DE1176204B - Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Nebenkopplung bei Verstaerkern fuer Zweidraht-UEbertragungsleitungen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Nebenkopplung bei Verstaerkern fuer Zweidraht-UEbertragungsleitungenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: HO3f;
H04m
Deutsche Kl.: 21 a2 - 41/01
Nummer: 1176 204
Aktenzeichen: W 28466 VIII a / 21 a2
Anmeldetag: 29. August 1960
Auslegetag: 20. August 1964
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Nebenkopplung der Signalströme
über den Verstärkerteil überbrückende Streukapazitäten bei Verstärkern für Zweidraht-Übertragungsleitungen.
Bei gewissen Übertragungsleitungen, z. B. bei Unterwasser-Fernsprechkabeln, erfolgt die Stromversorgung
der Leitungsverstärker von den Endstellen über die Leitung selbst. Zur Stromversorgung wird
gewöhnlich ein Gleichstrom oder ein Wechselstrom mit einer Frequenz benutzt, die wesentlich niedriger
als die Signalfrequenzen ist. Zur Trennung der Signal- und Versorgungsströme in den Verstärkern
werden Impedanzen benutzt, welche die Signal- und Versorgungsströme den richtigen Teilen des Verstärkers
zuführen. Man hat jedoch gefunden, daß gewisse Frequenzen des Signalspektrums über Nebenwege
in Form von Streukapazitäten zum Ausgang des Verstärkers fließen und sich dort den verstärkten
Signalströmen überlagern, wobei eine Verzerrung der Durchlaßkennlinie des Verstärkers entsteht. In
einem Falle lagen die Frequenzen, welche die meisten Störungen verursachten, in einem Band, das
120 kHz umfaßt.
Die Verzerrung kann in jedem Verstärker verhältnismäßig
klein sein. In Systemen, die eine große Zahl von Verstärkern enthalten, z. B. einem transozeanischen
Kabel, addieren sich jedoch die Verzerrungen, und ihre Beseitigung mit Hilfe herkömmlicher
Entzerrungsverfahren ist schwierig, weil die benötigten Netzwerke kompliziert sind und eine
große Anzahl von aufwendigen Schaltelementen erforderlich machen. Dies ist aber bei Unterwasserkabeln
unerwünscht, da mit der Anzahl der Schaltelemente die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen steigt.
Es sind auch schon Impedanzausgleichsverfahren angewendet worden, um die Wirkung der Streukapazitäten
herabzusetzen. Derartige Verfahren sind jedoch für Unterwasserkabel nicht sehr geeignet, da
die Ausgleichsschaltelemente nach der Kabelverlegung nicht mehr zugänglich sind, um Änderungen
zu kompensieren, welche während oder nach der Verlegung entstehen. Derartige Änderungen verschlechtern
aber den Abgleichzustand und damit die Qualität der Verstärker.
Die Erfindung will die erläuterten Nachteile und Schwierigkeiten überwinden. Insbesondere soll die
Nebenkopplung in derartigen Übertragungssystemen verhindert und damit die Verzerrung der Übertragungskennlinie
der Verstärker verringert werden, ohne daß empfindliche Impedanzausgleichsverfahren
und komplizierte Filteranordnungen zur Trennung Schaltungsanordnung zur Verhinderung der
Nebenkopplung bei Verstärkern für Zweidraht-Übertragungsleitungen
Nebenkopplung bei Verstärkern für Zweidraht-Übertragungsleitungen
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated,
New York, N. Y. (V. StA.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder benannt:
Julius Joseph Kassig, South Plainfield, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. Oktober 1959
(849 861)
und Wiedervereinigung der Versorgungs- und Signalströme in den Verstärkern erforderlich sind.
Außerdem soll gleichzeitig auch die nutzbare Bandbreite der Verstärker erweitert werden.
Die Erfindung geht dazu von Schaltungsanordnungen der genannten Art aus und schlägt vor, daß zwei
auf einer Seite des Verstärkerteils im Längszweig der Leitung liegende Induktionsspulen so miteinander
induktiv gekoppelt sind, daß sie für die beide Spulen durchfließenden Signalströme einen geringen Widerstand
bieten, jedoch eine Spule dem den Verstärkerteil über Streukapazitäten umgehenden Anteil der
Signalströme einen hohen Widerstand bietet und zusätzlich das zum Verstärker liegende Ende dieser
Spule über einen Kurzschlußleiter im wesentlichen mit Chassis-Erde verbunden ist.
Als zweckmäßige Maßnahme zur Trennung der Versorgungs- und Signalströme empfiehlt die Erfindung
außerdem, daß in Reihe mit jeder der beiden Induktionsspulen ein getrennter Kondensator geschaltet
ist, und daß im Stromversorgungsweg eine Drosselspule mit hoher Impedanz für die Signalfrequenzen
parallel zu der einen Spule und dem mit ihr verbundenen Kondensator geschaltet ist.
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In ihrer weiteren Ausbildung empfiehlt die Erfindung, daß den Induktionsspulen und dem Kurzschlußleiter
auf der einen Seite des Verstärkerteils entsprechende Induktionsspulen und ein Kurzschlußleiter
auf der anderen Seite des Verstärkerteils angeordnet sind. Auf diese Weise kann die Nebenkopplung
noch weiter verringert werden.
Ein besseres Verständnis der Erfindung ergibt sich aus der Erläuterung eines Ausführungsbeispiels an
Hand der Zeichnungen, es zeigt
F i g. 1 das vereinfachte Schaltbild eines bekannten
Verstärkers in einem Übertragungssystem,
F i g. 2 ein vereinfachtes Schaltbild eines Verstärkers
entsprechend der Erfindung,
F i g. 3 einen Teil des Schaltbildes der F i g. 2, der eine abgeänderte Form der Erfindung darstellt.
In Fig. 1 ist ein vereinfachter Verstärker dargestellt,
um die Wirkungen einiger Streukapazitäten zu erläutern, welche in einem Kabelsystem mit Verstärkern
auftreten. Die Eingangsklemmen 10 und 11 stellen die beiden Leiter eines Kabels dar, die einen
Verstärker versorgen, der allgemein mit 12 bezeichnet ist. Der Ausgang des Verstärkers 12 führt zu
zwei Leitern eines weiteren Kabelabschnitts, die durch die Ausgangsklemmen 13 und 16 dargestellt
sind.
Eine den Klemmen 10 und 11 des Verstärkers 12 zugeführte elektrische Energie enthält Signalströme,
deren Frequenz bis etwa 1 MHz reicht. Ferner ist Gleichstromversorgungsenergie als Komponente in
der Eingangsenergie enthalten. Eine Spule 17 und ein Kondensator 18 liegen in Reihe zwischen den
Klemmen 10 und 11, um ein Energietrennfilter oder Spannungsteiler zu bilden, das die Signalenergie und
die Stromversorgungsenergie in bekannter Weise trennt. Eine ähnliche Spule 19 und ein Kondensator
20 liegen in Reihe zwischen den Ausgangsklemmen 13 und 16. Um die Darstellung zu vereinfachen, sind
nur Schaltelemente für eine Übertragungsrichtung, d. h. von Westen nach Osten, dargestellt. Der vielstufige
Verstärkerteil des Verstärkers wird schematisch durch die Verstärkertriode 21 dargestellt.
Es sei zunächst der signalfrequente Weg im Verstärker 12 betrachtet. An der Spule 17 entstehen
signalfrequente Spannungen, die durch einen Sperrkondensator 22 zur Primärwicklung 23 eines Eingangstransformators
26 gekoppelt werden. Eine Klemme 27 der Wicklung 23 ist unmittelbar mit einer Klemme 28 verbunden, die der Spule 17 und
dem Kondensator 18 gemeinsam ist. Eine Sekundärwicklung 29 des Transformators 26 ist mit dem Eingangssteuergitter
und über einen piezoelektrischen Kristall 30 mit der Kathode der Triode 21 verbunden.
Resonanzeinrichtungen, wie der Kristall 30, werden oftmals in unzugänglichen Verstärkern vorgesehen,
um eine Unregelmäßigkeit in der Verstärkungsfrequenz-Kennlinie des Verstärkers bei einer
sogenannten Signaturfrequenz hervorzubringen, die außerhalb des regulären Signalfrequenzbandes liegt.
Diese Unregelmäßigkeit bei der Signaturfrequenz wird benutzt, um den Betriebszustand des Verstärkers
zu prüfen.
Der Ausgangskreis der Triode 21 liegt zwischen der Anode und der Kathode und enthält eine Primärwicklung
31 eines Kopplungstransformators 32, eine durch den Widerstand 33 dargestellte Rückkopplungsregelimpedanz
sowie den Gesamtwiderstand der in Reihe geschalteten Heizer 36 der verschiedenen
Eletronenröhren des Verstärkers 12. Parallel zu den Heizern 36 liegt ein Überbrückungskondensator
37, der bei den Signalfrequenzen im wesentlichen die Impedanz Null hat. Wie nachfolgend
eingehender geschildert wird, liegen die Heizer 36 in Reihe in einem Leiter des Energieübertragungswegs,
wobei der an der Reihenschaltung dieser Heizer auftretende Spannungsabfall das Anoden-Kathoden-Potential
liefert, das zum Betrieb der
ίο Triode 21 erforderlich ist. Ein Kondensator 38 liegt
zwischen einer Klemme 34 der Primärwicklung 31 und einer Klemme 25 der Sekundärwicklung 29, so
daß eine verstärkungsregelnde negative Rückkopplung vom Ausgangskreis zum Eingangskreis der
Triode 21 entsteht. Eine Sekundärwicklung 39 des . Ausgangstransformators 32 liegt über einen Gleichstrom-Sperrkondensator
40 zwischen den Klemmen der Spule 19.
Es sei nun der Stromversorgungsweg für den Ver-
ao stärker 12 betrachtet. Ein Gleichstrom fließt zwischen
den Klemmen 10 und 13 über die Spule 17, eine erste Drosselspule 41 mit hoher Impedanz, die
Heizer 36, eine zweite Drosselspule 42 und die Spule 19. Der Gleichstromkreis für die Versorgungsenergie
führt in ähnlicher Weise über die nachfolgenden Abschnitte des Kabels und über die nachfolgenden
Verstärker. Die Rückführung des Gleichstroms geschieht durch einen Leiter 43, der zwischen den
Klemmen 11 und 16 liegt. Der Leiter 43 kann bei einem Unterwasserkabelsystem mit der See in Verbindung
stehen und ist daher einer See-Erde gleichwertig. Die Kathode der Triode 21 wird mit Chassis-Erde
für den Verstärkerteil des Verstärkers 12 bezeichnet. Ein zusätzlicher Kondensator 46 liegt zwisehen
der Kathode der Triode 21 und dem Leiter 43. Aus F i g. 1 ergibt sich, daß die Spulen 17, 41, 42
und 19 zusammen mit den Kondensatoren 18, 46 und 20 ein Tiefpaßfilter bilden, welches die Gleichstromversorgungsenergie
durchzulassen und die Übertragung von Signalenergie zu unterdrücken sucht. Die Spule 17 und der Kondensator 18 trennen
die Signalfrequenzen und die Versorgungsfrequenzen in zwei Kanäle, welche im wesentlichen voneinander
getrennt sind. Diese beiden Kanäle haben eine gemeinsame Verbindung an den Energietrennfiltern am
Eingang und Ausgang des Verstärkers. Sie enthalten ferner gemeinsam die Chassis-Erde an der
Kathode der Triode 21 und der Heizer 36.
Die Streukapazitäten in der Schaltung der F i g. 1 liefern die Nebenübertragungswege für das Signal. Die Streukapazitäten Cst entstehen zwischen der Primär- und der Sekundärwicklung der Kopplungstransformatoren 26 bzw. 32. Zusätzlich entstehen Streukapazitäten Csc zwischen der Primärwicklung 23 und der Chassis-Erde und zwischen der Sekundärwicklung 39 und Chassis-Erde. Die Signalfrequenzen erzeugen eine Potentialdifferenz an den Streukapazitäten Csc und erreichen damit den Ausgang des Verstärkers 12 über verschiedene Wege, um sich mit dem Ausgang zu vereinigen, der vom Transformator 32 in die Spule 19 gelangt.
Die Streukapazitäten in der Schaltung der F i g. 1 liefern die Nebenübertragungswege für das Signal. Die Streukapazitäten Cst entstehen zwischen der Primär- und der Sekundärwicklung der Kopplungstransformatoren 26 bzw. 32. Zusätzlich entstehen Streukapazitäten Csc zwischen der Primärwicklung 23 und der Chassis-Erde und zwischen der Sekundärwicklung 39 und Chassis-Erde. Die Signalfrequenzen erzeugen eine Potentialdifferenz an den Streukapazitäten Csc und erreichen damit den Ausgang des Verstärkers 12 über verschiedene Wege, um sich mit dem Ausgang zu vereinigen, der vom Transformator 32 in die Spule 19 gelangt.
Die Streukapazität Cst erlaubt, daß signalfrequente
Spannungen, welche an der Drosselspule 41 und der Kapazität Csc entstehen können, dem Kristall 30 zugeführt
werden und damit die zwischen dem Steuergitter und der Kathode der Triode 21 liegende Eingangssignalspannung
beeinflussen. Ferner erlaubt die Streukapazität Cst zwischen den Wicklungen 31
und 39, daß eine zusätzliche Nebenspannung über den Rückkopplungskondensator 38 zum Eingang der
Triode 21 rückgekoppelt wird. Es können im Verstärker auch andere Streukapazitäten wirksam werden.
Jedoch sind die Kapazitäten Cst und Csc typisch
für die Hauptstreukapazitäten, welche eine merkbare Verzerrung im Verstärkerausgang verursachen und
daher unterdrückt werden sollten. Wie vorher erwähnt, ist die Wirkung jeder dieser Streukapazitäten
verhältnismäßig klein im Vergleich zur Signalausgangsamplitude des Verstärkers; jedoch muß für
eine genaue Übertragung der Signale über eine Vielzahl derartiger Verstärker die Wirkung der Streukapazitäten
wesentlich herabgesetzt werden.
In F i g, 2 ist der vereinfachte Verstärker entsprechend
der Erfindung abgeändert, um die Wirkungen der Streukapazitäten herabzusetzen, wobei
Schaltelemente der F i g. 2, welche den bereits in F i g. 1 dargestellten Elementen entsprechen, durch
die gleichen Bezugszahlen bezeichnet sind. In F i g. 2 sind zusätzliche Lichtfilternetzwerke vorgesehen, um
die Anwendung der Erfindung auf einen äquivalenten Vierdraht-Verstärker zu erläutern. Jedoch kann
die Schaltung unter Verwendung der Erfindung auf einen Einwegverstärker reduziert werden, indem
einfach die Richtfilteranordnung herausgenommen wird. Die Richtfilter sind schematisch durch die
Kondensatoren 47 und 48 angedeutet, welche Hochpaßfilter darstellen, ferner durch die Spulen 49 und
50, welche Tiefpaßfilter darstellen. Die Transformatoren 51 und 52 werden benutzt, um die Wirkung
einer Art von Nebenrückkopplung zu unterdrücken, die durch die Verwendung der Richtfilter entsteht,
um die einzige Triode 21 zur Verstärkung von in West-Ost-Richtung übertragenen Signalen und von
in Ost-West-Richtung übertragenen Signalen in bekannter Weise zu benutzen, indem hohe und tiefe
Signalfrequenzbänder für die beiden Übertragungsrichtungen benutzt werden. Von den beiden Transformatoren
51 und 52 führt nur der Transformator 52 eine Phasenumkehr durch, um die erwähnte Nebenrückkopplungsunterdrückung
zu erreichen. In West-Ost-Richtung übertragene Signale werden in dem hohen Frequenzband moduliert und von den Klemmen
10 und 11 über den Richtfilterkondensator 47, den Transformator 26, die Triode 21, den Transformator
32 und den Kondensator 48 an die Ausgangsklemmen 13 und 16 angelegt. In gleicher Weise werden
die Signale mit niedriger Frequenz in Ost-West-Richtung von den Klemmen 13 und 16 über die So
Spule 49, den Transformator 51, den Transformator 26, die Triode 21, die Transformatoren 32 und 52
und die Spule 50 zu den Kabelklemmen 10 und 11 übertragen. Eine mit den Transformatoren 51 und 52
verbundene zusätzliche Streukapazität Cst ist zwisehen
den Primärwicklungen dargestellt. Es wurde festgestellt, daß die Verwendung eines äquivalenten
Vierdraht-Verstärkers mit seinen Richtfiltern weitere Neben-Rückkopplungswege ergibt, die noch störender
als die an Hand der F i g. 1 beschriebenen Nebenwege sein können.
Entsprechend der Erfindung werden jedoch die Wirkungen einiger der Hauptstreukapazitäten einschließlich
der Wirkungen der zuletzt erwähnten Neben-Rückkopplungswege dadurch beseitigt, daß in
den Signalübertragungsweg des Verstärkers 12 eine Eingangsdrossel 53 und eine Ausgangsdrossel 56 eingesetzt
werden. Jede dieser Drosseln enthält zwei Wicklungen 53 α und 53 b sowie 56 a und 56 b auf
demselben Kern. Die Drosseln werden daher auch koaxiale Drosseln genannt. Jede der Wicklungen liegt
in Reihe mit einem anderen Leiter im Signalweg.
Die Wicklungen jeder Drossel sind zueinander so gepolt, daß die Selbstinduktivität jeder Wicklung die
Gegeninduktivität infolge der Kopplung mit der anderen Wicklung aufzuheben sucht, mit dem Ergebnis,
daß jede Drossel im wesentlichen im Signalweg eine Induktivität Null darstellt.
Um die Wirkungen der Streukapazitäten erfindungsgemäß weiter herabzusetzen, liegt eine Leiter
57 zwischen einer Klemme 58 der Wicklung 53 b und einer Klemme 59, die sich im Leiter des Energieübertragungswegs
befindet, der auf der Chassis-Erde liegt. Ein ähnlicher Leiter 60 liegt zwischen einer
Klemme 61 der Wicklung 56 b und einer Klemme 62, die sich ebenfalls im Energieübertragungsweg befindet.
Die Klemmen 58 und 61 liegen auf der Verstärkerseite ihrer Wicklungen. Die Klemme 62 befindet
sich in der Zeichnung zwischen den Heizern 36 und der Drosselspule 42. Sie kann aber auch auf der
anderen Seite der Heizer 36, wie die Klemme 59, auf Chassis-Erde liegen. Die Kondensatoren 22 a und
22 b liegen in Reihe mit den Wicklungen 53 α und 53 b, um zu verhindern, daß ein Gleichstrom in diesen
fließt. Die Kondensatoren 40 a und 40 & liegen aus dem gleichen Grund in Reihe mit den Wicklungen
56 a und 56 b.
Signalfrequenzströme, welche zwischen dem Signalweg und dem Energieweg des Verstärkers über
den Leiter 57 oder den Leiter 60 zu fließen versuchen, müssen in Kreisen fließen, welche nur eine
Spule der Drosseln 53 und 56 enthalten. Somit suchen die Induktivitäten der Wicklungen 53 b und
56 b das Füeßen von Signalfrequenzströmen in den
Energieübertragungsweg zu unterdrücken. Diese Drosseln 53 und 56 stören jedoch nicht die Übertragung
im Signalweg, und zwar wegen der Art und Weise wie ihre Wicklungen geschaltet sind. Das Vorhandensein
der verschiedenen Transformatoren und Sperrkondensatoren im Verstärker verhindert die
Übertragung von Gleichstrom vom Energieweg über den Leiter 57 und den Leiter 60 zu anderen Teilen
des Verstärkers.
Der Leiter 57 schließt nunmehr die Streukapazität Csc auf der Eingangsseite des Verstärkers kurz, während
der Leiter 60 zusammen mit dem Überbrückungskondensator 37 die Streukapazität Csc auf
der Ausgangsseite des Verstärkers kurzschließt, so daß die Nebenkopplung durch den Verstärker beseitigt
wird. In gleicher Weise macht der Leiter 57 die Potentialdifferenz an der Kombination der Streukapazität
Cst mit dem Kristall 30 zu Null, so daß keine Nebenspannungen am Kristall 30 entstehen
können. Ebenso verhindert der Leiter 60 die Kopplung von Nebenspannungen über die Streukapazität
Csi, die mit dem Transformator 32 verbunden ist. In
gleicher Weise schließt die Kombination der Leiter
57 und 60 zusammen mit dem Überbrückungskondensator 37 die Streukapazität Cst kurz, die mit den
Kopplungstransformatoren 51 und 52 verbunden ist. Man sieht, daß jeder der Leiter 57 und 60 einen
Kurzschluß zwischen den Signalwegen und Energiewegen des Verstärkers 12 bildet, daß aber keiner der
Leiter wegen der Verbindung mit den Drosseln 53 und 56 und den Kondensatoren 22 & und 40 & einen
bedeutenden Strom führt.
Da der Kondensator 37 für signalfrequente Ströme im wesentlichen eine Impedanz Null darstellt, verursacht
das Vorhandensein der Heizer 36 zwischen dem Leiter 60 und der Chassis-Erde nur einen vernachlässigbaren
Unterschied der Funktion dieses Leiters im Vergleich zur Funktion des Leiters 57, der
unmittelbar mit der Chassis-Erde verbunden ist. Wenn es jedoch gewünscht wird, kann der Leiter 60
unmittelbar mit der Chassis-Erde anstatt mit der Klemme 62 verbunden werden. Beide Anordnungen
ergeben eine zufriedenstellende Arbeitsweise.
Die Schaltung der F i g. 2 kann etwas vereinfacht werden, indem die Drosseln 41 und 42 entfernt, d. h.
nicht angeschlossen und die Kondensatoren 22 b und 40 b kurzgeschlossen werden. Diese Art der Anordnung
ist für den Eingang des Verstärkers 12 in F i g. 3 dargestellt. Die Änderung des Ausgangs ist
ähnlich. Bei dieser Anordnung ist die Wicklung 53 b dem Signalweg und dem Energieweg gemeinsam und
führt sowohl signalfrequente Ströme als auch den Gleichstrom für die Energieversorgung. Die Arbeitsweise
der Schaltung ist im wesentlichen die gleiche wie die bereits beschriebene Arbeitsweise, da die
Wicklung 53 b eine hohe Impedanz für signalfrequente Ströme darstellt, die im Energieweg zu fließen
suchen, jedoch für signalfrequente Ströme im Signalweg eine Impedanz, die im wesentlichen Null ist. Die
Wicklung 53 α befindet sich nur im Signalweg. Eine derartige Anordnung kann jedoch eine Komplikation
für das Problem der Bemessung der Drosseln 53 und 56 ergeben, da der Gleichstrom, welcher in einer
Wicklung jeder Drosseln liegt, die Tendenz hat, den Kern der Drossel zu sättigen.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Nebenkopplung der Signalströme über den Verstärkerteil
überbrückende Streukapazitäten bei Verstärkern für Zweidraht-Übertragungsleitungen,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei auf einer Seite des Verstärkerteils im Längszweig
der Leitung liegende Induktionsspulen (53 a, 53 b) so miteinander induktiv gekoppelt sind, daß sie
für die beide Spulen durchfließenden Signalströme einen geringen Widerstand bieten, jedoch
eine Spule (53 b) dem den Verstärkerteil über Streukapazitäten umgehenden Anteil der Signalströme
einen hohen Widerstand bietet, und zusätzlich das zum Verstärker liegende Ende dieser
Spule (53 b) über einen Kurzschlußleiter (57) im wesentlichen mit Chassis-Erde verbunden ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit jeder
der beiden Induktionsspulen (53 a, 53 b) ein getrennter Kondensator (22a, 22b) geschaltet ist,
und daß im Stromversorgungsweg eine Drosselspule (41) mit hoher Impedanz für die Signalfrequenzen
parallel zu der einen Spule (53 b) und dem mit ihr verbundenen Kondensator (22b) geschaltet
ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Induktionsspulen
(53 a, 53 b) und dem Kurzschlußleiter (57) auf der einen Seite des Verstärkerteils
entsprechende Induktionsspulen (56 a, 56 b) und ein Kurzschlußleiter (60) auf der anderen Seite
des Verstärkerteils angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1960
- 1960-08-29 DE DEW28466A patent/DE1176204B/de active Pending
- 1960-10-18 GB GB35663/60A patent/GB965418A/en not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272466B (de) * | 1966-09-06 | 1968-07-11 | Siemens Ag | Frequenzweiche zur Trennung eines Signalstromes und eines Versorgungsstromes und ihre Verwendung in Verstaerkerschaltungen |
| DE2415313A1 (de) * | 1974-03-29 | 1975-10-02 | Siemens Ag | Breitband-leitungsverstaerker |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB965418A (en) | 1964-07-29 |
| US3105125A (en) | 1963-09-24 |
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