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Verfahren zur Auswahl von Amplituden und Anordnung zum Messen des
Abstandes durch Reflexion von Schallwellen, insbesondere zur akustischen Höhenmessung
Die Erfindung geht in erster Linie aus von einem Verfahren zum Auswählen von Amplituden,
das ein Ausscheidung unter zwei Wechselspannungssignalen gleicher Frequenz und mit
verschiedenen Amplituden ermöglicht und bei welchem nur das Signal mit der kleineren
Amplitude beibehalten wird. In zweiter Linie bezieht sich die Erfindung auf eine
Anordnung zum Messen von Abständen durch Reflexion von Schallwellen, insbesondere
einen akustischen Höhenmesser zum Bestimmen auch niedriger Höhen unter Anwendung
des Verfahrens.
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Zum Messen kleiner Höhen, z. B. beim Landen eines Flugzeuges oder
bei einem Hubschrauber, ist es erforderlich, mit einer sehr großen Genauigkeit zu
arbeiten. Hierfür sind barometrische Höhenmesser ungeeignet. Es ist bereits vorgeschlagen
worden, sonst bekannte Anordnungen zum Messen von Abständen und von Anhöhen zu verwenden,
die auf der Grundlage der Messung der Zeit arbeiten, die zwischen der Aussendung
von Wellenzügen (insbesondere akustischen) von einem Flugzeug und dem Empfang der
von der Erde zurückkommenden entsprechenden Echos verstreicht. Die bekannten Höhenmesser
beruhen jedoch auf einem Prinzip, welchem prinzipielle Nachteile infolge des Aufwandes,
Umfanges, der übersteigerten Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und störenden
Echos und des Fehlens einer automatischen Arbeitsweise innewohnen.
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Die Anordnung zum Messen von Abständen, die der vorliegenden Erfindung
zugrunde liegt, schafft verschiedene Merkmale, die im folgenden angegeben werden
und die diese Nachteile beseitigen. Eines dieser Merkmale beruht in der Verwendung
der obenerwähnten Amplituden auswählenden Schaltung, dank welcher die Anordnung
einen Teil gemeinsam für den Sender und den Empfänger verwenden kann, ohne daß sich
die Gefahr einer Störung ergibt, die zwischen den ausgesendeten und zurückgekehrten
Signalen entsteht. Diese Funktion der Unterdrückung des Nullschalles ist bei Echoentfernungsmessern
mit gesonderten Sende- und Empfangsstromkreisen gewöhnlich durch zeitweise Blockierung
des Empfangsverstärkers bewirkt worden. Es ist überdies bereits bekannt, elektromagnetische
Echolote mit einer Empfindlichkeitsregelung auszustatten, bei der die Empfängerempfindlichkeit
im Takt der Sendeperiode durch eine Regelung von einem Kleinstwert bis zu einem
Höchstwert mit Hilfe eines Multivibrators gesteuert wird. Ein ähnliches Verfahren
regelt die Empfindlichkeit des Signalempfängers in Abhängigkeit von der Empfangsamplitude,
wobei die durch
eine Amplitudenzunahme verursachte Empfindlichkeitsabnahme eine die
Signaldauer übersteigende Zeitverzögerung erfährt.
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Auch die Schaltung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
besitzt eine Vorrichtung zur automatischen Verstärkungsregelung. Sie bietet aber
gegenüber den bekannten Vorrichtungen besondere Vorteile, indem sie gegenüber diesen
wesentlich selektiver arbeitet. Der Empfänger unterdrückt auch unmittelbar nach
der Aussendung des Signals nur die starken Signale selektiv, schwache Signale werden
aufgenommen. Dies ist für einen Echohöhenmesser, der noch bei geringen Höhen genau
arbeiten soll, außerordentlich wichtig, da das Echo fast unmittelbar auf das ausgesendete
Signal folgt. Die nach der Erfindung vorgeschlagene Schaltung ist im Hinblick auf
diese Aufgaben besonders einfach. Überdies wird hervorgehoben, daß die Auswahlschaltung
unabhängig von der Anordnung zum Messen des Abstandes in allen Fällen verwendbar
ist, wo zwei oder mehrere Signale gleicher Frequenzen und verschiedener Amplituden
zusammentreffen, zwischen denen eine Unterscheidung erforderlich ist.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ausscheidung des schwächeren von
zwei zu verschiedenen Zeitpunkten auf einer Leitung auftretenden amplitudenverschiedenen
Wechselspannungssignalen von gleicher Signalfrequenz, insbesondere des Empfangssignals
in Echohöhenmessern mit Unterdrückung des Sendesignals im Empfangsteil, ist dadurch
gekennzeichnet, daß das starke und schwache Signal zuerst gleichgerichtet werden,
daß die Wchselstromkomponente
beider Signale eine hinreichend große
Differenz bildet und vorzugsweise zwischen den einander zugekehrten Amplituden der
gleichgerichteten Signale ein Zwischenraum entsteht, daß durch eine innerhalb dieses
Zwischenraumes liegende Sperrspannung alle Teile der Signale unterdrückt werden,
die im absoluten Wert größer als diese Sperrspannung sind, und daß vorzugsweise
das so ausgeschiedene schwächere Signal zur Unterdrückung der Gleichspannungskomponenten
des stärkeren Signals einem geeigneten Filter zugeführt wird.
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Die Schaltung zur Durchführung des Verfahrens weist nach einer zweckmäßigen
Weiterbildung der Erfindung folgende besondere Merkmale, einzeln oder in Verbindung
miteinander, auf: a) Die Signale werden über einen Kondensator an eine Diode angelegt,
die an ein Bezugspotential (beispielsweise Masse) angeschlossen ist. b) Die Signale
werden zur Reduzierung der Wechselstromkomponente durch eine Widerstands-Kapazitäts-Schaltung
geführt. c) Die verkleinerten Signale werden zur Ausscheidung des schwächeren Signals
an die Steuerelektrode einer vorgespannten Elektronenröhre angelegt. d) In einer
Sende-Empfangs-Schaltung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, insbesondere
in Höhenmessern, zur Bestimmung der Zeit zwischen der Aussendung eines scharfen
Impulses, beispielsweise akustischer Energie, und dem Empfang des reflektierten
Echoimpulses ist ein dem Sende- und Empfangsteil gemeinsamer Teil vorgesehen, der
sowohl die starken Wechselstromsignale des gesendeten Impulses als auch die schwachen
Wechselstromsignale des empfangenen Echos führt.
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Im folgenden sei die Erfindung an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 ein schematisches Block- und Schaltungsschaubild
eines die Erfindung enthaltenden Systems, F i g. 2 Wellenformen von Signalen, die
an verschiedenen Punkten des Systems nach Fig. 1 auftreten, F i g. 3 ein Schaltungsschaubild
der Diskriminatorschaltung 22 nach Fig. 1 unter Hinzunahme des Bandpaßfilters 42;
die Punkte, an denen die in den F i g. 2 und 4 dargestellten Wellenformen der Signale
auftreten, sind durch die entsprechenden Buchstaben gekennzeichnet, Fig. 4 Wellenformen
von Signalen, die an den verschiedenen Punkten in der Schaltung nach F i g. 3 während
des Verfahrens auftreten.
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In Fig. 1 ist ein astabiler Multivibrator 2 angedeutet, der, wenn
er nicht von außen gesteuert wird, von einem Zustand zu dem anderen schwingt, um
einen positiven Spannungsimpuls 3 von 100 Millisekunden Dauer in jeder Sekunde zu
erzeugen. Der Multivibrator 2 kann ausgelöst werden, um den l-Sekunden-Zwischenraum
abzukürzen und dadurch zu bewirken. daß der 1 OO-Millisekunden-Impuls nach einer
Zwischenzeit von weniger als einer Sekunde erzeugt wird. Der astabile Multivibrator
2 kann ein bekannter Typ sein; seine Ausgangsimpulse sind in Fig. 2, A, dargestellt.
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Der Multivibrator 2 ist mit einer Differenzierschaltung 4 gekoppelt,
in welcher der Impuls 3 differenziert wird, wobei ein differenziertes Signal 6 mit
positivem
und negativem Impuls gebildet wird. Dic Differenzierschaltung 4 kann einfach aus
einer Kapazitäts-Widerstands-Reihenschaltung an Masse bestehen, wobei die zu entnehmenden
Impulse an dem Widerstand abgegriffen werden. Die Wellenform des Signals der Differenzierschaltung
4 ist in F i g. 2, B, dargestellt.
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Der negative Impulsteil des differenzierten Signals 6 bewirkt, daß
ein Impulsgenerator 8 einen positiven Impuls 10 von 3 Millisekunden Dauer erzeugt.
Der positive Impuls 10 des Impulseenerators 8 ist in F i g. 2, C, dargestellt. Dieser
Impuls 10 wird an einen als Tor wirkenden Verstärker 12 angelegt, um den Durchlauf
der Signale durch ihn zu steuern. Der als Tor wirkende Verstärker 12 ist an einen
Oszillator 14 angeschlossen, der Schwingungen mit einer Frequenz von 3 kHz liefert.
Das Ausgangssignal des als Tor wirkenden Verstärkers 12 besteht so aus einem Stoßsignal
16 von 3 kHz mit einer Dauer von 3 Millisekunden, wie in Fig. 2, D, dargestellt
ist.
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Das Stoßsignal 16 wird an einen Ausgangstransformator 18 angelegt,
der mit einem Umwandler 20 gekoppelt ist. Der Umwandler 20 kann aus einer schallbildenden
Vorrichtung bestehen, in der eine Membran mit der Frequenz des Stoßsignals durch
elektromagnetische oder andere Mittel in Schwingung versetzt wird.
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Die Schallenergie kann nach ihrer Aussendung auf einen Gegenstand
auftreffen und ein Echo bilden, welches zu dem Umwandler 20 reflektiert wird. Ein
derartiges Echo wird bei seiner Ankunft an dem Umwandler20 ein elektrisches Echosignal
verursachen, das durch den Ausgangstransformator 18 und über eine Leitung 24 an
eine Amplituden-Diskriminatorschaltung 22 und dann an den verbleibenden Empfängerteil
des Systems angelegt wird.
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Es müssen Mittel vorgesehen sein, um den Empfängerteil des Systems
während der Zeit, in welcher der Schallstoß ausgesendet wird, unwirksam zu machen,
da die Leitung 24, die den Ausgangstransformator 18 mit der Amplituden-Diskriminatorschaltung
22 verbindet, nicht nur das Echosignal führt, sondern auch das ausgesendete Stoßsignal.
Die Wellenform des Signals, die auf der Leitung 24 erscheint, ist in Fig. 2. D.
dargestellt, die das ausgesendete Stoßsignal 16 und das empfangene Echosignal 17
enthält.
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Die Funktion der Amplituden-Diskriminatorschaltung 22 liegt in der
Erhaltung des Echosignals und Ausscheidung des Stoßsignals. Die Schaltung 22 muß
daher ein Wechselspannungssignal von niedriger Amplitude durchlassen und den Durchgang
eines Wechselspannungssignals mit einer höheren Amplitude verhindern.
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Zu der Zeit, in welcher das Signal auf der Leitung 24 positiv zu
werden beginnt, wird die Anode der Diode 26 über einen Kondensator 28 positiv, so
daß die Diode 26 einen Strom durchläßt und den Kondensator 28 auflädt. Dieser Ladevorgang
erfolgt infolge des niedrigen Widerstandes der Diode 26 schnell. Zu einer Zeit.
in welcher das Signal auf der Leitung 24 negativ zu werden beginnt, wird die Diode
nichtleitend und stellt einen hohen Widerstand für das negativ werdende Signal dar.
Der Kondensator 28 wird jedoch genügend aufgeladen sein, um die positiven Spitzen
des Signals im wesentlichen auf Nullpotential zu legen. Die Wellenform eines derartigen
versetzten Signals, wie es an der Anode der
Diode 26 auftreten würde,
ist in Fig. 2, E, dargestellt. Es würde in Abwesenheit irgendeines über den Widerstand
40 angelegten Gleichspannungspotentials über den Widerstand 30 an das Gitter der
Vakuumröhre 32 angelegt werden, was später zu erläutern ist. Ein Kondensator 31
verbindet das Gitter der Vakuumröhre 32 mit Masse. Der Widerstand 30 und der Kondensator
31 bilden einen Stromkreis zur Verkleinerung der Wechselstromsignale, um Signale
zu bilden, wie sie durch die Wellenform der F i g. 2, F, dargestellt sind.
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In der Wellenform gemäß Fi g. 2, F, ist ersichtlich, daß Echosignale
einen höheren Spannungspegel erreichen als ausgesendete Stoßsignale. Daher kann
nun die Amplitudenauswahl durchgeführt werden, um die Echosignale aufrechtzuerhalten
und die ausgesendeten Stoß signale auszuscheiden. Eine derartige Amplitudenauswahl
wird durch die Vakuumröhre 32 bewirkt, die einen Sperrpegel unter der Grundlinie
(der ins Negative gehenden Grenze) des Echosignals aber über der Spitze der ins
Positive gerichteten Amplituden des ausgesendeten Signals hat.
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Wie durch Fig. 2, F, gezeigt ist, ist der Anfang des ausgesendeten
Signals, das von dem Widerstand 30 und dem Kondensator 31 an das Gitter der Vakuumröhre
32 angelegt wird, ein scharfer, ins Negative gehender Gleichstromimpuls, der an
der Schulter 16 a über dem gesperrten Pegel beginnt. Ein derartiger Impuls würde
ein Selbsttönen in frequenzselektiven Schaltungselementen, die überdies in dem Empfängersystem
angeordnet sind, verursachen und muß daher ausgeschieden werden. Die Wirkung dieses
scharfen Impulses wird wie folgt eliminiert: Der 1 00-Millisekunden-Impuls 3, der
durch den astabilen Multivibrator 2 erzeugt worden ist, wird über die Leitung 36
an eine Umkehrungsschaltung 34 angelegt. Die Umkehrungsschaltung 34 sorgt für die
Umkehrung des 1 00-Millisekunden-Impulses, um einen ins Negative gehenden Impuls
38 (F i g. 1 und 2, P) zu bilden. Der ins Negative gehende Impuls 38 wird über den
Widerstand 40 und den Widerstand 30 an das Gitter der Vakuumröhre 32 angelegt.
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Das zusammengesetzte Signal, das an dem Gitter der Vakuumröhre 32
aufgenommen wird, ist in F i g. 2, G, gezeigt. Es ist ersichtlich, daß der negative
Impuls 38 das Potential des Gitters der Röhre 32 unter das Sperrpotential vermindert,
bevor der ausgesendete Stoß an dieses angelegt wird, so daß der scharfe Impuls oder
die Welle am Anfang des Stoßes nicht durch die Röhre gelangt.
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Das empfangene Echosignal (Fig. 2, G) ist in zwei Abschnitte geteilt,
von denen der erste über und der letzte unter dem Sperrpegel liegt. Der Grund hierfür
liegt darin, daß der erste Teil eines empfangenen Echos die Aussendung des nächsten
Stoßes in einer Weise, die später erläutert wird, auslöst und der nächste negative
100-Millisekunden-Impuls 38 auftritt, bevor der Echoimpuls vollendet ist.
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Der Sperrpegel der Röhre 32 (Fig.2, G) macht eine Spannung an dem
Gitter der Vakuumröhre 32 erforderlich, welche aus der Wiedererreichung der normalen
Arbeitshöhe der Röhre zuzüglich dem Echosignal besteht. Die Kurvenform des an der
Anode der Röhre 32 in Abhängigkeit von einem derartigen Signal erzeugten Potentials
ist in F i g. 2, H, dargestellt.
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Das Signal von der Anode der Röhre 32 wird an ein Bandpaßfilter 42
angelegt, in welchem die Gleich-
stromkomponenten zusammen mit anderen Signalen,
z. B. Geräuschsignalen, die nicht einen Wert von 3 kHz erreichen, ausgeschieden
werden. Die Ausgangsspannung des Bandfllters 42 enthält nur das Echosignal 44 von
kurzer Dauer (F i g. 2, 1). Dieses Echosignal 44 wird über eine Kopplung 48, welche
das Filter 42 mit dem Steuergitter einer Vakuumröhre 50 koppelt, an einen Verstärker
46 angelegt.
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Das Gitter der Vakuumröhre 50 empfängt auch andere Signale, die verwendet
werden, um eine automatische Verstärkungsregelung und mit der Zeit veränderliche
Verstärkung in der Verstärkerstufe 46 zu bewirken.
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Die wesentlichen Verfahrensschritte werden nun an Hand der F i g.
3 und 4 noch einmal zusammenfassend erläutert.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zum Trennen zweier Wechselspannungssignale
gleicher Frequenz, aber verschiedener Amplitude, die an einem Leiter an verschiedenen
Punkten auftreten, wobei das schwächere Signal unterdrückt werden soll, besteht
grundsätzlich aus einer Folge von drei elementaren Schritten.
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Erster Schritt: Gleichrichtung Die beiden Signale werden (über den
Kondensator 28) einem Pol der Gleichrichterdiode 26 zugeführt.
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Die beiden ursprünglichen Wechselspannungs-Signalimpulse werden so
gleichgerichtet und schwingen statt symmetrisch um das Potential des Leiters 24
jetzt, wie der Kurvenzug E zeigt, einseitig um das Erdpotential. Diese gleichgerichteten
Signale besitzen jetzt eine Gleichstrom- und eine Wechselstromkomponente. Es sei
angenommen, daß V die Amplitude der Wechselstrom komponente des starken Signals
und V' die Amplitude des schwachen Signals ist. Es gilt dann V'< V. Es ist klar,
daß die mittleren Spannungen, um die die beiden Signale schwingen, d. h. die Gleichstromkomponente
des starken und des schwachen Signals, ebenfalls gleich V und V' sind.
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Zweiter Schritt: Dämpfung Die beiden gleichgerichteten Signale werden
dann einem üblichen RC-Integrator oder Tiefpaß 30, 31 zugeführt. Beim Durchgang
durch ein derartiges Netzwerk bleibt die reine Gleichstromkomponente unverändert,
während die Wechselstrom komponenten des Signals um den Faktor a, dem Siebfaktor
des Filters, dedämpft werden. Der genannte Faktor a ergibt sich aus a = = ; darin
sind R und C der RCO) Widerstands- bzw. der Kapazitätswert der Schaltelemente 30
und 31 und w die Kreisfrequenz der Wechselstromkomponente der Signale. Aus dem Kurvenzug
F läßt sich jetzt entnehmen, daß das starke Signal eine Gleichstromkomponente V
(wie vorher) und eine gedämpfte Wechselstromkomponente der Amplitude v = cu V und
das schwache Signal eine Gleichstromkomponente V (wie vorher) und eine gedämpfte
Wechselstromkomponente der Amplitude v' = ef V' besitzt.
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Dritter Schritt: Begrenzung Dank der verschiedenen Gleichstromkomponenten,
d. h. der verschiedenen Gleichstrommittelwerte, um die die Wechselstromkomponenten
der Signale schwingen, und dank der Dämpfung dieser Wechselstromkomponenten ist
es nun sehr einfach, die beiden
Signale voneinander zu trennen.
Die beiden Signale werden dem Gitter der Triode 32 zugeführt, deren Sperrspannung
auf einem Wert U zwischen den Gleichstromkomponenten V und V' der entsprechenden
Signale eingestellt ist. An der Anode der Triode treten dann also nur die Signalkomponenten
auf, die oberhalb des schraffierten Bereichs im Kurvenzug F liegen, während die
restlichen Teile, d. h. das stärkere Signal, gesperrt werden. Es ergibt sich so
an der Anode der Triode der Kurvenzug H'.
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Es bleibt lediglich ein sehr niederfrequenter Impuls zurück, der
leicht dadurch eleminiert werden kann, daß das Signal einem Hoch- oder Bandpaß 42
zugeführt wird.
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Nach diesem zusätzlichen vierten Schritt ergibt sich dann am Ausgang
des genannten Passes der Kurvenzug 1', der nur noch das schwache Wechselspannungssignal
enthält.
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Im Schaltbild nach Fig.3 war abweichend von der Diskriminatorschaltung
in Fig. 1 der Widerstand 40 zur Zuführung des 0,1-Sekunden-Impulses P (F i g. 2)
fortgelassen. Durch diesen Impuls wird das Prinzip des Verfahrens nicht verändert.
Der Kurvenzug P (F i g. 2) zeigt zwei aufeinanderfolgende 0,1-Sekunden-Impulse mit
der Amplitude S. Werden diese Impulse dem Kurvenzug F überlagert, so ergibt sich
der Kurvenzug G in Fig. 4, der mit dem Kurvenzug G in F i g. 2 übereinstimmt. Bei
Anwendung des Impulses G ergeben sich die Wellensignale nicht in der an Hand von
Fig. 3 und 4 erläuterten Reihenfolge E-F-H'-I', sondern, wie bereits erläutert,
in der Reihenfolge E-F-G-H-I.
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Die Stärke des Echosignals bei einem Empfang ändert sich umgekehrt
mit dem Abstand, den die Schallwellen durchlaufen haben, und somit mit der Zeit,
die zwischen der Aussendung des Schalls und dem Empfang eines Echos verstreicht.
Die Verstärkung des Verstärkers, die auf das Echosignal wirkt, wird daher zeitlich
verändert, um die Änderung der Stärke des Echosignals zu kompensieren. Um eine derartige
Kompensation zu bewirken, wird die Verstärkung durch den Verstärker 46 unmittelbar
hinter der Aussendung des Schallstoßes verhältnismäßig niedrig und nimmt dann mit
der Zeit zu, um eine größere Verstärkung für die verkleinerten Signale zu schaffen.
Eine Vorspannung der Röhre 50 zur Durchführung dieser sich ändernden Verstärkung
wird in folgender Weise erreicht: Der ins Negative gehende 100-Millisekunden-Impuls
38 von der Umkehrungsschaltung 34 wird an eine Diode 52 angelegt.
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Die Diode 52 ist weiterhin an einen an Masse liegenden Widerstand
55, einen an Masse liegenden Kondensator 53 und einen Widerstand 56 angeschlossen.
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Der nacheilende Rand des ins Negative gehenden Impulses 38 fällt zeitlich
im wesentlichen mit der Aussendung des Schallstoßes 16 zusammen (Fig. 2, D, und
2, P). Der ins Negative gehende Impuls 38 ladet den Kondensator 53 durch die Diode
52 auf. Beim Auftreten des nacheilenden Randes des Impulses 38 beginnt die nach
einem Exponentialgesetz verlaufende Entladung des Kondensators 53 durch den Widerstand
55 zur Bildung eines nach einem Exponentialgesetz abnehmenden negativen Impulses
54.
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Der Impuls 54 wird über den Widerstand 56 an das Gitter der Vakuumröhre
50 angelegt. Es ist daher ersichtlich, daß das Steuergitter der Vakuumröhre 50 während
des Zeitraumes nach der Aussendung eines Schallstoßes eine negative Spannung empfängt,
die
in ihrer Amplitude allmählich abnimmt. Eine derartige Spannung ist in dem Echosignal
44 von dem Bandfilder 42 in Fig. 2, J, gezeigt und stellt die Spannung dar, die
an das Gitter der Vakuumröhre 50 während des Ablaufs des Vorgangs nach der Aussendung
des Stoßes 16 in F i g. 2, D, angelegt wird.
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Die mit der Zeit veränderliche Verstärkung macht die Arbeit der Vakuumröhre
50 während eines kurzen Zeitraumes, der der Zeit folgt, in welcher der Schallstoß
ausgesendet worden ist, nahezu unwirksam.
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Der Verstärker 46 wird auch für eine automatische Verstärkungssteuerung
verwendet. Das an der Anode der Vakuumröhre 50 auftretende Ausgangssignal wird über
eine Leitung 58, einen Kondensator 60 und über eine Widerstands-Kondensatorschaltung
62 an die Kathode einer Diode 64 angelegt. Die Anode der Diode 64 ist an eine Quelle
negativen Potentials angeschlossen. Geräuschsignale, die an der Anode der Vakuumröhre
50 mit einer Größe auftreten, die über das normale Potential an der Diode 64 hinausgeht,
halten letztere leitend, um die negative Ladung an dem Gitter einer Vakuumröhre
66 zu steigern. Die Vakuumröhre 66 wirkt als ein Verstärker mit automatischer Verstärkungssteuerung,
und die an seiner Anode auftretenden Spannungen werden unmittelbar an das Gitter
der Vakuumröhre 50 angelegt, um Änderungen in dem Geräuschausgangssignal der Röhre
50 zu kompensieren. Die Widerstandskondensatorschaltung 62 bewirkt eine kurze Verzögerung
in der automatischen Verstärkungssteuerung, so daß das Echosignal bei seinem Empfang
nicht durch die automatischen Verstärkungsschaltungen ausgeschieden wird. Der Widerstand
56 ist vorgesehen, um automatische Verstärkungssteuerspannungen zu verhüten, die
an der Anode der Röhre 66 unter Einwirkung der Integrierschaltung 52 erzeugt werden.
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Die Vakuumröhre 66, die als Verstärker der automatischen Verstärkungssteuerung
dient, ist mittels eines Potentiometers 68 mit einer veränderbaren Kathodenvorspannung
versehen. Dieses Potentiometer ist zwischen Masse und einer Quelle negativen Potentials
angeschlossen. Die Anderung der Kathodenvorspannung der Röhre 66 wird zur Einstellung
des Pegels verwendet, an welchem die automatische Verstärkungssteuerwirkung stattzufinden
beginnt.
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Nach Empfang des Echosignals 44 verstärkt die Vakuumröhre 50 das
Echosignal und legt es an das Gitter eines Thyratrons 72 einer Schwellenschaltung
70. Das Thyratron wird infolge des Auftretens eines positiven Signals an seinem
Gitter für einen Augenblick leitend, um einen negativen Impuls 74 an seiner Anode
zu bilden. Der Impuls 74 zeigt ein empfangenes Echosignal an.
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Zur Bestimmung der zwischen dem Augenblick der Aussendung des Stoßsignals
und dem Augenblick des Empfanges des Echos verstrichenen Zeit wird der 100-Millisekunden-Impuls
3 von dem astabilen Multivibrator 2 mit einer Kippschaltung 76 gekoppelt. Die Kippschaltung
76 besteht aus einer Schaltungsanordnung zur Bildung einer ansteigenden Sägezahnspannung,
die durch die nachlaufende Kante des positiven Spannungsimpulses 3 eingeleitet wird.
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Die Kippschaltung 76 enthält eine Vakuumröhre 77 zum Entladen eines
Kondensators 79 während des Zeitraumes des Impulses 3, in welchem die Röhre 77 leitend
gemacht wird. Der Kondensator 79 wird dann allmählich aufgeladen und erzeugt hierbei
eine Kippspannung 78 (F i g. 2, N). Die Kippspannung 78, die
durch
die Kippschaltung 76 erzeugt wird, wird an eine ein Tor bildende Schaltung 80 angelegt.
Ferner werden von dem Impuls 74 abgeleitete Impulse an die ein Tor bildende Schaltung
80 über eine Impulsformungsschaltung 90 unmittelbar oder über eine Signalumkehrungsschaltung
81 angelegt. Der Impulsformer 90 erzeugt einen ins Negative gehenden rechtwinkligen
Impuls 91 von ungefähr einer Millisekunde Dauer (Fig. 2, M). Die ein Tor bildende
Schaltung 80 ist von dem Typ, bei welchem in dem Augenblick, in welchem die Impulse
von der Impulsformungsschaltung 90 und der Umkehrungsschaltung 81 angelegt werden,
der Spannungspegel, der fortlaufend an dem Kondensator 79 auftritt, durchgelassen
wird, um einen Speicherkondensator 100 auf die gleiche Spannungshöhe einzustellen.
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Die ein Tor bildende Schaltung 80 enthält die Dioden 82, 84, 86 und
88. Diese Dioden sind normalerweise durch den Ausgang der Impulsformungsschaltung
90 und das Ausgangssignal der Signalumkehrungsschaltung 81 so vorgespannt, daß die
Anoden in bezug zu den Kathoden negativ werden.
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Beim Auftreten des Impulses 74 von der Schwellenschaltung 70 werden
die Kathoden der Dioden 86 und 88 im Hinblick auf die Anoden durch die Impulse 91
negativ, und die Anoden der Dioden 82 und 84 werden durch die umgekehrten Impulse
von dem Umkehrer 81 positiv. Das Auftreten des Impulses 74 bewirkt daher, daß die
Anode jeder Diode 82, 84, 86 und 88 in Bezug zu ihrer Kathode positiv wird, so daß
alle Dioden leitend gemacht werden.
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Wenn die Spannung an dem Kondensator 79 höher positiv als die Ladung
an dem kleineren Speicherkondensator 100 ist, bewirkt eine derartige Spannung einen
Strom durch die Dioden 82 und 84 zur Ladung des Speicherkondensators 100. In dem
Fall, in dem die Spannung an dem Kondensator 79 weniger positiv als die Spannung
an dem Speicherkondensator 100 ist, verläuft der Strompfad durch die Dioden 86 und
88. In jedem Fall wird die Spannung, die in dem Kondensator 79 aufgebaut ist, als
Maßgröße genommen und in dem Kondensator 100 gespeichert.
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Der Ausgang aus der Torschaltung 80 ist somit ein Maßwertimpuls der
Kippspannung, dessen Größe für die Zeit bezeichnend ist, die seit der Aussendung
des Stoßsignals verstrichen ist. Die Kurvenform der Kippspannung 78 ist in Fig.
2, N, gezeigt. Die Kurvenform des die Maßgröße enthaltenden Signals, das durch die
ein Tor bildende Schaltung 80 hindurchgeht, ist in F i g. 2, 0, dargestellt. Zu
der Zeit, in welcher die ein Tor bildende Schaltung 80 leitet, wird der Speicherkondensator
100 auf den Spitzenwert des als Muster oder Maßwert genommenen Signals aufgeladen.
Der Speicherkondensator 100 ist mit keinem Entladungspfad außer durch die Torschaltung
versehen, und daher wird die an ihn während des Durchlaßintervalls angelegte Spannung
aufrechterhalten und an das Gitter der Vakuumröhre 102 angelegt. Die Vakuumröhre
102 ist als kathodenangekoppelte Röhre geschaltet, und die an ihr Gitter angelegte
Spannung wird an ihrer Kathode proportional erhalten. Die Kathodenspannung von der
mit der Kathode angeschalteten Röhre 102 wird dann an ein elektrisches Meßgerät
104 angelegt, welches so eine Spannung mißt und geeicht ist, um beispielsweise die
Höhe anzuzeigen.
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Während bestimmter Zeiträume des Meßvorganges kann sich beispielsweise
das Flugzeug, das den
akustischen Höhenmesser trägt, über der Reichweite des Höhenmessers
befinden, und keine Echos werden empfangen. Es ist wünschenswert, daß ein Pilot
von dem Eintreten dieses Zustandes in Kenntnis gesetzt wird. Wenn Echosignale empfangen
werden, werden die Impulse 74 von der Schwellenschaltung 70 auftreten. Diese Signale
74 werden an die Kathode einer Diode 106 angelegt. Bei der Anlegung der ins Negative
gehenden Signale 74 an die Diode 106 wird die Diode 106 leitend und schafft eine
Entladungsstrecke für irgendeine an dem Kondensator 108 angesammelte Spannung.
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In einer Zeit, in welcher keine Signale 74 auftreten, wird eine Ladung
an dem Kondensator 108 über die Widerstände 110 und 112 angesammelt, die mit einer
Quelle positiven Potentials verbunden sind.
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Die Größen des Kondensators 108 und der Widerstände 110 und 112 sind
so gewählt, daß der Kondensator 108 eine Zeit von mehreren Sekunden benötigt, um
genügend aufgeladen zu werden, um eine Vakuumröhre 114 leitend zu machen. Die Vakuumröhre
114 ist als mit der Kathode angeschlossene Röhre geschaltet, und ihre Kathode ist
mit einem Neonlicht 116 verbunden. Es ist daher ersichtlich, daß der Kondensator
108 bei Aussendung verschiedener Stoßsignale ohne Empfang von Echos genügend aufgeladen
wird, um die Vakuumröhre 114 leitend zu machen, so daß ein Strom durch sie hindurchfließt
und das Licht 116 zündet. Der Beobachter des Höhenmessers wird somit unterrichtet,
daß die Schallstoßsignale, die gesendet werden, nicht zu dem Höhenmesser reflektiert
werden.
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Um Messungen wiederholt in schneller Folge durchführen zu können,
wird unverzüglich nach dem Empfang eines Echos ein Vorgang zur Erzeugung eines anderen
Schallstoßes eingeleitet. Die Art der Einleitung solcher Vorgänge ist folgendermaßen:
Der ins Negative gehende Impuls 74 der Schwellenschaltung 70 wird über eine Leitung
119 an einen Impulsgenerator 118 angelegt. Nach Empfang des ins Negative gehenden
Impulses 74 bildet der Impulsgenerator 118 einen ins Positive gehenden Impuls 120
von im wesentlichen 2 Millisekunden Dauer.
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Dieser 2 Millisekunden dauernde Impuls 120 wird an eine Differenzierschaltung
122 angelegt, um ein differenziertes Signal 124 mit positiven und negativen Spannungsspitzen
zu bilden. Der negative Teil des differenzierten Signals 120 bewirkt, wenn er an
den astabilen Multivibrator angelegt wird, die Erzeugung eines anderen 100-Millisekunden-Impulses
3 a (Fig. 2, A), der, wie früher erläutert, die Aussendung eines anderen Schallstoßes
veranlaßt, um eine andere Abstandsmessung durchzuführen. Die Kombination des 2-Millisekunden-Impulsgenerators
118 und Differentiators 122 verzögert die Erzeugung eines neuen 100-Millisekunden-Impulses
3 a (F i g. 2, A), um ungefähr 2 Millisekunden und stellt sicher, daß die ansteigende
Kippkurve 78 (F i g. 2, N) nicht beendet wird, bevor die ein Tor bildende Schaltung
80 wieder geschlossen ist. Sonst würde der Speicherkondensator 100 mit dem Kondensator
79 entladen werden.
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Der 100-Millisekunden-Impuls 3 a, der durch den astabilen Multivibrator
2 erzeugt worden ist, wird, wie früher erläutert, an die Umkehrschaltung 34 angelegt,
um einen ins Negative gehenden 100-Millisekunden-Impuls 38 zu erzeugen. Der ins
Negative gehende 100-Millisekunden-Impuls 38 wird über eine
Leitung
123 an das Gitter des Thyratrons 72 angelegt. Dieser ins Negative gehende Impuls
bewirkt, daß das Thyratron 72, kurz nachdem der Echoimpuls empfangen worden ist,
für etwa 100 Millisekunden unwirksam gemacht wird. Der Grund hierfür liegt darin,
daß in Anbetracht dessen. daß der erste Echoimpuls, der empfangen wird, von Interesse
ist, spätere Echosignale, die empfangen werden können, wertlos sind und Verwirrung
erzeugen würden. Die Anlegung des ins Negative gehenden 100-Millisekunden-Impulses
38 an das Gitter des Thyratrons 72 dient zur Verhütung von Echoimpulsen, die nach
dem ersten Echo, von dem der Impuls 74 erzeugt ist auftreten. Es ist daher ersichtlich,
daß die Schaltung unmittelbar nach der Aussendung eines Schallstoßes durch die Wirkung
der die mit der Zeit veränderliche Verstärkung steuernden Schaltungen unwirksam
wird. Der Zeitraum, unmittelbar nachdem ein Echo empfangen worden ist, wird auch
als Empfangszeitraum ausgeschieden, und Echos nach dem ersten werden infolge der
Wirkung des Thyratrons 72 unter dem vorspannenden Einfluß des ins Negative gehenden
Impulses 38 nicht wahrgenommen.
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In der Zeit, in welcher keine Echos empfangen werden, erzeugt der
astabile Multivibrator 2 etwa jede Sekunde einen Impuls von 100 Millisekunden Dauer.
Um einen solchen Impuls zu erzeugen, ist kein Auslösesignal 124 erforderlich. Es
ist daher ersichtlich, daß ein Schallstoß automatisch ungefähr jede Sekunde ausgesendet
wird, wenn keine Echos empfangen werden. Wenn ein Echo empfangen wird, wird ein
Schallstoß unverzüglich nach dem Empfang des Echos ausgesendet.