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DE1169763B - Vorrichtung zum exothermischen Schweissen - Google Patents

Vorrichtung zum exothermischen Schweissen

Info

Publication number
DE1169763B
DE1169763B DEE21465A DEE0021465A DE1169763B DE 1169763 B DE1169763 B DE 1169763B DE E21465 A DEE21465 A DE E21465A DE E0021465 A DEE0021465 A DE E0021465A DE 1169763 B DE1169763 B DE 1169763B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting
welding
melting
exothermic
copper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE21465A
Other languages
English (en)
Inventor
Leonard Gelfand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Erico International Corp
Original Assignee
Erico Products Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erico Products Inc filed Critical Erico Products Inc
Priority to DEE21465A priority Critical patent/DE1169763B/de
Publication of DE1169763B publication Critical patent/DE1169763B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K23/00Alumino-thermic welding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Resistance Heating (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum exothermischen Schweißen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum exothermischen Schweißen der Enden von elektrischen Leitern mit einem Schmelzraum und einem Gießraum, welcher Öffnungen für das Einsetzen der Leiterenden im Winkel zueinander besitzt, bei der der Schmelzraum von dem Gießraum durch eine schmelzbare Metallplatte getrennt ist.
  • Es sind Vorrichtungen zum exothermischen Schweißen von Körpern kleinen Querschnittes, insbesondere von Drähten bekannt, bei welchen an die Gußform ein das exothermische Gemisch aufnehmender Tiegel derart ausgebildet ist, daß die Austrittsöffnung des Tiegels unmittelbar in die Gußform mündet. Bei diesen Vorrichtungen besteht der Tiegel aus zwei Hälften, welche an den Schenkeln einer Zange angeordnet sind und die mittels der Zange aneinander angepreßt werden können.
  • Es sind weiterhin Vorrichtungen zum aluminothermischen Zwischengußschweißen von Werkstükken bekannt, bei welchen aus feuerfestem. Material bestehende Formkörper, die in einen Einsatzkasten eingesetzt sind, mittels einer Schnellspannvorrichtung an die zu schweißenden Werkstücke, insbesondere an Schienen, angepreßt werden.
  • Für Reparaturen an Freileitern, insbesondere wenn nur eine oder zwei Schweißungen benötigt werden, sind die bekannten Vorrichtungen unpraktisch, da die Arbeiter jedesmal die gesamte schwere Schweißvorrichtung mit sich führen müßten. Außerdem ist die Lagerhaltung der Schweißvorrichtungen an vielen Plätzen teuer.
  • Gemäß der Erfindung soll dementsprechend eine einfache, leichte und billige Vorrichtung zum exothermischen Schweißen vorgeschlagen werden, welche nach einmaligem Gebrauch in ihrer Gesamtheit fortgeworfen werden kann. Damit entfallen auch Reinigungsarbeiten für die Schweißvorrichtung. Die Schweißvorrichtung soll vor allem dazu dienen, Leiter und Kabel an Erdungsstangen od. dgl. anzuschweißen.
  • In den Zeichnungen sind unter anderem zwei Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht einer verpackten Vorrichtung, F i g. 2 einen Vertikalschnitt einer ersten Ausführungsform, F i g. 3 eine Draufsicht auf die verpackte Vorrichtung, F i g. 4 schaubildlich die fertige Schweißung nach Zerstörung der Form und F i g. 5 einen Vertikalschnitt einer zweiten Ausführungsform. Die Ausführungsformen nach F i g. 2 bestehen aus einer zylindrischen Feuerton- oder Keramikform 1, welche einen oberen zylindrischen Schmelzraum 2 und einen unteren zylindrischen Gießraum 3 enthält. Der Schmelzraum 2 und der Gießraum 3 sind in an sich bekannter Weise durch eine schmelzbare Metallplatte 11 voneinander getrennt, welche auf einer Ringschulter 4 aufliegt. In dem Boden der Form 1 befindet sich eine zylindrische Öffnung 5, deren Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser des Gießraumes 3. In diese Öffnung 5 kann das obere Ende 6 einer Metallerdungsstange od. dgl. eingeschoben werden. In der Wand der Form 1 ist noch eine Querbohrung 7 vorgesehen, welche sich von außen bis in den Gießraum 3 erstreckt. In die Querbohrung 7 wird eine Kupferhülse 8 eingesteckt, welche einen Flansch 9 besitzt, der ein Durchrutschen der Hülse 8 nach innen verhindern und das Einschieben z. B. eines Kupferkabels 10 erleichtern soll. Die Hülse 8 ragt genügend weit in den Schmelzraum 3 hinein, so daß sie als Anschlag für das durch die Öffnung 5 eingeschobene Ende 6 der Erdungsstange dienen kann.
  • Im verpackten Zustand, nach F i g. 1 und 3, ruht ene zylindrische Patrone 12 aus Hartpappe oder Kunststoff, welche eine exothermische Reaktionsmischung enthält, auf der Metallplatte 11. Ein umwickeltes, verdralltes Drahtseil 13, wie beispielsweise ein Pfeifenreiniger, ist über die Oberseite der Patrone 12 gebogen und zwischen die Außenwand der Patrone und die Innenwand des Schmelzraumes 2 eingesteckt, um die Patrone 2 zu fixieren. Die Patrone kann in einem dicht abschließenden Polyäthylenbeutel 15 aufbewahrt sein, welche eine kleine poröse Packung 14 . eines geeigneten Trocknungsmittels enthält, so daß sowohl die Form 1 als auch die exothermische Reaktionsmischung vor Witterungseinilüssen geschützt sind. Solche Packungen können für lange Zeit ohne Verschlechterung aufbewahrt werden und sind sofort mit allen notwendigen Teilen zur Durchführung einer Notschweißung im Feld verfügbar.
  • Die in der F i g. 5 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in F i g. 2 im Schnitt dargestellten Ausführungsform durch eine weitere Querbohrung 27 in der Wand des Gießraumes 3, welche vorzugsweise der Querbohrung 7 diametral gegenüberliegt, so daß das mit einer Hülse versehene Ende eines weiteren Kabels 28 eingesteckt und mit dem oberen Ende der Stange 6 zusammen mit dem Ende des Kabels 10 verschweißt werden kann.
  • Wenn nun eine solche Schweißung durchgeführt werden soll, z. B. das Ende eines Kupferkabels 10 mit dem oberen Ende 6 einer Metallerdungsstange verbunden werden soll, wird der Beutel 15 geöffnet und mit der Packung 14 des Trocknungsmittels fortgeworfen. Die Form 1 wird dann auf das obere Ende 6 der Erdungsstange aufgesetzt, indem diese durch die Öffnung 5 durchgestoßen wird, bis sie an den vorstehenden Teil der Hülse 8 anstößt. Das Drahtseil 13 wird fest um die Stange 6 unmittelbar unter dem Zylinder l gewickelt, um letzteren abzustützen und um ein Auslaufen von geschmolzenem Metall während der Schweißung zu verhindern. Die Patrone 12 wird aus dem Schmelzraum 2 herausgehoben, geöffnet und umgekehrt wieder eingesetzt, so daß die dünne Schicht des Zündpulvers 17 auf der Oberfläche der exothermischen Reaktionsmischung 16 liegt. Die Mischung wird dabei durch die z. B. aus Stahl bestehende Metallplatte 11 abgestützt.
  • Nach der Zündung des Zündpulvers 17 findet die exothermische Reaktion statt. Das stark erhitzte, geschmolzene Metall, im allgemeinen Kupfer oder eine Kupferlegierung, fließt nach Schmelzen der dünnen Metallplatte 11 in den Gießraum 3. Hier umfließt es das obere Ende 6 der Erdungsstange und das innere Ende des Kupferkabels 10 mit der Hülse 8, wobei das Niveau des Schweißmetalls in dem Gießraum 3, vorzugsweise etwas über der oberen Fläche der Hülse 8, liegt. Da man mit kleinen Mengen des geschmolzenen Schweißmetalls auskommt, erstarrt es gewöhnlich schnell, und die Form 1 wird durch einige seitliche Hammerschläge gesprengt und entfernt. Die Wärme der exothermischen Reaktion verursacht im allgemeinen kleine Risse in den Wänden der Form 1, welche die Abnahme der Form von der Schweißverbindung 18 erleichtern. Die organischen Bestandteile der Umwicklung des Metallseils 13 verkohlen durch die hohe Temperatur und haften an der Erdungsstange so fest, daß sie das geschmolzene Metall am Abfließen entlang der Metallstange durch die Öffnung 5 verhindern. Es ist natürlich auch möglich, die Form auf der hergestellten Verbindung zu belassen; sie wird jedoch gewöhnlich abgenommen, um eine besser aussehende Verbindung herzustellen und uni die fertige Schweißung überprüfen zu können.
  • Da die Form 1 aus einem verhältnismäßig billigen Werkstoff, wie Feuerton. hergestellt werden kann, ist es wirtschaftlich, die Form nach einem einzigen Einsatz zu zerstören.
  • An Stelle von Feuerton kann für die Herstellung der Form 1 auch ein anderer feuerfester Werkstoff, z. B. kalzinierter Dolomit mit einem Bindemittel, mit Phenolformaldehydharz gebundener Sand, Keramikwerkstoff od. dgl., verwendet werden. Das wahlweise verwendete Trocknungsmittel in der porösen Pakkung 14 kann Kieselgel sein. Zur Bildung des Schweißmetalls kann eine Vielzahl verschiedener Metallmischungen verwendet werden, mit welchen exothermische Reaktionen durchgeführt werden können.
  • Für viele Anwendungen haben sich folgende Zusammenstellungen als besonders zufriedenstellend erwiesen:
    Gewichtsteile
    Kupfersinter (geröstet) ............ 72,9
    Kupfer-Aluminium-Legierung
    gemahlen, 50 % Cu, 50 % Al .... 18,3
    Fluorkalzium .................... 2,1
    Kalzium-Silizium ................. 2,1
    Zinkoxyd ....................... 0,4
    Metallisches Zinn ................ 4,0
    Eine geeignete Zündpulvernüschung ist die folgende:
    Gewichtsteile
    Kupferoxydsinter ................. 20,0
    Kupfer-Aluminium-Legierung ..... 5,0
    Roter Phosphor .................. 5,0
    Metallisches Aluminiumpulver ..... 7,5
    Schwarzes Kupferoxyd . . . ......... 10,0
    Die verschiedenen exothermischen Reaktionsmischungen sind nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Vorrichtung zum exothermischen Schweißen der Enden von elektrischen Leitern mit einem Schmelzraum und einem Gießraum, welcher Öffnungen für das Einsetzen der Leiterenden im Winkel zueinander besitzt, bei der der Schmelzraum von dem Gießraum durch eine schmelzbare Metallplatte getrennt ist, dadurch gekennzeichnet, daß Schmelz- und Gießraum von einer einstückigen, keramischen Form umschlossen sind: In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 885 646, 1046 449.
DEE21465A 1961-07-31 1961-07-31 Vorrichtung zum exothermischen Schweissen Pending DE1169763B (de)

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DEE21465A DE1169763B (de) 1961-07-31 1961-07-31 Vorrichtung zum exothermischen Schweissen

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DE1169763B true DE1169763B (de) 1964-05-06

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DEE21465A Pending DE1169763B (de) 1961-07-31 1961-07-31 Vorrichtung zum exothermischen Schweissen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0870568A1 (de) * 1997-04-11 1998-10-14 Erico International Corporation Verfahren und Vorrichtung zum Schweissen von Streifen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE885646C (de) * 1945-12-04 1953-08-06 Wilhelm Steinauer Vorrichtung zum Thermitschweissen von Koerpern kleinen Querschnittes
DE1046449B (de) 1955-08-16 1958-12-11 Elektro Thermit Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum aluminothermischen Zwischengussschweissen von Werkstuecken, vorzugsweise Schienen

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DE1046449B (de) 1955-08-16 1958-12-11 Elektro Thermit Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum aluminothermischen Zwischengussschweissen von Werkstuecken, vorzugsweise Schienen

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