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DE1178481B - Oberflaechenschutz fuer Halbleiterkoerper - Google Patents

Oberflaechenschutz fuer Halbleiterkoerper

Info

Publication number
DE1178481B
DE1178481B DEC22516A DEC0022516A DE1178481B DE 1178481 B DE1178481 B DE 1178481B DE C22516 A DEC22516 A DE C22516A DE C0022516 A DEC0022516 A DE C0022516A DE 1178481 B DE1178481 B DE 1178481B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
surface protection
air
semiconductor bodies
layer
coating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC22516A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Zoellner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FA C CONRADTY
Original Assignee
FA C CONRADTY
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FA C CONRADTY filed Critical FA C CONRADTY
Priority to DEC22516A priority Critical patent/DE1178481B/de
Publication of DE1178481B publication Critical patent/DE1178481B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C7/00Non-adjustable resistors formed as one or more layers or coatings; Non-adjustable resistors made from powdered conducting material or powdered semi-conducting material with or without insulating material
    • H01C7/10Non-adjustable resistors formed as one or more layers or coatings; Non-adjustable resistors made from powdered conducting material or powdered semi-conducting material with or without insulating material voltage responsive, i.e. varistors
    • H01C7/105Varistor cores
    • H01C7/118Carbide, e.g. SiC type
    • H10W74/131

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description

  • Oberflächenschutz für Halbleiterkörper Elektrische Widerstände und Halbleiterkörper sowie andere elektrisch leitende Bauteile für Elektronik und Radiotechnik werden zum Schutz vor atmosphärischen Einflüssen mit Lacken, Kunstharzen oder keramischen Stoffen überzogen. Diese überzöge sollen die elektrischen Bauteile vor Feuchtigkeit und langsamen Reaktionen der Luftbestandteile mit den Stoffen der leitenden Körper schützen und auch die Ausbildung von Oberflächenströmen, besonders bei hohen Spannungen, verhindern. Neben völliger Undurchdringbarkeit muß auch eine ausreichende Kriechstromfestigkeit und Durchschlagfestigkeit des Isolierstoffes vorhanden sein. Für einen betriebstechnisch brauchbaren und wirtschaftlich herzustellenden überzog kommt noch die Forderung nach schneller Verarbeitungsmöglichkeit bei niedriger Temperatur und Eignung für den Betrieb bei höheren Wärmebeanspruchungen hinzu. Für viele Zwecke, besonders der Halbleitertechnik, können keine hohen Temperaturen ohne nachteilige Beeinflussung der elektrischen Eigenschaften angewandt werden, so daß Flammspritzen, Wirbelsintern, Einbrennlacke und wärmehärtbare Kunstharze bereits aus technischen Gründen ausscheiden, ganz abgesehen von wirtschaftlichen überlegungen. Für die gebräuchlichsten Anwendungen genügen Lötübergänge zwischen Zuleitungsdraht und elektrischem Bauteil, die Temperaturen bis 150° C standhalten. Daher sind höhere Temperaturen für die Lackierung in diesen Fällen bereits ausgeschlossen. Außer der störend langen Trocknungszeit tritt bei langsam trocknenden ebenso wie bei schnell trocknenden Lacken der Nachteil auf, da13 sie gerade Bauteile mit rauher Oberfläche, wie Varistoren auf der Basis von Siliciumcarbid, nur mangelhaft überziehen, wenn ausgesprochene Tropenfestigkeit verlangt wird.
  • Es ist bekannt (Deutsches Patent 9,69 413), Oberflächenungleichmäßigkeiten durch Aufbringen von zwei oder mehreren Schichten des gleichen Lackes zu beseitigen. Die spitzen, vorstehenden Kanten und die glatten Kristallstellflächen von Siliciumcarbidkörnern, die aus der Oberfläche herausstehen, lassen sich mit Lacken oder Kunststofflösungen jedoch nur schlecht bedecken. Betrachtungen im Stereomikroskop. zeigten, daß sich diese Lacke vornehmlich in den tieferen Stellen der Oberfläche angesammelt hatten, während die vorstehenden Siliciumcarbidkristalle und -kristallite mit ihren spiegelglatten Flächen nicht oder nur ungenügend überzogen und somit nicht oder nicht ausreichend geschützt waren, da die aufgebrachten Lacke nicht genügend Haftkraft hatten, diese Kanten und Flächen zu bedecken, noch die erforderliche Elastizität besaßen, diese Unebenheiten zu überspannen. Um diesen Ansprüchen zu genügen, verwendet man ZWeikomponentenlacke mit Haftuntergründen, die aber wiederum deren Nachteil besitzen, daß nach dem Aufbringen auf die elektrischen Körper diese einer mindest einmaligen Ofenbehandlung unterworfen werden müssen. Auch überzöge mit erhitzten Kunststofftauchmassen erfordern erhöhte Temperaturen und bringen den Nachteil mit sich, daß sie stets bei den Temperaturen verarbeitet werden müssen, denen sie später maximal standhalten können.
  • Von diesen Beobachtungen aus gingen die Versuche durch Kombination handelsüblicher anorganischer und organischer Stoffe in verschiedensten Dispersions- und Lös;ungszuständen, auf elektrisch leitenden Körpern mit rauher Oberfläche einen isolierenden, temperaturbeständigen, hammfesten und lufttrocknenden überzog im zweifachen Tauchverfahren aufzutragen, der im Aussehen und in den elektrischen sowie mechanischen Eigenschaften Kunststoffüberzügen, die durch Wirbelsintern, Flamrnmspritzen hergestellt sind, sowie Einbrenn lacken gleichkommt und selbst bei rauhester Oberßäche des elektrischen Beutedes einen vollständigen Oberflächenschutz gewährleistet. Diese Forderungen konnten nicht durch mehrmaliges Tauchen in die gleiche Lackfarbe bzw. Kunststoffsuspension und esschließende Lufttrocknung erfüllt werden. Hier traten bei wirtschaftlich noch tragbaren Tauchwiederholungen immer noch die Unebenheiten der Oberfläche reit den SK-Kristallen zutage.
  • Die erfindungsgemäßen Überlegungen führten zu einem Oberflächenschutz für Halbleiterkörper mit rauben Oberflächen, wie z. B. Varistoren, vornehmlich aus SiC, , der dadurch gekennzeichnet ist, daß er aus einer luftgetrockneten, temperaturbeständigen, in Form eines heterodispersoiden Systems aufgebrachten Schicht, vornehmlich aus beispielsweise Pb304 oder A1,03 (also anorganischen Pigmenten) einerseits und einer luftgetrockneten Deckschicht aus natürlichen und/oder synthetischen Polymeren andererseits besteht.
  • Die Poren und Vertiefungen an der Oberfläche werden durch den ersten Überzug gefüllt. Das kann beispielsweise mit einer Lackfarbe oder Kunststoffdispersion von nicht zu geringer Viskosität geschehen. Dabei verwendet man günstigerweise Überzugsstoffe von geringer Kettenlänge, jedoch möglichst hohem Molekulargewicht. Die geringe Kettenlänge begünstigt bei großem Molekulargewicht ein Ansammeln in den Porenvertiefungen. Diesen Effekt unterstützt man zweckmäßigerweise durch die Verwendung eines heterodispersoiden Systems als Grundlack; disperser Anteil und Dispersionsmittel sind also chemisch verschieden. Die flüssige Grundsubstanz des Dispersions- bzw. des Lösungsmittels wird derart gewählt, daß sie bei großer Oberflächenausbreitung des Lackes leicht verdunstet. Es tritt dann die Ausfällung des dispergierten oder gelösten Stoffes ein. Nach der Lufttrocknung wird die so vorbehandelte Oberfläche mit einem organischen, polymeren Stoff, der in Dispersion oder, wenn möglich, in Lösung vorliegt, überzogen. Dabei wird als Lösungs- oder Dispersionsmittel eine schnell verdunstende Flüssigkeit bevorzugt. Für diesen Überzug verwendet man, allein oder im Gemisch, Lösungen oder Dispersionen von Polymeren, die nach dem Entfernen des Lösungsmittels gutes elastisches Verhalten zeigen, so daß die noch aus der bereits ausgeglichenen Oberfläche (der erste Überzug hat die Vertiefungen und Poren weitgehend ausgefüllt) vorstehenden SiC-Kristalle überspannt werden. Hierfür hat sich beispielsweise Chlorkautschuk als geeignet erwiesen. Dieses Naturkautschukderivat zeigte auch eine für den Betrieb - speziell der beschriebenen Varistoren - ausreichende Temperaturbeständigkeit. Im Gegensatz zum deutschen Patent 969 413 befindet sich in der zweiten Deckschicht kein Füllmaterial.
  • Ein ausgeglichener Untergrund als Vorbedingung für eine dichte Deckschicht konnte durch die Anwendung von Stoffen mit größerem Molekulargewicht bei kleinerem Molekülvolumen erzielt werden. Hier boten sich zahlreiche anorganische, hochtemperaturbeständige Verbindungen an. Durch Grundierung mit einem anorganischen, nicht elektrisch leitenden Piment, wie beispielsweise Pb303 oder A1_,0- das in einem schnell verdunstenden oder trocknenden Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch dispergiert war, konnte ein deckender Haftgrund erzeugt werden, der weitgehend alle Oberfl<ichenvz-rtiefungen ausfüllte, und der nach dem Lufttrccl:nen in kurzer Zeit durch Auftragen einer lufttrocknenden, temperaturbeständigen Kunststoffdispersion oder -Lösung einen Doppelschichtüberzug erzielen ließ, der selbst auf einem äußerst rauhen Körper, wie sie Varistorscheiben aus SiC darstellen, fest und ausgesprochen Luft- und wasserdicht aufliegt. Dabei zeigten die Versuche, daß die erfindungsgemäßen Schutzisolierungen eine besonders große Elastizität aufweisen, wenn beispielsweise eine Chlorkautschukdispersion oder -lösung verwendet wird, um den zweiten Überzug aufzutragen. Der Überzug unterscheidet sich somit von der Kunststoffummantelung nach der deutschen Auslegeschrift 1018 490, die aus verschiedenen Lack- oder Kunststoffschichten mit oder ohne Pigment besteht und somit beide als Aufbauprinzip einen oder mehrere Lacke haben oder beide aus Kunststoffschichten gebildet werden. Im Gegensatz dazu wird im vorliegenden Falle die eine Schicht erfindungsgemäß aus einem Stoff geringen Molekularvolumens und relativ hohen Molekulargewichts aufgebaut, der dispergiert auf die rohe Oberfläche aufgebracht wird, wobei danach das Dispersionsmittel verdunstet oder verdampft. Lacke enthalten dagegen Lackrohstoffe, Lösungsmittel und möglicherweise Zuschlagstoffe, wie Farbpigmente und Trockenmittel. Als Lackrohstoffe dienen Naturharze (Schellack, Kolophonium usw.), Celluloseester und -äther und Kunstharze (Phenolharze, Harnstoffe; Melaminharze, Polyurethane, Polyamine, PVC, Cumaronharze usw.). Diese Stoffe besitzen zwar ein großes Molekulargewicht, jedoch ebenfalls ein großes Molekularvolumen.
  • Es ist bekannt, daß bei thermoplastischen Isolierstoffen der spezifische Widerstand temperaturabhängig ist, und zwar unter Umständen mit Werten, die bereits bei Temperaturen über 100° C zu berücksichtigen sind, während bei Wahl geeigneter anorganischer Stoffe für den Überzug auf niedermolekularen Verbindungen mit hohem Molekulargewicht (beispielsweise Zr0,, Ti0,) die Erniedrigung des Widerstandes merklich erst bei viel höheren Temperaturen auftritt. Außerdem bleibt bei einer Zerstörung der überzugsschicht aus organischem Material noch immer die untere Schicht aus anorganischem, temperaturbeständigem Material für den Bauteilschutz erhalten, so daß selbst nach einer ungewöhnlichen Überbelastung des elektrischen Bauteilschutzes noch ein gewisser Isolier- und Oberflächenschutz aufrechterhalten wird.
  • Der Überzug gemäß vorliegender, auf systematischen Versuchsreihen beruhender Erfindung bietet somit sowohl wirtschaftlichste Herstellungsmöglichkeit als auch selbst bei ungünstigsten Oberflächenbeschaffenheiten einen sicheren Schutz solcher elektrischer Bauteile gegen Feuchtigkeit und sonstige Atmosphärilien.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Oberflächenschutz für Halbleiterkörper mit rauhen Oberflächen, wie z. B. Varistoren, vornehmlich aus SiC, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer luftgetrockneten, temperaturbeständigen, in Form eines heterodispersoiden Systems aufgebrachten Schicht, vornehmlich aus beispielsweise Pb 304 oder A1.,0.3 (also anorganischen Pigmenten) einerseits und einer luftgetrockneten Deckschicht aus natürlichen und/oder synthetischen Polymeren andererseits besteht.
  2. 2. Oberflächenschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht aus einem organischen Polymeren besteht.
  3. 3. Oberflächenschutz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundschicht aus einem anorganischen Substanzengemisch besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 969 413; deutsche Auslegeschrift Nr. 1018 490.
DEC22516A 1960-10-14 1960-10-14 Oberflaechenschutz fuer Halbleiterkoerper Pending DE1178481B (de)

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DE1178481B true DE1178481B (de) 1964-09-24

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018490B (de) * 1953-02-25 1957-10-31 Robert Hanning Mehrschichtige Kunststoffummantelung fuer elektrische Spulen oder Wicklungen
DE969413C (de) * 1953-09-19 1958-05-29 Siemens Ag Elektrisches Schaltelement mit elektrisch isolierendem Lackueberzug

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018490B (de) * 1953-02-25 1957-10-31 Robert Hanning Mehrschichtige Kunststoffummantelung fuer elektrische Spulen oder Wicklungen
DE969413C (de) * 1953-09-19 1958-05-29 Siemens Ag Elektrisches Schaltelement mit elektrisch isolierendem Lackueberzug

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