DE1177048B - Vorrichtung zum Umsteuern des Spulenhubes und zum Schalten der Steuerwelle an Vorspinn-maschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Umsteuern des Spulenhubes und zum Schalten der Steuerwelle an Vorspinn-maschinenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: D02d
Deutsche Kl.: 76c-l
Nummer: 1177 048
Aktenzeichen: Z10190 VII a/76 c
Anmeldetag: 24. Juni 1963
Auslegetag: 27. August 1964
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Umsteuern des Spulenhubes und zum schrittweisen
Weiterschalten der Steuerwelle an Vorspinnmaschinen, bei denen die Welle des getriebenen
Konus und die Wagenhubwelle über ein Wendegetriebe miteinander verbunden sind und bei denen
durch eine Steuerwelle, der bei jedem Richtungswechsel des Wagenhubes eine Schaltbewegung erteilt
wird, eine Gewindespindel angetrieben ist, die auf ihren gegenläufigen Gewinden zwei Anschläge für die
Begrenzung des Wagenhubes trägt.
Für die Erzeugung der Hubbewegung des Spulenwagens von Flyern ist die klassische Bauweise mit
einem kippenden Schaltapparat und einem Wendegetriebe bekannt, das aus zwei von der unteren
Konuswelle getriebenen, einander gegenüberliegenden Kegelrädern besteht, die durch mechanische Verschiebung
abwechselnd in ein zwischen ihnen angeordnetes Kegelrad eingreifen, das die Wagenhubwelle
antreibt. Es ist offenbar, daß dieses Umkehrgetriebe sehr genau eingestellt sein muß, um sicher
zu schalten, und daß es dennoch hohem Verschleiß unterliegt.
Es ist bekannt, das rein mechanische Wendegetriebe durch ein allerdings teures, umsteuerbares
hydraulisches Getriebe zu ersetzen.
Das Verschieben der Kegelräder erfolgt bei der klassischen Bauweise durch die geläufige Schaltwelle,
die sich bei jeder Hubumkehr um 180° dreht. Der Antrieb dieser Schaltwelle erfolgt über ein Kegelradpaar,
wobei eines der beiden Kegelräder nur eine teilweise Verzahnung aufweist. Beim Schaltvorgang
muß das Antriebsritzel den Beginn der Teilverzahnung erfassen und die Schaltwelle um eine halbe
Umdrehung weiterdrehen. Dieser häufige Wechsel des Zahneingriffes ist jedoch unsicher und unterliegt
ebenfalls hohem Verschleiß. Daneben ist es bekanntgeworden, für die fortschreitende Begrenzung des
Spulenhubes eine Gewindespindel mit zwei gegenläufigen Gewinden vorzusehen, wobei diese Gewindewelle
durch eine Steuerwelle bei jedem Richtungswechsel des Spulenwagens ein Stück gedreht wird, so
daß die den Hub begrenzenden, auf den beiden Gewinden der Gewindespindel sitzenden Anschläge verstellt
werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine sichere und von Verschleiß möglichst freie Vorrichtung zu schaffen,
mit der die Hubrichtung der Spulenwagenbewegung geändert und die Schaltwelle bei Wagenumkehr
gedreht werden kann.
Die Erfindung schlägt vor, das Wendegetriebe mit zwei elektromagnetischen Kupplungen auszustatten,
Vorrichtung zum Umsteuern des Spulenhubes und zum Schalten der Steuerwelle an Vorspinnmaschinen
Anmelder:
Zinser Textilmaschinen G. m. b. H.,
Ebersbach/Fils
Als Erfinder benannt:
Willi Pfeifer, Eislingen/Fils
Willi Pfeifer, Eislingen/Fils
die, durch die Anschläge der Gewindespindel abwechselnd eingeschaltet, Drehungen entgegengesetzten
Drehsinns auf die Wagenhubwelle übertragen, und daß im Antrieb der Steuerwelle eine weitere
elektromagnetische Kupplung liegt, die bei Umkehr der Bewegungsrichtung des Spulenhubes anspricht
und der Steuerwelle ihre Schaltbewegung erteilt.
Zum Steuern der elektromagnetischen Kupplungen dienen erfindungsgemäß zwei auf der Gewindespindel
sitzende, Anschläge bildende, vom auf und ab laufenden Spulenwagen wechselweise betätigte Endschalter
und zwei durch eine Nockenscheibe auf der Steuerwelle gleichzeitig betätigte Umschalter, wobei
einer der Endschalter beim Betätigen die Kupplung der Steuerwelle so lange einschaltet, bis sie über ihre
Nockenscheibe den Umschalter betätigt und dadurch den anderen, zu diesem Zeitpunkt geöffneten Endschalter
in Bereitschaft setzt, während der andere Umschalter den Eingriff der den Spulenwagen bewegenden
Kupplungen wechselt.
In der Zeichnung ist die Erfindung rein schematisch dargestellt.
F i g. 1 stellt die für die vorliegende Erfindung wesentlichen Arbeitsorgane einer Vorspinnmaschine
sowie die Anordnung der erfindungsgemäßen Teile dar.
F i g. 2 zeigt das Schaltschema der elektrischen Teile der Erfindung.
Die stark vereinfachte und nur die zum Verständnis der vorliegenden Erfindung notwendigen Arbeitsorgane der Vorspinnmaschine darstellende Getriebeskizze
zeigt nur das Prinzip des Antriebes. Der Motor 1 treibt über den Riemen 2 die Welle 3 des
oberen Konus 4. Von der Welle 3 geht der Antrieb aus zum nicht dargestellten Streckwerk 5 sowie zu
den ebenfalls nicht dargestellten Flügelspindeln 6. Vom oberen Konus 4 wird über den Konusriemen 7
der untere Konus 8 angetrieben. Dessen veränder-
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liehe Drehzahl wird von seiner Welle 9 über 10 auf das Planetengetriebe 11 übertragen, mit der Drehzahl
der Welle 3 kombiniert und auf den Antrieb der nicht dargestellten Spulen 12 übertragen. Soweit
entspricht das dargestellte Getriebeprinzip der üblichen Ausführung.
Auf der Welle 9 des unteren Konus 8 sind zwei elektromagnetische Kupplungen 13 und 14 angeordnet,
die die Drehung der Konuswelle 9 abwechselnd und mit wechselndem Drehsinn mittels Kegelrädern
15 auf die Zwischenwelle 16 übertragen. Über ein Schneckenrad- oder ähnliches Zwischengetriebe 17
wird der Antrieb auf die Wagenhubwelle 18 weitergeleitet, deren Ritzel 19 in Zahnstangen 20 eingreifen,
die am nicht dargestellten Spulenwagen angeordnet sind.
Von der oberen Konuswelle 3 wird über Zwischenglieder 21 beispielsweise in Form von Zahnrädern
oder Kettenrädern und Kette die Welle 22 angetrieben, die mittels der elektromagnetischen Kupplung
23 die Steuerwelle 24 in ihrer Drehung mitnehmen kann. Die Welle 22 kann auch auf andere als die
dargestellte Weise, etwa durch einen Hilfsantrieb in Form eines Elektromotors, angetrieben werden. Auf
der Steuerwelle 24 ist eine Nockenscheibe 25 angeordnet, die durch eine über einen Teil ihres Umfanges
reichende Erhöhung 26 den Schalter 27 betätigt. Über Zwischengelege 28 dreht die Steuerwelle
24 die Gewindespindel 29, die die Konusriemengabel 30 führt oder ein stufenloses Getriebe weiterschaltet
sowie über ein weiteres Zwischengelege 31 die Gewindespindel 32 bewegt, die mittels zweier gegenläufiger
Gewinde die beiden Endschalter 33 und 34 führt. Die Endschalter 33 und 34 werden durch
Nocken 35 und 36 am Spulenwagen betätigt.
Wie das Schaltschema der F i g. 2 zeigt, weist der durch die Nockenscheibe 25 der Steuerwelle 24 betätigte
Schalter 27 (F i g. 1) zwei Umschaltkontakte 37 und 38 auf. Der Umschalter 37 setzt jeweils einen
der beiden Endschalter 33 oder 34 in Bereitschaft, so daß bei Betätigung eines der beiden Endschalter
33 oder 34 jeweils ein Stromkreis geschlossen wird von Zuleitung 39, Endschalter 33, Umschalter 37,
Steuerwellenkupplung 23, Ableitung 40 bzw. Zuleitung 39, Endschalter 34, Umschalter 37, Steuerwellenkupplung
23, Ableitung 40. Der Umschalter 38 schließt abwechselnd den Stromkreis über die
Spulenwagenkupplung 13 oder 14.
In der in F i g. 2 gezeichneten Stellung der Umschalter 37 und 38 steht die Spulenwagenkupplung 13
unter Strom, so daß sich beim Einschalten des Motors 1 der Spulenwagen beispielsweise nach abwärts
bewegt. Gegen Ende seines Hubes betätigt er durch seinen Nocken 36 den Endschalter 34 und setzt dadurch
die Steuerwellenkupplung 23 unter Strom. Die Steuerwellenkupplung 23 kuppelt die Steuerwelle 24
mit der Zwischenwelle 22 und setzt sie im Uhrzeigersinn in Drehung, wobei über das Zwischengelege 28
und die Gewindespindel 29 die Konusriemengabel 30 und über das Zwischengelege 31 und die Gewindespindel
32 die Endschalter 33 und 34 um einen bestimmten, einstellbaren Betrag verschoben werden.
Die Größe dieser Schaltschritte kann beispielsweise durch nicht näher dargestellte Wechselräder im
Antrieb der Gewindespindeln 29 und 32 eingestellt werden.
Die Schaltwelle 24 wird so lange gedreht, bis die Nockenscheibe 25 durch ihre Erhöhung 26 den
Schalter 27 betätigt. In der in Fig. 2 dargestellten
Ausführung reicht die Erhöhung 26 über den halben Umfang der Nockenscheibe 25, die Schaltwelle wird
daher um 180° gedreht. Es können auf der Nockenscheibe jedoch auch beispielsweise zwei um ein
Viertel des Umfanges der Nockenscheibe reichende, um 180° versetzte Erhöhungen vorgesehen sein; bei
dieser Ausführung der Nockenscheibe wird die Schaltwelle bei jedem Schaltschritt um 90° gedreht.
Beim Betätigen des Schalters 27 wird erstens der Umschalter 37 umgelegt. Dadurch wird der zu
diesem Zeitpunkt geöffnete Endschalter 33 in Bereitschaft gesetzt. Der Stromzufluß zur Steuerwellenkupplung
23 wird also unterbrochen, die Steuerwelle 24 bleibt stehen. Zweitens wird beim Betätigen des
Schalters 27 der Umschalter 38 umgelegt. Er unterbricht die Stromzufuhr zur »Abwärtse-Spulenwagenkupplung
13 und setzt die »Aufwärtse-Spulenwagenkupplung 14 unter Strom: die Bewegungsrichtung des
Spulenwagens kehrt sich um.
Im oberen Umkehrpunkt des Spulenwagens wiederholen sich die geschilderten Schaltvorgänge
entsprechend.
Durch Einfügung der Nockenscheibe 25 in die elektrische Schaltung wird sichergestellt, daß die Bewegung
des Spulenwagens auch nach völligem Abschalten der Maschine und des Steuerstromkreises
beim Wiedereinschalten in der gleichen Richtung wieder anläuft, in der sie beim Abschalten ausgelaufen
ist. Die Bewegungsrichtung des Spulenwagens hängt von der Stellung der Nockenscheibe 25
ab, diese behält jedoch ihre Stellung beim Abschalten von Maschine und Steuerstromkreis unverändert bei.
Die in der vorstehenden Beschreibung an einer Vorspinnmaschine mit Spulenwagen erläuterte Erfindung
ist auch auf andere Vorspinnmaschinen anwendbar, bei denen die Hubbewegung zwischen Preßfinger
und Spule auf andere als die dargestellte Weise übertragen wird.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Umsteuern des Spulenhubes und zum schrittweisen Weiterschalten der
Steuerwelle an Vorspinnmaschinen, bei welchen die Welle des getriebenen Konus und die Wagenhubwelle
über ein Wendegetriebe miteinander verbunden sind und durch eine Steuerwelle, der
bei jedem Richtungswechsel des Wagenhubes eine Schaltbewegung erteilt wird, eine Gewindespindel
angetrieben ist, die auf ihren gegenläufigen Gewinden zwei Anschläge für die Begrenzung
des Wagenhubes trägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Wendegetriebe zwei elektromagnetische Kupplungen (13 und 14) aufweist,
die, durch die Anschläge der Gewindespindel (32) abwechselnd eingeschaltet, Drehungen
entgegengesetzten Drehsinns auf die Wagenhubwelle (18) übertragen, und daß im Antrieb
der Steuerwelle (24) eine weitere elektromagnetische Kupplung (23) liegt, die bei Umkehr der
Bewegungsrichtung des Spulenhubes anspricht und der Steuerwelle ihre Schaltbewegung erteilt.
2. Schaltanordnung zum Steuern der elektromagnetischen Kupplungen nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch zwei auf der Gewindespindel (32) sitzende, Anschläge bildende, vom auf und
ab laufenden Spulenwagen wechselweise betätigte
Endschalter (33 und 34) und zwei durch eine Nockenscheibe (25) auf der Steuerwelle (24)
gleichzeitig betätigte Umschalter (37 und 38), wobei einer der Endschalter (33 oder 34) beim Betätigen
die Kupplung (23) der Steuerwelle (24) so lange einschaltet, bis sie über ihre Nockenscheibe
(28) den Umschalter (37) betätigt und dadurch den anderen, zu diesem Zeitpunkt geöffneten
Endschalter (34 oder 33) in Bereitschaft setzt, während der andere Umschalter (38) den Eingriff
der den Spulenwagen bewegenden Kupplungen (13 und 14) wechselt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 732775;
USA.-Patentschrift Nr. 2 901 882.
Deutsche Patentschrift Nr. 732775;
USA.-Patentschrift Nr. 2 901 882.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEZ10190A DE1177048B (de) | 1963-06-24 | 1963-06-24 | Vorrichtung zum Umsteuern des Spulenhubes und zum Schalten der Steuerwelle an Vorspinn-maschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=7621257
Family Applications (1)
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Country Status (4)
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| US (1) | US3287891A (de) |
| CH (1) | CH424561A (de) |
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