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DE1179529B - Gelenkiger Ausbau, insbesondere Mehrgelenkausbau fuer Untertageraeume - Google Patents

Gelenkiger Ausbau, insbesondere Mehrgelenkausbau fuer Untertageraeume

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Publication number
DE1179529B
DE1179529B DEP18911A DEP0018911A DE1179529B DE 1179529 B DE1179529 B DE 1179529B DE P18911 A DEP18911 A DE P18911A DE P0018911 A DEP0018911 A DE P0018911A DE 1179529 B DE1179529 B DE 1179529B
Authority
DE
Germany
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joint
profile
shell
profiles
parts
Prior art date
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Pending
Application number
DEP18911A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Reifges
Friedrich Wilh Paurat
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Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP18911A priority Critical patent/DE1179529B/de
Publication of DE1179529B publication Critical patent/DE1179529B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/14Lining predominantly with metal
    • E21D11/18Arch members ; Network made of arch members ; Ring elements; Polygon elements; Polygon elements inside arches
    • E21D11/24Knuckle joints or links between arch members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Pivots And Pivotal Connections (AREA)

Description

  • Gelenkiger Ausbau, insbesondere Mehrgelen käusb,u"für Untertageräume An bekannten gelenkigen Ausbaurahmen für Untertageräume sind die Gelenke zumeist mit einem schuhartigen, z. B. gabelförmigen Ansatz, der im folgenden allgemein als Gelenksockel bezeichnet wird, an den Profilen, z. B. am Steg von I-Profilen befestigt. Nachteilig ist, daß an diesen Anschlußstellen wegen der kleineren Querschnittsfläche bzw. des ungünstigen Widerstandsmomentes der Gelenksockel oder der Übergänge Gelenksockelproffl nur ein Teil der Normalkräfte, Querkräfte und nicht in Gelenkachse liegenden Biegemomente (d. h. Durchbiegung in Richtung Gelenkachse) aufgefiommen werden kann, mit denen das Profil des Ausbaurahmens selbst beansprucht werden darf. Die Gelenkstellen bilden daher bei den bekannten gelenkigen Ausbauen und. insbesondere Mehrgelenkausbauen kritische Querschnitte. Für-sockelartige Gelenke, bei denen Teile des Profilquerschnittes -direkt gegen walzenförmige Gelenkkörper gelegt sind, gilt entsprechendes. Zwar sind auch gelenkige Ausbaue -mit Gelenksockel bekannt, die gegen die gesamte Querschnittsfläche des -Profils anliegen, diese haben .jedoch, verglichen mit dem Profil, ein unvergleichlich höheres Metergewicht, müssen außerdem .geschmiedet, eventuell gegossen. oder ähnlich gefertigt werden.
  • Es ist ferner bekannt, symmetrisch zum .Profil liegende Zylinderschalen mit Durchmessern, die größer .sind als die Profilhöhe, ..direkt gegen den ganzen Profilschnitt anzulegen, der dann gewissermaßen - selbst den Gelenksockel bildet., Diese bekannten gelenkigen Ausbaue haben -@ einmal den Nachteil, daß der Gelenkwinkel sich nicht auf kleine Winkel, wie etwa 90°, verringern läßt, da die Gelenkschalen zu groß sind; und weiter, daß bei Änderungen des Gelenkwinkels eine Verschiebung der Profile zueinander senkrecht zur Streckenachse stattfindet, was -wiederum geringere Längskraftübertragung als in den Profilen selbst und eine zusätzliche Momentenbeanspruchung bedeutet. Außerdem- sind Gelenke mit solch großen Schalen teuer. Fernerhin vermögen solche meist als Stützgelenke ausgebildeten Gelenke keine nennenswerte Beanspruchungen in Streckenrichtung aufzunehmen.
  • Die gegeneinander drehenden oder, sich abwälzenden Teile bekannter Gelenke von Grubenausbauen, letztere haben den.Nachteii. variabler Beanspruchung, z. B: Schalen und Gelenkbolzen, liegen oft allein durch die Längskraft. gehalten gegeneinander und bilden . daher sogenannte Stützgelenke Sie nehmen Scherkräfte in . Streckenrichtung durch ineinandergreifende Vorsprünge und Vertiefungen auf, .können in Streckenrichtung, aber nicht auf Biegung beansprucht werden.- .Ihr Widerstand -gegen Querkräfte senkrecht zurii Gelenkbolzen ist unsicher, -und es besteht die Möglichkeit, daß ,der gesamte Ausbaurahmen an `diesen Gelenkstellen eine unkontrollierbare Instabilität erhält. Es sind zwar tellerartige Ansätze an Bolzen bekannt, -die, angezogen- durch Schrauben, die schalenartigen Wülste- der beiden zu verbindenden Gelenkseiten bei-,Scher- # und -Biegebeanspruchung zusammenhalten, diese -Ausführung hat jedoch den -Nachteil mehrerer loser =und dazu nicht einfacher Teile sowie eines großen Material-Bei eineW Streckeühusbau, bei welchem die Ausbaüsegmente; - irisbesöndere in der Firste, gegen einen Läufer aus Ftrbfileigei3 - a'bgestät2t`sind,' dessen Steg zwischeim gegenübtrliegenden, iriit den Ausb'ausegmenteri . verbüideheii'' Stützgliedern eingespannt sind, ist''äs°hekaünt,"2ie- Stüttgliedei ab äkial@-z'u den Següienten# `angeerdüete üiid ürir mit `"diesen verbundene Druckstücke auszubilden,' welche durch ein oder mehrere die- Läufer ganz oder teilweise umgreifende Kupplungsglieder _ verbunden sind-: Auf diese Weise will man die drei an den Gelenkstellen aneinander angeschlossenen--Elemente - in konstruk= tiver Hinsicht miteinander vereinigen. Eine Sicherung gegen quer zur Gelenkachse, angreifende Biegemomente wird durch - die bekannten: Maßnahmen nicht erreicht. z Vielmehr erstrebt man -nur- eine Vbrbindung, bei der das Läuferprofil nicht -durch Schraubenlöcher od. dgl.- in seinem Widerstandsmoment geschwächt ist. . Allerdings ist es -dabei grundsätzlich bekannt, die miteinander verbundenen Elemente von Ringen.zu umfassen.-Bei-einem aus Schienenz-bestehenden Ausbau ist es im- übrigen bekannt,--an dan=Gelenkteilen aus= den Schienen Stegenteile zu entfernen und Schienenkopf sowie Schienenfuß und auf einen durch den Gelenkbolzen vorgegebenen Abstand gegeneinander zu biegen und an den Gelenkbolzen anzuschließen. Derartige Verformungen der den Ausbaurahmen bildenden Schienen bedingen jedoch im Ergebnis eine Schwächung des Widerstandsmomentes der Rahmenteile gegen quer zur Gelenkachse angreifende Biegemomente, so daß auch bei dieser bekannten Ausführungsform die Gelenkstellen, die im übrigen gegen quer zur Gelenkachse wirkende Biegemomente und Scherkräfte in keiner Weise gesichert sind, kritische Querschnittstellen sind, die gefährlich sind.
  • Nicht zum Stand der Technik gehört der Vorschlag, bei Grubenausbaurahmen mit Bolzengelenk als Gelenksicherung ringförmig geschlossene Verbindungsglieder vorzusehen, die an beiden Seiten die gelenkig miteinander wechselwirkenden Teile des Gelenkes umfassen. Die Probleme, die dadurch entstehen, daß die Profile der Rahmen an den Gelenkanschlußstellen zur Aufnahme von quer zur Gelenkachse angreifenden Biegemomenten geschwächt sind, hat bei diesem Vorschlag keine Beachtung gefunden.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, in allen Gelenkteilen, d. h. sowohl im Gelenksockel als auch in den eigentlichen Gelenkteilen gleich und annähernd gleich große Kräfte, insbesondere Längskräfte und auch quer zur Gelenkachse verlaufende Biegemomente aufzunehmen, wie in dem Profil selbst. Dabei sollen möglichst im Sinne optimaler Materialausnutzung dasselbe Metergewicht, einfachste Fertigung, gleiche Ausbildung der mit Gelenkteilen bewehrten Enden, Eignung zum einfachen Anschluß von weiteren Ausbauelementen, wie Verbolzungseisen oder Kraftleitstützen, gute Raubbarkeit und die Korrektur aufgeführter Nachteile unter Verzicht auf lose Keile und kraftaufnehmende Maschinenelemente, wie Schraubenkeile u. dgl., realisiert werden.
  • Die Erfindung betrifft einen gelenkigen Ausbau, insbesondere Mehrgelenkausbau für Untertageräume, aus mit Gelenksockeln versehenen Ausbauprofilen und an den Gelenksockeln angebrachten Gelenkteilen, sie besteht darin, daß in Kombination a) die Profilenden selbst zu den die Gelenkteile tragenden Gelenksockeln mit von den Profilen zur Gelenkachse hin zunehmendem Widerstandsmoment verformt sind, b) mit den Gelenksockeln in Richtung der Gelenkachse vorkragende Gelenkteile verbunden sind und die vorkragenden Gelenkteile durch Rundeisenringscheiben oder Ringe als Sicherung zusammengehalten sind.
  • Die Ausbauprofile sind zweckmäßig Flanschenprofile, insbesondere Kastenprofile, die auf vielfache und einfache Weise bei einfachster Bearbeitung eine Verformung zu Gelenksockeln im Sinne der Erfindung zulassen. Derartige Profilenden mit Gelenksockelausbildung können aber auch lediglich Hülsen oder Schuhe zur Aufnahme anderer Ausbauteile darstellen, die z. B. als Kappe in die Hülsen eingeführt werden.
  • Durch die beschriebenen Merkmale der Erfindung erreichte Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß der gesamte Ausbaurahmen zur Übertragung von Biegemomenten quer zur Gelenkachse in gleicher Weise festigkeitsmäßig und stabilitätsmäßig ausgebildet ist, so daß die Gesamtanordnung wegen der Möglichkeit der Aufnahme großer Momente und Scherkräfte besondere Bedeutung für den Mehrgelenkausbau hat, bei dem sie die Gefahr der Instabilität in Streckenrichtung wesentlich herabsetzt und sogar vermeidet. Es wird somit durch die Verformung der Ausbauprofile selbst, die zu der erwähnten Abstützung der Gelenkteile führt, erreicht, daß folglich quer zur Gelenkachse wirkende Biegemomente unschwer aufgenommen werden können.
  • Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellende Zeichnung, die auch weitere Merkmale der Erfindung enthält, unter Betonung weiterer durch die Erfindung erreichter Vorteile, ausführlicher erläutert. Es zeigt F i g. 1 den Gelenkteil eines erfindungsgemäßen Grubenausbaus in Seitenansicht.
  • F i g. 2 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Fig.l, F i g. 3 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand nach F i g. 1 in vergrößerter Darstellung, F i g. 4 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand nach F i g. 2 in vergrößerter Darstellung, F i g. 5 die Seitenansicht eines Gelenksockels ohne die Gelenkteile, F i g. 6 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach F i g. 5 und F i g. 7 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach den F i g. 5 und 6.
  • Wie die Figuren erkennen lassen, besteht ein gelenkiger Ausbau, insbesondere Mehrgelenkausbau, für Untertageräume aus einander zugeordneten Gelenksockeln 1 a, 1 b, die an den Ausbauelementen 2 a, 2 b durch Verformung gebildet sind. An den Gelenksockeln l a, 1 b sind dabei die Gelenkteile bzw. Gelenkelemente befestigt. Die Gelenkteile selbst können im Rahmen der Erfindung beliebig ausgebildet sein und bestehen in den Figuren aus zylindersegmentgleich oder ähnlich geformten einander zugeordneten Schalen 3 a, 3 b, die mit den Gelenksockeln 1 a bzw. 1 b verschweißt sind, die Schweißnähte 5 sind in der Figur angedeutet. Ferner sind als Gelenkbolzen Rundeisen 4a, 4 b bzw. äquivalent wirkende Rohrabschnitte in die Schalen 3a, 3 b gelegt sowie die Gelenksockel l a, 1 b und damit die Profilenden 2 a, 2 b durch Umklammerungen 6 a, 6 b zusammengehalten.
  • Die Gelenksockel l a, 1 b sind (vgl. insbesondere F i g. 5 bis 7) so geformt. daß der Widerstandsmoment (darunter versteht man, daß Integral Z (y2 d f, wenn y den Abstand von einer quer zur Gelenkachse laufenden Profilachse bedeutet) vom Profil 2a bzw. 2b zum Gelenk hin zunimmt. Wegen gleicher Querschnittsfläche wie beim Profil (gemessen senkrecht zu den Flanschen 7 bzw. den Stegen 8 des Profils) und wegen der Tatsache, daß sich die Flansche 7, wie dargestellt, so zusammenbiegen lassen, daß sie von ihrem Parallelverlauf nur wenig abweichen, ergeben sich praktisch auch die volle Längs-. Querkraft- und Biegemomentaufnahme wie beim Profil selbst. Dabei ist der Flansch 7 oder sind bei Doppelflanschprofilen, wie I-Profilen, die Flansche 7 so verformt, daß sie einen Winkel miteinander bilden. Der Steg 8 ist zu einer breiten Schlaufe 9 geformt, die bei Biegebeanspruchung ein Einreißen der Schweißnaht 5 zur Befestigung der Schalen 3 a, 3 b bzw. der Gelenkbolzen 4 a, 4 b an der stärkst beanspruchten Stelle verhindert bzw. eine breite Befestigung ermöglicht. Der aus dem Steg 8 oder entsprechenden Profilteilen entstandene Teil des Gelenksockels 1 a bzw. 1 b weist im Schnitt parallel zum Flansch wechselnde Krümmung, wie durch 10 angedeutet, auf und erhöht so die Beugesteifigkeit des Steges 8, was von besonderer Bedeutung ist. Die im ganzen erzeugte Schalenform des Sockels ergibt darüber hinaus eine wesentliche Versteifung des Profils gegen Beanspruchung auf Scherung, was besonders beim Biegen der Profile 2 a, 2 b wichtig ist, aber auch bei Untertagebeanspruchungen Bedeutung hat.
  • Wie die Figuren erkennen lassen, läßt die dargestellte Form der Gelenksockel l a, 1 b eine Annäherung der Profilenden 2 a, 2 b bis etwa 90° zu.
  • Die Profilsockel 1 a bzw. 1 b können durch Preßdruck auf die Profilenden mit zueinander senkrecht stehenden Keilflächen als Preßstempel gefertigt werden. Dabei lassen sich die Gelenksockel l a, 16 am vorteilhaftesten aus Kasten oder ähnlichen Profilen wie - dargestellt formen. Bei Rund- oder Kastenprofilen können die Stegprofilteile für die Momentenaufnahme, allerdings weniger vorteilhaft, auch nach innen gebogen sein.
  • Bei Einstegprofilen (I-Profilen, Schienen u. dgl.), wie sie allerdings in den Figuren nicht beschrieben sind, ist eine einseitige Ausbildung des in den Figuren dargestellten Sockels möglich. Die andere Seite ist dann zu ergänzen. Man kann bei allen Profilen auch Profilwandungen in Richtung Profilhöhe ausnehmen, die Flansche bzw. entsprechenden Teile wie beschrieben zusammendrücken und zusätzliche Verbindungseisen gegen die Profilenden oder von Profilwandungen zur Schale schweißen, ähnlich wie die Schlaufe9 zusammen mit den übrigen Profilteilen ausreichendes Widerstandsmoment im Sinne der Erfindung zu erzeugen. Dies ist besonders bei I-Profilen und Gruben-I-Profilen vorteilhaft. Rinnenprofile lassen sich ähnlich behandeln wie Kastenprofile. Grundsätzlich können die verschiedensten Profile Verwendung finden, z. B. auch kreisrunde, rechteckige oder polygonförmige Rohrquerschnitte neben Doppel-I-Profilen u. dgl., wobei für alle Profile sowohl Pressen des Profilendes als auch Ausnehmen, Zusammenbiegen und Verbindung möglich ist.
  • Die spezielleAnordnung der einzelnen Gelenkteile ergibt sich insbesondere aus F i g. 1 bis 4. Beide Sockel 1 a bzw. 1 b des Gelenkes sind mit einer Schale 3 a bzw. 3 b belegt. Dazwischen befinden sich die Gelenkbolzen 4 a, 4 b. Es sind dabei beide Sockelquerschnitte 1 a bzw. 1 b einerseits der Sockelmitte mit der Schale 3 a bzw. 3 b, andererseits der Sockelmitte mit Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b plus Schale 3 a bzw. 3 b verbunden, was jedoch auch variiert werden kann.
  • Die über den Sockel kragenden Schalenteile 3 a bzw. 3 b (ohne Gelenkbolzen) sind durch ein Ankerblech 11 a, 11 b noch einmal am Steg 8 des Profils 2 a bzw. 2 b verankert, wodurch die Beanspruchung in den Schalen 3 a bzw. 3 b beim Kraftangriff der Umklammerung zwischen Profil und Anker etwa auf die Hälfte absinkt. Der auskragende Teil der Schalen 3 a bzw. 3 b hat wegen des großen Abstandes von der Mitte des Gelenkes einen großen Hebelarm, braucht also nur relativ kleine Kräfte aufnehmen. Die über den Gelenksockel frei auskragende Schale 3 a, 3 b bildet mit dem Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b eine innig verbundene Einheit. Diese ist so ausgebildet, daß die frei auskragende Länge und die Einspannlänge (= Befestigungslänge) mit ihrer Höhe vergleichbar, die Biegebeanspruchung also klein ist. Hierdurch können die auftretenden Kräfte durch die frei kragende Anordnung aufgenommen werden.
  • Die kraftschlüssige Verbindung der Gelenkteile wird durch Überstülpen von Umklammerungen 6 a bzw. 6 b über die auskragenden Enden der Schalen 3 a bzw. 3 b hergestellt. Die Sicherung der Umklammerung geschieht nach den Figuren durch Einschieben einer Sicherheitsfeder nach Art der Sicherheitsnadel 12 in eine Bohrung des Gelenkbolzens 4 b oder der damit verbundenen Schale 3 b und Verschließen dieser Feder.
  • Zum Verbinden der Gelenkteile sind also keine kraftaufnehmenden Maschinenelemente, wie Schrauben, Keile usw., erforderlich.
  • Ist der Gelenksockelquerschnitt, wie in den Figuren dargestellt, zur Hälfte allein mit der Schale 3 a bzw. 3 b, zur Hälfte mit Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b plus Schale 3 a bzw. 3 6 bewährt sowie in geschlossenen Umklammerungen zwischen Profil und Ankerblech 11 a, 11 b angeordnet, so werden zusammenpassende Profilenden vollkommen gleich, und die Querkräfte in Streckenrichtung werden einseitig durch die Gelenkbolzenhälften 4 a bzw. 4 b andererseitig durch Selbsthemmung beider Umklammerungen 6 a bzw. 6 b aufgenommen. Die Querkraftfestigkeit kann durch ineinandergreifende Vertiefungen und Erhöhungen erhöht werden.
  • Alle Teile sind, soweit der Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b an der Schale 3 a bzw. 3 b befestigt ist, mit den Profilen 2 a bzw. 2 b fest verbunden und bis auf die Sicherheitsfeder 12 dadurch unverlierbar angeordnet. Da die Bohrung die Sicherheitsfeder auch nach Demontage hält, kann die Sicherheitsfeder als unverlierbar gelten.
  • Die Umklammerung 6 a bzw. 6 b lassen sich unter elastischer Durchbiegung der Ankerbleche 11a bzw. 11 b durch Aufrichten bei Profilen finit zurücktretendem Steg 8 für den Transport sicher in den Raum zwischen Flansche 7 und Steg 8 bringen. Die Schalen 3 a bzw. 3 b und Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b lassen sich vorteilhaft durch Stumpfschweißen, Abbrennschweißen u. dgl. mit dem Sockel 1 a bzw. 1 b verbinden.
  • Die Ausbildung der eigentlichen Gelenkteile ist, wie eingangs erwähnt, grundsätzlich beliebig. Nach den Figuren sind die Schalen 3 a bzw. 3 b als Zylindersegmente oder ein anderes Gebilde, dessen am Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b zugewandte Fläche zumindest drei Punkte nicht in einer Ebene liegen hat, ausgebildet und hat die Schale 3 a bzw. 3 b einen Durchmesser, welcher gegebenenfalls durch die drei Punkte bestimmt ist, der vorzugsweise jedoch kleiner ist als die Profilhöhe und eine Ausdehnung, die zumindest einschließlich eventueller Schweißnähte 5 den Sockelendenquerschnitt abdeckt. Die Umklammerungen 6 a bzw. 6 b sind als offene oder geschlossene Ringe, vorzugsweise Rundringe ausgebildet und haben den Vorteil, an einem günstigen Hebelarm anzugreifen sowie praktisch nur auf Zug beansprucht zu werden. Sind die Schalensägmente 3 a bzw. 3 b dick, aber von kleiner Bogenlänge, so legt man zweckmäßig zwischen Ring 6 a bzw. 6 b und Gelenkbolzen 4a bzw. 4 b im Bereich zwischen den Schalen eventuell am Ring 6 a, 6 b oder am Gelenkbolzen 4 a bzw. 4 b befestigte Zwischenstücke 13, damit bei Ringbeanspruchung der Ring gleichsam wie ein Seil- Polygonzug beansprucht wird, wobei nach anfänglichem Fließen reine Zugspannungen auftreten. Die Umklammerung 6 a, 6 b ist nach den Figuren als mit Bohrung versehenes Blech ausgebildet.
  • Man erkennt an den F i g. 1 bis 4, daß Gelenksockel 1 a bzw. 1 b mit Schalen 3 a bzw. 3 b zwischen sich so viel Drehspielraum lassen, daß sie auch noch zusätzliche Ausbauelemente, wie Verbolzungseisen oder Kraftleitstützen, zwischen sich aufnehmen können die unter Umständen auch mit den Umklammerungen 6 a, 6 b vereinigt sein oder diese als Formausbildungen deren Bestandteil sein können.

Claims (19)

  1. Patentansprüche: 1. Gelenkiger Ausbau, insbesondere Mehrgelenkausbau, für Untertageräume mit aus Gelenksockeln versehenen Ausbau-Profilen und an den Gelenksockeln angebrachten Gelenkteilen, gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale: a) Die Profilenden (2a bzw. 2b) selbst sind zu den die Gelenkteile (3 a bzw. 3 b; 4 a bzw. 4 b) tragenden Gelenksockeln (l a bzw. 1 b) mit von den Profilen zur Gelenkachse hin zunehmendem Widerstandsmoment verformt; b) mit den Gelenksockeln sind in Richtung der Gelenkachse vorkragende Gelenkteile verbunden, und die vorkragenden Gelenkteile sind durch Rundeisenringscheiben oder Ringe als Sicherung zusammengehalten.
  2. 2. Gelenkiger Ausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausbauprofile- an sich bekannte Profile, vorzugsweise Flanschenprofile (2 a bzw. 2 b) Verwendung finden und zur Bildung der Gelenksockel, deren Flansch oder Flansche (7) bzw. entsprechende Teile einen Winkel zur Profillängsachse bildend verformt sowie deren Steg oder Stege (8) bzw. entsprechende Profilwandungen zu einer senkrecht zur Gelenkachse verlaufenden schlaufenartigen Ausbauchung (9) verformt sind.
  3. 3. Ausbau nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Steg (8) oder entsprechenden Profilwandungen ausgebauchte Teile (9) des Gelenksockels (l a bzw. l b) im Schnitt parallel zum Flansch (7) bzw. entsprechend der Profilwandung wechselnde Krümmung (10) aufweisen.
  4. 4. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenksockel (l a bzw. 1 b) aus Kastenprofilen (2 a bzw. 2 b) oder ähnlichen Profilen durch Preßdruck auf die Profilenden mit zueinander senkrecht stehenden Keilflächen gefertigt sind.
  5. 5. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Rund- oder Kastenprofilen die Profilteile nicht nach außen ausgebracht, sondern nach innen gebogen sind.
  6. 6. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstegprofilen (I-Profilen oder Schienen) der Sockel einseitig ausgebildet und zur anderen Seite durch zusätzliche Elemente ergänzt ist.
  7. 7. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung Profilhöhe verlaufende Profilteile ausgenommen und die Flansche bzw. entsprechende Profilwandungen zusammengebogen sowie zusätzlich Verbindungseisen zur Erhöhung des Widerstandsmomentes vorgesehen sind. B.
  8. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beide Gelenksockel (1 a bzw.1 b) jedes Gelenkes mit einer Schale (3 a bzw. 3 b) vorkragend belegt (verschweißt) sind, zwischen den Schalen (3 a bzw. 3 b) ein Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) oder Rohr eingelegt sowie die vorkragenden Schalen (3 a bzw. 3 b) durch Ringscheiben, Ringe od. dgl. (6a bzw. 6b) umklammert sind.
  9. 9. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beide Sockelquerschnitte (l a bzw. 1 b) einerseits der Sockelmitte mit einer Schale (3 a bzw. 3 b), andererseits der Sockelmitte mit Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) und Schale bzw. einer entsprechenden Einheit (3a bzw. 3 b) versehen sind.
  10. 10. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Sockel (l a bzw. l b) kragende Schale (3a bzw. 3b) durch ein Ankerblech (11 a bzw. 11 b) noch einmal am Profil (2 a bzw. 2 b) verankert ist.
  11. 11. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Sockel (l a bzw. l b) kragende, mit dem Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) innig verbundene Schale (3 a bzw. 3b) bzw. eine entsprechende Einheit so ausgebildet ist, daß die frei auskragende Länge und vor= zugsweise auch die Einspannlänge mit der Höhe Gelenkbolzen plus Schale bzw. der entsprechenden Einheit vergleichbar ist.
  12. 12. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteile (3a bzw. 3b, 4 a bzw. 4b) durch übergestülpte Umklammerungen (6a bzw. 6b) über das auskragende Ende in kraftschlüssigen Verbund gebracht sind und die Umklammerung durch Einschieben von Sicherheitsfedern (12) nach Art der Sicherheitsnadel oder ähnlich in einer Bohrung des Gelenkbolzens (4a bzw. 4b) oder der damit verbundenen Schale (3 a bzw. 3 b) in ihrer Lage gehalten ist.
  13. 13.. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockelquerschnitt zur Hälfte allein mit der Schale (3a bzw. 3 b) zur Hälfte mit Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) und Schale (3 a bzw. 3 b) bzw. einer entsprechenden Einheit bewährt sowie die Gelenkteile in Umklammerungen (6 a bzw. 6 b) angeordnet sind.
  14. 14. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß alle Gelenkteile (3 a bzw. 3 b, 4 a bzw. 4 b) bis auf die Sicherheitsfeder (12) unverlierbar angeordnet sind.
  15. 15. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß Schale (3 a bzw. 3 b) und Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) durch Stumpfschweißen, Abbrennschweißen od. dgl. mit dem Sockel (l a bzw. 1 b) verbunden sind.
  16. 16. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (3 a bzw. 3 b) als Zylindersegment oder ein ähnliches Gebilde, von dessen dem Gelenkbolzen zugewandter Fläche zumindest drei Punkte nicht in einer Ebene liegen, ausgebildet ist und einen Durchmesser aufweist, welcher kleiner ist als die Profilhöhe, und eine Ausdehnung aufweist, die zumindest einschließlich eventueller Schweißnähte (5) den Sockelendenquerschnitt abdeckt.
  17. 17. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Umklammerungsring (6 a bzw. 6 b) und Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) im Bereich zwischen zwei Schalen (3 a bzw. 3 b) eventuell an Ring (6 a bzw. 6 b) oder Gelenkbolzen (4 a bzw. 4 b) befestigte Zwischenstücke angebracht und darauf bei Kraftleitaufnahme der Umklammerungsring (6a bzw. 6b) abgestützt ist.
  18. 18. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Umklammerung (6a bzw. 6b) als mit Bohrung versehenes Blech ausgebildet ist.
  19. 19. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Umklammerungen (6a bzw. 6b) als Teile anderer Ausbauelemente, wie Verbolzungseisen oder Kraftleitstützen, ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 815 946; französische Patentschrift Nr. 1001977.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE815946C (de) * 1949-04-10 1951-10-08 Gutehoffnungshuette Oberhausen Gelenkverbindung fuer den Grubenausbau
FR1001977A (fr) * 1946-07-09 1952-02-29 Assemblage de faîte pour cintres, arcs-boutants et piedroits de soutènement dans l'industrie minière

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