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DE1177643B - Verfahren zur Herstellung von 4,5-Dihydrouracil - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,5-Dihydrouracil

Info

Publication number
DE1177643B
DE1177643B DEB67149A DEB0067149A DE1177643B DE 1177643 B DE1177643 B DE 1177643B DE B67149 A DEB67149 A DE B67149A DE B0067149 A DEB0067149 A DE B0067149A DE 1177643 B DE1177643 B DE 1177643B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dihydrouracil
urea
acrylic acid
sulfuric acid
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB67149A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Matthias Seefelder
Dr Hans Gerhard Reppe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE637200D priority Critical patent/BE637200A/xx
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB67149A priority patent/DE1177643B/de
Publication of DE1177643B publication Critical patent/DE1177643B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 4,5-Dihydrouracil 4,5-Dihydrouracil läßt sich durch elektrolytische Reduktion von Barbitursäure darstellen (J. T a f e 1 und A. W e i n s c h e n k, Ber., 33, S. 3385 [1900]). Es ist weiterhin bekannt, daß man 4,5-Dihydrouracil erhält, wenn man Succinamid mit Kaliumhypobromitlösung behandelt und anschließend das Reaktionsgemisch auf etwa 60°C erwärmt (W e i d e 1 und R o i t h n e r, Monatshefte für Chemie, 17, S. 174 [1896]). Schließlich kann man 4,5-Dihydrouracil durch Umsetzung von Acrylsäure, Acrylsäureestern, Acrylsäureamidsulfat oder f-Alanin mit Harnstoff herstellen. Bei allen diesen Verfuhren wird das gewünschte 4,5-Dihydrouracil nur in mäßigen Ausbeuten erhalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Herstellung von 4,5-Dihydrouracil aus Acrylsäure und Harnstoff durch Erhitzen das 4,5-Dihydrouracil in guten Ausbeuten erhält, wenn man die Umsetzung in einer, bezogen auf den eingesetzten Harnstoff, gleichen bis doppelten Gewichtsmenge einer bis zu 10 Gewichtsprozent Wasser oder bis zu 20 Gewichtsprozent Schwefeltrioxyd enthaltenden Schwefelsäure als Lösungsmittel durchführt.
  • Das Verfahren wird zwischen 100 und 250°C, vorzugsweise zwischen 120 und 170°C, durchgeführt. Bevorzugt wird ein Verhältnis Schwefelsäure zu Harnstoff von 1,6:1 bis 1,4:1 angewandt.
  • Das Gewichtsverhältnis der Ausgangsstoffe Acrylsäure und Harnstoff kann zwischen 0,2:1 und 1:1 variieren. Um ein möglichst reines 4,5-Dihydrouracil zu erhalten, ist es zweckmäßig, Acrylsäure in einem geringen Unterschuß zu benutzen.
  • Das Verfahren läßt sich bei Normaldruck oder erhöhtem Druck durchführen. Der Druck kann dabei durch den Eigendruck des umzusetzenden Gemisches entstehen oder zusätzlich durch Aufpressen von inerten Gasen, z. B. Sticktsoff oder Stickstoffmonoxyd, reguliert werden. Es ist zweckmäßig, unter Luftausschluß zu arbeiten.
  • Zweckmäßig legt man die Schwefelsäure vor und trägt den Harnstoff gegebenenfalls unter Kühlung ein. Man erwärmt auf Temperaturen zwischen 100 und 250°C, vorteilhaft zwischen 120 und 170°C, und gibt langsam Acrylsäure unter Rühren zu. Man kann aber auch die Schwefelsäure zu dem entsprechend erwärmten Gemisch von Acrylsäure und Harnstoff zutropfen. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Mischung nach Zugabe der Acryl- bzw. Schwefelsäure einige Zeit bei der Reaktionstemperatur zu halten und zu rühren.
  • Das Umsetzungsgemisch, das in Form eines dicken, farblosen, kristallinen Breis erhalten wird, verdünnt man mit Wasser, trennt das kristalline 4,5-Dihydrouracil durch Zentrifugieren oder Abnutschen ab und trocknet es. Es zeichnet sich durch einen hohen Reinheitsgrad aus und besitzt einen Schmelzpunkt von 270 bis 271'C. Durch einmaliges Umkristallisieren aus Wasser erhält man es analysenrein. Es läßt sich zur Herstellung von Pharmazeutika verwenden.
  • Das Verfahren läßt sich sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich durchführen. Man gibt z. B. eine auf 90°C erhitzte Mischung von Harnstoff und Schwefelsäure und gleichzeitig Acrylsäure in dem oben angegebenen Mengenverhältnis in ein auf die Kondensationstemperatur erhitztes Reaktionsrohr. Das austretende Umsetzungsgemisch wird mit Wasser vermischt und das sich ausscheidende 4,5-Dihydrouracil durch Absaugen abgetrennt.
  • Die in dem Beispiel angegebenen Teile bedeuten Gewichtsteile.
  • Beispiel In einem 6-1-Kolben werden 900 Teile konzentrierte Schwefelsäure vorgelegt. Man gibt innerhalb von 10 bis 15 Minuten in Portionen 630 Teile Harnstoff zu, heizt unter Stickstoffmonoxydatmosphäre auf 135°C und tropft dann innerhalb von 40 Minuten 470 Teile Acrylsäure zu. Man rührt weitere 45 Minuten bei 140°C, läßt abkühlen, gibt 900 Teile Wasser zu, saugt ab und trocknet bei 70°C/20 Torr. Man erhält 635 Teile 4,5-Dihydrouracil vom Fp. 270 bis 271°C, das sind 850/" der Theorie, bezogen auf die angewandte Acrylsäure.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von 4,5-Dihydrouracil durch Erhitzen von Acrylsäure und Harnstoff, dadurch gekennzeichnet, daB man die Umsetzung in einer, bezogen . auf den eingesetzten Harnstoff, gleichen bis doppelten Gewichtsmenge einer bis zu 10 Gewichtsprozent Wasser oder bis zu 20 Gewichtsprozent Schwefeltrioxyd enthaltenden - Schwefelsäure als Lösungsmittel durchführt. In Beträcht'gezogene Druckschriften: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 34 (1901), S. 3751 bis 3763.
DEB67149A 1962-05-08 1962-05-08 Verfahren zur Herstellung von 4,5-Dihydrouracil Pending DE1177643B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0103436A3 (en) * 1982-08-31 1985-07-03 Sagami Chemical Research Center Process for preparing 5-perfluoroalkyl-5,6-dihydrouracil derivatives and compounds for use therein

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0103436A3 (en) * 1982-08-31 1985-07-03 Sagami Chemical Research Center Process for preparing 5-perfluoroalkyl-5,6-dihydrouracil derivatives and compounds for use therein

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