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DE1174804B - Bogengreifer an bogenverarbeitenden Maschinen - Google Patents

Bogengreifer an bogenverarbeitenden Maschinen

Info

Publication number
DE1174804B
DE1174804B DEV22701A DEV0022701A DE1174804B DE 1174804 B DE1174804 B DE 1174804B DE V22701 A DEV22701 A DE V22701A DE V0022701 A DEV0022701 A DE V0022701A DE 1174804 B DE1174804 B DE 1174804B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gripper
sheet
spring
support
force
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV22701A
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Hanske
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Planeta Druckmaschinenwerk AG
Original Assignee
Planeta Druckmaschinenwerk AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Planeta Druckmaschinenwerk AG filed Critical Planeta Druckmaschinenwerk AG
Priority to DEV22701A priority Critical patent/DE1174804B/de
Publication of DE1174804B publication Critical patent/DE1174804B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
    • B41F21/10Combinations of transfer drums and grippers
    • B41F21/104Gripper details

Landscapes

  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

  • Bogengreifer an bogenverarbeitenden Maschinen Die Erfindung bezieht sich auf einen Bogengreifer an bogenverarbeitenden Maschinen, insbesondere in Druckmaschinen, bestehend aus einem auf einer Greiferwelle befestigten mit einem Federfußpunkt und einem Stützanschlag versehenen Haltestück und einem daran federnd befestigten auf einer Greiferwelle drehbar gelagerten halbschalenförmig ausgearbeiteten Greifer.
  • Um eine einwandfreie passerhaltige Übergabe des Bogens beim Transport des Bogens durch die Maschine zu erhalten, werden die verschiedensten Systeme von Bogengreifern angewendet.
  • Bei den bekannten Bogengreifersystemen tritt oft das sogenannte »Schieben« auf. Man versteht darunter eine geringe Verschiebung der Bogengreiferzunge zur Auflagefläche des Bogengreifers. Das »Schieben« der Bogengreifer hat seine Ursache in einer funktionsunsicheren Lagerung des Bogengreiferhebels.
  • Durch die schwingende Bewegung des Bogengreiferhebels entsteht eine meist trockene Reibung zwischen Bogengreiferwelle und den Lagerholmen des Bogengreiferhebels. Um ihre Wirkung abzuschwächen, ist ein relativ großes Spiel zwischen der Bogengreiferwelle und den Lagerholmen erforderlich. Dieses Spiel ist die Ursache für das »Schieben«, das aus den nicht beherrschten bzw. unkontrollierten Bewegungen des Bogengreiferhebels während des Greifvorganges entsteht.
  • Um die Wirkung des »Schiebens« abzuschwächen, wurde bei verschiedenen bekannten Bogengreifersystemen das Spiel dieser Lagerung möglichst gering gehalten und die Gleitflächen des Bogengreiferhebels einerseits und die der Bogengreiferwelle andererseits mit hochwertigen Lagerwerkstoffen belegt. Trotz dieser Maßnahme kann nicht verhindert werden, daß auftretender Papierstaub, der durch die Bewegung des Bogens aufgewirbelt wird, sowie Teilchen des zum Trocknen des bedruckten Bogens angewendeten Bestäubungspuders in die Lagerung zwischen Bogengreiferhebel und -greiferwelle gelangen und dort eine schmirgelnde Wirkung erzeugen, die das Spiel in dieser Lagerstelle in relativ kurzer Zeit bis zur Funktionsuntauglichkeit vergrößert. Die Funktionsuntauglichkeit bezieht sich hauptsächlich auf das »Schieben« des Bogengreifers, das durch das vergrößerte Spiel ein schnelles Verschleißen der Greiferzunge zur Folge hat. Dieser Verschleiß hat zur Folge, daß die abgenutzten Greiferhebel durch neue ersetzt werden müssen. Um das Auswechseln rasch durchzuführen, sind Bogengreifer entwickelt worden, die dies auf einfache Weise ermöglichen. Damit ist aber noch nicht die Ursache des »Schiebens« erkannt und beseitigt.
  • Wie schon erwähnt, ensteht es durch das auftretende Lagerspiel. Das »Schieben«, das durch dieses Lagerspiel infolge nicht beherrschter Bewegungen des Bogengreiferhebels während des Greifvorganges entsteht, hat seine Ursache in den Wechsel der Kraftrichtungskomponente an der Lagerung des Bogengreiferhebels, der im Moment des Zugreifens entsteht.
  • Die bisher bekannten Greifer sind in diesem Moment entweder völlig labil und »schwimmen«, oder sie führen eine Bewegung entweder in Richtung des Bogens oder entgegengesetzt durch. Die Größe dieser Bewegung entspricht dem Lagerspiel des Bogengreiferhebels.
  • Dieses »Schieben« ist bisher in der Druckpraxis nicht als schädlich erkannt worden, da es sich für die Registerhaltigkeit beim Druckvorgang nicht unmittelbar störend auswirkt, weil der Bogen im Moment des Zugreifens des einen Bogengreifersystems von einem anderen Bogengxeifersystem noch festgehalten wird. Beim erstmaligen Erfassen des Bogens in der Maschine hat das »Schieben« noch keinen schädlichen Einfluß auf das Arbeitsergebnis.
  • Durch das »Radieren« der Bogengreiferzunge auf dem Bogen, was eine Auswirkung des »Schiebens« darstellt, wird diese, auch wenn ihr Werkstoff sehr verschleißfest ist, in kurzer Zeit blankgescheuert. Die blankgescheuerte Bogengreiferzunge hat einen geringeren Reibungswiderstand und. ist daher für das Festhalten des Bogens eine höhere Haltekraft erforderlich.
  • Es sind Bogengreifer in verschiedenen Ausführungen bekannt, bei denen die Bogengreiferzunge oder die Greiferaufschlagfläche bzw. beide zur Erhöhung des Reibungswiderstandes mit körnigen Belägen, mit Rillen oder durch Ätzung erzeugten rasterartigen Oberfläche mit erhöhten Punkten, versehen ist. Auch diese Ausführungsarten sind, wenn der Bogengreiferhebel radiert, nur eine verhältnismäßig kurze Zeit wirksam. Aus den geschilderten Mängeln ergibt sich die Aufgabe, die Lagerung und Anordnung der Greiferteile und die Größe der auftretenden Kräfte so zu gestalten bzw. die wirksame Richtung der Kräfte zu bestimmen, daß ein »Schieben« der Greiferzunge nicht stattfinden kann.
  • Durch die Anordnung der Lagerung und der Greiferwelle ist ein Teil dieser Aufgabenstellung erfüllt. Das schädliche Lagerspiel wird durch alle in eine Richtung weisenden Waagerechtkomponenten ausgeschaltet.
  • Der andere Teil der Aufgabenstellung bezieht sich auf die Größe der Kräfte. Die wirkenden Momente können sich unter Erfüllung der ersten Bedingung bei entsprechender Hebelgestaltung so ergeben, daß zwar die Waagerechtkomponenten alle in eine Richtung weisen, aber trotzdem eine schädliche Relativbewegung durch Pendeln der Resultierenden beim Öffnen und Schließen des Greifers entsteht. Die Verwirklichung des zweiten Teiles ist ohne den ersten Teil - alle Waagerechtkomponenten weisen in eine Richtung - nicht möglich. Der wirksamere Effekt für die Praxis wird jedoch erzielt, wenn eindeutig die resultierende Gegenkraft in ihrer Richtung bestimmt ist. U.
  • Erfindungsgemäß wird dies durch einen in bekannter Weise auf der Greiferwelle befestigten, mit einem Federfußpunkt und einem' Stützanschlag versehenen Haltestück und einem halbschaJenförmig ausgearbeiteten Greifer, dessen eines Ende mit dem am Haltestück befindlichen Federfußpunkt über eine Feder verbunden ist, während sich das andere Ende bei geschlossenem Greifer.auf der Greiferauflage und bei offenem Greifer auf dem Stützanschlag abstützt, dadurch erreicht, indem die Feder so angeordnet und die Stützebene bzw. die Greiferauflagenfläche so geneigt ist, daß die waagerechten Komponenten von Federkraft, Abstützkraft bzw. Auflagekraft bei geöffnetem und geschlossenem Greifer in die gleiche Richtung weisen und dabei die Anlagefläche zwischen Greiferwelle 1 und Lagerholm 7 in der gleichen Lage bleibt.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die Anordnung der erwähnten Teile des Bogengreifer, indem die Wirkungslinie der resultierenden Gegenkraft an der Lagerstelle des Bogengreiferhebels so liegt, daß sie in jeder Bewegungsphase die Richtung annähernd beibehält.
  • Eine weitere Ausführung der Erfindung ist ein Bogengreifer, dessen Neigung der Fläche der Bogengreiferaufschlagzunge und die Neigung der Stützebene am Haltestück gleich sind und die Wirkungslinie der Gegenkraft senkrecht liegt. Dadurch nimmt die zur sicheren Lagebestimmung des Bogengreifers entscheidende resultierende Komponente einen Maximalwert an, wobei die notwendige Federkraft relativ klein sein kann.
  • Ein anderes Ausführungsbeispiel ist an einem Bogengreifer gegeben, bei dem der Auflagepunkt des Bogengreiferhebels auf dem Haltestück, der mittlere Auflagepunkt der Greiferzunge und der Angriffspunkt der Feder des Bogengreifers auf einer Geraden liegen, die durch den Mittelpunkt der Lagerung des Bogengreiferhebels verläuft. Dadurch faJlen die resultierenden Waagerechtkomponenten alle auf eine Wirkungslinie, wodurch eine optimale statische Bestimmtheit des Bogengreifers gewährleistet ist und die eingeleitete Federkraft relativ klein wird.
  • In den Zeichnungen sind Prinzipskizzen und ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 die Prinzipskizze eines Bogengreifers in geschlossener Stellung und die dabei auftretenden Kraftwirkungen, F i g. 2 den gleichen Greifer in geöffneter Stellung und die dabei auftretenden Kraftwirkungen, F i g. 3 die Prinzipskizze eines Bogengreifers, bei dem die Angriffspunkte der Kräfte alle auf einer Geraden liegen und die dabei auftretenden Kraftwirkungen, F i g. 4 ein Ausführungsbeispiel in Vorderansicht, F i g. 5 das Ausführungsb,-ispiel nach F i g. 4 in Seitenansicht.
  • In den Zeichnungen ist mit 1 die Bogengreiferwelle bezeichnet, auf der das Haltestück 2 befestigt ist, an dem der Bogengreiferhebel 3 durch die Bogengreiferfeder 4 zur Anlage an die Bogengreiferwelle gebracht wird. Die Anordnung der Stützebene 5 am Haltestück 2, der Bogengreiferzunge 6, der Lagerholme 7 des Bogengreiferhebels 3 und der Druckfeder 4 ist so gestaltet, daß die Wirkungslinie der resultierenden Gegenkraft 8 an den Lagerholmen 7 in jeder Bewegungsphase des Bogengreiferhebels 3 unverändert bzw. nahezu unverändert schräg zur Mittellinie, die von Mitte Bogengreiferwelle 1 zur Mitte der Greiferzunge 6 verläuft, geneigt ist.
  • Die Wirkungslinie der resultierenden Gegenkraft 8 ist gemäß Schema F i g. 1 und 2 so geneigt, daß an den Lagerholmen 7 des Greiferhebels 3 eine Waagerechtkomponente 9 einwirkt, die größer oder gleich der Waagerechtkomponente 10 an der Stützebene 5 des Haltestückes 2 ist und entgegen der Richtung zur Greiferzunge 6 gerichtet ist. Die Waagerechtkomponente 9 ist ebenfalls größer oder gleich der Waagerechtkomponente 11, .die im geschlossenen Zustand des Bogengreiferhebels 3 an der Greiferzunge 6 wirkt und entgegen der Richtung zur Greiferzunge wirksam ist.
  • Dadurch ist erreicht, daß die Lagerholme 7 des Bogengreiferhebels 3 immer spielfrei mit der gleichen Berührungsstelle an der Greiferwelle 1 anliegen.
  • Um optimale Effekte der statischen Bestimmtheit des Bogengreiferhebels 3 zu gewährleisten, ist nach Ausführungsbeispiel gemäß der F i g. 3 die Fläche der Greiferzunge 6 und die Fläche der Stützebene 5 parallel zueinander angeordnet, und die Wirkungslinie 12 der Druckfeder 4 liegt senkrecht oder annähernd senkrecht dazu.
  • Um bei dieser Anordnung nach F i g. 3 die eingeleitete Federkraft möglichst klein zu halten, ist die Lage der Greiferzunge 6, die Lage der Stützebene 5, der Angriffspunkt der Feder 4 so angeordnet, daß die Angriffspunkte aller wirksam werdenden Kräfte auf einer Geraden 13 liegen, die durch den Mittelpunkt der Greiferwelle 1 verläuft und die Kraftrichtung 14 an der Greiferzunge und Kraftwirkung 15 an der Stützebene 5 sowie die Kraftrichtung 12 der Feder 4 möglichst die gleiche oder annähernd gleiche Richtung haben.
  • Zu dem im Ausführungsbeispiel dargestellten Bogengreifer gehören ferner die an sich bekannten Befestigungsmittel, wie beispielsweise eine Schraube 16, die gleichzeitig das Haltestück 2 auf der Bogengreiferwelle 1 spannt und als Lager für die Druckfeder 4 dient. Mittels der Schraube 16, die mit einer Gegenmutter 17 gesichert ist, ist die Vorspannung der Feder 4 einstellbar.
  • Am Bogengreiferhebel3 ist in bekannter Weise eine einstellbare Anschlagschraube 19 angeordnet, die mit einer Gegenmutter 20 gesichert ist. Die Feder 4 wirkt mit ihrer Kraft über ein an dem Bogengreiferhebel 3 einhängbares Lagerblech 18 auf den Bogengreiferhebel3 ein und drückt die Anschlagschraube 19 gegen die Stützebene 5. Beim Aufschlag der Greiferzunge 6 gegen den auf der Greiferaufschlagfläche liegenden Bogen wird die Berührung der Anschlagschraube 19 mit der Stützebene 5 gelöst, wie es in F i g. 1 dargestellt ist, und die Kraft 12 der Feder 4 wirkt als Anpreßdruck 14 auf die Greiferzunge 6.
  • Der Erfindungsgedanke beschränkt sich nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel. Der Bogengreifer kann auch mit anderen Mitteln so gestaltet werden, daß die resultierende Gegenkraft 8 und die Waagerechtkomponenten 9, 10 und 11 in der gleichen oder ähnlichen Weise wirksam sind, wie es in der Beschreibung dargelegt ist.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Bogengreifer an bogenverarbeitenden Maschinen, bestehend aus einem auf der Greiferwelle befestigten, mit einem Federfußpunkt und einem Stützanschlag versehenen Haltestück und einem halbschalenförmig ausgearbeiteten Greifer, dessen eines Ende mit dem am Haltestück befindlichen Federfußpunkt über eine Feder verbunden ist, während sich das andere Ende bei geschlossenem Greifer auf der Greiferauflage und bei offenem Greifer auf dem Stützanschlag abstützt, d a -durch gekennzeichnet, daß die Feder (4) so angeordnet und die Stützebene (5) bzw. die Greiferauflagenfläche (6) so geneigt ist, daß die waagerechten Komponenten von Federkraft (12), Abstützkraft (15) bzw. Auflagekraft (14) bei geöffnetem und geschlossenem Greifer in die gleiche Richtung weisen und dabei die Anlagefläche zwischen Greiferwelle (1) und Lagerholm (7) in der gleichen Lage bleibt. z. Bogengreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche der Greiferzunge (6) parallel zur Fläche der Stützebene (5) des Haltestückes (2) verläuft und die Federkraft (12) senkrecht oder annähernd senkrecht dazu wirkt. 3. Bogengreifer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagepunkt des Bogengreiferhebels (3) auf der Stützebene (5) des Haltestückes (2), der Auflagepunkt der Greiferzunge (6) sowie der Angriffspunkt der Feder (4) auf der Geraden (13) liegen und die Wirkungslinie der Feder (4) diese Gerade (13) schräg so kreuzt, daß eine Kraftwirkung in Richtung der Greiferzunge (6) besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Standardisierungsentwurf TGL 4169, veröffentlicht in der Zeitschrift »Standardisierung«, Heft 11/1957.
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