DE1167461B - Vorrichtung fuer die Behandlung zur Verstaerkung des Kopfhaarwuchses - Google Patents
Vorrichtung fuer die Behandlung zur Verstaerkung des KopfhaarwuchsesInfo
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Description
- Vorrichtung für die Behandlung zur Verstärkung des Kopfhaarwuchses Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die kosmetische Behandlung zur Verstärkung des Kopfhaarwuchses des Menschen.
- Seit langer Zeit beschäftigt sich die Kosmetik außer mit der Erhaltung eines jugendlich-frischen Aussehens der Frau insbesondere auch mit der Erhaltung der vollen Kopfbehaarung bei Männern. Unzählige Versuche wurden unternommen, um die zwar gesundheitlich bedeutungslosen, doch das äußere Aussehen mehr oder weniger stark verändernden Erscheinungen des Haarverlustes zu verhindern.
- Vorwiegend unterliegt allein der altersbedingte, normale, mehr oder weniger starke Kopihaarausfall der Betrachtung, nicht aber der Haarausfall infolge verschiedenster Erkrankungen, den zu behandeln allein den Arzten vorbehalten bleiben muß.
- Man hat bereits seit dem Altertum bis heute versucht, Haarausfall in erster Linie durch Anwendung unterschiedlichster natürlicher und synthetischer chemischer Substanzen zu verhindern. Durch diese Substanzen soll die Blut- und Lymphzirkulation angeregt werden.
- In den letzten Jahren wurden - abgesehen von Massage- und Bestrahlungsgeräten, die mit den verschiedensten Wellenlängen arbeiten - physikalische Hilfsmittel benutzt, um die chemischen Substanzen besser und tiefer in den Haarboden einzubringen. So wurden Apparate konstruiert, die durch abwechselnde Erzeugung von Unter- und Überdruck die Wirkstoffe in die Kopfhaut befördern.
- Man hat aber auch bereits den elektrischen Strom zu Hilfe genommen, um mittels der sogenannten Iontophorese elektrisch geladene Substanzen in die Kopfhaut einzubringen. Dabei wird die eine Elektrode unmittelbar auf dem Haarboden aufgelegt, an welcher eine Spannung von im allgemeinen über 24 Volt, zumindest aber über 12 Volt liegt.
- Mangels entsprechender Erfolge konnten sich diese Methoden aber nicht durchsetzen. Durch die neueren Arbeiten der Nobelpreisträger Ochoa und Korns erg wird es auch verständlich, warum den chemischen Behandlungsmethoden der Erfolg versagt bleiben mußte.
- Es sind bereits rein physikalische Behandlungen der Kopfhaut bekanntgeworden, bei denen eine sogenannte elektrische Bürste verwendet wird, die als Aktivelektrode an einem Pol einer Gleichspannungsbatterie angeschlossen wird, während als Gegenelektrode eine von Hand zu umschließende Elektrode verwendet wird. Auch die Verwendung elektrischer Kämme, die an eine Spannung von 3 bis 9 Volt angeschlossen werden, ist bekannt. Da- durch soll die Tendenz zur Glatzenbildung verhindert werden.
- Ferner ist es bekannt, zur Förderung des Haarwuchses und zur Behandlung bei Haarausfall die Haarwurzeln durch Anwendung von elektrischen Strömen zur verstärkten Durchblutung anzuregen.
- Bei einer bekannten Vorrichtung für eine solche Behandlung dient eine an einem Pol einer Batterie angeschlossene Elektrode zur Zuführung des galvanischen Stromes an die Kopfhaut, während die Gegenelektrode als Fußplatte ausgebildet ist. Zusätzlich wird bei dieser bekannten Vorrichtung gleichzeitig zur verstärkten Anregung der Blutzirkulation Unterdruck und Massage angewendet.
- Es ist ferner eine Vorrichtung bekanntgeworden, mit der eine bereits eingetretene Glatzenbildung behandelt werden soll. Bei dieser Vorrichtung werden die Teile der Kopfhaut, die infolge der Glatzenbildung haarlos geworden sind, mit einer mit Klingen versehenen aktiven Elektrode behandelt, die an den negativen Pol der Stromquelle angeschlossen wird, wobei die oberste hornhautähnliche Schicht entfernt wird. Es wird dabei eine Spannung von etwa 4,5 Volt angewendet.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß im Gegensatz zu allen bisher bekannten Behandlungen eine Behandlung der unbehaarten Stirn zur Verhinderung des Haarausfalls Erfolg bringt. Ertindungsgemäß wird deshalb eine Vorrichtung für die kosmetische Behandlung zur Verstärkung des Kopfhaarwuchses des Menschen durch Zuführung eines schwachen Gleichstroms mit einer Spannung in der Größenordnung von mehr als ein Volt und weniger als 10 Volt über eine an der Kopfhaut zur Anlage zu bringende aktive Elektrode und eine mit dem Menschen leitend verbundene inaktive Gegenelektrode vorgeschlagen, die für die vorbeugende Behandlung des rein altersbedingten Haarausfalls so ausgebildet ist, daß die aktive Elektrode als eine an der unbehaarten Stirn des Menschen fest anzubringende und im wesentlichen die ganze Stirnfläche bedeckende Flächenelektrode ausgebildet und als Anode geschaltet ist.
- Der Effekt einer Behandlung der unbehaarten Stirn ist mehr als überraschend, weil hier erstmalig in der Elektrobehandlung nicht die Stelle behandelt wird, an der ein Erfolg erreicht werden soll, sondern eine danebenliegende.
- Zweckmäßigerweise besteht die großflächige Stirnelektrode aus einem nichtmetallischen Leiter.
- Die zweite, mit dem negativen Pol der Stromquelle verbundene Elektrode ist an beliebiger Stelle des Körpers anzubringen. Die an den Elektroden anliegende Spannung soll etwa in der Größenordnung zwischen 1 und 6 Volt liegen, beträgt jedoch vorzugsweise etwa 3 bis 4 Volt; diese Spannung hat sich bei Versuchen als besonders vorteilhaft herausgestellt, zumal auch eine Nebenwirkung auf den Körper ausgeschlossen ist. Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, daß als Gegenelektrode eine den Körper ganz oder teilweise benetzende mit dem negativen Pol der Gleichstromquelle von vorzugsweise 3 Volt leitend verbundene Flüssigkeit dient, insbesondere in Form eines Bades.
- Wenn das nicht möglich ist, ergeben sich auch gute Erfolge, wenn als negative Gegenelektrode eine am Körper an beliebiger Stelle angelegte großflächige und flüssigkeitsbenetzte Elektrode dient.
- Die Dauer der Behandlung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung braucht nur verhältnismäßig kurz zu sein und liegt in der Regel zwischen 5 bis 10 Minuten. Sie braucht überdies anfangs nur jeden zweiten und später etwa jeden dritten bis siebenten Tag wiederholt zu werden, ohne daß der Erfolg dadurch in Frage gestellt wird. Bei ausgedehnteren Testversuchen konnte festgestellt werden, daß mit einem etwa 70 bis 750/obigen Erfolg bereits nach der dritten Behandlung gerechnet werden kann, was eine recht hohe Erfolgsquote darstellen dürfte.
- Es kommt im wesentlichen darauf an, daß bei einer optimal niedrigen Spannung der Stromfluß möglichst groß ist. Zu diesem Zweck ist es auch vorteilhaft, die am Körper anliegenden Elektroden mit einer Ionen enthaltenden Flüssigkeit zu benetzen, vorteilhafterweise mit wäßrigen Lösungen von Erdalkali-, insbesondere Magnesium- und Kalziumsalzen.
- Die Konzentration der Salzlösungen sollte etwa 0,1 bis 1/2 Normallösung sein.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung für die kosmetische Behandlung zur Verstärkung des Kopfhaarwuchses des Menschen durch Zuführung eines schwachen Gleichstroms mit einer Spannung in der Größenordnung von mehr als 1 Volt und weniger als 10 Volt über eine an der Kopfhaut zur Anlage zu bringende aktive Elektrode und eine mit dem Menschen leitend verbundene inaktive Gegenelektrode, dadurch gekennzeichnet, daß für die vorbeugende Behandlung zur Verhinderung des rein altersbedingten Haarausfalls die aktive Elektrode als eine an der unbehaarten Stirn des Menschen fest anzubringende und im wesentlichen die ganze Stirnfläche bedeckende Flächenelektrode ausgebildet und als Anode geschaltet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die großflächige Stirnelektrode aus einem nichtmetallischen Leiter besteht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Gegenelektrode eine den Körper ganz oder teilweise benetzende, mit dem negativen Pol der Gleichstromquelle von vorzugsweise 3 Volt leitend verbundene Flüssigkeit dient, insbesondere in Form eines Bades.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als negative Gegenelektrode eine am Körper an beliebiger Stelle angelegte großflächige und flüssigkeitsbenetzte Elektrode dient.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die am Körper anliegenden Elektroden mit einer Ionen enthaltenden Flüssigkeit benetzt sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden mit wäßrigen Lösungen von Erdalkali-, insbesondere Magnesium- oder Kalziumsalzen getränkt sind.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 892 944; österreichische Patentschrift Nr. 21 936; französische Patentschrift Nr. 516 505; britische Patentschrift Nr. 14 786/1891; USA.-Patentschriften Nr. 1 099 062, 861 349, 2547 041, 534 529; Zeitschrift »Medizinal Markt«, 1954, H. 10, S. 335; Buch von H. H. U. Cross »Electricity in Therapeutics«, Verlag Crosby Lochwood & Sohn, London, 1936, S. 171 bis 173.
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