DE1170561B - Gasbinderanordnung fuer bzw. in Vakuumgefaessen, insbesondere fuer oder in Elektroenroehren - Google Patents
Gasbinderanordnung fuer bzw. in Vakuumgefaessen, insbesondere fuer oder in ElektroenroehrenInfo
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Description
- Gasbinderanordnung für bzw. in Vakuumgefäßen, insbesondere für oder in Elektronenröhren Die Erfindung bezieht sich auf eine Gasbinderanordnung für bzw. in Vakuumgefäßen, insbesondere für oder in Elektronenröhren, die von einer Schutzhülle zur Verhinderung der Gasaufnahme aus dem Vakuumgefäß umgeben ist.
- Im Rahmen dieser Erfindung ist unter Schutzhülle sowohl die noch geschlossene als auch die geöffnete Schutzhülle im fertigen Vakuumgefäß zu verstehen.
- Wenn ein Gasbinder sich im ungeschützten Zustand innerhalb eines Vakuumgefäßes befindet, so besteht in manchen Fällen, z. B. bei längeren Pumpreihen, die Gefahr, daß während des Ausheizens und des Entgasens des Gefäßes der noch nicht aktivierte Gasbinder bereits von den frei werdenden Gasen angegriffen oder wenigstens teilweise unbrauchbar gemacht wird.
- Für Gasbinder aus Barium ist es bereits bekannt, sie in Form beständiger Legierungen anzuordnen. Dies hat außerdem den Vorteil, daß man die Gasbinder während längerer Zeit aufbewahren kann.
- Es ist auch bekannt, Barium oder eine Bariumlegierung innerhalb eines geschlossenen Behälters anzuordnen, dessen Wand zu einem Teil aus einer leicht schmelzbaren Metallfolie, wie Magnesium oder Aluminium, besteht. Die Folie wird vor der Aktivierung geschmolzen und dadurch der Behälter geöffnet.
- Bei nicht verdampfenden Gasbindern, die aus einer feinpulverigen Masse großer spezifischer Oberfläche eines gasbindenden Metalls, bestehen, die gegebenenfalls mit einem die Zusammensinterung verhindernden Metall vermischt sind, ist eine derartige Folie nicht verwendbar, da das schmelzende Metall der Folie in die Pulvermasse, welche im nicht aktivierten Zustand aus dem Hydrid des gasbindenden Metalls besteht, eindringen würde, wodurch der Gasbinder verdorben wäre.-Andererseits befinden sich derartige nicht verdampfende Gasbinder z. B. . in Fernsehbildröhren oder größeren- Senderröhren während des Ausheizungs- und Entgasungsprozesses längere Zeit auf ei mer Temperatur von 300' C oder höher. Dies bringt mit sich, daß der Gasbinder bereits zum größten Teil aktiviert wird; dabei besteht die Gefahr,- daß derb Gasbinder infolge seiner hohen Bindegeschwindigkeit so viel von den frei werdenden Gasen aufnimmt, daß er nur sehr wenig Kapazität übrig hat, und däß bei einer erneuten Aktivierung die ausgetriebenen Gase einen schädlichen Einfluß auf empfindliche Elektroden oder besondere Schichten ausüben können.
- Auch bei Gasbindern, die aus einer mehr oder weniger kompakten Masse eines nicht verdampfenden gasbindenden Metalls bestehen, ist eine schützende Metallfolie nicht immer anwendbar" da beim Schmelzen der Folie eine unerwünschte Legierungsbildung auftreten kann.
- Bei einer Gasbinderanordnung für bzw. in Vakuumgefäßen, insbesondere für oder in Elektronenröhren, wobei die Gasbinderanordnung von einer Hülle zur Verhinderung der Gasaufnahme aus dem Vakuumgefäß umgeben ist, bestehtgemäß der Erfindung die Schutzhülle aus zwei gelochten Metallschichten mit einer dazwischen ailgebracliten Metallfolie mit niedrigerem Schmelzpunkt als die gelochten Schichten. Wenn nach dem Aush ' 6izen und-Entgasen des Gefäßesder Gasbinder akti.viert. werden soll und dazu die Schutzhülle geöffpet'werden muß, wird sie dazu von außen her gezeigt, wobei die *schmelzende MetaUfolie zuerst die- äu&re gelochtemetaffschicht benetzt und erst dann di e innere gelochte MetaW schicht, wodurch ein Benetzen der Gashinderanordnung durch das schinelz#nde Metallverhind#h wird. Vorzugsweise haben gemäß äei.' trfmdün'g'die ge- lochten Metallschichten -wenigstens. an der Oberfläche eine solche Zusammensetzung, daß sie mit dem Metall der Folie legieren können. Für die Folie kömrh't pir'aktisch nur Aluminium in Betracht, und für die gelochten Schichten kann Kupfernickel, vernikkeltes Kupfernickel oder vernickeltes Eisen gewählt werden.
- Obgleich für die gelochten Metallschichten flachgepreßte Gaze verwendet werden kann, ist sogenanntes Streckmetall am besten geeignet, da dann die Schutzhülle nach dem öffnen durch Schmelzen der Folie Gasen leichten Zutritt gewährt und dabei leicht aus verschiedenen Teilen zusammengeschweißt werden kann. Unter Umständen kann ein Teil der Schutzhülle aus nicht gelochtem Material bestehen.
- Eine Gasbinderanordnung nach der Erfindung kann innerhalb derSchutzhülle einen nichtaktivierten, nicht verdampfenden Gasbinder enthalten, aber es ist auch möglich, innerhalb der Schutzhülle einen nicht verdampfenden Gasbinder, ausgehend z. B. von einem Hydrid, anzuordnen, welcher ganz oder zum t' elrößten Teil aktiviert ist. Dazu ist eine Aktivierung des Gasbinders und eine Verpackung innerhalb einer besonderen Vorrichtung, z. B. im Vakuum oder in einer Argonatmosphäre, notwendig, wie dies für verdampfende Gasbinder bereits bekannt ist.
- Der Schutz der Gasbinderanordnung hat aber auch bei Verwendung von nicht aktiviertem Gasbinder hoher spezifischer Oberfläche einen günstigen Einfluß auf den Entgasungsverlauf, da er bei der bei Erwärmung des noch unaktivierten Gasbinders möglichen Desorption vorher physikalisch absorbierter Gase, z. B. Wasserdampf, deren Austritt in das Vakuumgefäß verhindert. Wegen der großen spezifischen Oberfläche des Gasbinders können diese Gasmengen weit größer sein als jene, die aus der kleineren Oberfläche des zu pumpenden Vakuumgefäßes frei werden. Beim Ausheizen des Vakuumgefäßes werden diese Gase in der Schutzhülle gehalten und von dem beim Ausheizen bei 300' C schon teilweise aktivierten Gasbinder wieder gebunden, solange die Schutzhülle noch verschlossen ist.
- Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der die Fig. 1 einen Schnitt durch eine Gasbinderanordnung mit geschlossener Schutzhülle und die F i g. 2 einen Teil einer geöffneten Schutzhülle darstellt. Zur besseren übersichtlichkeit ist in Fig. 1 nur die linke Schnittfläche ausführlich dargestellt.
- Die Schutzhülle der Gasbinderanordnung ist ringförmig und aus einem äußeren und einem inneren Teil zusammengesetzt, die den gleichen geschichteten Aufbau haben und an ihren Rändern miteinander gasdicht verschweißt sind.
- Im Raum zwischen den beiden Teilen ist eine Pulvermasse 1 von 500 mg Gewicht aus Körnem mit einem mittleren Durchmesser von 3001t angeordnet. Die Körner bestehen aus einer Mischung von etwa gleichen Gewichtsmengen Zirkonhydrid und Wolframpulver von nur etwa 1 bis 2 it Durchmesser. Die größeren Körner sind erhalten durch Granulierung eines größeren Preßlings, welcher aus dem feinen Pulver unter geringem Druck gepreßt wurde. Die Pulvermasse 1 ist in einem ebenfalls ringförmigen Beutel 2 aus Drahtnetz aus rostfreiem Stahl mit 30 #t dicken Drähten und öffnungen von 30 #x aufgenommen. Dieser Beutel hat eine Höhe von 8 mm, einen mittleren Durchmesser von 16 mm und eine Dicke von 3 mm. Die inneren und äußeren Schichten 3 und 4 der Schutzhülle, die in F i g. 1 nur für den inneren Teil mit Bezugszeichen versehen sind, bestehen aus Kupfernickel-Streckmetall von 0,1 mm Dicke. Zwischen den Schichten ist eine Aluminiumfolie 5 von 50 It Dicke angeordnet. An ihren'beiden kreisförmigen Rändern sind die beiden Teile der Schutzhülle mittels Kupfernickelbänder 9 und 10 miteinander verschweißt. Die Anordnung wird getragen von zwei Trägern 8 aus Kupfen-iickelband von 0,5 mm Dicke. Die Löcher in den Streckmetallschichten 3 und 4 haben die Bezugszeichen 6 und 7.
- In F i g. 2 ist ein Teil der Schützhülle vergrößert gezeichnet. Nach dem Schmelzen der Folie 5 sind die sich teilweise überdeckenden öffnungen 3 und 4 geöffnet und das Aluminium mit dem Nickel aus den Oberflächenschichten des Kupfernickel-Streckmetalls legiert, wie mit 11 angedeutet.
- Es hat sich herausgestellt, daß die Gasaufnahmekapazität nicht beeinträchtigt wird, wenn die Pulvennasse zusammen mit dem Aufschmelzen der Folie aktiviert wird, und daß der vorangehende Entgasungsverlauf im Vakuumgefäß keinen Einfluß auf die Gasaufnahmekapazität hat.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Gasbinderanordnung für bzw. in Vakuumgefäßen, insbesondere für bzw. in Elektronenröhren, die von einer Hülle zur Verhinderung der Gasaufnahme aus dem Vakuumgefäß umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhülle aus zwei gelochten Metallschichten mit einer dazwischen angebrachten Metallfolie mit niedrigerem Schmelzpunkt als die gelochten Schichten besteht.
- 2. Gasbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gelochten Metallschichten wenigstens an der Oberfläche eine solche Zusammensetzung haben, daß sie mit dem Metall der Folie legieren können. 3. Gasbinderanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus Aluminium und die gelochten Schichten aus einer Nickellegierung oder aus vernickeltem Eisen oder Kupfernickel bestehen. 4. Gasbinderanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gelochten Metallschichten aus Streckmetall bestehen. 5. Gasbinderanordnung nach Anspruch 1, 2 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasbinder sich im aktivierten oder im nicht aktivierten Zustand in der geschlossenen Schutzhülle befindet. 6. Gasbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geöffnete Schutzhülle aus zwei gelochten Metallschichten mit Schmelzresten der Folie an den Rändern der Löcher besteht.
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