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DE1172400B - Ofenanlage mit mehreren Elektro-Induktionsschmelzoefen - Google Patents

Ofenanlage mit mehreren Elektro-Induktionsschmelzoefen

Info

Publication number
DE1172400B
DE1172400B DEA31781A DEA0031781A DE1172400B DE 1172400 B DE1172400 B DE 1172400B DE A31781 A DEA31781 A DE A31781A DE A0031781 A DEA0031781 A DE A0031781A DE 1172400 B DE1172400 B DE 1172400B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
melting
furnaces
overheating
power
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA31781A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Harbauer
Horst Hellerling
Dr-Ing Gerhard Seulen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Edelstahlwerke AG
AEG AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke AG, AEG AG filed Critical Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority to DEA31781A priority Critical patent/DE1172400B/de
Priority to CH349260A priority patent/CH387230A/de
Priority to BE589540A priority patent/BE589540A/fr
Publication of DE1172400B publication Critical patent/DE1172400B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description

  • Ofenanlage mit mehreren Elektro-Induktionssehmelzöfen Größere Schmelzofenanlagen zum Schmelzen von Metallen, insbesondere Eisen, mit mehreren Schmelzofeneinheiten werden im allgemeinen so betrieben, daß dem Gießereibetrieb eine bestimmte Menge an gießfähiger Schmelze in einer bestimmten Zeiteinheit zur Verfügung steht. Zum anderen wird von der Seite der Energieversorgung her gewünscht oder zwangläufig gefordert, daß eine bestimmte Auslastung der Energiequelle oder ein bestimmter, im allgemeinen möglichst gleichmäßiger Verbrauch des Energieträgers gesichert ist. Ein stark schwankender oder stoßweiser Verbrauch von Brenngasen, elektrischer Energie oder flüssigen Brennstoffen ist unerwünscht, weil dadurch die Schmelzofenanlage unwirtschaftlich arbeitet.
  • Nach einem älteren Vorschlag kann dem Gießereibetrieb in einem besonderen Verfahren des Einsatzes der einzelnen Schmelzöfen fortlaufend eine bestimmte Menge an gießfähiger Schmelze zur Verfügung gestellt werden. In diesem älteren Verfahren wird vorgeschlagen, den Ofenbetrieb in drei Arbeitsphasen einzuteilen. Ein Ofen soll sich jeweils in der Chargierphase, einer in der Gießphase und die restlichen Öfen sollen sich, zeitlich gestaffelt, in der Schmelzphase befinden.
  • Dieses Verfahren hat sich für den Gießereibetrieb sehr bewährt. Von der Seite der Energieerzeugung her ergaben sich dann noch gewisse Ungleichheiten in der Ausnutzung des Energieträgers und der dafür vorgesehenen Versorgungseinrichtungen, wenn zum Einschmelzen besonders leistungsfähige Energieversorgungseinrichtungen vorgesehen sind, beispielsweise dann, wenn ein schnelles Niederschmelzen verlangt ist. Es ist im allgemeinen das Bestreben in den Gießereien, die Öfen mit einer so hohen Leistung zu beaufschlagen, daß der Einschmelzvorgang abgekürzt wird und damit eine möglicbst große Menge an Schmelze aus dem Ofen pro Schicht herausgebracht wird.
  • Je nach Art des zu schmelzenden Werkstoffes erfordert das überhitzen zwischen 10 und 30% der insgesamt aufzuwendenden Wärmemenge, die für das Einschmelzen vom kalten Zustand bis zum Erreichen der gewünschten Gießtemperatur erforderlich ist. Bei Gußeisen, schwarzem oder weißem Temperguß, liegt der Schmelzpunkt etwa im Bereich von 12501 C, während je nach Art des Werkstoffes und der Formgebung des zu erzeugenden Gußstückes das Vergießen bei Temperaturen von 1400 bis 15201 C erfolgen muß. Für das Erreichen der Schmelztemperatur von 12501 C sind bei einer Vergießtemperatur von 1520' C etwa 8019/o der insgesamt erforderlichen Wärmemenge aufzubringen, da das überhitzen beispielsweise von 1250 auf 1520' C etwa 20% der insgesamt aufzubringenden Wärrnemenge erfordert. Wird nun während seiner Schmelz- und überhitzungsphase der Ofen mit gleicher Leistung beaufschlagt, so ergibt sich, daß etwa 8011/a der Gesamtchargenzeit für das Schmelzen und etwa 201/o der Gesamtchargenzeit für das überhitzen gebraucht werden. Diese prozentuale Aufteilung gilt hier für das angezogene Beispiel. Je nach Art des Werkstoffes und der gewünschten Vergießtemperatur können sich diese Werte ändern. Ist die überhitzungstemperatur geringer, so können beispielsweise nur 10% der Gesamtchargenzeit überhitzungszeit sein. Wird nun aber während des überhitzens mit der vollen, während des Schmelzens an dem Ofen liegenden Leistung gearbeitet, so ergeben sich die nun aufgeführten Nachteile: 1. Die überhitzungszeit wird so kurz, daß es in den meisten Betrieben nicht mehr möglich ist, eine einwandfreie Analysenbestimmung und in dieser kurzen Zeit das gegebenenfalls erforderliche Korrigieren der Charge durchzuführen.
  • 2. Beim Einsatz elektrischer Induktionsöfen aller Art, gleichgültig, ob es sich um Netzfrequenztiegelöfen, Mittelfrequenztiegelöfen, Netzfrequenzrinnenöfen oder um solche Öfen handelt, die von Frequenzvervielfachern gespeist werden, ergibt sich in der überhitzungsphase eine Badbewegung, die bei hoher überhitzungsleistung besonders groß ist. Obwohl eine gewisse Badbewegung erwünscht ist, zeigt die Praxis, daß bei übergroßer Badbewegung die auf der Schmelze befindliche Schlackenschicht aufgerissen wird und Bestandteile der Schlacke in die Schmelze gezogen werden. Da außerdem durch die übergroße Badbewegung ein starker mechanischer Abrieb am Tiegel durch die bewegte Schmelze eintritt, folgt eine Verringerung der Tiegelhaltbarkeit. Außerdem gelangen die Abriebpartikel in die Schmelze und verunreinigen diese. Endlich ergibt sich durch die außerordentlich starke Badbewegung in der überhitzungsphase und durch das zusätzliche Aufreißen der Schlackenschicht eine besonders große Gasaufnahme in die Schmelze, die bekanntlich insbesondere durch den Wasserstoffgehalt zu einer Minderung der physikalischen Eigenschaften des erzeugten Gußstückes führt.
  • Die genannten Nachteile konnten bei elektrischen Induktionsofenanlagen bisher nur vermieden werden, indem während der überhitzungsphase die in der Schmelzphase zugeführte hohe Leistung herabgesetzt wurde. Dadurch ergibt sich jedoch eine ungenügende Ausnutzung der Energieerzeugungsanlage, da diese während der überhitzungsphase nur teilbelastet ist und damit mit schlechtem Wirkungsgrad arbeitet. Da außerdem infolge der Teilbelastung der Energieerzeugungsanlage während der Überhitzungsphase die Menge an Schmelze bei der ganzen Anlage, bezogen auf die installierte Heizleistung, verringert ist, ergab sich bisher die Forderung, eine wesentlich Größere Leistung der Energieerzeugungsanlage zu installieren, als es in bezug auf die zu erhaltende Menge an Schmelze erforderlich war.
  • Die vorliegende Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile bekannter Schmelzofenanlagen und bekannter Verfahren zum Schmelzen metallischer Werkstoffe zu vermeiden. Sie stellt eine Ofenanlage mit mehreren Elektro-Induktionsschmelzöfen dar, die mittels Schalteinrichtungen im Wechsel auf Schmelzleistung, überhitzungsleistung usw. bei weitgehend gleichmäßigem Gesamtenergieverbrauch an Strom quellen anzuschließen sind, und die Erfindung besteht darin, daß zwei Stromquellen vorgesehen sind, von denen die leistungsstärkere gleichmäßig die jeweilige gesamte Schmelzleistung und die leistungsschwächere vorzugsweise ebenfalls gleichmäßig die jeweilige gesamte überhitzungsleistung liefert.
  • Die Ofenanlage gemäß der Erfindung hat gegenüber dem bekannten Stand der Technik verschiedene Vorteile: Die Energiequelle für das Einschmelzen kann ohne Berücksichtigung der für das überhitzen erforderlichen Leistung mit sehr hoher Leistung ausgelegt werden. Hierdurch ist es möglich, die eigentliche Schmelzzeit auf ein Minimum zu verkürzen. Die Energiequelle für das überhitzen kann dagegen mit Creringerer Leistung so ausgelegt werden, daß für das überhitzen alle vorher beschriebenen Nachteile vermieden werden. Insbesondere kann die Leistung so Crewählt werden, daß eine erhöhte Badbewegung, ein Aufreißen der Schlackenschicht, eine unerwünschte Gasaufnahme der Schmelze und ein ebenso unerwünschter Abrieb des Tiegels vermieden sind. Die Energiequelle für das überhitzen wird dabei so bemessen, daß sie während der gesamten überhitzungsphase praktisch ihre Nennleistung abgibt.
  • Die Figuren erläutern den Gegenstand der Erfindung: Werden in der Schmelzofenanlage beispielsweise drei Öfen verwendet, so ergeben sich optimale Verhältnisse, wenn für jeden Ofen die Schmelzzeit, die überhitzungszeit und die Summe von Vergießzeit und Chargierzeit zeitlich gleichgewählt werden.
  • F i g. 1 zeigt das Betriebsdiagramm dieser Anlage. Hier ist die Leistung N der jeweiligen Energieerzeugungsanlage über der Zeit t aufgetragen. Während Ofen 1 einschmilzt, vergießt und chargiert Ofen 2, und Ofen 3 ist in der überhitzungsphase. Wenn Ofen 1 überhitzt, schmilzt Ofen 2, Ofen 3 vergießt und chargiert sofort anschließend wieder. Wenn Ofen 1 vergießt und chargiert, überhitzt Ofen 2 und Ofen 3 schmilzt. Unter dem Betriebsdiagramm sind die Leistungsentnahmen N aus den speisenden Energiequellen aufgetragen. Es ergibt sich eine völlig gleichmäßige Schmelzleistung Ni und eine völlig gleichmäßige überhitzungsleistung N.., mit der die beiden Energiequellen, zum Schmelzen und zum Überhitzen, belastet sind. Das Vergießen V erfolgt diskontinuierlich.
  • F i g. 2 zeigt in gleicher Weise das Betriebsdiagramm und den Verlauf der Kurve der Leistungsentnahme aus den speisenden Energiequellen. Die hohe Schmelzleistung Ni wird dem Netz völlig gleichmäßig entnommen. Die Oberhitzungsleistung N, belastet das Netz in stets gleichbleibenden rechteckigen Kurvenzügen gleicher Höhe, wobei als leistungslose Zeit zwischen den Kurvenzügen lediglich die Chargierzeit auftritt. Da nun die Schmelzleistung ein Mehrfaches der überhitzungsleistung ist, wirken sich in der Gesamtleistungsentnahme die leistungslosen Chargierzeiten in der überhitzungsleistung kaum aus. Auch in diesem Fall kann man noch von einer praktisch gleichmäßigen Leistungsaufnahme der gesamten Schmelzofenanlage aus dem Netz sprechen. Das Vergießen V erfolgt stetig.
  • Bei der Verwendung von vier Öfen wird so verfahren, daß die Zeiten für das Schmelzen, Oberhitzen, Vergießen und Chargieren eines jeden Ofens unter sich gleich gewählt werden.
  • Die Ofenanlage gemäß der Erfindung ist auch für eine größere Anzahl zu einer Ofenanlage gehörenden Öfen durchführbar.
  • Bei einer Anlage mit fünf Schmelzöfen ergibt sich ein besonders günstiges Betriebsdiagramm, wenn zwischen die Überhitzungs- und die Vergießphase eine kurze Pausenzeit eingeschaltet wird. Während dieser erfolgt ein Temperaturausgleich in der Schmelze. Bei diesem Verfahren bleiben die Energiequellen für die Schmelz- und die Oberhitzungsleistung über die gesamte Betriebszeit gleich belastet, ebenso ist aber auch ein kontinuierliches Vergießen gewährleistet. Dieses ausgezeichnete Verfahren genügt sowohl den Anforderungen der Energieversorgung auf konstante Belastung als auch denen des Gießereibetri#ebes nach kontinuierlichem Vergießen. Als Merkmal des Taktablaufes des Verfahrens bezeichnet, ergibt sich: 1 Takt Chargieren, 4 Takte Schmelzen, 2 Takte überhitzen. 1 Takt Haltezeit.
  • 2 Takte Vergießen.
  • Während der Haltezeit kann aus einer besonderen Stromquelle Warmhalteleistung entnommen werden, die im Vergleich zur Schmelz- oder Überhitzungsleistung gering ist. Schmelz-, überhitzungs- und Warmhalteleistung verhalten sich beispielsweise etwa wie 20: 10: 1.
  • Als besonders zweckmäßig erweist sich dabei die Staffelung der Schmelztakte in der Weise, daß jeweils in zwei Schmelzöfen geschmolzen wird, von denen einer in dem fortgeschrittenen, leistungsmäßig beruhigten Teil der Schmelzphase liegt, der andere dagegen sich im ersten Teil der Schmelzphase befindet, in dem die Leistungsaufnahme infolge der Stückigkeit des Einsatzes und anderer Einwirkungen unruhiger ist.
  • In der F i g. 4 ist das Betriebsdiagramm bei Verwendung von fünf Öfen gezeigt.
  • Bei Verwendung von sechs Öfen soll die Schmelzzeit nach dem Betriebsdiagramm der F i g. 4 gleich der Stimme von Vergieß- und Chargierzeit sein, wobei wiederum zwei Öfen der Schmelzofenanlage mit der Schmelzleistung und zwei weitere mit der überhitzungsleistung beaufschlagt sind. Das Vergießen ist um die Zeit des Chargierens diskontinuierlich.
  • Bei Einsatz weiterer Schmelzöfen in der Anlage ergeben sich entsprechende überlegungen, soweit es sich nicht um ein einfaches Vervielfachen der Anzahl der Öfen handelt, die sich in einer Phase befindet. Die Ofenanlage gemäß der Erfindung ist bei allen Ausführungsformen von Schmelzofenanlagen anwendbar. Sie kann für elektrisch beheizte Widerstandsöfen, für Lichtbogenöfen oder, vorzugsweise, für Induktionsöfen verwendet werden.
  • Bei der Anwendung für Induktionsöfen, gleichgültig ob es sich um Tiegelöfen oder Rinnenöfen handelt und gleichgültig mit welcher Frequenz die Öfen betrieben werden, ergeben sich nämlich ganz besondere Vorteile. Diese Öfen haben bekanntlich einen schlechten Leistungsfaktor (cosT"). Die Größe der zur Kompensation des Leistungsfaktors erforderlichen Kondensatorenbatterie wächst bei gegebenem cos(p praktisch linear mit der dem Ofen zugeführten Wirkleistung. Wird nun ein Ofen mit einer Kondensatorenbatterie versehen, die für die hohe Schmelzleistung ausgelegt ist, so wird in bekannten Schmelzofenanlagen bei Herabregelung der Schmelzleistung die Kondensatorenbatterie schlecht ausgenutzt. Bei der Ofenanlage gemäß der Erfindung jedoch wird die Kondensatorenbatterie der Stromerzeugungsanlage zugeordn#et. Der einzelne Ofen wird jeweils in der Schmelzphase auf die zur Erzeugung der Schmelzenergie vorgesehene Energiequelle, einschließlich der für das Schmelzen erforderlichen Kondensatorenbatterie, geschaltet. Bei Umschaltung auf Überhitzungsleistung in der überhitzungsphase erfolgt eine Umschaltung des Ofens auf die Energiequelle anderer Spannung und/oder Frequenz und geringerer Leistung, einschließlich derdiesergeringerenLeistung entsprechenden Kondensatorenbatterie. Um die unterschiedliche Leistungsaufnahme der Öfen in der Schmelz- und überhitzungsphase zu erreichen, wird bei Schmelz- und überhitzungsbetrieb mit unterschiedlichen Spannungen und/oder Frequenzen gearbeitet. Diese unterschiedlichen Spannungen und/ oder Frequenzen werden so gewählt, daß bei dem gegebenen Anpassungswiderstand der Öfen bei Schmelzbetrieb die hohe Leistung und bei Überhitzungsbetrieb die geringere Leistung jeweils unter Nennbelastung der Energiequellen und ihrer ihnen zugeordneten Kondensatorenbatterien aufgenommen werden. Hierfür soll ein Beispiel gegeben werden: Soll eine Netzfrequenz-Ofenanlage gemäß der Erfindung ausgelegt werden, so wird für die Schmelzleistung eine Energiequelle, z. B. ein Transformator mit einer Spannung von 760 V, gewählt. Die Spannung der Energiequelle für das Überhitzen wird beispielsweise mit 380 V vorgesehen. Hierbei ergeben sich bei Nennbelastung 2511/o der Leistungsaufnahme für das überhitzen, bezogen auf die Leistungsaufnahme für das Schmelzen.
  • In manchen Fällen ist diese überhitzungsleistung noch zu hoch. In solchen Fällen wird dann die überhitzungs-Energiequelle mit einer Spannung von 220 V ausgelegt, wobei sich sodann eine Leistungsaufnahme von 80 "/o, beim überhitzen, bezogen auf die Schmelzleistung, ergibt. Selbstverständlich sind auch alle Zwischenspannungen ausführbar.
  • Gemäß einem weiteren Beispiel kann für das überhitzen bei einer Netzfrequenz-Induktionsofenanlage als Energiequelle beispielsweise ein statischer Frequenzverdreifacher, der die dem Ofen zugeführte Leistung mit dreifacher Netzfrequenz liefert, dienen. Auch in diesem Falle wird gemäß dem Leistungsbedarf beim Überhitzen die Spannung der Energiequelle so bemessen, daß bei dem bekannten Anpassungswiderstand des Ofens bei Nennbelastung der Energiequelle gerade die erforderliche überhitzungsleistung abgegeben wird. Bei Mittelfrequenz-Induktionsofenanlagen wird sinngemäß verfahren. Wenn beispielsweise Einzelgeneratoren Verwendung finden, so wird Leistung oder Frequenz dieser Generatoren so aufeinander abgestimmt, daß bei deren Nennbelastung die erforderliche Schmelzleistung dem einen Generator und die erforderliche überhitzungsleistung dem anderen Generator entnommen werden kann. Naturgemäß können die Energiequellen auch aus parallelgeschalteten Gruppen von Generatoren bestehen.
  • Bei Verwendung eines Saminelschienensystems wird so vorgegangen, wie es die F i g. 5 für den Betrieb von fünf Öfen in einer Schmelzofenanlage zeigt.
  • Diese Figur zeigt ganz schematisch die Schaltung der Anlage. Es ist dabei auf die Kennzeichnung erforderlichenfalls noch einzuschaltender Regel- und Meßglieder verzichtet. Auf der Seite der Energieerzeugung ist Parallelschaltung mehrerer Einheiten möglich.
  • 1 ist ein Generator, der die Schmelzleistung in die Sammelschiene 2 einspeist. Der Generator 3 erzeugt die zum überhitzen benötigte geringere Leistung und speist damit die Sammelschiene 4. Zur Speisung der Sammelschiene 6 für das Warmhalten ist ein Frequenzvervielfach,er 5 vorgesehen. Die Kondensatorenbatterie zur Kompensation der Blindleistung der an der Sammelschiene jeweils vorgegebenen und damit bekannten Leistung erfolgt an der jeweiligen Schiene bei 7, 8 und 9. Jeder der fünf Schmelzöfen 10, 20. 30, 40 und 50 kann nun über die Umschalter 11, 21. 31, 41 und 51 auf die Sammelschienen 2, 4 und e geschaltet werden. Das Gleiche gilt für den Reserveofen60 mit dem Umschalter 61, der im Störungsfall oder bei Ausfall oder Reparatur eines Schmelzofens diesen ersetzen kann.
  • Sind nun die fünf Öfen gemäß dem Diagramm der F i g. 3 in Betrieb, so ergibt sich die in F i g. 5 dargestellte Stellung der Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51. Die Öfen 10 und 20 sind in der Schmelzphase und damit über die Kontakte 12 und 22 mit der Schmelzsammelschien,e 2 verbunden. Ofen 30 vergießt; der Schalter 31 befindet sich in der Nullstellung 33. Ofen 40 ist nach überhitzung vergießbereit und kann erforderlichenfalls, wie es im Beispiel angegeben ist, warmgehalten werden. Hierzu ist der Umschalter 41 auf den Kontakt 46 gelegt. Der Umschalter 51 des Ofens 50 legt über den Kontakt 54 die Ofenspule an die Sammelschiene 4 zum Überbitzen der Schmelze.
  • Bei Wechsel der Arbeitsphase für die Öfen werden die den Öfen zugeordneten Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51 entsprechend der Taktvorschrift umgeschaltet.
  • Die F i g. 6 zeigt eine Schmelzofenanlage gemäß dem Betriebsdiagramm der F i g. 3 mit fünf Schmelzöfen und einem Reserveofen. Zur besseren Anpassung des Widerstandes der Schmelzöfen sind hier insbesondere für die Schmelz- und auch für die überhitzungsphase Regeltransformatoren vorgesehen. Die Bezugszeichen entsprechen denen der F i g. 5. Auch hier sind der Einfachheit halber mögliche oder zweckmäßige Parallelschaltungen der Stromerzeuger nicht gezeichnet.
  • Von der Sammelschiene 2, auf die der (die) zur Erzeugung der Schmelzleistung bestimmte(n) Generator(en) 1 arbeitet (arbeiten), werden über Regeltransformatoren l' und l" die Sammelschienen 2' und 2" eingespeist. Die Kompensation der Blindströme erfolgt an diesen Schienen bei 7' und T'. Jeder dieser Schienen 2' und 2" ist je ein Kontakt 12', 22', 32', 42', 52' und 12", 22", 32"5 42", 52" an den Umschaltern 11, 21, 31, 41, 51 zugeordnet. Auch in der F i g. 6 sind die Stellungen der Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51 so angegeben, daß die beiden Öfen 10 und 20 sich in Schmelzphase befinden, wobei der Ofen 10 mit der Sammelschiene 2", der Ofen 20 mit der Schiene V' verbunden ist. Der Ofen 30 ist in der Vergießphase; hierbei wäre an sich betriebsmäßig der Schalter 31 auf der Nullstellung 33. Tritt nun eine Störung beim Vergießen auf, ist eine zweite Warmhaltestromquelle 5" vorgesehen, so daß jeder Ofen im Bedarfsfall warmgehalten werden kann. Hier in diesem Beispiel werden gerade die beiden Öfen 30 und 40 warmgehalten. über den Schalter 73 ist die Sammelschiene 6 getrennt, so daß Ofen 30 über den Kontakt 36 am Umschalter 31 mit der Warmhaltestromquelle 5', Ofen 40 über Kontakt 46 am Umschalter 41 mit der Warmhaltestromquelle 5" verbunden ist. Die Kompensation der Blindströme erfolgt jeweils bei 9' und 9". Durch diese Schaltung können zeitliche Ungenauigkeiten des Arbeitstaktes, beispielsweise im Falle einer Störung, ausgeglichen werden.
  • Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, den gesamten tumusgemäßen Zeitablauf der Schmelzofenanlage so vorzuverlegen, daß immer, auch bei befristeten Störungen im Gesamtbetrieb, ein vergießfertiger Ofen für das kontinuierliche Vergießen zur Verfügung steht. Mittels der zweiten Warmhaltestromquelle wäre gegebenenfalls auch das Fritten eines neu ausgestampften Tiegels möglich, der an Stelle des Reserveofens 60 angeschlossen werden könnte. Dieser Reserveofen 60 ist zusätzlich vorgesehen und kann über den Schalter 61 mit den Sammelschienen 2', 4 oder 6 verbunden werden, wenn einer der fünf Öfen ausfällt.
  • Im dargestellten Beispiel sind die Warmhalteenergiequellen als Frequenzverdreifacher dargestellt. Sie können jedoch auch gesonderte Generatoren sein oder auch Transformatoren, die direkt vom Netz oder von der Sammelschiene 2 eingespeist werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Ofenanlage mit mehreren Elektro-Induktionsschmelzöfen, die mittels Schalteinrichtungen im Wechsel auf Schmelzleistung, überhitzungsleistung usw. bei weitgehend gleichmäßigem Gesamtenergieverbrauch an Stromquellen anzuschließen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Stromquellen (1, 3) vorgesehen sind, von denen die leistungsstärkere (1) gleichmäßig die jeweilige gesamte Schmelzleistung und die leistungsschwächere (3) vorzugsweise ebenfalls gleichmäßig die jeweilige gesamte überhitzungsleistung liefert.
  2. 2. Ofenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzöfen (10, 20, 30, 40, 50, 60) Elektroinduktionsöfen untereinander gleicher elektrischer Anschlußwerte und Baugrößen sind. 3. Ofenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus Transformatoren (Y, V', Y) und zugeordneten Kondensatorenbatterien (7', 7", 8) bzw. Generatoren (1, 3) und zugeordneten Kondensatorenbatterien bestehende Energieübertrager vorgesehen sind, an die die Schmelzöfen (10, 20, 30, 40, 50, 60) derart wechselweise im Arbeitstakt anzuschließen sind, daß sie die zum Schmelzen notwendige Energie stetig und die zum überhitzen der Schmelze notwendige Energie vorzugsweise stetig entnehmen. 4. Ofenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum unmittelbaren Anschluß der Elektroinduktionsöfen (10, 20, 30, 40, 50, 60) über Trennumschalter (11, 21, 31, 41, 51, 61) je ein Sammelschienensystem (2, 4, 6) für die Schmelzleistung und für die überhitzungsleistung vorgesehen ist. 5. Ofenanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Sammelschienensystem (2, 4, 6) von Netztransformatoren, statischen Frequenzvervielfachern (5), Mittelfrequenzgeneratoren, Mittelfrequenztransformatoren, erforderlichenfalls in Parallelschaltung, gespeist ist. 6. Ofenanlage nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Sammelschienensystem (2, 4, 6) eine Kondensatorenbatterie (7, 8, 9) vorgesehen und mit diesem verbunden ist, die entsprechend der für die Schmelz-oder überhitzungsphase vorgegebenen Leistungsaufnahme zur Kompensation des Blindstromes des jeweils auf die Sammelschiene geschalteten Schmelzofens bemessen ist. 7. Ofenanlage nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzöfen (10, 20, 30, 40, 50, 60) in der Schmelzphase und in der überhitzungsphase mit Strömen unterschiedlicher Spannung und/oder Frequenz gespeist sind. 8. Ofenanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung der Elektroinduktionsöfen (10, 20, 30, 40, 50, 60) je eine Stromquelle (1, 3), vorzugsweise Mittelfrequenzgenerator, für das Schmelzen und für das Überhitzen vorgesehen ist. 9. Ofenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung der Elektroinduk -Lionsöfen zum Schmelzen und/oder überhitzen je eine Stromquelle, beispielsweise Netztransforinator, statischer Frequenzvervielfacher, Mittelfrequenzgenerator, vorgesehen ist. 10. Ofenanlage nach den Ansprüchen 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Stromquelle für das Schmelzen und für das überhitzen eine Kondensatorenbatterie vorgesehen und mit dieser verbunden ist, die entsprechend der für die Schmelz- oder überhitzungsphase vorgegebenen Leistungsaufnahme zur Kompensation des Blindstromes des jeweils an die Stromquelle geschalteten Schmelzofens bemessen ist. 11. Ofenanlage nach den Ansprüchen 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Energiequelle (5, 5") zum Warmhalten der gießfähigen Schmelze vorgesehen ist. 12. Ofenanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Warmhaltung der gießfähigen Schmelze als Stromquelle ein Netztransformator, Frequenzvervielfacher, NEttelfrequenzgenerator oder Mittelfrequenztransfonnator vorgesehen ist. 13. Ofenanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sammelschiene (6) vorgesehen ist, auf die die warmzuhaltenden Induktionsschmelzöfen (10, 20, 30, 40, 50, 60) geschaltet sind. 14. Ofenanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Blindstrom des jeweils warmzuhaltenden Induktionsschmelzofens entsprechend der für die Warmhaltezeit vorgegebenen Leistungsaufnahme an der Sammelschiene kompensiert ist. 15. Ofenanlage nach den Ansprüchen 4 bis 6 und 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anpassung der sich verändernden Verbraucherwiderstände des Schmelzofens Regeltransformatoren zwischen Sam el chiene und Schmelzofen vorgesehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 554 485, 720 000; deutsche Auslegeschrift Nr. 1025 540; deutsche Patentanmeldungen A7661V1I1d/21h (bekanntgemacht am 25.6.1953), S11462VII1d/ 21 h (bekanntgemacht am 15. 10. 1953); belgische Patentschrift Nr. 525 914; USA.-Patentschrift Nr. 2 669 647.
DEA31781A 1959-04-10 1959-04-10 Ofenanlage mit mehreren Elektro-Induktionsschmelzoefen Pending DE1172400B (de)

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BE589540A BE589540A (fr) 1959-04-10 1960-04-08 Procédé d'exploitation de fours de fusion

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