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Schallplattenwechsler Die Erfindung betrifft einen Schallplattenwechsler
mit selbsttätiger Aufsetzvorrichtung für den Tonarm.
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Die bekannten Wechsler arbeiten mit gemischten Plattenserien verschiedenen
Durchmessers. Der selbsttätige Einsatz der Abtastnadel wird dadurch ermöglicht,
daß sie mit Fühlern ausgestattet sind, welche die Größe der abspielbereiten Platte
vor dem Ablegen der Platten auf dem Drehteller durch Abtastung feststellen. Der
Fühler steuert den Einsatzpunkt der Abtastnadel. Er kann nur drei vorbestimmte Größen
von Durchmessern bearbeiten.
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Aufgabe der Erfindung soll es sein, die obenerwähnten Steuerungen
für Plattenwechsler und den gesamten Mechanismus zu vereinfachen und die Herstellungs-
und-Instandhaltungskosten des Plattenwechslers zu mindern. Es kommt hinzu, daß durch
die in neuerer Zeit erfolgte Einführung dünner filmartiger Platten mit einer Dicke
von 0,1 mm bis 0,4 mm die Standardisierung der Plattengrößen von bisher drei üblichen
Größen verlassen und zu freier Wahl der Plattendurchmesser übergegangen wurde. Beispielsweise
befinden sich jetzt in beträchtlicher Zahl auf dem Markt Platten mit einem Durchmesser
von 20 cm und von 18,5 cm (franz. Sonolama).
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Weitere Schwierigkeiten treten beim Abspielen solcher dünner Schallplatten
auf Plattenwechslern infolge zu geringer Starrheit der Platten auf.
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Der Erfindung gemäß sind für Schallplatten mit einem Durchmesser kleiner
als der der größten Platte, z. B. 30 cm, Anpaßvorrichtungen aus dünnem plastischen
Material in Ringform vorgesehen, die mit Einlaufrillen zum Einführen der Abtastnadel
in die Einlaufrille der unter die Anpaßvorrichtung eingesetzten Schallplatten versehen
sind. Die Schallplatte wird dabei durch eine Halteplatte getragen, deren Durchmesser
dem äußeren Durchmesser der Anpaßvorrichtung entspricht, wobei Ausnehmungen der
Halteplatte Befestigungsmittel der Anpaßvorrichtung aufnehmen und den Sitz der Schallplatte
zwischen Anpaßvorrichtung und Halteplatte sichern.
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Bei Anwendung der neuen Vorrichtung bedarf es keiner Abfühleinrichtung,
die Plattenwechselvorrichtung ist nicht mehr auf wenige vorbestimmte Durchmesser
beschränkt. Einlaufvorrichtungen in Form einer auf die Schallplatte aufgelegter
Scheibe mit Einlaufrillen sind bekannt. Aber solche Einlaufvorrichtung ist nicht
Gegenstand der Erfindung, sondern die Verwendung dieser Einrichtungen bei einem
Wechsler mit der Zielsetzung, die aufwendige Tonarmsteuerung zu ersetzen.
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in der Zeichnung sind beispielsweise mehrere Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Anpaßvorrichtung, F i
g. 2 ihre Rückansicht; F i g. 3 zeigt in vergrößertem Maßstabe die Anpaßvorrichtung
in einem Ausschnitt, angesetzt an eine Schallplatte; F i g. 4 ist ein Schnitt gemäß
F i g. 3; F i g. 5 zeigt einen Querschnitt durch eine Anpaßvorrichtung F i g. 6
zeigt eine Halteplatte dieser Tonplatte in Ansicht; F i g. 7 zeigt einen Satz der
Anpaßvorrichtung und der Halteplatte, zusammengesetzt; F i g. 8 zeigt eine der Aufnahmeöffnungen
der Halteplatte; F i g. 9 zeigt die Vorderansicht einer Halteplatte für übliche
Schallplatten; F i g. 10 zeigt einen Querschnitt eines Satzes der Anpaßvorrichtung
der Halteplatte sowie der üblichen Schallplatte, miteinander zusammengesetzt; F
i g. 11 zeigt den Querschnitt durch einen Teil der Halteplatte.
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In F i g. 1 ist diese Schallplatte 15 mit gestrichelter Linie angedeutet.
Der Durchmesser der Anpaßvorrichtung 1 entspricht dem größten Durchmesser (30 cm
oder 25 cm), der dem gewählten Plattenwechsler entspricht. Die Einlaufrillen auf
dieser Ringscheibe beginnen in einer üblichen Entfernung vom Rand. Die Steigung
der Einlaufnlle 2 kann eine größere Steigung im Vergleich zu üblichen Platten haben,
bis sie bei 3 in den Ausschnitt 4 einmündet:
F i g. 3 zeigt in größerem
Maßstabe einen Teil der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung, insbesondere den
Ausschnitt 4.
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Das Tonrillenende bei 3 der Anpaßvorrichtung 1 trifft auf die übliche
Tonrille der Schallplatte, die darunter angeordnet ist, schräg auf, so daß die Abtastnadel
die Anpaßvorrichtung ohne Störung verläßt. Nachdem die Abtastnadel auf die Schallplatte
aufgesetzt ist, bewegt sie sich in der Tonrille derselben weiter. Die Breite der
ringförmigen Anpaßvorrichtung ist so gewählt, daß sie die ersten beiden oder drei
Einlaufrillen der Schallplatte deckt. Die Anpaßvorrichtung ist aus weichem plastischen
Material, z. B. Venyl-Chlorid, hergestellt, in einer Dicke von 0,3 bis 0,6 mm.
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F i g. 2 zeigt die Rückseite der Anpaßvorrichtung mit Verbindungsmitteln
5. Diese Verbindungsmittel sind besser aus F i g. 5 ersichtlich, die einen Querschnitt
durch einen Teil der Anpaßvorrichtung darstellt. Die Verbindungsmittel sind auf
der Rückseite der Anpaßvorrichtung angebracht und weisen einen Bolzen
14 auf, der, wie F i g. 4 zeigt, die Halteplatte 11 aufnimmt. F i g. 4 zeigt
den Querschnitt durch Anpaßvorrichtung 1, Halteplatte 11 und filmartiger Schallplatte
15. F i g. 6 zeigt die Halteplatte 11 mit mehreren Öffnungen 8, 13 zur Aufnahme
der Verbindungsmittel s. Der Kopf dieser Verbindungsmittel 5 wird in runde Ausnehmungen
8 der Aufnahmeöffnungen eingeführt, sodann wird die Anpaßvorrichtung 1 gedreht,
bis der bolzenförmige Teil 14 der Verbindungsmittel s in die engen Ansätze
der Aufnahmeöffnungen 13 eingreift. Ausnehmungen 10 geringen Durchmessers
in der Nähe der Ausnehmung 9 für die Stoßfläche können benutzt werden für den Fall,
daß die filmartige Schallplatte die Neigung hat, sich in der Mitte zu werfen. Entsprechende
Ausnehmungen besitzt die filmartige Schallplatte. Zellophanstreifen mit klebfähiger
Oberfläche werden durch die Ausnehmungen eingeführt und mit ihren Enden aufgeklebt.
Diese Prozedur kann mit wenig Arbeitsaufwand und Kosten in außergewöhnlichen Fällen
durchgeführt werden. Die Zellophanstreifen können nach dem Abspielen der Platte
leicht wieder entfernt werden. Die Halteplatte 11 kann aus irgendwelchem plastischem
Material, das für übliche Schallplatten benutzt wird, bestehen. F i g. 9 zeigt eine
Halteplatte 11 für übliche Schallplatten, deren Durchmesser geringer ist
als der, auf den der Plattenwechsler eingestellt ist. Ein schmaler Metallring 17,
der mit einer ausgezogenen und einer gestrichelten Linie angedeutet ist, ist entweder
bei 18 an die Halteplatte angenietet oder angeklebt, um die übliche Schallplatte
in ihrer richtigen Lage zur Anpaßvorrichtung zu halten. F i g. 10 zeigt einen Satz
aus einer Schallplatte 19 üblicher Art, Anpaßvorrichtung 1 und Haltevorrichtung
11' im Schnitt. F i g. 11 zeigt einen Schnitt durch die Halteplatte 11' mit
daran genietetem schmalem Ring 17.
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Die Herstellung der Kombination von Anpaßvorrichtung und Halteplatte
ist einfach, da ein Drehen der Anpaßvorrichtung die Filmschallplatte oder Platten
üblicher Art fest mit der Halteplatte verbindet, so daß der Plattenwechsler spielbereit
ist. Filmschallplatten und Schallplatten üblicher Art irgendwelcher Größe, deren
Durchmesser geringer ist als der auf dem Wechsler abspielbaren Schallplatte, können
abgespielt werden, wenn eine genügend große Anzahl von Anpaßvorrichtungen und Halteplatten
verfügbar ist.