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Verteilerrutsche für körniges oder pulverförmiges Material Die Erfindung
betrifft eine Verteilerrutsche für körniges oder pulverförmiges Material aus einer
stationären Auslaßöffnung in verschiedene Behälter oder Auslässe, bestehend aus
einem oberen zylindrischen Teil, welcher mit der stationären Auslaßöffnung verbindbar
ist und an seiner Unterseite seinerseits eine Austrittsöffnung hat, und einem am
oberen Teil schwenkbar gelagerten unteren Teil, der von einem Rohrstück mit einem
zylindrischen Kupplungsbereich gebildet ist, welches drehbar gleitend am Gehäuse
des oberen Teils anliegt und dieses Gehäuse über einen Winkelbereich von mindestens
2000 dichtend umschließt.
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Bei Verteilerrutschen dieser Art ist es äußerst schwierig, den unteren
schwenkbaren Rutschenteil zwecks Auswechslung oder Reparatur od. dgl. vom oberen
Teil abzunehmen bzw. abzukuppeln. Die zur Lagerung des unteren Teils dienenden,
am oberen Teil befestigten Bolzen greifen durch Bohrungen im unteren Teil hindurch
und ein Lösen des letzteren ist daher überhaupt nur dann möglich, wenn der untere
Teil derart aufgeweitet wird, daß eine der Bohrungen für die beiden Zapfen von dem
zugehörigen Zapfen freigegeben wird. Vielfach ist ein derartiges Aufweiten der Verteilerrutsche
ohne Gefahr der Zerstörung einzelner Teile derselben überhaupt nicht möglich. Andererseits
ist es aber oft äußerst wünschenswert, ein Abnehmen bzw. Auswechseln des unteren
Teils der Verteilerrutsche vornehmen zu können.
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Ziel der Erfindung ist, dies auf einfache Weise bei voller Aufrechterhaltung
der Betriebssicherheit der Verteilerrutsche unter Ausschaltung der Gefahr einer
Zerstörung derselben zu erreichen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß
der untere Teil der Rutsche am Gehäuse mittels zweier in der gemeinsamen Achse der
beiden zylindrischen Teile angeordneter, am oberen Teil befestigter Bolzen drehbar
gelagert ist, die in einseitig offene Schlitze in den Stirnwänden des Kupplungsbereichs
des unteren Teils der Rutsche eingreifen, welche sich derart erstrecken, daß der
untere Teil erst nach Verschwenken über die horizontale Lage der untenliegenden
Wandung seines Rohrstücks hinaus durch Ausschieben mit seinen Schlitzen aus dem
Bereich der Lagerbolzen vom oberen Teil gelöst werden kann, in welcher Lage die
obenliegende Kante des Kupplungsbereichs des unteren Teils unter die zugehörige
Kante der Austrittsöffnung im oberen Teil herabbewegt ist.
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Diese Ausbildung macht ein Abnehmen des unteren Teils durch einfaches
seitliches Abziehen des-
selben mit seinen Schlitzen von den beiden Lager bolzen
möglich. Eine Aufweitung des unteren Teils der Rutsche ist nicht notwendig.
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Das Abziehen kann nur in einer solchen Schwenkstellung des unteren
Teils der Verteilerrutsche durchgeführt werden, die während des Betriebs der Rutsche
niemals notwendig und daher auch nie gegeben ist, so daß ein unerwünschtes Lösen
nicht eintreten kann. Um die Sicherheit gegen unerwünschtes Lösen des unteren Teils
noch zu erhöhen, können die zur Aufnahme der Lagerbolzen dienenden Schlitze in diesem
Teil in Ausschubstellung in Richtung ihrer offenen Enden nach abwärts geneigt sein.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels:
Fig. 1 zeigt einen Mittellängsschnitt durch eine Ausführung der erfinckungsgemäßen
Verteilerrutsche; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-II in F i g. 1.
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In der Zeichnung ist mit 1 eine stationäre Auslaßöffnung eines nicht
dargestellten Behälters bzw. einer nicht dargestellten Transporteinrichtung bezeichnet.
An ihrem unteren Ende hat die Auslaßöffnung einen Flansch 2, an welchem der obere
Teil 3 der Verteilerrutsche drehbar gelagert ist. Zu diesem Zweck ist dieser mit
einem kragenförmigen Rohrstück 6 ausgestattet, welches an seinem Ende einen Flansch
7 und einen daran mittels Bolzen 8 befestigten Flanschring 9 trägt, der auf dem
Flansch 2 des die Auslaßöffnung
1 bildenden Rohrstutzens aufliegt.
Unterhalb des Flansches 2 des Auslaßstutzens ist am Rohrkragen 6 des oberen Teils
der Verteilerrutsche noch ein Anschlagring 10 angeordnet und zwar derart, daß der
Teil 3 der Verteilerrutsche um die Achse des Auslaßstutzens 1 drehbar ist.
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Der obere Teil 3 der Verteilerrutsche besteht aus einem zylinderartigen
Gehäuse 12 mit ebenen Stirnflächen 13. Im unteren Bereich dieses Gehäuses ist ein
Auslaß 14 vorgesehen, der dem Rohrkragen 6 gegenüberliegt. An den beiden Stirnseiten
13 sind in der Achse des zylindrischen Gehäuses sich erstreckende Lagerbolzen 5
für die schwenkbare Aufhängung des unteren Teils 4 der Verteilerrutsche angeordnet.
Dieses untere Teil hat einen zylindrischen Kupplungsbereich 16, der aus einem derart
einseitig aufgeschnittenen Zylinder besteht, daß er auf Grund seines geringfügig
größeren Zylinderdurchmessers den oberen zylindrischen Rutschenteil 3 über einen
Winkelbereich von mindestens 2000 dichtend umschließt. An den zylindrischen Kupplungsbereich
16 des unteren Rutschenteils ist ein trichterartiges Auslaßrohr 15 angesetzt, welches
je nach Schwenkung des unteren Teils die zur Verteilung des Guts gewünschte Stellung
einnimmt.
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Nachdem der Kupplungsbereich 16 des unteren Rutschenteils 4 sich
über einen Winkelbereich von mindestens 2000 erstreckt, während der Ausschnitt 14
im oberen Teil 3 der Rutsche sich nur über einen erheblich geringeren Winkelbereich
ausdehnt, ist es möglich, den unteren Rutschenteil hin- und herzuschwenken, ohne
daß der Auslaß 14 des oberen Teils vom unteren Teil freigegeben wird.
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Die Lagerbolzen 15 greifen in einseitig offene Schlitze 17 in den
Stirnwänden des unteren Rutschenteils 4 ein welche sich derart erstrecken, daß der
untere Teil erst nach Verschwenken über die horizontale Lage der untenliegenden
Wandung seines trichterartigen Auslaßrohres 15 hinaus durch Ausschieben mit seinen
Schlitzen aus dem Bereich der Lagerbolzen gelangt. In dieser Lage ist die nach abwärts
bewegte hintere Kante des zylinderabschnittartigen Kupplungsbereichs 16 des unteren
Teils unter die benachbarte Kante 14 b der Austrittsöffnung 14 des oberen Teils
herabbewegt. Die Schlitze 17 sind dabei in Richtung ihrer offenen Enden nach abwärts
geneigt, da sie sich in Richtung der genannten nach abwärts bewegten hinteren Kante
des unteren Rutschenteils erstrecken. Nachdem die Stirnflächen 13 des oberen Teils
in Höhe der beiden Kanten 14 a und 14 b des Auslasses 14 abgeschnitten sind, kann
der
untere Rutschenteil 14 in seiner obengenannten Lage mit seinen Schlitzen 17 aus
dem Bereich der Lagerbolzen 5 ohne Schwierigkeit hinausgeschoben werden, da die
hintere Kante des Kupplungsbereichs 16 an der Ausschnittkante 14 b der Austrittsöffnung
vorbei in Schlitzrichtung etwas in den oberen Rutschenteil hineinbewegt werden kann.
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Das Ankuppeln des unteren Rutschenteils erfolgt wie gas Lösen desselben
vom oberen Teil in der gleichen Schwenklage, wobei der untere Teil mit seinen Schlitzen
17 auf die Bolzen 5 aufgeschoben wird.