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DE1179656B - Regelvorrichtung fuer Gleichstromschweiss-maschinen mit vormagnetisierter Drossel im Gleichstromschweisskreis - Google Patents

Regelvorrichtung fuer Gleichstromschweiss-maschinen mit vormagnetisierter Drossel im Gleichstromschweisskreis

Info

Publication number
DE1179656B
DE1179656B DEK50842A DEK0050842A DE1179656B DE 1179656 B DE1179656 B DE 1179656B DE K50842 A DEK50842 A DE K50842A DE K0050842 A DEK0050842 A DE K0050842A DE 1179656 B DE1179656 B DE 1179656B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
welding
current
circuit
choke
short
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK50842A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Erich Folkhard
Dipl-Ing Horst Keller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knapsack AG
Original Assignee
Knapsack AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knapsack AG filed Critical Knapsack AG
Priority to DEK50842A priority Critical patent/DE1179656B/de
Publication of DE1179656B publication Critical patent/DE1179656B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/10Other electric circuits therefor; Protective circuits; Remote controls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arc Welding Control (AREA)

Description

  • Regelvorrichtung für Gleichstromschweißmaschinen mit vermagnetisierter Drossel im Gleichstromschweißkreis Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Begrenzung der Kurzschlußstromspitzen beim Schweißen mit abschmelzender Elektrode unter Schutzgas, insbesondere unter Kohlendioxyd.
  • Beim Schweißen unter Schutzgas mit abschmelzender Elektrode (MIG-Schweißen) werden heute vorwiegend Stromquellen mit flacher statischer Strom-Spannungs-Kennlinie verwendet. Diese sind unter der Bezeichnung Konstantspannungsmaschinen bekannt. Die Schweißung erfolgt hierbei stets mit Gleichstrom, wobei in der Regel die Elektrode an den Pluspol der Schweißmaschine gelegt wird.
  • Diese Schweißmaschinen besitzen den Vorteil der Selbstregelung, d. h., daß bei Änderung der Drahtvorschubgeschwindigkeit die von der Schweißmaschine abgegebene Stromstärke automatisch der veränderten Zuführ- und Abschmelzgeschwindigkeit des Schweißdrahtes angepaßt wird. Solche Maschinen sind auch weitgehend unabhängig von willkürlichen oder unwillkürlichen Bewegungen, bei denen der Abstand zwischen Drahtaustrittsdüse des Schweißbrenners und dem Werkstück verändert wird. Derartige Schwankungen treten vor allem beim Handschweißen in gewissen Grenzen auf, wobei bei gutem Selbstregeleffekt der Schweißmaschine nur minimale Änderungen der Lichtbogenlänge zu verzeichnen sind.
  • Konstantspannungs-Schweißmaschinen haben sich für die MIG-Schweißung sehr gut bewährt, wenn beim Schweißvorgang keine oder nur wenig Kurzschlüsse auftreten. Man spricht in diesem Fall von einem sogenannten sprühregenartigen Tropfenübergang. Der Werkstoff wird in feinen Tropfen auf das Grundmaterial übertragen, wobei zwischen dem zugeführten Draht und dem Schweißbad kein eigentlicher Kurzschluß auftritt, sondern das Material in Form feiner Tröpfchen sprühregenartig übertragen wird. Derartige Lichtbogenformen treten insbesondere bei Verwendung von Argon oder Helium als Schutzgas auf.
  • Bei Verwendung von Kohlendioxyd als Schutzgas ändert sich der Materialübergang grundlegend dadurch, daß vor allem im Bereich niedriger spezifischer Strombelastungen des Schweißdrahtes so große Materialtropfen entstehen, daß zwischen dem zu- < geführten Schweißdraht und dem Schweißbad bzw. dem Werkstück während des Schweißvorganges zahlreiche Kurzschlüsse auftreten. Bei Verschweißung dünner Drähte mit einem Durchmesser, der in der Regel zwischen 0,6 und 1,2 mm liegt, ist man sogar bestrebt, einen kurzschlußartigen Trbpfenübergang zu erzielen, da dadurch der Grundwerkstoff weniger stark erhitzt wird als bei einem dauernd brennenden und nicht durch Kurzschlüsse unterbrochenen Lichtbogen. Durch den obenerwähnten Effekt gelingt es, Material verhältnismäßig dünner Stärke nach dem MIG-Verfahren zu verschweißen,, ahne daß die Gefahr besteht, daß ein Loch in die Schweißnaht gebrannt wird. Man spricht dabei von einem kurzschlußartigen Tropfenübergang, wobei die Tropfenfrequenz in der Regel über 50 Tropfen je Sekunde beträgt. Das Verfahren wird dementsprechend als Kurzlichtbogen-Schweißverfahren bezeichnet.
  • Durch die Kurzschlüsse entstehen bei Verwendung üblicher Konstantspannungs-Schweißmaschinen verhältnismäßig hohe Kurzschlußspitzen, die den Nachteil einer erhöhten Bildung von Schweißspritzern und eines sehr harten Lichtbogens ergeben. In der Regel wird auch gleichzeitig die Nahtoberfläche ungünstig beeinfiußt.
  • Um den oben geschilderten Effekten zu begegnen, ist es bekannt, der Schweißmaschine entweder eine stärkere Neigung der statischen Strom-Spannungs-Kennlinie zu geben oder in den Schweißstromkreis eine zusätzliche Induktivität einzuschalten. Beide Anordnungen bezwecken, den dynamischen Kurzschlußstrom auf Werte zu begrenzen, wie sie für den Schweißvorgang brauchbar sind, die aber mit Nachteilen erkauft werden müssen.
  • Eine starke Kennlinienneigung vermindert den Selbstregeleffekt der Konstantspannungs-Schweißmaschine. Dies bedeutet aber, daß bei Veränderung der Drahtvorschubgeschwindigkeit oder bei Bewegung des Schweißbrenners auch die Lichtbogenstabilität ungünstig beeinflußt wird. So müssen daher z. B. die Leerlaufspannung und die Kennlinienneigung der jeweiligen Drahtvorschubgeschwindigkeit genau angepaßt werden, um brauchbare Schweißergebnisse zu erhalten.
  • Es ist ferner bekannt, daß die Einschaltung einer Induktivität in den Stromkreis bewirkt, daß bei einem auftretenden Kurzschluß der zeitliche Verlauf des Stromanstieges verzögert wird und dadurch auch die Kurzschlußspitzen begrenzt werden können. Nachteilig wirkt sich dabei jedoch aus, daß durch den verzögerten Verlauf des Stromanstieges auch das Ablösen und Aufschmelzen des Kurzschlußtropfens verzögert wird. Dies kann bei zu hoher Induktivität so weit führen, daß der Kurzschluß dauernd bestehen bleibt und sich überhaupt kein Lichtbogen mehr bildet. Bei etwas kleineren Werten der Induktivität kann es passieren, daß die Kurzschlußzeit gegenüber der Brennzeit des Lichtbogens zu groß wird, wodurch eine stark überwölbte Naht entsteht. Es ist aus diesem Grund notwendig, die Größe der Induktivität den jeweiligen Schweißverhältnissen genau anzupassen.
  • Es ist ferner zu berücksichtigen, daß sich Kennlinienneigung, Induktivität und Leerlaufspannung gegenseitig beeinflussen, so daß bei Schweißmaschinen, bei denen alle drei Größen veränderlich sind, nur schwierig die günstigste Einstellung gefunden werden kann.
  • Bekannt ist es ferner, bei Schweißstromquellen vormagnetisierte Drosseln im Gleichstrom-Schweißkreis anzuordnen, die aber nicht zur Begrenzung von Kurzschlußstromspitzen dienen. Zum Abfangen, des Einschaltstromstoßes bei über vormagnetisierte Drosseln gespeisten Gleichrichtern hat man auch schon auf der Gleichstromseite einen normalen Dämpfungswiderstand vorgesehen. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, zur Begrenzung der Kurzschlußstromspitzen bei Gleichstromschweißmaschinen zur Verschweißung von abschmelzenden Elektroden, wobei in dem Gleichstromschweißkreis eine vormagnetisierte Drossel angeordnet ist, die Vormagnetisierung mit einem Hilfsstrom so hoch zu wählen, daß sie sich vor Beginn des Schweißvorganges im Sättigungsbereich des magnetischen Kernes befindet und die Richtung der Vormagnetisierung entgegengesetzt der Richtung der Magnetisierung durch den Schweißstrom zu schalten.
  • Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung, die z. B. als zusätzliches Gerät an eine normale Konstantspannungsmaschine angeschlossen werden kann, gelingt es, die Höhe der dynamischen Kurzschlußspitzen zu begrenzen, ohne daß dabei die Kennlinienneigung oder der rasche Stromanstieg bei Kurzschlußbildung verzögert wird.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist die Vormagnetisierung veränderlich. Sie wird zweckmäßigerweise nach einem weiteren Vorschlag auf einen Wert eingestellt, der so hoch ist, daß während des Schweißvorganges der Schweißstrom bei brennendem Lichtbogen die Drossel noch nicht aus dem Sättigungsbereich bringt, während durch die erhöhten Kurzschlußspitzen die Magnetisierung der Drossel so weit getrieben wird, daß sie aus dem Sättigungsbereich in den Wirkungsbereich des magnetischen Kernes gelangt. Dadurch wird erreicht, daß die Wirkung des magnetischen Kernes der Drossel erst bei Überschreiten des Stromes des brennenden Lichtbogens eintritt, wie dies z. B. bei jeder Kurzschlußbildung der Fall ist. Dadurch gelingt es, die Kurzschlußstromspitzen auf einen Wert zu begrenzen, der durch die Höhe der Vormagnetisierung gegeben ist, d. h., daß die Induktivität der Drossel von dem Moment an stark erhöht wird, in dem der Kern derselben aus der Sättigung in den magnetischen Bereich gelangt. Die Begrenzung des Kurzschlußstromes erfolgt dabei ohne Beeinflussung der Steilheit des Stromanstieges bei Kurzschlußbildung. Durch den erwähnten Effekt gelingt es, übermäßiges Spritzen durch zu starke Stromspitzen bei Kurzschlußbildung zu vermeiden, ohne daß dabei die Ablösung des gebildeten Tropfens durch einen verlangsamten Anstieg des zeitlichen Verlaufes des Kurzschlusses verzögert wird, wie dies z. B. beim Einschalten gewöhnlicher Induktivitäten in den Schweißstromkreis der Fall ist.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Kernwerkstoff aus einem magnetisch hochpermeablen Material besteht, das einen starken Knickpunkt in der Magnetisierungskurve beim Erreichen der Sättigung besitzt. Dies hat den Vorteil, daß bei hochpermeablen Werkstoffen mit einem starken Knick in der Magnetisierungslinie im ersten Moment der Kurzschlußbildung der Anstieg des Kurzschlußstromes sehr steil erfolgt, da die Induktivität im Sättigungsbereich der Drossel sehr klein ist. In dem Moment, in dem der Kurzschlußstrorn einen derartigen Wert erreicht, daß der Kern der Drossel aus dem Sättigungsbereich in seinen magnetisch wirksamen Bereich gelangt, wird die Wirkung der Drossel plötzlich hundert- bis tausendmal und mehr verstärkt, wodurch das weitere Ansteigen des Kurzschlußstromes momentan unterbrochen wird. Es gelingt dadurch, die Kurzschlußzeiten bis zum Ablösen des Tropfens und bis zu einer neuerlichen Lichtbogenbildung außerordentlich klein zu halten. Werden weniger permeable Werkstoffe verwendet, die in der Regel auch keinen ausgeprägten Knickpunkt in der Magnetisierungskurve aufweisen, so erfolgt im ersten Moment der Kurzschlußbildung der Anstieg des Kurzschlußstromes langsamer. Die Wirkung der Drossel verstärkt sich mit steigendem Kurzschlußstrom immer mehr, ohne daß sie jedoch schlagartig einsetzt. Durch diesen Vorgang verzögert sich die Ablösung des zum Kurzschluß führenden Tropfens, wodurch automatisch längere Kurzschlußzeiten entstehen. Besonders vorteilhaft für die Erfindung ist die Verwendung von korngerichtetem Transformatorenstahl als Kernwerkstoff. Dieses Material zeichnet sich durch besonders ausgeprägte Knickpunkte in der Magnetisierungskurve aus.
  • In den Zeichnungen ist die Erfindung näher erläutert.
  • F i g. 1 zeigt verschiedene statische Kennlinien der Gleichstrom-Schweißmaschine; F i g. 2 zeigt durch die entsprechenden dynamischen Kennlinien den zeitlichen Verlauf des Kurzschlußstromes (IKO = Dauerkurzschlußstrom, 1T = erforderlicher Strom zur Ablösung des Tropfens); F i g. 3 zeigt die in den Gleichstromschweißkreis eingeschaltete vormagnetisierte Drosselspule; F i g. 4 zeigt die Wechselinduktivität in Abhängigkeit vom Schweißstrom für kleine Signale; F i g. 5 zeigt eine vormagnetisierte Drossel, bei der durch die Symmetrie der beiden Hilfswicklungen Induktionsstöße vermieden werden; F i g. 6 zeigt eine vormagnetisierte Drosselspule, deren Hilfsspannung gegen die Rückwirkung des Schweißstromstoßes durch einen Gleichrichter geschützt ist; F i g. 7 zeigt eine vormagnetisierte Drossel, deren Induktivität über eine weitere Hilfswicklung im Takt des Schweißstromes oder durch geeignete Wahl des Reglers durch den Mittelwert des Schweißstromes beeinflußt wird; F i g. 8 zeigt eine Magnetisierungskennlinie mit Arbeitspunkten.
  • Bei den in F i g. 1 und 2 dargestellten Kennlinien wird vorausgesetzt, daß bei allen Stellungen der gleiche Dauerkurzschlußsxrom fließt. Mit 1 sind die Kennlinien der erfindungsgemäßen Einrichtung bezeichnet. Die Kennlinien 2 gehören zu einer Schweißmaschine reit Induktivität im Stromkreis, und mit 3 sind die Kennlinien einer Schweißstrommaschine mit starker Neigung der statischen Kennlinie benannt. Man ersieht aus den Kennlinien, daß im Fall 1 und 2 die oben zitierte Selbstregulierung des Lichtbogens durch die flache Charakteristik besser ist als durch die steilere im Fall 3. Andererseits zeigt F i g. 2, daß in diesem Fall der Kurzschlußstrom sehr schnell erreicht wird, und zwar mit einer Stromanstiegszeit, die nur durch die unbeabsichtigten Trägheiten der Stromquelle bestimmt ist. Im Fall t ist die SirQmanstiegszeit langsamer. Sie wird durch den Kehrwert der Induktivität bestimmt. Im Fall l der erfindungsgemäßen Ausführung erfolgt der Anstieg mit der gleichen Schnelligkeit wie im Fall 3. Hier knickt aber bei einem gewissen Punkt der Stromanstieg ab und verläuft sanft weiter bis auf den Dauerkurzschlußstrom IKD.
  • In F i g. 3 ist die vormagnetisierte Drosselspule dargestellt, die mit einem Kern 1 und einer Wicklung 2 versehen ist. Außerdem weist die Spule noch eine Hilfswicklung 3 auf. Die Vormagnetisierung OH ist dabei so hoch, daß sich die Spule bei Erregung der Hilfswicklung 3 im Zustand der Sättigung des Eisenkerns 1 befindet. Fließt durch die Windungen w, ein Schweißstrom 1s, dann wird der Kern durch die Erregung des Schweißstromes (IS - w,) entmagnetisiert. Dabei entsteht im Bereich der Sättigung keine nennenswerte Drosselung. Die Spule der Windungszahl ivs wirkt dann praktisch als Luftspule mit einer entsprechend kleinen Induktivität. Überschreitet der Schweißstrom den Wert 1T, so ändert sich die Induktivität fast sprungartig um den Wert der relativen Permeabilitätsänderung des verwendeten Kernmaterials (s. F i g. 4). In F i g. 3 sind ferner bezeichnet mit 0, die vom Schweißstrom erzeugte Durchflutung der Spule, mit IH der in der Hilfswicklung fließende Strom und mit UH die Spannung der Hilfswicklung.
  • In F i g. 4 ist mit die Induktivität bezeichnet, wobei d 0 die Größe des magnetischen Flusses und d O die Größe der Durchflutung ist. K - lro ist die Luftinduktivität der Drossel, wobei K eine Konstante der Drossel und ,uo die absolute Permeabilität ist. Der Wert K -,uo -,u, bedeutet die Induktivität des Kerns im magnetischen Bereich des verwendeten Werkstoffes, wobei y, der Induktivitätserhöhung der Drossel durch die spezifische magnetische Eigenschaft des Kernwerkstoffes entspricht.
  • F i g. 5 zeigt eine Ausführung, deren Erregerwicklung so ausgebildet ist, daß Stromstöße des Schweißkreises aus Symmetriegründen keine Wirkung auf den Erregerkreis zeigen. In der Anordnung nach
    Punkt b zeigt den Arbeitspunkt der Drossel während der Brennzeit des Lichtbogens bei der entsprechenden Stromstärke. Im Knickpunkt der Magnetisierungskurve bei c wird ein Stromwert erreicht, bei dem der Eisenkern der Drossel wirksam wird. Diese Stromstärke entspricht auch dem Wert des Kurzschlußstromes, bei dem eine Begrenzung desselben durch eine Drosselwirkung einsetzt. Bei einer Verschiebung des Ausgangspunktes a durch Änderung der Vormagnetisierung kann die Begrenzung der Kurzschlußstromstärke auf beliebige Werte eingestellt werden.
  • In der Zeichnung bedeutet OIAW die magnetische Erregung, wobei AW die Zahl der Amperewindungen ist, 1o der Lichtbogenstrom und wh die Windungszahl der Hilfswicklung.
  • Es ist seit langem bekannt, vormagnetisierte Drosseln zur Regelung der statischen Kennlinie von Schweißmaschinen zu verwenden. Dabei werden derartige Drosseln jedoch stets mit Wechselstrom durchflossen bzw. liegen sie im Fall von Schweißgleichrichtern stets auf der Wechselstromseite der Schweißmaschine. Sie haben zur Wirkung, daß die statische Kennlinie der Schweißmaschine fallend gemacht werden kann, wie dies z. B. für Geräte zur Schweißung mit umhüllten Elektroden notwendig ist. Im Gegensatz dazu wird die erfindungsgemäße vormagnetisierte Drossel stets mit Gleichstrom und firn Schweißstromkreis betrieben. Ihre Wirkung auf die statische Kennlinie ist aus diesem Grund praktisch gleich Null. Sie wirkt nur dann, wenn im Schweißstromkreis Änderungen der Stärke des Gleichstromes auftreten; ihre Wirkung ist also rein dynamischer Natur.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zur Begrenzung der Kurzschlußstromspitzen bei Gleichstrornschweißmaschinen zur Verschweißung von abschmelzenden Elektroden, wobei in dem Gleichstromschweißkreis eine vormagnetisierte Drossel angeordnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierung mit einem Hilfsstrom so hoch gewählt wird, daß sie sich vor Beginn des Schweißvorganges im Sättigungsbereich des magnetischen Kerns befindet und daß die Richtung der Vormagnetisierung entgegen der Richtung der Magnetisierung durch den Schweißstrom geschaltet ist.
  2. 2. Vormagnetisierte Drossel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierung veränderlich ist.
  3. 3. Vormagnetisierte Drossel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierung einen derartigen Wert aufweist, daß während des Schweißvorganges der Schweißstrom bei brennendem Lichtbogen die Drossel noch nicht aus dem Sättigungsbereich bringt, während durch die erhöhten Kurzschlußspitzen die Magnetisierung der Drossel so weit getrieben wird, daß sie aus dem Sättigungsbereich in den Wirkungsbereich des magnetischen Kerns gelangt.
  4. 4. Vormagnetisierte Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernwerkstoff aus einem magnetisch hochpermeablen Material besteht, das einen starken Knickpunkt in der Magnetisierungskurve beim Erreichen der Sättigung besitzt.
  5. 5. Vormagnetisierte Drossel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Kernwerkstoff korngerichteter Transformatorenstahlgewählt wird.
  6. 6. Vormagnetisierte Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung unsymmetrisch ausgeführt ist und die Hilfsspannung durch ein an sich bekanntes Dämpfungsglied vor den transformierten Schweißstromstößen geschützt wird.
  7. 7. Vormagnetisierte Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfserregungswicklung in zwei symmetrische Teile geschaltet ist. B. Vormagnetisierte Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß über die Vorerregungswicklung oder weitere Hilfswicklungen die Induktivität über ein geeignetes Rückkoppelungssystem vom Schweißstrom beeinflußbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1112 796, 1117 231, 1139 592; deutsche Patentanmeldung L 14655 VIII d/ 21 h (bekanntgemacht am B. 3. 1953).
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1112796B (de) * 1960-08-05 1961-08-17 Kjellberg Elektroden & Maschin Einrichtung zur Erreichung der benoetigten Stromspannungs-Charakteristik fuer Schweissgeneratoren zum Lichtbogenschweissen
DE1117231B (de) * 1958-03-24 1961-11-16 Licentia Gmbh Mehrstellen-Schweissanlage
DE1139592B (de) * 1957-10-31 1962-11-15 Elektron Kerber & Co Wechselstrom-Lichtbogenschweisstransformator

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