DE1173237B - Reifenaufbautrommel mit verschiebbaren Seiten-waenden und einem rohrfoermigen Mantel - Google Patents
Reifenaufbautrommel mit verschiebbaren Seiten-waenden und einem rohrfoermigen MantelInfo
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- B29D30/06—Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
- B29D30/08—Building tyres
- B29D30/20—Building tyres by the flat-tyre method, i.e. building on cylindrical drums
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B 29 h
Deutsche Kl.: 39 a6 -17/16
Nummer: 1173 237
Aktenzeichen: P 24885 X / 39 a6
Anmeldetag: 22. April 1960
Auslegetag: 2. Juli 1964
Es ist bekannt, Luftreifen auf einer Trommel aufzubauen, die aus zwei starren scheibenförmigen koaxialen
und gegeneinander und voneinander wegbewegbaren Seitenwänden und aus einem ausdehnbaren
Material bestehenden rohrförmigen Mantel 5 besteht, die die Seitenwände überdeckt und an den
Außenflächen der Seitenwände gasdicht verankert ist. Dabei sind die Seitenwände auf einer aus zwei teleskopartig
ineinanderschiebbaren Teilen bestehenden Maschine parallel angeordnet, und am Umfang jeder
Seitenwand ist eine Nut vorgesehen, die einen ausweitbaren Ring zusammen mit einem aufblasbaren
Luftschlauch aufnimmt.
In den Raum zwischen den Seitenwänden und dem rohrförmigen Mantel kann zum Ausweiten des
Mantels Preßluft eingelassen werden, um ihn und einen Teil des Reifens aus einer vorher zylindrischen
Form in die Reifengestalt umzuwandeln. Zu Beginn eines Reifenaufbauvorganges wird auf der Trommel
eine Mehrzahl von Lagen für die Herstellung der Reifenkarkasse aufgewickelt, und die Reifenwulst-
und -verstärkungsdrähte werden ebenfalls aufgebracht
und über zwei Nuten am Umfang der ausweitbaren Ringe angeordnet. Die Ringe werden dann ausgeweitet,
so daß sie die Karkassenlagen des Reifens und die beiden Enden des ausweitbaren Mantels gegen
die Wulstdrähte pressen. Wenn der Mantel ausgeweitet wird, wobei gleichzeitig die beiden Seitenwände
einander um einen vorbestimmten Betrag genähert werden, bleiben die beiden an den Enden
des zylindrischen Teiles des Mantels gebildeten Verbindungsstege tangential zu den Wulstdrähten und
nicht zu den Außenflächen der Seitenwände, an denen der Mantel verankert ist. Dann werden die Enden
der Karkassenlagen über die Wulstdrähte herumgelegt und in den zwischen den Wulstdrähten liegenden
Teilen der Lagen angeheftet.
Der Abstand zwischen den beiden Nuten am Umfang der ausweitbaren Ringe bestimmt die Länge der
Lagen zwischen den Wulstdrähten und infolgedessen den Verlauf der Erzeugenden, die dem Innenprofil
des herzustellenden Reifens entspricht. Daraus folgt, daß bei Änderung der Reifengröße auch dieser Verlauf
der Erzeugenden geändert werden muß, und da bei bisher verwendeten Trommeln der Abstand zwisehen
den beiden Verankerungsstellen des Mantels und der Mittellinie der beiden ausweitbaren Ringe
gleichbleibend ist, ist es erforderlich, für Reifen verschiedener Größe Mäntel verschiedener Länge zu
verwenden.
Zweck der Erfindung ist es, bei Aufbautrommeln der vorstehend beschriebenen Art zu erreichen, daß
Reifenaufbautrommel mit verschiebbaren Seitenwänden und einem rohrförmigen Mantel
Anmelder:
Pirelli Societä per Azioni, Mailand (Italien)
Vertreter:
Dr. E. Wiegand, München 15,
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Als Erfinder benannt:
Dario Giletta,
Antonio Pacciarini, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 24. April 1959 (6994)
mit Hilfe eines ausweitbaren Mantels von konstanter Länge Reifen von sich innerhalb gewisser Grenzen
ändernder Größe aufgebaut werden können.
Die Erfindung bezieht sich somit auf eine Reifenaufbautrommel mit zwei starren kreisförmigen koaxialen
Seitenwänden, die in axialer Richtung in Bezug aufeinander verschiebbar sind, einem rohrförmigen
Mantel, dessen Enden an den Außenflächen der Seitenwände gasdicht verankert sind, einem an jeder
Seitenwand vorgesehenen, von dem Mantel umgebenen in je einem festen Ring gelagerten Sitzring, dessen
Durchmesser von einem kleineren Wert auf einen größeren Wert mit Bezug auf den Durchmesser
der Seitenwände aufweitbar ist.
Die Reifenaufbautrommel ist erfindungsgemäß durch den Vorschlag gekennzeichnet, daß die Ringe
mit den Sitzringen durch an den Seitenwänden angeordnete Zug- und Druckschrauben axial verschiebbar
sind.
Durch eine solche Ausbildung wird der Vorteil erreicht, daß die gleiche Reifenaufbautrommel für Rei-
409 628/2Ξ0
fen verschiedener Größe verwendet werden kann, ohne daß es erforderlich ist, irgendwelche Teile auszuwechseln.
Die Reifenaufbautrommel wird nachstehend an Hand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert, die eine Aufbautrommel im Längsschnitt darstellt.
Auf einer Welle 1, die aus zwei ineinanderschiebbaren Wellenteilen besteht, sind zwei Buchsen 2 und
3 angeordnet, von denen die Buchse 2 auf dem einen der beiden Wellenteile mit Hilfe einer Schraubmutter
S gegen eine Schulter 4 festgelegt ist, während die zweite Buchse 3 auf dem anderen Wellenteil mit
Hilfe einer aufschraubbaren Verriegelungsmutter 7 gegen eine Schulter 6 festgelegt ist.
Jede Buchse 2 und 3 ist mit einer als Flansch ausgebildeten Seitenwand 8 bzw. 9 versehen, und an jeder
Seitenwand 8 bzw. 9 ist ein Haltering 11 bzw. 12 mit Hilfe von Schrauben 10 befestigt.
Zwischen dem Ring 11 und der Seitenwand 8 sowie zwischen dem Ring 12 und der Seitenwand 9
sind in Nuten die verdickten Kanten eines rohrförmigen Mantels 13 eingeklemmt, der mit Hilfe von
Textil- oder Metallfadenelementen in zwei rechtwinklig zueinander verlaufenden Richtungen verstärkt
ist, nämlich in einer parallel zur Drehachse verlaufenden Längsrichtung über die ganze Länge
des Mantels und in einer rechtwinklig zur Drehachse verlaufenden Querrichtung über eine begrenzte Zone
im mittleren Teil des Mantels.
Die Buchsen 2 und 3 tragen jeweils einen verschiebbaren
Ring 14 bzw. 15. Die Ringe 14 bzw. 15 sind gegenüber ihren Buchsen 2, 3 mit Hilfe von
Dichtungen 16 bzw. 17 abgedichtet. In den Seitenwänden 8 und 9 sind in abwechselnder Lage zu den
Schrauben 10 Druckschrauben 18 und Zugschrauben 19 angeordnet. Die Zugschrauben 19 sind in den
Ringen 14 bzw. 15 verriegelt, gehen durch entsprechende Bohrungen in den Ringenil bzw. 12 hindurch
und sind mit Muttern 20 versehen. Diese Reihe von Schrauben ist vorgesehen, um den Abstand
zwischen den verschiebbaren Ringen 14 und 15 und den Seitenwänden 8 und 9 nach Belieben zu
ändern.
Die verschiebbaren Ringe 14 und 15 weisen je einen Sitz 21 bzw. 22 auf, und jeder Sitz ist durch
einen Ring 23 bzw. 24 geschlossen, wobei die Ringe 23 und 24 an den verschiebbaren Ringen 14 bzw. 15
mit HiKe von (nicht dargestellten) Schrauben befestigt sind. Jeder der beiden Sitze 21 und 22 nimmt
einen ausdehnbaren Sitzring 25 bzw. 26 aus elastischem Material und einen zugehörigen aufblasbaren
Luftschlauch 27 bzw. 28 auf. Am Umfang jedes der ausdehnbaren Ringe 25 und 26 ist eine Nut 29 bzw.
30 ausgebildet. Jeder der Ringe 25 und 26 weist ferner an seinen Seiten zylindrische Flächen 31, 32 bzw.
33, 34 auf, die sich gegen entsprechende Widerlagerflächen in dem betreffenden Sitz 21 bzw. 22 legen
können, um die Ausdehnung der Ringe 25 und 26 zu begrenzen, wenn diese noch nicht gegen die
Wulstkerne des aufzubauenden Reifens verriegelt sind. Ein durch die Welle 1 hindurchgehender Luftdurchlaßkanal
35 gestattet die Einführung von Preßluft in den Raum zwischen den Seitenwänden 8 und 9
und dem Mantel 13.
Um einen Reifen auf der Trommel aufzubauen, werden die nachfolgenden Arbeitsstufen durchgeführt:
Die beiden Buchsen 2 und 3 werden voneinander wegbewegt, indem die die Buchsen tragenden WeI-lenteiie
sich in Bezug aufeinander teleskopartig verschieben und sich dadurch die beiden Seitenwände 8
und 9 voneinander wegbewegen, um den Mantel 13 und seine undehnbare Längsverstärkung zu strecken.
Dann werden die beiden verschiebbaren Ringe 14 und 15 einander genähert oder voneinander wegbewegt,
indem die Druckschrauben 18 und die Muttern 20 der Zugschrauben 19 eingestellt werden, um die
Mittelachsen der Nuten 29 und 30 auf einen Abstand zu bringen, welcher dem Verlauf der inneren Erzeugenden
des aufzubauenden Reifens, gemessen zwischen den beiden Wulstkernen, entspricht.
Auf die in dieser Weise vorbereitete Trommel werden dann die verkautschukten Lagen der Karkassen
des aufzubauenden Reifens aufgewickelt, und die beiden Wulstkerne werden auf diese Lagen aufgebracht
und in der Mittelachse der betreffenden Nuten 29 und 30 angeordnet. Danach wird Preßluft
in die beiden Luftschläuche 27 und 28 eingelassen, um die elastischen Ringe 25 und 26 auszudehnen,
und es wird Preßluft in den Innenraum der Trommel eingelassen, wobei die beiden Buchsen 2 und 3
um einen vorbestimmten Betrag einander genähert werden, während sich der Mantel 13 ausweitet. Die
Enden der Karkassenlagen, die über die Wulstkerne hinausragen, werden um die Wulstkerne herumgebogen,
so daß sie an dem zentralen Teil der Lagen anhaften, und danach wird der Reifenrohling dadurch
fertiggestellt, daß sämtliche weiteren Elemente aufgebracht werden, die ihn vervollständigen.
Da der Abstand zwischen den Mittelachsen der beiden ausdehnbaren Ringe 25 und 26 nach Belieben
geändert werden kann, selbst wenn der Abstand zwischen den beiden Seitenwänden 8 und 9 unverändert
gehalten wird, kann derselbe Mantel innerhalb gewisser Grenzen für die Herstellung von Reifen verwendet
werden, bei denen sich die Länge der Erzeugenden ihres Innenprofils, gemessen von Wulstdraht
zu Wulstdraht, ändert.
Claims (4)
1. Reifenaufbautrommel mit zwei starren kreisförmigen koaxialen Seitenwänden, die in axialer
Richtung in Bezug aufeinander verschiebbar sind, einem rohrförmigen Mantel, dessen Enden an
den Außenflächen der Seitenwände gasdicht verankert sind, einem an jeder Seitenwand vorgesehenen,
von dem Mantel umgebenen in je einem festen Ring gelagerten Sitzring, dessen Durchmesser von einem kleineren Wert auf einen
größeren Wert mit Bezug auf den Durchmesser der Seitenwände aufweitbar ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ringe (14, 15) mit den Sitzringen (25, 26) durch an den Seitenwänden
(8, 9) angeordnete Zug- und Druckschrauben (19, 18) axial verschiebbar sind.
2. Reifenaufbautrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Seitenwänden
(8, 9) Buchsen (2, 3) starr verbunden sind, auf denen die Ringe (14,15) axial verschiebbar angeordnet
und gegenüber den Buchsen (2, 3) durch Dichtungen (16, 17) abgedichtet sind.
3. Reifenaufbautrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Seitenwänden
(8, 9) die Druckschrauben (18) und die Zug-
schrauben (19) in abwechselnder Lage zu den Befestigungsteilen
des Mantels (13) an den Seitenwänden (8, 9) angeordnet sind.
4. Reifenaufbautrommel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugschrauben
(19) in den Ringen (14, 15) verriegelt sind, durch entsprechende Bohrungen in den
Halteringen (11, 12) des Mantels (13) hindurchgehen und an ihren Außenenden Muttern (20)
aufweisen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 785 416;
USA.-Patentschrift Nr. 1551040.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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