[go: up one dir, main page]

DE1166455B - Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff

Info

Publication number
DE1166455B
DE1166455B DEJ18538A DEJ0018538A DE1166455B DE 1166455 B DE1166455 B DE 1166455B DE J18538 A DEJ18538 A DE J18538A DE J0018538 A DEJ0018538 A DE J0018538A DE 1166455 B DE1166455 B DE 1166455B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
die
strip
male
support plate
clamping
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ18538A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles J Politis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Illinois Tool Works Inc
Original Assignee
Illinois Tool Works Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to US639091A priority Critical patent/US2962758A/en
Priority to GB24128/60A priority patent/GB957310A/en
Priority to FR832751A priority patent/FR1262380A/fr
Priority claimed from FR832751A external-priority patent/FR1262380A/fr
Application filed by Illinois Tool Works Inc filed Critical Illinois Tool Works Inc
Priority to DEJ18538A priority patent/DE1166455B/de
Publication of DE1166455B publication Critical patent/DE1166455B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C51/00Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor
    • B29C51/04Combined thermoforming and prestretching, e.g. biaxial stretching
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C51/00Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor
    • B29C51/10Forming by pressure difference, e.g. vacuum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern aus einem Streifen aus thermoplastischem Kunststoff Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Behältern od. dgl. aus thermoplastischer Kunststoffolie.
  • Zur Herstellung verhältnismäßig flacher Behälter od. dgl. ist bereits vorgeschlagen worden, eine aus thermoplastischem Kunststoff bestehende Platte oder Folie mittels eines Stempels mechanisch zu verformen und mit diesem Stempel in den Hohlraum einer Matrize zu pressen.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, verhältnismäßig flache Behälter dadurch herzustellen, daß die Platte um den Stempel herumgeformt, der Rand des so vorgeformten Behälters gegen die Innenwandung einer Matrize gedrückt, Luft durch Kanäle im Stempel gepreßt und der untere Teil des vorgeformten Behälters dadurch aufgeweitet und gegen die Wandung des Matrizenhohlraumes gedrückt wird. Diese Vorschläge führen nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen. Die Nachteile bestehen z. B. darin, daß die Folie aus thermoplastischem Kunststoff nicht an allen Stellen gleichmäßig gereckt wird, so daß das Erzeugnis eine unerwünschte unterschiedliche Wandstärke und außerdem unregelmäßige Fließfiguren in der Wandung aufweist, wodurch es infolge unzureichender Festigkeitseigenschaften bzw. infolge eines ungefälligen Aussehens an Gebrauchswert verliert.
  • Außerdem war es bislang erforderlich, eine Kunststoffolie verhältnismäßig großer Wandstärke zu verwenden, so daß auch die daraus hergestellten Behälter eine größere Wandstärke aufwiesen. Dies bedeutete naturgemäß ein unnötig hohes Behältergewicht. Da Kunststoffe vergleichsweise teurer als Papier od. dgl. sind, war es kaum möglich, Kunststoffbehälter herzustellen, die mit entsprechenden Papierbehältern in Wettbewerb treten konnten. Außerdem stand bislang weder ein brauchbares Verfahren noch eine Vorrichtung zur Verfügung, die es gestatteten, verhältnismäßig tiefe Behälter, deren Tiefe also wesentlich größer als ihr Durchmesser ist, aus einer Kunststoffolie herzustellen.
  • Weiterhin war es bislang nicht möglich, aus einer Kunststoffolie in zufriedenstellender Weise einen Behälter mit eingezogenem Hals, z. B. eine Milchflasche, herzustellen.
  • Es ist erkannt worden, daß die Lösung dieser Aufgabe nur möglich ist, wenn der Führung und Randeinspannung der Kunststoffolie besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Es ist zwar schon eine Vorrichtung der hier genannten Art bekanntgeworden, bei der für die streifenförmige Kunststoffolie eine Auflage vorgesehen ist. Die Folie wird dort jedoch lediglich an ihren Seiten durch die Vorschubeinrichtung erfaßt und eingespannt und liegt anliegend auf den Rändern der Matrizen auf. Eine wesentliche Verbesserung der Führung und Einsparung der Kunststoffolie wird nun erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß eine Auflageplatte mit entsprechend angeordneten Öffnungen, deren Anzahl der Anzahl der Matrizen der Vielfachform entspricht, zur Auflagerung bestimmter, vom Patrizenstempel in die Matrizenhohlräume einzuziehender Flächenbereiche des Kunststoffstreifens so angeordnet ist, daß ihre Stützfläche von den Matrizenmündern in Richtung zu den Patrizenstempeln einen Abstand aufweist. Sobald die streifenförmige Kunststoffolie nun die Stützfläche der Auflageplatte berührt, wird sie an den Berührungsstellen etwas abgeschreckt, so daß dort ein Ausziehen oder Dehnen verhindert wird. Infolgedessen ist bei dieser Vorrichtung der Teil der Kunststoffolie, der nachfolgend einer Reckung unterworfen werden kann, nach Größe und Form sehr genau bestimmt.
  • Die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus thermoplastischen Kunststoffstreifen hergestellten Behälter od. dgl. zeichnen sich durch eine gleichmäßige Wandstärke in sämtlichen Bereichen aus. Falls erwünscht, können die Behälter papierdünn ausgeführt werden, wodurch das Gewicht jedes Behälters und somit dessen Herstellungskosten beträchtlich gesenkt werden können.
  • Vorzugsweise wird weiterhin vorgeschlagen, daß die Vorrichtung Klemmvorrichtungen aufweist, die klemmend und stützend mit einander gegenüberliegenden Rändern des Kunststoffstreifens zusammenwirken, und daß die Auflageplatte zwischen den Klemmvorrichtungen angeordnet ist.
  • Zweckmäßig sind dabei die Klemmvorrichtungen verschiebbar und als Vorschubeinrichtung für die Kunststoffolie ausgebildet.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Vorrichtung eine der Auflageplatte entsprechende, an der gegenüberliegenden Seite des Kunststoffstreifens zur Anlage kommende, mit Öffnungen versehene Niederhalteplatte und eine Einrichtung zur Relativbewegung von Niederhalteplatte und Auflageplatte in Richtung aufeinander zum Festklemmen des Kunststoffstreifens aufweist, bevor dieser mit dem Patrizenstempel in Berührung gelangt.
  • Bei dieser Ausbildung der Vorrichtung wird die streifenförmige Kunststoffolie völlig sicher gehalten und an den dafür vorgesehenen Stellen abgeschreckt, während andererseits ein Abschrecken und Verhärten der zu dehnenden Bereiche der Folie innerhalb der Einspannung vor dem Absenken des Patrizenstempels mit Sicherheit verhindert wird.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Auflageplatte als Rost ausgebildet ist. Dabei sind zweckmäßig die Öffnungen in der Auflageplatte etwa genau so groß bzw. nicht wesentlich größer als die Matrizenmünder.
  • Das hat zur Folge, daß die Kunststoffolie während der ersten Verformungsstufe, also beim Einziehen der Folie durch den Patrizenstempel in den Matrizenhohlraum, mit letzterer nicht in Berührung gelangt.
  • Erfindungsgemäß wird weiterhin vorgeschlagen, daß die Matrize in der Mitte zweigeteilt ist und daß eine Einrichtung zum Zusammenschieben der Matrizenhälften beim Einfahren des Patrizenstempels in die Matrize vorgesehen ist. Dadurch ist es nicht nur möglich, tiefe Behälter, deren Tiefe wesentlich größer als ihr Durchmesser ist, herzustellen, sondern auch Behälter, die einen eingezogenen Hals oder sonstige Hinterschneidungen aufweisen, bei spielsweise Flaschen.
  • Zweckmäßig ist die erfindungsgemäße Vorrichtung so ausgebildet, daß durch den Partizenstempel hindurch diffus verteilte Druckluft in den vorgeformten Behälter eingeblasen wird.
  • Eine Vorrichtung gemäß der Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispiels in der nachfolgenden speziellen Beschreibung erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Ansicht der Vorrichtung, F i g. 2 eine Draufsicht auf die in F i g. 1 dargestellte Vorrichtung, F i g. 3 die vergrößerte perspektivische Darstellung einer Klemmvorrichtung für den Vorschub des Kunststoffstreifens in die Arbeitsstellung, in der die Verformung stattfindet, Fig. 4 einen vergrößerten Teilquerschnitt entlang 4-4 der F i g. 2 durch die Klemmvorrichtung nach Fig. 3, Fig. 5 einen Querschnitt entlang 5-5 der Fig. 2, F i g. 6 einen vergrößerten Teilquerschnitt entlang 6-6 der F i g. 5. Er zeigt die Formen der Vorrichtung nach den vorherigen Figuren in einer Stellung unmittelbar vor Beginn des Verformungsvorganges, F i g. 7 einen Querschnitt entlang 7-7 der F i g. 6, F i g. 8 einen Teilquerschnitt entlang 8-8 der Fig. 6, F i g. 9 einen senkrechten Schnitt durch eine Form in einer Stellung zu Beginn des Verformungsvorganges, F i g. 10 einen Schnitt ähnlich F i g. 9, er zeigt den darauffolgenden Verfahrensschritt, Fig. 11 einen Schnitt ähnlich Fig. 10, er zeigt den darauffolgenden Verfahrensschritt, Fig. 12 einen Schnitt ähnlich Fig. 11, er zeigt den darauffolgenden Verfahrensschritt, F i g. 13 einen vergrößerten Teilschnitt ähnlich F i g. 12, er zeigt den als Stanzwerkzeug ausgebildeten Teil der in den F i g. 9 bis 12 dargestellten Form, Fig. 14 eine den Fig. 9 bis 12 ähnliche Darstellung. Sie zeigt die Lage der Matrize und Patrize der Form nach Beendigung des Verformungsvorganges und außerdem eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der geteilten Matrize, Fig. 15 einen Querschnitt entlang 15-15 der Fig. 14.
  • F i g. 16 eine perspektivische Ansicht der gleichfalls in den F i g. 3 und 4 dargestellten Vorschub- und Klemmvorrichtung, F i g. 17 eine Milchflasche, die mit einer Vorrichtung nach F i g. 1 bis 6 hergestellt worden ist.
  • Es wird zunächst auf die F i g. 1, 2 und 5 Bezug genommen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist allgemein mit 10 beziffert. Die Vorrichtung weist ein Maschinengestell 12 mit einem Paar paralleler Laufschienen 14 und 16 auf. Auf diesen Schienen ist eine Matrizenplatte 18, welche die nachfolgend beschriebenen Matrizen trägt, innerhalb ihrer in Fig. 1 mit ausgezogenen Strichen angedeuteten Arbeitsstellung und einer in F i g. 1 gestrichelt, in F i g. 2 jedoch mit ausgezogenen Strichen angedeuteten Stellung verschiebbar angeordnet. In der zuletzt genannten Stellung werden die hergestellten Gegenstände aus den Matrizen ausgeworfen. Weiterhin ist eine Vorrichtung vorgesehen, welche die Hin- und Herbewegung der Matrizenplatte 18 innerhalb der beiden Stellungen bewirkt. Diese Vorrichtung besteht aus einem beidseitig beaufschlagten Hydraulikzylinder 20, der am Maschinengestell 10 bei 22 angelenkt ist. Er hat eine Kolbenstange, die bei 26 an der Matrizenplatte 18 angelenkt ist.
  • Eine zweite Patrizenplatte 28 trägt eine Mehrzahl von Patrizen, die nachfolgend beschrieben werden und die mit den auf der Matrizenplatte 18 angeordneten Matrizen zur Formung der aus Kunststoff bestehenden Erzeugnisse zusammenwirken. Die Patrizenplatte 28 ist mit dem unteren Ende der Kolbenstange 30 des Kolbens 32 verbunden. Der Kolben 32 ist gleitbar in einem am Ständer 26 des Maschinengestells angebrachten Zylinder angeordnet.
  • Ein Elektromotor40 treibt eine Hydraulikpumpe 38 an, die das Druckmittel zur Betätigung der Zylinder 20 und 34 liefert. Die Pumpe 38 ist mittels Zuführungsleitungen (nicht dargestellt) mit beiden Enden des Zylinders 20 verbunden. Weitere Zuführungsleitungen, von denen eine bei 42 angedeutet ist, verbinden die Pumpe 38 mit dem unteren Ende des Zylinders 24. Weiterhin ist ein Schaltkasten44 mit verschiedenen Zeitsteuervorrichtungen und Hydraulikschiebern zur Steuerung der Zylinder 20 und 34 sowie weiterer Elemente der Vorrichtung vorgesehen.
  • Derartige Steuervorrichtungen sind bekannt, so daß sich eine genauere Beschreibung erübrigt.
  • Nach der Erfindung werden die Behälter bzw.
  • Hohlkörper vorzugsweise aus einem endlosen Streifen thermoplastischen Kunststoffes, beispielsweise aus Polystyren oder Modifikationen desselben, geformt.
  • Vorteilhafterweise wird der Streifen unmittelbar aus einer Strangpreßvorrichtung od. dgl. in die Arbeitsstellung zwischen den beiden Platten 18 und 28 gebracht. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 kann also mit einem Extruder bekannter Bauart kombiniert werden, der einen endlosen Streifen 48 aus thermoplastischem Kunststoff mit konstanter Preßgeschwindigkeit erzeugt. Die Preßgeschwindigkeit ist dabei von der Arbeitsgeschwindigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bestimmt. Um den stranggepreßten Streifen 48 in Spannung zu halten, wird dieser durch ein Paar federbetätigter Druckrollen 50 geführt, bevor er nachfolgend beschriebener Vorschub- und Festlegevorrichtung zugeführt wird. Die Vorschubvorrichtung bringt den Streifen in die Arbeitsstellung zwischen den beiden Platten 18 und 28.
  • Die Vorschub- und Festlegevorrichtung weist, wie aus F i g. 3, 4 und 16 ersichtlich, ein Paar Schienen 52 mit U-förmigem Querschnitt auf. Eine jede Schiene hat einen nach außen gerichteten Steg 54 und einen unten gelegenen waagerechten Flansch 50. Auf den Flanschen 56 ist ein Paar gleichartig ausgeführter Klemmvorrichtungen, die mit 58 beziffert sind, gleitbar angeordnet. Eine derartige Klemmvorrichtung besteht aus einem Grundkörper60, der einen waagerechten, sich nach innen öffnenden Schlitz 62 aufweist, welcher, den Rand des Streifens 48 aufnimmt.
  • Der Oberteil des Grundkörpers weist eine bis zum Schlitz 62 geführte Ausnehmung 64 auf. In der Ausnehmung 64 befindet sich ein Klemmrad 66, welches exzentrisch auf der Achse 68 sitzt. Die Achse ist oberhalb der Ausnehmung64 in den Lagern 70 geführt, welche sich zu beiden Seiten der Ausnehmung 64 über dem Grundkörper 60 erheben. In einer bestimmten Verdrehstellung klemmt das Rad 66 den Rand des Streifens 48 gegen den Boden des Schlitzes 62. In einer anderen Verdrehstellung gestattet das Rad 66 die Verschiebung des Streifens 48 in dem Schlitz 62. An der Achse 68 ist ein Hebelarm72 drehfest angebracht, um das Rad 66 innerhalb seiner Klemm- und Freigabestellung zu verdrehen. An dem freien Ende des Hebelarmes ist eine Laufrolle 74 angebracht. An der nach innen gerichteten Fläche des Steges 54 ist eine Leitschiene 76 von der Form eines Parallelogramms angebracht (s. F i g. 16). Eine Spiralfeder 78 mit einem dem Hebelarm 72 anliegenden abgewinkelten Teil drückt die Laufrolle 74 je nach Hubrichtung entweder gegen die obere oder die untere Führungskante der Leitschiene 76, so daß die Laufrolle beim Hin- und Hergleiten der Klemmvorrichtung über den Flansch 56 gezwungen wird, dem Umfang der Leitschiene zu folgen. Die obere Kante der Leitschiene bestimmt die Klemmstellung und die untere Kante derselben die Freigabestellung des Klemmrades. Damit die Klemmvorrichtung auf dem Flansch 56 hin- und herbewegt werden kann, weist der letztere einen sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitz 80 auf, durch welchen der herabhängende Bolzen 82, der an der Klemmvorrichtung 60 angebracht ist, hindurchgeführt ist. Ein jeder der Bolzen 82 ist mit einer Kolbenstange 84 verbunden, die von einem beidseitig beaufschlagten Zylinder 86 betätigt wird. Der Zylinder 86 ist mit der Pumpe 38 verbunden. Der Flansch 56 weist noch einen weiteren sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitz 88 auf, der den gewindelosen Schaft des Schraubenbolzens 90 gleitend aufnimmt. Der Bolzen hat einen Kopf 92, welcher auf der unteren Fläche des Flansches 56 gleitet, wodurch ein Abheben der Klemmvorrichtung vom Flansch 56 verhindert wird.
  • Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das hervorragende Ende des stranggepreßten Streifens zunächst durch die Rollen 50 und in die Schlitze 62 der Klemmvorrichtung geführt, wobei diese Klemmvorrichtung sich in der in F i g. 5 mit ausgezogenen Strichen dargestellten linken Endlage befinden, in welcher das Klemmrad in der Freigabestellung ist. Alsdann ergreifen die Klemmvorrichtungen das Ende des Streifens 48, sobald sie von den Zylindern 86 die rechte Endlage, die in Fig. 5 gestrichelt angedeutet ist, gedrückt werden, wodurch sie den Streifen 48 nach rechts ziehen, so daß sein Ende zwischen die obere Patrizenplatte 28 und die untere Matrizenplatte 18 gelangt und sich nunmehr in Arbeitsstellung für den nachfolgenden Formgebungsvorgang befindet. Der Streifen 48 ist dabei zwischen den Rollen 50 und den Klemmvorrichtungen 58 gespannt. Nachdem die Formgebung beendet ist, werden die Klemmvorrichtungen in die Freigabestellung gebracht und in die in F i g. 5 dargestellte linke Endlage zurückgezogen, worauf sie den Rand des Streifens erneut ergreifen; dieses Arbeitsspiel wiederholt sich.
  • Damit der Streifen in der nachfolgend beschriebenen Weise geformt werden kann, ist es erforderlich, daß er auf einer gehobenen Temperatur gehalten wird.
  • Aus diesem Grunde ist über dem Streifen 48 zwischen den Laufrollen 50 und den Platten 18 bzw.
  • 28 eine Wärmequelle, beispielsweise eine elektrische Heizwicklung94, angeordnet. Da das unterhalb der Heizvorrichtung befindliche Stück des Streifens während der Verformung des Streifenendes nicht in Bewegung ist, wird es gleichmäßig auf die gewünschte Temperatur erwärmt.
  • Nachdem der noch zu beschreibende Verformungsvorgang beendet ist, wird der Hydraulikzylinder20 betätigt, wodurch die untere Matrizenplatte 18 aus der in F i g. 1 mit ausgezogenen Strichen dargestellten linken Arbeitsstellung in die gestrichelt angedeutete rechte Stellung gefahren wird. In dieser Stellung liegt die Matrizenplatte 18 genau über einer tiefer gelegenen Auswerferplatte 96. Diese weist mehrere nach oben vorstehende Auswerferdorne98 auf. Die Auswerferplatte 96 ist mittels des mit der Pumpe 38 verbundenen Hydraulikzylinders 100 in senkrechter Richtung hin- und herbewegbar. Wird die Platte 96 angehoben, so treten die Auswerferdorne zwischen den in dieser Arbeitsstufe getrennten Matrizenhälften hindurch, wodurch sie die geformten Erzeugnisse aus der Form herausheben. Gleichzeitig wird ein Luftstrom aus mehreren Düsen 102 einer Rohrleitung 104, die mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle in Verbindung steht, so gegen die hergestellten Erzeugnisse gerichtet, daß diese über die Platte 18 hinweg in eine seitlich neben der Vorrichtung 10 stehende, nicht dargestellte Fördervorrichtung fallen.
  • Bei dem Verformungsvorgang, den die beiden Platten 18 und 28 mittelbar ausführen, wird die zur Herstellung des Erzeugnisses benötigte Ronde vom Streifen 48 ausgestanzt, so daß ein mit Löchern versehener Abfallstreifen 106 übrigbleibt, der bei dem darauffolgenden Vorschub der Klemmvorrichtung 58, wie aus F i g. 5 ersichtlich, nach rechts verschoben wird und auf einer Haspel 108 aufgerollt werden kann. Die Vorschubbewegung des Streifens 48 und somit auch die des übriggebliebenen Abfallstreifens 106 ist senkrecht zu der Richtung in der die Hin-und Herbewegung der Matrizenplatte 18 erfolgt.
  • Außerdem sind die Hin- und Rückhubbewegungen der Klemmvorrichtungen 58 und der Matrizenplatte 18 so aufeinander abgestimmt, daß die Klemmvorrichtungen 58 in Ruhestellung verharren, in welcher sie mit dem Streifen in Klemmverbindung sind (die rechte Stellung nach Fig. 5), während die Matrizenplatte 18 aus der in Fig. 1 rechten Endstellung in die linke Endstellung verschoben, in dieser Stellung während des Verformungsvorganges gehalten und in die rechte Endlage zurückgezogen wird. Während die Matrizenplatte 18 sich in der in F i g. 1 rechten Endstellung befindet und nachdem der Verformungsvorgang beendet ist, werden die Klemmvorrichtungen 58 entriegelt, in ihre in Fig. 5 rechte Endlage zuräckgezogen, wieder in Klemmverbindung mit dem Streifen gebracht und in ihre in Fig. 5 rechte Endlage gefahren.
  • Die nachfolgenden Ausführungen betreffen die Gestaltung und Wirkungsweise der auf den Platten 18 und 28 angebrachten Formen. Es wird die Herstellung von Milchflaschen beschrieben. Eine derartige Milchflasche ist in der Fig. 17 dargestellt und mit 110 beziffert. Sie weist einen eingezogenen Hals 112 und einen horizontal abgewinkelten Flanschring 114 auf.
  • Auf der Matrizenplatte 18 sind eine Anzahl Matrizen angeordnet, die mit 110 beziffert sind. Wie aus den F i g. 14 und 15 ersichtlich, sind die Matrizen in zwei gleiche Hälften 118 und 119 in senkrechter Richtung geteilt. Ihr Grundkörper ist aus einem verhältnismäßig preiswerten Metall gefertigt. Die Köpfe der Matrizenhälften bestehen dagegen aus gehärteten stählernen Halbringen 122 und 124. Der von den beiden Matrizenhälften gebildete Hohlraum 126 entspricht der Form des herzustellenden Gegenstandes.
  • Damit bei der Formung desselben die Luft aus allen Bereichen des Hohlraumes gleichmäßig entweichen kann, sind im Matrizenboden auf dem Umfang eines ziemlich nahe an der Wandung gelegenen Kreises eine Anzahl Luftaustrittsöffnungen 128 vorgesehen.
  • Die beiden Matrizenhälften 118 und 120 gleiten beim Öffnen auf den Führungsstiften 130 und 132. Diese sind auf der Matrizenplatte 18 befestigten Trägern 134 und 136 angebracht. Außerdem weisen die Matrizenhälften je zwei einander gegenüberliegende Bohrungen auf, in welchen die Federn 138 und 140 angeordnet sind, welche die Matrizenhälften auseinanderzuschieben trachten. An den Matrizenhälften sind außerdem die Rollen 142 und 144 angebracht, die mit den als Keiltrieb ausgebildeten Steuerschienen 146 und 148 zusammenwirken. Die Steuerschienen werden durch den Kolben des Zylinders 149, der mit der Hydraulikpumpe 38 verbunden ist, betätigt und sie weisen von diesem in Richtung nach oben.
  • Sobald die Steuerschienen hochgefahren werden, drücken sie die Matrizenhälften beim Verformungsvorgang über die Rollen 142 und 144 aneinander.
  • Wird der Kolben des Zylinders 149 nach unten gefahren, so gelangen die Steuerschienen außer Eingriff mit den Rollen 142 und 144, so daß die Matrizenhälften auseinandergleiten, wodurch der Auswurf des hergestellten Gegenstandes, z. B. einer Flasche, ermöglicht wird.
  • An der Patrizenplatte 28 sind mehrere Patrizenstempel 150 angebracht, welche nach unten weisen.
  • Die Patrizenstempel wirken mit den Matrizen 116 zusammen. Ferner ist eine Einrichtung vorhanden, um den um die Form herumliegenden Bereich der aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Streifen 48 festzuklemmen. Aus diesem Grunde ist an den Flanschen 56 der Träger 52 eine Auflagerplatte 152 angebracht, die eine entsprechende Anzahl Ausnehmungen aufweist, deren Rand die untere Klemmfläche 154 bildet. Diese Klemmflächen liegen oberhalb der Matrizen 116 und in radialer Richtung weiter außen.
  • Die unteren Klemmflächen 154 liegen auf gleichem Niveau wie die untere Begrenzungsfläche der Schlitze 62 in den Klemmvorrichtungen 58. Außerdem ist eine obere Niederhalterplatte 156 mit entsprechenden Ausnehmungen und Klemmflächen 158 vorgesehen.
  • Diese ist in senkrechter Richtung hin- und herbewegbar. Die Niederhalterplatte weist an ihren Ecken nach außen auskragende Gleitlagerböcke 160 auf, die mit ihren Bohrungen auf den senkrechten, sich von den Schienen 52 aufwärts erstreckenden Führungsstangen 162 gleitend geführt sind. Um die Führungsstangen sind oberhalb der Gleitlagerböcke 160 Spiralfedern gelegt, welche sie von der Patrizenplatte 28 wegzudrücken trachten. Die Patrizenplatte weist gleichfalls Gleitlagerböcke 166 auf, die mit ihren Öffnungen gleichfalls auf den Führungsstangen 162 gleitend geführt sind. Die Anordnung ist dabei derart, daß die Niederhalterplatte 156 mit der Auflagerplatte 152 in Klemmverbindung gelangt, bevor die Patrizenstempel den Kunststoffstreifen 48 berühren.
  • Die Aufgabe der Niederhalterplatte 156 und der Platte 152 besteht darin, den um die Matrizen herumliegenden Bereich der Streifen 48 vor und während des Verformungsvorganges festzuklemmen. Es ist zu beachten, daß die Klemmflächen nennenswert höher als die Enden der Matrizen 116 liegen. Außerdem ist die von den Klemmflächen 154 und 158 umschlossene Fläche über einer jeden Matrize 116 größer als die Matrizenöffnung.
  • Damit die Niederhalterplatte 170 von der mit ihr zusammenwirkenden Auflagerplatte 152 wieder abgehoben wird, nachdem der Verformungsvorgang beendet ist, sind an den Gleitlagerböcken 160 Mitnehmerstangen 170 befestigt, die mit ihren oberen Enden durch Bohrungen in den Gleitlagerböcken 166 der Patrizenplatte 28 geführt sind. Auf das obere Ende der Mitnehmerstangen ist eine Mutter aufgeschraubt, welche der oberen Fläche der Gleitlagerböcke 166 anliegt, so daß bei einer Aufwärtsbewegung der Patrizenplatte 28 die Niederhalterplatte 156 mitgenommen wird.
  • Die Patrize besteht aus einem Obergesenk 172, welches an der Patrizenplatte 28 anliegt, und aus einem an diesem mittels eines Bolzen 176 befestigten, nach unten weisenden, länglichen Hohlstempel 174.
  • Der Durchmesser und die Länge des Stempels sind kleiner als die entsprechenden Abmessungen des Matrizenhohlraumes 126. Der Hohlstempel 174 drückt den Kunststoffstreifen also nirgends gegen die Innenwandung des Matrizenhohlraumes. Nachdem die erste Verformungsstufe zur Herstellung der Flasche oder des Behälters durch den Hohlstempel beendet ist, wird in alle Bereiche des bereits teilweise geformten Behälters gleichmäßig Druckluft eingeblasen, so daß dieser aufgeweitet und mit seiner Wandung gegen die Wandung des Matrizenhohlraumes 126 gedrückt wird. Damit die Druckluft wirksam werden kann, ist es erforderlich, daß der vorgeformte Behälter an seinem offenen oberen Ende verschlossen wird. Aus Fig. 13 ist ersichtlich, wie dies nach der Erfindung erfolgt.
  • Jedes Obergesenk 172 hat einen äußeren nach unten überstehenden Stirnflansch 178, der mit einem inneren nach oben überstehenden Stirnflansch 180 der Matrizenkopfhalbringe 122 und 124 zusammenwirkt.
  • Die Flansche 178 und 180 bilden Stanzwerkzeuge, welche eine Ronde aus dem Kunststoffstreifen ausstanzen. Der Umfang dieser Ronde bildet den Falzring 114 der Flasche 110. Dieser Falzring wird dicht schließend zwischen dem Stirnflansch 180 und dem Boden des Obergesenks 172 eingespannt.
  • Alsdann wird von einer Druckluftquelle mittels einer flexiblen Zuführungsleitung 182 (s. Fig. 1) durch die Kanäle 184 und 186 in der Patrizenplatte 28, die Ausnehmungl88 und eine Mehrzahl von Kanälen 190 im Obergesenk 172 Luft in den Hohlstempel 174 eingeblasen. Der Hohlstempel 174 weist zahlreiche Luftdurchtrittsöffnungen 192 auf, durch welche die Luft in den vorgeformten Behälter gelangt.
  • Der Hohlstempel ist von einem engmaschigen Ge webe ummantelt, welches aus Baumwolle oder einem Polyamid hergestellt sein kann. Das Gewebe ist mittels eines elastischen Bandes am Hohlstempel befestigt. Das Gewebe dient zur Erzeugung eines diffusen Luftstromes, so daß dieser gleichmäßig über die Wandung des vorgeformten Behälters verteilt wird.
  • Nachdem die Platte 28 ihren Abwärtshub beendet hat und die erste Verformungsstufe, wie in F i g. 12 dargestellt, abgeschlossen ist, wird Druckluft in den Hohlstempel eingelassen, welche durch die Luftdurchtrittsöffnungen 192 hindurchströmt und durch die Gewebeummantelung gleichmäßig auf die Innenwandung des vorgeformten Behälters verteilt wird. Diese Druckluft weitet den vorgeformten, immer noch plastischen Behälter so weit auf, bis er mit seiner Wandung satt an der Wandung des Matrizenhohlraumes 126 anliegt. Diese Verfahrensstufe ist in den Fig.14 und 15 dargestellt. Die Verformung ist somit beendet, und die Patrizenplatte 28 wird nach oben gefahren und nimmt hierbei die Niederhalterplatte 156 mit. Daraufhin werden die Steuerschienen 146 und 148 zurückgezogen und die Matrizenplatte 18 in Auswerferstellung gefahren, in welcher die Auswerferstößel in Aktion treten können.
  • Bei der ersten Verformungsstufe des Kunststoffstreifens durch den Hohlstempel wird die Patrizenplatte 28 nach unten gefahren, wodurch der Kunststoffstreifen zwischen den Klemmflächen 154 und 158 der Niederhalterplatte und der mit ihr zusammenwirkenden Auflagerplatte eingespannt wird. Wie aus F i g. 9 ersichtlich, befindet sich der Kunststoffstreifen 48 somit in gespanntem Zustand oberhalb der Matrizenöffnung. Der Hohlstempet 150 ist mit dem Kunststoffstreifen noch nicht in Berührung. Beim Herunterfahren der Patrizenplatte 20 (s. F i g. 9) gelangt der Hohlstempel mit dem Kunststoffstreifen 48 in Berührung und streckt die eingespannte Zone, ohne daß mit der Matrize 116 in Berührung kommt. Der weitere Verlauf des Streckvorganges ist in der Fig. 11 dargestellt. Nach Fig. 12 und 13 wird die Streckung noch weiter fortgesetzt, bis die Flansche 178 und 180 den Stanzvorgang einleiten und der Rand der ausgestanzten Ronde zwischen dem Flansch 180 und dem Boden des Obergesenks 172 eingeklemmt wird. Beim Absenken der Patrizenplatte 28 schieben die Steuerleisten 146 und 148 die Matrizenhälften 118 und 120 zusammen. Das Zusammenschieben ist beendet, bevor die Patrizenplatte 28 ihren Abwärtshub beendet hat. Eine Berührung zwischen dem Streifen 48 und der Matrize 116 findet erst im letzten Stadium des Abwärtshubes der Platte 28 statt. Auf diese Art und Weise wird eine zu frühe Abkühlung und damit verbundener Rückgang der Plastizität bestimmter Bereiche des Kunststoffstreifens 48 verhütet. Eine derartige Abkühlung würde die davon betroffenen Bereiche in nur geringerem Maße an dem Streckvorgang teilnehmen lassen als die nicht abgekühlten Bereiche, so daß die abgekühlten Bereiche eine dickere Wandstärke aufweisen würden.
  • Es ist ersichtlich, daß der Streifen 48 bereits vom inneren Umfang des Niederhalters 156 an dem Streckvorgang unterworfen ist. Es nimmt somit eine größere Fläche des Kunststoffstreifens an der Verformung teil, als wenn der Streifen von vorneherein zwischen dem Flansch 176 und dem Boden des Obergesenks eingeklemmt worden wäre bzw. eine Ronde von nur dem Durchmesser der Matrizenöffnung verformt worden wäre.
  • Dünnwandige Behälter bzw. Flaschen können ohne Verwendung der Gewebeummantelung 194 des Hohlstempels nicht in befriedigender Weise hergestellt werden, da die Durchtrittsöffnungen durchströmende Luft dann nicht im diffusen Zustand, sondern mit Düsenwirkung ausströmen würde, wodurch nachteilige Unregelmäßigkeiten in der Wandung des fertigen Behälters entstehen würden. Bei Vorhandensein der Gewebeummantelung 194 und bei Vermeidung der Berührung des Kunststoffstreifens mit der Wandung des Matrizenhohlraumes 126, abgesehen von dem unmittelbaren Bereich der Matrizenöffnung, wodurch eine Abkühlung bestimmter Bereiche verhindert wird, lassen sich jedoch dünnwandige Behälter mit gleichmäßiger Wandstärke frei von Oberflächenunregelmäßigkeiten in Gestalt von Fließfiguren, Puckeln u. dgl., erzeugen.
  • Eine Wandstärke von 1,25 mm läßt sich ohne weiteres erreichen.
  • Das Verfahren zur Herstellung von Kunststoffbehältern unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich wie folgt zusammenfassen: Ein endloser Streifen aus thermoplastischem Kunststoff wird kontinuierlich von einem Extruder od. dgl. zugeführt und alsdann intermittierend über eine Heizvorrichtung, wo er bis zu dem erwünschten Grade erwärmt bzw. erweicht wird, in die Arbeitsstellung zwischen eine oder mehrere Matrizen und die entsprechenden Patrizen geführt. Darauf wird der aus thermoplastischem Kunststoff bestehende Streifen oberhalb der Matrizen, ohne mit diesem in Berührung zu sein, eingespannt, wodurch örtliche Abkühlungen verhütet werden. Daraufhin werden die Matrizen und die Patrizen mit den Hohlstempeln in Richtung aufeinanderbewegt, wobei die Hohlstempel den Streifen in die Matrizen ziehen, wodurch die Behälter vorgeformt werden. Alsdann wird das oben offene Ende des vorgeformten Behälters von einer Vorrichtung, die gleichzeitig zum Ausstanzen der Ronde aus dem Streifen dient, dicht verschlossen. Darauf wird Druckluft in den Hohlstempel geleitet und im diffusen Zustand gleichmäßig gegen die Innenwandung des vorgeformten Behälters geblasen, so daß sämtliche Bereiche desselben gleichmäßig beaufschlagt und gegen die Wandung des Matrizenhohlraumes gedrückt werden. Gegebenenfalls können die Behälter in der ersten Verformungsstufe vom Hohlstempel in der Weise geprägt werden, daß Verstärkungsrippen gebildet werden. Die Druckluft bewirkt außerdem ein rasches Abkühlen des thermoplastischen Werkstoffes, so daß unmittelbar nach Beendigung der letzten Verformungsstufe die Druckluft abgeschaltet und die Patrizenplatte mit den Hohlstempeln wieder hochgefahren werden kann. Zuletzt werden die Behälter aus den Matrizen ausgestoßen. Der Abfallstreifen wird nach einer Vorbehandlung wieder in den Extruder gegeben.

Claims (8)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern, wie Behälter od. dgl., aus einem Streifen aus thermoplastischem Kunststoff mit einer mehrere gleiche Matrizenhohlräume aufweisenden Vielfachform und einer entsprechenden Anzahl den Matrizen gegenüberliegender Pratrizenstempel zum Einziehen bestimmter Flächenbereiche des Kunststoffstreifens in die Matrizenhohlräume und mit einer Einrichtung zum Relativverschieben der Patrizenstempel und Matrizen in Richtung aufeinander, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auflageplatte (152) mit Öffnungen, deren Anzahl der Anzahl der Matrizen entspricht, zur Auflagerung bestimmter vom Patrizenstempel in die Matrizenhohlräume einzuziehender Flächenbereiche des Kunststoffstreifens so angeordnet ist, daß ihre Stützfläche (154) von den Matrizenmündern in Richtung zu den Patrizenstempeln einen Abstand aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie Klemmvorrichtungen (58) aufweist, die klemmend und stützend mit einander gegenüberliegenden Rändern des Kunststoffstreifens zusammenwirken, und daß die Auflageplatte (152) zwischen den Klemmvorrichtungen angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtungen ver- schiebbar und als Vorschubeinrichtung für den Kunststoffstreifen ausgebildet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine der Auflageplatte (152) entsprechende, an der gegenüberliegenden Seite des Kunststoffstreifens zur Anlage kommende, mit Öffnungen versehene Niederhalteplatte (156) und eine Einrichtung zur Relativbewegung von Niederhalteplatte und Auflageplatte in Richtung aufeinander zum Festklemmen des Kunststoffstreifens aufweist, bevor dieser mit dem Partizenstempel in Berührung gelangt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet. daß die Auflageplatte als Rost ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch l bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen in der Auflageplatte (152) etwa genauso groß bzw. nicht wesentlich größer sind als die Matrizenmünder, so daß die Kunststoffolie während der ersten Verformungsstufe, also beim Einziehen der Folie durch den Patrizenstempel in die Matrize, mit dieser nicht in Berührung gelangt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize in der Mitte zweigeteilt ist und daß eine Einrichtung zum Zusammenschieben der Matrizenhälften beim Einfahren des Patrizenstempels in die Matrize vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einblasen diffus verteilter Druckluft durch den Patrizenstempel hindurch in den vorgeformten Behälter.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 134 142; USA.-Patentschrift Nr. 2911 681.
DEJ18538A 1957-02-08 1960-08-08 Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff Pending DE1166455B (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US639091A US2962758A (en) 1957-02-08 1957-02-08 Method and apparatus for forming hollow plastic articles
GB24128/60A GB957310A (en) 1957-02-08 1960-07-11 Forming containers and other thin-walled articles
FR832751A FR1262380A (fr) 1957-02-08 1960-07-12 Procédé et appareil de conformation d'objets creux en matière plastique
DEJ18538A DE1166455B (de) 1960-07-12 1960-08-08 Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR832751A FR1262380A (fr) 1957-02-08 1960-07-12 Procédé et appareil de conformation d'objets creux en matière plastique
DEJ18538A DE1166455B (de) 1960-07-12 1960-08-08 Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1166455B true DE1166455B (de) 1964-03-26

Family

ID=25982281

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ18538A Pending DE1166455B (de) 1957-02-08 1960-08-08 Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1166455B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1779463B1 (de) * 1968-08-14 1972-03-09 Thiel Alfons W Verfahren zum herstellen von geformten teilen aus einem streifen aus thermoplastischem kunststoff und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
FR2458375A1 (fr) * 1979-06-11 1981-01-02 Plm Ab Procede et appareil pour la fabrication d'un article thermoplastique par etirage et soufflage, et article obtenu
US4374166A (en) 1979-06-11 1983-02-15 Plm Aktiebolag Amorphous, drawn, cup-like thermoplastic PET element of 10-25% crystallinity and monoaxial orientation in side wall
EP1473140B1 (de) * 2003-05-02 2010-07-14 Anbeco B.V. Formwerkzeug zum Warmformen, Schneidewerkzeug und in Formkavität integriertes Schneidewerkzeug

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1134142A (fr) * 1954-07-20 1957-04-08 American Plaston Corp Procédé et dispositif pour la fabrication de récipients et corps creux en matières thermoplastiques
US2911681A (en) * 1956-07-19 1959-11-10 Jennings Machine Corp Containers and methods of making them

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1134142A (fr) * 1954-07-20 1957-04-08 American Plaston Corp Procédé et dispositif pour la fabrication de récipients et corps creux en matières thermoplastiques
US2911681A (en) * 1956-07-19 1959-11-10 Jennings Machine Corp Containers and methods of making them

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1779463B1 (de) * 1968-08-14 1972-03-09 Thiel Alfons W Verfahren zum herstellen von geformten teilen aus einem streifen aus thermoplastischem kunststoff und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
FR2458375A1 (fr) * 1979-06-11 1981-01-02 Plm Ab Procede et appareil pour la fabrication d'un article thermoplastique par etirage et soufflage, et article obtenu
US4374166A (en) 1979-06-11 1983-02-15 Plm Aktiebolag Amorphous, drawn, cup-like thermoplastic PET element of 10-25% crystallinity and monoaxial orientation in side wall
EP1473140B1 (de) * 2003-05-02 2010-07-14 Anbeco B.V. Formwerkzeug zum Warmformen, Schneidewerkzeug und in Formkavität integriertes Schneidewerkzeug

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10030010C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Behälters aus einer thermoplastischen Kunststofffolie und Formwerkzeug zur Durchführung des Verfahrens
DE69218491T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Verbundkunststoffmaterial
DE2161066B2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines hohlkoerpers aus thermoplastischem kunststoff
DE1289983B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen hohler Gegenstaende aus thermoplastischem Kunststoff
DE2607371B2 (de) Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern aus Bandmaterial
DE1291469C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines duennwandigen, oben offenen Behaelters aus einer Folie aus thermoplastischem Kunststoff
DE1704313A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Formen hohler Erzeugnisse
DE1165241B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus thermoplastischem Kunststoff
DE102006003268B4 (de) Verfahren sowie Tiefziehvorrichtung zum Tiefziehen von Metallblechen
DE1038750B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flaschen oder aehnlichen Hohlkoerpern aus organischen thermoplastischen Kunststoffen
WO1981002134A1 (fr) Machine de fabrication de corps creux souffles de matiere plastique
DE1166455B (de) Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einem Streifen aus thermoplastischemKunststoff
DE1429050C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstel len eines dünnwandigen, einseitig offenen Gefäßes, insbesondere emes Bechers, aus thermoplastischem Kunststoff
DE2132674A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von hohlkoerpern mit einem halsteil, insbesondere flaschen aus thermoplastischem kunststoff
DE102004012439B4 (de) Verfahren zum Tiefziehen und Ausstanzen von Behältern aus einer thermoplastischen Kunststofffolie und Vorrichtung zum Tiefziehen und Ausstanzen von Behältern
EP2052843B1 (de) Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus einer thermoplastischen Kunststofffolie
DE1479536A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus thermoplastischem Kunststoff im Blasverfahren
AT206638B (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff
AT265625B (de) Vorrichtung zur Herstellung eines Hohlkörpers aus einem stranggepreßten Schlauch aus Kunststoff
DE1166454B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus einer Kunststoffolie
DE69424854T2 (de) Vertikale Tiefziehvorrichtung
DE2834976A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von formteilen aus glas, keramik u.dgl.
DE1779197B1 (de) Vorrichtung zum herstellen von hohlkoerpern aus thermoplasti schem kunststoff im extrusionsblasverfahren
DE2454280A1 (de) Vorrichtung zur herstellung von stranggepressten formkoerpern bzw. profilen aus abfallprodukten pflanzlicher faserstoffe
DE1779197C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Hohl korpern aus thermoplastischem Kunststoff im Extrusionsblasverfahren