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DE1178735B - Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten an Innenrundschleifmaschinen - Google Patents

Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten an Innenrundschleifmaschinen

Info

Publication number
DE1178735B
DE1178735B DEA29745A DEA0029745A DE1178735B DE 1178735 B DE1178735 B DE 1178735B DE A29745 A DEA29745 A DE A29745A DE A0029745 A DEA0029745 A DE A0029745A DE 1178735 B DE1178735 B DE 1178735B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fine grinding
diamond
grinding
time
depth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA29745A
Other languages
English (en)
Inventor
Erik Lennart Waldema Johansson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SKF AB
Original Assignee
Svenska Kullagerfabriken AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Svenska Kullagerfabriken AB filed Critical Svenska Kullagerfabriken AB
Publication of DE1178735B publication Critical patent/DE1178735B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B49/00Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation
    • B24B49/18Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation taking regard of the presence of dressing tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten an Innenrundschleifmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Innenrundschleifmaschinen, auf denen die Werkstücke in einer Rufspannung mit einem konstanten Zustellbetrag vorgeschliffen und anschließend feingeschliffen werden, wobei die Schleifscheibe zwischen Vor- und Feinschleifen mit einem Diamanten abgerichtet wird und die Feinschleifzustellung bis zum Sollmaß ausschließlich durch radiale elastische Schleifspindelvorspannung erfolgt, und betrifft ein Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten bei einer derartigen Maschine sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Um das gewünschte Fertigmaß zu erzielen, kann bei einer Maschine dieser Art so vorgegangen werden, daß der Diamant in einem bestimmten Radialabstand zum Sollwert des Fertigmaßes angeordnet wird und die Schleifscheibe nach dem Abziehen um diesen Radialabstand und gegebenenfalls noch einem Abnutzungszuschlag für das Feinschleifen zugestellt wird. Mit dem Ausfeuern der Schleifscheibe ist dann das Feinschleifen beendet. Unterschiedlicher Verschleiß der Schleifscheibe sowie Lageänderungen der Diamantenspitze durch Temperatureinflüsse und Abnutzung können hierbei jedoch zu unlässigen Abweichungen des Fertigmaßes vom Sollwert führen. Zur Ausschaltung dieser Fehler ist es bekannt, das fertiggeschliffene Werkstück mechanisch, pneumatisch oder optisch auf solche Abweichungen hin abzutasten und den Zustellbetrag für das Feinschleifen des nächsten Werkstücks in einem der Abweichung entgegengesetzten Sinne zu verstellen. Auch ist es bekannt, die Diamantenspitze mit Bezug auf das Werkstück radial verstellbar anzuordnen und durch einen das fertiggeschliffene Werkstück abtastenden Fühler od. dgl. mit Hilfe einer Steuervorrichtung vor dem nächsten Abziehvorgang zu verstellen.
  • Eine andere Methode zur Erzielung des gewünschten Fertigmaßes besteht darin, daß eine Lehre oder eine andere auf das Sollmaß ansprechende Meßeinrichtung das Werkstück während des Feinschleifens fortgesetzt abtastet und bei Feststellung der gewünschten Soll-Abmessung das selbsttätige Abschalten der Maschine auslöst, bevor der Zustand des Ausfeuerns erreicht ist. Von Vorteil ist hierbei, daß die Maschine abgeschaltet wird, bevor die von der Biegung der Schleifspindel herrührende Zustellkraft wie beim Ausfeuern asymptodisch den Wert Null erreicht hat, so daß kürzere Feinschleifzeiten erhalten werden.
  • Es sollte nun angenommen werden, daß bei einem solchen meßwertgesteuerten Schleifen die Fertigmaße in sehr engen Toleranzgrenzen liegen. Tatsächlieh treten die erwünschten engen Grenzen aber höchstens an den Stellen der Werkstücke auf, an denen die Meßeinrichtung ansetzt, während unterschiedliche Biegungsverhältnisse an der bis zur Abschaltung der Maschine vorgespannten Schleifspindel an Stellen, die im axialen Abstand zur Meßeinrichtung liegen, zu beträchtlichen Abweichungen vom Sollwert führen können. Auch kann der Zeitverzug zwischen Feststellung des Sollmaßes und Abschaltung der Maschine bei unterschiedlichen Zustellkräften in diesem Zeitabschnitt das tatsächliche Fertigmaß unterschiedlich beeinflussen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten an Innenrundschleifmaschinen der eingangs genannten Art zu schaffen, das diese Nachteile vermeidet und unter Ausnutzung der bekannten Maßnahmen, das selbsttätige Abschalten der Maschine durch eine auf das Sollmaß ansprechende Meßeinrichtung auszulösen und die Schleifscheibe zwischen Vor- und Feinschleifen mit einem vom Endmaß des vorher geschliffenen Werkstücks abhängigen Zustellbetrag des Diamanten abzurichten, mit einfachen Mitteln und ohne zusätzliche Bedienungsmaßnahmen ein hohes Maß an Arbeitsgenauigkeit und Toleranzgüte gewährleistet. Die Erfindung macht sich die Tatsache zunutze, daß die erforderliche Feinschleifzeit, je nach den Abweichungen des Werkstückdurchmessers und des Schleifscheibenverschleißes am Ende des Grobschleifens von den für die Abziehtiefe des Diamanten zugrundegelegten Beträgen, größere oder kleinere Werte gegenüber einem Sollwert bei Normalverhältnissen annimmt, und löst die Erfindungsaufgabe dadurch, daß der Zustellbetrag des Diamanten in Abhängigkeit von der Abweichung ( 1 t) der Feinschleifzeit (t) des vorher geschliffenen Werkstücks gegenüber einem konstanten Sollwert (to) der Feinschleifzeit verändert wird, d. h., daß bei zu kurzer Feinschleifzeit (t<to) tiefer abgezogen wird und bei zu langer Feinschleifzeit (t>to) weniger tief abgezogen wird. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann auf hochempfindliche Meßeinrichtungen verzichtet werden, da die entsprechenden Abweichungen der Feinschleifzeit in Größenverhältnissen liegen, die auch durch gröbere Meßverfahren leicht zu erfassen und auszuwerten sind, so daß sich letzten Endes größere Genauigkeitsgrade als bei unmittelbarer Messung der Fertigmaße des Werkstücks erzielen lassen.
  • Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im wesentlichen gekennzeichnet durch eine druckmittelbetätigte Zeitmeßeinrichtung mit einem Steuerelement; das mit Beginn des Feinschleifens um eine der Feinschleifzeit entsprechende Strecke aus einer Ausgangsstellung heraus in eine Steuerstellung bewegbar ist, und durch zwei Steuereinrichtungen, von denen die eine bei zu kurzer, die andere bei zu langer Feinschleifzeit durch das Steuerelement beeinflußbar ist, und durch einen von den beiden Steuereinrichtungen nach Beendigung des Feinschleifens in entgegengesetzten Richtungen betätigbaren Verstelltrieb für die Abziehtiefe des Diamanten.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 das Weg-Zeit-Diagramm eines aus Grobschleifen, Abziehen der Schleifscheibe und Feinschleifen zusammengesetzten Schleifvorganges an der Bohrung eines Werkstückes unter Sollverhältnissen, F i g. 2 ein Diagramm ähnlich F i g. 1 mit zu kurzer Feinschleifzeit, .
  • F i g. 3 ein Diagramm ähnlich F i g. 1 mit zu langer Feinschleifzeit, F i g. 4 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • In den Diagrammen nach F i g. 1 bis 3 sind in Richtung der senkrechten Achse in vergrößertem Maßstab die durch den Schleifvorgang abzunehmende Materialstärke an der Bohrung eines Werkstückes und in Richtung der waagerechten Achse die Zeit aufgetragen. Die durch den Punkt O verlaufende waagerechte Achse stellt das Fertigmaß dar, das durch den Schleifvorgang erzielt werden soll. Zu Beginn des Schleifvorganges hat das Werkstück eine Abmessung, die dem Punkt A entspricht. A bis O ist die Dicke der Werkstückschicht, die durch den gesamten Schleifvorgang abgenommen werden soll.
  • Eine Schleifscheibe G ist im Zeitpunkt O bei Punkt A gegen das Werkstück angestellt, wobei eine Schicht H den vorausberechneten Verlust an der i Schleifscheibe beim Grobschleifen und Abziehen darstellt. Beim Grobschleifen wird das Werkstück innerhalb einer bestimmten, stets gleichbleibenden Zeitspanne auf das Maß B abgeschliffen. In Punkt B wird die Schleifscheibe G vom Werkstück zurückgezogen und durch einen Diamanten K während eines Zeitraumes C bis D abgezogen. Hierauf wird die Schleifscheibe G wieder an das Werkstück bei E entsprechend dem Maß B angestellt und ihr dabei durch Biegung der die Schleifscheibe freifliegend tragenden Schleifspindel (nicht dargestellt) eine bestimmte radiale Vorspannung gegen das Werkstück erteilt, unter welcher das Feinschleifen bis zum Punkt F ohne weitere Zustellung der Werkstückspindel erfolgt. Eine (ebenfalls nicht dargestellte) Lehre überwacht in bekannter Weise das Erreichen des gewünschten Fertigmaßes (waagerechte Achse des Diagramms) durch Anschnäbeln an dem von der Schleifspindel abgewandten Bohrungsende des Werkstücks und bricht das Feinschleifen ab.
  • Durch das Anstellen der Schleifscheibe G im Punkt E unter Vorspannung durch Biegung der Schleifspindel ist die Achse der Schleifscheibe zunächst gegenüber der Achse des Werkstückes geneigt. Der Anstellweg der Schleifspindel und damit die Vorspannung der Schleifscheibe sind jedoch so gewählt, daß unter vorausberechneten Verhältnissen die Schleifscheibenachse und die Werkstückachse bei Erreichen des Fertigmaßes parallel zueinander stehen, so daß die feingeschliffene Bohrungsoberfläche des Werkstücks in diesem Zeitpunkt genau zylindrisch ist und der von der Lehre durch Anschnäbeln an das Bohrungsende überwachte Soll-Durchmesser in jedem beliebigen axialen Abstand von diesem Bohrungsende der Gleiche ist. Der hierfür erforderliche Sollwert der Feinschleifzeit ist in F i g. 1 mit to eingezeichnet, und der auf der waagerechten Achse gelegene Punkt F gibt das Fertigmaß der Bohrungsoberfläche in jedem beliebigen Axialabstand vom genannten Bohrungsende an.
  • Wenn nun die Zustellung während des Grobschleifens nicht richtig gewählt ist oder der Verschleiß der Scheibe während dieses Arbeitsganges nicht dem vorausberechneten Maß entspricht, wird der gesamte Schleifverlauf ein anderer, und es werden das gewünschte Fertigmaß und eine genaue zylindrische Endform der Bohrung nicht erreicht.
  • So zeigt F i g. 2 einen Schleifverlauf, bei dem die Zustellung während des Grobschleifens zu stark war und/oder der Verschleiß der Schleifscheibe während dieses Arbeitsganges das vorausberechnete Maß unterschritten hat. Hierdurch wird im Punkt B ein Zwischenmaß für die Werkstückoberfläche erreicht, das dem Fertigmaß (waagerechte Achse) näher liegt als gemäß dem Grobschleifverlauf nach F i g. 1. Von der Schicht H ist hingegen ein kleinerer Teil als vorausberechnet während des Grobschleifens abgenutzt worden. Wenn nun die Scheibe G zwischen den Punkten C und D durch den Diamanten K abgezogen wird, der in bekannter Weise den Schleifscheibendurchmesser stets um einen gleichbleibenden Differenzbetrag unabhängig vom absoluten Durchmesser vermindert, so bleibt, wie aus F i g: 2 ersichtlich, eine (feinschraffiert dargestellte) Schicht auf der Schleifscheibe zurück, durch welche der Durchmesser der Schleifscheibe zu Beginn des Feinschleifens in Punkt E größer als ihr nach F i g. 1 zugedachten Sollwert ist. Da sich jedoch das Zustellmaß der Schleifspindel zu Beginn des Feinschleifens zwecks Erzielung der Schleifscheibenvorspannung nach dem vorausberechneten Soll-Durchmesser der Schleifscheibe richtet, wird die Schleifscheibenvorspannung zu groß, das Feinschleifen erfolgt mit zu starkem Anpreßdruck, und es werden das Endmaß der Bohrung am Bohrungsende, an dem die Lehre ansetzt, bereits nach einer Zeit t<t, erreicht und das Feinschleifen unterbrochen. In diesem Zeitpunkt hat die Achse der Schleifscheibe jedoch noch nicht ihre Parallelstellung zur Werkstückachse erreicht, und die Werkstückbohrung hat als Folge hiervon eine leicht konische Form derart, daß der Bohrungsdurchmesser nur an dem Bohrungsende, an dem die Lehre ansetzt, das gewünschte Endmaß aufweist, im axialen Abstand hierzu aber das gewünschte Endmaß zunehmend überschritten ist, wie durch den in F i g. 2 unterhalb der waagerechten Achse liegenden Punkt F angedeutet ist.
  • F i g. 3 zeigt das Gegenteil, d. h. einen Schleifvorgang, bei dem die Zustellung während des Grobschleifens zu gering war und/oder der Verschleiß der Scheibe während dieses Arbeitsganges das vorausberechnete Maß überschritten hat. Hierdurch ist im Punkt B das Zwischenmaß für die Werkstückoberfläche zu groß, und es ist von der Schicht H zu wenig verblieben. Der Diamant K verkleinert anschließend während des Abziehvorganges zwischen den Punkten C und D die Schleifscheibe auf einen Durchmesser, der unter dem Soll-Durchmesser für den Beginn des Feinschleifens im Punkt E liegt. Als Folge hiervon hat .die Vorspannung der Schleifscheibe im Punkt E einen zu geringen Wert, und der Feinschleifvorgang beansprucht eine längere Zeitdauer als vorausberechnet (toto). Wenn schließlich die Lehre am Bohrungsende das gewünschte Fertigmaß feststellt und das Feinschleifen unterbricht, hat die Schleifscheibenachse auf Grund der bekannten Maßnahme, die Schleifspindelachse maschinenseitig im Winkel zur Werkstückachse anzuordnen, ihre Parallelstellung zur Werkstückachse bereits überschritten, und die Werkstückböhrung hat am Ende des Feinschleifens eine solche konische Form, daß der gewünschte Enddurchmesser der Bohrung im Axialabstand zum Bohrungsende, an dem die Lehre ansetzt, nirgends erreicht ist, wie durch die Lage des Punktes F oberhalb der waagerechten Achse in F i g. 3 angedeutet ist.
  • Die vom Sollwert abweichende Zustellung während des Grobschleifens oder der vom vorausberechneten Maß abweichende Verschleiß der Schleifscheibe während dieses Arbeitsganges wird bei mehreren aufeinanderfolgenden Schleifvorgängen zumeist in derselben Richtung liegen und zu einem fortschreitenden Abweichen des Fertigmaßes vom Sollwert führen. Um einem solchen Bestreben zu begegnen, wird gemäß der Erfindung die vom Sollwert abweichende Feinschleifzeit t zur Steuerung der Abziehtiefe des Diamanten K beim Schleifen des nächsten Werkstückes herangezogen. Eine hierzu geeignete Vorrichtung setzt sich gemäß der Darstellung in F i g. 4 aus einem hydraulisch oder pneumatisch betätigten Zeitmeßeinrichtung, zwei von dieser betätigbaren Steuereinrichtungen und einer von den beiden Steuereinrichtungen nach Beendigung des Feinschleifens in entgegengesetzten Richtungen betätigbaren Verstelleinrichtung für die Abziehtiefe des Diamanten zusammen.
  • Bei der im unteren Teil der F i g. 4 dargestellten Zeitmeßeinrichtung bezeichnet 10 ein Ventil in einer Zufuhrleitung 11 für ein Druckmittel, wie Luft oder Hydrauliköl, dem ein Riegelventil 110 zur Regelung der Durchflußmenge des Druckmittels durch die Leitung 11 nachgeschaltet ist. Die Leitung 11 führt das Druckmittel der Unterseite eines doppelt wirkenden Kolbens 12 zu, der in einem Zylinder 18 verschieblich gelagert ist. Eine am Kolben 12 ansetzende Kolbenstange 16 ragt am oberen Ende aus dem Zylinder 18 heraus und trägt an ihrem freien Ende einen zylindrischen Nocken 13 mit einer unteren konischen Anlauffläche 14 und einer oberen konischen Ablauffläche 15, die in eine Stirnfläche 17 übergeht. Für die Rückführung des Kolbens in seine Ausgangsstellung ist eine Leitung 19 vorgesehen, durch welche Druckmittel der Oberseite des Kolbens 12 zugeführt werden kann.
  • Die im oberen Teil der F i g. 4 dargestellte Einrichtung zur Verstellung der Abziehtiefe des Diamanten weist eine Zahnscheibe 20 auf, die auf einer Stehwelle 21 begrenzt drehbar gelagert ist. Durch Drehen der Stellwelle 21 ist in bekannter Weise der Diamant zustellbar, also seine Abziehtiefe verstellbar. Im Nabenteil der Scheibe 20 befindet sich eine Keilnut 22, die etwas breiter ist als ein in der Welle eingesetzter Keil 23, so daß eine Relativdrehung zwischen Scheibe und Welle in geringen Grenzen ermöglicht wird.
  • Zum Verdrehen der Zahnscheibe 20 dienen zwei an gegenüberliegenden Seiten tangential zur Scheibe angeordnete Druckstangen 24a und 24b, an deren oberen Enden Sperrklinken 25a und 25b befestigt sind, die von Blattfedern 217 a bzw. 217 b gegen je einen an der Druckstange angeordneten Anschlagstift 26 a bzw. 26 b gedrückt werden: Das untere Ende jeder Druckstange tragt einen Kolben 27 a bzw: 27 b, der unter Einwirkung eines Druckmittels, wie Luft oder Hydrauliköl, in einem Zylinder 28 a bzw. 28 b verschieblich ist und dessen Verschiebeweg durch Anschlagschrauben 29a bzw. 29b begrenzt wird. Zur Rückführung der Kolben 27a, 27b dienen in den Zylindern 28 a, 28 b oberhalb der Kolben angeordnete Druckfedern 216 a, 216 b.
  • Das Druckmittel wird den Unterseiten dieser Kolben durch Rohrleitungen 210 a bzw. 210 b zugeführt, die durch die Steuerungseinrichtungen bildende Ventile211a bzw. 211b normalerweise geschlossen sind. Zum Öffnen der Ventile 211a, 211b dienen Betätigungsstangen 212a bzw. 212b mit Druckrollen 213a bzw. 213b, zweckmäßig in Form von Kugellagern. Gegen bundförmige Verdickungen an den Betätigungsstangen 212a, 212b wirkende Druckfedern 214 a bzw. 214 b sind bestrebt, die Ventile 211 a, 211 b in Schließstellung zu halten. Die Druckrollen 213 a und 213 b sind so angeordnet, daß sie in Schließstellung der Ventile 211 a, 211 b in die Bewegungsbahn des Nockens 13 ragen.
  • Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Wenn das Feinschleifen beginnt, wird das Ventil 10 auf irgendeine bekannte Weise, z. B. mittels einer nicht dargestellten Steuerscheibe, geöffnet, und der Kolben 12 wird unter der Einwirkung des Druckmittels mit konstanter Geschwindigkeit, nach oben bewegt, bis die Lehre das Fertigmaß feststellt und das Feinschleifen beendet. In diesem Zeitpunkt wird das Ventil 10 wieder geschlossen. Während seiner Aufwärtsbewegung gelangt der Nocken 13 in den Bereich der Druckrolle 213 a und drückt diese nach rechts, wodurch das Ventil 211 a geöffnet wird. Ein dem Ventil 211 a vorgeschaltetes Ventil ist jedoch noch geschlossen und verhindert die Zufuhr des Druckmittels zum Kolben 27 a.
  • Je nach der Feinschleifzeit kann der Nocken 13 in drei verschiedenen Stellungen stehenbleiben, nämlich: a) entweder mittig vor der Druckrolle 213a, so daß das Ventil 211a geöffnet bleibt, b) oder zwischen den Rollen 213 a und 213 b, wobei keines der Ventile 211a oder 211b geöffnet ist, c) oder mittig vor der Rolle 213 b, so daß diese nach links gedrückt ist und das Ventil 2116 geöffnet ist.
  • In der Stellung a) ist die Feinschleifzeit zu gering gewesen, und die Schleifscheibe muß tiefer abgezogen werden; in der Stellung b) war die Feinschleifzeit richtig, und eine Veränderung der Abziehtiefe des Diamanten ist nicht erforderlich, und in der Stellung c) ist die Schleifscheibe zu tief abgezogen worden und muß beim nächsten Mal weniger tief abgezogen werden.
  • Wenn das Feinschleifen beendet ist und der Nocken 13 seine Endstellung oder Steuerstellung erreicht hat, wird, noch bevor er wieder zurückgeht, für einen Augenblick Druckmittel in die Rohrleitungen 210 a und 210 b eingelassen, wobei sich, wenn eines der Ventile 211a oder 211b geöffnet ist, der zugehörige Kolben 27 a bzw. 27 b nach oben bewegt, und zwar so weit, wie es die Anschlagschraube 29 a bzw. 29 b zuläßt. Hierbei kommt die entsprechende Sperrklinke 25 a bzw. 25 b mit der Verzahnung der Scheibe 20 in Eingriff und verdreht diese, wodurch die Abziehtiefe des Diamanten verstellt wird.
  • Das Drehspiel zwischen den Endflächen der Keilnut 22 und dem Keil 23 ist so bemessen, daß nach einer Drehrichtungsumkehr der Zahnscheibe 20 drei Bewegungsimpulse durch die Druckstangen 24a, 24b in derselben Richtung erforderlich sind, bevor die Stehwelle 21 über den Keil 23 mitgenommen wird. Wenn der Nocken 13 z. B. dreimal nacheinander mittig vor der Druckrolle 213a stehengeblieben ist, wird die Stellwelle 21 um einen Winkel entsprechend dem Hub der Druckstange 24a verstellt, wodurch der Diamant um einige tausendstel Millimeter nach vorn geschoben wird. Falls der Nocken 13 noch ein weiteres Mal dieselbe Stellung einnehmen sollte, wird der Diamant wiederum etwas vorgeschoben, bis der Nocken 13 beim Feinschleifen des nächsten Werkstückes die Neutralstellung zwischen den Druckrollen 213 a und 213 b einnimmt. Dieselbe Wirkungsweise ist gegeben, wenn der Nocken 13 vor der Druckrolle 213 b zu stehen kommt, nur daß dann die Zahnscheibe 20 entgegengesetzt gedreht wird und damit der Diamant um einige tausendstel Millimeter zurückgeschoben wird. Wenn der Abstand der Druckrolle 213 a, 213 b nur wenig größer als die Länge des Nockens 13 gewählt wird, lassen sich die Werkstücke in sehr engen Toleranzgrenzen bearbeiten.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten an Innenrundschleifmaschinen, auf denen die Werkstücke in einer Aufspannung mit einem konstanten Zustellbetrag vorgeschliffen und anschließend feingeschliffen werden und bei denen durch eine auf das Sollmaß ansprechende Meßeinrichtung ihr selbsttätiges Abschalten ausgelöst wird, wobei die Schleifscheibe zwischen Vor- und Feinschleifen mit einem vom Endmaß des vorher geschliffenen Werkstücks abhängigen Zustellbetrag des Diamanten abgerichtet wird und die Feinschleifzustellung bis zum Sollmaß ausschließlich durch radiale elastische Schleifspindelvorspannung erfolgt, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß der Zustellbetrag des Diamanten in Abhängigkeit von der Abweichung (d t) der Feinschleifzeit (t) des vorher geschliffenen Werkstücks gegenüber einem konstanten Sollwert (to) der Feinschleifzeit verändert wird, d. h., daß bei zu kurzer Feinschleifzeit (t<to) tiefer abgezogen und bei zu langer Femschleifzeit (t>to) weniger tief abgezogen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine druckmittelbetätigte Zeitmeßeinrichtung (10, 12, 16, 18) mit einem Steuerelement (13), das mit Beginn des Feinschleifens um eine der Feinschleifzeit entsprechende Strecke aus einer Ausgangsstellung heraus in eine Steuerstellung bewegbar ist, durch Steuereinrichtungen (213a, 213 b, 211 a, 211 b), von denen die eine bei zu kurzer, die andere bei zu langer Feinschleifzeit durch das Steuerelement (13) beeinflußbar ist, und durch einen von den beiden Steuereinrichtungen nach Beendigung des Feinschleifens in entgegengesetzten Richtungen betätigbaren Verstelltrieb (27 a, 27 b, 24 a, 24 b, 25 a, 25 b, 20) für die Abziehtiefe des Diamanten.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstelltrieb für die Abziehtiefe des Diamanten eine auf einer Stellwelle (21) angeordnete Zahnscheibe (20) aufweist, die mittels zweier, ihr gegenüberliegender, nach Maßgabe von Anschlägen (29 a, 29 b) axial verschieblicher, druckmittelbeaufschlagter Druckstangen 24 a, 24 b) mit je einer Sperrklinke (25 a, 25 b) verdrehbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnscheibe (20) in geringen Grenzen frei drehbar auf der Stellwelle (21) angeordnet ist, derart, daß erst nach einer vorbestimmten Anzahl von gleichgerichteten Bewegungen der Druckstangen (24 a, 24 b) die Stellwelle in der einen oder anderen Richtung gedreht wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtungen für die Druckstangen aus die Druckmittelzufuhr nach Beendigung des Feinschleifens beherrschenden Ventilen (211 a, 211 b) und die Ventile öffnenden Druckrollen (213 a, 213 b) bestehen, welche vom Steuerelement (13) der Zeitmeßeinrichtung angelaufen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 485 404, 588 627, 1072 505; französische Patentschrift Nr. 669 887 mit Zusatzpatentschrift Nr. 43 664; USA.-Patentschriften Nr. 2 459 641, 2 648171.
DEA29745A 1957-06-24 1958-06-21 Verfahren zum Steuern der Abziehtiefe des Diamanten an Innenrundschleifmaschinen Pending DE1178735B (de)

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