DE1180899B - Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen eines gleichfoermigen und glatten Giesstrahles fluessigen Metalls - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen eines gleichfoermigen und glatten Giesstrahles fluessigen MetallsInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D27/00—Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
- B22D27/02—Use of electric or magnetic effects
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KI.: B 22 d
Deutsche Kl.: 31 c -13
Nummer: 1180 899AI&4
Aktenzeichen: S59246VIa/31c
Anmeldetag: 31. Juli 1958
Auslegetag: 5. November 1964
iff} MS
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verhindern des Ablösens von Tropfen aus einem Gießstrahl
flüssigen Metalls und zum Erzielen einer möglichst gleichförmigen und glatten Oberfläche des Gießstrahles,
ferner Vorrichtungen zum Durchführen des Verfahrens.
Es ist bekannt, daß die Qualität von Metallerzeugnissen wesentlich davon abhängt, wie die Metall-Gießstrahlen
aussehen. Anzustreben ist in jedem Fall ein möglichst zusammenhängender Strahl, wenig ab- to
spritzende Tropfen und geringe Oxydation der Oberfläche des abfließenden Metalls. Eine strömungstechnisch
optimale Ausbildung der Abflußöffnung und eine Herabsetzung der Oberflächenspannung sind nur
sehr eingeschränkt möglich. Darüber hinaus bieten diese beiden grundsätzlich bekannten Wege, besonders
bei langen Gießstrahlen, nur einen geringen Erfolg.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden die geschilderten Aufgaben dadurch gelöst, daß der ao
Gießstrahl durch ein Magnetfeld bzw. mehrere sich überlagernde Magnetfelder fokussiert wird. Das
Magnetfeld soll entweder durch einen längs des Gießstrahles fließenden elektrischen Strom erzeugt werden
oder durch eine den Gießstrahl umgebende Spule bzw. Spulenanordnung oder durch eine Kombination
von beiden. Wird das Magnetfeld durch einen Strom im Gießstrahl selbst erzeugt, so wird der Strahl zwar
nach innen zusammengezogen und ein Abreißen von Tropfen vermieden, jedoch bewirkt eine geringe
Krümmung des Gießstrahles bereits eine Instabilität im Sinne zunehmender Krümmung unter dem Einfluß
des Magnetfeldes. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht daher vor, den Gießstrahl zusätzlich von
einer stromdurchflossenen Spule zu umgeben, wodurch ein Magnetfeld erzeugt wird, dessen Kraftlinien
im Gießstrahl etwa in dessen Strömungsrichtung verlaufen. Ein solches Feld stabilisiert den Gießstrahl
in analoger Weise, wie ein Elektronenstrahlbündel in einer magnetischen Linse fokussiert wird.
Im allgemeinen wird man aus Gründen der Einfachheit und der Wirtschaftlichkeit den größten Teil
des Magnetfeldes durch einen Stromfluß im Gießstrahl selbst erzeugen und ein äußeres Magnetfeld
nur zur zusätzlichen Stabilisierung verwenden. Da die zusammenziehende Kraft der Stromfäden um so
größer ist, je näher sie einander benachbart sind, wird ein unrunder Gießstrahl durch das Magnetfeld
seines Eigenstromes dann weiter an Unrundheit zunehmen, wenn der in ihm fließende Strom Gleichstrom
ist. Verwendet man jedoch Wechselstrom mit einer solchen Frequenz, daß der Skineffekt merklich
Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen eines
gleichförmigen und glatten Gießstrahles flüssigen Metalls
gleichförmigen und glatten Gießstrahles flüssigen Metalls
Anmelder:
Dipl.-Phys. Manfred Siebker,
Bremen, Rennstieg 25
Bremen, Rennstieg 25
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Phys. Manfred Siebker, Bremen
in Erscheinung tritt, so läßt sich diese Erscheinung kompensieren bzw. sogar überkompensieren, so daß
der Gießstrahl in seinem Querschnitt überall praktisch rund aussieht.
Die Benutzung elektrischen Stromes zum Beheizen von Kokillen und auch von Gießstrahlen ist
bekannt bzw. vorgeschlagen worden. Ebenfalls ist vorgeschlagen worden, die Ausströmgeschwindigkeit
von Gießstrahlen durch die Einwirkung eines magnetischen Feldes zu beeinflussen. Diese beiden Wirkungen
können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in einfacher Weise zusätzlich zu dem Effekt des
Grundgedankens der Erfindung erzielt werden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird nicht nur der Gießstrahl zusammengehalten und in seinem
Querschnitt stabilisiert, sondern auch in seinem ganzen Verlauf sicher geführt. Dadurch wird es möglich,
im weiteren Ausbau der Erfindung das Gebiet des Gießstrahles mit einer praktisch gasdichten Hülle zu
umschließen, in die man ein Inertgas oder ein die metallurgischen bzw. Gießeigenschaften1 günstig beeinflussendes
Gas einleiten kann.
Eine vorteilhafte Ausbildung der den Gießstrahl umgebenden Spulen bzw. Spulenanordnung ist die
nach Art eines biegsamen Schlauches. Auf diese Weise kann der gewünschte Verlauf leicht festgelegt
werden. Besonders vorteilhaft wird es bei der Benutzung einer im wesentlichen gasdichten Hülle sein,
wenn Spule und Hülle eine konstruktive Einheit bilden.
Claims (6)
1. Verfahren zum Verhindern des Ablösens von Tropfen aus einem Gießstrahl flüssigen Metalls
und zum Erzielen einer möglichst gleichförmigen und glatten Oberfläche des Gießstrahles,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gieß-
strahl der gleichzeitigen Einwirkung eines längs zu ihm verlaufenden magnetischen Feldes und
eines durch eine elektrische Potentialdifferenz zwischen Anfang und Ende des Gießstrahles in
diesem erzeugten elektrischen Stromes ausgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Potentialdifferenz zwischen
Anfang und Ende des Gießstrahles eine Wechselspannung mit solcher Frequenz ist, daß der Skin- ίο
effekt merklich in Erscheinung tritt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strom durch mindestens eine der den Gießstrahl umgebenden Spulen und/oder der im Gießstrahl
selbstfließende Strom regelbar sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
vorgesehene Gebiet des Gießstrahles von einer praktisch gasdichten Hülle umschlossen und iri
den Raum zwischen Gießstrahl und Hülle ein Inertgas oder ein die metallurgischen bzw. Gießeigenschaften
günstig beeinflussendes Gas geleitet wird.
5. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Gießstrahl umgebende(n) Spule(n) nach Art eines biegsamen
Schlauches ausgeführt ist (sind).
6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß Spule und Hülle eine konstruktive Einheit bilden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 307 225;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 028 297;
belgische Patentschrift Nr. 556 001;
USA.-Patentschrift Nr. 1 978 222;
Goederitz: »Metallguß«, 1955, S. 311.
Deutsche Patentschrift Nr. 307 225;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 028 297;
belgische Patentschrift Nr. 556 001;
USA.-Patentschrift Nr. 1 978 222;
Goederitz: »Metallguß«, 1955, S. 311.
409 710/324 10.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1958S0059246 DE1180899B (de) | 1958-07-31 | 1958-07-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen eines gleichfoermigen und glatten Giesstrahles fluessigen Metalls |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1958S0059246 DE1180899B (de) | 1958-07-31 | 1958-07-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen eines gleichfoermigen und glatten Giesstrahles fluessigen Metalls |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1180899B true DE1180899B (de) | 1964-11-05 |
Family
ID=601617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1958S0059246 Pending DE1180899B (de) | 1958-07-31 | 1958-07-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen eines gleichfoermigen und glatten Giesstrahles fluessigen Metalls |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1180899B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2855933A1 (de) * | 1977-12-27 | 1979-06-28 | Concast Ag | Verfahren zur beeinflussung der verteilung von unterschiedlichen bestandteilen in einer elektrisch leitfaehigen fluessigkeit |
| EP1264651A3 (de) * | 2001-04-26 | 2003-06-18 | Nagoya University | Verfahren zum Fortpflanzen von Vibrationen in einer leitfähigen Flüssigkeit und Verfahren zum Erstarren eines geschmolzenen Metalls nach demselben Verfahren |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE556001A (de) * | 1957-03-21 | |||
| DE307225C (de) * | ||||
| US1978222A (en) * | 1932-09-24 | 1934-10-23 | Allegheny Steel Co | Method of and apparatus for treating metallic materials |
| DE1028297B (de) * | 1952-06-16 | 1958-04-17 | Asea Ab | Vorrichtung zum Regeln der Stroemungsgeschwindigkeit von fluessigem Metall |
-
1958
- 1958-07-31 DE DE1958S0059246 patent/DE1180899B/de active Pending
Patent Citations (4)
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| US6852178B2 (en) | 2001-04-26 | 2005-02-08 | Nagoya University | Method for propagating vibratory motion into a conductive fluid and using the method to solidify a melted metal |
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