DE1167523B - Verfahren zur Herstellung flammfester Polyurethanschaumstoffe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung flammfester PolyurethanschaumstoffeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: C 08 g
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Auslegetag:
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Auslegetag:
Deutsche Kl.: 39 b-22/04
P 27912 IV c/39 b
22. September 1961
9. April 1964
22. September 1961
9. April 1964
Die Herstellung von zelligen, aufgeschäumten Polyurethanen
durch Umsetzung einer Polyhydroxylverbindung mit einer organischen, eine Vielzahl von
Isocyanatgruppen enthaltenden Verbindung ist bekannt. Wenn die Komponenten zusammengebracht
werden, setzen sich die Hydroxylgruppen mit den Isocyanatgruppen unter Bildung von Polyurethanbindungen
um, die die Moleküle vernetzen, so daß ein fester Kunststoff entsteht.
Bei der Herstellung solcher Kunststoffe wird oft ein gasentwickelndes Mittel verwendet, durch dessen Wirkung
die Masse, bevor sie fest wird, eine zellige oder schaumartige Form erhält, die aufrechterhalten bleibt,
wenn das Gemisch in ausreichendem Maß reagiert hat. Durch geeignete Verfahrenstechniken kann so ein
zelliges oder schaumähnliches Gebilde von sehr geringer Dichte und feiner, gleichmäßiger Zellstruktur
erhalten werden. Diese Produkte haben viele Anwendungsmöglichkeiten, z. B. für Polsterungen, für Isolationszwecke
gegen Wärme- und Lärmübertragung oder für andere Zwecke.
Ein schwieriges Problem bei den bisher hergestellten Schaumstoffen besteht in ihrer verhältnismäßig geringen
Flammbeständigkeit. Oft brennt eine Schaumstoffschicht, wenn sie erst einmal entzündet worden ist,
weiter, bis sie völlig verbrannt ist.
Es ist bekannt, die Feuergefährlichkeit der Polyurethanschaumstoffe
durch Zugabe bestimmter, die Feuergefährlichkeit herabsetzender Mittel zu verringern.
Das beste von den bisher hierfür benutzten Mitteln ist feinteiliges pulvriges Antimontrioxyd.
Dieses verbessert die Flammbeständigkeit von Polyurethanschaumstoffen. Um jedoch eine entsprechende
Flammbeständigkeit mit diesem Material zu erhalten, sind verhältnismäßig große Mengen (z. B. 10% °der
mehr) erforderlich. Die Verwendung derartig großer Mengen ist sehr nachteilig, da das Antimontrioxyd dazu
neigt, sich während des Herstellungsverfahrens abzuscheiden und auch stark die Druckfestigkeit des
Schaumstoffes beeinträchtigt. Oft führt es auch zu einem bröckligen Schaumstoff von geringer Abriebfestigkeit,
der leicht zu einem Pulver zerfällt, wenn er gerieben wird. Darüber hinaus glüht der abgebrannte
Rest oft weiter.
Es ist bekannt, schwerentfiammbare Schaumkunststoffe
herzustellen, wobei man als Flammschutzmittel eine auf den Neutralpunkt eingestellte Mischung von
Ammoniumhalogeniden, einem leicht schmelzbaren, schwach alkalischen anorganischen Salz und einem
geringen Anteil einer als Weichmachungsmittel für Polyesterurethane gebräuchlichen, schwer brennbaren
Verbindung verwendet. Die Flammschutzwirkung Verfahren zur Herstellung flammfester
Polyurethanschaumstoffe
Polyurethanschaumstoffe
Anmelder:
Pittsburgh Plate Glass Company, Pittsburgh, Pa.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil, A. Hoeppener und Dr. H. J. Wolff,
Rechtsanwälte, Frankfurt/M., Antoniterstr. 36
Als Erfinder benannt:
Marco Wismer,
Louis Robert LeBras, Gibsonia, Pa.,
John Roscoe Peffer, Verona, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. September 1960
(57 642)
wird durch das Ammoniumhalogenid erreicht, weil es bei Hitzeeinwirkung sublimiert und die Flamme erstickt.
Ammoniumhalogenide üben aber nur so lange eine Flammschutzwirkung aus, wie die sie enthaltenden
Schaumstoffe nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Außerdem wirkt aus dem Schaumstoff
herausgelöstes Ammoniumhalogenid auf damit in Berührung kommendes Metall korrodierend ein. In
einem anderen Falle hat man den Schaumstoffen Chloralkylphosphate oder Alkenylester von Arylphosphonsäuren
zugesetzt. Gemäß einem älteren Vorschlag verwendet man ein gegebenenfalls inertes Polyamid in
Verbindung mit phosphorhaltigen oder phosphorfreien Polyolen.
Die vorliegende Erfindung vermittelt nun ein Verfahren zur Herstellung flammfester Polyurethanschaumstoffe
aus mindestens 2 aktive Wasserstoffatome aufweisenden Polyhydroxylverbindungen, gegebenenfalls
urethangruppenhaltigen Polyisocyanaten, Wasser oder freie Carboxylgruppen enthaltenden Verbindungen
bzw. anderen Treibmitteln, Katalysatoren und, gegebenenfalls mit NCO-Gruppen reaktionsfähigen
und/oder gegebenenfalls siliciumhaltigen, Emulgatoren in Gegenwart von stickstoff- und halogenhaltigen
Phosphorverbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als stickstoff- und halogenhaltige
Phosphorverbindungen ein Gemisch von Phosphor-
409 558/467
säureamiden und Halogenalkylestern der Phosphorsäure
verwendet wird.
Durch diese Zusätze erhält man verbesserte flammfeste Polyurethanschaumstoffe ohne Beeinträchtigung
ihrer sonstigen wünschenswerten Eigenschaften.
Die Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden Gemischkomponenten erfolgt nach bekannten
Verfahren, wie etwa durch Umsetzung von phosphorhaltigen Säuren mit geeigneten stickstoffhaltigen Verbindungen,
die gebunden an das Stickstoffatom aktive Wasserstoffatome enthalten, wie z. B. Ammoniak,
Ammoniumcarbonat, Ammoniumcarbamat, Harnstoff, Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte, Melamin,
Melamin - Formaledehyd - Kondensationsprodukte, Guanidincarbonat - Formaldehyd - Kondensationsprodukte,
Cyanamid, Dicyandiamid, Ammelin, Cyanursäure, Dimethylolharnstoff, Guanidin, Biguanidin,
Biuret, Ätylenimin, Trioxypyrin, Diformylhydrazin, Methylamin, Dimethylamin, Äthylamin, Propylamin,
Hydrazin, Methylhydrazin oder Äthylhydrazin.
Ein Teil der vorstehenden Verbindungen kann direkt mit Phosphoroxychlorid, Phosphorpentoxyd,
Phosphorpentachlorid oder Phosphortrichlorid umgesetzt werden. Sie können jedoch auch mit Aldehyden,
wie Formaldehyd, umgesetzt worden sein, worauf man das erhaltene Produkt mit der phosphorhaltigen Verbindung
behandelt. Obgleich die so hergestellten Verbindungen normalerweise in Wasser unlösliche Feststoffe
darstellen, die in pulvriger Form zusammen mit dem phosphorhaltigen Weichmacher als Gemischbestandteil
dem aufschäumbaren Gemisch aus PoIyhydroxylverbindung und Diisocyanat zugesetzt werden
können, ist es auch möglich, flüssige Polyamide zu verwenden, die im wesentlichen in der gleichen Weise
wirken. Ein Beispiel für solch ein flüssiges phosphorhaltiges Polyamid ist Hexamethylphosphoramid der
Formel
CH3
CH3
:n —P —N'
CHS
CHS der einen oder der anderen der beiden Komponenten
war möglich. Der Überschuß der einen Komponente oder der nicht umgesetzten Komponenten kann am
Ende der Umsetzung durch Auswaschen oder andere geeignete Maßnahmen entfernt worden sein. In
einigen Fällen, in denen der Überschuß an einer Komponeten nicht so groß ist, daß das Material zu
sauer wäre, ist seine Gegenwart unschädlich.
Ein brauchbares Herstellungsverfahren ist z. B. in ίο der USA .-Patentschrift 2 544 706 beschrieben.
Unabhängig von dem Verfahren, nach dem die oben beschriebenen stickstoff- und phosphorenthaltenden
Materialien hergestellt worden sind oder den in diesem Verfahren verwendeten Reaktionsteilnehmern,
erwies es sich als notwendig, daß die erfindungsgemäß verwendeten Produkte eine Mindestmenge von etwa
10% Stickstoff und 10% Phosphor enthalten, damit sie zusammen mit dem phosphorhaltigen Weichmacher
den angestrebten Effekt bei der Erhöhung der Flammao beständigkeit der Polyurethane erzielen. Vorzugsweise
sollte das Produkt mindestens etwa 15% oder mehr Stickstoff und etwa 15% oder mehr Phosphor enthalten,
damit eine optimale Flammbeständigkeit erreicht wird. Die Menge des verwendeten phosphora5
haltigen Polyamids kann im Bereich von etwa 2 bis etwa 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamten
Bestandteile der aufschäumbaren Masse, liegen.
Geeignete Weichmacher, die erfindungsgemäß mit festen, stickstoff- und phosphorenthaltenden Verbindüngen
verwendet werden, um die Flammbeständigkeit von Polyurethanen zu verbessern und Phosphor-
und Halogenatome wie Chlor, Brom oder Fluor enthalten, können durch Umsetzung eines phosphorenthaltenden
Säurehalogenids mit einem Alkylenoxyd erhalten worden sein. Sie sind daher als Ester anzusehen
und haben gewöhnlich die folgende Struktur:
.0-R(X)n, O=P O—Z
O —R(X)7n
CH,
CHn
Phosphorhaltige Verbindungen, die als Säuren mit dem aktiven Wasserstoffatom in der stickstoffhaltigen
Verbindung oder ihren Aldehydderivaten reagieren können, sind z. B. phosphorhaltige Säuren, wie
Phosphorsäure, phosphorige Säure (H3PO3), Metaphosphorsäure,
Pyrophosphorsäure, Hypophosphorsäure oder Polyphosphorsäuren, Phosphoroxyde, wie
Phosphoroxychlorid, Phosphorhalogenide, wie PCl3, PCl5, PBr3 oder PBr5 oder Mischverbindungen, wie
/(OH)2
o:p:
in der R Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis etwa 8 Kohlenstoffatomen bedeutet. X ist ein Halogenatom
wie Chlor, Brom oder Fluor, das ein Wasserstoffatom ersetzt, und m ist eine Zahl von 1 bis 4, die
die Zahl der Halogenatome angibt. Gewöhnlich enthalten sämtliche Reste R Halogen, obgleich es nicht
ausgeschlossen ist, daß einer frei von Halogenatomen ist oder eine geringere Anzahl von Halogenatomen
enthält als die anderen. Der Rest R kann Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Amyl-, Hexyl- oder eine andere
Gruppe sein, die in der Kette 1 bis 8 Kohlenstoffatome enthält, wobei mindestens ein Teil der Wasserstoffatome
durch Halogenatome ersetzt ist. Z kann die gleiche Gruppe wie — R(X)7n bedeuten.
Es kann auch die folgende Struktur haben:
"NH,
Bei der Vereinigung der stickstoffhaltigen mit der phosphorhaltigen Verbindung zur Herstellung eines
phosphorhaltigen Amids nach bekannten Verfahren, das zur Verbesserung der Flammbeständigkeit von
Polyurethan geeignet ist, können die beiden Verbindungen in äquivalenten Mengen, bezogen auf die
verfügbaren, mit reaktionsfähigen Wasserstoffatomen verbundenen Stickstoffgruppen einerseits oder die an
den Phosphor gebundenen funktionellen Gruppen andererseits, verwendet worden sein. Ein Überschuß
G—Ο — Ρ—Ο
R(X)*
0-R(X)n
G-O-P=O
O-R(X)11,
in der G ein gegebenenfalls durch Ätherbrücken unterbrochener Alkylenrest ist, wie Äthylen-, Propylen-,
5 6
Isopropylengruppen oder Polyätherreste; η ist eine isocyanaten zu Polyurethanen umgesetzt werden.
Zahl von z. B. 0 bis 4; die Symbole R, X und m haben Nachfolgend sind einige organische Diisocyanate
die oben angegebene Bedeutung. In denjenigen Fällen, aufgeführt, die für diesen Zweck verwendet werden
in denen Z die oben angegebene Struktur besitzt, können: Toluylendiisocyanat, Diphenylendiisocyanat,
können die Ester in der Weise hergestellt worden sein, 5 Triphenyjendiisocyanat, Chlorphenylen - 2,4 - diisodaß
man zuerst Phosphorsäure mit einem Glykol, z. B. canat, Äthylendiisocyanat, 1,4-Tetramethylendiiso-Äthylenglykol
oder Propylenglykol, umgesetzt hat, cyanat, p-Phenylendiisocyanat, Hexamethylendiisoso
daß man einen sauren Diester erhält, der nachfolgend cyanat, 3,3'-Dimethyl - 4,4' - biphenylendiisocyanat,
mit einem halogenierten einwertigen Alkohol umgesetzt 3,3'-Dimethoxy-4,4'-biphenylendiisocyanat, Polymeworden
ist, wodurch der gewünschte halogenhaltige io thylenpolyphenylisocyanat oder Diphenylmethan-Weichmacher
entstanden ist. 4,4'-diisocyanat.
Da die halogenierten Weichmacher wohlbekannte Gemische von zweien oder mehreren dieser Diiso-
Stoffe darstellen, dürfte es unnötig sein, Verfahren zu cyanate können ebenfalls verwendet werden. Ferner
ihrer Herstellung zu erläutern. Zu geeigneten haloge- kommen sogenannte Vorpolymere in Betracht, die
nierten Weichmachern gehört z. B. das Tris-dibrom- 15 durch Umsetzung eines Überschusses von einem oder
propylphosphat der Formel mehreren dieser Diisocyanate mit einer Polyhydroxyl-
) verbindung erhalten werden. Gegebenenfalls kann
zur Bildung der Vorpolymeren erwärmt werden, um die Reaktion zu beschleunigen.
w 20 Die relativen Mengen des organischen Diisocyanats
3 können in einem verhältnismäßig breiten Bereich
oder Tris-chloräthylphosphat der Formel variiert werden. Gewöhnlich wird das organische
Diisocyanat in einer Menge verwendet, die den
l CHCH O )p = 0 Hydroxylgruppen mindestens etwa äquivalent ist.
2 2 / 25 Falls letztere Verbindung stark sauer ist, ist es er
wünscht, bei der Berechnung der Menge der Diiso-
Selbstverständlich können auch andere ähnliche cyanatkomponente die Carboxylgruppen zu berück-Esterweichmacher
der Phosphorsäure, die Halogen sichtigen. Ein Bereich von einem halben Äquivalent
enthalten und in denen die Kohlenwasserstoffanteile bis etwa 2 Äquivalenten des organischen Diisocyanats
in der Kette 1 bis 8 Kohlenstoffatome enthalten und 30 je OH-Äquivalent im fertigen Material kommt in
in denen 1 bis 3 Wasserstoffatome in den Kohlen- Betracht.
Wasserstoffanteilen oder auch mehr durch Chlor, Bei der Herstellung aufgeschäumter Polyurethane
Brom oder Fluor ersetzt sind, als Gemischbestandteile ist es gewöhnlich erforderlich, für die Freisetzung eines
verwendet werden. geeigneten gasförmigen Stoffes im flüssigen Gemisch
Der halogenierte Weichmacher kann in einer Menge 35 zu sorgen, bevor die Gelatinierung zu weit fortgevon
etwa 5 bis 30°/0> bezogen auf die harzbildende schritten ist. Die übliche Methode bei der Freisetzung
Komponente des aufschäumbaren Gemisches, ver- von Gas besteht in der Umsetzung von Isocyanatwendet
werden. gruppen des organischen Diisocyanates mit Carboxyl-
Um einen Polyurethanschaumstoff zu erhalten, gruppen oder mit Wasser. Hierdurch wird Kohlenkönnen
verschiedene übliche Polyhydroxylverbin- 40 dioxyd in situ freigesetzt, das unter geeigneten Bedungen
verwendet werden, die keinen Phosphor ent- dingungen im Reaktionsgemisch eingeschlossen wird
halten und keine Phosphorester darstellen, aber mit und, wenn dieses fest geworden ist, in Form von Blasen
organischen Diisocyanaten, wie Toluylendiisocyanat, oder Zellen im Kunststoff erhalten bleibt,
reagieren. Viele von diesen bestehen aus Kohlenstoff, Ein anderes und jüngeres Verfahren zur Herstellung
Wasserstoff und Sauerstoff, können aber auch andere 45 von Schaumstrukturen in Polyurethanen besteht
Atome enthalten. Beispiele für solche sind Rizinusöl, darin, daß man ein gaserzeugendes Mittel, z. B. einen
Gemische aus Polyäthylenglykol und Rizinusöl. Das halogenierten Kohlenwasserstoff, wie CCl3F oder
letztere stellt ein Glycerid der Rizinolsäure dar, in CCl2F2, in entsprechender Menge, d. h. je nach dem
der der Fettsäurerest Hydroxylgruppen enthält. Poly- Grad, der gewünschten Zellbildung, mit der Polyester
von Glykolen, wie Diäthylenglykol oder Di- 50 hydroxylverbindung mischt. Wenn die Diisocyanatpropylenglykol,
sind ebenfalls brauchbar, ebenso wie komponente zur Polymerisation mit der OH-Kompo-Polycarbonate.
nente vermischt wird, wird das gaserzeugende Mittel
Andere Polyester, die mit einer phosphorhaltigen durch die Reaktionswärme verdampft, so daß die
Polyhydroxylverbindung, einer festen, stickstoff- und gewünschte Zellstruktur entsteht. Ein anderes Verphosphorenthaltenden
Verbindung und einem orga- 55 fahren zur Herstellung einer Zellstruktur in PoIynischen
Diisocyanat umgesetzt werden können, um urethanen besteht darin, daß man eine Emulsion der
flammbeständige Polyurethanschaumstoffe zu er- flüssigen reaktionsfähigen Komponenten unter geeighalten,
sind Polyester von Säuren, wie der Adipin- neten Bedingungen mechanisch bewegt, um Luft oder
säure oder des Phthalsäureanhydrids, und mehr- ein anderes Gas einzuführen. Die Schaumbildung
wertigen Alkoholen, wie von Diäthylenglykol, Pro- 60 kann dadurch erhöht werden, daß man das Gemisch
pylenglykol, Trimethyloläthan oder deren Gemische. während oder nach der mechanischen Bewegung
Eine andere Verbindungsklasse wird durch die zuerst einem Überdruck und dann einem Unterdruck
Polyäther repräsentiert, die durch Umsetzung einer aussetzt oder indem man es nur einem Unterdruck
mehrere Hydroxylgruppen enthaltenden Verbindung, aussetzt.
wie Saccharose oder Sorbit, mit einem Alkylenoxyd 65 Außer den Hauptkomponenten, d. h. der aus
erhalten worden sind. Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff bestehenden
Die zuvor genannten Polyhydroxyverbindungen OH-Verbindung, dem organischen Diisocyanat, dem
können in geeigneten Mengen mit organischen Di- halogenierten phosphorhaltigen Weichmacher und der
unlöslichen Phosphor-Stickstoff-Verbindung kann die aufschäumbare Masse bestimmte Hilfsstoffe enthalten,
z. B. Härtungskatalysatoren. Die Zugabe solcher Stoffe ist jedoch nicht zwingend. Härtungskatalysatoren
sind z. B. tertiäre Amine oder organische Metallverbindungen, wie die folgenden:
Tetramethylguanidin,
Tetramethyl-l,3-butandiamin (TMBDA),
Tetramethyl-l,3-butandiamin (TMBDA),
Triäthylendiamin (DABCO) = CH2
CH2
CH2 CH2
"N'
CH2
CH,
Dimethyläthanolamin (DMEA), Zinnester, z. B. Stannooleat, Stannooctoat, Dibutylzinndilaurat,
oder andere Katalysatoren, wie sie zur Herstellung von Polyurethanschaumstorfen verwendet werden. Die
vorstehenden Angaben dienen nur der Erläuterung..
Es können die üblichen Katalysatoren für die Herstellung von Polyurethanen bei der erfindungsgemäßen
Herstellung der flammbeständigen Polyurethanschaumstorfe verwendet werden.
Die Menge des Katalysators kann im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 5 Gewichtsprozent liegen, bezogen
auf die reaktionsfähigen Komponenten der aufschäumbaren Masse.
Ein weiteres Hilfsmittel, das bei der Herstellung
Ein weiteres Hilfsmittel, das bei der Herstellung
ίο flammbeständiger Schaumstoffe geringer Dichte
wertvoll ist, sind oberflächenaktive Mittel, die der Aufrechterhaltung der Zellstruktur des Schaumes
dienen. Derartige Mittel sind in »Synthetic Detergents and Emulsifiers« von John W. McCutcheon beschrieben;
diese Veröffentlichungen erschienen im Heft Juli, August, September und Oktober 1955 in
»Soap and Chemical Specialities« und wurden zusammengefaßt noch einmal gedruckt. Auf den
neuesten Stand wurden sie 1958 gebracht. Die meisten der verwendeten Emulgiermittel sind von nichtionogener
Art.
Eine andere Klasse von oberflächenaktiven Mitteln hat die folgende Formel:
, (OC3H8MOC2H4^OH
ζ NCHtCH,N (
HO(C2H4OMC3H6O):/ (OC3H6MOC2H4^OH
ζ NCHtCH,N (
HO(C2H4OMC3H6O):/ (OC3H6MOC2H4^OH
Andere oberflächenaktive Mittel, die sich als sehr
wirksam bei der Aufrechterhaltung der Zellstruktur - beim Aufschäumen und Härten von flammbeständigen
Polyurethanen erwiesen, sind Silikonderivate z. B. der Formel
0(R2SiO)9(CnH2nO)2R"
stellt worden war, und zwar aus 21,5 Gewichtsteilen davon mit 78,5 Gewichtsteilen Toluylendiisocyanat
(80:20-Mischung). Das Vorpolymere wurde mit einem Treibmittel, nämlichCCl3F vermischt, wobei man
die Temperatur unter dem Siedepunkt des CCl3F hielt. In dem Gemisch lagen die Komponenten in folgendem
Verhältnis vor:
Vorpolymeres 100 Gewichtsteile
CCl3F 46 Gewichtsteile
in der R', R und R" einwertige Kohlenwasserstoffreste In die zweite Komponente wurden die restlichen
sind; p, q und r sind ganze Zahlen, und zwar mindestens Bestandteile der aufschäumbaren Masse eingearbeitet,
1 oder höher bis zu etwa 20; η ist etwa 2, 3 oder 4; ζ ist d. h. die gleiche Polyhydroxylverbindung, wie sie für
eine ganze Zahl, und zwar mindestens 5 oder höher, das Vorpolymere verwendet wurde, der Katalysator,
z. B. bis zu etwa 25. Andere oberflächenaktive Mittel, 45 das oberflächenaktive Mittel und die die Flamminsbesondere
die flüssigen oder löslichen nichtiono- beständigkeit erhöhenden Mittel. Die beiden Komponenten
wurden unter Rühren vermischt, worauf Schaumbildung und Verfestigung eintraten. Dies
nimmt gewöhnlich etwa 100 bis 400 Sekunden in
Gemisch von Polyhydroxylverbindung und organi- 50 Anspruch. Nachfolgend wurde die Masse in einem
schem Disocyanat, verwendet werden. In verhältnis- Ofen bei einer Temperatur von etwa 65° C 1 Stunde
mäßig dichten Schaumstoffen, z. B. solchen, die etwa
0,80 bis 0,95 g/cm3 und mehr wiegen, können die
oberflächenaktiven Mittel vollständig weggelassen
werden. 55
0,80 bis 0,95 g/cm3 und mehr wiegen, können die
oberflächenaktiven Mittel vollständig weggelassen
werden. 55
Die folgenden Beispiele erläutern die Verbesserung der Flammbeständigkeit aufgeschäumter Polyurethane
durch Zugabe eines phosphorhaltigen Polyamides
genen Glieder dieser Familie sind ebenfalls brauchbar. Die oberflächenaktiven Mittel können in Mengen von
etwa 0,1 bis etwa 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das
und eines inerten halogenierten Phosphats oder Phosphonats, das einen Weichmacher darstellt.
Beispiel I
In diesem Beispiel wurde ein Vorpolymeres aus gehärtet. Selbstverständlich können die Temperaturen
und Härtungszeiten in bekannter Weise variiert werden.
In einer Testreihe wurde die Wirksamkeit der erfindungsgemäß verwendeten Phosphorpolyamidkomponenten
und der inerten Weichmacher ermittelt. In Kontrollversuchen wurde der Weichmacher allein
als die Flammbeständigkeit erhöhendes Mittel verwendet, während in anderen Kontrollversuchen ein
festes pulvriges phosphorenthaltendes Polyamid als einziges, die Flammbeständigkeit erhöhendes Mittel
verwendet worden war. In anderen Versuchen wurden erfindungsgemäß die beiden, die Flammbeständigkeit
einer Polyhydroxylverbindung und Toluylendiiso- 65 erhöhenden Mittel verwendet. In jedem Fall bestand
cyanat hergestellt, und zwar aus einem Polyäther- der inerte phosphor- und chlorenthaltende Weich-
glykol, das durch Umsetzung von 1 Mol Saccharose, macher aus Trisdichlorpropylphosphat. Die Zusam-
11 Mol Propylenoxyd und 4 Mol Äthylenoxyd herge- mensetzungen der phosphorenthaltenden Polyamide
in Mol der Komponenten sind in der folgenden Tabelle unter der Bezeichnung »Polyamid« angegeben.
Die verschiedenen verwendeten Zusammensetzungen
10
und die in bezug auf die Flammtests nach der ASTM-t
Methode D 1692-59T erhaltenen Ergebnisse sind nach+ folgend zusammengestellt:
| Ilen | 1 | Vorpoiymeres | CCl3F | PoIy- äther |
Polyhydroxylverbindung | Polyamid Molverhältnis |
g | *) | Katalysator | Dichte | Flammtest | aus | Länge | |
| Test- Nr. |
2, | g | Weich- m ach er |
der | keines | Sekunden | inch | |||||||
| Kon | 2 | g | 42 | g | XX1 Cl v*XX VsX | Bestandteile | g | g/cm3 | (ASTM D 1692-59 T) | 2,8 | inch/Min. | |||
| 3 | 100 | 86,0 | g | }15 | Tetramethyl- äthylendiamin |
0,028 | 2,54 cm | |||||||
| 4 | 30 | 25 | }> | 0,7 | Sekunden | 5,2 | inch/Min. | |||||||
| 5 | 100 | 30 | 85,0 | 4,5 Harnstoff 1 P2O5 |
}' | Tetramethyl- butylendiamin 1,0 |
0,032 | verbrannt | 9,6 | inch/Min. | ||||
| 100 | 30 | 85,0 | keines< | 1 POCl3 5 NH3 |
}l5 | Tetramethyl- butylendiamin 1,0 |
0,029 | 7,7 | inch/Min. | |||||
| 6 | 100 | 30 | 85,0 | keines< | 4,5 Harnstoff 1 P2O5 |
Tetramethyl- butylendiamin 1,0 |
0,033 | verbrannt | 5,2 | inch/Min. | ||||
| 100 | 85,0 | keines·! | 1 POCl3 5 NH3 |
} 5 | Tetramethyl- butylendiamin |
0,030 | verbrannt | |||||||
| 7 | 46 | keinesj | 1,0 | verbrannt | 32 | |||||||||
| 100 | 83,0 | 1 POCl3 5NH3 |
}io | Tetramethyl- äthylendiamin |
0,026 | verbrannt | ||||||||
| 8 | 46 | M | 0,78 | 23 | 5/8 | |||||||||
| 100 | 83,0 | 1 POCl3 5 NH3 |
[15 | Tetramethyl- äthylendiamin |
0,024 | 28 | ||||||||
| 9 | 46 | 35 { | 0,78 | 27 | 13/16 .· | |||||||||
| 100 | 83,0 | 1 POCl3 5 NH3 |
I 4 | Tetramethyl- äthylendiamin |
0,023 | —· | ||||||||
| 10 | 42 | 20 j | 0,78 | 30 | ||||||||||
| 100 | 86,0 | 1 POCl3 5 NH3 |
! 8 | Tetramethyl- äthylendiamin |
0,026 | — | ||||||||
| 42 | 20 j | 0,7 | 36 | — | ||||||||||
| 100 | 86,0 | 1 POCl3 5 NH3 |
Tetramethyl- äthylendiamin |
0,027 | 21 | |||||||||
| 20 j | 0,7 | |||||||||||||
| 17 | ||||||||||||||
*) Neben den aktiven Bestandteilen erhielt diese Phase eine kleine Menge (1 g) eines oberflächenaktiven Si-haltigen Mittels.
Der Weichmacher in der Tabelle ist Trisdichlorpropylphosphat. Es ist klar, daß dieser Weichmacher
durch andere chlorierte Phosphatweichmacher ersetzt werden kann, die, wie oben beschrieben, inert sind.
Ebenso kann das phosphorenthaltende Polyamid durch andere phosphorenthaltende Polyamide ersetzt
werden. Der Saccharosepolyäther kann durch andere Polyhydroxyverbindungen ersetzt werden. Ebenso
kann das oberflächenaktive Si-haltige Mittel mit den beschriebenen Eigenschaften durch andere ersetzt
werden, die dazu geeignet sind, durch physikalische Einwirkung die Emulgierung und das Aufschäumen
des Gemisches zu fördern. An Stelle der verwendeten Katalysatoren können auch andere der vorhergenannten
Katalysatoren eingesetzt werden.
Das im Kontrollversuch verwendete Testmaterial, das nur einen der die Flammbeständigkeit erhöhenden
Stoffe enthielt, wurde vollständig verbrannt. Durch ausreichende Beladung des Schaumstoffes mit einem
der die Flammbeständigkeit beeinflussenden Mittel könnte es möglich sein, eine gewisse Flammfestigkeit
zu erreichen. Dies wäre jedoch nicht wirtschaftlich und könnte die Druckfestigkeit, die Zellstruktur, die
Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und andere Eigenschaften beeinträchtigen.
Der Saccharosepolyäther des Beispiels I wird durch einen Polyäther ersetzt, der durch Umsetzung von
1 Mol Sorbit mit etwa 6 bis 10 Mol Propylen- oder Äthylenoxyd erhalten worden ist. Ein Teil des erhaltenen
Polyäthers wird mit einem Überschuß an isomerem Toluylendiisocyanat versetzt (80:20- oder
65: 35-Mischung). Zu dem Vorpolymeren wird eine Polyhydroxylverbindung gegeben, und zwar die
gleiche oder eine von dem im Vorpolymeren verwendeten verschiedene. Es wird so viel verwendet, daß es
mit den verfügbaren Isocyanatgruppen im Vorpolymeren reagiert. Das Vorpolymere kann etwa 30 bis
70 °/o der gesamten Polyhydroxylverbindung enthalten. Das gaserzeugende Mittel, z. B. CCl3F, wird vorzugsweise
dem Vorpolymeren zugefügt, in einer Menge von etwa 10 bis 400 Gewichtsprozent, bezogen
auf die Polyhydroxylverbindung im Vorpolymeren.
, Der phosphor- und halogenenthaltende Weichmacher wird in einer Menge von etwa 5 bis etwa 30 %>
, Der phosphor- und halogenenthaltende Weichmacher wird in einer Menge von etwa 5 bis etwa 30 %>
409 558/467
bezogen auf das Gesamtgewicht der reaktionsfähigen Bestandteile der aufschäumbaren Masse, verwendet.
Das phosphorenthaltende Polyamid wird in einer Menge von etwa 2 bis 30 Gewichtsteilen auf gleicher
Basis zugesetzt.
Als oberflächenaktive Mittel und Katalysatoren können die im Beispiel I verwendeten eingesetzt
werden. Ihre Mengen, bezogen auf die OH-Komponente, sind im wesentlichen die gleichen wie im vorstehenden
Beispiel. Das Vorpolymere und die OH-Komponente werden gemischt, aufgeschäumt und
gehärtet wie im Beispiel I.
Das Vorpolymere des Beispiels I wird durch ein Vorpolymeres aus etwa 70 bis 80 Teilen eines Toluylendiisocyanatisomerengemisches
(80:20) und etwa 20 bis 30 Teilen Polyester der folgenden Zusammensetzung
ersetzt: so
Phthalsäureanhydrid 0,5 Mol
Adipinsäure 2,0 Mol
Trimethyloläthan 3,1 Mol
Äthylenglykol 1,1 Mol
35
Dem Vorpolymeren wird das Treibmittel (CCl3F)
zugefügt und diesem Gemisch weitere Polyester, die die Flammbeständigkeit erhöhenden Mittel, Katalysatoren
und oberflächenaktive Mittel, um eine aufschäumbare Masse wie im Beispiel I zu erhalten. Die
verwendeten Mengen können die gleichen oder ähnliche sein wie im Beispiel I.
Die Masse wird aufgeschäumt und gehärtet wie in den vorstehenden Beispielen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung flammfester PoIyurethanschaumstoffe
aus mindestens 2 aktive Wasserstoffatome aufweisenden Polyhydroxylverbindungen,
gegebenenfalls urethangruppenhaltigen, Polyisocyanaten, Wasser oder freie Carboxylgruppen
enthaltenden Verbindungen bzw. anderen Treibmitteln, Katalysatoren und gegebenenfalls
mit NCO-Gruppen reaktionsfähigen und/oder gegebenenfalls siliciumhaltigen Emulgatoren in
Gegenwart von stickstoff- und halogenhaltigen Phosphorverbindungen, dadurch gekennzeichnet,
daß als stickstoff- und halogenhaltige Phosphorverbindungen ein Gemisch von
Phosphorsäureamiden und Halogenalkylestern der Phosphorsäure verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Phosphorsäureamid-Phosphorsäurehalogenalkylester-Gemisch
verwendet wird, das als Amidbestandteil das Polyamid einer Phosphorsäure
enthält, in dessen
N — P -Gruppe
Stickstoff als Amidstickstoff in einer Menge von wenigstens 10 Gewichtsprozent und ebenso 5-wertiger
Phosphor in einer Menge von wenigstens 10 Gewichtsprozent vorkommen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Phosphorsäureamid-Phosphorsäurehalogenalkylester-Gemisch
verwendet wird, das als Halogenalkylesterbestandteil Halogenalkylester der Phosphorsäure enthält entsprechend
der allgemeinen Formel
OR(X)n,
O=P~O—Z
OR(X)n,
O=P~O—Z
OR(X)n,
in der R (X) ein Halogenalkylrest mit mindestens 2 C-Atomen, Z die Gruppe R(X)m oder
G —Ο—Ρ—Ο
R(X)11
O - R(X)n,
G-O-P=O
G-O-P=O
O - R(X)m
in der G ein Alkylenrest, m 1 bis 4 und η 0 bis 4 ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 043 630;
USA.-Patentschrift Nr. 2 591 884.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 043 630;
USA.-Patentschrift Nr. 2 591 884.
409 558/467 3.64 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| US5764260A | 1960-09-22 | 1960-09-22 |
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE1167523B (de) |
| FR (1) | FR1306767A (de) |
| GB (1) | GB942616A (de) |
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- 1961-09-20 FR FR873742A patent/FR1306767A/fr not_active Expired
- 1961-09-20 GB GB33650/61A patent/GB942616A/en not_active Expired
- 1961-09-22 DE DE1961P0027912 patent/DE1167523B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1306767A (fr) | 1962-10-19 |
| GB942616A (en) | 1963-11-27 |
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