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Elektromagnetischer Empfänger Die Erfindung bezieht sich auf einen
elektromagnetischen Empfänger mit einem Anker, der auf der der magnetischen Polfläche
eines magnetischen Kreises abgewandten Seite einer Membran aus nichtmagnetischem
Material liegt.
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Elektromagnetische Empfänger dieser Artsind bekannt.
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Der erfindungsgemäße Empfänger ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Anker im Mittelteil der konkaven Oberflächenseite einer Membran angeordnet ist und
daß der magnetische Kreis einen durch einen Luftspalt vorn Mittelteil der konvexen
Oberflächenseite der Membran getrennten Innenpol und einen konzentrisch außen um
den Innenpol herum angeordneten Außenpol aufweist.
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Ein erfindungsgemäßer Empfänger ist stabil und hochempfindlich. Ferner
wird der Einfluß einer Kriechdehnung der Membran auf den Empfänger auf Grund der
magnetisch anziehenden Kräfte, die normalerweise auf die Membran einwirken, verringert.
Schließlich haben in den Laftspalt eintretende Verunreinigungen, die sich zwischen
die Membran und den Anker setzen, nur wenig Einfluß.
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Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die Figuren.
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F i g. 1 zeigt ein Schnittbild eines magnetischen Kreises in einem
üblichen Empfänger; F i g. 2 zeigt ein Schnittbild eines magnetischen Kreises eines
Empfängers nach der Erfindung; F i g. 3 zeigt ein Charakteristikendiagramm eines
üblichen Empfängers; F i g. 4, 5 und 6 zeigen Anordnungen der Membran und des Ankers;
F i g. 7 zeigt ein Charakteristikendiagramm der Verschiebung der Membran in Abhängigkeit
von der auf die Membran zusätzlich wirkenden Kraft; F i g. 8 zeigt den Zusammenhang
zwischen der Kriechdehnung der Membran und der Zeit; F i g. 9 und 10 zeigen die
Beziehungen zwischen dem Magnetspalt zwischen den Polstückflächen und dem Anker
und der Kraft; F i g. 1 1 zeigt eine Ansicht der räumlichen Zuordnung zwischen Membran
und Anker; F i g. 12 zeigt einen Schnitt durch die Anordnung nach F i g. 11; F i
g. 13 zeigt ein Schnittbild einer Verkörperung eines Empfängers nach der Erfindung;
F i g. 14 zeigt ein Charakteristikendiagramm des Empfängers nach F i g. 13.
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Für die Leistungsfähigkeit eines elektromagnetischen Telephonempfängers
vom Nichtgleichgewichtstyp ist es am wichtigsten, daß die Empfindlichkeit groß über
dem erforderlichen Frequenzbereich ist und daß er stabil arbeitet.
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Die Formel, die die Empfindlichkeit eines Empfängers darstellt, ist
als Funktion der Frequenzsteifigkeit durch folgende Formel gegeben:
In dieser Formel ist P = erzeugter Schalldruck, Z = Empfängerimpedanz, A = Kraftfaktor
des Empfängers, K =räumlicher Elastizitätskoeffizient der Luft, So = Effektiver
Bereich der Empfängermembran, Vc = Volumen der Kupplung und so = Steifigkeit des
Empfängerschwingsystems. In der Formel (1) ist so gegeben durch 2
2 so=«)
omo,
wobei co, = 2,1rfo = Resonanzkreisfrequenz und
m, = effektive Masse der Empfängermembran ist.
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Wird die Steifigkeit der Luftkammern vor und rückwärts der Membran
vernachlässigt, so ist s, in Formel (2) gegeben durch: So = Soo - Sia
, (3)
wobei soo = Steifigkeit der Empfängermembran und s". = negative Steifigkeit
ist.
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Um die Empfindlichkeit zu erhöhen, kann die rechte Seite der Formel
(1) größer gemacht werden. Haben die Abmessungen des Telephonempfängers den vorgeschriebenen
Wert (S, wird nicht verändert) und ist Z für sich durch die Ausbildung des Tonkreises
der anderen Seite bestimmt, so kann in der Anordnung des Empfängers noch
geändert werden.
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Wird die Beziehung der Formel (3) umgeschrieben zu
So = Sn
(f
- 1) , (4)
so ist
Ist also s. durch die Ausbildung des magnetischen Kreises bestimmt, so ist es möglich,
so kleiner zu machen, indem man den Stabilitätsfaktor ,u vermindert.
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Das Verfahren zur Auslegung eines üblichen Empfängers wird unter Bezugnahme
auf F i g. 3 erläutert. Bei der Auslegung üblicher Empfänger wird auf die Größen
A und ,u gesondert Bezug genommen. Um A größer zu machen, wird der Magnetspalt
g kleiner gemacht, so daß s, die kritische Stabilitätskraft,u"ii erreichen kann,
die bei dem Wert s. in dem Magnetspalt angenommen wird. Wird dies in Betracht gezogen,
so erkennt man, daß der kritische Wert der Empfindlichkeit, der - wie in F i g.
3 gezeigt -
ist, größer und wirksamer wird, wenn der Magnetspalt kleiner wird. Dieses Verfahren
hat jedoch einen Nachteil. Ist der normale Magnetspalt g6, so kann man erwarten,
daß die Empfindlichkeit ansteigt, indem man ihn zu einem Magnetspalt ga verkleinert.
Wird der Magnetspalt oder der Luftspalt enger, so führt dies jedoch zu folgenden
Mängeln: Sofern nicht sehr enge Fertigungstoleranzen vorgeschrieben sind, ist es
schwierig, g und damit die Empfindlichkeit in einem vorgegebenen Bereich zu begrenzen.
Ferner verändert sich g auf Grund der stets vorhandenen Kriechdehnung der Membran
eines elektromagnetischen Empfängers. Die Schwankungen der Empfindlichkeit werden
daher groß. Schließlich kann, je enger der Luftspalt ist, desto leichter Staub oder
Schmutz in den Luftspalt eintreten oder dort während der Herstellung oder des Gebrauchs
erzeugt werden, der zufällige Kontakte leicht herbeiführt. Nach der Lehre der Erfindung
wird eine nichtmagnetische Membran auf die Ankerseite des Magnetspalts gebracht,
so daß der Magnetspalt größer gemacht werden kann, ohne daß hierdurch der Luftspalt
verändert wird. Eine Steigerung der Empfindlichkeit ist dadurch möglich, ohne daß
die obengenannten drei Mängel auftreten. Um die durch die Erfindung bewirkten Effekte
nachzuweisen, wurden genaue Messungen der Beziehung zwischen der magnetischen Anziehungskraft
und dem Magnetspalt gemacht und der Verschiebung der Membran durch die Kraft. Ferner
wurde untersucht, ob der Einfluß von durch die Lehre der Erfindung bewirkten Wirbelströmen,
die zu dem metallischen nichtmagnetischen Körper in dem Magnetspalt fließen, klein
gemacht werden kann, so daß die durch die Erfindung gewonnenen Vorteile nicht zunichte
gemacht wurden. Es wurde festgestellt, daß nach der Lehre der Erfindung stabile
und hochempfindliche Empfänger konstruiert werden können.
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Das Übertragungsband der Empfindlichkeit des Empfängers wird durch
die Resonanzfrequenz f, bestimmt. Die obere Grenzfrequenz des Obertragungsbandes
muß den durch die Konstruktionsbedingungen gegebenen Wert aufweisen. Beispielsweise
ist bei einem Empfänger mit einem in drei Freiheitsgraden schwingenden System bei
vorgegebener Abweichung von etwa 3 db im Bereich um 300 bis 3600 Hz von der Empfindlichkeitsfrequenzcharakteristik
die Resonanzfrequenz f, etwa 1700 Hz. Um die Empfindlichkeit zu steigern, kann daher
zugleich so und m, kleiner gemacht werden, wobei diese Werte der Formel (2) genügen.
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Ein hochempfindlicher und stabiler Empfänger wird erhalten, indem
man
größer macht, wozu man die Membran derart ausbildet und anordnet, wie oben beschrieben,
und sie, wie ebenfalls oben beschrieben, in Schwingungen versetzt.
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In F i g. 1 ist ein magnetischer Kreis für einen üblichen Empfänger
dargestellt. In F i g. 2 ist ein magnetischer Kreis für einen Empfänger nach der
Erfindung dargestellt. 1 ist ein Anker, 2 ist ein Außenpol, 3 ist ein Innenpol,
4 ist eine Spule, 5 ist ein Spulenträger. In den F i g. 1 und 2 ist der Innenpol
3 zylindrisch. Die Spule 4 ist auf den Spulenträger 5 gewickelt, und der Spulenträger
5 ist auf die Außenseite des Innenpols 3 aufgepaßt. Bei der Anordnung nach F i g.
1 ist der Außenpol 2 konzentrisch und zylindrisch auf die Außenseite der Spule 4
gewickelt. Der Anker liegt gegenüber der oberen Begrenzungsfläche des inneren Pols
3 und des äußeren Pols z. Bei der Anordnung nach F i g. 2 ist hingegen der Außenpol
2 nach innen gebogen, der Anker 1 ist kleiner, und der gegenüberliegende Bereich
des Ankers 1 und des Außenpols 2 ist der gleiche wie vordem. Dennoch hat die Spule
4 die gleiche Größe.
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Werden der Außendurchmesser des Innenpols 3, die Dicke des Außenpols
2, die Abmessungen der Spule 4 und die Dicke des Ankers 1 der Anordnung nach F i
g. 2 genauso bemessen wie bei der Anordnung nach F i g. 1, wird hingegen bei der
Anordnung nach F i g. 2 der Außenpol 2 nach innen gebogen und der Außendurchmesser
des Ankers 1 kleiner gemacht, so ergeben sich für die elektrische Leistungsfähigkeit,
das ist der Wert -
in der Formel (1), bei Messung die gleichen Werte wie in
F i g.
1. Ohne Verringerung der treibenden Kräfte kann also die Masse des Ankers kleiner
gemacht werden.
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Andererseits ist mo = Aa + ma, (5)
wobei md
= effektive Masse des nichtmagnetischen Körperteils der Membran und m"
= Masse des Ankers. md steht in einer so engen Beziehung mit soo und der
Kriechbeständigkeit der Membran, daß es nicht hinreichend klein gemacht werden kann.
Daher kann m, nur kleiner gemacht werden, indem man, wie aus F i g. 2 erkennbar,
m" kleiner macht.
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Als nächstes wird die Membran betrachtet. Es ist bekannt, daß bei
Membrangebilden nach den F i g. 4, 5 und 6, bei denen ein flexibler Teil 6 innerhalb
der Klemmfläche am Umfang vorgesehen ist und deren Innenteil sphärisch, konisch
oder hornförmig ist, bei denen also der flexible Teil und der Innenteil gemeinsam
schwingen, So in Formel (1) groß gemacht werden kann. Werden jedoch die Charakteristiken
der Kraft und der Verschiebung bei einer solchen Membran, die, wie in den F i g.
5 und 6 dargestellt ist, eingeklemmt ist, gemessen, so ergeben sich die in F i g.
7 dargestellten Zusammenhänge. Die Kurven 7,8
und 9 beziehen sich auf Membranen
mit der Dicke 0,06, 0,08 und 0,1 mm. Die Verschiebung unter der Wirkung einer auf
die Membran wirkenden Kraft ist daher klein, wenn die Kraft klein ist oder wenn
die Dicke der Membran groß ist oder, in anderen Worten, wenn die auf das Material
der Membran ausgeübte Spannung klein ist. Wird jedoch die Dicke der Membran kleiner,
so weicht die Verschiebung von der Linearität selbst bei kleiner Kraft ab.
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Die Abweichung ist ferner nicht symmetrisch, wenn die Kraftrichtung
gewechselt wird. Vielmehr wird - wie aus F i g. 7 erkennbar - die Verschiebung kleiner,
wenn die Membran in Richtung ihrer konvexen Oberfläche gestoßen wird, als wenn sie
in die entgegengesetzte Richtung gestoßen wird.
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Im Fall der Verwendung einer Membran bei einem elektromagnetischen
Empfänger wirkt eine magnetische Anziehungskraft statisch auf die Membran und ferner
eine durch die Deformation der Membran erzeugte Rückstellkraft in entgegengesetzter
Richtung zur magnetischen Anziehungskraft. Beide Kräfte halten einander das Gleichgewicht.
Wird eine Membran von 0,06 mm Dicke benutzt, so wird sie in eine Gleichgewichtslage
gebracht, die den Punkten A oder B in F i g. 7 entspricht. Um soo
und m, zu verringern - das sind die Bedingungen, um, wie oben beschrieben, eine
hohe Empfindlichkeit zu erhalten -,ist es notwendig, eine Membran zu verwenden,
die dünner als 0,1 mm ist und sich daher nicht linear verschiebt. Es ist ein Unterschied,
ob eine solche Membran um den Arbeitspunkt A oder um den Arbeitspunkt
B
arbeitet. Der erstere Fall - das ist also der Fall, bei dem der magnetische
Kreis auf der Seite der konvexen Oberfläche der Membran liegt - ist vorteilhafter.
Insbesondere ergeben sich zwei Stabilitätsvorteile, wie weiter unten beschrieben
wird.
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Der erste Vorteil bezieht sich auf die Kriechfestigkeit der Membran.
Wird eine Membran in einem elektromagnetischen Empfänger benutzt, so wird der Magnetspalt
des Empfängers im Laufe der Zeit durch das Kriechen der Membran kleiner. Dies liegt
an den magnetischen Anziehungskräften, die ständig auf die Membran einwirken. Wird
dieser Effekt groß, so verändern sich die Empfindlichkeit und andere Kenndaten des
Empfängers so lange, bis er nicht mehr brauchbar ist.
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Das Kriechen der gleichen Membran im Fall des Betriebs beim Arbeitspunkt
A in F i g. 7 und beim Arbeitspunkt B wurde gemessen. Ein Beispiel der Meßergebnisse
zeigt F i g. B. Die Kurve A zeigt das Kriechen, wenn allein der konkave Oberflächenteil
belastet wurde und wenn eine Kraft in Richtung der konvexen Oberfläche wirkte. Die
Kurve B kennzeichnet das Kriechen der Membran, wenn eine Kraft in umgekehrter Richtung
zu der der Kurve A wirkte. Der Kriechbetrag ist im ersten Fall etwa die Hälfte von
dem im zweiten Fall. Es ergibt sich also, daß im Fall A besonders stabile Empfänger
gebildet werden.
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Ein zweiter Vorteil bezüglich der Stabilität ergibt sich aus der Betrachtung
von ,u. Hierzu wird auf das Diagramm in F ig. 9 verwiesen, in dem die Abszisse den
Magnetspalt zwischen den Polstückoberflächen und dem Anker wiedergibt und die Ordinate
die Kraft. DieKurve a in F i g. 9 stellt die magnetischeAnziehungskraft, die auf
den Anker wirkt, dar. Die Kurven b bis d stellen die Rückstellkräfte auf Grund der
Verschiebung der Membran dar. Die Kurve b gilt für den Fall, bei dem der magnetische
Kreis auf der Seite der konkaven Oberfläche der Membran liegt. Sie zeigt, daß der
Magnetspalt g3 dann, wenn die Anziehungskräfte des magnetischen Kreises nicht wirksam
sind, zum Spaltg, verändert wird, wenn diese Anziehungskräfte einsetzen und mit
der Rückstellkraft F, ins Gleichgewicht treten. g, zeigt also den Gleichgewichtszustand
an. Wie in F i g. 7 ist die Kurve b in F i g. 9 nach unten gekrümmt. Ist nun ein
nichtmagnetischer Körper einer dem Magnetspalt 92 entsprechenden Dicke in dem Luftspalt
beispielsweise auf der Oberfläche des Ankers oder des Polstücks und ist der Minimumwert
des Magnetspalts g2 (der Luftspalt ist Null), so liegt die Kurve b stets
oberhalb der Kruve a, und die Rückstellkraft der Membran ist stets stärker
als die magnetische Anziehungskraft. Diese Verhältnisse sind aus den Kurven
a und b in F i g. 9 in bezug auf die Magnetspalte g2 und g, ersichtlich.
Sobald der Anker in Berührung mit der Oberfläche des Polstücks bei irgendeiner Schwingung
tritt, wird er daher in die ursprüngliche Stellung durch die Rückstellkraft der
Membran zurückgeführt, und es ergibt sich daher ein stabil arbeitender Empfänger.
Der Stabilitätsfaktor ,u ergibt sich aus dem Verhältnis
der Tangente soo der Kurve b am Punkt P zur Tangente s" der Kurve a am Punkt
P. Wird nun die Gleichgewichtsstellung am Punkt P durch Veränderung der Steifigkeit
der Membran durch Veränderung der Dicke oder irgendwelcher anderer Abmessungen der
Membran ausgewählt, so ergibt sich eine der Kurve b entsprechende Kurve durch Drehung
der Kurve b um den Punkt P; beispielsweise wird eine Kurve wie die Kurve b' für
die Rückstellkraft erhalten. Wie oben beschrieben, ist es erforderlich für die Stabilität
des Empfängers, daß diese Kurven nicht die Kurve a zwischen den Magnetspalten g2
und g, schneiden. Um ,u am kleinsten in dem dieser Forderung
genügenden
Bereich zu machen, muß offensichtlich die Kurve b ausgewählt werden. Im Fall
der Kurve b
ist
die kritische Stabilitätskraft, die vermindert werden kann.
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Liegt der Magnetkreis auf der Seite der konvexen Oberfläche der Membran,
so ergibt sich aus der Kurve in F i g. 7 die Rückstellkraft beispielsweise als Kurve
e. Soll eine solche Kurve durch Verringerung der Steifigkeit der Membran in gleicher
Weise wie in dem vordem beschriebenen Fall zur kritischen Stabilitätskraft führen,
so wird die Kurve d erhalten. Der Stabilitätsfaktor,ua in diesem Fall hat offensichtlich
einen geringeren Wert als der Wert ,ub, der vordem erhalten wurde. Es wurde gefunden,
daß sich der demnach erwartete Anstieg der Empfindlichkeit tatsächlich ergab. Die
Kurve c hat ferner die Eigenschaft, daß ihre Tangente soo am Punkt P gleich derjenigen
der oben beschriebenen Kurve b ist. Die Stabilität ,u und die Empfindlichkeit
sind daher in beiden Fällen gleich. Jedoch ist der Unterschied zwischen der Rückstellkraft
der Membran und der magnetischen Anziehungskraft bei der Kurve c so viel größer
als bei der Kurve b, daß die Kurve c als stabiler angesehen werden kann.
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Nunmehr wird der Effekt des nichtmagnetischen Körpers in dem Luftspalt
beschrieben. Es wurde bereits bei der Erläuterung der F i g. 9 hervorgehoben, daß
eine nichtmagnetische Platte einer Dicke, die g2 entspricht, in den Luftspalt eingefügt
wird. Da der Magnetspalt in F i g. 9 auch Null statt g" sein kann, ist ohne weiteres
zu verstehen, daß selbst, wenn eine nichtmagnetische Platte eingefügt wird, der
gleiche Effekt auftritt und in diesem Zusammenhang die gleiche Erläuterung des Effektes
zutrifft. Die nichtmagnetische Platte ist jedoch wirksam, um den Stabilitätsfaktor
,u zu vermindern.
| Magnetspalt s" Kritische A A |
| Stabilitätskraft - |
| mm 108dyn/cm p. dyn/amp so |
| Betrieb im Punkt P2 auf Kurve d . . . . . . . . . . 0,20 0,185
0,320 1,73 1,0-106 0,19 |
| Betrieb im Punkt Pl auf Kurve b . . . . . . . . . . 0,15 0,242
0,627 2,59 1,1 - 108 0,14 |
Wie aus der Tabelle ersichtlich, ist der Effekt der Verminderung der Stabilität
li durch eine nichtmagnetische Platte größer als die Verminderung des Kraftfaktors
auf Grund der Notwendigkeit der Vergrößerung des Luftspalts. Der Wert für ist um
das etwa 1,36fache größer. Wird dieser Wert
in der Formel (1) verwendet, so zeigt sich, daß die Empfindlichkeit um etwa 2,6
db ansteigt. Im Rahmen dieser Versuche wurden andere Größen als A und so in Formel
(1) nicht verändert.
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Die F i g. 11 und 12 zeigen eine Verkörperung der Erfindung, bei der
eine nichtmagnetische Platte vorgesehen ist. Ein Anker 1, an dem einige Preßkörper
befestigt sind (16), liegt in der Mitte einer konischen Membran 10. Der magnetische
Kreis liegt in Richtung der konvexen Oberfläche der Membran 10 (unten in
F i g. 12) und wird auch von dieser Seite aus betrieben. Zur Erläuterung dieses
Sachverhalts wird auf F i g.10 Bezug genommen, in der die Kurve a die magnetischen
Anziehungskräfte wiedergibt und die Kurven b bis d
Rückstellkräfte
der Membran wiedergeben. Die Kurven sind wie die oben erläuterten Kurven gekrümmt.
(In F i g. 10 sind die Kurven vereinfacht geradlinig dargestellt, um Komplikationen
zu vermeiden, die dadurch entstehen, daß Kurven in beiden Richtungen und gerade
Linien in ihrer Gesamtheit dargestellt werden mußten. Genau die gleiche Erläuterung
wie zu F i g. 9 trifft für alle Kurven nach F i g. 10 zu.) Der kritische Wert, auf
den die Steifigkeit der Membran im vorliegenden Fall vermindert werden kann, wenn
ein Magnetspalt g1 benutzt wird, und ohne daß die nichtmagnetische Platte, die in
einem üblichen Empfänger angeordnet wird, ist durch die Karve b gegeben, die den
Punkt P3 schneidet. Die kritische Stabilitätskraft am Punkt P1 ist in diesem Fall
,ub. Wird die nichtmagnetische Platte g2 eingefügt, so ergibt sich der kritische
Wert der Rückstellkraft der Membran aus der Kurve c, und die kritische Stabilitätskraft
,uc wird offensichtlich kleiner als ,ub. Die Breite des Luftspalts ist in diesem
Fall jedoch g,-g2 und geringer als die Luftspaltbreite g1 im Fall der Kurve b. Dringen
zufällig Staub oder Schmutz oder andere Verunreinigungen in den Luftspalt aus irgendeinem
Grund ein, so arbeitet der Empfänger schlecht. Aus diesem Grund sind die bis jetzt
beschriebenen Maßnahmen nicht stets empfehlenswert. Wird daher die nichtmagnetische
Platte g2 eingebracht und wird der magnetische Kreis dadurch um die Dicke der Platte
länger und wird er ferner mit g1' betrieben, so ist die kritische Steifigkeit wie
bei der Kurve d, und der Stabilitätsfaktor ist in diesem Fall lid.
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Im folgenden werden nun Meßergebnisse bezüglich des Stabilitätsfaktors
und anderer Kennwerte für den Fall, daß die Membran der Kurve d am Punkt P2 benutzt
wurde, verglichen mit Meßwerten für die Kurve b am Punkt P1. In der folgenden Tabelle
sind die Meßwerte für den Fall einer Dicke der nichtmagnetischen Platte von 0,05
mm angegeben. Die Dicke des Membranmaterials entspricht g2 in F i g. 9 und 10. Es
ergibt sich daraus ein Vorteil, daß selbst dann, wenn die Festigkeit der Verbindung
zwischen Membran und Anker schwächer ist als bei einem üblichen Empfänger, in dem
der Anker direkt der magnetischen Polfläche gegenübersteht, der Anker durch die
magnetische Anziehungskraft nicht abgelöst wird. Ferner ergibt sich der Vorteil,
daß die magnetische Anziehungskraft am Punkt g1' in F i g. 10 um so viel geringer
ist als bei g, daß die Gefahr des Kriechens der Membran geringer ist.
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F i g. 13 zeigt eine Verkörperung eines elektromagnetischen Empfängers
nach der Erfindung. Eine Spule 4
ist auf einen Spulenkörper 5 gewickelt, der
auf die Außenseite eines zylindrischen Innenpols aufgepaßt ist. Ein Außenpol
2 liegt auf der Außenseite der Spule 4.
Das vordere Ende des Außenpols
2 ist nach innen gebogen. Ein Magnet 12 liegt außerhalb des Spulenkörpers
5.
Aus diesen Teilen ist ein magnetischer Kreis gebildet. Der Innenpol, der Spulenkörper,
der Außenpol, ein Ring 11 und ein Joch 13 sind von einem Rahmen 14 derart umfaßt,
daß sie sich zu dem magnetischen Kreis zusammenschließen. Ein Anker 1 ist in der
Mitte einer Membran 10, die aus einem nichtmagnetischen Körper besteht, angeklebt.
Der Anker ist .mit einigen Preßkörpern 16 belegt. Nachdem der Anker 1 auf der dem
magnetischen Kreis abgewandten Seite der Membran angeordnet ist, wird die Membran
mittels eines Gehäuses 15 und einer Abdeckung 17 befestigt.
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F i g. 14 zeigt die Frequenzcharakteristik des Empfängers nach der
Erfindung, wie er in F i g. 13 dargestellt ist.