-
Miniaturbaugruppe, die aus einem Grundplättchen und durch Steigleitungen
miteinander verbundenen elektrischen Bauelementen besteht Die Erfindung betrifft
Miniaturbaugruppen, die aus einem Grundplättchen und einem oder mehreren, durch
Steigleitungen miteinander mechanisch und/ oder elektrisch verbundenen elektrischen
Bauelementen besteht. Sie befaßt sich insbesondere mit dem Einbau von Bauelementen
oder Funktionseinheiten, die mehr als zwei, insbesondere mehr als zwölf, Anschlüsse
aufweisen, in derartige Miniaturbaugruppen.
-
Die Bauelemente bei derartigen bekannten Miniaturbaugruppen sind auf
Trägerplatten aus Glas, Keramik, Kunststoff, Papier oder ähnlichem Isoliermaterial
fest aufgetragen, wobei mitunter das Trägerplättchen selbst als Teil des Bauelementes
dient, wie dies z. B. bei Kondensatoren der Fall ist. Die Kontaktierung dieser Bauelemente
mit den Steigleitungen erfolgt z. B. durch Löten, Schweißen oder Kleben an Anschlußstellen,
die am Trägerplättchen angebracht sind. Es handelt sich also bei den bisher bekannten
Miniaturbaugruppen immer darum, daß auf standartisierte Trägerplättchen aufgetragene
einzelne Bauelemente oder ganze Funktionseinheiten (auf Trägerplättchen aus Halbleitermaterial)
in der Miniaturbaugruppe untergebracht werden und mechanisch und elektrisch miteinander
verschaltet werden. Für -diese Verschaltung der Bauelemente stehen bei den .bekannten
Miniaturbaugruppen in der Regel zwölf Steigleitungen zur Verfügung.
-
Es besteht nun aber der Wunsch, in den bekannten Miniaturbaugruppen
Ringkerne, andere Bauelemente oder Funktionseinheiten, z. B. Halbleiter-Schaltkreise,
mit mehreren, z. B. mehr als zwölf Anschlüssen unterzubringen. Unter Ringkernen
mit mehreren Anschlüssen sollen Spulen verstanden werden, die auf .einen Ringkern
aufgewickelt sind und, da es sich um mehrere solcher Wicklungen handelt, auch mehrere
Anschlußdrähte (z. B. mehr als zwölf) aufweisen. Um nicht gezwungen zu sein, derartige
Bauelemente neben den Miniaturbaugruppen auf die Isolierstoffplatten, die die Miniaturbaugruppen
tragen, .einzubauen, ist es erforderlich, die Miniaturbaugruppen so umzugestalten,
daß ohne wesentlichen Raumverlust die Ringkerne eingebaut werden können. Aufgabe
der vorliegenden Erfindung war es, diese Probleme zu lösen.
-
Die diese Aufgabe lösende Miniaturbaugruppe besteht aus einem Grundplättchen
und mehreren durch Steigleitungen miteinander mechanisch und/oder elektrisch verbundenen
Bauelementen und ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß im Grundplättchen
neben mehreren Steigleitungen noch mehrere Anschlußstifte, die aus der Grundplättchenebene
etwa um die Höhe von einzubauenden, mehr als zwei Anschlußdrähte aufweisenden elektrischen
Bauelementen herausragen, fest oder lösbar verankert sind. Vorteilhafterweise ragen
Steigleitungen sowie Anschlußstifte auf der der Miniaturbaugruppe abgewandten Seite
heraus und dienen dort als Kontaktstifte für den Einbau der Miniaturbaugruppe in
eine Halte- oder Venschaltungsplatte. Die elektrischen Bauelemente mit mehr als
zwei, z. B. zwölf Anschlüssen, wie Ringkerne oder Halbleiterschaltkreise, sind an
die Kontaktstifte angeschlossen. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Steigleitungen
lediglich für die Verschaltung der anderen elektrischen Bauelemente in der Miniaturbaugruppe
dienen können. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Grundplättchens der Miniaturbaugruppe
gestattet es, daß Bauelemente mit drahtförmigen Anschlüssen nur durch die Anschlußdrähte
selbst gehalten werden. Es erübrigen sich hierfür Trägerplättchen.
-
Um Raum einzusparen, ist es von Vorteil, im Grundplättchen eine Öffnung
vorzusehen, die so bemessen ist, daß ein elektrisches Bauelement der geschilderten
Art eingelassen und gegebenenfalls luftdicht verschlossen werden kann. Eine Miniaturbaugruppe
nach der Erfindung kann auch in der Weise weitergebildet werden, daß das Grundplättchen
selbst aus Halbleitermaterial besteht. und eine Funktionseinheit ,darstellt, die
mit Kontaktstiften versehen ist.
-
Die Miniaturbaugruppe kann mit Gießharz vergossen werden und hat dann
z. B. die gleiche Grundfläche wie Baugruppen mit zwölf Steigleitungen, die keine
weiteren Kontaktstifte aufweisen. Es kann auch
die ganze Miniaturbaugruppe
oder es können Teile davon, z. B. auf einem Halbleiterträgerplättchen aufgebrachte
Funktionseinheiten, mit einer Schutzhaube versehen werden, die zur Schirmung und/oder
Evakuierung oder Schutzgasfüllung dient. An einem durch die Figuren dargestellten
Beispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.
-
F i g. 1 zeigt ein Grundplättchen nach der Erfindung in Draufsicht;
F i g. 2 zeigt das Grundplättchen nach F i g. 1 in perspektivischer Sicht; F i g.
3 zeigt eine Seitenansicht eines Teiles der Miniaturbaugruppe mit dem Grundplättchen
nach der Erfindung.
-
Das Grundplättehen 26 in F i g. 1 besitzt an einer Ecke eine Kennzeichnungskerbe
27 und besteht z. B. aus Glas, Keramik, Kunststoff, Papier oder ähnlichem Isoliermaterial
oder aus Halbleitermaterial, wenn das Grundplättchen selbstTeil einer Funktionseinheit
ist. Von der Kennzeichnungskerbe 27 sind die Steigleitungen fortlaufend im Uhrzeigersinn
numeriert mit den Zahlen 1 bis 12. Jeweils drei dieser Steigleitungen
liegen im ,mittleren Bereich der Seiten des Grundplättchens. An den vier Ecken des
Grundplättchens sind Anschlußstifte 13 bis 16 angebracht. Die An:schlußstifte 17
bis 20 befinden sich an den vier Ecken des mittleren Quadrates im Grundplättchen.
Es kann nun eine Ausnehmung so ausgebildet werden, daß sie gerade zwischen die vier
Anschlußstifte 17 bis 20 paßt. Sollen mehr Anschlußstifte angebracht werden, so
werden diese zwischen die Anschlußstifte 17 bis 20 angeordnet und ergeben die Anschlußstifte
21 bis 24. Die an diesem Beispiel gezeigte Ausnehmung 25 liegt zwischen den Anschlußstiften
17 bis 24.
-
In F i g. 2 ist .das Grundplättchen nach F i g. 1 perspektivisch gezeigt.
Gleiche Teile haben hierbei gleiche Bezugszeichen. Die Steigleitungen 7, 8, 9, 10,
11 und 12 sind verkürzt gezeichnet, um erkennen zu lassen, in welcher
Weise die Anschlußstifte im inneren Viereck angeordnet sind. Am unteren Teil des
Grundplättchens sind die als Kontaktstifte dienenden Verlängerungen der Steigleitungen
und Anschlußstifte zu sehen. Zu ihrer Unterscheidung gegenüber den in Richtung der
Miniaturgruppe verlaufenden Steigleitungen und Anschlußstiften sind diese Kontaktstifte
mit den gleichen Ziffern, jedoch mit einem Strich als Zusatz bezeichnet, also
1' bis 24', wobei nur die Kontaktstifte 7' .bis 13' und 15', 16' zu
sehen sind.
-
F i g. 3 zeigt einen Teil einer Miniaturbaugruppe mit einem Grundplättehen
nach der Erfindung. Die Kontaktstifte unterhalb des Grundplättchens stecken in einer
Halte- oder Verschaltungsplatte 38. Auch bei dieser Figur sind gleiche Teile mit
gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Im Bereich der aus der Grundplatte 26 herausragenden
Anschlußstifte 13 bis 24 ist ein Ringkern 28 gezeigt, dessen vier Anschlußdrähte
29, 30, 31 und 32 mit Anschlußstiften 15, 16, 20 bzw. mit Steigleitungen, im vorliegenden
Falle mit der Steigleitung 8, kontaktiert ist. über dem Bereich der Anschlußstifte
ist ein übliches Miniaturbaugruppen-Trägerplättchen 33 mit den Anschlußstellen 34,
35 und 36 gezeigt, welches ein Bauelement 37 trägt. Der Ringkern 28 kann, um Raum
einzusparen, auch in die Öffnung 25 versenkt werden. Die Anschlußstifte brauchen
in diesm Fall nur so weit aus der Grundplättchenebene herausragen, daß die Herstellung
eines einwandfreien elektrischen und mechanischen Kontaktes gewährleistet ist.
-
Der Vorteil der Erfindung besteht unter anderem darin, .daß auch Bauelemente
mit einer großen Zahl von Anschlußdrähten in Miniaturbaugruppen eilige-
baut
werden können, die mit den anderen Bauelementen der Miniaturbaugruppe oder mit anderen
Miniaturbaugruppen verschaltet werden können. In beiden Fällen tritt eine Verringerung
des benötigten Raumes ein. Da Miniaturbaugruppen nach der Erfindung sehr viele Kontaktstifte
auf geringem Raum aufweisen, empfiehlt es sich hierbei, die einzelnen Miniaturbaugruppen
auf einer Halte- oder Verschaltungsplatte aufzubringen, bei der die Leitungsbahnen
nach Art der gedruckten Schaltung in mehreren Ebenen verlaufen (sogenannte geschichtete
gedruckte Schaltung) und die Kontaktstellen gegebenenfalls in bestimmten Abständen
(Rastermaß) voneinander angeordnet sind. Die Kantenlänge der Miniaturbaugruppe nach
der Erfindung beträgt beispielsweise 9 mm, wobei zwischen den einzelnen Anschlußstilten
bzw. Steigleitungen ein Mittelpunktabstand von 1,9 mm besteht, wodurch ausreichende
Isolationsabstände gewährleistet sind.