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DE1171149B - Spritzkopf zum kontinuierlichen Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischenKunststoffen - Google Patents

Spritzkopf zum kontinuierlichen Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischenKunststoffen

Info

Publication number
DE1171149B
DE1171149B DESCH28819A DESC028819A DE1171149B DE 1171149 B DE1171149 B DE 1171149B DE SCH28819 A DESCH28819 A DE SCH28819A DE SC028819 A DESC028819 A DE SC028819A DE 1171149 B DE1171149 B DE 1171149B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nozzle
stirring tools
injection head
webs
head according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH28819A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl Hetfleisch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schloemann AG
Original Assignee
Schloemann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schloemann AG filed Critical Schloemann AG
Priority to DESCH28819A priority Critical patent/DE1171149B/de
Publication of DE1171149B publication Critical patent/DE1171149B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
    • B29C48/25Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C48/36Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die
    • B29C48/362Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die using static mixing devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
    • B29C48/03Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor characterised by the shape of the extruded material at extrusion
    • B29C48/09Articles with cross-sections having partially or fully enclosed cavities, e.g. pipes or channels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
    • B29C48/25Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C48/30Extrusion nozzles or dies
    • B29C48/32Extrusion nozzles or dies with annular openings, e.g. for forming tubular articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Extrusion Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Spritzkopf zum kontinuierlichen Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischen Kunststoffen Rohre oder auch andere Hohlprofile aus Kunststoff zum Leitungsbau verschiedenster Art sind seit geraumer Zeit bekannt. In erster Linie sind es die thermoplastischen Kunststoffe, die für eine Rohrfabrikation herangezogen werden. Die Herstellung solcher aus thermoplastischen Kunststoffen bestehender Rohre oder Halbprofile gestaltet sich unter Benutzung von Schneckenpressen verhältismäßig einfach. Es wird hierbei ein gut plastifizierter und homogenisierter Kunststoff mit hohem Druck durch eine dem gewünschten Profil entsprechende Ringdüse kontinuierlich ausgepreßt. Derartige Ringdüsen bestehen aus einem hohlen Düsenmantel und einem dem jeweiligen lichten Maß des Profils entsprechenden Kern bzw. Lochdorn. Dieser Lochdorn ist mit mindestens einem, vorzugsweise jedoch mit mehreren meist symmetrisch zur Querschnittsachse angeordneten Rippen oder Stegen versehen, die die Verbindung mit dem Düsenmantel zur Halterung des Lochdornes herstellen. Der Düsenquerschnitt und somit der Durchmesser des Lochdornes und der innere Durchmesser des Düsenmantels sind dabei so bemessen, daß die durchfließende Kunststoffmasse einen dem jeweiligen Profil entsprechenden Hohlkörper bildet.
  • Durch die den Lochdorn haltenden Rippen oder Stege wird der Materialfluß zwangläufig geteilt, und es muß dafür gesorgt werden, beispielsweise durch im Längsschnitt gesehene wellenartige Verengungen und Erweiterungen des Düsenquerschnittes, daß das Material hinter den Stegen wieder zusammenfließt und miteinander verschweißt. Eine gewisse Fließnahtbildung ist aber unvermeidlich und beruht darauf, daß die einzelnen Fasern bzw. Molekülketten des Materials sich bei dem Vorbeigleiten an den Rippen oder Stegen gleichmäßig in Längsrichtung orientieren, so daß selbst nach der später stattfindenden Verschweißung die sonst im Material übliche Vernetzung oder Verästelung der Fasern bzw. Molekülketten unterbrochen ist. Die sa entstehenden Spannungsschichten, auch Strukturen oder Texturen genannt, sind um so stärker, je-ungünstiger die Viskositätsmerkmale und je länger die Molekülketten, d. h. je höher der K-Wert des zu verarbeitenden Kunststoffes ist. Bei Kunststoffen mit besonders langen Molekülketten können die Texturen bzw. Fließnahtbildungen so stark werden, daß regelrechte Einkerbungen an dem Fertigstück zurückbleiben. Diese Erscheinungen (Texturen) bilden sowohl bei der Formgebung bzw. der Konstruktion der Düse als auch bei den fertigen Formkörpern ein ernstes Problem. Die Festigkeit der gebrauchsfertigen Formkörper wird durch diese Texturen erheblich herabgesetzt. Bei Rohren oder anderen Hohlprofilen wirkt sich diese Festigkeitsverminderung insbesondere auf die Berstdruckfestigkeit sehr unangenehm aus, da das Rohr an den Stellen, wo die das Rohr bildende Kunststoffmasse beim Fördern durch den Spritzkopf die Tragnppen oder Tragstege der Ringdüse umflossen hat, Streifen mit verminderter Festigkeit aufweist. Stranggepreßte Kunststoffrohre neigen daher dazu, bei gewissem Innendruck an diesen Stellen in Längsrichtung aufzuplatzen.
  • Um die eben geschilderten, durch Texturen hervorgerufenen Nachteile erträglicher zu gestalten, ist es bereits bekannt, die Kunststoffmasse mit einer erheblich über ihrem Erweichungspunkt liegenden Temperatur der Düse zuzuführen, wodurch hinter den den Lochdorn haltenden Rippen oder Stegen eine bessere Verschweißung des Materials herbeigeführt werden soll.
  • Des weiteren ist aus denselben Gründen bereits vorgeschlagen worden, die Rippen oder Stege, mit denen der Lochdorn in seiner Stellung fixiert ist, durch eine auf den Bereich der Rippen oder Stege örtlich begrenzte Wärmezufuhr zusätzlich aufzuheizen, um zumindest in der Stegpartie die Plastifizierungstemperatur zu erhalten und eine bevorzugte Abkühlung der Kunststoffmasse beim Umfließen der Tragrippen oder Stege zu vermeiden. Eine solche zusätzliche Aufheizung kann sowohl durch eine um den Düsenmantel herumliegende Ringheizung als auch durch im Inneren der Rippen oder Stege angeordnete elektrische Heizelemente erfolgen.
  • Derartige Maßnahmen können zwar das Verschweißen des Materials hinter den Rippen oder Stegen unter Umständen begünstigen, aber die eigentliche Ursache der Texturen bzw. Fließnahtbildungen, nämlich die Materialorientierung durch Reibungskräfte an den Rippen- oder Stegwänden, wird vollkommen unberücksichtigt gelassen. Hinzu kommt, daß die Wärmekontrolle an den einzelnen Punkten, beispielsweise den Rippen oder Stegen, technisch außerordentlich schwierig ist, so daß zu der Material-Orientierung sehr leicht noch thermische Schädigungen der Kunststoffmasse hinzukommen können. Diese Maßnahmen erbrachten also keinen befriedigenden Erfolg.
  • Zur Beseitigung von Texturen bzw. Fließnähten bei stranggepreßten Rohren ist ein Rohrspritzkopf bekannt, bei dem im Bereich zwischen den den Dorn haltenden Stegen und dem Austrittsspalt der Düse in der Oberfläche des Dornes ein Außengewinde und in die Innenfläche des Düsenmantels ein gegengängiges Innengewinde eingeschnitten ist. Durch diese Gewindezüge wird beim Durchgang der Preßmasse durch den Spritzkopf die Innenhaut des Schlauches beispielsweise nach rechts und die Außenhaut nach links abgelenkt. Da aber die Förderung der Preßmasse auf Grund des von dem Extruder aufgebauten Preßdruckes erfolgt, also durch rückwärtig angreifende Schubkräfte, wird die Preßmasse bei ihrem Durchfluß durch den Spritzkopf immer den Weg des geringsten Widerstandes wählen. Das heißt, daß all die im Querschnitt des Materialflusses gelegenen Schichten, die nicht unmittelbar von den Gewindezügen erfaßt werden, in gerader Richtung weiterströmen, wobei in diesen relativ dicken Schichten auch keine Beseitigung der Fließnähte erfolgt.
  • Die Fließnähte werden durch die Ablenkung der äußeren dünnen Grenzschichten lediglich verwischt.
  • Es sind ferner Verfahren sowie entsprechende Vorrichtungen bekannt, die durch Erschütterungen des Massestranges beispielsweise durch Beschallung oder mechanisch erzeugte Schwingungen die Beseitigung von Texturen bewirken. Derartige Verfahren oder Vorrichtungen eignen sich aber nur bei der Verarbeitung von thixotrop veranlagten Massen, wie beispielsweise keramische Massen, insbesondere Ton od. dgl. deren Molekularaufbau sich aber grundlegend von dem der Kunststoffe unterscheidet. Kunststoffe, insbesondere die zum Strangpressen geeignete Thermoplaste mit langen Molekülketten, sind dagegen gegen Thixotropie unempfindlich. Außerdem kann durch die auf einen Kunststoffstrang einwirkenden Erschütterungen, z. B. Ultraschall, ein unkontrollierbarer Wärmeeffekt auftreten, der wiederum zu thermischen Schädigungen des Kunststoffes führen kann.
  • Schließlich sind zur Beseitigung von Texturen, insbesondere bei der Verarbeitung von keramischen Massen noch gitter- oder siebartige Organe bekannt, die unmittelbar vor den Düsenlippen innerhalb der Düse angeordnet sind und die gegebenenfalls auch quer zur Vorschubrichtung des Massestranges in Schwingungen versetzt werden können. Bei derartigen schwingenden Organen wird in der Masse ebenfalls ein thixotroper Effekt hervorgerufen, und es treten bei der Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen die gleichen Nachteile auf wie bei den direkten thixotropen Verfahren. Feststehende Gitter oder Siebe sind für die Kunststoffverarbeitung aber nur dann geeignet, wenn der durch feststehende Gitter od. dgl. entstehende Druckaufbau in Kauf genommen werden kann oder sogar erwünscht ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die bei stranggepreßten Kunststofferzeugnissen auftretenden Tex- turen, die durch im Spritzkopf vorhandene, zur Halterung eines Kernes oder Lochdornes dienender Rippen oder Stege hervorgerufen werden, so zu zerstören, daß das Fertigprodukt aus einem innigen und gleichmäßigen Gefüge besteht.
  • Die Erfindung bezieht sich somit auf einen Spritzkopf zum kontinuierlichen Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischen Kunststoffen, bei dem der in der Düse angeordnete Dorn von den zum Austrittsquerschnitt führenden Werkstoffzuführungskanal durchsetzenden Stegen gehalten ist und bei dem im Bereich zwischen den den Dorn haltenden Stegen und dem Austrittsquerschnitt der Düse bauliche Vorkehrungen zur Beseitigung der durch die Dornhaltestege erzeugten Fließnähte getroffen sind.
  • Der erfindungsgemäße Spritzkopf zeichnet sich gegenüber bekannten Spritzköpfen dadurch aus, daß auf der zum Austrittsquerschnitt der Düse hin gelegenen Seite der Dornhaltesteg und diesen unmittelbar benachbart in den Werkstoffzuführungskanal hineinragende Rührwerkzeuge angeordnet sind und daß für die Rührwerkzeuge ein eigener Antrieb vorgesehen ist.
  • Durch diese Ausgestaltung des Spritzkopfes wird erreicht, daß die durch Reibungskräfte an den Stegwänden molekular längsorientierten Materialschichten (Texturen, Fließnähte) eine Durchmischung und damit nahezu vollkommene Homogenisierung erfahren, wobei eine Vernetzung oder Verästelung der Molekülketten auch quer zur Längsrichtung des Stranges herbeigeführt wird.
  • Vorteilhaft sind die Rührwerkzeuge axial auf Wellen aufgesetzt, die in radial zum Werkstoffzuführungskanal ausgerichteten Bohrungen des Düsenmantels drehbar gelagert und von außen über Ritzel und Zahnkranz antreibbar sind.
  • Um ein Durchdringen der in der Düse unter hohem Druck stehenden Kunststoffmasse durch die Radialbohrungen des Düsenmantels zu verhindern, ist es zweckmäßig, daß die Wellen an ihren die Rührwerkzeuge tragenden Enden konische Erweiterungen aufweisen und mit diesen in entsprechend ausgebildeten Ausmündungen der radialen Bohrungen des Düsenmantels eingepaßt sind.
  • Vorteilhaft ist ferner, wenn in den Radialbohrungen des Düsenmantels oder in den die Rührwerkzeuge tragenden Wellen Längs- oder Spiralnuten vorgesehen werden, durch die in die Lagerungen eingedrungenes und geschädigtes Material nach außen abbefördert werden kann. Durch diese Maßnahme ist die Gewähr gegeben, daß sich vorzugsweise beim Anfahren der Maschine eventuell in die Lagerungen eindrückendes Material nicht festsetzen und verbrennen kann.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Rührwerkzeuge an einem in einer Ringnut des Düsenmantels dreh- oder schwenkbar gelagerten Ring befestigt. Vorteilhaft sind mehrere Rührwerkzeuge tragende Ringe hintereinander vorgesehen, die gleich oder gegenläufig antreibbar sind. Auch bei dieser Ausführungsform sind zweckmäßig nach außen führende Durchlaßöffnungen vorgesehen, durch die zwischen die Dichtflächen des Ringes oder der Ringe eingedrungenes plastisches Material abgeführt werden kann.
  • Zu dieser Ausführungsform ist zum Stand der Technik jedoch noch ein Spritzkopf zur Herstellung von Schlauchfolien zu erwähnen, wonach es bereits bekannt ist, einen konzentrisch zum Dorn angeordneten Ring in einer Ringnut des Düsenmantels drehbar zu lagern. Bei der Drehung des Ringes, dessen innerer Umfang mit dem Werkstoff in Berührung kommt, werden tangential gerichtete Kräfte auf die den Spritzkopf durchströmende Preßmasse ausgeübt, wodurch das Wiedervereinigen des zuvor geteilten Stranges gefördert und gleichzeitig eine Verbesserung der Homogenität infolge adiabatischer Erwärmung herbeigeführt wird. Diese Wirkungen treten aber nur bei sehr dünnen Düsenquerschnitten (Folienherstellung) auf. Die Anwendung von in den Werkstoffzuführungskanal hineinragenden Rührwerkzeugen ist auch in diesem Zusammenhang bei großen Düsenquerschnitten nicht bekannt.
  • Eine weitere mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Spritzkopfes besteht darin, daß Rührwerkzeuge als Verlängerungen der Dornhaltestege ausgebildet sind.
  • Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Spritzkopfes seien an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch ein auf einer normalen Ringdüse hergestelltes Kunststoffrohr, F i g. 2 ein Schaubild in polarer Darstellung, das die Festigkeit eines wie in Fig. 1 dargestellten Kunststoffrohres innerhalb der einzelnen Kreisabschnitte veranschaulicht, F i g. 3 einen Querschnitt durch einen Ringspritzkopf mit den nach der Erfindung ausgebildeten Rührwerkzeugen, F i g. 4, 5, 6 und 7 verschieden ausgestaltete Rührwerkzeugköpfe, Fig. 8 einen Ausschnitt aus einer längsgeschnittenen Ringdüse, bei der die erfindungsgemäßen Rührwerkzeuge auf einem in einer Ringnut des Düsenmantels gelagerten Ring befestigt sind, Fig. 9, 10 und 11 im Schnitt von oben gesehen drei verschieden ausgebildete den Lochdorn tragende Stege mit an ihren Enden angeordneten Rührwerkzeugen.
  • Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein stranggepreßtes Kunststoffrohr, das mittels einer normalen Ringdüse hergestellt worden ist. Das Rohr weist an den Stellen, wo die Kunststoffmasse beim Durchgang durch die Spritzdüse die Tragrippen umflossen hat, innere und äußere Einkerbungen a und b auf. Es ist verständlich, daß die Rohrwandung durch diese Einkerbungen a und b eine empfindliche Festigkeitsverminderung erfährt. Bei der Verarbeitung von Kunststoffen mit guten Viskositätsmerkmalen brauchen diese Einkerbungen jedoch nicht aufzutreten, so daß die Rohrwandung an diesen Stellen die gleiche Dicke hat wie an dem übrigen Umfang. Bei einem Reiß-oder Dehnungsversuch lassen sich aber auch dann längsverlaufende Zonen mit verminderter Festigkeit erkennen.
  • Diese festigkeitsverminderten Zonen verdeutlicht das in polarer Darstellung gezeichnete Schaubild der F i g. 2. Der Strahlenstern entspricht der Gradeinstellung von 0 bis 3600, während die dünnen schwarzen Kreise Maßlinien sind, die den Festigkeitswert, beispielsweise kg/cm2, anzeigen. Am Verlauf der Kurve sieht man deutlich, daß an den Stellen, an denen die Kunststoffmasse beim Durchgang durch den Spritzkopf die Tragarme oder Tragrippen umflossen hat, nämlich bei 00, 1200 und 2400, sehr große Festigkeitsverminderungen auftreten. Diese Festigkeitsver- minderungen lassen sich vermeiden, wenn die Kunststoffmasse, nachdem sie die Tragrippen oder Tragstege für den Lochdorn umflossen hat, nochmals durchgemischt und homogenisiert wird.
  • In F i g. 3 ist eine entsprechend ausgebildete Ringdüse dargestellt. Diese Düse, die in ihrem Grundaufbau den bekannten Ringdüsen entspricht, wird an den Spritzkopf 1 angeflanscht und besteht aus einem hohlen Düsenmantel 2 und einem inwendigen Lochdorn 3, der mittels der Stege oder Rippen 4 zentrisch gehalten wird. Am Düsenmund ist ferner in bekannter Weise ein Zentrierring 5 vorgesehen, der mittels der Schrauben 6 genau zum Lochdorn 3 eingestellt werden kann und durch eine auf den Düsenmantel 2 aufgeschraubte Oberwurfmutter 7 gehalten wird.
  • Zur Beseitigung der durch die Stege 4 hervorgerufenen Texturen sind unmittelbar hinter den Stegen in die Fließbahn der Preßmasse hineinragende Rührwerkzeuge 8 vorgesehen. Diese Rührwerkzeuge 8, die sehr verschiedenartig ausgestaltet sein können, sind nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel jeweils auf das eine Ende von Wellen 9 axial aufgesetzt, die in radial zum Werkstoffzufuhrungskanal ausgerichteten Bohrungen des Düsenmantels 2 drehbar gelagert sind. Auf das freie, aus dem Düsenmantel 2 nach außen herausragende Ende der Wellen 9 sind Ritzel 10 aufgekeilt, und über einen auf dem Düsenmantel gelagerten und diesen als Achse benutzenden verzahnten Ring 11, der mit allen Ritzeln 10 im Eingriff steht, können die Wellen 9 und damit die Rührwerkzeuge 8 in Drehung versetzt werden. Der Antrieb des verzahnten Ringes 11 kann über beliebige mechanische Mittel erfolgen. Die Wellen 9 weisen an ihren die Rührwerkzeuge 8 tragenden und in die Düse hineinragenden Enden konische Erweiterungen 13 auf, die nach Art eines Ventilsitzes in entsprechend ausgebildete Ausmündungen der Radialbohrungen des Düsenmantels 2 eingepaßt sind. Durch diesen Ventilsitz, der durch den herrschenden Innendruck dicht gehalten wird, wird ein Eindringen der zu verarbeitenden Kunststoffmasse in die Radialbohrungen weitestgehend vermieden. Da sich aber ein Eindringen bzw. Durchdringen von Kunststoffteilchen, insbesondere beim Anfahren der Maschine, kaum hundertprozentig verhindern läßt, sind, um ein Festsetzen oder auch Verbrennen von Kunststoffteilchen zu vermeiden, in den Radialbohrungen des Düsenmantels 2 oder in den die Rührköpfe tragenden Wellen 9 Längs- oder Spiralnutenl2 vorgesehen, durch die eventuell eingedrungenes und geschädigtes Material nach außen abbefördert wird.
  • Die Rührwerkzeuge können praktisch jede beliebige Form erhalten. Je nach dem zu verarbeitenden Kunststoff bzw. je nach der Viskosität des zu verarbeitenden Kunststoffes kann die Fließnaht gewalkt, geknetet oder regelrecht nochmals durchgemischt werden. Eines der einfachsten Werkzeuge ist das sowohl in F i g. 3 als auch in F i g. 4 gezeigte, das aus zwei glatten zylindrischen Stiften 8 besteht.
  • Durch die Drehung des Werkzeuges entsteht ein regelrechter Rühreffekt gegenüber der auf die Achse des Werkzeuges zulaufenden Orientierungsebene des Kunststoffstranges. Infolge der Bewegungen erleiden die einzelnen Molekülketten eine schnell aufeinanderfolgende Lageveränderung, so daß eine innige Vermischung und somit eine nahezu vollkommene Homogenität der Kunststoffmasse erreicht wird.
  • Ein hakenförmiges Mischwerkzeug ist in der Fig. 5 a und 5b gezeigt. Dieses Werkzeug besitzt eine größere Stabilität als das in F i g. 4 gezeigte und eignet sich daher besonders zur Verarbeitung von sehr zähen und weniger viskosen Kunststoffmassen.
  • Das gleiche gilt für das etwa löffelförmige Werkzeug nach F i g. 6 a und 6 b. Die Kanten dieses Werkzeuges können je nach Bedarf Stauradien tragen oder messerartig angeschliffen werden.
  • In den F i g. 7 a und 7b ist ein mehr zur Walkung oder Knetung der Kunststoffmasse geeignetes Werkzeug wiedergegeben. Dieses Werkzeug weist eine auf einer schrägverlaufenden Fläche wellenartig liegende Erhebung auf, durch die die Kunststoffmasse bei der Drehung des Werkzeuges gewalkt oder geknetet wird.
  • Außer diesen in den F i g. 4 bis 7 aufgezeigten Werkzeugen ist auch jede beliebige andere Werkzeugform anwendbar, die ein Rühren, Walken, Kneten oder Mischen der Kunststoffmasse herbeiführt.
  • Ein zweites Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung Fig. 8 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Rührwerkzeuge 15, die wiederum die Form von Stiften, Löffeln, Flügeln oder Haken haben können, an einem Ring 16 befestigt, der in einer in den Düsenmantel eingelassenen Ringnut gelagert ist und der über beliebige mechanische Mittel von außen her gedreht bzw. hin- und herbewegt werden kann.
  • Die Anordnung der Werkzeuge 15 auf dem Ring 16 sowie die Einstellung des Ringes 16 ist so getroffen, daß die Rührköpfe jeweils genau hinter einem Steg 4 zu liegen kommen. Wird nun der Ring 16 während des Arbeitsprozesses hin- und herbewegt, so nehmen an dieser Hin- und Herbewegung auch die in die Fließbahn der Kinststoffmasse hineinragenden Werkzeuge 15 teil, wobei durch das ständige Hin- und Hergeben eine Zerstörung der durch die Stege 4 hervorgerufenen Texturen erfolgt. Vorteilhaft können auch zwei oder mehrere Rührwerkzeuge tragende Ringe 16 hintereinanderliegend vorgesehen werden, die dann zweckmäßig gegenläufig bzw. im Gegentakt hin- und herbewegt werden. Ein Nachteil dieses Ausführungsbeispiels ist die verhältnismäßig schlechte Abdichtmöglichkeit des Ringes bzw. der Ringe 16.
  • Es empfiehlt sich auch hier nach außen führende Durchlaßbohrungen vorzusehen, durch die in die Ringlagerung eingedrungenes und eventuell geschädigtes Material nach außen abgeführt werden kann.
  • Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 9, 10 und 11 dargestellt. Diese Figuren zeigen jeweils einen den Lochdorn oder Kern haltenden Steg 4 in einem längsverlaufenden Schnitt von oben gesehen.
  • Die Stege selbst sind in bekannter Weise um ein glattes und möglichst reibungsloses Vorbeifließen der Kunststoffmasse zu gewährleisten, etwa fischkörperförmig ausgebildet. In F i g. 9 ist unmittelbar hinter dem Steg 4 ein flossenförmiger Flügel 17 vorgesehen, der auf der Achse 18 drehbar gelagert ist und mittels eines nicht dargestellten Antriebes hin- und hergeschwenkt werden kann. Dieser flossenförmige Flügel 17, der praktisch eine Verlängerung des Steges 4 darstellt, lenkt je nach seiner Stellung den Materialfluß bzw. die sich bildende Fließnaht nach rechts oder links ab. Bei einem Ausschwenken des Flügels von etwa 350 werden in der Strömung des Materialflusses Strömungswirbel hervorgerufen, die ein Abreißen der Fließnaht und eine regelrechte Vermischung der längsorientierten Molekülketten bewirken. Die bei dem Vorbeigleiten an den Steg- wänden des Steges 4 längsorientierten Molekülketten werden durch die Pendelbewegung des flossenförmigen Flügels 17 ständig wellenförmig hin- und hergelenkt, wobei jeweils an den äußersten Punkten der Wellenlinien ein Abreißen und Vermischen der Texturen durch Wirbelbildung erfolgt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 10 ist der Steg 4 an seinem Ende nach innen abgerundet ausgebildet, und hinter dem Steg ist auf einer Achse 19 ein ellipsenförmiger Drehkörper 20 angeordnet, dessen größter Durchmesser etwas breiter ist als der Steg selbst. Die Anordnung des ellipsenförmigen Drehkörpers 20 ist so getroffen, daß bei einer Drehung des Körpers die Spitzen der Ellipse genau an der nach innen eingebuchteten Rückwand des Steges 4 vorbeistreichen. Hierdurch wird intermittierend ein Teil jener orientierten Masse, welche dem Drehsinn des Ellipsenkörpers entgegenläuft, zwischen Rückwand und Ellipsenkörper 20 eingeschlossen und im Rhythmus der Drehung in die orientierte Fläche auf der gegenüberliegenden Seite hineingepumpt, jedoch so, daß hinter dem Steg, also hinter der nach innen eingebuchteten Rückwand des Steges 4 keine toten Ecken entstehen, in denen sich Material festsetzen kann. Die rückwärtige Fläche ist sozusagen selbstreinigend ausgebildet. Bei der Drehung des elliptischen Drehkörpers 20 entsteht zusätzlich eine gewisse Wirbelbildung in dem Materialfluß, wodurch die Masse ebenfalls gemischt und homogenisiert wird.
  • Das Ausführungsbeispiel nach F i g. 11 zeigt einen auf der Achse 21 rotierenden zylindrischen Drehkörper 22, der unmittelbar hinter dem Steg 4 vorgesehen ist, wobei sich der Drehkörper 22 in die nach innen eingebogene Rückwand des Steges 4 einpaßt. Der Drehkörper 22 ist wiederum in seinem Durchmesser größer, als der Steg 4 breit ist. Das Material trifft daher mit ziemlichem Druck auf den Drehkörper 22 auf und wird durch die Rotation des Drehkörpers in Drehrichtung mitgenommen. Hierdurch entsteht im Materialfluß eine Wirbelbildung, wodurch die molekular längsorientierten Grenzschichten des Materials eine Vermischung erfahren.
  • Die Drehkörper 20 und 22 können gegebenenfalls durch Ätzen leicht aufgerauht werden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Spritzkopf zum kontinuierlichen Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischen Kunststoffen, bei dem der in der Düse angeordnete Dorn von den zum Austrittsquerschnitt führenden Werkstoffzuführungskanal durchsetzenden Stegen gehalten ist und bei dem im Bereich zwischen den den dornhaltenden Stegen und dem Austrittsquerschnitt der Düse bauliche Vorkehrungen zur Beseitigung der durch die Dornhaltestege erzeugten Fließnähte getroffen sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der zum Austrittsquerschnitt der Düse hin gelegenen Seite der Dornhaltestege (4) und diesen unmittelbar benachbart in den Werkstoffzuführungskanal hineinragende Rührwerkzeuge (8) angeordnet sind und daß für die Rührwerkzeuge (8) ein eigener Antrieb (10, 11) vorgesehen ist.
  2. 2. Spritzkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührwerkzeuge (8) axial auf Wellen (9) aufgesetzt sind, die in radial zum Werkstoffzuführungskanal ausgerichteten Bohrungen des Düsenmantels (2) drehbar gelagert sind und von außen über Ritzel (10) und Zahnkranz (11) antreibbar sind.
  3. 3. Spritzkopf nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen (9) an ihren, die Rührwerkzeuge (8) tragenden Enden konische Erweiterungen (13) aufweisen und mit diesen in entsprechend ausgebildeten Ausmündungen der radialen Bohrungen des Düsenmantels (2) eingepaßt sind.
  4. 4. Spritzkopf nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Radialbohrungen des Düsenmantels (2) oder in den die Rührwerkzeuge (8) tragenden Wellen (9) Längs-oder Spiralnuten (12) zum Abführen von in die Lagerungen eingedrungenen Kunststoffes vorgesehen sind.
  5. 5. Spritzkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührwerkzeuge (8) an einem in einer Ringnut des Düsenmantels (2) dreh- oder schwenkbar gelagerten Ring (16) befestigt sind.
  6. 6. Spritzkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rührwerkzeuge tragende Ringe (16) hintereinanderliegend vorgesehen und gleich- oder gegenläufig antreibbar sind.
  7. 7. Spritzkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Rührwerkzeuge als Verlängerungen (17, 20, 22) der Dornhaltestege (4) ausgebildet sind. ~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 788 646; »British Plastics«, Juli 1958, S. 279, 280.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 128640.
DESCH28819A 1960-11-23 1960-11-23 Spritzkopf zum kontinuierlichen Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischenKunststoffen Pending DE1171149B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT401636B (de) * 1988-11-26 1996-10-25 Reifenhaeuser Masch Strangpresswerkzeug für thermoplastifizierten kunststoff

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1788646U (de) * 1958-12-13 1959-05-14 Troester Maschf Paul Spritzkopf fuer thermoplastische massen.
DE1128640B (de) 1956-01-06 1962-04-26 Union Carbide Corp Vorrichtung zum kontinuierlichen Strangpressen einer bei Erwaermung erweichenden Masse

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