 können zweckmäßig durch einen isolierten Leiter 23 und die Elektroden M1, und M2' durch einen isolierten Leiter 24 kurzgeschlossen sein. Der Strom von der Quellel4, der zwischen der Elektrode A0 und den Elektroden B1 und B2 fließt, erzeugt eine Potentialdifferenz in der Bohrlochflüssigkeitl2 zwischen den Elektroden M1 und M1, und zwischen den Elektroden M2 und M2', die durch die isolierten Leiter 17 und 18 auf die Eingangsklemmen 50 und 51 eines Verstärkers 25 geleitet wird. Die Ausgangsklemme 52 des Verstärkers 25 ist durch einen isolierten Leiter 20 mit den Elektroden B1 und B2 und die andere Ausgangsklemme 53 durch einen isolierten Leiter 19 mit zwei Elektroden A1 und A2 verbunden, die zu beiden Seiten der Elektrodenpaare Mt, M1, und M2, M2, angeordnet sind. Die Elektroden A1 und A2 können durch einen isolierten Leiter 26 kurzgeschlossen sein.
  • Die Verstärkervorrichtung 25, die z. B. als veränderlicher elektronischer Verstärker mit hohem Verstärkungsfaktor oder als Servovorrichtung ausgebildet sein kann, kann den Elektroden Al und A2 Strom von solcher Phase (oder Polarität) und Amplitude zuführen, daß die Potentialdifferenz zwischen den Elektroden M1 und M1, und zwischen den Elektroden M2 und M2.' im wesentlichen bei Null gehalten wird.
  • Dadurch, daß die Potentialdifferenz zwischen den Elektroden M1 und M1, und zwischen den Elektroden M2 und M2, im wesentlichen auf Null neutralisiert wird, ist das Bohrloch tatsächlich an diesen Stellen elektrisch gesperrt, so daß der Strom von der Hauptelektrode A0 gezwungen ist, in radialer Richtung im wesentlichen rechtwinklig zur Achse des Bohrlochs 10 in die Formation zu fließen. Die Elektroden A1 und A2 wirken somit als Fokussierstromelektroden.
  • Gemäß der Erfindung ist der Abstand zwischen der Hauptstromelektrode Ao und den einzelnen Elektroden für die Stromrückführung B1 und B2 so bemessen, daß der Strom mit Sicherheit nicht weiter in die Formationen 11 eindringt. Die tatsächliche Eindringungstiefe kann durch richtige Einstellung der Elektrodenabstände vorher gewählt werden. Gewöhnlich ist der Abstand zwischen der Elektrode Ao und den einzelnen Elektroden B1 und B2 geringer als der Wert, bei dem die Elektroden B1 und B2 als in der elektrischen Unendlichkeit gegenüber der Elektrode A0 befindlich angesehen werden können. In dieser Beziehung unterscheiden sich die Untersuchungssysteme nach der Erfindung erheblich von den bekannten, bei denen der Raum zwischen den Stromelektroden immer so groß wird, daß mindestens eine von ihnen als in der elektrischen Unendlichkeit gegenüber der anderen befindlich angesehen werden kann.
  • Bei einer praktischen Ausführungsform des Feldes waren die Elektrodenabstände folgende: von der Mitte der Hauptstromelektrode A0 zum Mittelpunkt zwischen den Potentialelektroden Mt und M1, 23 cm, zwischen den Mittelpunkten der Potentialelektroden M1 und M1, 12,7 cm, zwischen den Mittelpunkten der Elektroden Ao und A1 40,7 cm und zwischen den Mittelpunkten der Elektroden Ao und B1 101,5 cm.
  • Die Elektroden M2, M2,, A2 und B2 waren symmetrisch zu beiden Seiten der Elektrode Ao angeordnet.
  • Bei diesen Abständen und im Bereich der Bohrloch- und Formationswiderstandsfähigkeiten, die in der Praxis gewöhnlich auftreten, dringt der zwischen den Elektroden A0 und den Elektroden B1 und B2 hindurchgehende Strom nicht wesentlich weiter in die umgebenden Formationen ein, als dem fünffachen Durchmesser des Bohrlochs 10 entspricht.
  • Zur Durchführung der Messungen werden Potentialmessungen zwischen einer Stelle mit Erdpotential und einer Stelle in der Nähe einer Lage in dem Bohrloch vorgenommen, an der eine im wesentlichen bei Null liegende Potentialdifferenz aufrechterhalten wird. In F i g. 1 ist eine Potentialmeßvorrichtung 27 von hoher Impedanz zwischen die Elektroden M1, M2 und Erde 28 eingeschaltet. Die Meßvorrichtung 27 ist vorzugsweise nach Einheiten der Widerstandsfähigkeit eingeteilt und vollführt eine fortlaufende Widerstandsuntersuchung entsprechend der Tiefe des Elektrodensystems 13 in dem Bohrloch 10. Wenn das Elektrodensystem 13 durch das Bohrloch 10 bewegt wird, werden fortlaufende Anzeigen des elektrischen Widerstandes der Erdmassen erhalten, die innerhalb eines geringen seitlichen Abstandes vom Bohrloch 10 liegen. Diese Anzeigen sind im wesentlichen unbeeinflußt von der Bohrlochflüssigkeit und von dem Vorhandensein von Schlammkuchen an der Wand des Bohrlochs. Bei durchlässigen Schichten, in die Bohrlochflüssigkeit eingedrungen ist, zeigen daher die erzielten Anzeigen die Widerstandsfähigkeit dieser Zonen genauer. Bei den besonderen Elektrodenabständen, die oben als Beispiel angegeben wurden, wird, wenn die Flüssigkeit um das Fünffache des Bohrlochdurchmessers oder weiter in eine Zone eingedrungen ist, etwa die tatsächliche Widerstandsfähigkeit dieser Zone angezeigt.
  • Der Einfluß der Bohrlochflüssigkeit auf die erzielten Anzeigen kann dadurch noch weiter vermindert werden, daß die Elektroden A,, M1, M2, M1 und M2, in unmittelbarer Nähe der Bohrlochwand gehalten und von der unmittelbaren Berührung mit der Flüssigkeit während des Untersuchungsvorganges isoliert werden, wie in Fig. 2, 2 A und 2B gezeigt.
  • In F i g. 2 ist ein nichtleitender Träger 110 gezeigt, der mittels eines elektrischen Kabels 33 durch das Bohrloch 10 bewegt werden kann und die Leiter 16, 17, 18, 19 und 20 (Fig. 1) enthält. Die Elektroden A1,A2,B1 und B2 sind an dem Träger 110 in der gleichen Weise und mit im wesentlichen gleichen Abständen wie in Fig. 1 angebracht, obwohl die Abstände gegebenenfalls auch verkleinert werden können, wodurch die Eindringtiefe des Stromes ebenfalls verringert wird. Die Elektroden A,, M1, M2, M1, und M2' haben eine kreisförmige Gestalt und werden in elektrischer Berührung mit der Wand des Bohrlochs 10 gehalten, aber vor unmittelbarem Kontakt mit der Bohrlochflüssigkeit 12 isoliert.
  • Damit sich die Elektroden den Anderungen des Durchmessers des Bohrlochs 10 anpassen können, können die einzelnen Elektroden in eine Anzahl gebogener Teile aufgeteilt sein, die alle an einem mechanisch getrennten, elektrisch isolierten Kissen angebracht sind. So können beispielsweise vier Kissen 111, 112, 113 und 114 (Fig. 2A) aus nachgiebigem, elektrisch isolierendem Werkstoff, z. B.
  • Gummi, getrennt voneinander mittels an dem Träger 110 befestigter Federn 115, 116, 117 und 118 gegen die Wand des Bohrlochs 10 gedrückt werden.
  • Wie in Fig. 2B gezeigt, kann jedes Kissen 111, 112, 113 und 114 mit einer glatten, an der Wand anliegenden Fläche versehen sein, in die beispielsweise eine Anzahl von Vertiefungen 119, 120, 121, 122 und 123 eingearbeitet oder eingegossen sind, die in einer senkrecht zur Achse des Bohrlochs 10 liegenden Ebene verlaufen. In der Vertiefung 119 ist ein bogenförmiger Teil der Elektrode Ao untergebracht, während die restlichen Vertiefungen 120, 121, 122 und 123 bogenförmige Teile der Elektroden MX, M2, M1, und M2 enthalten. Die Elektrodenteile sind vorzugsweise in die Vertiefungen 119 bis 123 eingelassen, um ein Reiben der Elektroden an der Wand des Bohrlochs zu verhüten. Diese Elektrodenteile können z. B. aus schraubenförmig gewundenem Nichromdraht hergestellt sein, so daß sie mit den Kissen 111 bis 114 gebogen werden können und eine große, freie elektrische Fläche aufweisen. Die einzelnen bogenförmigen Teile, die eine besondere Elektrode (Ao in Fig. 2A) bilden, sind durch isolierte Leiter 123 und 126 in Reihe geschaltet, so daß die einzelnen Elektoden etwa kreisförmig sind.
  • Wenn der Träger 110 mittels des elektrischen Kabels 33 durch das Bohrloch 10 bewegt wird, passen sich die Oberflächen der Kissen 111 bis 114 der Wand des Bohrlochs an, und die Elektroden A,, Ml, M2, M1, und M2, kommen in elektrischen Kontakt mit der Wand des Bohrloches, sind aber gegen einen unmittelbaren elektrischen Kontakt mit der Bohrlochflüssigkeit isoliert. Demzufolge werden Anzeigen der Widerstandsfähigkeit der Massen in der Nähe des Bohrlochs 10 erzielt. Da für alle praktischen Zwecke die Elektroden A,, Mt, M2, M1, und M2' nur mit der Wand des Bohrlochs in elektrischer Verbindung stehen, werden diese Anzeigen durch die Widerstandsfähigkeit der Flüssigkeit in dem Bohrloch nicht beeinflußt. Die elektrische Verbindung zwischen diesen Elektroden und der Bohrlochflüssigkeit braucht jedoch nicht völlig unterbunden zu sein, da die Wirkung des von der Elektrode Ao ausgehenden Stroms weitgehend gerichtet ist.
  • In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der Ausrüstung an der Erdoberfläche gezeigt, die für die in Fig. 1 und 2 dargestellten Elektrodensysteme zur gleichzeitigen Erzielung von Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit des Materials in einer Zone dicht an der Wand des Bohrlochs und in einer Zone in einem verhältnismäßig großen Abstand von der Wand des Bohrlochs verwendet werden kann.
  • In dieser Figur können die Leiter 16, 17, 18, 19 und 20 mit einem Elektrodensystem der in F i g. 1 und 2 gezeigten Art, etwa in der gleichen Art wie in Fig. 1 gezeigt, verbunden sein. In Reihe mit den einzelnen Leitern 16 bis 20 liegt je ein elektrischer Schalter 8, der fortlaufend mit einer verhältnismäßig niedrigen Frequenz, z. B. 15 Perioden pro Sekunde, durch geeignete Mittel, wie einen Elektromotor 54, auf zwei Stellungen umgeschaltet werden kann. Die konstante Stromquelle ist ebenfalls als Gleichstromquelle dargestellt.
  • Wenn sich die Schalter 8 in den in Fig. 3 in ausgezogenen Linien gezeigten Stellungen befinden, ist das Elektrodensystem in der gleichen Weise, wie in Fig. 1 gezeigt, angeschlossen, wobei die gleichen Bezugszeichen die gleichen elektrischen Elemente anzeigen. Demzufolge gibt die Meßvorrichtung 27 Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit des Materials in Zonen dicht an der Wand des Bohrlochs 10, wie oben im einzelnen beschrieben.
  • Wenn sich die Schalter 8 in der in Fig. 3 in gestrichelten Linien gezeigten Stellung befinden, sind die Eingangsklemmen 50 und 51 der Verstärkervorrichtung 25 von den Leitern 17 und 18 abgeschaltet, während die Ausgangsanschlüsse 52 und 53 des Verstärkers von den Leitern 20 und 19 getrennt sind.
  • Um eine etwaige wesentliche Spannungsschwankung in den Eingangs- und Ausgangsstromkreisen der Verstärkervorrichtung 25 während der Zeit zu verhindern, in der diese Stromkreise geöffnet sind, können Kapazitäten 35 und 36 quer zu den Eingangs-und Ausgangsstromkreisen eingeschaltet werden.
  • Hierdurch kann die Verstärkervorrichtung 25 ihre degenerative Arbeit immer sofort wieder aufnehmen, wenn sie in den Stromkreis der Elektrodenreihe zurückgeschaltet wird.
  • Während sich die Schalter 8 in der in gestrichelten Linien gezeigten Stellung befinden, ist auch eine Klemme der konstanten Stromquelle 34 von dem Leiter 20 abgeschaltet und mit der Erde 37 an der Erdoberfläche verbunden. Ferner sind die Leiter 17 und 18, die die zwischen den Elektroden Mj und M1' (Fig. 1) und zwischen den Elektroden M2 und bestehende Potentialdifferenz aufnehmen, jetzt mit den Eingangsklemmen 55 und 56 einer Verstärkervorrichtung 38 verbunden, die gegebenenfalls der Verstärkervorrichtung 25 ähnlich sein kann. Die Ausgangsanschlüsse 57 und 58 der Verstärkervorrichtung 38 sind mit der Erde 37 und mit dem Leiter 19 verbunden, der zu den Elektroden A1 und A2 führt.
  • Ein Umlegen der Schalter 8 in die in gestrichelten Linien gezeigten Stellungen verbindet auch den Leiter 17 mit einem Pol einer Meßvorrichtung 39 mit hoher Impedanz, deren anderer Pol an der Erdoberfläche geerdet ist. Das Instrument 39 zeigt die elektrische Widerstandsfähigkeit der Masse in Zonen an, die in einem verhältnismäßig großen Abstand von der Wand des Bohrlochs 12 liegen. Wenn die Schalter 8 in ihre Anfangsstellungen zurückgebracht werden, werden die Eingangs- und Ausgangsanschlüsse des Verstärkers 38 von den entsprechenden Leitern abgeschaltet. Demgemäß können Kapazitäten 40 und 41, die zu den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen quergeschaltet sind, vorgesehen sein, um die Eingangs- und Ausgangsspannungen der Verstärkervorrichtung 38 im wesentlichen konstant zu halten, während die Verstärkervorrichtung 38 von dem System abgeschaltet ist. Wenn die Schalter 8 in ihre frühere Stellung zurückkehren, gibt die Meßvorrichtung 27 wieder Anzeigen der Widerstandsfähigkeit der Materialien in der Nähe des Bohrlochs 10.
  • Bei der Arbeitsweise der in F i g. 3 gezeigten Ausführungsform wechseln die Schalter 8 ständig ihre beiden Stellungen, wenn das Elektrodensystem durch das Bohrloch bewegt wird. Wenn sich die Schalter in den Stellungen der ausgezogenen Linien befinden, gibt die Meßvorrichtung 27 Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit der Materialien in Zonen dicht an der Wand des Bohrlochs, und wenn sich die Schalter 8 in den Stellungen der gestrichtelten Linien befinden, gibt sie Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit der Materialien in Zonen, die in einem verhältnismäßig großen Abstand von der Wand des Bohrschachtes liegen.
  • Die Meßvorrichtungen 27 und 39 sollten vorzugsweise so träge sein, daß sie etwa fortlaufende Anzeigen geben, ungeachtet der augenblicklichen Unterbrechungen durch die Schalter 8. Es können auch übliche Mittel zum Aussondern der Wechselstromkomponenten an den Eingängen der Meßvorrichtungen vorgesehen sein. Die Meßvorrichtungen 27 und 39 sind vorzugsweise dazu bestimmt, die Widerstandsfähigkeit als Funktion der Tiefe des Elektrodensystems in dem Bohrloch aufzuzeichnen.
  • Gleichzeitige Anzeigen der Widerstandsfähigkeit wie bei der Vorrichtung nach Fig. 3 können auch mit der in F i g. 4 gezeigten abgeänderten Form erreicht werden. Das hier nicht dargestellte Elektrodensystem kann die gleiche Form haben wie das in F i g. 1 oder 2 gezeigte und ist mit elektrischen Leitern 16, 17, 18, 19 und 20 versehen, die sich zur Erdoberfläche erstrecken. Bei dieser Ausführungsform ist jedoch eine Wechselstromquelle 42 von konstanter Stromstärke und einer Frequenz f1 durch den Leiter 16 mit der Elektrode A0 und durch den Leiter 20 mit den Elektroden B1 und B2 (F i g. 1 oder 2) verbunden. Ferner ist eine zweite Wechselstromquelle von konstanter Stromstärke und einer Frequenz 12 mit der Erde 37 und der Hauptstromelektrode A0 durch den Leiter 16 verbunden.
  • Die Leiter 17 und 18, die die Potentialdifferenzen der Frequenzen f1 und f, von den Elektroden M1 und Mj' aufnehmen, sind mit den. Eingängen der Verstärker 44 und 47 durch die Filter 45 und 48 verbunden, die dazu dienen, nur Ströme von den Frequenzen fl und 12 hindurchzulassen. Der Ausgang des Verstärkers 44, der ein Strom der Frequenz f1 ist, wird den Elektroden B1 und B2 durch den Leiter 20 und den Elektroden Al und A2 durch den Leiter 19 zugeführt. Auf ähnliche Weise wird der Ausgang des Verstärkers 47, der ein Strom der Frequenz 12 ist, den Elektroden A, und A2 durch den Leiter 19 und der geerdeten Stelle 37 an der Erdoberfläche zugeführt.
  • Die Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit erfolgen durch eine Meßvorrichtung 27 mit gro-.ßer Impedanz, die mit der Erde und mit dem Leiter 17 durch einen Filter 46 verbunden ist, der nur Strom der Frequenz fi hindurchläßt, und durch eine zweite Meßvorrichtung 39 mit .großer Impedanz, die mit der Erde und mit dem Leiter 17 durch einen Filter 49 verbunden ist, der nur Strom der Frequenz f2 hindurchläßt.
  • Der Teil des Systems, der die Stromquelle.42+ den Verstärker 44 und seinen Filter 45, die Meßvorrichtung27 und den Filter 46 und die damit verbundenen Elektroden umfaßt, bildet ein elektrisches Untersuchungssystem der in F i g. 1 gezeigten Art, und die Meßvorrichtung 27 gibt Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit der Materialien in Zonen dicht an der Wand des Bohrlochs. Andererseits- bildet der Teil des. Systems, der die. Quelle 43, den Verstärker 47 und seinen Filter 48, die Meßvorrichtung 39 und den Filter 49 und die damit verbundenen Elektroden umfaßt, ein elektrisches Untersuchungssystem, bei dem die Meßvorrichtung 39 gleichzeitige Anzeigen der elektrischen Widerstandsfähigkeit der Materialien in Zonen gibt, die in einem beträchtlichen Abstand von der Wand - des Bohrlochs liegen.
  • Die Anzeigen, die mit elektrischen Untersuchungssystemen erzielt werden, die Formen der in Fig. 3 und 4 gezeigten Eitichtungen in Verbindung mit einem in F i g. 1 oder 2 gezeigten Elektrodensystem haben, sind doppelt nützlich. Erstens ermöglichen sie die Ermittlung der oben'angegebenen Werte der Widerstandsfähigkeit, und zweitens ist es durch Registrieren der beiden Anzeigen innerhalb derselben graphischen Darstellung möglich, die Lage der durchlässigen Formationen leicht zu bestimmen.
  • Gegenüber undurchlässigen Formationen werden die beobachteten Anzeigen etwa identisch sein, da die durch die Vorrichtungen 27 und 39 ausgemessenen Materialien etwa die gleiche elektrische Widerstandsfähigkeit haben, da dort keine Flüssigkeit eindringt.
  • Gegenüber durchlässigen Formationen, die Eindringungszonen von wesentlich anderer Widerstandsfähigkeit aufweisen als die nicht durchdrungenen Teile, werden die beiden Mëßvorrichtungen 27 und 39 erheblich verschiedene Anzeigen ergeben, da bei jeder eine anderei Tiefe untersucht wird. Auf diese Weise können die Grenzen der durchlässigen Schichten genau bestimmt werden.
  • In Fig. 5, 6 und 7 werden weitere abgeänderte Formen von ElektYodensystemen gezeigt, die in Verbindung mit den elektrischen Stromkreisen nach Fig. 1, 3 und 4 verwendet werden können. In Fig,5 sind eine Hauptstromelektrode A0 und eine Anzahl konzentrischer Elektroden M, M1 und A in die Vorderfläche eines Kispens 100 eingesetzt, das ständig gegen die Wand des Bohrlochs gedrückt werden kann. Dieses Kissen weist eine konzentrische Stromelektrode B1 auf, die in dem Kissen 100 außerhalb der anderen,Elektroden angebracht ist.
  • Wenn die Elektroden in dem Kissen 100 mit dem in F i g. i gezeigten Stromkreis verbunden sAind und das Kissen 100 an der Wand des Bohrlochs entlanggleitet, geht der Strom vor der Haupteluktrode A0 seitlich in die Formationen durch etwa vorhandene Schlammkuchen hindurch. Gemäß der Erfindung geht der Strom von der Elektrode A0 infolge der Nähe der. zur Stromrückführung dienenden Elektrode B nur ein kurzes; Stück iry die Formationen hinein. Demzufolge gebe'ii'Me.ssungen mit der Meßvorrichtung 27 (Fig. 1) uater Verwendung deE in Fig. 5 gezeigten Elektrodensystems Anzeigen der Widerstandsfähigkeit von Material ganz dicht an der Wand des BohriQshs. EiDe ssolche Anordnung - ist wertvoll zur Ermittlung ~v~,on~AnzeigeyX über die Widerstandsfähigkeit - äußerst flacher Eindringungszonen.
  • Die Elektrode B (Fig.5) braucht nicht in ein Kissen 100 eingebettet zu m, sondern könnte z. B. aus einem Metallring bestehen, der. um das Kissen herumgelegt ist.
  • In Fig. 6 ist ein Elektiddensystem. gezeigt, mit dem ähnliche Ergebnisse wie mit dem in Fig. 5 gezeigten Elektrodensystem erzielt werden können, wenn sie mit der in Fig.1 gezeigten elektrischen Schaltanordnung, verbuftden wird. In F i g. 6 enthält das Kissen 101 jed6ch ein geringere Anzahl von Elektroden, die vorzugsweis,e eine größere Oberfläche haben. Die Mittelelektrode 102 vereinigt die Funktionen der Elektroden A4 und M (Fig. 5), die Elektrode 103 die Funktionen -der Elektroden M' und A1 und die Elektrode 104 die Funktionen der Elektrode B. -Im Elektrodensystem nach F i g. 7 sind eine Anzahl zylindrischer Elektroden 105, 106, 107; 108, 109 senkrecht längs der Achse des Bohrlochs angeordnet. Ein Elektrodensystem dieser Art kann mit der elektrischen Schaltanordnungs nach F i g,1: verbunden werden. Die Mittelelektrode 105 ist dann mit den Leitern 16 und 17 verbunden. Die Elektroden 106 und 107 sind kurzgeschlossen und mit den Leitern 18 und 19 verbunden. Die Elektroden 108 und 109 sind kurzgeschlossen und mit dem Leiter 20 verbunden. Der von der Elektrode 105 ausgesendete Strom dringt somit etwa rechtwinklig zur Achse des Bohrlochs in die Formationen ein. Infolge der Nähe der den Strom zurückführenden Elektroden 108 und 109 dringt der Strom nicht tief in die Wand des Bohrlochs ein. Daher ähneln die Messungen mit einem solchen Elektrodensystem in Verbindung mit der Schaltanordnung nach Fig. 1 denen, die mit dem Elektrodensystem nach F i g. 1 erhalten werden.
  • Die Elektrodensysteme nach den F i g. 5, 6 und 7 können natürlich auch zu gleichzeitigen Messungen der Widerstandsfähigkeit in zwei Untersuchungstiefen benutzt werden, wenn beispielsweise die in F i g. 3 und 4 gezeigten elektrischen Schaltanordnungen verwendet werden.
  • Es können auch spontane Potentialmessungen erhalten werden, beispielsweise durch Messen des Gleichstrompotentials an der Elektrode Mr gegenüber der Erde gleichzeitig mit den Messungen der Wechselstromwiderstandsfähigkeit, die mit den in F i g. 1 und 4 gezeigten elektrischen Mitteln erzielt werden.
  • Aus dem Gesagten geht hervor, daß die Erfindung neue und äußerst wirksame elektrische Untersuchungsverfahren und Vorrichtungen dafür vorsieht, die die Bestimmung der elektrischen Widerstandsfähigkeit von Erdmassen in einer oder mehreren Zonen in verschiedenen seitlichen Tiefen von der Wand des Bohrlochs mit größerer Genauigkeit als bisher ermöglichen.
  • Die verschiedenen beschriebenen Ausführungsformen können natürlich im Rahmen der Erfindung abgeändert werden. Es kann beispielsweise in F i g. 3 der Ausgang der Verstärkervortichtung 38 zwischen Erde 37 und die Elektroden Bt und B2 oder zwischen Erde 37 und die Elektroden A1, j 4s7 ß und B2 geschaltet werden. Auch dient die beschriebene' Vorrichtung, die die Elektroden in elektrischemSontakt mit dem Bohrloch hält, nur zur Erläuterung, und es können auch andere geeignete Mittel für diesen Zweck verwendet werden.
  • Pateutansprüche: 1. Vorrichtung zur Ermittlung des elektrischen Widerstandes von Erdformationen, die ein Bohrloch umgeben, das von einer leitenden Flüssigkeit gefüllt ist, ausgestattet mit einem in das Bohrloch absenkbaren Elektrodensystem, bestehend aus mehreren Elektroden, die in Richtung der Bohrlochachse in festen Abständen zueinander angeordnet sind, mit einer ersten, als Hauptstromelektrode dienenden Elektrode, die einen Strom in die Erdformationen aussendet, welcher zu einer Elektrode zurückgeführt wird, die sich an einer vom Elektrodensystem entfernten- Stelle befindet, weiter mit einem Paar miteinander durch einen isolierten Leiter verbundener Fokussierstromelektroden (zweite und drittewElektrode), die symmetrisch zur Hauptstromelektrode angeordnet und mit einem dem Hauptstrom phasengleichen Fokussierstrom so beschickt sind, daß der Hauptstrom in die die Bohrlochwandung umgebenden Erdformationen praktisch senkrecht eintritt, derart, daß der Potentialabfall in Achsrichtung des Bohrlochs zwischen der Hauptstromelektrode und den Fokussierstromelektroden mindestens weitgehend neutralisiert ist, weiter mit zwei Paar Potentialelektroden (vierte bis siebte Elektrode), die unter sich parallel geschaltet und symmetrisch zwischen der Hauptstromelektrode und den zwei Fokussierstromelektroden angeordnet sind und deren Eingangsspannungen dem Eingang eines Verstärkers zugeleitet sind, dessen Ausgangsstrom den Fokussierstromelektroden zugeführt wird zur selbsttätigen Regelung der Größe des Fokussierstromes in einer solchen Weise, daß die Eingangsspannung der Potentialelektroden zu Null wird, sowie mit einer (achten) Elektrode, die mit der Erdoberfläche in Kontakt steht, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die Elektrode (B,) zur Rückführung des Stromes der stromaussendenden Elektroden (A,, A1, A2) außerhalb der Fokussierstromelektroden(A,, A2) und in einem solchen Abstand von der Hauptstromelektrode (A,) angeordnet ist, daß die Eindringtiefe des Hauptstromes in die Erdformation, gerechnet in der durch die Hauptstromelektrode (Ao) gehenden waagerechten Ebene, durch die Größenordnung des Abstandes zwischen der Elektrode (B1) für die Stromrückführung und der Hauptstromelektrode (Ae) gegeben ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode zur Stromrückführung aus zwei Einzelelektroden (BX, B2) besteht, die miteinander durch einen isolierten Leiter verbunden und ferner symmetrisch bezüglich der Hauptstromelektrode (Ao), jedoch außerhalb der Fokussierstromelektroden (Al, A2) angeordnet sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zweite, vorzugsweise an der Erdoberfläche befindliche Stromrückführelektrode (37), die von der Hauptstromelektrode (A.) wesentlich weiter als die erste Stromrückführelektrode (Bt) entfernt ist, sowie durch zusätzliche Steuermittel zur Steuerung des Stromes der Fokussierstromelektroden entsprechend der bei der Messung mit der zusätzlichen Stromrückführelektrode (37) gewünschten Eindringtiefe des Stromes.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung, die abwechselnd die Stromrückführelektroden (Bl, B2 bzw. 37) und die ihnen zugehörigen Steuer- und Meßeinrichtungen anschaltet.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung des Elektrodensystems mit den zwei Stromrückführelektroden (B,, B2) Wechselstrom einer bestimmten Frequenz und des Elektrodensystems mit der Stromrückführelektrode (37) Wechselstrom einer anderen Frequenz dient und Mittel zur Trennung der Ströme der beiden Frequenzen vor ihrer Zuführung zu den ihnen zugeordneten beiden MeS einrichtungen vorgesehen sind.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in das Bohrloch absenkbare Elektrodensystem in an sich bekannter Weise aus gegeneinander isolierten, konzentrisch um die Hauptstromelektrode (A0) angeordneten Ringen besteht.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in das Bohrloch absenkbare Elektrodensystem aus gegeneinander isolierten koaxialen Ringen gleichen Durchmessers besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 939401; USA.-Patentschrift Nr. 2446303.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 020 418.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2446303A (en) * 1943-11-27 1948-08-03 Geophysical Res Corp Well logging apparatus
FR939401A (fr) * 1946-10-29 1948-11-15 Schlumberger Prospection Perfectionnements aux dispositifs pour l'étude des terrains traversés par un sondage
DE1020418B (de) 1951-03-07 1957-12-05 Schlumberger Overseas Vorrichtung zur Untersuchung der von einem Bohrloch durchteuften Schichten

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