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Schichtträgerhalter für fotografische Kopiergeräte mit einer pneumatischen
Saugvorrichtung zum Ansaugen des Schichtträgers Die Erfindung betrifft einen Schichtträgerhalter
für fotografische Kopiergeräte mit einer pneumatischen Saugvorrichtung zum Ansaugen
des Schichtträgers an eine Auflagefläche, der einen Lichtleitkörp@er aufweist, der
das durch die Auflagefläche hindurchtretende Licht zur Fotozelle einer Belichtungsmeß-
oder -regelvorrichtung leitet.
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Solche Schichtträgerhalter, die einen Lichtleitkörper aufweisen, wurden
bereits vorgeschlagen. Jedoch sind bei der Verwendung eines solchen Lichtleitkörpers
im Zusammenhang mit einer pneumatischen Saugvorrichtung ganz besondere Erfordernisse
zu berücksichtigen.
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Um diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen, wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, den Lichtleitkörper aus lichtdurchlässigem, festem Material herzustellen
und Teile der Saugvorrichtung im Lichtleitkörper anzuordnen. Vor allem sind der
Erfindung zufolgedie Ansaugöffnungen und ihre Zuleitungen zur Saugpumpe mindestens
teilweise durch Bohrungen im Lichtleitkörper gebildet.
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Die Ansaugöffnungen sind dabei vorzugsweise längs der Umfangslinien
von unterschiedlichen geometrischen Figuren, hauptsächlich von Rechtecken, entsprechend
verschiedenen Schichtträgerformaten angeordnet, wobei die auf den Umfangslinien
einer geometrischen Figur angeordneten Ansaugöffnungen jeweils an eine gemeinsame,
im Lichtleitkörper verlaufende Zuleitung angeschlossen sind. Der Erfindung zufolge
sind die im Lichtleitkörper verlaufenden Zuleitungen als Ringleitungen ausgebildet,
die um einen gemeinsamen Mittelpunkt angeordnet sind.
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Besonders vorteilhaft ist es der Erfindung zufolge, am Lichtleitkörper
ein Umschaltventil anzuordnen, das zwischen den Ansaugöffnungen und einer Saugpumpe
der pneumatischen Saugvorrichtung eingeschaltet ist. Das Umschaltventil und seine
Steuerung durch einen Taststift in der Auflagefläche des Kopiermaterials ist Gegenstand
des deutschen Patentes 1146741.
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Zweckmäßigerweise ist an eine Seitenfläche des Lichtleitkörpers ein
Hahn angesetzt, mittels dessen ein Teil der Ansaugöffnung von der Saugpumpe abschaltbar
ist. Der Arm und seine Steuerung durch einen Anschlagwinkel ist in der Patentanmeldung
A 40 070 IXa/57a eingehend beschrieben, die zur deutschen Auslegeschrift
1164 224 geführt hat.
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Der Lichtleitkörper eines derartigen Schichtträgerhalters erlaubt
es, auf engstem Raum eine ganze Reihe von unterschiedlichen Funktions- und Bauteilen
unterzubringen und gewährleistet eine sichere Auflage des Kopiermaterials. Weitere
Vorteile der Erfindung gehen aus der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes hervor. Diese Ausführungsform ist in den Zeichnungen
-näher dargestellt, und zwar zeigt: F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Schichtträgerhalter
in der Ansicht von oben, F i g. 2 Teile des Gegenstandes der F i g. 1 ohne Papieranschlagwinkel
in vergrößerter Darstellung, F i g. 3 den Lichtleitkörper 'des Gegenstandes der
F i g. 1 und 2 in der Ansicht schräg von hinten.
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Der in den 3 Figuren dargestellte Vergrößerungsrahmen, der auf das
Grundbrett eines Vergrößerungsgerätes aufgesetzt wird; weist eine flaches Gehäuse
1 auf, in welches eine Wanne 2 mit verschiedenen, weiter unten noch näher beschriebenen
Steuereinrichtungen eingesetzt ist. Um die Wanne 2 sind innerhalb des Gehäuses 1
die elektrischen Bauelemente einer nicht näher beschriebenen, üblichen fotoelektrischen
Belichtungsregelvorrichtung angeordnet, von denen in F i g. 1 nur die Fotozelle
3 dargestellt ist.
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In der Wanne 2 ist ein aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff bestehender
Lichtleitkörper 4 angeordnet, dessen obere Fläche 5 mattiert oder mit einer lichtstreuenden
Schicht versehen ist und unter einer entsprechend großen Öffnung der oberen Wand
6 des Gehäuses 1 angeordnet ist. Die Fläche 5 dient als Einstellschirm für das Vergrößerungsgerät
und als Auflage für das zu belichtende Kopiermaterial.
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Die Seitenflächen des in F i g. 3 gesondert gezeigten Lichtleitkörpers
4 sind mit einer diffus reflektierenden Schicht versehen. Lediglich der Bereich
7 einer Seitenfläche des Lichtleitkörpers 4 ist unbeschichtet und dient als Austrittsfenster
für dass durch die Fläche 5 in den Lichtleitkörper fallende Kopierlicht.
An
der dem Fenster 7 benachbarten Wand der Wanne2 ist ebenfalls ein Fenster8 vorgesehen,
hinter dem die Fotozelle 3 angeordnet ist.
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Der erfindungsgemäße Vergrößerungsrahmen besitzt eine pneumatische
Einrichtung, welche das Kopiermaterial an die Fläche 5 ansaugt. Hierzu sind im Lichtleitkörper
4 zwei horizontal verlaufende Ringkanäle 9, 10 vorgesehen, welche jeder für sich
mit vertikal verlaufenden Bohrungen 11, 12 verbunden ist, die an der Fläche 5 ins
Freie münden. Dies ist insbesondere aus F i g. 3 ersichtlich, in welcher der Lichtleitkörper
4 aus Gründen der Anschaulichkeit teilweise aufgeschnitten ist.
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Der innere Ringkanal 9 ist über die Verbindungsleitung 13 direkt mit
dem Innenraum des noch näher zu beschreibenden Umschaltventils 15 verbunden -vgl.
F i g. 2 und 3 - während der Ringkanal 10 über die Zuleitungen 16 und 17 und den
weiter unten noch näher erläuterten Hahn 18 an die Verbindungsleitung 13 und somit
an das Umschaltventil 15 wahlweise angeschlossen werden kann.
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An den Schlauchstutzen 19 des Ventils 15 ist der Schlauch 20 angeschlossen,
der zur nicht dargestellten Vakuumpumpe der Ansaugvorrichtung für das Kopierpapier
führt. Ein Elektromagnet 14 dient zur Betätigung des Ventils 15. Zweckmäßigerweise
sind das Ventil 15 und der Träger des Ventilmagneten 14 an den Lichtleitkörper 4
angesetzt.
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Zum Einschalten des Ventilmagneten 14 dient der Mikroschalter 21,
der auf nicht näher beschriebene Weise von einem Taststift 22 in der Auflagefläche
5 des Kopiermaterials betätigt wird.
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Der Hahn 18 besitzt eine U-förmige Bohrung, durch welche bei entsprechender
Einstellung die Rohrleitungen 16, 17 miteinander verbunden oder voneinander getrennt
werden. Auch dieser ist am Lichtleitkörper 4 angeordnet. Die Einstellung ist auf
nicht näher beschriebene Weise mit der formatbedingten Einstellung eines Anschlagwinkels
gekuppelt.
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Die Papieransaugöffnungen 11, 12 sind auf zwei Rechtecklinien mit
gemeinsamem Mittelpunkt angeordnet, und zwar derart, daß sämtliche Öffnungen von
Kopierpapieren des Formates 9 X 13 cm abgedeckt werden. Hingegen werden beim Auflegen
von Kopierpapieren der Formate 7,4 X 10,4 cm und 9 X 9 cm auf die Fläche 5 nur sämtliche
Ansaugöffnungen 11 abgedeckt, nicht aber die Öffnungen 12.
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Die Wirkungsweise der vorgeschlagenen Vorrichtung ist folgende: Obwohl
die nicht dargestellte Saugpumpe ständig in Betrieb ist, ist das Röhrensystem des
Lichtleitkörpers 4 im Ausgangszustand nicht an die Pumpe angeschlossen, da der Magnet
14 stromlos und das Ventil 15 geschlossen ist.
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Vor einemKopiervorgangwirdzunächst derPapieranschlagwinkel23 auf das
jeweils gewünschte Kopierpapierformat eingestellt. Je nachdem, ob ein Kopierpapier
vom Format 9 X 13 cm oder vom Format 7,4 X 10,4 bzw. 9 X 9 cm benutzt wird, werden
die Ansaugöffnungen 11, welche in den Ringkanal 9 münden, an das Ventil
15 automatisch angeschlossen oder von diesem abgeschaltet.
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Danach wird das Kopierpapier auf die Fläche 5 des Lichtleitkörpers
4 aufgelegt und glattgestrichen, wobei der über die Fläche 5 hinausragende Taststift
22 nach unten gedrückt wird. Hierbei wird der Mikroschalter 21 geschlossen und somit
der Elektromagnet 14 unter Strom gesetzt, so daß das Ventil 15 sich öffnet.
Die Vakuumpumpe saugt deshalb die Luft aus den Leitungen des Lichtleitkörpers 4
ab, soweit sie an das Verbindungsrohr 13 angeschlossen sind, wodurch das Kopierpapier
an die Fläche 5 fest angesaugt wird. Der Taststift 22 wird durch das aufgelegte
Papierblatt in der eingedrückten Stellung gehalten, so daß auch der Schalter 21
geschlossen und der Magnet 14 während des gesamten Kopiervorganges erregt bleibt.
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Durch Niederdrücken einer Auslösetaste wird die Kopierlampe des nicht
dargestellten Vergrößerungsgerätes in den Stromkreis eingeschaltet und somit die
Belichtung des Kopiermaterials begonnen.
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Im Lichtleitkörper 4 werden die das Kopierpapier durchdringenden und
durch die Fläche 5 hindurchtretenden Lichtstrahlen mehrfach reflektiert. Sie gelangen
auf diese Weise zum Lichtaustrittsfenster 7 des Lichtleitkörpers. Die in ihm angeordneten
Kanäle 9, 10, 11, 12, 13 der Papieransaugvorrichtung sowie die in ihm angeordneten
Übertragungsglieder für die Bewegung des Taststiftes 22 wirken sich für die Lichtführung
praktisch nicht störend aus.
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Damit unabhängig vom jeweils verwendeten Kopierpapierformat nur das
durch das Kopierpapier hindurchdringende Kopierlicht zur Fotozelle 3 gelangt, ist
der Bereich der Fläche 5, der außerhalb des durch die Ansaugöffnungen 11 beschriebenen
Rechteckes liegt, durch eine lichtundurchlässige Maske abgedeckt. Der zentrale,
innerhalb des Rechteckes der Öffnungen 11 liegende Bereich der Fläche
5 ist vorzugsweise mit einem rasterartigen, beispielsweise aus einem Blatt
Papier bestehenden Einstellschirm versehen.
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Die Ansaugöffnungen 11, 12 können auch derart angeordnet sein,
daß andere als die bei der gezeigten Ausführungsform der Erfindung zur Benutzung
vorgesehenen Kopierpapierformate Anwendung finden können. Die Ansaugöffnungen 11,
12 brauchen auch nicht unbedingt auf den Umfangslinien von Rechtecken angeordnet
zu sein, sondern können auch auf den Umfangslinien anderer geometrischer Figuren,
z. B. Elipsen, liegen. Es können auch mehr als zwei Gruppen von Ansaugöffnungen
11, 12 an der Kopierfläche 5 angeordnet sein.
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Die Anwendung des vorgeschlagenen Schichtträgerhalters beschränkt
sich nicht auf fotografische Kopiergeräte, sondern ist auch bei anderen Geräten
möglich, so z. B. bei Geräten zur Bildbetrachtung und bei Geräten der Reproduktions-
und Röntgentechnik.